Predigen

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Bibeltreuer-Christ
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Predigen

Beitragvon Bibeltreuer-Christ » 16.02.2013 16:53

Ich habe da mal eine sehr wichtige Frage, die mir am Herzen liegt. Wie kann ich in der heutigen Zeit predigen. Ich möchte mir gerne Luther und Kohlbrügge als Vorbild nehmen und genauso predigen. Ich möchte kein Kuschel,predigt halten oder genau das, was viele gerne hören möchten. Ich möchte Menschen wach rütteln und ihre Augen öffnen, ihre Herzen für Gott unseren Vater öffnen.
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Manfred01
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Beitragvon Manfred01 » 17.02.2013 16:28

Lieber Bruder,
da brauchst du zum ersten einen Auftrag zum predigen und den heiligen Geist und viel Geduld mit denen, denen du predigen willst.

Liebe Grüße
Manfred01
1.Kor.14. 26: Lasset alles geschehen zur Auferbauung.

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 18.02.2013 06:46

Hallo Bibeltreuer-Christ,

sicherlich musst du, wie es Manfred schon sagte, den Auftrag (ich würde Berufung vorziehen) haben zu predigen. Das ist keine innere Stimme oder sowas, aber du musst die Not sehen und das Verlangen zum Predigen haben. Ich würde dir dringlichst, das Buch "biblisch Predigen" empfehlen:

http://www.cbuch.de/product_info.php?products_id=2608

Hier bekommst du eine sehr gute Einführung in das biblische Predigen und lernst eigentlich genau das, was den Reformatoren am Herzen lag: die ganze Schrift zu predigen und nicht Wahrheiten, die wehtun können, zu unterschlagen.

Gruß

Peter

Gast

Beitragvon Gast » 19.02.2013 18:45

Was - neben der Berufung, die ja bereits auch angesprochen wurde, und dem Heiligen Geist, den meiner Meinung nach jeder Christ hat - eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, ist eine gute Ausbildung. Gerade die beiden Männer, die Du ansprichst (und eine Reihe weiterer, wie z.B. die Familien Krummacher und Hofacker) hatten eine sehr gute Ausbildung. Prediger, die nicht wissen, worüber sie reden, gibt es schon zu viele in der Christenheit.

Ich will nicht bestreiten, dass es auch Prediger gibt, die ohne diese Ausbildung gut predigten (Spurgeon ist das beste Beispiel, wobei seine Stärke eindeutig in der Evangelisation lag, weniger in der reinen Schriftauslegung), doch ist das eher die Ausnahme als die Regel.

Darüber hinaus musst Du eine gewisse "Leidensfähigkeit" (man könnte bösartig auch sagen "Masochichmus") mitbringen - denn egal, was Du sagst oder tust, es wird immer genug Christen geben, die genau das für falsch halten.

Gruß & Segen,
Andreas

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 24.02.2013 20:12

Andreas hat geschrieben:Ich will nicht bestreiten, dass es auch Prediger gibt, die ohne diese Ausbildung gut predigten (Spurgeon ist das beste Beispiel, wobei seine Stärke eindeutig in der Evangelisation lag, weniger in der reinen Schriftauslegung), doch ist das eher die Ausnahme als die Regel.
Ja, Spurgeon hatte keine Theologische Ausbildung, er war ein Autodidakt. Von Spurgeon wird berichtet er erfasste den Inhalt beinahe mit einem Blick, und sein Gedächtnis, was das Gelesene betraf, ließ ihn nie im Stich. Er hatte es sich zur Aufgabe gemacht, jede Woche ein halbes Dutzend der schwierigsten Bücher zu lesen. "Verschiedentlich hatte ich Gelegenheit, die Gründlichkeit seines Lesens zu prüfen, und ich fand nie einen einzigen Fehler.“ . – Dr. Wright, zitiert in Spurgeons Autobiography, 4, 273 – .Zum Ende seines Lebens hatte er eine Bibliothek von 12.000 Büchern, und man sagte, er hätte fast jedes einzelne im Dunkeln finden können.“ Spurgeon war ein sehr profunder Kenner der Kirchenväter, der Reformatoren und der Puritaner dieses wird man mal nicht so auf der schnelle nebenbei.Einen guten Einblick an die Arbeitsweise von Spurgeon findet man in die Die Schatzkammer Davids - Eine Auslegung der Psalmen. Spurgeons Evangelisationspredigten sind mit der Mehrzahl den heutigen Evangelisationspredigten in keiner Weise zu vergleichen!
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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