Andachten zum ersten Buch Samuel

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 27.02.2013 06:37

A.Christlieb

David sprach: Ich habe gesündigt. 2. Sam. 12, 13 Saul sprach: Ich habe gesündigt. 1. Sam. 15, 24

Wir haben hier zwei Männer, welche die gleichen Worte sprechen. Bei dem einen bewirken sie volle Entlastung, Vergebung, Gnade und Frieden, bei dem andern Verwerfung. Woran liegt das? Man könnte denken, weil beide ihre Sünde anerkennen und eingestehen, müßte Gott auch beiden vergeben. Scheint Gott nicht ungerecht, wenn er so verschieden mit den beiden umgeht? - Nein, Gott ist nie ungerecht. Es liegt ein wesentlicher Unterschied vor in den beiden Bekenntnissen, obwohl der Wortlaut der gleiche ist. David erkennt rückhaltlos seine Schuld an. Er beugt sich ohne Vorbehalt unter die ganze Größe seiner Schuld und die ganze Schwere der verdienten Strafe. Anders Saul. Er gibt wohl auch seine Schuld zu, aber nur widerstrebend, weil er überführt ist. Er sucht seine Schuld zu beschönigen und sie möglichst auf andere abzuschieben. Er sagt: Wir hatten die gute Absicht, dem Herrn ein Opfer darzubringen. Das Volk hat von dem Raub genommen. Saul sucht sich selber rein zu waschen. Wohl spricht sein Mund: ,,Ich habe gesündigt." Aber dabei denkt er: Ich hab's doch nicht so schlimm gemeint! Der Schlechteste bin ich noch lange nicht. Ich habe doch den Befehl Gottes ausgeführt! - Vor Menschenaugen war Sauls Schuld lange nicht so groß als Davids Schuld. Der hatte ja einen Ehebruch und einen Mord begangen. Saul dagegen hatte sich nur einen kleinen Ungehorsam zuschulden kommen lassen, indem er den König und die besten Tiere der Amalekiter leben ließ. Weshalb wird nun David begnadigt und Saul verworfen? Davids Reue war echt. Rückhaltlos beugte er sich vor Gott und bekannte in seinen Bußpsalmen seine Schuld offen vor allem Volk. Saul dagegen suchte sein Ansehen vor den Menschen zu retten und bat Samuel: ,,Ehre mich doch vor den Ältesten!" - Ist unsere Buße aufrichtig?

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 28.02.2013 06:31

C.H.Spurgeon

"Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesündigt, daß ich des Herrn Befehl und deine Worte übergangen habe." 1 Sam. 15, 24.


Hier haben wir den Charakter des aufrichtigen Mannes - des Mannes, der nicht, wie Bileam, bis zu einem gewissen Grad aufrichtig ist in zwei Dingen; sondern hier haben wir den Mann, der gerade das Gegenteil ist - der nichts Hervorstechendes in seinem Charakter hat, sondern der sich von den Umständen leiten ließ. So war Saul. Samuel bestrafte ihn, und er sagte: "Ich habe gesündigt." Aber er meinte nicht, was er sagte; er entschuldigte sich mit der lügnerischen Ausrede: "Ich fürchtete das Volk!" Saul fürchtete nie jemanden; er tat immer seinen eigenen Willen - er war ein Despot. Unaufrichtigkeit war der Hauptzug in seinem Charakter. Eines Tages ließ er David aus dem Bett holen, um ihn, wie er dachte, zu töten; an einem anderen Tag erklärte er: "Das sei ferne, daß ich dir, mein Sohn David, etwas zuleide tun sollte." Bisweilen war Saul unter den Propheten und dann wieder unter den Zauberinnen; bald war er hier, bald dort, aber unaufrichtig in allem.

So gibt es viele Leute in unseren Christenversammlungen. Sie stimmen sogleich mit allem überein, was man ihnen sagen mag. Ihr Gewissen ist zart und gibt nach, sobald es berührt wird. Kaum ist es aber verwundet, so heilt es alsbald wieder.

Sie haben - sozusagen - Herzen von Gummi, auf das man bei der leichtesten Berührung einen Eindruck machen kann, der aber nicht bleibt, weil es sogleich wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückkehrt. Man kann solche Menschen zu allem bewegen, aber sie sind nicht fest in ihrem Wesen und kehren bald wieder zurück zu dem, was sie vorher gewesen sind. So manche bücken sich mit ihrem Haupt und sprechen in der Kirche: "Wir haben uns, o Gott, verirrt von deinen Wegen;" aber sie meinen das nicht, was sie sagen. Manche kommen zu ihrem Seelsorger und sagen: "Meine Sünden sind mir leid;" aber sie fühlen nicht, daß sie Sünder sind, sie sagen nur so, um ihrem Geistlichen zu gefallen. Manche weinen in der Kirche sehr bald, aber sie bleiben die alten, unbekehrten Leute, nachher wie vorher. Ihr Bekenntnis ist unaufrichtig. Bileam war groß in Allem, was er tat, im Guten, wie im Bösen; aber Saul, im Vergleich dazu, war klein in allen seinen Handlungen, so groß er auch war seiner Körperlänge nach.

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Beitragvon Peter01 » 01.03.2013 06:26

D.Rappard

Saul sprach: Ich habe gesündigt, aber ehre mich doch vor dem Volke! 1. Sam. 15,30.

Ein zweites Bild aus dem Alten Testament. Wieder vernehmen wir den Ruf: ,,Ich habe gesündigt!" Und wieder hat das Wort nicht den richtigen Klang. Denn es ist nicht die S ü n d e, die den unglücklichen König betrübt, sondern es sind die F o l g e n der Sünde, die ihn ängstigen. Ich habe wohl gesündigt, sagt er, aber mache mich nur nicht zuschanden vor dem Volke! - Sauls Sünde war der U n g e h o r s a m. Er hatte Gottes Befehl im Feldzug gegen die Amalekiter nicht völlig ausgerichtet, hatte wohl den Feind geschlagen, aber nicht vertilgt.

Wir lernen hier zunächst, daß es unsere höchste Pflicht ist, G o t t e s W i l l e n z u t u n. Gehorsam ist besser denn Opfer. Ungehorsam ist Abgötterei. Wer jemals Gottes Stimme in seiner Seele vernommen hat, prüfe sich in diesem Spiegel. Ohne Zweifel wird es da heißen: Ich habe gesündigt. Aber nun ist es überaus wichtig zu erkennen, daß die Sünde selbst viel schlimmer ist als die Strafe, die sie nach sich zieht. Hätte Saul dies verstanden und in wahrer Buße Vergebung gesucht, so hätte er sicher Gnade gefunden. Er hätte wohl seine irdische Strafe annehmen müssen, aber er wäre dem schrecklichen Schicksal entgangen, von Gott verlassen zu werden.

Herr, öffne meine Augen, daß ich die Sündhaftigkeit der Sünde erkenne und sie in jeder Form hasse und meide.

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Beitragvon Peter01 » 02.03.2013 08:46

W.MacDonald

»Bis wann willst du um Saul trauern, da ich ihn doch verworfen habe, daß er nicht mehr König über Israel sei?« 1. Samuel 16,1

Es kommt eine Zeit im Leben, wo wir mit dem Trauern über das Vergangene aufhören und uns an die Arbeit der Gegenwart machen müssen.

Gott hatte Saul als König verworfen. Das war eine endgültige, irreversible Tatsache. Aber Samuel fiel es schwer, sie zu akzeptieren. Er war mit Saul eng verbunden gewesen und weinte nun über seine enttäuschten Hoffnungen. Er betrauerte immer noch einen Verlust, der unwiederbringlich war. Gott sagte deshalb zu ihm: »Hör auf mit dem Trauern. Geh und salbe Sauls Nachfolger. Meine Pläne sind nicht vereitelt. Ich habe einen besseren Mann als Saul, der nun die Bühne der Geschichte Israels betreten wird.«

Wir können annehmen, daß Samuel die Lektion nicht nur für sich selbst lernte, sondern sich auch an David weitergab, der Sauls Stelle als König einnahm. Auf jeden Fall zeigte David, daß er diese Lektion gut gelernt hatte. So lange sein kleiner Sohn im Sterben lag, fastete und betete er in der Hoffnung, daß Gott das Kind vielleicht retten würde. Doch als es gestorben war, badete er sich, wechselte die Kleider, ging ins Haus Gottes, um anzubeten, und ließ sich dann eine Mahlzeit vorsetzen. Denjenigen, die mit seinem Realismus Probleme hatten, sagte er: »Nun es aber tot ist, warum sollte ich denn fasten? Vermag ich es wieder zurückzubringen? I c h gehe zu ihm, aber es wird nicht zu mir zurückkehren« (2. Samuel 12,23).

Das hat auch uns etwas zu sagen in unserem Dienst und Leben als Christen. Manchmal geschieht es, daß uns ein Dienst genommen und jemand anderem gegeben wird. Wir trauern über das Ende einer Möglichkeit zum Dienen.

Vielleicht zerbricht eine Freundschaft oder Partnerschaft und als Folge davon scheint uns das Leben leer und schal. Oder wir wurden von jemand grausam enttäuscht, der uns sehr nahestand. Wir betrauern das Ende einer geschätzten Beziehung.

Oder vielleicht zerbricht ein lebenslang gehegter Traum oder eine hohe Ambition wird zunichte. Wir trauern über das Ende unseres Sehnens und Trachtens.

Trauern ist an sich nicht verkehrt, aber es sollte sich nicht so lange hinziehen, daß es unsere Fähigkeit verkrüppelt, den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. E. Stanley Jones sagte, er habe sich angewöhnt, sich »innerhalb einer Stunde von den Kümmernissen und Schlägen des Lebens zu erholen«. Eine Stunde dürfte für die meisten von uns zu kurz sein, aber wir dürfen nicht für immer untröstlich bleiben über Umstände, die sich nicht ändern lassen.

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Beitragvon Peter01 » 03.03.2013 08:10

W.Nee

Gott sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; der Mensch sieht auf den äußeren Schein, der Herr aber sieht auf das Herz. 1. Samuel 16,7

Saul war ein Mann von imponierender Statur. »Von seinen Schultern aufwärts war er höher als alles Volk.« Kein Wunder, daß Israel ihm als König zujauchzte: Alle konnten sein Haupt sehen. Und doch, wie oft steht der Kopf eines Menschen dem Willen Gottes im Wege! David scheint dies begriffen zu haben - David, der Mann nach Gottes Herzen, der die menschliche Vernunft beiseite schob und in schlichtem Glauben handelte. Als er zum Kampf mit Goliath antrat (dessen Kopf noch höher ragte als der des Saul), verschmähte David Helm und Rüstung und trat ihm nur mit einer Schleuder entgegen. Ein einziger wohlgezielter Stein, der die Stirn des Riesen traf, brachte ihn zu Fall. Dieser Tag bestimmte David zum König von Israel.

Heute gibt es Christen, die sich von jedem imponierenden Kopf führen lassen. Geschichtlich gesehen ist alles menschlich Große auf Golgatha besiegt worden, aber geistlich ist es noch in uns lebendig. Doch wir wollen nicht unser Inneres beschauen. Unser Feind ist nicht, was uns imponiert. Dessen Tage sind längst gezählt. Was aber klar sein muß, wenn Hirtensinn in uns herrschen soll, ist unsere Haltung dem aggressiven, unbeschnittenen Philister gegenüber. Dem, was er darstellt, muß jeder einzelne von uns entgegentreten, und es muß hinweggetan werden.

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Beitragvon Peter01 » 04.03.2013 06:52

W.MacDonald

»Aber der Geist des Herrn wich von Saul, und ein böser Geist vom Herrn ängstigte ihn.« 1. Samuel 16,14

Es gibt Verse in der Bibel, die Gott scheinbar böse Handlungen zuschreiben. Als beispielsweise Abimelech drei Jahre über Israel regiert hatte, da »sandte Gott einen bösen Geist zwischen Abimelech und die Bürger von Sichem« (Richter 9,23). In den Tagen Ahabs sprach Micha zu dem gottlosen König: »Der Herr hat einen Lügengeist in den Mund all dieser deiner Propheten gelegt« (1. Könige 22,23). Hiob schrieb seine Verluste dem Herrn zu, als er sagte: »Wir sollten das Gute von Gott annehmen, und das Böse sollten wir nicht auch annehmen?« (Hiob 2,10) Und der Herr Selbst sagt in Jesaja 45,7: »... der ich die Wohlfahrt mache und das Unglück schaffe.«

Andererseits wissen wir, daß Gott, weil Er heilig ist, weder Böses hervorbringen noch es ungestraft lassen kann. Keine Sünde, keine Krankheit, kein Leiden, kein Tod kommt vom Herrn. Er ist Licht, und gar keine Finsternis ist in Ihm (1. Johannes 5 ,5). Es ist undenkbar, daß Er die Ursache von etwas sein könnte, das Seiner moralischen Vollkommenheit widerspricht.

Aus anderen Schriftstellen geht hervor, daß Satan der Urheber von Krankheit, Leiden, Unglück und Zerstörung ist. Hiobs Verluste und furchtbare Schmerzen wurden vom Teufel verursacht. Der Herr Jesus sagte, daß die zusammengekrümmte Frau achtzehn lange Jahre von Satan gebunden worden war (Lukas 13,16). Paulus sprach von seinem Dorn für das Fleisch als einem »Boten Satans« (2. Kor. 12,7). Satan ist der Drahtzieher hinter allen Leiden der Menschheit.

Wie aber können wir dies dann in Einklang mit den Versen bringen, die Gott als Verursacher von Bösem schildern? Die Erklärung ist einfach die: In der Bibel wird von Gott oft gesagt, daß Er Dinge tut, wenn Er ihr Geschehen zuläßt. Es ist der Unterschied zwischen Seinem »direktiven« (direkt wollenden) und »permissiven« (indirekt zulassenden) Willen. Er läßt es oft zu, daß die Seinen Erfahrungen durchmachen, die Er von Sich aus nie für sie vorgesehen hätte. Er ließ es zu, daß Israel vierzig Jahre in der Wüste umherwanderte, während Sein direktiver Wille - hätten sie sich ihm unterworfen - sie auf einem viel kürzeren Weg in das verheißene Land gebracht hätte.

Aber auch wenn Gott das böse Wirken von Dämonen und Menschen zuläßt, so hat Er doch immer noch das letzte Wort. Er lenkt alles so, daß es zu Seiner Verherrlichung und zum Segen derer ausschlägt, die diese Erfahrungen durchstehen müssen.

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Beitragvon Peter01 » 05.03.2013 06:58

J.Kroeker

Vom wahren Gottvertrauen.

"Aber Eliab, sein ältester Bruder, hörte ihn mit den Männern reden. Da entbrannte Eliabs Zorn wider David, und er sprach: Warum bist du herabgekommen? Und bei wem hast du dort in der Wüste die wenigen Schafe gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit und deines Herzens Bosheit wohl; denn du bist herabgekommen, dass du den Streit sehest!" 1.Sam. 17,28.

So wenig der Glaube sich selbst seine Aufgaben und Kämpfe auf dem Schauplatz des öffentlichen Lebens sucht, so wenig lässt er sie sich aber auch nehmen. Denn bisher sind in der Geschichte noch nie große Aufgaben für das Ganze gelöst worden, wo nicht die Männer, die sie zu lösen berufen waren, von allen Seiten in ihren Aufgaben wären angefochten worden.

So erging es auch David. Als er sich mit jenen Männern unterhielt, die ihm auf seine Frage hin mitteilten, was der König dem versprochen habe, der diesen hohnsprechenden Philister schlüge und diese Schande von Israel wälze, da hörte dieses Davids ältester Bruder Eliab. Und er ergrimmte und sprach zu David: "Warum bist du herabgekommen und wem hast du die wenigen Schafe in der Wüste gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit wohl und deines Herzens Bosheit; denn du bist herabgekommen, um den Streit zu sehen." Darauf antwortete David nur: "Was habe ich getan? Ist es mir nicht befohlen?" Und er wandte sich wieder zu den Männern, mit denen er vorher gesprochen hatte.

In Eliabs Augen war das Gottvertrauen Davids Vermessenheit, sein Kommen in das Heerlager Israels Herzensbosheit und Pflichtvergessenheit. Hat man selbst erst wie Eliab die innere Glaubenskraft verloren, dann hat man auch kein richtiges Verständnis mehr für die Glaubenserfahrungen anderer. Es ist das Unterscheidungsvermögen verloren gegangen für das, was fleischliche Vermessenheit und was gottgewirkter Glaubensmut ist, was aus eigenem Herzenstrieb und was im Auftrage Gottes unternommen wird. Glaubensschritte und Glaubenshandlungen sind immer wieder nur von Glaubensmenschen verstanden worden. Denn der Glaube erhält Aufträge und kennt Kraftquellen und erlebt Tröstungen, die dem Unglauben ein unerklärliches Geheimnis bleiben.

Allein, das ist das Eigenartige an Glaubensmännern, dass sie sich weder durch die Stärke des Feindes noch durch den Unglauben und die Vorwürfe ihrer Brüder erschüttern und die Aufgaben nehmen lassen, die Gott ihnen zum Heil anderer anvertraut hat. Sie kommen nicht, ohne Auftrag von Gott zu haben, sie gehen aber auch nicht, ohne Auftrag von Gott zu haben. Nichts gibt dem Menschen im Kampfe und im Dienste solche Entschiedenheit und Ausdauer, als das Bewusstsein, dass man im Auftrage und in der Kraft Gottes handeln darf.

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Beitragvon Peter01 » 06.03.2013 06:30

W.Nee

Der Herr, der mich aus der Tatze des Löwen und des Bären errettet hat, wird mich aus der Hand dieses Philisters erretten. 1. Samuel 17,37.

David wurde in Bethlehem zum König gesalbt, aber danach kehrte er sofort in seinen normalen Lebensbereich zurück, wo er beim Kampf mit den wilden Tieren immer wieder die rettende Macht Gottes erprobte. Er ging wieder zu seiner Herde, nicht auf eine besondere Ausbildungsschule für Könige. »Bei den Schafen« fanden ihn Sauls Boten. Und als der Augenblick kam, da er Goliath entgegentreten sollte, nahm er die Waffen, die er dort ausprobiert hatte. Von Sauls Helm, Schwert und Panzer sagte er: »Ich habe sie nicht erprobt«, und legte sie wieder ab. Statt dessen nahm er seine Hirtenschleuder und Steine aus dem Bach, »damit diese ganze Versammlung erkenne, daß der Herr nicht durch Schwert und durch Speer rettet«.

Im Amt allein liegt noch kein Wert. Stellung als solche bringt keine geistliche Vollmacht mit sich. Den Feind muß man erst im Verborgenen bekämpft haben, bevor man es in der Öffentlichkeit tun kann. Und man muß zu Hause in Einklang mit dem Heiligen Geist stehen, ehe man außerhalb herrschen kann. Und diese Ausbildungsstätte ist offen für jeden von uns.

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Beitragvon Peter01 » 07.03.2013 06:32

J.Kroeker

Von der Erkenntnis Gottes.

"Weiter sprach David: Der Herr, der mich von dem Löwen und Bären errettet hat, wird mich auch von diesem Philister erretten! Und Saul sprach zu David: Gehe hin, der Herr sei mit dir!" 1.Sam. 17,37.

Um den König Saul für sein Vorhaben zu gewinnen, erzählte David ihm seine Kämpfe mit den Raubtieren in der Wüste. Diese Kampfeserlebnisse bei den Schafherden seines Vaters wären wohl für immer vor der Welt verborgen geblieben, wenn nicht Saul durch seinen Unglauben mit dazu beigetragen hätte, dass David sie zu einer gottgegebenen Stunde erzählt hätte. Wahrer Glaube geht sehr keusch mit dem um, was der Mensch in den heiligsten Stunden seines Lebens mit Gott erlebt hat. Er schmückt sich nie mit der Herrlichkeit, die sich ihm hier erschlossen, er kleidet sich nie mit der Kraft, die sich ihm hier mitteilte. Er kann vom Wertvollsten seines Erlebens schweigen bis zu dem Augenblick, wo das Erlebte zu einem Zeugnis von dem Können Gottes wird und mit dazu beiträgt, in bedrängter Stunde das Vertrauen der Brüder zu stärken.

Auch David hatte bisher geschwiegen. Verschlossen ruhte die köstliche Siegeserfahrung in der Wüste im Allerheiligsten seiner Seele, nur ihm und Gott bekannt. Eines Tages sorgt aber Gott dafür, dass Erlebtes zum Erleben anderer rechtzeitig wieder abgegeben werden muss. Auch das Köstlichste des Lebens würde unfruchtbar bleiben, wenn es nicht zur rechten Stunde anderen als Samenkorn anvertraut werden würde. Nur abgegebenes Leben wird zu einer vielfältigen Frucht.

Wohl hatte Saul verstanden, die Macht des Feindes richtig einzuschätzen. Ihm fehlte aber der Blick für die Kraft Gottes. Saul beurteilte den Kampf ausschließlich vom Standpunkte der Machtfrage aus. Ihm stand fest, dass Macht nur durch Macht gebrochen werden könne. Jedoch David kannte Quellen, die Saul nicht sah. Er beurteilte den Kampf von einer höheren Warte aus. David rechnete nicht so sehr mit dem, was ihm fehlte und der Riese besaß, sondern vielmehr mit der Kraft Gottes, die er in der Wüste so wunderbar erlebt hatte.

Das hatte David zwar nicht voraussehen können, dass seine ersten Kampfeserfahrungen in der Wüste noch einmal in einem entscheidenden Augenblick eine so große Bedeutung für ihn und sein Volk haben würden. Wir ahnen nie, zu welch einer Kraft- und Lichtquelle für unser späteres Leben auch die kleinste Glaubenserfahrung auf dem Boden des Alltagslebens zu werden vermag. Auch der kleinste und verborgenste Sieg in unserem Leben kann mithin von weit tragender Bedeutung für das Reich Gottes sein.

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Beitragvon Peter01 » 08.03.2013 06:31

Ch.Spurgeon

"So überwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein und schlug ihn und tötete ihn." 1. Samuel 17,50

David steht als ein Beispiel vor uns, daß wir uns nicht nach Aufgaben zu drängen brauchen. Er geriet wie zufällig in den Kampf mit Goliath. Als er mit einer Ladung Käse seinen Vater verließ, ahnte er nicht, daß er sich nach wenigen Tagen vor allen Männern Israels auszeichnen würde. Wir sollten daraus lernen, nicht zu eilig nach einem Wirkungskreis Ausschau zu halten. Seid lieber für jedes Werk bereit, als daß ihr euch nach einer besonderen Aufgabe ausstreckt. Gott hat seine Nischen für euch, und eure Aufgabe ist, bereit zu sein. Sonst werdet ihr zu Boden fallen. Habt eure Werkzeuge gut geschliffen und wißt sie zu gebrauchen!

Ferner entnehme ich aus der Geschichte Davids, daß wir, wenn wir den Auftrag fühlen, etwas für den Herrn zu tun, es nicht nötig haben, auf die Zustimmung der anderen zu warten. Hätte David gesagt: "Ich will auf die Zustimmung meiner älteren Brüder warten, daß ich der rechte Mann bin, mit Goliath zu streiten", so hätte, fürchte ich, der Kampf niemals stattgefunden. Wir sind dem Urteil älterer Brüder Ehrerbietung schuldig, aber größere Ehrfurcht gebührt dem Befehl des Geistes Gottes. Wenn Gott dir einen Auftrag gibt, dann gehorche, auch wenn dich sonst keiner dazu ermuntert. Sollten wir mit der Furcht Gottes in unseren Herzen und mit dem Auftrag Gottes in unseren Händen zögern und Knechte der Menschen werden? Ich wollte eher sterben, als daß ich euch um Erlaubnis bitten müßte, bevor ich das Wort Gottes verkündigte! Möge diese Zunge eher verstummen, als daß sie Dienerin der Menschen wird!

Geh du an deines Meisters Werk mit unerschrockenem Mut aber bescheidenem Verhalten. Das wäre ein böser Knecht, der, nachdem er einmal seines Meisters Befehl empfangen, ihn unausgeführt lassen wollte mit der Entschuldigung: "Ich traf einen meiner Mitknechte, der meinte, ich wäre zu kühn in meinem Wagnis. Es wäre besser, ich versuchte es nicht." Ihr steht und fallt eurem Herrn. Habt acht, daß ihr wohl mit ihm steht!

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Beitragvon Peter01 » 09.03.2013 07:25

J.Kroeker

Von Saul und seinem Fall.

"Am folgenden Tage geriet der böse Geist von Gott über Saul und er schoss den Spieß und gedachte: Ich will David an die Wand spießen. David aber wich zweimal vor ihm aus." 1.Sam. 18,10 f.

Das war der erste offene Durchbruch der Feindschaft Sauls. Zunächst scheute Saul noch das Licht der Öffentlichkeit. Denn unmöglich konnte er sich vor der Öffentlichkeit die Blöße geben, dass er David hasse, während doch das ganze Volk ihn segnete. "Denn ganz Juda und Israel hatte David lieb." Allein die Gegenwart des Geistes wird dem Fleische immer unerträglicher werden. Auch Saul konnte auf die Dauer in seiner nächsten Umgebung den David nicht gut ertragen. Er setzte ihn daher zum Fürsten über tausend Mann und sprach zu ihm: "Sei nur tapfer und führe des Herrn Kriege!" Saul gedachte aber: "Meine Hand soll nicht an ihm sein, sondern die Hand der Philister."

Das ist die Falschheit Verworfener: sie heucheln Liebe und hassen doch bis zum Tod! Sie sprechen die Sprache eines Engels und nähren doch in ihrer Seele das Gift Belials. Sie erhöhen die Träger neuen Lebens, weil sie in dieser Erhöhung einen kommenden Zusammenbruch von deren Kraft erhoffen. Wäre David tatsächlich in einem der späteren Philisterkämpfe gefallen, dann hätte nie ein Mensch die Hässlichkeit der Seele Sauls zu sehen bekommen. Vielmehr hätte man den Eindruck gehabt, als ob auch Saul sich völlig eins gewusst hätte mit David, dem Träger jenes neuen Lebens, das dem Volke mit reinem Herzen diente. Allein, wenn auch der König lange versuchte, sein eigentliches Wesen zu verbergen, er konnte nicht dauernd verdecken, was er in Wirklichkeit bereits war. Es kam doch die Stunde, wo nicht nur in seinen Blicken zu lesen, sondern auch in seinen Handlungen zu erkennen war, welch tödlicher Hass seine Seele gegen David füllte.

Nie ist aber jemand innerlich fürs Gericht ausgereift, der nicht auf dem Wege zum Gericht die warnende Stimme Gottes gehört hätte. Auch Saul hörte sie in der Stimme seines Sohnes Jonathan. Denn Jonathan sah klarer als sein Vater und urteilte selbstloser, als Saul es zu tun vermochte. "Und Jonathan redete das Beste von David mit seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Es versündige sich der König nicht an seinem Knechte David." Zwar hatte es danach den Anschein, als ob auch Saul jede Feindschaft in seiner Seele überwunden hätte. Saul bot David seine Tochter zur Frau an. Allein dieses Angebot ward bereits getragen von unlauteren Beweggründen. Es wurde von Saul gemacht, nicht weil er David liebte, er hoffte vielmehr, dass David bei der Einbringung der von ihm verlangten Morgengabe durch die Hand der Philister würde geschlagen werden. Geheuchelte Freundschaft muss aber immer zu offener Feindschaft führen.

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Beitragvon Peter01 » 10.03.2013 08:07

C.H.Spurgeon

,,Führe des Herrn Kriege." 1 Sam. 18, 17.

Das heilige Heer der Auserwählten Gottes ist noch im Streit auf Erden, und der Herr Jesus Christus ist der Fürst ihres Heils. Er hat gesagt: ,,Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Höret ihr das Getümmel der Schlacht? Es soll das Volk Gottes fest stehen in ihren Reihen, und es entfalle keinem Menschen das Herz um deswillen. Es ist zwar an manchen Orten der Streit hart entbrannt gegen die Anhänger Christi, und wenn der Herr Jesus nicht sein Schwert auszieht, so können wir nicht wissen, was auch bei uns aus seiner Gemeinde werden mag; aber seien wir getrost, seien wir männlich und stark. Wohl selten hat das evangelische Christenvolk im Sturme stärker gezittert, als in diesen Tagen, wo der alte Unglaube alle Hebel in Bewegung setzt, um sein Reich aufs neue aufzurichten und zu befestigen. Wir brauchen eine mächtige Stimme und eine starke Hand, um das lautere, uralte Evangelium zu predigen und zu verbreiten, für welches Blutzeugen getötet und treue Bekenner gestorben sind. Der Heiland ist durch seinen Heiligen Geist noch auf Erden; das tröste uns! Er steht stets mitten im Streit und darum ist der Ausgang des Kampfes nicht zweifelhaft. Und wenn die Schlacht rast, welch eine süße Befriedigung ist es da für uns, daß wir wissen: der Herr Jesus, unser großer Mittler und Hoherpriester, bittet um Sieg für die Seinen! O, der du so ängstlich dem Streit zusiehst, schaue nicht soviel dem Kampfe da unten zu, denn da wirst du von wallendem Rauch umhüllt und erschreckt von dem Anblick der blutgetünchten Gewänder; sondern hebe deine Augen auf dorthin, wo dein Heiland lebt und betet; denn solange Er seine Hände für uns aufhebt, ist Gottes Sache wohl geborgen. Kämpfen wir, als ob alles von uns allein abhinge; aber sehen wir zu Ihm auf in dem sichern Bewußtsein, daß Er alles in seiner Hand hat. Bei den Lilien der Unschuld der Erlösten und bei den Rosen der Versöhnung des Heilandes, ,,bei den Rehen oder bei den Hinden auf dem Felde" beschwöre ich euch, die ihr den Herrn Jesum liebt, kämpfet tapfer in dem heiligen Kriege für Wahrheit und Recht, für das Reich und die Thronjuwelen eures Meisters. Vorwärts! ,,denn ihr streitet nicht, sondern Gott." ,,Sei nur freudig, und führe des Herrn Kriege."

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Beitragvon Peter01 » 11.03.2013 06:41

A.Christlieb

Ich bin ein armer, geringer Mann. 1. Sam. 18, 23 Ich will noch geringer werden als diesmal. 2. Sam. 6, 22 Saul hat sich beim Gerät versteckt. 1. Sam. 10, 22 Saul hatte sich ein Siegeszeichen aufgerichtet. 1. Sam. 15, 12

Hier werden uns gleichsam zwei Leitern gezeigt: die sehr empfehlenswerte Davidsleiter und die gefährliche Saulsleiter. Die Davidsleiter ist die Leiter hinab in die Demut. David liebte die Demut von Anfang an. Als man ihn nach dem Sieg über Goliath ermunterte, um die Hand der Königstochter zu werben, die ihm als Siegespreis doch zustand, gab er zur Antwort: ,,Dünkt es euch ein Geringes, des Königs Schwiegersohn zu sein? Ich bin ein armer und geringer Mann." Wie tief läßt uns dieses Wort in Davids Herz schauen. Er war durch den Propheten Samuel in Gottes Auftrag feierlich zum König in Israel gesalbt worden. Er hatte den Riesen Goliath überwunden, vor dem das ganze Heer Israels gezittert hatte. Im ganzen Lande hatte sich das Lied herumgesungen: ,,Saul hat tausend geschlagen, David aber hat zehntausend geschlagen.'' Doch alles das hatte ihn nicht hochmütig gemacht. Er blieb in seinen Augen ein ,,armer, geringer Mann." - Nach vielen Jahren treffen wir David wieder an. Er hatte unterdessen den Königsthron bestiegen, viele Völker besiegt und die Grenzen des Reiches Israel weiter ausgedehnt, als je ein König vor ihm oder nach ihm. Nun sehen wir ihn bei der Einholung der Bundeslade. Er gibt seiner Freude Ausdruck, indem er mit dem einfachen Volk vor der Bundeslade hertanzt. Sein stolzes Weib Michal verspottet ihn darüber. Er aber spricht: ,,Ich will noch geringer werden als diesmal und will niedrig sein in meinen Augen.'' - Wohl dem, der mit David auf der Demutsleiter hinabsteigt in die rechte Herzensniedrigkeit. Gott tut ihm die Schatzkammer seiner besten Segnungen auf und erhält ihm seine Gnade.

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Beitragvon Peter01 » 12.03.2013 06:29

Ch.Spurgeon

"Es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tode!" 1. Samuel 20,3


Das Leben ist so kurz, daß es keine Übertreibung ist, es mit einem Schritt zu vergleichen. Selbst wenn wir siebzig oder achtzig Jahre lang leben, wie das bei einigen der Fall sein mag, so dauert das Leben doch nur eine kurze Zeit. Das Leben ist lang, wenn wir vorausblicken, aber ich frage jede alte Person, ob es beim Rückblick nicht sehr kurz erscheint. Ihr jungen Leute, blickt auf einen Monat, als ob er eine lange Zeitspanne wäre. Aber wenn ihr erst vierzig, fünfzig oder sechzig Jahre alt seid, werdet ihr ein ganzes Jahr als eine sehr kurze Zeit betrachten. Ich wundere mich nicht darüber, daß Jakob von seinen Jahren sagte, daß ihrer wenige seien. Weil er ein alter Mann war, hielt er sein Leben für kurz. Wenn er ein junger Mann gewesen wäre, würde er gesagt haben, daß seiner Tage verhältnismäßig viele waren; aber wenn ein Mensch alt wird, kommen ihm seine vielen Tage kürzer vor, als sie es waren.

Ich empfehle euch, oft über den Tod nachzudenken. Wenn ihr nicht gern daran denkt, so nehme ich an, daß etwas bei euch nicht in Ordnung ist. Wer sich vor ernsten Dingen fürchtet, hat wahrscheinlich ernsten Grund, sich zu fürchten. Wenn unser Leben kurz ist, so ist es ein Jammer, ein einziges Jahr zu verlieren, geschweige denn ein ganzes Leben.

Einst gab es auf dem Meer einen Sturm, und an Bord befand sich ein junger Mann, der nicht gewöhnt war, Stürme zu erleben. Er geriet in große Angst, verkroch sich in eine Ecke und kniete nieder, um zu beten. Doch der Kapitän, der gerade vorbeiging und das sah, konnte diese Haltung nicht ertragen und rief ihm zu: "Steh auf, du Feigling! Bete bei gutem Wetter!" Ich möchte an alle, die noch nicht an den Tod denken, diesen guten Rat weitergeben: Betet bei gutem Wetter. Fangt jetzt mit Gott an. Kommt und gebt meinem Herrn Jesus die Blüte eurer Jugend, das Beste eurer Tage.

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Beitragvon Peter01 » 13.03.2013 06:32

W.Nee

Da ging David von dannen und entkam in die Höhle von Adullam Es waren bei ihm ungefähr vierhundert Mann. 1. Samuel 22,1-2

Die Höhle Adullam wurde zum Sammelpunkt derer, die sich der Führung des Geistes Gottes unterstellten. Saul hatte das Amt des Königs inne und besaß einen großen Anhang. Die ganze Regierungsgewalt lag in seinen Händen. Gott erkannte ihn als König an, aber sein Geist war von ihm gewichen und auf David gekommen, der nun mit Gott in die Wüste gehen mußte. So wurde die Höhle sein Aufenthaltsort. Dort sammelten sich um ihn eine Schar von Männern, die sich mit den gottlosen Zuständen unter Saul nicht abfinden konnten, und David wurde ihr Anführer.

David ist ein Abbild des von den heutigen Menschen zurückgewiesenen Jesus. Auch heute gibt es eine Schar von solchen, die unterwegs sind, um sich an seinem Zufluchtsort um ihn zu sammeln. Sie sehnen sich nach der Wirklichkeit, die sich dort findet, wo der Geist herrscht. Sie kommen zu Jesus, und er erkennt sie an als die Schar seiner Getreuen. Es ist ein Weg, der in die Einsamkeit führt. Einsam ist immer, wer dem von Menschen geschaffenen System widersteht. Aber diese Kernschar, die sich in der Zeit, da fast alle Jesus ablehnen, um ihn sammeln, wird ihm, wenn er wiederkommt, sehr teuer sein.


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