Gebete der Christenheit

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Jörg
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Beitragvon Jörg » 17.03.2010 09:38

Herr,
unser Glaube und unsre Hoffnung
ist so schwach.
Wir wagen es nicht,
unser Leben ganz
auf deine Verheißung zu setzen.
Wir zweifeln an deiner Macht.
Herr,
vergib dem Zweifler
und dem Hoffnungslosen
und gib uns deine Veheißung neu.

Dietrich Bonhoeffer
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Beitragvon Jörg » 18.03.2010 07:19

Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, ich flehe dich an im Namen Jesu um die wahre christliche Geduld; rüste mich damit aus wider alle Trübsal, mache mich willig, dies Kreuz auf mich zu nehmen, es geduldig zu tragen und freudig darunter auszuharren; vertreibe alles Murren des Fleisches über die Last des Kreuzes und über die Langwidrigkeit der Zeit. Stelle dich, liebster Jesu, mit deiner Geduld am Kreuze mir vor Augen und Herz, dass ich durch dein Anschauen gestärket werde, beständiger auszuhalten. Laß mich, o getreuer Heiland, in meinem Mut nicht müde werden, sondern in Geduld durch Leiden und Trübsal in das Reich Gottes eingehen. Geduld ist mir Not, dass ich deinen Willen tue und die Verheißung empfange. Darum erflehe ich sie von dir, du wirst sie mir nicht verweigern. Amen.

Johann Arndt
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Jörg
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Beitragvon Jörg » 19.03.2010 07:19

So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein, laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis!

Karl Heinrich von Bogatzky
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Beitragvon Jörg » 20.03.2010 07:21

Hilf gnädig allen Kranken,
gib fröhliche Gedanken
den hochbetrübten Seelen,
die sich mit Schwermut quälen.

Er gebe uns ein fröhlich Herz,
erfrische Geist und Sinn
und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz
ins Meeres Tiefe hin.

Paul Gerhardt
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Beitragvon Jörg » 21.03.2010 07:28

Herr Jesu Christe, der du so willig und freudig zum Leiden dich gerüstet hast und auf dem Wege nach Jerusalem doch fremden Leides in Barmherzigkeit gedachtest, wir bitten dich, dass du uns frei machest von allerlei Elend und frei machest zu allem Dienst an den Elenden. Übe du uns in der Zucht der Selbstverleugnung, dass wir immer deutlicher unterscheiden können, was wir wollen und was du willst, dass wir immer strenger werden gegen uns selbst und immer aufgetaner werden für dein Wort. Hilf uns, o Herr Christe, dass wir keinen Weg suchen, als welchen du uns führst, auch wenn wir in die Passion hineingehen und unser Weg unterm Kreuz zurückgelegt werden soll. Wenn wir Schwierigkeiten haben im Beruf, durchs Gemeinschaftsleben und durch die Zeitverhältnisse, durch die bösen Lüste und Launen des eigenen Herzens, dann mache uns tapfer, kampfbereit, leidensfroh. Auch dazu hilf uns, Herr Christe, dass wir nie mit unseren Angelegenheiten uns so beschäftigen, dass wir nimmer Zeit und Kraft haben für den Dienst an den Elenden und Armen, für deinen Dienst. Tue unsere Herzen und Augen auf, dass wir fremdes Elend sehen, das uns zur Pflege anvertraut ist, um ihm zu helfen, wo wir helfen können. Hilf uns auch dazu, o Herr Christe, dass wir einen steten Zugang haben zu den Quellen aller Kraft, ohne welche wir nichts in unserem Dienst ausrichten. Nimm uns alle mit auf den Weg nach Jerusalem und zeige uns unsere Sünde, die dich in den Tod gebracht hat, und deine Gnade, die uns aus dem Tod zum ewigen Leben bringt. Amen.

Hermann Bezzel
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Beitragvon Jörg » 22.03.2010 05:38

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl,
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist´s doch umsonst, daß ich mich sorgend müh,
daß ängstlich schlägt mein Herz, sei´s spät, sei´s früh.

Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät.
Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
du weißt den Weg für mich - das ist genug.

Hedwig von Redern
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Beitragvon Jörg » 23.03.2010 05:16

Lobet den Herren alle,
die ihn ehren ehren;
Laßt uns mit Freuden seinem Namen singen
und Preis und Dank zu seinem Altar bringen.
Lobet den Herren!

Daß unsre Sinnen
wir noch brauchen können
und Händ und Füße, Zung und Lippen regen,
das haben wir zu danken seinem Segen.
Lobet den Herren!

Daß Feuerflammen
uns nicht allzusammen
mit unsern Häusern unversehns gefressen,
das macht´s, daß wir in seinem Schoß gesessen.
Lobet den Herren!

Daß Dieb und Räuber
unser Gut und Leiber
nicht angetast´ und grausamlich verletzet,
dawider hat sein Engel sich gesetzet.
Lobet den Herren!

Gib, daß wir heute,
Herr, durch dein Geleite
auf unsern Wegen unverhindert gehen
und überall in deiner Gnade stehen.
Lobet den Herren!

Paul Gerhardt
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Beitragvon Jörg » 24.03.2010 05:39

Herr,
ich bitte dich nicht
um ein ruhiges Leben,
warm und satt,
windstill und wellenlos.
Ich bitte dich aber:
Bleibe in meinem Boot.
Das andere Ufer
rückt näher,
der Sturm nimmt zu
und die Angst.

Paul Roth
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Beitragvon Jörg » 28.03.2010 07:09

O Du ewiger, barmherziger Gott,
Du bist ein Gott des Friedens, der Liebe und der Einigkeit,
nicht aber des Zwiespalts.
Weil aber Deine Christenheit Dich verlassen hat
und von Deiner Wahrheit gewichen ist,
hast Du sie sich teilen und trennen lassen,
auf daß sie mit ihrer vermeintlichen Weisheit
in der Uneinigkeit zuschanden würde
und zu Dir zurückkehre, der Du allein Einigkeit gibst.

Wir armen Sünder bitten Dich:
Du wollest durch den Heiligen Geist
alles Zerstreute zusammenbringen,
das Geteilte vereinigen und ganz machen, auch uns geben,
daß wir Deine einige, ewige Wahrheit suchen,
von allem Zwiespalt abweichen,
daß wir eines Sinnes und Verstandes werden,
der da gerichtet sei auf Jesum Christum, unsern Herrn,
damit wir Dich, unsern himmlischen Vater,
mit einem Munde preisen und loben mögen
durch unsern Herrn Jesum Christum im Heiligen Geist. Amen.

Martin Luther
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Beitragvon Jörg » 29.03.2010 04:54

Gott,
wo bist du?
Gott,
wer bist du?
Gott,
wer bin ich?
Mein Leben zerfällt,
stürzt ins Bodenlose,
Gott,
mir wird angst.
Wo bleibt deine Güte?
Jedoch, du bist mein Gott
und deine Güte ist besser,
denn mein Leben.

Ich bin allein.
Da ist keiner,
dem ich mein Herz ausschütten kann.
So tue ich es vor mir selbst
und vor dem Gott,
zu dem ich schreie.
Es ist gut,
sein Herz auszuschütten
in der Einsamkeit
und den Kummer
nicht in sich hineinzufressen.

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 30.03.2010 04:28

Herr Gott,
erwecke in meiner Seele
das große Verlangen nach dir.
Du kennst mich und ich kenne dich.
Hilf mir, dich suchen und finden.
Herr Jesus,
wenn ich angefochten bin,
weil ich Gott und seine Macht
und Liebe nicht sehen kann
in dieser Welt,
so laß mich fest auf dich blicken,
denn du bist mein Herr und mein Gott.

Dietrich Bonhoeffer
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Beitragvon Jörg » 31.03.2010 04:03

Ich danke Gott,
weil ich seine Forderungen kenne
und sie lernen will,
aber ich danke ihm als einer,
der eben noch ganz im Lernen steht,
dem es gemessen an den Forderungen
der Gerechtigkeit Gottes
noch an allem fehlt.

Wir dürfen wissen, daß Gott weiß, was wir bedürfen, ehe wir darum bitten. Das gibt unserem Gebet größte Zuversicht und fröhliche Gewißheit.

Dietrich Bonhoeffer
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Leo_Sibbing
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Beitragvon Leo_Sibbing » 24.01.2011 16:28

Gebet am Morgen…

Allmächtiger Gott, zu Beginn dieses Tages will ich mich selbst, meine Seele, mein Körper, meine Beziehungen und meine Freunde Deiner Fürsorge anvertrauen.
Wache du über mich, erhalte, führe, leite, heilige und segne mich. Richte mein Herz auf deine Wege aus.
Forme mich ganz in das Ebenbild Jesu, so wie ein Töpfer den Ton formt.
Mögen meine Lippen wie eine schöne Harfe ein Lobpreis für dich sein.
Lass die Menschen um mich herum sehen, dass ich durch deinen Geist lebe, auf deinem Wort wandle, nicht für Lügen und Nichtigkeiten beeinflussbar bin, verändert durch eine erneuerte Gesinnung, angezogen mit der ganzen Waffenrüstung Gottes, leuchtend wie ein niemals schwächer werdendes Licht und dass ich in allem, was ich tue, deine Heiligkeit widerspiegele.
Lass an diesem Tag nichts Böses in meine Gedanken, Worte und Hände kommen.
Möge ich auch auf sumpfigen Wegen ein reines Leben ohne Makel führen.
Bei notwendigen Geschäften lass meine Zuneigung zum Himmel hin gehen und meine Liebe in Feuerflammen nach oben schauen, meinen Blick auf die unsichtbaren Dinge lenken und meine Augen offen sein für die Leere, Zerbrechlichkeit, den Spott und die Nichtigkeit auf der Erde.
Möge ich alle Dinge im Spiegel der Ewigkeit wahrnehmen, indem ich auf das Kommen meines Herrn warte, auf den letzten Posaunenschall höre und dem neuen Himmel und der neuen Erde entgegeneile.
Lenke heute meine Gespräche nach Deiner Weisheit und zum Gewinn für das Gute. Lass mich nicht meinen Gewinn im Blick haben.
Möge ich jedes Wort so sprechen, als wenn es mein letztes wäre, und jeden Schritte so gehen, als wenn er mein letzter wäre.
Wenn mein Leben heute enden sollte, dann lass diesen Tag meinen besten Tag sein.


[Quelle: http://www.eternallifeministries.org/prayers.htm]
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10

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Beitragvon Jörg » 23.04.2011 07:56

Herr, du hast mich getragen und hast mich auch bekehrt; was soll ich weiter sagen? Dein Name sei geehrt! Laß deine Langmut walten bis zur gesetzten Frist, du wirst uns das doch halten, was uns verheißen ist.

Laß nur uns auf der Erden, wo du uns drängen läßt, die Zeit zu lang nicht werden; mach nur den Glauben fest. Dort wird man bald vergessen, wie lang man hier geweint, wenn einst ganz unermessen, was du versprachst, erscheint.

Philipp Friedrich Hiller
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Beitragvon Jörg » 10.12.2011 09:35

Ach, liebster Vater, wie so schwer
Ists der Vernunft zu glauben,
Daß du demselben, den du sehr
Schlägst, solltest günstig bleiben!
Wie macht doch Kreuz so lange Zeit!
Wie schwerlich will sich Lieb und Leid
Zusammen lassen reimen!

Was ich nicht kann, das gib du mir,
O höchstes Gut der Frommen!
Gib, daß mir nicht des Glaubens Zier
Durch Trübsal werd entnommen!
Erhalte mich, o starker Hort!
Befestge mich in deinem Wort,
Behüte mich vor Murren!

Bin ich ja schwach, laß deine Treu
Mir an die Seite treten,
Hilf, daß ich unverdrossen sei
Zum Rufen, Seufzen, Beten!
So lang ein Herze hofft und gläubt
Und im Gebet beständig bleibt,
So lang ists unbezwungen.

Ich weißt, du wirst in deinem Sinn
Mit mir Mittleiden haben
Und mich, wie ichs jetzt dürftig bin,
Mit Gnad und Hilfe laben.
Ach stärke meine schwache Hand,
Ach heil und bring in bessern Stand
Das Straucheln meiner Füße!

Sprich meiner Seel ein Herze zu
Und tröste mich aufs beste,
Denn du bist ja der Müden Ruh,
Der Schwachen Turm und Feste,
Ein Schatten für der Sonnen Hitz,
Ein Hütte, da ich sicher sitz
In Sturm und Ungewitter.

O heilger Geist, du Freudenöl,
Das Gott vom Himmel schicket,
Erfreue mich, gib meiner Seel
Was Mark und Bein erquicket!
Du bist der Geist der Herrlichkeit,
Weißt, was für Freud und Seligkeit
Mein in dem Himmel warte.

Paul Gerhardt
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