Andachten zum ersten Buch Samuel

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

Moderator: eddi

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Andachten zum ersten Buch Samuel

Beitragvon Peter01 » 21.01.2013 07:11

A.Christlieb

Das Gebet der Hanna 1. Samuel 1, 9-18


Das genannte Kapitel erzählt von dem Gebet der Hanna. Wir bemerken drei Lehren.

1. Hanna wird nicht verbittert durch fortgesetzte Kränkung

Wenn wir die Geschichte der Hanna ansehen, wie sie fortgesetzt von ihrer Hausgenossin Peninna auf das empfindlichste gereizt wird, so könnte man erwarten, daß sie in eine tiefe, innere Verstimmung und Verbitterung hineingeraten wäre. Manche hätte an ihrer Stelle gesagt: »Ein solches Leben ist ja gar nicht zum Aushalten, dem macht man lieber selbst ein Ende!« Wie viele Tausende gehen bitter durchs Leben, weil Kränkungen sie verbittert haben! Die Kränkung, die Hanna erfuhr, war besonders peinlich dadurch, daß sie sich unausgesetzt wiederholte. Aber Hanna hatte ein Mittel, das sie gegen Verbitterung schützte, ein Rezept, das in keiner Menschenapotheke bereitet werden kann. Es ist enthalten in dem Worte: »Hanna betete« (V. 10). Sie betete gründlich und schüttete ihr Herz vor Gott aus. Wieviel schöner stand ihr das an, als wenn sie finster und verbittert durchs Leben gegangen wäre!

2. Hanna antwortet ruhig auf den Vorwurf der Unnüchternheit

Hanna mußte sich den Vorwurf gefallen lassen, sie sei nicht nüchtern (V. 13 u. 14). Der Hohepriester selber sprach dieses böse Urteil über sie aus. Wir wollen uns nicht wundern, wenn man auch uns - wie das oft geschieht - so beschimpft. Wir sind in guter Gesellschaft! Schon die Beterin Hanna sollte ja »unnüchtern« sein. Hütet euch vor dem, was die Welt »nüchtern« nennt! So entschuldigt sich das laue, gemächliche Christentum. Suchen wir umso mehr die biblische Nüchternheit, die Hanna besaß! Laßt uns aber wie Hanna freundlich und friedlich antworten auf den Vorwurf der Unnüchternheit! Wäre Hanna empfindlich gegen Eli aufgebracht gewesen, so hätte sie schwerlich einen so günstigen Eindruck auf ihn gemacht und hätte nicht das schöne Wort auf den Heimweg mitbekommen: »Der Gott Israels wird dir geben deine Bitte, die du von ihm gebeten hast« (V. 17). Der Herr gebe uns Hannas Gebetseifer und ihre sanfte Ruhe bei Sticheleien. Beides hängt zusammen.

3. Hanna betet nicht nur in Notzeiten

Zuletzt laßt uns halten, was wir Gott gelobt haben, und nicht nur in Notzeiten, sondern auch nach der Rettung aus Angst und Qual ein Gebetsleben führen, wie Hanna es tat (V. 28). Ein General soll vor einer Schlacht gebetet haben, Gott möge ihm dieses eine Mal wieder helfen, dann wolle er so bald nicht wieder mit neuen Bitten kommen. Hanna machte es besser. Sie eilte immer aufs neue zum Gnadenthron. Wie viele werden lau, wenn Zeiten der Not und des Druckes vorbei sind, viele auch übermütig und stolz! Laßt uns wie Hanna vor der Not und nach der Not am Flehen bleiben, so wird Gott uns bewahren und weiter segnen!

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 22.01.2013 05:41

J.Kroeker

Von der Macht des Gebetes.


"Und sie war von Herzen betrübt und betete zum Herrn und weinte sehr. Und gelobte ein Gelübde und sprach: Herr Zebaoth, wirst Du deiner Magd Elend ansehen und an mich gedenken, und deiner Magd nicht vergessen, und wirst deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem Herrn geben sein Leben lang, und soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen." 1.Sam. 1,10-11.

Seelen, die in ihrem inneren Schmerz über die geistliche Unfruchtbarkeit ihres Lebens erst weinen können, werden eines Tages fähig sein, ihrem Volk eine Glaubensfrucht zu schenken, die Leben bedeutet für viele. Denn das ist gewiss, hätten wir mehr Kinder Gottes, die über ihr unfruchtbares Leben wie eine Hanna weinen könnten, unser Auge würde im Reiche Gottes mehr solche Früchte sehen, die ihrem Wesen nach einem Samuel gleichen. Unser Errettetsein, unser Geliebtwerden, unsere reiche Gemeinschaft in Gottesdiensten und auf Glaubenskonferenzen mit so vielen Heiligen, unsere Glaubensverbindung mit Christo, dem Haupte der Gemeinde, - ist uns nicht alles vom Herrn zu dem Zweck gegeben worden, dass auch durch unser Leben eine wirklich geistliche und bleibende Frucht gewirkt werde für Gott? Das empfangende Leben ist berufen, zum fruchtbringenden zu werden.

Hannas Kummer wurde zum Gebet. Als sie wieder mit ihrem Manne zum Hause Gottes hinaufgezogen war, da beugte sie sich daselbst vor dem Herrn und schüttete vor Ihm ihr ganzes Herz aus. Sie legte den Schmerz ihrer Seele nieder zu den Füßen Gottes und erflehte vom Herrn einen Sohn. Sie erflehte sich denselben jedoch nicht, um ihn selbst zu besitzen, sondern gelobte, dass die Frucht ihres Leibes dem Herrn gehören solle.

Das war der Weg, auf dem das Leben Hannas fruchtbar wurde für ihr Volk. Es ist auch der Weg für unser Leben. Hat Gott uns durch seinen Geist die Unfruchtbarkeit unseres geistlichen Lebens zeigen können, beugt es uns und können wir es nicht mehr ertragen, ohne Frucht für die Ewigkeit durchs Leben zu gehen, dann lasset uns mit diesem Schmerz direkt zu Gott gehen! Auch unser Kummer werde zu einem Gebet um einen bestimmten Segen! Nicht für uns soll die erbetene Frucht sein, sondern für Gott, damit sie ein Segen werde für sein Volk.

Hanna empfing den Samuel und erlebte die Macht des Gebets. Es war jedoch nie das Gebet an sich, das Macht hatte. Das Gebet auch des Glaubens ist an sich so ohnmächtig wie wir selbst. Aber ist unser Gebet eine Hingabe an Gott, aufgrund derer Gott handelnd in unser Leben eingreifen kann, dann äußert sich die Macht Gottes auch in unserem Gebet.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 23.01.2013 05:50

Ch.Spurgeon

"Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin ein Weib beschwerten Geistes." 1. Samuel 1,15

Hannas Gebete wurden erhört. Ach, als Eli sie wegen Trunkenheit schalt, ahnte sie nicht, daß sie in kurzer Zeit wiederum dort sein und derselbe Priester sie mit tiefer Achtung und Freude anblicken würde, weil der Herr sie begnadigt hatte. Und du, liebe Schwester mit beschwertem Geist, würdest heute abend nicht so viel weinen, wenn du wüßtest, was für dich noch aufbewahrt ist. Es ist Besseres in Aussicht! In Kürze wird der Weg enden oder sich wenden! Das Rote Meer wogt vor dir unruhig, und seine Wellen drohen. Aber es wird ganz still sein, wenn des Herrn Volk hinübergeht. Laßt euch hierdurch aufheitern, die ihr traurigen Gemütes seid. Was Gott euch verheißen hat, soll erfüllt werden.

Ich glaube nicht, daß Hanna die geeignete Mutter für Samuel gewesen wäre, wenn sie nicht zuerst traurigen Gemütes gewesen wäre. Nicht jede Frau kann mit der Aufgabe betraut werden, einen jungen Propheten zu erziehen. Manche närrische Mutter hat ihr Kind närrisch gemacht. Es war so sehr ihr "Engel", daß bald ein "Bengel" daraus wurde. Es gehört eine weise Mutter dazu, einen weisen Sohn zu erziehen; und deshalb betrachte ich Samuels ausgezeichneten Charakter und Lebenslauf zum großen Teil als die Frucht der Trauer seiner Mutter und als einen Lohn für ihr Leid. Sie hatte wenig Zeit, ihren Sohn zu erziehen, denn er verließ das Elternhaus bald, um dem Herrn zu dienen. Aber in diesem Zeitraum verrichtete sie ihre Aufgabe mit Erfolg, denn der Knabe Samuel betete an dem Tag, als sie ihn zum Tempel brachte.

Bedenkt auch, daß sie zubereitet wurde, weitere Segnungen zu empfangen, denn nach Samuels Geburt bekam sie noch weitere fünf Kinder. Das waren große Zinsen für ihr Darlehen: fünfhundert Prozent. Aber sie mußte sich zuvor von Samuel trennen. Deshalb tragt, was euch der Herr auferlegt hat, und ihr werdet zur rechten Zeit einen großen Segen empfangen.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 24.01.2013 05:50

J.Kroeker

Von den Kraftquellen unseres Glaubens.

"Eli antwortete ihr und sprach: Gehe hin mit Frieden! Der Gott Israels gewährt dir deine Bitte, was du von Ihm erbeten hast." 1.Sam. 1,17.

Erinnern wir uns an das Erlebnis einer Hanna, der Mutter Samuels. Wir kennen ja ihren Schmerz, mit dem sie eines Tages im Heiligtum vor Gott lag. Eli, der Hohepriester, glaubte zwar, sie sei eine Trunkene. Als jedoch Eli zu ihr sprach: "Lass doch den Wein von dir!" antwortete sie sehr bestimmt: "Mein Herr, halte mich nicht für eine solche lose Frau; ich habe mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet, und ich habe bisher aus dem Kummer meines Herzens zu Gott geredet." Worin bestand denn ihr Schmerz? Ja, ihr Leben war bis dahin als Mutter in Israel unfruchtbar geblieben. Sie hatte zwar allen Segen genossen, der ihr in der Mitte ihres Volkes werden konnte. Auch war sie jährlich mit hinaufgezogen nach Silo, um an den großen Festen Israels teilzunehmen. Ihr Mann Elkana hatte ihr sogar bei den Opfermahlzeiten ein doppeltes Teil gegeben. Ja, er hatte ihr sogar gesagt: "Bin ich dir denn nicht mehr denn zehn Söhne?"

Und doch trug diese Hanna als echte Israelitin etwas in ihrem Herzen, das wie eine Last auf ihrer Seele lag. Ihr Leben war unfruchtbar geblieben. Was wäre aus einer Hanna geworden, wenn sie in diesem ihrem unfruchtbaren Leben nicht neu Gott erlebt hätte? Hätte die Geschichte später je einen Samuel gesehen, wenn ihr Glaube auf dem Boden ihres unfruchtbaren Lebens nicht neu Gott erlebt hätte? Gott erlebt hätte in seinem Können und in seiner Kraft, wo seine göttlichen Möglichkeiten alle unsere Unmöglichkeiten durchbrechen? Hanna erlebte in ihrer Unfruchtbarkeit Gott. Daher empfing ihr Glaube jene Kraft, fruchtbar zu werden, und sie schenkte eines Tages dem ganzen Volke Israel jenen Samuel, von dem bezeugt wird, dass auch nicht ein Wort von ihm auf die Erde gefallen sei.

Wie kann ein unfruchtbares Leben fruchtbar werden? Wenn der Glaube Gott erlebt in seinem Können und der Boden unserer Ohnmacht der Schauplatz wird für das Wirken Gottes. Hat nicht ein viel Späterer gesagt: "Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark?" Das sind Quellen der Kraft für unseren Glauben, wo menschlicherseits die Vorbedingungen für das Ersehnte und Erwartete fehlen. Da war die zagende Exilgemeinde Israels, die da klagte: "Mein Recht geht an meinem Gott vorüber?" Da war die irrende Hagar in der Wüste mit ihrem verschmachtenden Knaben. Wir kennen das Vorgreifen eines Abraham, der da glaubte, in eigener Kraft vollenden zu sollen, was allein Gott in seiner Kraft zu geben vermag. Hier nun die Hanna in ihrer Ohnmacht, ihrem Volke eine wirkliche Frucht ihres Lebens zu schenken. Sie alle gewannen neue Kraft des Glaubens, indem sie in den dunkelsten Stunden ihres Lebens Gott erlebten.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 25.01.2013 05:52

C.H.Spurgeon

,,Da ich um diesen Knaben bat." 1 Sam. 1, 27.

Gottergebene Seelen sehen mit Wonne auf jene Gnadengeschenke zurück, die ihnen in Erhörung ihrer Bitten geschenkt wurden, denn sie können in denselben Gottes Liebe ganz besonders deutlich erkennen. Wenn wir unsren Gnadenerweisungen den Namen Samuel, d.h. ,,von Gott erbeten", geben können, so sind sie uns so teuer, wie der Knabe Samuel seiner Mutter Hanna. Peninna hatte viele Kinder, aber sie wurden ihr ohne besonderes Gebet geschenkt; Hannas einziger Sohn dagegen, der ihr zum Lohn ihres dringenden Flehens als Himmelsgabe geschenkt worden, war ihr viel teurer. Wie köstlich und erquickend fand Simson das Wasser, das er in ,,des Anrufers Brunnen" fand! Becher aus Quassiaholz machen alles Wasser bitter; aber der Kelch des Gebets versüßt alle Erquickung, die uns darin dargereicht wird. Haben wir für die Bekehrung unsrer Kinder gebetet? Wie doppelt lieblich, wenn sie selig werden, daß wir in ihnen die Erfüllung unsres Flehens erblicken können! Größer ist die Freude darüber, daß sie die Früchte unsres Gebets sind, als daß wir in ihnen die Sprößlinge unsres Leibes sehen. Haben wir bei dem Herrn um köstliche Gaben des Geistes gebeten? Wenn wir sie empfangen, so wickeln wir sie in die goldenen Windeln der Treue und Wahrhaftigkeit Gottes, und dann sind sie uns doppelt köstlich. Haben wir um Segen in der Arbeit des Herrn gefleht? Wie herrlich ist der gute Fortgang des Werkes, wenn er auf den Flügeln des Gebets herbeieilt! Es ist immer das beste, wenn unsrem Hause Segnungen auf dem verordneten Wege durch die Tür des Gebets zuströmen; dann sind sie wahre Segensströme und keine Versuchungen. Auch wenn die Erhörung verzieht, ist der Segen um des Aufschubs willen umso teurer; das Kind Jesus war in den Augen der Maria nur umso lieblicher, weil sie es mit Schmerzen gesucht hatte. Was wir durchs Gebet erlangen, sollten wir Gott weihen, wie Hanna Samuel weihte. Die Gabe kam von Himmel, darum soll sie wieder dem Himmel zukommen. Das Gebet brachte sie, die Dankbarkeit jubelte darob, die Ergebung heiligte sie. Hier können wir ganz besonders sagen: ,,Von Deiner Hand haben wir Dir's gegeben." Liebe Seele, ist dir das Gebet eine Lust oder eine Last? Was von beiden?

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 28.01.2013 06:59

W.Nee

Um diesen Knaben habe ich gebetet; und der Herr hat mir gewährt, was ich von ihm erflehte. Darum habe ich auch ihn dem Herrn gegeben. 1. Samuel 1,27 f.


Hast du schon einmal genauer auf diese beiden Sätze geachtet? Mir sind sie besonders teuer: »Der Herr hat mir gewährt... Auch ich habe ihn dem Herrn gegeben.« In ihrem Kummer hatte sie Gott angefleht, ihr einen Sohn zu schenken, und Gott hatte ihre Bitte erfüllt. Dieses Kind war ihre ganze Sehnsucht gewesen. Und dennoch, nachdem es ihr endlich geschenkt worden war, gab sie es nun dem Geber zurück. Und als sie sich von Samuel getrennt hatte, heißt es, »beteten sie daselbst den Herrn an«.

Wenn für mich, wie damals für Hanna, der Tag kommt, da ich meinen Samuel, auf den sich alle meine Hoffnungen konzentrieren, loslasse und Gott zum Eigentum übergebe, dann werde ich wissen, was Anbeten wirklich heißt. Denn Anbetung kommt unmittelbar im Gefolge des Kreuzes, wo Gott alles in allem ist. Wenn unsere Hände von allem, was uns lieb ist, entleert sind und der Brennpunkt unseres Lebens sich von uns selbst auf Gott verlagert - das ist Anbetung.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 29.01.2013 06:34

W.Nee

Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn. 1. Samuel 2,1

Menschlich gesehen hätte dies der traurigste Augenblick in Hannas Leben sein können, denn sie nahm Abschied von ihrem kleinen Sohn. Aber wir finden hier keine Spur von Kummer oder Selbstmitleid, sondern nur den Ausspruch eines Herzens, das von der einzigartigen Freude überfließt, welche denen zuteil wird, die ihr Ein und Alles dem Herrn geben. Wohl von jeher hatte Hanna immer an das gedacht, was von Nutzen für Gott war, und ihm weihte sie nun ihr Liebstes. Schon vor Samuels Geburt hatte sie dieses Gelübde getan und, während er klein war, diesen Tag herbeigesehnt. Sie stillte den Knaben, bis er entwöhnt war, und nun, als die Zeit gekommen war und er Gott wiedergegeben wurde, fand sie eine ganz neue Freude, wie sie sie vorher noch nie erfahren hatte, die Freude derer, die sich Gott ganz und gar hingeben. Ihr Lied, von dem Jahrhunderte später der Lobgesang Marias seine Inspiration erhielt, ist der Ausdruck ihrer triumphierenden Freude.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 30.01.2013 06:32

W.Nee

Er wird seinem König Stärke geben. 1. Samuel 2,10

Das Buch der Richter ist ein Bericht über Erneuerungen des Glaubens. Die Geschichte des Volkes Gottes ist dadurch gekennzeichnet, daß es immer wieder von ihm abfällt, und Gott erwählte Männer als Werkzeuge, die das Volk zum Glauben zurückführen. Aber ist dies sein eigentliches Ziel, um dessentwillen er sie beruft? Sollen auch wir heute eine Erneuerung erwarten? Zweifellos gehen unsere Gedanken in diese Richtung. Aber beabsichtigt Gott dies, oder will er etwas anderes?

Gottes Blick ist auf ein Königreich gerichtet. Er will einen König einsetzen. Der Prophet Samuel wird zum Verbindungsglied zwischen der traurigen Geschichte der Richterzeit und der schließlichen Erfüllung in der Herrschaft Davids. Samuel steht an einem großen Wendepunkt in der Geschichte Israels. Gott will es zu einem Königreich machen und betraut Samuel damit, es heraufzuführen. Auf wunderbare Weise dient diesem Ziel auch Hanna. Ihre anfängliche Unfruchtbarkeit war kein Zufall, sondern gottgewollt (1,5). Ihre Kinderlosigkeit brachte sie an den Rand der Verzweiflung, und doch konnte sie diese im Blick auf Gott nicht als etwas Endgültiges hinnehmen. Unter vielen Tränen flehte sie zu Gott, daß er ihr einen Sohn schenken möge, und sie gelobte im voraus, ihn Gott als Diener hinzugeben. Und als Samuel herangewachsen war, konnte Gott ihn als Werkzeug benutzen, um Israel zu einem Königreich zu machen. Hannas tiefer Kummer über ihre Kinderlosigkeit, der in ihr Gebet und ihr Gelöbnis ausmündete, machte sie zu einer Mithelferin bei der Verwirklichung von Gottes Plänen.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 31.01.2013 06:32

A.Christlieb

Man kann ein geistliches Amt haben, ohne geistlich gesinnt zu sein. 1. Samuel 2, 12 - 17.

Die Söhne Elis hatten auch wie alle Priester die vorgeschriebene Priesterweihe empfangen. Wahre Priester waren sie deshalb nicht, denn ihre Gesinnung war nicht priesterlich.

Laßt uns doch flehen, daß Gott Männer gebe, welche die wahre Weihe empfangen haben, indem sie in Wort und Wandel die rechte Erleuchtung von oben her zeigen.

Nicht selten haben fromme Eltern große Enttäuschungen erlebt, wenn sie ihren Sohn mit Gewalt in ein geistliches Amt hineindrängten in der Meinung, die Heiligkeit des Amtes werde schon seinen heilsamen Einfluß beweisen. Aber sie mußten erleben, daß dieser Sohn als Amtsträger das Reich Gottes ehr hinderte als förderte.

Laßt uns hier die Tatsache feststellen: Auch das höchste geistliche Amt macht seine Träger nicht fromm und himmlisch gesinnt, wenn nicht der Herr das Herz des Amtsträgers erneuert und ihn so für Gottes Reich brauchbar macht. Der Herr selbst muß ein Menschenherz erfassen, sonst helfen auch alle Propheten und Apostel nichts.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 01.02.2013 08:13

A.Christlieb

Nicht doch, meine Kinder, das ist kein gutes Gerücht, das ich von euch höre. 1. Sam. 2, 24

Jakob hatte seine Pnielstunde hinter sich und war gründlich gereinigt von seinen Götzen und Lieblingssünden. Dadurch war es ihm gegeben, eines Tages in göttlicher Autorität vor seine versammelte Familie hinzutreten und zu sprechen: ,,Tut von euch die fremden Götter! Reinigt euch! Laßt uns auf sein, daß ich Gott einen Altar baue!" Und alle fügten sich ihm: Rahel, seine leidenschaftlichen und zornmütigen Söhne Simeon und Levi, sowie alle übrigen Familienglieder. Unter der Eiche zu Ophra begruben sie sämtliche Götzen. -

Ihr gläubigen Eltern, wie lange wollt ihr die Eitelkeit und den Leichtsinn eurer Töchter, die Zuchtlosigkeit und Frechheit eurer Söhne dulden? Habt ihr selber eure Sache in heiligem Gebetskampf vor Gott zurechtgebracht, dann schenkt er euch auch die heilige Vollmacht Jakobs, und eine Familie, die in ihrer Gesamtheit Gott dient. - Wo es bei den Eltern selbst nicht stimmt, geht es wie in der Familie des Hohenpriesters Eli. Der Vater Eli sah und hörte, wie seine Söhne in schändlichen Unzuchtssünden lebten und Diebstahl am Heiligsten verübten. Er aber vermochte nicht mehr als die schwächlichen Worte herauszustoßen: ,,Nicht doch, meine Kinder, das ist kein gutes Gerücht, das ich von euch höre" - Es gibt bis heute in frommen Kreisen Häuser, deren Väter nicht nur jeder männliche Schneid, sondern vor allem die göttliche Entschiedenheit und die Vollmacht von oben fehlt - ,,Elihäuser". Jakobs Familie besteht bis heute. Elis Haus ging in Schanden unter.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 04.02.2013 06:44

W.MacDonald

»Denn die mich ehren, werde ich ehren.« 1. Samuel 2,30

Eine der vielen Arten und Weisen, wodurch wir den Herrn ehren können, ist das treue Festhalten an göttlichen Grundsätzen und die standhafte Weigerung, Kompromisse einzugehen. In seinen Jugendjahren arbeitete Adam Clarke (1762-1832) für einen Seidenhändler. Eines Tages zeigte ihm sein Chef, wie er die Seide dehnen sollte, wenn er sie für einen Kunden abmaß. Adam sagte: »Herr, Eure Seide läßt sich vielleicht dehnen, mein Gewissen aber nicht.« Jahre später ehrte Gott den ehrlichen Angestellten, indem Er ihn befähigte, den berühmten achtbändigen Bibelkommentar zu schreiben, der seinen Namen trägt. Eric Liddell (1902-1945) sollte am 100m-Lauf bei den Olympischen Spielen teilnehmen. Aber als er herausfand, daß die Vorläufe am Sonntag stattfanden, sagte er seinem Teamchef, daß er nicht laufen würde. Er war der Überzeugung, daß er durch das Verunehren des Tages des Herrn auch den Herrn selbst verunehren würde. Ein Sturm der Kritik brach los. Ihm wurde mangelnder Sportsgeist, Verrat an seinem Land, religiöser Fanatismus vorgeworfen. Doch er ließ sich von seiner Entscheidung nicht abbringen. Als er feststellte, daß die Vorläufe für die 200m-Distanz an einem Wochentag angesetzt waren, bat er seinen Teamchef um Erlaubnis, antreten zu dürfen, auch wenn es nicht seine Distanz war. Er gewann den ersten Vorlauf, den zweiten Vorlauf, dann das Halbfinale. Als er am Tag des Finales zu seinem Startloch ging, drückte ihm jemand einen Zettel in die Hand. Er blickte kurz darauf und las die Worte: »Denn die mich ehren, werde ich ehren.« An diesem Tag gewann er nicht nur den Lauf und damit olympisches Gold, sondern stellte auch einen neuen Weltrekord auf. Der Herr gab ihm dann die größere Ehre, als einer Seiner Botschafter im Fernen Osten dienen zu dürfen. Im zweiten Weltkrieg wurde er von den Japanern interniert und starb in einem Konzentrationslager, so daß er sich den Märtyrerkranz verdiente. Adam Clarke und Eric Liddell stehen in der berühmten Reihe von Männern wie Joseph, der Gott durch seinen lauteren Charakter ehrte und von Gott geehrt wurde, indem er ein Retter seines Volkes in einer Zeit großer Hungersnot wurde; Männer wie Mose, dessen Treue zu seinem Gott geehrt wurde, indem er das Volk Israel aus der ägyptischen Knechtschaft herausführen durfte; Männer wie Daniel, dessen Ablehnung von Kompromissen ihn zu einer ehrenvollen Position im babylonischen und persischen Königreich brachte. Und natürlich - als der größte von allen - der Herr Jesus, der Seinen Vater ehrte wie kein anderer und darum einen Namen empfangen hat, der über jeden Namen ist.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 05.02.2013 06:32

S.Keller

1. Sam. 3, 19: «... Der Herr war mit ihm, und fiel keines unter allen seinen Worten auf die Erde.»

Wir wollen das nicht preisen, sondern nur annehmen, daß dabei an diejenigen seiner Worte gedacht sei, die Entscheidung, Urteile und Sehersprüche im Namen Gottes enthielten. Und bei uns? Wie viel voreilige Entscheidungen, schiefe Urteile und fromm gemeinte Ratschläge fallen bei uns vorbei, auf die Erde, in das Steinige oder an den Weg! Wie anders müßte es sein, wenn unsere Stellung zum Herrn echter, treuer, reiner wäre, und die Menschen bei uns den berechtigten Eindruck empfingen: das sagt er jetzt eben in Gottes Auftrag! Wenn ich nur an meine vielen Predigten denke, die ich seit dem Verlassen der Universität gehalten habe, oder an die ernstgemeinten Ratschläge in den Sprechstunden! Wären alle diese Worte von dem geheimen Nachdruck einer göttlichen Autorität begleitet gewesen, was für einen Nachhall in der Wirklichkeit müßten sie hinterlassen haben. Müssen wir da nicht als bußfertige Sünder, die der Gnade bedürfen, uns an den wenden, der allein helfen kann und ihm die Menge unsrer Worte bringen mit der Bitte: entsündige das alles und lenke du alles zum besten. Sonst könnten wir einst an dem Überschwall unserer religiösen Reden ersticken. Jesu Worte vergehen nicht; dann auch nicht seine Vergebung unserer Wortsünden.

Herr Jesu, gehe nicht ins Gericht mit mir um meiner vielen Worte willen. Vergib mir, reinige, bessere Du! Dann aber komm Du auch und hilf mit deinem Segen, daß, was ich noch zu sagen habe, deinen Stempel trage. Amen.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 06.02.2013 06:38

W.Nee

Laßt uns die Lade unseres Gottes von Silo zu uns herholen, daß sie uns errette. 1. Samuel 4,3

Für die Israeliten war die Lade des Herrn die Lade seines Bundes. Sie meinten, er werde deshalb den Bund dadurch einhalten, daß er sie vor ihren Feinden beschützte, gleichgültig, wie sehr sie selber dem Bunde auch untreu sein mochten. Aber wenn Gottes Kinder sich geteilten Herzens von ihm abwenden, kann er nicht anders, als sie der Niederlage preisgeben. Sie glauben, um seiner Herrlichkeit willen müsse er sie aus der Gefahr erretten, aber Gott liegt mehr daran, sein heiliges Wesen zu schützen, als eine leere Schaustellung seiner Herrlichkeit zu veranstalten. Wenn ein Diener Gottes sich ernstlich verfehlt, dann meinen wir, die Sache würde am besten verdeckt. Und daher beten wir in diesem Sinne, in der Erwartung, Gott werde uns um seiner Herrlichkeit willen vor offener Schande bewahren, auch wenn verborgene Niederlage geschehen ist. Aber Gottes Art ist genau umgekehrt. Er muß sein Volk in den Augen der Welt besiegt werden lassen, um von dessen unheiligem Wesen abzurücken. Er wird es niemals verdecken. Seine Herrlichkeit ruht auf geistigen Werten und kann besser durch eine offene Niederlage seines Volkes verteidigt werden als durch den Trug eines unechten Sieges.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 07.02.2013 06:38

J.Kroeker

Vom Versagen unseres Glaubens.

"Und als das Volk ins Lager kam, sprachen die Ältesten Israels: Warum hat uns der Herr heute vor den Philistern schlagen lassen?" 1.Sam. 4,3.

Die Ältesten des Volkes sprachen jedoch: "Lasst uns die Bundeslade des Herrn von Silo zu uns nehmen, so wird Er in unsere Mitte kommen." Aber Er kam nicht, trotz der Bundeslade! Denn das Kommen Gottes und die Gegenwart des Herrn sind nicht abhängig von einer Kultusreform, sondern von einer Herzenserneuerung. Es handelte sich bei der Rückkehr zur Kraft nicht um eine Institutions- und Organisationsfrage, sondern um eine Zustandsfrage. Einst war Israel in seiner inneren Stellung vor dem Herrn gleichsam eine Bundeslade gewesen, über welche Er zelten und sie mit seiner Gegenwart decken konnte. Diese eine Stellung zum Herrn hatte Israel jedoch verloren. Nun glaubte man, dass das Geheimnis der einstigen Gegenwart des Herrn in der Bundeslade an sich gelegen hätte. Das Geheimnis lag jedoch in Israel als Volk und nicht im Symbol des Volkes.

Zwar entstand unmittelbar nach der Ankunft der Bundeslade ein gewaltiges Jauchzen im Heerlager Israels. Aber die Kraft Gottes kam auch trotz des Jauchzens nicht. Ja, man kann die Lade Gottes in seiner Mitte haben und doch ohne die Gegenwart Gottes sein! Ja, man kann zu den Formen eines apostolischen Gemeindelebens zurückgreifen und doch ohne den Geist der Apostelzeit leben. Ja, man kann sich die Sprache und Ausdrücke der Apostel Christi aneignen, und doch - wenn auch vielleicht unbewusst und ungewollt - ein Feind des Kreuzes und ein Verneiner des Auferstandenen sein! Ja, man kann sich mit dem Mantel der Gottespropheten schmücken, und doch ohne die Schau der wahren Gottespropheten sein! Ja, man kann Gebets- und Erbauungsstunden organisieren, und doch fehlt die innere und gemeinsame Erhebung der Versammelten zu Gott.

Aus dem Holen der Bundeslade geht jedoch hervor, wie sehr damals Israel bereits den Blick für das Wesen der Dinge verloren hatte. Es war wohl noch fähig, den Weg zur Bundeslade zurückzufinden, aber es fand nicht mehr den Weg bis zu Gott selbst zurück. Eine Bundeslade kann man sich letzthin auch holen ohne Gott, aber den Kampf des Lebens zu bestehen vermag man allein mit Gott. Jauchzen im Heerlager eines versagenden Gottesvolkes vermag man auch ohne Inspirationen von oben, aber Göttliches der Welt zu künden vermag man nur durch den Geist von oben. Um ein Heerlager der Philister vorübergehend zu erschrecken, genügt eine gewaltige religiöse Begeisterung, aber um den Sieg Gottes in die Welt zu tragen, bedarf es Herzen, die von dem Feuer des Heiligen Geistes entzündet worden sind.

Benutzeravatar
Peter01
Moderator
Beiträge: 768
Registriert: 18.10.2009 07:43

Beitragvon Peter01 » 08.02.2013 07:15

J.Kroeker

Vom Versagen unseres Glaubens.

"Und als die Bundeslade des Herrn ins Lager kam, jauchzte das ganze Israel mit großem Jauchzen, dass die Erde erbebte." 1.Sam. 4,5.

Ist nicht auch in unserer christlichen Gegenwart die Begeisterung vielfach weit größer als unsere innere Kraft? Führen wir nicht auch auf unseren christlichen Kanzeln und Kathedern eine Sprache, als ob alle Welt uns zu Füßen liege und versagen doch fast auf der ganzen Linie im Kampf und Dienst des Lebens? Haben wir nicht das Christentum in seiner Einzigartigkeit und Ausschließlichkeit im Blick auf die Erlösung der Welt zu betonen gewagt und doch in unserem Leben so seine erlösende Kraft verleugnet, dass ein Mann wie Nietzsche mit fast nicht zu überbietender Schärfe es wagen darf, uns mit den Worten ins Gewissen zu greifen: "Ihr Christen müsstet erlöster sein, wenn man an euren Erlöser glauben sollte!" ?

Oder ist es nicht erschütternd, wenn ein Dichter jüngerer Zeit aus seiner Beurteilung der allgemeinen, religiösen Lage unseres Jahrhunderts den Inhalt zu den Versen empfängt:

"Willst Du das Grab des Heilandes sehen,"Brauchst nicht nach Jerusalem zu gehen,"Sieh' nur seine Kirchen in allen Landen,"Die halten ihn fest in Grabesbanden;"Und sieh in Dein eigen Herz hinein,"Da liegt Er in einem Totenschrein,"Den man mit Katechismusfragen"Und dunklen Dogmen ausgeschlagen. -"Bist wohl zuerst mit gläubigem Beten"Zuweilen an diesen Schrein getreten,"Doch drinnen rührte sich kein Leben,"Da hast Du das Beten aufgegeben,"Mit Sorgen und Sünden nageltest Du"Gelassen den Sarg noch fester zu,"Und schließlich hast Du Ihn ganz vergessen,"Du ,lerntest das Leben kennen' indessen."

Wie sollten solche Stimmen uns alle innerlich packen, die wir unseres Gottes sind und die sich zu Christo als ihrem Retter bekennen! Haben wir die zarte Sprache Gottes nicht mehr verstanden, wie sollten wir dann die Sprache der Niederlage, der Gerichte und die Sprache der uns Anklagenden in der Welt zu uns reden lassen! Wie sollte es durch unsere Tempel und Kapellen, durch unsere Kirchen und Vereinshäuser, durch unsere Gemeinden und Vereine, durch unsere Gottesdienste und unser Privatleben klingen: "Wer ein Ohr hat, der höre, was auch in unseren Tagen der Geist den Gemeinden zu sagen hat!"


Zurück zu „Aus der Praxis - Alltag, Mission, Gemeindearbeit etc“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste