Gebete der Christenheit

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Jörg
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Beitragvon Jörg » 02.03.2010 04:52

Unser lieber Herr, der uns den Psalter und das Vaterunser zu beten gelehrt und gegeben hat, verleihe uns auch den Geist des Gebetes und der Gnade, dass wir mit Lust und ernstem Glauben recht und ohne Aufhören beten; denn es tut uns Not; so hat er´s geboten und will´s also von uns haben. Dem sei Lob, Ehre und Dank. Amen.

Martin Luther
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Beitragvon Jörg » 03.03.2010 05:22

Oliver Cromwell betete unmittelbar vor seinem Sterben:

Herr, mein Gott, wenn ich gleich ein armes und elendes Geschöpf bin, so stehe ich doch durch die Gnade in deinem Bunde. Und ich darf, ich will zu dir kommen, für dein Volk. Du hast mich, obgleich ich so unwürdig bin, zum schwachen Werkzeug gemacht, ihm Gutes zu tun und dir zu dienen; und viele haben mich überschätzt, wogegen andere wieder meinen Tod wünschen und sich darüber freuen; Herr, wie du auch immer es mit mir machen willst, fahre fort, sie zu segnen. Schenke ihnen Festigkeit im Urteil, Einmütigkeit und gegenseitige Liebe; fahre fort mit ihrer Befreiung und mit dem Werke der Reformation, und erhöhe den Namen Christi in der Welt. Lehre die, die zu viel auf deine Werkzeuge sehen, sich mehr auf dich zu verlassen. Vergib denen, die so gerne auf dem Staub eines armen Wurmes herumtreten, denn auch sie sind deiner Kinder. Vergib dieses törichte Gebet, um Jesu Christi willen, und schenke uns eine gute Nacht, wenn es dein Wille ist. Amen.
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Jörg
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Beitragvon Jörg » 04.03.2010 04:48

Ein Abendgebet:

Herr mein Gott,
ich danke dir,
dass du diesen Tag zu Ende gebracht hast,
ich danke dir,
dass du Leib und Seele zur Ruhe kommen läßt.
Deine Hand war über mir
und hat mich behütet und bewahrt.
Vergib allen Kleinglauben
und alles Unrecht dieses Tages
und hilf, dass ich gern denen vergebe,
die mir Unrecht getan haben.
Laß mich in Frieden
unter deinem Schutze schlafen
und bewahre mich
vor den Anfechtungen der Finsternis.
Ich befehle dir die Meinen,
ich befehle dir dieses Haus,
ich befehle dir meinen Leib und mein Seele
Gott, dein heiliger Name sei gelobt.

Der Gott aber,
der es Tag und Nacht werden läßt,
der gibt auf Zeiten des Durstes
Zeiten der Erquickung,
Gott gibt Sturm
und er gibt ruhige Fahrt.
Gott gibt Zeiten der Sorge und Angst
und Gott gibt Zeiten der Freude.

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 05.03.2010 04:50

Wir preisen dich,
Herr,
daß du alle Dinge
in deiner Hand hast
und alles so herrlich regierst.
Du führst die Deinen
um Christi willen
durch alle Bedrängnis und Feindschaft
sicher nach deinem Rat.

Mit ausgestreckten offenen Händen
wollen wir empfangen,
was Gott uns schenkt
und uns daran freuen aus ganzem Herzen
und mit stillem Herzen wollen wir hingeben,
was Gott uns noch nicht gewährt oder nimmt.

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 06.03.2010 07:53

Herr, ich bin eine Masse von Torheit, und Weisheit besitze ich nicht. Du sprichst:”…der bitte Gott!” Herr, so bitte ich jetzt! Hier zu deinen Füßen bitte ich, mich mit himmlischer Weisheit auszurüsten für die schwierigen Dinge dieses Tages und für die einfachen ebenfalls; denn ich weiß, ich kann sehr Albernes tun, sogar in sehr einfachen Dingen, wenn du mich nicht vor Schaden behütest.

Ich danke dir, dass das Bitten alles ist, was ich zu tun habe. Wie gnädig von dir, dass ich nur im Glauben zu beten brauche, und dass du mir dann Weisheit geben willst! Du sagst mir eine gute Erziehung zu und dazu eine ohne einen zornigen Lehrer und einen scheltenden Schulmeister. Du willst sie auch ohne Bezahlung gewähren - sie einem Toren gewähren, dem es an Weisheit mangelt. Herr, ich danke dir für dieses bestimmte und ausdrückliche Wort: “So wird sie ihm gegeben werden.” Ich glaube, du willst dein Kind heute die verborgene Weisheit erkennen lassen, die die fleischlich Klugen niemals lernen. Du willst mich nach deinem Wort leiten und mich endlich mit Ehren annehmen.

C. H. Spurgeon
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Beitragvon Jörg » 07.03.2010 06:42

Herr, du hast mit mir, deinem Knecht in Jesus Christus, meinem Herrn, einen Bund gemacht; und nun bitte ich dich, laß meine Kinder in seine gnädigen Verheißungen eingeschlossen sein! Laß mich glauben, dass diese Verheißung mir genauso wie ihrem ersten Empfänger gilt! Ich weiß, dass meine Kinder in Sünde geboren sind wie die anderer Menschen auch; deshalb bitte ich nichts für sie um ihrer Geburt willen; ich weiß ja, “was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch”, weiter nichts. Aber laß sie unter deinem Gnadenbund durch deinen Heiligen Geist von neuem geboren werden!

Ich bitte für meine Kinder und Kindeskinder. Sei du ihr Gott, wie du der meine bist! Meine höchste Ehre ist die, dass du mir erlaubt hast, dir zu dienen. Mögen es meine Nachkommen in allen künftigen Zeiten ebenso tun! Oh, du Gott unserer Väter, sei du der Gott unserer Kinder!

Wenn du, Herr, mich in meiner Familie begnadigt hast, so bitte ich dich, nimm dich der Häuser deiner Kinder an, die bisher ungesegnet blieben. Sei der Gott aller Familien deines Volkes. Um deines Sohnes Jesus Christus willen erspare allen, die deinen Namen fürchten, den Kummer, gottlose und böse Kinder zu haben.

C. H. Spurgeon
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Beitragvon Jörg » 08.03.2010 05:17

C. H. Spurgeon betete aufgrund von Apostelgeschichte 16, 31 “Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du und dein Haus selig.”:

Ach Herr, ich möchte nicht mit einer halben Verheißung davonlaufen, wenn du eine ganze gibst! Ich bitte dich, rette all die Meinen! Rette meine Nächsten und Liebsten! Bekehre meine Kinder und meine Enkel! Sei meinen Knechten und Mägden gnädig und allen, die unter meinem Dach wohnen oder für mich arbeiten! Du gibst mir diese Verheißung persönlich, wenn ich an den Herrn Jesus glaube; ich bitte dich, tue, wie du es zugesagt hast!

Ich möchte jeden Tag in meinem Gebet die Namen all meiner Brüder und Schwestern, Eltern, Kinder, Freunde, Verwandten und Angestellten nennen und dir keine Ruhe lassen, bis das Wort erfüllt ist: “…und dein Haus”.
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Beitragvon Jörg » 09.03.2010 04:53

Herr, wenn du mir einen Strom von Reichtum schickst, laß nicht eine Galeere mit Rudern heraufkommen in Gestalt von Weltlichkeit oder Stolz. Wenn du mir volle Gesundheit und ein fröhliches Gemüt schenkst, laß nicht das stattliche Schiff fleischlicher Bequemlichkeit die steigende Flut hinaufsegeln. Wenn meinem Dienst in der Gemeinde Erfolg zuteil wird, breit wie der stolze Rhein, laß mich nie der Galeere des Dünkels und des Selbstvertrauens auf den Wellen meiner Wirksamkeit begegnen. Sollte mir das große Glück beschieden sein, Jahr für Jahr dein Angesicht zu schauen, so laß mich doch nie deine schwächeren Heiligen verachten; laß auch nie zu, dass eitler Stolz über meine Vollkommenheit die breiten Ströme meiner Heilsgewißheit hinaufsegelt! Herr, gib mir den Segen, der reich macht und weder Schmerz zufügt noch Sünde fördert.

C. H. Spurgeon
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Beitragvon Jörg » 10.03.2010 04:45

Herr,
mache mich frei von mir selbst,
Gottes Wahrheit allein
läßt mich den Andern sehen.
Sie richtet meinen in mich verbogenen Blick
über mich hinaus
und zeigt ihm den anderen Menschen.
Gottes Wahrheit ist Gottes Liebe
und Gottes Liebe macht uns frei
von uns selbst
für den Andern.
O Gott,
bewahre uns,
daß wir kein lügnerisches Bild
der Freiheit erträumen
und in der Lüge bleiben.
Herr,
mach uns mit deiner Wahrheit,
die unser Herr Jesus Christus ist, frei.
Herr,
wir warten auf deine Wahrheit.

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 11.03.2010 04:40

Gib Freudigkeit und Stärke,
zu stehen in dem Streit,
den Satans Reich und Werke
uns täglich anerbeut,
hilf kämpfen ritterlich,
damit wir überwinden
und ja zum Dienst der Sünden
kein Christ ergebe sich.

Paul Gerhardt
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Beitragvon Jörg » 12.03.2010 04:13

Jesu, hilf siegen und laß mich nicht sinken; wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister.

Jesu, hilf siegen. Wenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich vor Angst und vor Zagen vergeh, ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen.

Johann Heinrich Schröder
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Beitragvon Jörg » 13.03.2010 06:50

Herr, ich bitte dich, meinem Leiden ein Ende zu machen, aber ich bitte dich zehnmal mehr, mich von meiner Ungeduld zu erlösen! Teurer Herr Jesus, grabe mir dein Kreuz, das Bild deiner Geduld, tief ins Herz!

C. H. Spurgeon
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Beitragvon Jörg » 14.03.2010 07:40

“Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr.” Laß mich die allerärmste und unscheinbarste, weltentlegenste Rebe sein, aber mache mich zu einer deiner Reben, an der du noch etwas Gefallen haben magst. Streife mich nicht ab, der du als ein erbarmender Gärtner gelobt hast, das zerstoßene Rohr nicht gar zu zerbrechen; löse mich nicht von dir ab, da du gesagt hast: “Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.” Laß, was noch Leben in mir ist, an deinem Leben erstarken und erwärmt werden. Sammle mich in dich ein, und wenn meinem Leben der Geist und meinem Worte die Kraft und meinem Werke die Salbung von oben und meinem Wesen die Echtheit entweicht, dann wende du meine Seele, wie du allein es vermagst, dass sie wieder frisch und freudig werde. Und dann sammle mit mir und zu mir etliche, die deinen Namen lieben. Laß mich aus der Geschichte meines Volkes, meiner Kirche, aus den Klängen und Sängen ihrer Lieder und Weisen, aus dem aus der Tiefe geborenen, zum Himmel sich lenkenden Choral der Anbetung die große Gemeinschaft immer wieder erleben, deren ich mich tröste und auf die ich mich freue. Laß mich im Leben meiner Heimgegangenen, aus den letzten Stunden der mir Teuren Kraft zum Leben und Leiden entnehmen. Und wirf ins Feuer deiner Liebe alles Kalte, dass es erwärme, und alles Matte, dass es erglühe; aber alles Unechte lege in Asche; lieber arm und echt als groß im Schein. Was ich begangen habe, vergib; verbrenne es im Feuer deiner Liebe und fache in mir die Liebe an, die in dir und bei dir bleiben kann. Amen.

Hermann Bezzel
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Beitragvon Jörg » 15.03.2010 16:30

O Gott, hilf du uns aus der gefährlichen Zeit, darinnen wir, unserem Eigendünkel zu gefallen, Paulisch, Apollisch, Kephisch werden und nicht in Christo bleiben. Reinige und befestige du uns, zeige uns deinen Weg, dass wir wandeln in deiner Wahrheit, so wird unsere Seele genesen. Amen.

Friedrich Christoph Oetinger
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Beitragvon Jörg » 16.03.2010 06:17

Herr Gott,
sieh doch auf deine Welt.
Hunger und Durst,
keine Heimat, keine Arbeit,
Tränen und Verzweiflung;
Gott,
sind das die Kinder
deiner Barmherzigkeit?
Ist das die Welt,
die du geschaffen hast?
Ach,
wir müssen furchtbar fern von dir sein,
daß deine Geschöpfe so leiden müssen.
Wir sind bald am Ende.
Wir glauben nichts mehr
und wir hoffen nichts mehr.
Nun komm du,
o Gott,
und brich all dies Elend,
all den Jammer,
verbirg uns doch nicht die Verheißung,
daß du einen neuen Himmel
und eine neue Erde schaffen willst.
Daß du die Armen und Elenden,
Bekümmerten und Leidtragenden
in dein Reich geladen hast.
Gott,
mach uns wieder froh.

Dietrich Bonhoeffer
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