"Quellwasser" Andachten von H. F. Kohlbrügge

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 24.07.2014 04:10

Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich von Ur in Chaldäa ausgeführt hat. 1. Mose 15,7

Ine gar liebliche Predigt ist eine solche Predigt von dem alten treuen Gott, bei dem nicht mal ein Schatten von Veränderung ist. Bei uns ist schlechterdings die Unmöglichkeit, die gänzliche Untüchtigkeit, etwas zustande zu bringen, und eben dabei die Verheißung des Samens, die Verheißung Christi, und dass wir Frucht tragen werden bis ins graue Alter. Bei uns ein tiefes Gefühl, dass wir Menschen sind, und eben deshalb die Predigt: Christus ist hier. Bei uns eine stete Erfahrung, wie es bei uns ein Garaus ist, und eben deshalb: Gott mit uns. Mit seinem Worte und mit seinem Geiste ist er da. Und haben wir's erfahren, was das heißt, dem Herrn glauben, so haben wir auch mit den Ohren des Geistes vernommen: Ich bin der Herr, der ich dich von Ur aus Chaldäa geführt habe. Denn dann glauben wir Gott erst von Herzensgrund, wenn bei uns alle Tugend, alles Werk, alles Verdienst, alle Tüchtigkeit, alle Geschicklichkeit, samt allem dem, was wir für Heiligkeit und Gottseligkeit gehalten, auf- und drangegeben ist. – Da schwinden wir denn auch dahin, dass wir Gott nicht geglaubt haben, Gott, der uns doch nicht zerschmettert hat mit seinen mächtigen Werken, nicht geglaubt, dass er uns wohl selig machen konnte ohne unsere Werke, auch selig gemacht hat und selig machen wird in seinem Christo. Da erfahren wir auch in hehrem Frieden und durch Vergewisserung des heiligen Geistes, dass er uns zu seinen heiligen und gerechten Mitgenossen der Herrlichkeit gemacht.


Ich, Jehova ich
bin dein Gott, dein Erbe.
Ich erlöste dich
aus Ägyptenland
mir mit starker Hand,
und du wardst mein Erbe.
Amen

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 25.07.2014 09:12

Abram aber sprach: Herr, Herr, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde? 1. Mose 15,8

Beachtet doch mal dieses. Heißt es nicht Vers 6: Abram glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet? Und hier Vers 8: Herr, Jehova, wobei soll ich's wissen, dass ich das Land besitzen werde. Wie? In einem Nu glauben und in einem Nu wieder zweifeln und nach Grund und Boden fragen, worauf man stehen kann, nach der Gewissheit der Dinge fragen, die man soeben geglaubt? Ist das derselbe Abram? War das ein kindlicher Glaube von Abram? – Wer so etwas nicht aus eigener Erfahrung kennt, der kann es nicht verstehen, wie es möglich ist, dass ein Menschenkind Gott glauben und in demselben Nu voller Angst, Sorge, Not und Zweifel stecken kann, und dass solches je und je so voran geht. Da soll aber der Angefochtene, der so etwas bei sich selbst erfährt, Mut fassen, da er doch eben dasselbe hier von Abram liest, und nicht meinen, er sei deshalb schon verworfen, dass er so nicht glauben kann, wie der Teufel einem den Glauben vormalt. Denn der wahre Glaube glaubt und zweifelt gar nicht an Gottes Macht und Gnade, und zweifelt je dennoch; ist voller Ruhe und voller Sorge und Angst, Furcht und Zagen, und fragt tausendmal: Wobei soll ich das wissen? Und wenn er auch Gott dabei so anruft: Herr, Jehova, so ist doch eine Ängstlichkeit bei den Gläubigen, als würde nichts aus der Verheißung. Es steht hier Abram unser Vater zum Beweise und zur Ermutigung da für Gottes 144 000, die auf dem Berge Zion wohnen.

Lass mich nicht länger wanken
gleich einem Rohr im Wind,
besänft’ge die Gedanken,
die voller Unruh sind,
Du bist der Stuhl der Gnaden;
wer mühsam und beladen,
den ruf’st du ja zu dir.
Amen

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 28.07.2014 06:17

Abram aber sprach: Herr, Herr, woran soll ich merken, dass ich's besitzen werde? 1. Mose 15,8


Ist es nicht heute noch der nämliche Weg? Geht es nicht noch denselben Gang mit allen denjenigen, die auf Gottes Wahrheit bestehen? Es war nicht das erste Mal, dass Gott dem Abram gesagt: Deinem Samen will ich dies Land geben. Und hier erscheint ihm Gott zum vierten Male, aber unter welchen Umständen! Welch ein harter Kampf dabei! So mag es dir gehen, der du aus Erfahrung kennst, was es heißt, dass Abram Gott glaubte und ihm dies zur Gerechtigkeit gerechnet wurde, und das: Wobei soll ich's wissen? taucht immerdar von neuem auf. Und es gibt eine Zeit, in welcher bei denen, die auf Gottes Wahrheit bestehen, alles dahinschwindet, was sie soeben noch geglaubt; sie glauben und glauben dennoch nicht. Die Macht des Sichtbaren, die Ungerechtigkeit, ihre eigenen Sünden, alles von innen und von außen schlägt ihnen alles aus der Hand. Da glauben sie dennoch, sind dennoch voller Not, voller Zagen, voller Angst; sie glauben und beten an im Glauben: Herr, Jehova, dir ist nichts im Wege, dir ist nichts unmöglich, und dennoch das Wort: Wobei soll ich's wissen? – Was ist aber der Grund und Boden, dass du des gewiss sein kannst, dass dir Gott eine Stadt gebaut, gewiss sein kannst, dass du Gnade bei Gott gefunden, dass der dort oben dein Gott und liebender Vater ist? Der Grund und Boden ist: Das Blut Jesu Christi hat uns rein gemacht von allen Sünden. Schwinge dich empor vom Staube, fasse Mut, verzagter Geist! Siegen, siegen wird der Glaube, der den Herrn des Lebens preist.

O lass dich das Dunkel der Erde nicht kümmern!
Schon sieht ja dein Glaube die Herrlichkeit schimmern,
die jenseits der Sterne dir Jesus enthüllt;
da rufst du einst jauchzend: das Herz ist gestillt.
Amen

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 01.08.2014 05:33

Ich bin der allmächtige Gott. 1. Mose 17,1

Was sagt Gott zu Abram? Ich bin der allmächtige Gott. Tat es Not, dem Abram dies noch zu sagen? Wenn es nicht Not getan hätte, würde er es dem Abram nicht gesagt haben. Hat es ihm Not getan, so tut es uns auch Not. O, wenn wir warten könnten auf Gott, wenn wir harren könnten, lediglich auf ihn vertrauen im Glauben! Was Gott gesagt hat, das erfüllt er. Bist du zu ihm gekommen, bist du zu ihm gekrochen als ein armer Wurm, hast du geschrien um Gnade und Vergebung der Sünden, hast du ihn gefunden, – gewiss, gewiss, du hast gefunden einen treuen Freund, einen Bruder, der sich unser nicht schämt, einen gnädigen, barmherzigen, treuen und guten Vater. Aber wi r – warten? Es wird sich mancher erinnern, wie er in augenblicklicher Verlegenheit war und sich hernach vor die Stirn geschlagen und gesagt hat: Hätte ich doch nur ein halbes Stündchen gewartet! Menschen mögen trügen; was aber Gott verheißt, das hält er. Warten ist die erste Lektion in der Schule des Lebens, in der Schule des Leidens, nicht Gott vorgreifen und sich selbst Bahn machen wollen. Aber das ist dem Fleische eigen, es kann nicht länger warten. Da greift denn der Mensch zu Fleisch, zu Gesetz, zur Welt, zu den Abgöttern, zum Unglauben. – Was will nun doch der Mensch machen, wenn es Gottes Zeit noch nicht ist? Mit allem, was er anrichtet, verdirbt er nur sich selbst den Weg.
Das Schiff liegt ruhig vor Anker, wenn wir uns halten an Gottes Gebot und sein heiliges Gesetz. Ob auch der Sturm kommt und das Schifflein hin und her wirft, unmöglich kann es gegen die Felsen geschleudert werden; am Anker der Hoffnung liegt es fest.


Weg hast du allerwegen,
an Mitteln fehlt dir's nicht;
dein Tun ist lauter Segen,
dein Gang ist lauter Licht;
dein Werk kann niemand hindern,
dein Arbeit darf nicht ruhn,
wenn du, was deinen Kindern
ersprießlich ist, willst tun.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 05.08.2014 10:24

Ich bin der allmächtige Gott. 1. Mose 17,1

Gehofft hat Abram über Hoffnung hinaus. Er war bedroht. Wovon wird der Mensch bedroht? Davon: ich bekomme es nicht, was Gott mir verheißen. Da will man denn an Gnade festhalten, aber Gesetz und Gottes Gebot beseitigen; ach, dann hat man auch die Gnade dran·gegeben. Wo aber Gott hilft, da geht alles christliche Fleisch zugrunde; wer aber in Wahrheit zum Sünder gemacht ist, kann seinen Weg nicht mehr weiter gehen, und wenn er ihn fortsetzen will, so ist Gott so gnädig, dass er ihm Arme und Beine zerschlägt. Lasset es uns zu Herzen nehmen; unser aller Sünde ist der Unglaube. Wir können nicht warten, wollen uns stets selbst helfen, statt im verborgenen bei Gott anzuhalten mit Ringen und Beten und in die Schrift hineinzusehen, wie alle Heiligen Gottes grau geworden sind im Harren, und dann ist es gekommen. Aber da greift das Fleisch zu, wo es kann, und das christliche ist das beste und eifrigste, und der Teufel eilt herbei als ein Engel des Lichts, setzt die Posaune an den Mund, und es sollen Wunder geschehen! Meine Geliebten, glaubt ihr, dass ein Soldat den Willen des Königs getan hat, wenn er ohne Befehl tausend Feinde erlegt? „Der Allmächtige“, das sagt nach dem Hebräischen eigentlich dies: Ich bin gerade so, wie eine Mutter ist. Das Kind glaubt, es glaubt: Mutter,·du hast einen Schoß, hast eine volle Brust, ich muss dich haben; und das Kind zieht mit seinem Schreien die Mutter zu sich. Ein wunderbares Band ist gelegt. – Das will der Herr Gott sagen, wenn er zu Abram spricht: Ich bin der Allmächtige. Könnten wir nur ein wenig warten, wir würden’s erfahren: also ist
Gott! Wie gnädig ist er dem Menschen!


Die Hoffnung wart't der rechten Zeit,
was Gottes Wort zusage:
wann das geschehen soll zur Freud,
setzt Gott kein g’wisse Tage.
Er weiß wohl, wann's am besten ist,
und braucht an uns kein arge List;
des solln wir ihm vertrauen.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 06.08.2014 11:29

Ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir. 1. Mose 17,7

Was ist dieser Bund Gottes, worin besteht er? Gott verbindet sich mit dem Menschen, dass er sei eines armen Menschen Gott, und der Mensch soll sein Kind sein, und es soll der Sünde des Menschen nicht mehr gedacht werden; denn Gott sagt, er habe sie geworfen und werde sie werfen hinter seinen Rücken. Es ist ein Bund, worin es heißt: Die ganze Erde ist dein, wandle vor mir, d. i. vor meinem Angesicht, ich leite dich mit meinen Augen, ich bin mit dir und will dich nicht verlassen noch versäumen: wisse, dass du an meiner Hand auf dem guten Wege bist und sicher in's himmlische Land hinüberkommst. Ich bin dein Gott, nicht wie ich aller Menschen Gott bin, sondern in ganz besonderer Weise, Du hast meinen ewigen Bund, meine ewige Gnade, meine königliche Gewogenheit, hast mich ganz, wie ich bin, mit meinem ganzen Namen, dem Inbegriff aller meiner Tugenden und Vollkommenheiten, mit meiner ganzen Macht, mit meinem ganzen Herzen, mit allem dem, worin ich mich einem Sterblichen offenbaren kann, um ihn glücklich zu machen. Und du bist mein, nicht wie alle andern Geschöpfe, sondern in ganz besonderer Weise, so dass kein Vater so sorgt für seine Kinder, wie ich für dich sorge, dass kein Herr so sorgfältig ist mit seinem Eigentum, wie ich mit dir, keine Mutter so ihr Kind an ihr Herz drückt, wie ich dich mit Liebe umfasse. Du bist mein, und ich will in allen Stücken für dich sorgen, dass du selig wirst; alles, was dir in die Quere kommt, soll dir dazu dienen, dass du um so mehr zubereitet werdest für meine Herrlichkeit, um so mehr genießest meine Gnade, den heilsamen Kelch aufzunehmen, bis du
dereinst in die ewige Herrlichkeit hinübergehst. Das ist der Bund.


Gott hat mir ein Wort versprochen,
Gott hat einen Bund gemacht,
der wird nimmermehr gebrochen, ·
bis er alles hat vollbracht.
Er, die Wahrheit, trüget nicht:
was er saget, das geschieht.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 11.08.2014 06:52

Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, dass sie schwanger ward und gebar über die Zeit ihres Alters. Hebr. 11,11


Im Glauben und nicht an ihren Werken hat Sara Kraft bekommen, dass sie schwanger ward. Wo der Mensch sich am Glauben hält, ist das Unmögliche dem Menschen möglich. Der Glaube ist nicht etwas, was der Mensch in seiner Hand hat, sondern es ist der heilige Geist in dem Menschen, und dieser kommt mit der Verheißung in das Herz hinein, und nichts kann diese Verheißung aus dem Herzen hinwegnehmen. Bald sieht der Mensch darauf, bald hat er keine Augen dafür zu sehen, was Gott gesagt hat, und geht manchmal so seinen Weg. Er ringt mit Gott, und fünf Minuten nachher tut er etwas, dass man sagen sollte: Was ist das? Bist du albern? Ist das in Übereinstimmung mit dem Glauben? Aber das ist dem Glauben eigen: Ich muss. Der Mensch mag sich völlig machtlos befinden und kein Durchkommen sehen durch die Hindernisse, die ihm in den Weg geworfen sind, aber es treibt den Gläubigen eine innere Liebe und eine innere Not. Diese innere Liebe und innere Not ist auch ein Werk des Geistes Gottes; das ist aber dem Menschen unbewusst, eben dem Weib am meisten. Die Not ist da, und wir müssen durch diese Not hindurch und daraus hinweg, damit komme, was Gott, der Allmächtige, gesagt hat. Wo dieses Ringen ist, da ist der heilige Geist Gottes, der Glaube. Man besteht auf Gottes Wort, Verheißung und Zusage. Hat Gott es verheißen, so kommt es. Es kann nicht ausbleiben; es mag gehen, wie es will, und sollte auch kein Rind mehr im Stalle bleiben, es muss kommen. Und Gott? Ihm ist kein Ding unmöglich. So hat Sara die Verheißung geglaubt; und als es Gottes Zeit war, da hat sie Kraft in einem Nu.


Rühmt ihn, der unsern Kummer hört,
dem Trauerhause Trost gewährt!
Er schenkt der Kinderlosen Leben;
sie, die sich sonst verachtet sah,
steht nun als frohe Mutter da;
ihn, ihn soll unser Lob erheben.
Amen

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 12.08.2014 11:55

Also segnete Jakob sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse. Und setzte also Ephraim Manasse vor. 1. Mose 48,20

Es gibt keine Sünde, keine Verdrehtheit, welche größer sein sollte als das Lösegeld, kein Tod, der schrecklicher sein oder mehr Macht haben sollte, als das Leben Jesu. Man kann nicht so weit verirrt sein, oder Gottes Treue kann heraushelfen. Es gibt keine Not, oder Gott tut nicht allein das, dass er errettet, sondern er tut noch mehr. Er lässt nicht allein vergessen des Elendes, sondern er segnet auch so, dass er wachsen lässt. Das sah Jakob mit den Augen des Glaubens, weil er, dass ich es kurz fasse, in dem tiefsten Grund des Verderbens, worin er lag, den Heiland erblickt hat, der aus solcher Tiefe herausführt. Da er dieses gesehen, streckt er seine Hände übers Kreuz aus und sprach erst: Ephraim, und dann, Manasse; denn die Fülle der Fülle ist da. Mit milder, königlicher Hand hat Gott Wunder der Weisheit und Macht zu erblicken gegeben. Wunder der Macht hat er in die Stäubchen, die nur mit bewaffneten Auge gesehen werden können, hineingelegt. Aber nachdem er sein Blut vergossen auf Golgatha, und er mit seinem Blut ins Heiligtum gegangen ist und nun als Hoherpriester segnet, – was hat er da bereitet? dass beide Dinge wahr sind: Manasse, Gott hat mich vergessen lassen alles meines Elendes, aber auch das dazu: Ephraim, er hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elendes. Was er hat mit seiner Hand gepflegt, das soll sein wie die Zeder auf Libanon, man soll die Frucht sehen.

Wohl, wohl dem Mann, der in der Welt
dich, Herr, für seine Stärke hält,
von Herzen deinen Weg erwählet.
Geht hier sein Pfad durchs Tränental:
Er findet auch in Not und Qual,
dass Trost und Kraft ihm nimmer fehlet.
Von dir herab fließt mild und hell
auf ihn der reiche Segensquell.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 14.08.2014 07:43

Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide Söhne Josephs und neigte sich gegen seines Stabes Spitze. Hebr. 11,21

Der alte Patriarch hat das Fleisch Ephraim nicht dem Fleisch Manasse vorgezogen. Er setzte Ephraim Manasse vor, weil er eine mächtigere Wahrheit, welche in dem Namen Ephraim ausgesprochen lag, einer schwächern vorzog, welche in dem Namen Manasse ausgesprochen lag. Er hatte seinen Joseph gesehen, er hatte auch dessen Samen gesehen. Die Kinder werden zu ihm gebracht, um von ihm gesegnet zu werden. Das zweite Kind heißt: Ich werde wachsen. Die Verheißung Gottes, welche er 77 Jahre vorher bekommen, lautete: Ich will dich wachsen lassen. Gott hatte überschwänglich getan. Er sah die Erfüllung vor sich. Darum erfüllte ihn das, was aus dem Munde Gottes gegangen, und was so merkwürdigerweise in dem Namen des einen Kindes ausgesprochen lag, und er zog solches dem vor, was in dem Namen Manasse ausgesprochen lag. Darum sprach er auch: Gott, der mich mein Leben lang genährt hat bis auf diesen Tag, der treue Bundesengel also, der überschwänglich getan über Bitten und Verstehen, der tue nun auch mit diesem Knaben nach seinem Wort. Wachstum hat er verheißen in dem Lande meines Elendes. Wachstum hat er mir inmitten meines Elendes gegeben; dieses Wachstum setze er fort in diesen beiden Knaben, dass sie wachsen und viel werden auf Erden. Darum Ephraim vorgesetzt; liegt doch die Verheißung unseres Gottes so viel höher als unsere Erfahrung. Gott mache es in allen Stücken so mit dir, dass du in ihm das Wort der Verheißung preisest inmitten deines Elendes; so wirst du ihn in Wahrheit preisen, dass er dich aus allem Elend erlöst hat und dich hat vergessen lassen alles deines Unglücks: so setze man Ephraim dem Manasse vor.

Amen, Amen, lauter Amen
hat des treuen Gottes Mund.
Ewig führet er den Namen,
dass er aller Wahrheit Grund.
Was er sagt, trifft alles ein;
es muss Ja und Amen sein.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 18.08.2014 13:55

Dieweil er (Henoch) ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen. 1. Mose 5,24

Aus dem, was Moses von Henoch berichtet, sehen wir, dass Henoch nicht ein Mönch war; denn er zeugte Söhne und Töchter. Im Hebräischen lesen wir: Er wandelte mit Gott und Hebr. 11,5: Er hat Gott gefallen. Was ist das aber nun: Gott gefallen, oder mit Gott wandeln? Das ist: sich an Gott halten, so wie man ist, als ein Mensch, als ein Sünder, als einer, der mitten im Tode liegt, der immer wieder in Not hineinkommt. Wer sich so an Gott hält, den lebendigen Gott, auf Grund dessen, dass er es also will, der wandelt mit Gott oder gefällt Gott. Wir fragen: Haben Adam, Abel, Seth, Enos usw. sich nicht auch an Gott gehalten, mit Gott gewandelt? Ja! Aber der Herr Gott hat seine Menschen, die er als Zeugen hinstellt, und die in der Welt zur Zielscheibe gemacht werden, worauf alle Pfeile geschossen werden müssen, die aus der Hölle und dem Abgrund gegen den Namen des Herrn und seines Gesalbten aufgebracht werden. Und da ist es ein „mit Gott gewandelt haben“, dass jemand sowohl für sein eigenes Gewissen als auch in anderer Gewissen das Dennoch des Glaubens behauptet hat, die wahre Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird. Davon zeugte Henoch im Glauben.

Wie bin ich doch so herzlich froh,
dass mein Schatz ist das A und O,
der Anfang und das Ende.
Er wird mich doch zu seinem Preis
aufnehmen in das Paradeis,
des klopf ich in die Hände.
Amen, Amen,
komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange,
deiner wart' ich mit Verlangen.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 23.08.2014 07:09

Und Gideon teilte die 300 Mann in drei Haufen und gab einem jeglichen eine Posaune in seine Hand und leere Krüge und Fackeln darin. Richt. 7,16

Nur darin liegt das Geheimnis der Macht, dass wir aufhören, selbst voll sein zu wollen, und bei allem Gefühl unserer Leere dort hinaufschauen, wo die Fülle für uns ist. Sind wir ledige Krüge, zerbrechen wir uns selbst angesichts der Feinde, so werden wir erfahren, dass wir glauben und also nicht ledig sind, wiewohl wir ledig sind; erfahren werden wir es, welche da sei die überschwängliche Größe seiner Kraft an uns, die wir glauben nach der Wirkung seiner mächtigen Stärke, welche er gewirkt hat in Christo, da er ihn von den Toten auferweckt hat. Wenn Gott uns leer haben will, geschieht es dazu, auf dass er uns erfüllt habe. Er bläst in diese leeren Krüge, so werden sie voll seines Wortes, obschon wir nichts darin sehen. Er will diese leeren Krüge zerbrochen haben; so wird das Wort, das er in diese leeren Krüge gelegt, mitten unter die Feinde schlagen, so dass sie alle einen Schrecken bekommen und sich hinwegmachen. – Mit dem Vollen kann der Herr nichts ausrichten, mit dem Ganzen auch nichts; mit dem Leeren, mit dem Zerbrochenen tut er große Taten, so dass alle Feinde sich davonmachen müssen, samt Teufel, Tod, Welt und Fleisch und Blut. Wer also voll sein will, der werde leer, ganz leer, so dass kein Tropfen mehr in ihm geblieben sei; der sei und bleibe zerbrochen! Das Wort wird es tun. Und es ist etwas in den leeren Krügen. Von Herzen lieb ich dich, Herr, meine Stärke. O, ich bin schwach! Doch wenn ich auf dich merke, so bin ich stark, mein Fels und Burg bist du. In dir allein ist Sicherheit und Ruh.

Mein Gott, auf den ich mit Anbetung schaue,
mein Herr, dem ich mich ruhig anvertraue,
du deckest mich, bist in der Schlacht mein Schild,
mein Horn des Heils, das mich mit Mut erfüllt.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 25.08.2014 07:28

. . . durch den Glauben. Gal. 3,14

Es ist doch eine wunderbare Gnade Gottes, dass er alles an den Glauben gebunden hat, so gebunden hat, dass, sobald als man glaubt, man ihn hat und mit ihm alles Gute und Befreiung von allem Bösen. Es liegt wohl am Tage, woher es kommt, dass das menschliche Herz sich dagegen sträubt, um aus Gnaden errettet zu sein durch den Glauben, ohne des Gesetzes Werke; denn menschlicher Stolz kann es nicht ertragen, dass ein Mensch mit allen seinen Bestrebungen, mit allen seinen Werken vor Gott nichts gelten sollte, und dass seine Tugend und Kraft, sein Wollen und Laufen nichts sollte ausrichten in Sachen der Seligkeit. Es scheint auch allerdings eine gewagte Sache zu sein, ein Beginnen, welches der Sünde Tür und Tor öffnet: dass ein Mensch sollte Abstand nehmen von dem ganzen Gesetz des „Tue das“, und dass er sich lediglich an den Glauben halten sollte. Denn der natürliche Mensch will erst sehen und empfinden, und kann nichts für wahr halten, was er nicht erst mit seiner Vernunft zu begreifen vermag. Es wird aber der Vernunft je und je ein Rätsel bleiben, dass ein Mensch erst dann dazu kommt, den göttlichen Willen wirklich zu tun, dass er erst dann zu einem gottgefälligen Wandel, zur Tugend, zur wahren Heiligung kommt und gekommen ist, erst dann von der Gewalt der Tyrannei der Sünde befreit wird, wenn er, so arm und elend, wie er ist, so grundverdorben und unrein, wie er sich fühlt und befindet, mit den Augen auf Christum glaubt, dass er Gnade hat.

Ich hatte nichts denn Zorn verdienet
und soll bei Gott in Gnaden sein;
Gott hat mich mit sich selbst versühnet
und macht durchs Blut des Sohns mich rein.
Wo kam dies her? Warum geschicht's?
Erbarmung ist's und weiter nichts.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 27.08.2014 07:04

. . . durch den Glauben. Gal. 3,14

Wie ist nun dieser Glaube beschaffen? So ist er beschaffen, dass er Freude hat an den Worten des Herrn: Dein Heil steht allein bei mir. – Das ist nun ein köstlicher Fund, das die Perle von großem Wert, so das Wie seiner Frucht gefunden zu haben, dass nämlich ein Mensch Gottes alles durch den Glauben hat, es alles durch den Glauben von Christo nimmt und nichts mehr von sich selbst erwartet. Ein solcher Glaube springt und sprudelt hinüber in das ewige Leben. Das sind aber Übertreter, die fortwährend solcher Gnade widerstreben und gegen die königliche Herrschaft der Gnade einen Aufruhr anzetteln, indem sie eine Gerechtigkeit als aus Werken eines Gesetzes aufrichten wollen, und sind darum der Gerechtigkeit des Lebens, des Glaubens feind; denn sie wollen das Leben, die Gerechtigkeit, die Heiligung, die Tugend, die guten Werke in eigener Hand halten. Und das sind Gerechte, Gerechte vor Gott, die da hinschwinden und versinken vor seinem Wort und haben vor solchem Worte und vor dem Gerichte Gottes den Fluch gefühlt und auch als rechtmäßig anerkannt. Solche Gerechte erwarten, seitdem sie ein für allemal einen Strich gemacht haben durch ihre Rechnung, Weg, Namen, Tugend und Frömmigkeit, Kraft und Tüchtigkeit, alles von Gott, alles lediglich von seiner freien Gnade und ewigem Erbarmen. Von sich selbst und aus sich selbst wissen sie nichts mehr von Tugend, von Werken, nichts davon, dass sie etwas könnten oder sollten; sie glauben die Verheißung des Geistes und erhalten solche Verheißung auch durch den Glauben.

Es ist das Heil uns kommen her
von Gnad und lauter Güte.
Die Werke helfen nimmermehr,
sie mögen nicht behüten.
Der Glaub' sieht Jesum Christum an,
der hat gnug für uns all' getan,
er ist der Mittler worden.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 28.08.2014 07:36

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 2. Mose 20,7

Ich decke eine Sünde auf, welche mit uns so verwachsen ist, dass wir von ihrer Strafbarkeit und Gräulichkeit keinen Begriff mehr haben und welche so allgemein verbreitet ist, sowohl unter hohen als niedern Ständen, dass fast niemand mehr sie als Sünde achtet; eine Sünde, welche um sich frisst wie der Krebs, welche alles auflöst, alles Bemühen um das Wohl von Kirche und Staat vereitelt und ungestraft an des Landes und des Volkes, der Städte und der Bürger Herzen zehrt. Morden, Stehlen und Rauben, Empörung wider den Staat, Ungehorsam, wo pünktlicher Dienst erfordert wird, Ehebruch und Verleumdung seines Nächsten werden ans Licht gezogen und gestraft; aber eine Sünde gibt es, weit gefährlicher als der Wurm, der die Pfähle der Deiche zernagt, dass sie zuletzt keiner hohen Flut mehr Widerstand bieten können; eine Sünde, viel mehr verwüstend, viel mehr mit sich wegraffend und in den Abgrund ihrer Wellen hineinstürzend als die verheerendste Überschwemmung; und diese Sünde ist der Missbrauch des heiligen Namen Gottes. Oder sollen wir in dem Selbstbetrug steckenbleiben, dass, weil wir unter dem Evangelio, unter der Gnade leben, das Gesetz uns nichts mehr angehe? Freilich, es ist wohl unsere Art, die zehn Gebote den Kindern zu überlassen, als wären wir darüber hinaus; aber über die Gebote unseres souveränen Gottes kommen wir mit unserm Evangelium nicht hinaus. Sind wir wahrlich unter der Gnade, so erfüllen wir sie, wenn auch nicht wir, so doch die Gnade, die mit uns ist in Christo Jesu; sie werden in uns erfüllt nach dem Geist, und zwar so, dass wir kein Gebot gegen uns haben.

Wer darf zum Herrn auf Zion gehn?
Wer dort an heil'ger Stätte stehn,
wo man ihn auf dem Thron verehret?
Wer rein von Hand und Herzen ist,
wer seines Bundes nicht vergisst,
nie heuchelt, ihm nicht fälschlich schwöret.
Amen

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Beitragvon Peter01 » 29.08.2014 09:35

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 2. Mose 20,7

Soll ich es bezeichnen, wie mancher den Namen, Gottesbausspricht und des Herrn Wort zur Hand nimmt, darausblernt und andere lehrt, bloß um sich selbst zu behaupten,bbloß um die Pein des Gewissens, den inneren Unfriedenbzu stillen, während dem er nicht loslassen will, was er loslassen sollte zur Errettung seiner Seele? Aber noch gräulicher ist der Missbrauch, welcher so häufig gefunden wird, dass man die Gottseligen aufsucht, sich fromm gebärdet, die Einfältigen dadurch betrügt, und das alles nur aus ganz andern Beweggründen, etwa unrein Stück Geld, weil man zu faul ist, um zu arbeiten, weil man das Verdienst in Liederlichkeit und Trunk verschwendet, oder zu faul ist, Gott anzurufen? Da hat man wohl Glauben, andere um ihr Geld und guten Ruf zu bringen, aber keinen Glauben zu dem, der den Elenden herrlich hilft und ruft die Dinge, welche nicht sind, als wären sie da. Aufdecken möchte ich, wie man mit dem Namen Gottes im Munde, mit seinem Wort auf den Lippen, wetterwendisch sein kann, das Gebot fahren lassen kann, um nicht in Gefahr zu geraten, in Gottes Namen der Schlechtigkeit, der Ungerechtigkeit nachgibt und so über sich und andere Gottes Drohung und Strafe herbeiführt, nach dem alten Sprichwort: Alles Unglück beginnt in Gottes Namen. Aber das Gebot ist weit, und das menschliche Herz ein trotziges und verzagtes Ding. Wohl uns, wenn wir die Lehre, wenn wir die Bestrafung zu Herzen nehmen, wenn wir hinschwindend vor Gottes Drohung und Strafe verlegen und bekümmert fragen: Wie wird dies Gebot erfüllt, wie gebrauche ich den Namen des Herrn, meines Gottes, recht, wie heilige ich ihn?

Wend' gnädig weg dein schreckend Angesicht.
Schau nicht mehr her auf meine vielen Sünden,
sie fordern Straf', lass mich Vergebung finden!
Erbarmer, geh' nicht mit mir ins Gericht!
Amen


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