G.D.Krummacher Andachten aus "Tägliches Manna"

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Joschie
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Re: G.D.Krummacher Andachten aus "Tägliches Manna"

Beitragvon Joschie » 15.11.2017 08:48

Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen, aber deine Tröstungen ergötzten meine Seele.
Psalm 94,19


Gewiss ist's, dass der Herr die Seinigen, wenn sie eine Zeit lang in tiefen Anfechtungen und innern Leiden zugebracht, oft auf eine ganz vorzügliche Weise zu erquicken pflegt. Je dunkler und angstvoller die vorhergehende Nacht war, desto erquickender, desto entzückender ist das daraus folgende Licht; je tiefer die Klagen, desto höher das Lob; und nie wird der Herr inniger gepriesen, als von tief gedemütigten Seelen. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht. Ps. 102. – Sei nur zufrieden, meine Seele, denn der Herr tut dir Gutes. – Du hast meine Bande zerrissen. Ps. 106. Sie erblickt in den Demütigungswegen die besondere Treue und Güte des Herrn. Sie findet, dass sie zu lauter Segen führen, da sie lauter Unheil darin zu sehen glaube; dass sie lauter Liebe sind, während sie wohl dachte: wenn der Herr sie einigermaßen lieb hätte, so würde er es ganz anders machen. Jetzt wird ihr es aber klar, und so denkt sie wohl, sie werde fortan nicht mehr zagen, und wenn's noch so wunderbar mit ihr ginge. Ob sie aber wird Wort halten können, ist eine andere Frage; gewiss ist es aber: Wenn Gott entzieht das Seine, bleibt Sünd' und Schwachheit meine! und das lernen zustimmen, ist auch Weisheit und Gnade.

Seele, wie so sehr betrübet?
Wie ist dir in mir so bang?
Harr' auf Gott, der jetzt dich übet,
Harr' auf ihn, es währt nicht lang;
Dann entspringt aus Druck und Leid
Freud' und große Herrlichkeit.
Ich will meinen Heiland loben,
Ewig werd' mein Gott erhoben!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Joschie
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G.D.Krummacher Andachten aus "Tägliches Manna"

Beitragvon Joschie » 17.11.2017 08:11

Setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird durch dir Offenbarung Jesu Christi.
1. Petrus 1,13


Was wollen wir denn davon sagen, wie begehrenswert die Gnade des Herrn sei? Jesus selbst nennt sie ein Gold, das mit Feuer durchläutert ist, wodurch man reich wird, und Petrus bemerkt, sie würde viel köstlicher befunden, als das vergängliche Gold. Ist's Niemanden zu verdenken, wenn er sich etwas damit weiß, in einer besondern Gnade beim Könige zu stehen: was will das denn doch zu bedeuten haben, bei dem Könige aller Könige in besonderehn Gnade zu stehen! Müsste man sich das – ich weiß nicht durch was für Opfer und was für Mühseligkeiten erkaufen, wer wollte sich bedenken? Und nun wird sie umsonst und unentgeltlich ausgeteilt. Es ist nicht zu verwundern, wenn sich manche Seelen ordentlich schüchtern und blöde machen lassen, ja sich entsetzen über den großen Gedanken: Gott ist mir um Christi willen gnädig, – so lange sie das: „um Christi willen“ nicht recht fassen, dass sie sich bemühen, sich doch irgend eine Art von Würdigkeit zu verschaffen, bis ihnen endlich alles aus der Hand fällt, und sie ausrufen können: Wohlan! Willst du denn umsonst Gnade erweisen, so sei es, Herr Jesu; ja, hier bin ich! Habe mich lieb nach aller deiner Herzenslust und nach meinem Bedürfnis!

So ruh' ich nun, mein Heil, in deinen Armen,
Du selbst sollst mir mein ew'ger Friede sein;
Ich hülle mich in deine Gnade ein,
Mein Element ist einzig dein Erbarmen;
Und weil du mir mein Ein und Alles bist,
So ist's genug, wenn dich mein Geist genießt.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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