Gebete der Christenheit

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Jörg
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Beitragvon Jörg » 30.01.2010 06:23

O Herr Jesu Christe, erbarme dich aller derer, denen deine Frage nach dem Verlorenen und deine Klage über unser Leid zu Herzen geht. Schenke uns nicht Erkenntnis noch Vertiefung, nicht Reichtum des Wissens noch die Fülle des Lebens, sondern schenke uns die erste Liebe, aus der heraus auch das letzte Leid besiegt wird. Gib uns den Anfang, damit das Ende selig, und die Begeisterung der Jugend, damit das Alter gesegnet sei, und all den Reichtum für dich und von dir, damit das Leben in dir selig schließe. Verbirg uns nichts, was in uns wider dich lautet; gehe ins Gericht mit deinen Knechten und Mägden, ehe sie der Sicherheit zur Beute werden. Zerstöre unsere Werke, zerbrich unser Wissen, entblättere alle unsere Blüten, auf dass in der Anfechtung wir nach dir sehen, und dann gib uns den verlorenen Frühling wieder. Schenke uns allen Frührot der Begeisterung mitten in der Hitze der Arbeit, Frührot der Liebe auch am Abend vor der Ruhe, und so verleihe dieser Gemeinde, die in der ersten Liebe sich erbaute, dass die erste Liebe sie vollende, um deiner Erbarmung willen. Amen.

Hermann Bezzel
Zuletzt geändert von Jörg am 26.02.2010 06:40, insgesamt 1-mal geändert.
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Jörg
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Beitragvon Jörg » 31.01.2010 05:46

O Herr, verwunde mein Herz mit deiner Liebe und befreie mich von aller eigenen verderbten und falschen Liebe. Gib mir zu schauen und zu empfinden deine Liebe, Barmherzigkeit, Weisheit und Allmacht, wie auch mein eigenes Nichts und meine Untreue. Laß mich nimmermehr deines Leidens und Todes vergessen. Laß sie meine höchste Ruhe und meinen Zugang zum Vater sein. Hilf mir, dass ich alle meine Kräfte für dich verzehre, der du für mich verwundet und getötet bist. Amen.

Friedrich Christoph Oetinger
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Jörg
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Beitragvon Jörg » 01.02.2010 05:27

Herr, mein Gott, meine einzige Hoffnung - möchte ich dich erkennen! Möchte ich mich erkennen! Du kennst mich: Du bist es, der mich richtet, denn "wenn kein Mensch weiß, was im Menschen ist, als nur des Menschen Geist, der in ihm ist", es ist selbst im Menschen etwas, was der Geist nicht weiß, der in ihm ist. Du aber, Herr, du kennst ihn durch und durch: Du hast ihn erschaffen. Du weißt, welchen Versuchungen ich die Kraft habe zu widerstehen, welchen nicht. Ich weiß es nicht. Meine Hoffnung ist nur, daß "du getreu bist und uns nicht über unsere Kraft versuchen lassest". Du kennst meine Kraft und meine Unkraft. Erhalte jene, diese heile! Meine Hoffnung ruht allein auf deinem Erbarmen. Gib, was du befiehlst, und befiehl, was du willst! Gib, was ich dir darbringen kann, denn "ich bin elend und arm". Du aber bist reich für alle, die dich anrufen. Bist du uns Stärke, so ist wahrhafte Stärke, verlassen wir uns auf eigene Kraft, so sind wir kraftlos. Du bist unser ewiges Gut; weil wir uns abkehren von dir, darum sind wir verkehrt geworden. Dich, o Herr, kann nur verlieren, wer dich verläßt.

Augustin
Zuletzt geändert von Jörg am 26.02.2010 06:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jörg » 02.02.2010 05:10

Herr Jesu, du versprichst mir, du wolltest mir immer gegenwärtig sein und über mich wachen. Wir Armen schreiben uns so gern zu, was wir doch von dir gelernt haben. Präge dies tief durch deine geheime Führung meinem Herzen ein. Laß mich nicht von deinen Regeln abweichen, sondern mich auf dich verlassen, damit ich Gnade finde bei Gott und den Menschen. Laß mich bei allem, was ich zu tun habe, denken, du tuest es durch mich. Du kannst auch meine krummen Wege gerade machen. Laß mich dich immer vor Augen haben, so bleibt mein Herz in der Ruhe. Denn sonst mache ich mir viele vergebliche Unruhe. Züchtige mich durch deinen Geist, wenn ich irre gehe, daß ich mich immer wieder zurechtfinde und in deiner Kraft getrost meinen Weg fortsetze. Amen.

Friedrich Christoph Oetinger
Zuletzt geändert von Jörg am 26.02.2010 06:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jörg » 03.02.2010 04:37

O Jesu, es ist Zeit, jetzt ist es Zeit, mich mit Wahrheit zu umgürten und die Gerechtigkeit als einen Panzer anzulegen, den Helm des Heils, das Schwert des Geistes und den Schild des Glaubens zu gebrauchen. Wie aber? Herr, ich bete zu dir, ich rufe dich an. Lehre mich segnen meine Feinde. Doch du willst ja, dass diese Bösen in sich gehen und ihre Bosheit fühlen. Behalte ihnen ihre Sünden, bis sie Buße tun. O Herr, hilf mir, mach mich los von allem Zweifel. Ich muß werden wie ein Tier vor dir. Du allein hilfst heraus aus diesem Schlamm, da man nicht gewiss treten kann, da man glaubt und zweifelt, da man vergibt und zürnt, da man dein Recht und deine Erbarmung anfleht. O Gott, o Jesu, heute früh nahte ich mich vor deinem Gnadenthron, aber ich hatte keine Kraft zu beten. Die satanischen Anfälle der vielen Gedanken halten mich ab und schwächen das Gebet. Ich vergesse auch, dass ich in einem solchen Kampf mit dem Satan bin. Ich übe mich nicht genug, die Wahrheit umgürtet zu haben, die zu diesen Versuchungen gehört. Ich sehe, dass ich mich viel zu stark auf Wahrheit verlasse, die ich noch nicht bereitet habe als einen Gurt wider die Zerstreuung. O lehre du mich, mein Jesu, wider Satan streiten. Ach Jesu, soll ich denn nicht festen Grund bekommen in dieser zweifelhaften Sache? Offenbare es doch, dass ich Ruhe habe, weil es aber nicht schnell geht, laß mich dein harren und nichts tun, bis du deinen Willen zu erkennen gibst. Amen.

Friedrich Christoph Oetinger
Zuletzt geändert von Jörg am 26.02.2010 06:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jörg » 04.02.2010 04:49

O Allmächtiger, ewiger Gott und Vater! Der du bist ein Herzenkündiger und Richter der Sinne und Gedanken, der du alle Dinge zuvor siehst, hörest und weißt, ehe sie bei uns Menschen geschehen: ich komme und bringe mein Anliegen vor dich, nicht der Meinung, dich durch mein Geschrei zu erwecken, als wissest du es nicht zuvor, sondern, dass ich mich selbst erinnere und erwecke, zu verstehen und erkennen, wie du all mein Anliegen kennest, ja alle meine Haare auf meinem Haupte selber zählest. Hilf, lieber Vater, dass ich solches recht wisse und betrachte, und dadurch mein Herz in deinen gnädigen Willen setze, denn der ist der allerbeste; und dass ich in voller Gelassenheit und geduldigem Auswarten verharre. Amen.

Johann Arndt
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Beitragvon Jörg » 05.02.2010 05:35

O heiliger Geist, der du mit dem Ernst deiner Heiligkeit durch die Gemeinde gehst, ehe sie vergeht, und in die Angst der Zeit dein unbeugsam Wort sprichst, damit die Zeit innerlich geheiligt werde, beuge uns unter den Ernst deiner Rede, handle mit uns im Eifer deiner Wahrheit, hole uns zurecht, ehe wir vergehen, und schenke deinem Volke Buße, Glauben und willige Bekehrung. Laß die Zeit der ersten Liebe noch nicht vergehen; mehre die Gewißheit, dass, wenn wir an unserer Seele Leben denken, wir dich und das Deine ehren. Gehe vernichtend und erneuernd durch alle unsere Werke, zerbrich das Dürre im Sturm der Buße, entführe das Kraftlose in heiligem Feuer, erwecke und segne das Schwache und hilf allenthalben aus aller Not um deswillen, der für uns gelitten und den Tod überwunden hat, um Jesu Christi, unseres Herrn willen. Amen

Hermann Bezzel
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Beitragvon Jörg » 06.02.2010 05:50

Du hörst nicht auf, uns auch heute noch früh und spät zu dir zu rufen. Du mahnst uns beständig zur Buße und gibst die Verheißung, uns erhören zu wollen, wenn wir die Zuflucht nehmen zu deiner Barmherzigkeit. Da gib, allmächtiger Gott, dass wir diese große Güte nicht verachten und unser Ohr deinem Ruf nicht verschließen. Laß uns deiner gnädigen Erwählung gedenken als der ersten aller Gnadengaben, deren du uns würdigst, und danach trachten, uns so in deinen Dienst zu stellen, dass dein Name durch unser ganzes Leben verherrlicht wird. Und wenn wir dann von dir abweichen, so laß uns bald auf den rechten Pfad zurückkehren und deinem heiligen Ruf gehorsam sein. Laß es sichtbar werden, dass wir von dir erwählt und berufen sind. Wecke in uns die Sehnsucht, fest zu beharren in der Hoffnung auf jenes Heil, zu dem du uns rufst, und das uns bereitet ist im Himmel, durch unsern Herrn Jesus Christus.

Johannes Calvin
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Beitragvon Jörg » 07.02.2010 05:12

O starker und eifriger Gott! Ich sehe aus deinem heiligen Wort, wie du den falschen Gottesdienst strafst, und mit dem äußerlichen nicht zufrieden bist, sondern erforschest von allen, dass sie im Geist und in der Wahrheit, in rechter lebendiger Erkenntnis, sowohl deines Wesens, Willens und Guttaten, dir dienen sollen. Ach! Gib, dass ich allezeit und allenthalben dir einen solchen gefälligen und mir seligen Dienst leiste, mich selbsten mit allem, was ich bin und habe, dir aufopfere, dein Tempel sei und bleibe, darin du das Licht des wahren Glaubens, das Feuer der reinen Liebe, Heiligkeit, Gerechtigkeit anzündest, ernährst und erhältst, bis ich in jener Welt mit allen Engeln und Auserwählten das ewige Halleluja anstimme. Amen.

Johann Arndt
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Beitragvon Jörg » 08.02.2010 04:42

Herr Jesu, du Wort, Leben und Licht der Menschen, wie glücklich sind wir gegenüber Plato und Sokrates und allen heidnischen Wesen, dass wir dich kennen. Aber wir schätzen diese Seligkeit nicht hoch genug. Durch der Heiden Verlangen nach deiner Gnade, Lieblichkeit und Schönheit, laß uns unsere Gemeinschaft mit dir recht wichtig werden, damit sie uns nicht einmal ins Gesicht sagen, über dem Tische Abrahams: Wenn wir zu eurer Zeit gelebt hätten, so sollten alle unsere Gebeine die Wunder der erscheinenden Gnade in Christo gepriesen haben, aber eure Liebe ist kalt und erstarrt. Sollte sich nicht der Himmel darüber entsetzen? Sollten nicht die, welche in Abrahams Schoß sind, darüber ergrimmen?

Friedrich Christoph Oetinger
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Beitragvon Jörg » 09.02.2010 05:25

O Jesu, ohne dich und außer dir bringen wir unsere Tage zu wie ein Geschwätz. Aber wenn wir dich als den Grund unserer Zeiten ansehen, so ist alles, was wir tun, in Gott getan. Unser Glauben bringt dann die Blätter, die sonst verwelken, zu etwas Ewigem und Standhaftem.

Friedrich Christoph Oetinger
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Beitragvon Jörg » 10.02.2010 04:47

O Herr, du verbirgst dich vor uns, dass wir dich nicht sehen; wir denken, wenn du uns auch so nahe wärst als einst dem Petrus, so wollten wir im Segen arbeiten. Nun aber scheinst du ferne zu treten und lässest es in der Welt also durcheinander gehen, als wolltest du dir nichts mit uns zu tun machen. Es ist aber nicht so, wie es scheint. Es geht nach deinem Wort. Den Gerechten, den Redlichen, den Gläubigen bist du so nahe als Petrus; ihre Arbeit regierst du, wenn du auch Fehler zulässest, und beweisest dich endlich herrlich. Die Ungläubigen und Heuchler lässest du ihre Wege gehen, und wenn sie ihre Sache klüglich anfangen, finden sie Glück, welches aber zuletzt auf das größte Unglück hinausläuft. Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns. Führe uns und unsere Kinder heraus aus der Menge der Ungläubigen und errette unsere Seelen. Amen.

Friedrich Christoph Oetinger
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Beitragvon Jörg » 11.02.2010 05:09

Lieber Vater im Himmel, gib uns, deinen Kindern, deinen Geist, dass auf Erden etwas von dir offenbar werde und nicht nur Menschliches, sondern göttliche Kraft und göttliche Wahrheit heimisch werden bei uns in all unserem Tun. Laß uns immer stark bleiben in unseren Herzen, auch wenn sichs oft verdunkelt, dass du um uns bist, und dass dein Reich sich um uns legt, damit Kräfte des Friedens und Kräfte des Heils an uns offenbar werden. Du kannst alles schaffen, auch was wir nicht verstehen. Wir tun, was wir verstehen, und du hilfst uns dabei; aber was du tun kannst, das können wir nicht tun; darum hoffen wir und glauben wir, dass du mit deiner Macht, mit deinem Geist noch unser ganzes Leben einnehmen wirst und das Leben der vielen Menschen, die in ihren Herzen seufzen um eine wahrhaftige Wahrheit des Lebens. Amen.

Christoph Blumhardt
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Beitragvon Jörg » 12.02.2010 04:42

Wer gibt mir, dass ich Ruhe finde in dir? Wer gibt mir, dass du kommest in mein Herz und es trunken machest, dass ich vergesse meine Sünden und dich umfange, du mein einzig Gut?

Was bist du mir? Erbarme dich, damit ichs sagen kann! Und ich, was bin ich dir, dass du geliebt sein willst von mir, und, tät ichs nicht, mir zürntest und drohtest ohne Maß? Ist nicht schon Elends genug, dich nicht zu lieben? Ach ich Armer! Sag mir um deiner Barmherzigkeit willen, Herr mein Gott, was du mir bist!

Sprich zu meiner Seele: “Ich bin dein Heil.” Sprich so, dass ich höre! Sieh, die Ohren meines Herzens sind vor dir, Herr, öffne sie und sprich zu meiner Seele: “Ich bin dein Heil.” Nachlaufen will ich hinter diesem Worte und dich fassen. Verbirg dein Angesicht nicht vor mir; sterben will ich: nicht zu sterben, dein Angesicht zu schauen!

Eng ist das Haus meiner Seele, in das du kommen magst zu ihr: erweitere es! Baufällig ist es: erneuere es! Es bietet ein Ärgernis deinen Augen, ich weiß und bekenne es. Aber wer wird es reinigen? Zu wem andern soll ich rufen als zu dir: “Von meinen verborgenen Sünden reinige mich, Herr, und vor fremder Sünde behüte deinen Knecht! Ich glaube, und darum rede ich” Herr, du weißt es. “Hab ich dir nicht meine Sünden bekannt wider mich selbst, mein Gott, und du hast mir vergeben die Bosheit meines Herzens?” Ich rechte nicht über das Urteil mit dir, der du die Wahrheit bist, und ich will mich nicht selbst betrügen, dass nicht “meine Sünde sich zum eigenen Schaden lüge”. Darum rechte ich nicht mit dir über das Urteil, denn “wenn du acht haben wolltest auf die Missetaten, Herr, Herr, wer könnte dann bestehen?”

Augustin
Zuletzt geändert von Jörg am 26.02.2010 06:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Jörg » 13.02.2010 07:45

Bleibe, o Herr, bei uns, denn es ist Nacht; und es ist schwer, den Tag über die Freude deines zukünftigen Königreiches den einschläfernden Zeiten entgegenzusetzen, wo die Bruderliebe erkaltet. Unsere Kinder und Hausleute und viele Gemeindeglieder haben noch keine geöffneten Ohren für die Herrlichkeit deines Reiches. Gedenke an deinen Bund. Das Land ist allenthalben jämmerlich verheert. Wenn aber Menschen wider dich wüten, so legst du uns Ehre ein. Auch das tobende Sinnen und Wüten der Menschen muß dich bekennen. O Herr, wir nehmen mit Unrecht Anstoß an der Verwirrung der Zeit. Denn du wirst lauter Wunder deines Reiches daraus machen, die wir jetzt nicht sehen können. Dein Heil ist unter allem diesem nahe denen, die dich fürchten. Sie trösten sich des Jerusalems, das droben ist. Wohl dem Volk, welches die Zeichen deiner Gegenwart versteht! Sie können über deinen Namen den ganzen Tag frohlocken und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Das Reich Christi ist der Anfang und das Ziel der Schöpfung auf Erden; es besteht und dauert durch alles hindurch. Die Himmel werden deine Gerechtigkeit verkündigen und alle Völker werden deine Herrlichkeit sehen. Amen.

Friedrich Christoph Oetinger
Zuletzt geändert von Jörg am 26.02.2010 06:39, insgesamt 1-mal geändert.
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