Gebete der Christenheit

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Jörg
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Gebete der Christenheit

Beitragvon Jörg » 31.12.2009 05:38

Hallo zusammen, mir hilft es oft sehr, wenn es mir mal wieder im Alltags-Grau die Sprache verschlägt, Gebete der Christenheit, Gebete bekannter oder auch weniger bekannter Christenmenschen zu beten. Deshalb würde ich mich über Eure Beiträge freuen!

Hier ein Gebet von Martin Luther:

Gib mir, Herr, nicht Gold und Silber, sondern einen starken, festen Glauben. Ich suche nicht Lust oder Freude der Welt, sondern Trost und Erquickung durch dein heiliges Wort. Nichts begehre ich, das die Welt groß achtet, denn ich bin dessen vor dir nicht um ein Haar breit gebessert, sondern deinen Heiligen Geist gib mir, der mein Herz erleuchte, mich in meiner Angst und Not stärke und tröste, im rechten Glauben und Vertrauen auf deine Gnade erhalte mich bis an mein Ende. Amen.

Lieben Gruß

Jörg
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Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 31.12.2009 09:55

Ein Gebet von Calvin, Jean

Das Licht der Sonne und des Mondes dürfen wir schauen bei Tag und Nacht, Da gib, o allmächtiger Gott, daß wir lernen unsere Augen noch höher zu erheben. Laß uns nicht den Ungläubigen gleich werden, denen auch Sonne und Mond scheinen. Laß uns schauen auf das Ziel unserer Hoffnung, unser ewiges Heil, in der Gewißheit, daß dieses Heil uns ebensowenig erschüttert werden kann wie deine Treue, deren Unwandelbarkeit du uns sehen läßt an Sonne und Mond, deinen Schöpfungen. Laß uns schauen auf jenes Heil, das sich gründet auf deine unerschütterliche Wahrhaftigkeit und eine Gewißheit schenkt, die alle Dinge umfaßt, bis wir endlich in jenes selige Reich kommen, das uns erworben ist durch das Blut deines eingeborenen Sohnes.

Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jörg
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Beitragvon Jörg » 01.01.2010 07:46

Ewiger Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christ, verleihe uns deine Gnade, daß wir in der Heiligen Schrift wohl und fleißig forschen, Christum darin suchen und finden, und durch ihn das ewige Leben finden, und durch ihn das ewige Leben haben; dazu hilf uns, lieber Gott, in Gnaden. (Martin Luther)

Ein frohes, gesegnetes Jahr 2010 wünscht Euch allen

Jörg
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Beitragvon Jörg » 02.01.2010 06:57

Herr, ich hinke zwar im Glauben, im Gebet, im Loben, im Dienst und in der Geduld, aber errette mich, ich bitte dich! Du allein kannst Krüppel retten, wie ich einer bin! Herr, laß mich nicht umkommen, weil ich unter den Letzten bin, sondern führe durch deine Gnade mich, den langsamsten deiner Pilger, heim! Er hat gesagt, es soll so sein, und darum halte ich Gott fest im Gebet und marschiere weiter, wenn auch das Gelenk meiner Hüfte verrenkt ist!

C. H. Spurgeon
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Beitragvon Jörg » 03.01.2010 06:35

Martin Luther betete inmitten seiner Depression (früher nannte man sie Schwermut):

Herzliebster Herr Jesu, was für ein großer Stein schwerer Anfechtung und Gedanken liegt auf meinem Herzen! Ach, meine Seele ist mit Traurigkeit beladen und bedeckt, dass der Trost deines süßen Evangeliums nicht hineinfließen kann. Erbarme dich mein! Lege deine starke Hand an und hebe den großen Angst- und Trauerstein von meinem Herzen. Nimm weg meine Anfechtung und große Schwermut, dass ich Luft kriege und dein heilsames, herzerquickendes Lebenswasser mein mattes, ohnmächtiges Herz kühle und erfrische, dass mein Geist wieder lebendig werde und meine Seele und Leib in dir, o lebendiger Gott, sich zeitlich und ewig freuen möge. Amen.
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Beitragvon Jörg » 04.01.2010 05:21

Lieber Vater, in meinem Berufe ist dein Wort Befehl. Darauf gehe ich hin und werfe heute mein Netz aus, und laß dich sorgen, dass es geraten werde. Ich bitte allein daneben, gib deinen Segen und das Gedeihen dazu. (Martin Luther)
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Beitragvon Jörg » 05.01.2010 04:38

O du allergnädigster Herr Jesus Christus! Ziehe uns Schwache zu dir; denn wo du uns nicht ziehen wirst, so können wir nicht folgen. Gib uns einen starken Geist, der da willig sei, obgleich das Fleisch schwach ist, dass es doch durch deine Hilfe folge. Denn ohne dich vermögen wir nichts zu tun, am allerwenigsten um deinetwillen in den Tod zu gehen. Gib uns einen willigen Geist, ein unerschrockenes Herz im rechten Glauben, eine feste Hoffnung, dass wir um deinetwillen auf das geduldigste und mit Freuden von uns legen unser Leben. Amen

(Johannes Hus)
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Beitragvon Jörg » 06.01.2010 05:04

Vater im Himmel, Lob und Dank sei dir für die Ruhe der Nacht, Lob und Dank sei dir für den neuen Tag, Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue in meinem vergangenen Leben. Du hast mir viel Gutes erwiesen, laß mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen. Du wirst mir nicht mehr auferlegen, als ich tragen kann. Du läßt deinen Kindern alle Dinge zum besten dienen.

Herr Jesus Christus, du warst arm und elend, gefangen und verlassen wie ich. Du kennst alle Not der Menschen, du bleibst bei mir, wenn kein Mensch mir besteht, du vergißt mich nicht und suchst mich, du willst, daß ich dich erkenne und mich zu dir kehre. Herr, ich höre deinen Ruf und folge. Hilf mir!

Heiliger Geist, gib mir den Glauben, der mich vor Verzweiflung und Laster rettet. Gib mir die Liebe zu Gott und den Menschen, die allen Haß und alle Bitterkeit vertilgt, gib mir die Hoffnung, die mich befreit von Furcht und Verzagtheit. Lehre mich Jesus Christus erkennen und seinen Willen tun.

Dietrich Bonhoeffer
Zuletzt geändert von Jörg am 16.02.2010 05:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jörg » 07.01.2010 04:46

Herr, laß uns nicht mit leeren Worten und frommen Sprüchen umgehen, sondern zeige uns, daß Liebe besser ist als Wortemachen, und Gehorsam besser als Argumente. Wir sind immer wieder auf der Flucht vor Deinem Gebot mit Worten und allerlei frommen Sprüchen. Halte uns fest, nimm uns gefangen, zwing uns unter Dein Wort, das heute gilt, laß uns heute tun, was wir heute tun können und laß es uns tun im Glauben.

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Beitragvon Jörg » 08.01.2010 04:46

Herr Gott, großes Elend ist über mich gekommen. Meine Sorgen wollen mich erdrücken, ich weiß nicht ein noch aus. Gott, sei gnädig und hilf. Gib Kraft zu tragen, was du schickst, laß die Furcht nicht über mich herrschen. Sorge du väterlich für die Meinen, besonders für Frau und Kinder, schütze sie mit deiner starken Hand vor allem Übel und vor aller Gefahr. Barmherziger Gott, vergib mir alles, was ich an dir und an Menschen gesündigt habe. Ich traue deiner Gnade und gebe mein Leben ganz in deine Hand. Mache du mit mir, wie es dir gefällt und wie es gut für mich ist. Ob ich lebe oder sterbe, ich bin bei dir und du bist bei mir, mein Gott. Herr, ich warte auf dein Heil und auf dein Reich.

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Beitragvon Jörg » 09.01.2010 07:18

Gott,
zu dir rufe ich am frühen Morgen
hilf mir beten
und meine Gedanken sammeln;
Ich kann es nicht allein.

In mir ist es finster,
aber bei dir ist Licht
ich bin einsam,
aber du verläßt mich nicht
ich bin kleinmütig,
aber bei dir ist die Hilfe
ich bin unruhig,
aber bei dir ist Frieden
in mir ist Bitterkeit,
aber bei dir ist Geduld
ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den rechten Weg für mich.

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 10.01.2010 08:01

Gott,
du hast es mit mir angefangen.
Du hast mir nachgestellt,
hast mich nicht loslassen wollen,
bist mir immer wieder hier und dort
plötzlich in den Weg getreten,
hast mich verlockt und betört,
hast mir mein Herz gefügt
und willig gemacht,
hast zu mir geredet
von deiner Sehnsucht
und ewigen Liebe,
von deiner Treue und Stärke;
als ich Kraft suchte,
stärktest du mich,
als ich Halt suchte,
hieltest du mich,
als ich Vergebung suchte,
vergabst du mir die Schuld.
Ich hatte nicht gewollt,
aber du überwandest meinen Willen,
meinen Widerstand, mein Herz.
Herr,
du hast mich überredet
und ich habe mich überreden lassen.
Du bist mir zu stark geworden
Und hast gewonnen

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 11.01.2010 05:18

Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde.

Martin Luther
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Beitragvon Jörg » 12.01.2010 05:00

Herr, du hast mich in letzter Zeit abwärts geführt und mir gezeigt, wie unvollkommen und sündhaft ich bin. Das ist keine angenehme Erfahrung, aber ich bitte dich, laß sie zu meinem Besten dienen. Mache mich durch sie fähig, dir freudiger zu dienen und brauchbarer zu werden; schenke es mir um Christi willen. Amen.

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Beitragvon Jörg » 13.01.2010 06:32

Wenn ich auch oft nichts fühle von froher Zuversicht, entzieh nur bis zum Ziele mir deine Gnade nicht. Gib mir doch ein Verlangen, an dem noch fest zu hangen, was mir dein Wort verspricht.

Fühl ich mich schwach im Beten, und ist mein Glaube klein, soll mich dein Geist vertreten. Herr, hilf mir, ich bin dein.

Philipp Friedrich Hiller
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