Andachten zum 1.und 2.Petrusbrief

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 08.12.2014 06:53

"... um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlannehmbar durch Jesus Christus" (1. Petr. 2,5).

Alles, was du hast und kannst, solltest du zur Ehre Gottes einsetzen.

In Römer 12,1 mahnt Paulus die Gläubigen, ihre Leiber als "lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer" darzustellen. Das wäre ein Gottesdienst, der Gott gefällt. Aber es hat einmal jemand ganz richtig gesagt, das Problem mit den lebendigen Opfern bestünde darin, dass sie vom Altar herunterkriechen. Daher verlangt ein solches Leben geistliche Disziplin und beständige Abhängigkeit vom Heiligen Geist. Wir Christen sind nicht immer dazu bereit.

Paulus zufolge sind die Motivation und die Fähigkeit zur Selbsthingabe in den schon erfahrenen Gnaden Christi zu finden. In Römer 1 bis 11 nennt er eine Reihe davon, unter anderen Liebe, Gnade, Frieden, Glauben, Trost, Kraft, Hoffnung, Geduld, Freundlichkeit, Herrlichkeit, Gerechtigkeit, Vergebung, Versöhnung, Rechtfertigung, Heilsgewissheit, ewiges Leben, Freiheit, Auferstehung, Sohnschaft, Fürbitte und den Heiligen Geist. Weil du das alles schon bekommen hast, solltest du mit Freuden alle deine Fähigkeiten heiligen Zwecken unterordnen.

Mit dem "Leib" in Römer 12,1 ist auch deine Gesinnung gemeint; denn in Vers 2 heißt es: "Seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung eures Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." Eine veränderte Gesinnung ist er Schlüssel zu einem veränderten Verhalten.

Vor deiner Bekehrung hattest du weder den Wunsch noch die Fähigkeit, solche Opfer zu bringen. Aber weil du in Christus eine neue Schöpfung bist, darfst du deine Glieder nicht der Sünde zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit zur Verfügung stellen, sondern Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit (Röm. 6,13). Ein praktisches Beispiel ist die Enthaltung von sexueller Unmoral. "Dass jeder sein eigenes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarkeit zu gewinnen wisse" (1.Thess. 4,3-4).

Du bist ein heiliger Priester und dein priesterliches Werk beginnt, indem du dich selbst als ein lebendiges und heiliges Opfer darbringst. Willst du das? Bist du ein treuer Priester?

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 09.12.2014 08:09

"... um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlannehmbar durch Jesus Christus" (1. Petr. 2,5).


Das Loben besteht darin, Gottes Eigenschaften und Seine mächtigen Werke auszusprechen.

"Preis den Herrn!" sagen heute viele Christen. Manche sehen das als eine griffige Formel an, andere kommerzialisieren diesen Spruch, andere wieder sehen darin nichts anderes als die Buchstaben "PTL" (Praise The Lord). Aber trotz all dieser Versuche, den Lobpreis Gottes zu trivialisieren, ist und bleibt er der Ausdruck der Liebe und Wertschätzung des Gläubigen Gott gegenüber, der sich ihm in überströmender Güte erzeigt hat. So klingt es aus Davids Herzen, wenn er sagt: "Den Herrn will ich preisen allezeit, beständig soll sein Lob in meinem Munde sein. In dem Herrn soll sich rühmen meine Seele; hören werden es die Sanftmütigen und sich freuen. Erhebt den Herrn mit mir, lasst uns miteinander erhöhen seinen Namen!" (Ps. 34,1-3). Das wird das Lied der Gläubigen in Zeit und Ewigkeit sein!

Gott fordert und verdient dein Lob. Darum heißt es in Hebräer 13,15: "Durch ihn [Christus] nun lasst uns stets ein Opfer des Lobes darbringen! Das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen." Aber was heißt Loben nun eigentlich? Soll man immerfort "Preis den Herrn" sagen?

Aus der Schrift erkennt man deutlich zwei Arten des Lobes. Erstens besteht er darin, die Wesensmerkmale Gottes vor Ihm auszusprechen. Das finden wir besonders im Alten Testament. Zum Beispiel lesen wir in Psalm 104: "Preise den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet" (Vers 1).

Der zweite Aspekt ist das Aussprechen Seiner Werke. In Psalm 107,21-22 heißt es: "Sie sollen den Herrn preisen für seine Gnade, für seine Wunder an den Menschenkindern. Sie sollen Dankopfer darbringen und mit Jubel seine Taten erzählen!"

Zum Loben gehört also, dass ein liebendes Herz ausspricht, wie groß Gott ist, wodurch es Ihn ehrt und sich vor Seiner Majestät verneigt. Außerdem gehört dazu, dass man ausspricht, was Gott für Sein Volk getan hat. Dein Lob sollte diesem Muster entsprechen, dann wird es zu einem wohlannehmbaren geistlichen Schlachtopfer für deinen liebenden Gott.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 10.12.2014 06:34

"Denn es ist in der Schrift enthalten: Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden" (1. Petr. 2,6).


Christus ist die Erfüllung aller messianischen Weissagungen, und in Ihm sind wir für alle Ewigkeit in Sicherheit.

Erste Petrus 2,6 ist eine Umschreibung von Jesaja 28,16, wo es heißt: "Darum, so spricht der Herr, Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, felsenfest gegründet. Wer glaubt, wird nicht [ängstlich] eilen." Jesaja sprach von dem Messias - dem kommenden Christus Gottes. Petrus wendet diese Prophetie des Jesaja, durch den Heiligen Geist inspiriert, auf den Herrn Jesus an.

In Jesajas Weissagung ist mit "Zion" Jerusalem gemeint, das auf dem Berg Zion steht. Der Berg Zion wird im Neuen Testament als Bild für den neuen Bund der Gnade verwendet, während der Berg Sinai den alten Gesetzesbund darstellt. Jesaja sagt damit also, dass Gott den Messias zum Eckstein des neutestamentlichen Tempels, der Kirche, machen würde.

Der Vergleich der Gläubigen mit Steinen und Christi mit dem Eckstein war für die Juden von tiefer Bedeutung. Als der Tempel in Jerusalem gebaut wurde, waren die dazu verwendeten Steine im Steinbruch nach genauen Plänen ausgewählt, behauen und vermessen (1. Kön. 6,7). Erst dann wurden sie auf die Baustelle gebracht und an der bestimmten Stelle eingefügt. Der wichtigste Stein war der Eckstein, auf den hin der ganze Bau ausgerichtet war.

Gott benutzt die gleiche Methode zum Bau des neutestamentlichen Tempels. Seine Steine (die einzelnen Gläubigen) sind vom Heiligen Geist auserwählt und so geformt, dass sie in Gottes Meisterplan für die Kirche passen. Der Herr selbst ist der kostbare Eckstein, der ganz besonders vom Vater auserwählt und vorbereitet wurde, um als Muster zu dienen, nach dem sich alles einzufügen hat. Er ist die Erfüllung der messianischen Verheißungen. Er ist der, auf den man vertrauen kann, ohne enttäuscht zu werden. Das bedeutet: Du bist in Ihm völlig sicher!

Lebe heute in dem Vertrauen, dass Jesus nie einen Fehler macht. Er wird immer Seinen Ratschluss ausführen.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 11.12.2014 07:08

Siehe da, ich lege einen auserwählten, köstlichen Eckstein in Zion, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden. Euch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich. 1. Pet. 2,6.7.

Das Köstlichste, oder besser d e r K ö s t l i c h s t e von allem Köstlichen tritt heute vor uns. In Zion, der Stadt Gottes, ist gelegt der auserwählte köstliche Eckstein, auf dem das ganze Gebäude unserer Seligkeit ruht: J e s u s C h r i s t u s, vom Vater uns gegeben zum ewigen, einzigen Heil. Alles andere hienieden ist sinkender Boden. Wer aber im Glauben sich auf diesen unerschütterlichen Felsen stellt, der kann fröhlich rühmen: Ich habe nun den Grund gefunden, Der meinen Anker ewig hält.

Denen, die an ihn glauben, ist er köstlich. Ihn preisen die Loblieder seiner Erlösten. Er ist ihr herrlichstes, seligstes Gut. Alles andere können sie entbehren, wenn es sein muß; ihn nimmermehr.

Ist er dir köstlich, lieber Leser? Hast du ihn lieb? Du bist so k ö s t l i c h geachtet worden in seinen Augen, daß er sein Leben hingegeben hat, dich zu erkaufen zum Eigentum. Ist er dir nicht k ö s t l i c h genug, daß du um seinetwillen alles hingebest? Denke an Gethsemane und Golgatha! Je mehr du dich in seine Liebe versenkst, desto köstlicher wird sie dir sein; und je mehr du dich ihm hingibst, desto mehr wirst du an ihm haben.


Herr, Du bist das Unentbehrlichste hinieden, Nur Du, nur Du!


D.Rappard

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Beitragvon Peter01 » 12.12.2014 07:00

"Wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden." 1. Petrus 2,6

Habt ihr nie von dem Mann gehört, der sich eines Abends verirrte und, wie er meinte, an den Rand eines Abgrunds kam? Er befürchtete, von der Klippe hinabzufallen! In seiner Angst erfaßte er einen alten Baum und klammerte sich mit aller Kraft an diese schwache Stütze. Er war überzeugt, daß er, wenn er seinen Halt fahren ließe, an irgendeinem furchtbaren Felsen, der dort unten auf ihn wartete, zerschmettert werden würde. Da hing er nun mit Schweiß auf der Stirn und schmerzenden Gliedern. Fieber und Schwäche überfielen ihn, und zuletzt konnte er sich mit den Händen nicht länger halten. Er ließ los und fiel von seiner Stütze hinab. Ungefähr einen Fuß tiefer empfing ihn eine weiche Moosfläche, auf der er unverletzt und vollkommen sicher bis zum Morgen ruhte.

So denken in dem Dunkel ihrer Unwissenheit viele, daß sie verloren wären, wenn sie ihre Sünden bekennen, alle Hoffnung auf sich selbst fahren lassen und sich den Händen Gottes überlassen würden. Sie sind bange, die unsichere Hoffnung aufzugeben, an die sie sich geklammert haben. Laß alles los: das Vertrauen auf deine Werke, deine Gebete, deine Gefühle! Laß los! Weich und sicher wird der Boden sein, der dich empfängt. Jesus Christus in seiner Liebe, in der Kraft seines teuren Blutes, in seiner vollkommenen Gerechtigkeit wird dir sofort Ruhe und Frieden geben. Trenne dich vom Selbstvertrauen und falle in Jesu Arme! Es besteht kein Grund zur Furcht. Nur die Unwissenheit vor dem, was eure ewige Sicherheit sein soll, verursacht Angst. Der Tod der fleischlichen Hoffnung ist das Leben des Glaubens. Laßt das Ich sterben, damit Christus in euch lebt! Klammere dich mit den Wurzeln deines schwachen Glaubens an den Felsen! Erfasse Jesum und halte ihn fest!

Ch.Spurgeon

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Beitragvon Peter01 » 15.12.2014 09:28

,,Euch nun, die ihr glaubt, ist Er köstlich." 1 Petri 2, 7.

Gleichwie alle Ströme ins Meer fließen, so vereinigt sich alle unsre Wonne in unserm Geliebten. Der Glanz seiner Blicke überstrahlt die Sonne; die Schönheit und der Zauber seines Antlitzes ist köstlicher denn die herrlichsten Blumen; kein duftender Wohlgeruch gleicht dem Hauch seines Mundes. Edelsteine aus den Schachten der Erde und Perlen aus des Meeres Tiefe sind wertlos, wenn man sie vergleicht mit seiner Herrlichkeit. Der Apostel Petrus sagt uns, daß der Herr Jesus köstlich ist, aber er sagte uns nicht und konnte es auch nicht sagen, wie köstlich, noch könnte irgend einer unter uns den Wert der unaussprechlichen Gabe Gottes ermessen. Worte vermögen die Köstlichkeit des Herrn Jesu seinem Volke nicht zu schildern, noch völlig darzutun, wie wesentlich Er für unsre Erlösung und Seligkeit ist. Liebe gläubige Seele, hast du nicht mitten im Überfluß eine furchtbare Dürre empfunden, wenn dein Herr fern von dir war? Die irdische Sonne schien, aber Christus hatte sich verhüllt, und darum erschien dir die ganze Welt dunkel; oder es war Nacht, und wenn der herrliche, helle Morgenstern dir untergegangen war, so vermochte kein andrer Stern mehr, dir auch nur einen einzigen Lichtstrahl zu spenden. Was für eine wilde Wüste ist doch diese Welt ohne unsern Herrn! Wenn Er sich ein einziges Mal vor uns verbirgt, so sind die Blumen unsers Gartens dahin; unsre lieblichen Früchte welken; die Vögel hören auf mit ihrem muntern Gesang, und ein Sturm zerstört alle unsre Hoffnungen. Alle irdischen Leuchter zusammen sind nicht imstande, Tageshelle zu verbreiten, wenn die Sonne der Gerechtigkeit verfinstert wird. Er ist die Seele unsrer Seele, das Licht unsers Lichtes, das Leben unsers Lebens. Liebe Seele, was könntest du in der Welt ohne Ihn tun, inmitten ihrer Versuchungen und Nöten? Was könntest du am Morgen beginnen ohne Ihn, wenn du aufwachst und hinausblickst auf des Tages Kämpfe und Mühen? Was könntest du am Abend tun, wenn du matt und müde heimkommst, wenn nicht zwischen dir und Christo sich eine Tür der Gemeinschaft öffnete? Gelobt sei sein Name, Er gibt nicht zu, daß wir es ohne Ihn wagen, denn Jesus verläßt die Seinen nie. Ja, lasse den Gedanken, was das Leben ohne Ihn noch wäre, dir seine Köstlichkeit recht eindringlich ans Herz legen.

C.H.Spurgeon

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Beitragvon Peter01 » 16.12.2014 15:16

"Euch nun, die ihr glaubt, [bedeutet] er die Kostbarkeit" (1. Petr. 2,7).

Liebe zu Christus ist das vornehmste Kennzeichen eines wahren Gläubigen.

Unser Vers spricht von der hohen Wertschätzung des Gläubigen für Christus, im Gegensatz zu Seiner Verwerfung durch die Ungläubigen. Man könnte den ersten Teil des Verses auch übersetzen: "Für euch, die glauben, ist Er kostbar." "Kostbar" bedeutet "wertvoll", "köstlich", "unvergleichlich", "unersetzlich". All das ist Christus; aber nur für Gläubige, die Seinen überragenden Wert erkennen und Ihn dafür liebhaben.

Liebe zu Christus ist das grundlegende Kennzeichen wahrer Gläubiger. An Ihn zu glauben und Ihn zu lieben, ist untrennbar. In Johannes 16,27 sagt der Herr: "Der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt." Und in Matthäus 10,37 sagt Er: "Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig." Gläubige haben eine unüberwindliche und alles überwindende Liebe zu Christus.

Seinen Gegnern erklärt der Herr: "Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben" (Joh. 8,37). Jeder, der wirklich Gott liebt, liebt auch Christus. Seine Feinde behaupteten, Kinder Gottes zu sein; aber ihre Verblendung wurde deutlich, als sie Ihn töten wollten, weil Er Gottes Wahrheit verkündigte. In Wirklichkeit waren sie Kinder des Teufels (Vers 44).

In Johannes 14 fügt der Herr hinzu: "Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten ... Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben ... Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten und mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht" (die Verse 15.21.23-24).

Viele Menschen sind sich nicht im Klaren, was es heißt, ein Christ zu sein. Aber du hast das Vorrecht, dir darüber Sicherheit zu verschaffen: Du bist einer, wenn du Christus hoch schätzt, Ihn innig liebst und diese Liebe durch Gehorsam gegen Sein Wort zeigst. Möge Gott dich reichlich segnen, wenn du heute diesem Ziel nachstrebst.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 22.12.2014 10:08

"Für die Ungläubigen aber [gilt]: >der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Eckstein geworden< und: >ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses.< Da sie nicht gehorsam sind, stoßen sie sich an dem Wort, wozu sie auch bestimmt sind" (1. Petr. 2,7-8).

Die Verwerfung Christi führt zu ewiger Verdammnis.

Israel war eine einzigartige Nation. Gott selbst hatte sie auserwählt, der Wächter über Sein Wort und der Herold Seines Reiches zu sein. Das Alte Testament berichtet, wie Gott jahrhundertelang für dies Volk gesorgt hat, und die Propheten kündeten von dem Einen, der als ihr großer Erretter erscheinen würde. So wartete Israel ungeduldig auf den verheißenen Messias.

Aber diese Geschichte hat ein erstaunliches Ende. Als in der Person Jesu Christi der Messias endlich gekommen war und sich dem Volk vorstellte, untersuchten und prüften ihn die religiösen Führer genauestens und auf jede erdenkliche Weise. Er entsprach aber nicht ihren Vorstellungen. Sie erwarteten einen herrschenden, politischen Messias, der sie augenblicklich vom Römerjoch befreien würde. An einem geistlichen Erlöser bestand für sie kein Bedarf; so lehnten sie Ihn ab und warfen Ihn wie einen wertlosen Feldstein weg.

Der verworfene Eckstein ist zwar für die Gläubigen kostbar; aber für die Ungläubigen bleibt Er "ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses". Über einen "Stein des Anstoßes" stolpert man, wenn man auf dem Wege geht. Und ein Fels des Ärgernisses ist groß genug, einen Menschen zu zermalmen. Damit wird gesagt: Die Verwerfung Christi führt zu geistlichen Verwüstungen ungeheuren Ausmaßes.

Alle, die Christus verwerfen, tun das, weil sie dem Wort ungehorsam sind. Auflehnung gegen das geschriebene Wort führt unausweichlich zur Auflehnung gegen das lebendige Wort. Von solchen Leuten sagt Petrus, dass sie "dazu bestimmt worden sind" (Vers 8). Sie waren nicht dazu bestimmt, Christus zu verwerfen, sondern für das Gericht - aufgrund ihrer Verwerfung Christi. Das ist eine schreckliche Realität, die dich antreiben sollte, jede Möglichkeit zu nutzen, um den Verlorenen die gute Botschaft zu sagen.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 23.12.2014 09:00

Die Priesterstellung der Kinder Gottes Ihr seid das königliche Priestervolk. 1. Petr. 2, 9

Im Alten Testament besaßen allein Aaron und seine Nachkommen das Vorrecht des Priestertums. Im Neuen Testament haben alle, die aus dem Heiligem Geist geboren sind, die Stellung und Würde von Priestern. Der Heilige Geist verleiht Salbung und Weihe zu priesterlichem Dienst. Er wirkt den priesterlichen Sinn. - Von Natur haben wir einen irdischen und selbstischen, ja einen räuberischen Sinn. Priesterlich ist, wer vor Gott steht, Gottes Sache in sich bewegt und auch für andere ein Herz hat. Der weihelose Mensch wühlt im Staub der Erde und hängt am irdischen Plunder. Er gibt Gott nicht, was Gottes ist, sondern raubt die Ehre, die ihm gebührt, die Zeit, die Kraft, den Besitz, die für Gott verwendet werden sollen, und eignet alles sich zu. Das Herz ist eng, es dreht sich alles um das eigene Ich.

Gottesmenschen werden nicht vom Richtgeist beherrscht. Ein priesterliches Herz bricht über andere nicht den Stab, sondern reicht ihnen Stab und Stütze dar. Man führt auch nicht den Gesetzesstab. Man fordert nicht streng von anderen und legt ihnen schwere Lasten auf. Priesterliche Menschen sind nicht Zuchtmeister, sondern haben einen väterlichen, mütterlichen Sinn. - Ihr seid das königliche Priestervolk! Das Priestervolk hat königliches Gepräge, königliche Würde und wird einst zu königlicher Herrschaft gelangen. Als Priester stehen sie nur unter Gott, sie sind befreit von der Menschenknechtschaft. Sie stehen vor Gott und fragen nicht nach der Menschen Urteil. Sie sind los vom Erdentand, sind nicht begraben im irdischen Wesen, sondern stehen darüber, nicht in stolzer Weltverachtung, sondern in tiefster Beugung unter Gott. Wer Gott allein dient, ist ein König, und wenn er auch in äußerer Abhängigkeit, ja auf dem untersten Posten steht.

Das Priestervolk bildet das Königreich Gottes. Sie sind Genossen des Königreichs der Himmel und darum keine Erdenmenschem, sie sind fürstlichen Standes. Sie können königlich geben, sind großzügig, nicht kleinlich, geizig, filzig. Sie können in königlicher Großmut vergeben und sind nicht kleinlich, übelnehmerisch und empfindlich. Auch behaupten sie nicht ihr Recht, sondern können in königlicher Freiheit verzichten, andern Raum geben. Sie bestehen nicht engherzig auf der eigenen Meinung. Der Zweck dieser königlichen Priesterschaft ist: "zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus" (1. Petr. 2, 5). "So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit!" (Hebr. 18, 15) und unter der Welt "priesterlich warten des Evangeliums Gottes" (Röm. 15, 16). Dieses priesterliche Warten des Evangeliums schließt nicht nur das Ausrichten der von Gott gegebenen Botschaft in sich ein, sondern auch die Bereitwilligkeit zum Lassen des Lebens für die Brüder, zum Sichselbsthingeben für eine verlorene Welt. Weil Kinder Gottes diesen königlichen Geist haben, kommen sie auch einst zur Weltregierung: "Sie werden Könige sein auf Erden" (Offb. 5, 10).

C.Eichhorn

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Beitragvon Peter01 » 27.12.2014 09:51

Vom neuen Menschen.

"Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk zum Eigentum, damit ihr verkündiget die Tugenden dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht." 1.Petr. 2,9.


Gott ringt beim Aufbau seiner Gemeinde darum, dass sie Ihm die Stätte seiner Offenbarung, der Tempel seines Geistes und der Organismus seines Christus sei. In ihr will Er seine Aktivität entfalten, an ihr soll sich jene wunderbare Zusage an Mose erfüllen: "Siehe, Ich will alle meine Güte an dir vorüberziehen lassen."

Wo gibt es denn innerhalb der Geschichte eine Stätte, jenen zweiten Raum, wo Gott so seine Herrlichkeit offenbaren kann, wie in seiner Gesamtkirche? Hier wird Gott erlebt in seiner Vergebung und Gemeinschaft, in seiner Kraft und Treue, in seiner Gegenwart und Herrlichkeit.

Gewiss, wir haben als Kirche Christi oft versagt. Wir waren in unserem geschichtlichen Werden und Dienen immer wieder ein tönernes Gefäß. Gewiss wurde auch in uns immer wieder einmal das Bild des ältesten oder das Bild des jüngsten Sohnes sichtbar. Können wir uns aber die Geschichte unseres Volkes denken ohne jene Fußspuren des lebendigen Gottes, die von der Reformation her bis in die jüngste Gegenwart hinein im Leben von Millionen und Abermillionen sichtbar geworden sind? Welch eine Geschichte der Barmherzigkeit in ihrer Vergebung hat sich auf diesem Hintergrund offenbaren können!

Jedoch auch die Kirche ist nicht das Letzte, um das Gott ringt. In ihr und durch sie ringt Er letzthin um die Vollendung seines Königtums. Es ist jenes Königtum, das da durchbrach in unsere Geschichte mit dem Hinabsteigen des Sohnes ins Fleisch. Mit diesem Durchbruch der Welt Gottes in unsere Zeit und Vergänglichkeit, in unsere Knechtschaft und unser Sterben begann die Fülle der Zeit, von der Paulus im Galaterbrief spricht: "Da kam die Fülle der Zeit, indem Gott seinen Sohn sandte, damit Er die dem Gesetz Unterworfenen loskaufe, auf dass uns die Einsetzung in die Sohnschaft würde."

Als Jesus in die Vollmacht seines Vaters einst auch Dämonen austrieb, da sprachen die Pharisäer und Schriftgelehrten: "Er treibt Dämonen aus durch Beelzebub, den Obersten der Dämonen." Sie kannten nichts von der Herrschaft Gottes, für die auch der Tod nicht Tod, die Finsternis nicht Finsternis ist, und daher Leben aus dem Tode und Licht aus der Finsternis zu rufen vermag. Sie sahen nichts von dem Königtum Gottes, das in der Person unseres Herrn und Heilandes ins Fleisch gekommen war. Jesus antwortete ihnen daher: "Wenn Ich aber Dämonen austreibe durch den Geist meines Vaters, ist dann nicht das Königtum der Himmel unter euch getreten?"

J.Kroeker

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Beitragvon Peter01 » 30.12.2014 19:28

"Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht" (1. Petr. 2,9).

Die Auserwählung ist das geistliche Vorrecht, aus dem alle anderen entspringen.

Im Gegensatz zu denen, die zum Verderben bestimmt sind, weil sie Christus verwerfen (1. Petr. 2,8), sind die Christen "ein auserwähltes Geschlecht", das durch Gottes erlösende Gnade zusammengefügt wurde. Das ist Anlass zu der allergrößten Freude!

Unser Vers ist eine Anspielung auf 5. Mose 7,6-9, wo es heißt: "Du bist dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt, dass du ihm als Eigentumsvolk gehörst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind. Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der Herr sich euch zugeneigt und euch erwählt - ihr seid ja das geringste unter allen Völkern -, sondern wegen der Liebe des Herrn zu euch und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten."

Wie Israel ist die Kirche eine erlöste Gemeinschaft Gottes, "auserwählt nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes" (1. Petr. 1,1-2). Bevor die Welt geschaffen wurde, wandte Gott dir Seine Liebe zu und brachte dich in Sein Reich, indem Er dir Seine rettende Gnade gewährte. Das ist die Lehre von der Erwählung.

Das verstehen viele Menschen nicht; aber es ist eine wunderbare Lehre und bringt außerordentlichen Gewinn. Sie erhöht Gott, indem sie Seine Liebe und Gnade elenden Sündern gegenüber groß macht. Sie schließt allen Selbstruhm aus, weil sie bekräftigt, dass du ganz und gar von Gottes Gnade abhängst. Das sollte solche Dankbarkeit in deinem Herzen erwecken, dass du von ganzem Herzen und um jeden Preis ein heiliges Leben führen und Ihm dienen willst. Auch Freude und Kraft sollten daraus erwachsen, weil du weißt, dass Gott dich nie verlässt. Er wird Seine Absichten mit dir vollenden. Du kannst jeder Herausforderung mit der größten Zuversicht auf Seine Durchhilfe entgegentreten.

Freue dich der Auserwählung! Bete Gott an und halte dich an die Leitung des göttlichen Geistes, so wird allen deutlich, dass Er dich auserwählt hat.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 31.12.2014 13:46

"Ihr seid ... ein königliches Priestertum" (1. Petr. 2,9).

Christen dienen dem König und werden eines Tages mit Ihm in Seinem Reich herrschen.

In 2. Mose 19,5-6 sagt Gott zu Israel: "Wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein ... Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein." Sie sollten sowohl Priester als auch königliche Hoheiten sein; aber sie missachteten diesen Bund und verscherzten ihre Privilegien. Nun sind - nach Petrus - die Christen die königliche Priesterschaft Gottes.

Das griechische Wort in unserem Vers für "königlich" wurde auf den königlichen Palast, auf seine Herrschaft, die Krone oder die Monarchie angewendet. In diesem Vers geht es um das Königtum im Allgemeinen. Wir sprechen von dem englischen oder schwedischen Königshaus und meinen nicht ein Gebäude, sondern die königliche Familie. So ist es auch mit Gottes "geistlichem Haus" (Vers 5). Die Gläubigen dienen dem König und werden einmal mit Ihm herrschen, weil sie zu Seiner Familie gehören.

Das wird überall in der Schrift bestätigt. Im Buch der Offenbarung lesen wir: "... und hast sie unserem Gott zu einem Königtum und zu Priestern gemacht" (Offb. 5,10) und: "Sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen" (Offb. 20,6).

Deine königliche Stellung hat einige praktische Konsequenzen für deine tägliche Lebensführung. Zum Beispiel sagt Paulus im Hinblick auf Streitigkeiten unter Christen: "Bringt es jemand von euch, der einen Rechtsstreit mit dem anderen hat, über sich, vor den Ungerechten zu streiten und nicht vor den Heiligen? Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet wird, seid ihr dann nicht würdig, über die geringsten Dinge zu richten? Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden, wie viel mehr [über] Alltägliches?" (1. Kor. 6,1-3).

Vergiss nie, wer du in Christus bist und lass dich nicht durch die Welt aus deiner priesterlichen Rolle drängen.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 02.01.2015 09:43

"Ihr seid ... eine heilige Nation" (1. Petr. 2,9).

Heiligung bedeutet, dass wir immer seltener sündigen und immer häufiger der Gerechtigkeit entsprechen.

Christen sind "eine heilige Nation" - ein Volk, das von Sünde und Hölle befreit in inniger Beziehung zu Gott lebt. Ursprünglich waren die Israeliten Gottes heilige Nation; aber sie haben dies Vorrecht durch Unglauben verspielt. Nun bildet die Kirche, die sowohl aus Heiden als auch aus Juden besteht, dies einzigartige Volk, und das wird so bleiben, bis das Volk Israel Buße tut und den Messias bei Seiner Ankunft annimmt (Sach. 12,10).

Biblische Heiligung ist oft missverstanden worden, was aber nicht zu sein braucht. Als der Heilige Geist dich aus dem Reich der Finsternis führte und dich in das Reich Christi brachte, wurdest du zu dem besonderen Besitztum Gottes. Das bedeutet nicht, perfekt und sündlos zu sein; aber es bedeutet sehr wohl, kein Sklave der Sünde, des Teufels und des Todes mehr zu sein. Das ist die stellungsmäßige Heiligung. Praktische Heiligung besteht darin, im täglichen Wandel immer seltener zu sündigen und immer häufiger der Gerechtigkeit Gottes zu entsprechen.

Die Heiligung sollte nicht mit den falschen Maßstäben für das Heiligsein durcheinander gebracht werden. Da gibt es die Pharisäer, die mit äußerlichen Mitteln heilig werden wollen, oder die Stoiker mit ihrer emotionslosen Pflichthingabe, oder die Mönche, die sich selbst aus der Welt zurückziehen oder die quasi-christlichen Psychologen, die Heiligung durch Selbstbespiegelung, Selbstanalyse und Verbesserung des Selbstwertgefühls ersetzen.

Wahre Heiligung beginnt mit der Liebe zu Christus. Sie - und nur sie - fordert uns zu größerer Heiligung heraus.


Petrus sagt, dass wir "auserwählt sind nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam ... Jesu Christi" (1. Petr. 1,1-2). Der Herr selbst wurde für dich "Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung" (1. Kor. 1,30). In Ihm wurdest du errettet. Das war der Anfang der Heiligung, und in Ihm stehen dir alle Hilfsquellen zur Verfügung, die du bei dem Heiligungsprozess benötigst.

J.MacArthur


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