Andachten zum 1.und 2.Petrusbrief

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Joschie
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Andachten zum 1.und 2.Petrusbrief

Beitragvon Joschie » 29.09.2014 07:19

1Petr 1,1 Den auserwählten Fremdlingen nach Vorkenntnis Gottes.

Ein Christ muß immer von der Welt unterschieden sein; und wenn er lebt, wie er soll, so wird er nicht viel Liebe von ihr genießen, sondern er wird als ein Eindringling und Fremdling behandelt werden, den die Weltbewohner nicht brauchen. Dies ist eine große Lehre, welche sich in den kommenden Jahrhunderten ebenso bewahrheiten wird wie sie sich in den vergangenen Zeiten bewahrheitet hat. Sehen wir in die Geschichte zurück, so finden wir: "Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin." Wir sehen die Christen vertrieben und eingeschlossen in den unterirdischen Höhlen von Rom; wir sehen sie umhergejagt wie Rebhühner, und wo wir in der Geschichte Knechte Gottes finden, da erkennen wir sie an ihrem unterschiedenen und unveränderlichen Charakter - sie waren nicht von der Welt, sondern ein Volk, zerrissen und mit Narben bedeckt; ein Volk, ganz verschieden von den Nationen der Erde. Und wo es zu unserer Zeit kein unterschiedenes Volk gibt, wo keine Menschen sind, welche sich von denen unterscheiden, unter denen sie wohnen, da gibt es auch keine Christen. Denn Christen müssen allezeit von der Welt verschieden sein. Sie sind nicht von der Welt, wie auch Christus nicht von der Welt ist.
C.H.Spurgeon
Zuletzt geändert von Joschie am 01.10.2014 06:59, insgesamt 1-mal geändert.
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,,Durch die Heiligung des Geistes." 1 Petri 1, 2.

Beitragvon Joschie » 01.10.2014 06:58

,,Durch die Heiligung des Geistes." 1 Petri 1, 2. ,,Den Geheiligten in Christo Jesu." 1 Kor. 1, 2. ,,Geheiligt in Gott, dem Vater." Judas 1.

Achtet auf die völlige Einigkeit der drei göttlichen Personen in allen ihren Gnadentaten. Wie gar unverständig und unweise handeln doch diejenigen unter den Gläubigen, welche unter den Personen der Heiligen Dreieinigkeit einen Unterschied machen; die da meinen, der Herr Jesus sei die Verwirklichung alles dessen, was lieblich und huldvoll ist, während der Vater ihnen als der streng Gerechte erscheint, dem aber alle Güte und Freundlichkeit fehle. Ebenso törlich handeln jene, welche den Ratschluß des Vaters zur Rettung der Menschheit und das Versöhnopfer Christi erheben, und darob das Werk des Heiligen Geistes unterschätzen. In den Reichsgottes-Taten der Gnade handelt keine der drei Personen ohne die Mitwirkung der andern. Sie sind in ihrem Wirken ebenso einstimmig und eins, wie in ihrem Wesen. In ihrer Liebe gegen die Auserwählten sind sie eins, und in all den Handlungen, die dieser großen Gnadenquelle entströmen, stehen sie ganz ebenso ungeteilt da. Beachtet dies ganz besonders in Beziehung auf die Heiligung. Während wir wahrheitsgemäß von der Heiligung als von einem Werk des Heiligen Geistes sprechen, müssen wir uns doch hüten, daß wir die Sache nicht so betrachten, als hätten der Vater und der Sohn keinen Teil daran. Es ist ganz richtig, daß man die Heiligung als ein Werk des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes anzusehen hat. Gott der Herr spricht: ,,Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei," und so sind wir ,,sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln sollen." Siehe den hohen Wert, den Gott auf rechtschaffene Heiligung legt, dieweil die drei Personen der Dreieinigkeit dargestellt werden als gemeinschaftlich zusammenwirkend zur Darstellung einer Gemeinde, die da sei ,,ohne Flecken oder Runzeln oder des etwas." Und so mußt auch du, gläubiger Christ, einen hohen Wert auf die Heiligung legen, auf die Reinheit des Lebens und auf einen gottseligen Wandel. Achte das Blut Christi hoch als den Grundstein deiner Hoffnung, aber sprich nie geringschätzig von dem Werk des Heiligen Geistes, welches dich tüchtig macht zum Erbteil der Heiligen im Licht. Heute wollen wir so leben, daß unser Wandel das Werk des dreieinigen Gottes in uns bezeuge.
C.H.Spurgeon
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1Petr 1,3 Gepriesen sei Gott und der Vater unseres..........

Beitragvon Joschie » 02.10.2014 07:37

1. Petrus 1,3 Gepriesen sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesus Chrisus

Dieser Ausruf kommt sowohl bei Petrus als auch bei Paulus vor und gehört zu den Dingen, die durch ihre Unmittelbarkeit die wahre Gesinnung dieser Männer zeigen. Wir bekommen hier einen Einblick in ihr inneres Wesen; und Gott läßt dieses persönliche Element bei der Verkündigung hervortreten, denn es kommt bei ihr nicht bloß darauf an, was wir sagen, sondern auch, was wir sind. - Gottes Wort zu verkündigen, ist unsere Auszeichnung, aber nie ist der einzelne von uns Gottes direktes Sprachrohr. Wir können seine Worte nicht aussprechen, ohne etwas von unserem persönlichen Wesen hineinzubringen. Mancher von uns vermag eine gute Predigt zu halten, aber ein einziger spontaner Satz hat die Kraft, das Ganze entweder zu bestätigen oder über den Haufen zu werfen. »Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.« Ob einer demütig ist oder trotzig, ob durch das Kreuz gewandelt oder noch unverändert, das wahre Wesen muß immer hervortreten, denn Schauspieler kann Gott nicht gebrauchen. Und unser Wesen offenbart sich in unseren Worten.
W.Nee
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1Petr 1,3 Gepriesen sei Gott und der Vater unseres..........

Beitragvon Joschie » 03.10.2014 14:08

1. Petr. 1,3-4 "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der nach seiner großen Barmherzigkeit uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch".

Sieg über die augenblicklichen Verhältnisse bekommst du, indem du auf das ewige Erbe blickst und Gott dafür dankst.

Ein unsagbar hohes Vorrecht hast du als Christ, weil du Nutznießer eines reichen und jetzt schon vorhandenen geistlichen Erbes bist. Der Herr hat uns ein klein wenig davon sehen lassen, wenn Er sagt: "Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, Gesegnete meines Vaters, erbt das Reich, das euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an!" (Matth. 25,34). Das Reich selbst ist Teil unseres Erbes!

Dies Erbe steht jedem Kind Gottes zu. In Hebräer 9,15 heißt es: "Darum ist er [Christus] Mittler eines neuen Bundes, damit ... die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen." Der erhöhte Christus beauftragte Paulus, den Heiden zu predigen, "dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Macht des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind" (Apg. 26,18).

Niemand kann voll erfassen, "was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben" (1.Kor. r2,9). Wenn du allerdings vergisst, ein Königskind zu sein, wirst du auch anfangen, so zu handeln, als sei diese Welt das Einzige, für das du lebst. Dann muss dich Gott immer wieder einmal in die Schule nehmen, um dein Verhalten zu verändern. Doch eines Tages wirst du so sein, wie Gott dich haben wollte und wirst die Herrlichkeit deines Erbes voll erfassen. Bis dahin "sinne auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist" (Kol. 3,2). Richte deinen Blick auf das Erbteil und danke Gott dafür. Das wird dir helfen, über deine gegenwärtigen Umstände hinweg auf die Herrlichkeit zu blicken, die auf dich wartet, wenn Jesus dich heimruft.
J.MacArthur
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Gotteskinder sollen Hoffnungsmenschen sein

Beitragvon Joschie » 04.10.2014 13:25

1. Petr. 1, 3 Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung!

Gotteskinder sind nicht befriedigt von der Gegenwart. Sie gehen nicht auf im augenblicklichen Wohlsein. Sie haben den Herrn Jesus, aber eben darum strecken sie sich aus nach dem kommenden Heiland. Sie haben ewiges Leben, aber eben darum sehnen sie sich, daß auch der Leib des Todes teilhabe am unvergänglichen Wesen. Sie sind Menschen der Sehnsucht, die zur vollkommenen Anschauung Gottes gelangen möchten. Eine lebendige Hoffnung ist eine, die nicht stirbt. Alle irdischen Hoffnungen sterben, wenn der Mensch stirbt, mit ihm. Und wie viele Hoffnungen müssen wir auch während unseres Lebens schon begraben! An fehlgeschlagenen Hoffnungen fehlt es in keinem Leben. Viele werden dadurch bitter und lebensunlustig. Aber auch wenn irdische Hoffnungen sich verwirklichen, so bleibt die Erfüllung doch weit hinter der Erwartung zurück. - Eine Hoffnung gibt's, die nicht mit uns ins Grab sinkt. Ihre Erfüllung wird alle Erwartungen noch weit übertreffen. Es ist die Hoffnung auf das unvergängliche, unbefleckte und unverwelkliche Erbe Gottes. Diese Hoffnung ist kein Traum. So gewiß Jesus auferstanden und zur Herrlichkeit eingegangen ist, so gewiß werden auch wir leben, mit ihm erben und seine Freude teilen. Unaussprechlich und herrlich wird diese Freude sein. Soviel man von ihr sagt, sie ist nicht auszusagen. Und eine herrliche, eine "verklärte" Freude wird's sein. Die jetzige Freude, auch die der Gotteskinder, ist nicht immer eine völlig reine. Es mischt sich oft noch Seelisches mit ein, Selbstgefälligkeit und irdisches Behagen. Einst ist es die reinste, ewig dauernde Geistesfreude, die keinen bitteren Nachgeschmack hat. - An eine große Bedingung aber ist diese Hoffnung geknüpft. Nur wer wiedergeboren ist, kann und darf sie hegen. An dieses irdische Leben knüpfen sich irdische Hoffnungen. Wer in das himmlische Leben aus Gott eingeführt wird, dem geht eine neue, himmlische Hoffnung auf. Ein Gotteskind werden und auf das Erbe des großen Gottes warten, das ist unzertrennlich miteinander verknüpft. - Es hoffen auch unwiedergeborene Menschen auf ein besseres Jenseits. Aber diese Hoffnung hat keinen tieferen Grund. Sie sind nicht berechtigt, diese Hoffnung zu hegen. Sie ist angemaßt und hat auch keinen Halt in ihren Herzen. Kommt etwas Schweres, so sind sie trostlos. Naht der Tod, so merkt man, daß sie nichts Gewisses in sich haben, was die Todesfurcht besiegt. Gotteskinder hingegen haben die sicherste Aussicht, einst in den vollen Besitz aller Güter ihres Vaters zu gelangen. Diese Hoffnung ist lebendig und belebt und erhebt aus den Niederungen des Erdenlebens, sie stärkt und hält aufrecht im Leid, sie erfüllt mit Freude auch in schweren Zeiten. Sie ist kein Phantasiegebilde, sondern hat einen festen Grund. Denn wir haben einen lebendigen Heiland.
C.Eichhorn
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1. Petr.1,3."Gepriesen sei der Gott und Vater unseres .

Beitragvon Joschie » 05.10.2014 17:52

1. Petr. 1,3. "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus!"

Gott hat dich reich gesegnet und ist es wert, gepriesen zu werden.

Die Quelle deines ewigen Erbes ist Gott, den Petrus auf verschiedene Weise beschreibt. Zuerst ist Er unser "gepriesener" Gott (1. Petr. 1,3). Das mit "gepriesen" wiedergegebene Wort weist darauf hin, dass man die richtigen Worte für das findet, was Gott ist und tut. Das kann sich nur in Lobpreis, Bewunderung und Anbetung ausdrücken. Der Lobpreis des Petrus ist uns ein Beispiel, dem wir folgen sollen. Unser Gott ist ganz besonders zu preisen im Lichte des herrlichen Erbes, das Er uns in Seinem Sohn geschenkt hat (Vers 4).

"Vater", das war eine ganz neue Bezeichnung Gottes für die Juden zur Zeit des Petrus. Die bekanntesten jüdischen Segnungen redeten von Gott als dem Schöpfer des Alls und von dem Erlöser und Befreier Seines Volkes aus Ägypten, aber nicht von dem Vater (z.B. 1. Mo. 14,20; 24,27; 2. Mo. 18,10). Doch jetzt haben wir durch Christus "einen Geist der Sohnschaft ... empfangen, in dem wir rufen: Abba [lieber Vater], Vater!" (Röm. 8,15).

So wunderbar die Vaterschaft Gottes ist, so sagt doch Petrus in erster Linie nicht, Gott sei unser Vater, sondern der Vater Christi. Diese einzigartige Beziehung bestätigt die Göttlichkeit Christi (vergl. Joh. 10,30-33). Gott ist erst in zweiter Linie der Vater der Gläubigen, weil Er sie durch Christus erlöst und in Seine Familie aufgenommen hat (Gal 4,4-6).

Indem Christus als "unser Herr Jesus Christus" bezeichnet wird (1. Petr. 1,3), hebt Petrus das Erlösungswerk hervor. "Herr" spricht von souveräner Herrschaft; "Jesus" ist sein Name als Gott im Fleisch; und "Christus" stellt Ihn als den Messias, den gesalbten König dar.

Die letzte Beschreibung Christi finden wir in dem Fürwort "unseres". Er ist "unser Herr Jesus Christus", ein persönlicher Herr und Retter - keine entfernte, unpersönliche Gottheit. Er schuf und errettete dich, weil Er dich liebt und weil Er jetzt in alle deine Lebensbezüge ganz nah hinein genommen werden will.

Welch einem herrlichen Gott dienen wir! Bete Ihn heute an, wie Er es würdig ist, angebetet zu werden.
J.MacArthur
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"... Nach seiner großen Barmherzigkeit" 1. Petr. 1

Beitragvon Joschie » 06.10.2014 07:16

"... Nach seiner großen Barmherzigkeit" 1. Petr. 1,3

Jeder Aspekt unseres physischen und geistlichen Lebens ist ein Zeugnis der Barmherzigkeit Gottes.

Als Gott dich errettete und dir ein ewiges Erbteil schenkte, tat er es nicht, weil du etwas Besonderes bist oder seine Liebe und Gnade mehr als andere verdient hättest. Er tat es, weil Er sich in Seiner souveränen Gnade entschieden hatte, dich zu lieben und Seine große Gnade und Barmherzigkeit über dir auszugießen. Darum sagt Paulus: " Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat um seiner vielen Liebe willen, womit er uns geliebt hat, auch uns, die wir in den Vergehungen Tote waren, mit dem Christus lebendig gemacht - durch Gnade seid ihr errettet!" (Eph. 2,4-5). Er "errettete uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vorgebracht, wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit" (Tit. 3,5).

Wegen seiner großen Barmherzigkeit kommt Gott dem traurigen Zustand der Menschheit entgegen. Nicht-wiedergeborene Menschen sind völlig verloren, tot in Übertretungen, der Sünde versklavt, verflucht zu ewiger Verdammnis, unfähig sich selbst zu helfen; sie haben es verzweifelt nötig, dass jemand kommt, um ihnen Gnade und Erbarmen zu erweisen. Das ist die gute Botschaft des Evangeliums: Gott liebt Sünder und erweist seine Gnade jedem, der willig ist, auf ihn sein Vertrauen zu setzen.

Die Barmherzigkeit mildert Gottes Gericht. Der puritanische Schriftsteller Thomas Watson sagt: "Die Barmherzigkeit versüßt alle anderen Eigenschaften Gottes ... Als das Wasser bitter war und Israel es nicht trinken konnte, warf Mose ein Holz hinein; dadurch wurde es süß. Wie bitter und furchterregend wären die anderen Eigenschaften Gottes, würden sie nicht durch die Barmherzigkeit versüßt! Barmherzigkeit setzt Gottes Kraft zu unserer Hilfe in Bewegung; sie lässt Seine Gerechtigkeit uns zum Freunde werden und sie wird uns unsere Mühsal vergelten" (A Body of Divinity [Edinburgh: The Banner of Truth, 1978], S. 94).

Die einfache Tatsache, dass wir noch am Leben sind, zeigt uns, wie barmherzig Gott uns gegenüber ist. In Klagelieder 3,22-23 steht: "Die Gnadenerweise des Herrn sind nicht zu Ende, ja, sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu. Groß ist seine Treue."

Einerlei in welcher Situation du steckst, Gottes Barmherzigkeit ist weit größer als alle deine Bedürfnisse. Psalm 108,5 sagt uns: "Groß ist deine Gnade über die Himmel hinaus." So fasse Mut und blicke unablässig auf Ihn!
J.MacArthur
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Beitragvon Peter01 » 07.10.2014 09:03

J.MacArthur "Gott, ... der uns wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten" (1. Petr. 1,3).

Jeder empfängt ein ewiges Erbteil - entweder den Himmel oder die Hölle.

Wir haben jetzt mehrere Aspekte des Erbteils der Gläubigen kennen gelernt und wir werden in den folgenden Tagen noch einige hinzulernen. Dabei müssen wir uns allerdings klar sein, dass auch Ungläubige ein Erbteil zu erwarten haben; denn der Herr Jesus wird zu ihnen sagen: "Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln ... Und diese werden hingehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber in das ewige Leben" (Matth. 25,41.46).

Nur Christen empfangen ewiges Leben und ein königliches Erbteil. Als du Jesus Christus als deinen Herrn und Retter annahmst, wurdest du eine neue Schöpfung in Christus und dein Leben begann sich um Ihn zu drehen und nicht mehr um dich selbst. Der Heilige Geist zog bei dir ein und begann dein Wesen und deine Handlungen zu verändern. Das ist die Wiedergeburt! Das ist ein völliger Neuanfang, nur dass du diesmal Gottes Ehre im Sinn hast und nicht weltliche Vergnügungen oder Ziele.

Außerdem wurdest du mit deiner Errettung ein Erbe Gottes und Miterbe Christi (Röm. 8,17). Somit war die Wiedergeburt das Mittel zu deiner Errettung und zu deinem ewigen Erbteil.

Wenn ich das so sage, muss ich dich ermahnen, wie auch Paulus die Korinther ermahnte: "Untersucht euch! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid" (2. Kor. 13,5). Du willst dich doch in Bezug auf dein Verhältnis zu Christus nicht selbst betrügen! Nur wenn du an den lebendigen Herrn glaubst, hast du eine lebendige Hoffnung und ein herrliches ewiges Erbteil. Alles andere führt zu dem Erbteil ewiger Verdammnis.

Der Herr sagt: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist" (Joh. 15,25). Werde dir klar darüber, dass dein Glaube fest auf Ihn gerichtet ist.

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Beitragvon Peter01 » 08.10.2014 11:27

1Petr 1,4 "... zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbteil" (1. Petr. 1,4).

Dein ewiges Erbteil kann dir nie geraubt werden.

Trotz der Sicherheiten von Bankkonten, Aktien, Pfandbriefen und Tausenden von anderen Anlagemöglichkeiten, geht jeder irdische Besitz schließlich verloren. Wenn er nicht gestohlen wird oder seinen Wert bei einem Börsenkrach oder einer Rezession verliert, wird der Tod dich davon scheiden. Das ist unausweichlich! Darum sagt der Herr: "Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motten oder Rost zerstören und wo Diebe durchgraben und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost zerstören und wo Diebe nicht graben noch stehlen!" (Matth. 6,19-20).

Der Einfluss der Sünde wirkt sich nicht nur auf die Finanzen aus - er beeinflusst alles. Paulus sagt: "Die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen ... auf Hoffnung hin, dass auch selbst die Schöpfung von der Knechtschaft der Vergänglichkeit freigemacht werden wird zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt" (Röm. 6,20-22). Nichts auf Erden entrinnt der Zerstörungsmacht der Sünde.

Aber unser ewiges Erbteil gleicht nicht den irdischen Schätzen. Es ist unvergänglich, unbefleckt und unverwelklich (1. Petr. 1,4). "Unvergänglich" bedeutet, es ist unzerstörbar und nicht dem Verfall preisgegeben. Das hier verwendete griechische Wort beschreibt ein Land, das nie überfallen oder von einem einmarschierenden Heer geplündert wurde. Das bedeutet: Dein geistliches Erbteil ist sicher und kann von keinem Eindringling zerstört werden - nicht einmal von Satan selbst. "Unbefleckt" heißt: nicht von Sünden besudelt. Mit "unverwelklich" ist eine Schönheit gemeint, der die Zeit nichts anhaben kann. Petrus braucht dasselbe Wort in 1. Petrus 5,4, um den unverwelklichen Siegeskranz der Herrlichkeit zu beschre iben, den treue Hirten von Christus bei Seiner Wiederkunft verliehen bekommen.

Dein Erbteil ist einzigartig unter allen Schätzen. Niemand kann es stehlen und nichts kann es verderben oder in irgendeiner Weise verringern. Es ist dein Eigen und du kannst es bis in alle Ewigkeit bis zum Äußersten genießen. Lass dich nicht von der Freude an diesem ewigen Reichtum abhalten, indem du vergänglichen Dingen nachjagst.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 10.10.2014 06:25

die ihr in der Kraft Gottes durch den Glauben ... bewahrt werdet. 1. Petrus 1,5

Gottes bewahrende Kraft ist an eine Bedingung geknüpft. Wir werden bewahrt durch den Glauben. Nur wenn wir ihm ganz vertrauen, kann er uns behüten. Um seinen Schutz zu erfahren, müssen wir aus ganzem Herzen an seine Verheißung glauben. Wenn wir Zweifel daran hegen, daß wir bei Versuchungen von ihm gehalten werden, zweifeln wir dann nicht an seiner bewahrenden Kraft überhaupt? Denn nicht wir müssen uns mit dem Satan und seinen Verführungen herumschlagen. Jeden Morgen sollten wir Gott beim Aufstehen sagen: »Ich danke dir, daß du mich gestern bewahrt hast. Ich weiß nicht; welche Versuchungen heute an mich herantreten und wie ich sie überwinden werde, aber ich vertraue auch heute auf dich, daß du mir hindurchhilfst!« Verlassen wir uns also ganz auf ihn, unseren Gott der Kraft. Dann wird irgend etwas die feurigen Pfeile des Bösen, so unvorhersehbar sie auch kommen mögen, auf wunderbare Weise von uns abwehren. Das ist der Schild des Glaubens.

W.Nee

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Beitragvon Peter01 » 11.10.2014 15:21

Ein "Erbteil, das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, [die] bereit[steht], in der letzten Zeit geoffenbart zu werden" (1. Petr. 1,4-5).

Dein ewiges Erbteil ist doppelt sicher; du bist für das Erbe und das Erbe ist für dich aufbewahrt.

Als Petrus diesen ersten Brief schrieb, standen die Verhältnisse für die Christen im römischen Weltreich überhaupt nicht gut. Weil sie den Kaiser nicht als Gott anbeten wollten und auch an den sündigen Praktiken der Heiden nicht teilnahmen, betrachtete man die Christen mit Argwohn und Geringschätzung. Nero hatte sie angeklagt, Rom angezündet zu haben (in Wirklichkeit hatte er es selbst getan); so wuchsen Zorn und Hass ihnen gegenüber ins Unermessliche.

Petrus schrieb, um sie - und damit alle Gläubigen - zu ermuntern, ihren Glauben auch unter Verfolgung auszuleben, gerade so wie es der Herr Jesus getan hatte, als Er ungerecht leiden musste (siehe 1. Petr. 2,21-23). Er erinnert sie daran, dass sie nach allem Leiden dieses Erdenlebens von Gott mit einem Erbteil belohnt werden, das ewig sicher ist, weil es für sie im Himmel aufbewahrt wird.

Wenn in 1. Petrus 1,4 steht, das Erbteil werde "aufbewahrt", so muss es schon vorhanden sein. Es wird in der Gegenwart für uns gehütet und immer in Sicherheit sein. Der Aufbewahrungsort ist der Himmel, "wo weder Motte noch Fraß zerstören und wo Diebe nicht durchgraben und stehlen!" (Matth. 6,20). "Und alles Unreine wird nicht in sie hineinkommen, noch [derjenige], der Gräuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buche des Lebens des Lammes" (Offb. 21,27). Es gibt keinen sichereren Platz!

Nicht nur wird das Erbe für dich aufbewahrt, sondern du wirst auch für das Erbe aufbewahrt! Das meint Petrus, wenn er sagt: "zu einem Erbteil ..., das in den Himmeln aufbewahrt ist für euch, die ihr in der Kraft Gottes durch Glauben bewahrt werdet zur Rettung, [die] bereit[steht], in der letzten Zeit geoffenbart zu werden" (1. Petr. 1,4-5). Die allmächtige, souveräne Kraft Gottes wird dich ohne Unterlass bewahren, bis Sein Werk in deinem Leben vollendet ist. Dann wird er dir die Herrlichkeit schenken - die Fülle der Errettung, zu welcher du erlöst worden bist.

Du brauchst den Verlust deines Erbes nicht zu befürchten. Stattdessen freue dich der Bewahrung deines barmherzigen Gottes.

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 13.10.2014 05:57

Ihr werdet euch freuen, die ihr jetzt traurig seid in mancherlei Anfechtung. 1 Petr. 1, 6.


Das Volk Gottes hat seine Prüfungen und Leiden. Diese Wahrheit ist so alt, als die ewigen Hügel, denn Leiden waren in den Bund Gottes mit seinem Volke einbedungen, und dieser Bund ist so alt als die ewigen Berge. Als Gott sein Volk erwählte, hatte er nicht die Absicht, dasselbe ohne Prüfungen und Leiden zu lassen; er hat es nicht erwählt zu Frieden und Sicherheit, zu beständiger Glückseligkeit hienieden, und zu Freiheit von Krankheit und den Schmerzen der Sterblichkeit. Im Gegenteil, als Gott den Bund machte, machte er auch die Rute des Bundes dazu; und als er den Freiheitsbrief für sein Volk verfaßte, da verfaßte er auch den Gnadenbrief der Züchtigungen; und als er uns die Urkunde der Erbschaft zustellte, übergab er uns auch die Rute neben den Gegenständen, die wir beerben sollen. Prüfungen sind ein Teil unsres Loses; sie wurden in Gottes feierlichem Rat für uns bestimmt; und so gewiß als die Sterne von seiner Hand gebildet wurden, so gewiß wurden auch unsre Leiden in seiner Waage gewogen. Er hat im voraus ihre Zeit, ihren Ort, ihre Stärke, ihre Wirkungen bestimmt. Kinder Gottes sollen also nie erwarten, den Nöten ausweichen zu können; ein Versuch dieser Art wird ihnen mißlingen. Keiner ihrer Vorgänger ist den Leiden entgangen.

"Der Weg der Not, und dieser Weg allein Führt zu dem Land, wo ewig Freud' wird sein."

Doch wer unter den Leiden in der Erkenntnis seines Herrn und Meisters ausharrt und seine Gebote bewahrt, der darf glauben, daß er ein Christ, ein Kind Gottes ist - denn Beständigkeit, Beharrlichkeit und Geduld sind die echten Kennzeichen der Kreuzeshelden und der unbezwinglichen Streiter des Herrn. Das ist kein tapferer Held, der, wenn er durch andere von der Unangreifbarkeit einer Festung hört, diese nicht anzugreifen wagt; aber der ist ein rechter Soldat und tapferer Befehlshaber, der unter Rauch und Sturm, im Geräusch und Getümmel der Schlacht, ruhig seine Befehle gibt, wacker kämpft und nach allen Seiten hin seine Pflicht tut. Ein solcher wird von seinem Meister die Ehrenkrone erlangen. Darum, o Christ! halte an deinem Meister, auch im Rauch, halte fest an Ihm auch in der Prüfung, welche dich reinigen und bewähren, dein inneres Wachstum mehren und dir über alle Maßen großen Gewinn bringen soll.

C.H.Spurgeon

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Beitragvon Peter01 » 14.10.2014 06:01

"Darin jubelt ihr ..." (1. Petr. 1,6).

Das Sinnen über das ewige Erbteil sollte dich mit einer Freude erfüllen, die alle zeitlichen Umstände überwindet.

Freude ist ein Hauptthema der Schrift. Der Psalmist sagt: "Jubelt, ihr Gerechten, über den Herrn; den Aufrichtigen geziemt Lobgesang" (Ps. 33,1); "Jubeln sollen meine Lippen, wenn ich dir spiele und meine Seele, die du erlöst hast" (Ps. 71,23).

Selbst von der Schöpfung wird gesagt, dass sie dem Herrn zujubelt: "die Aufgänge des Morgens und des Abends lässt du jauchzen ... Es freue sich der Himmel und es frohlocke die Erde! Es brause das Meer und seine Fülle! Es frohlocke das Feld und alles, was darauf ist! Auch alle Bäume im Wald sollen jubeln vor dem Herrn! Denn er kommt, denn er kommt, die Erde zu richten" (Ps. 65,8; 96,11-13; 98,8-9).

Freude ist das besondere Vorrecht jedes Gläubigen, und das völlig unabhängig von seinen Umständen. Du magst unsägliches Herzeleid und viel Verfolgung um Christi willen erdulden; trotzdem möchte Gott, dass du auch in den bittersten Trübsalen eine tiefe Freude empfindest. Darum sagt Petrus: "Freut euch, in soweit ihr der Leiden des Christus teilhaftig seid, damit ihr euch auch in der Offenbarung Seiner Herrlichkeit jubelnd freut!" (1. Petr. 4,13).

In 1. Petrus 1,6-9 werden uns fünf Elemente genannt, die trotz Trübsalen Freude ins Leben der Christen bringen. Das erste ist dein sicheres Erbe; denn davon spricht Petrus, wenn er sagt: "Darin jubelt ihr" (Vers 6). Zu den anderen Elementen gehören: ein erprobter Glaube, die versprochene Herrlichkeit, persönliche Gemeinschaft und eine gegenwärtige Erlösung (die Verse 6-9), worüber wir in den nächsten Tagen nachdenken werden.

Das in 1. Petrus 1,6 mit "jubeln" wiedergegebene griechische Wort drückt keine gewöhnliche Freude aus. Petrus braucht hier einen stärkeren und intensiveren Ausdruck, um zu zeigen, dass es hier nicht um irdische und zeitliche Freuden geht, sondern um eine in der Ewigkeit begründete, tiefe, geistliche Glückseligkeit.

Solcherart ist die Freude, die Gott denen schenkt, die auf Ihn vertrauen und die über die zeitlichen Trübsale hinweg auf die Herrlichkeit ihres ewigen Erbes schauen. Möge auch dein Blick dahin gerichtet sein!

J.MacArthur

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Beitragvon Peter01 » 15.10.2014 06:30

"Darin jubelt ihr, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es nötig ist, in mancherlei Versuchungen betrübt worden seid, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer befunden wird als die des vergänglichen Goldes, das durch Feuer erprobt wird zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi" (1. Petr. 1,6-7).

Erprobter Glaube bringt Freude und Zuversicht.

Obwohl manche Christen fürchten, Trübsale und Verfolgung könnten ihnen die Freude rauben, lehrt Petrus gerade das Gegenteil. Tatsächlich sagt er, dass die Freude nicht trotz der Trübsale, sondern durch sie kommt. Darum kannst du so schnell deine Freude verlieren, wenn du an der Errettung zweifelst; aber wenn dein Glaube erprobt ist und sich als echt erwiesen hat, wird der Zweifel verschwinden und du wirst wahre Freude und Sicherheit genießen.

Jede Trübsal, die dir begegnet, ist dazu bestimmt, deinen Glauben zu testen und zu vervollkommnen; und Gott steuert alles so, dass dieser Zweck erreicht wird. Vers 6 sagt uns, Trübsale seien zeitlich, nötig, betrübend und vielgestaltig; doch sollten sie nie deine Freude zunichte machen. Gott wird nicht erlauben, dass du mehr erdulden musst, als du ertragen kannst (1. Kor. 10,13).

Petrus gebraucht das Bild eines Metallurgen oder Goldschmiedes, um den Reinigungsprozess zu beschreiben, der den erprobten Glauben hervorbringt (Vers 7). Das Feuer sind die Trübsale und der Glaube ist das reine Gold; so reinigt Gott dich durch die Trübsale, um die Reinheit deines Glaubens zu offenbaren.

Das ist ein passendes Bild, weil Gold das kostbarste Metall ist und der gesamte Geldverkehr dadurch bestimmt wird. Aber so wertvoll Gold auch ist, erprobter Glaube ist unendlich wertvoller. Gold ist zeitlich und vergänglich; erprobter Glaube ist ewig.

Darum fürchte dich nicht vor Trübsalen, wenn sie dir auf deinen Wegen begegnen. Begrüße sie als Möglichkeit, zu zeigen, dass dein Glaube Wirklichkeit ist. Habt Mut! denn "der Gott der Gnade ... der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus, er selbst wird euch, die ihr eine kurze Zeit gelitten habt, vollkommen machen, stärken, kräftigen, gründen" (1. Petr. 5,10).

J.MacArthur

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 16.10.2014 11:32

,,Auf daß euer Glaube rechtschaffen erfunden werde." 1 Petri 1, 7.

Ein Glaube, der nicht durch Prüfungen hindurch gegangen ist, mag ein echter Glaube sein, aber dann ist er jedenfalls ein kleiner Glaube, und er wird ohne Zweifel winzig und zwerghaft bleiben, so lange ihm die Bewährung durch die Prüfung fehlt. Der Glaube gedeiht nie so herrlich, als wenn sich alles gegen ihn vereinigt: Stürme sind seine Zuchtmeister, und Blitze seine Lehrer. Wenn Windstille herrscht auf dem Meere, so mögt ihr Segel aufhissen, so viel ihr nur immer wollt, das Schiff kommt dem Hafen nicht näher; denn auf einem schlummernden Meere ruht auch das Steuer. Wenn aber die Winde heulend stürmen, wenn die Wogen sich erheben, dann eilt das Schiff mit Adlersschnelle dem ersehnten Hafen zu, ob auch das Verdeck von den Wellen überflutet wird, und die Masten unter dem Druck der vollen, schwellenden Segel seufzen und ächzen. Keine Blumen sind von so glänzend blauer Farbe wie die, die am Fluß der eisigen Gletscher wachsen; keine Sterne schimmern so hell wie die, die am nördlichen Himmel strahlen; kein Wasser schmeckt so erquickend wie das, das mitten in der öden Wüste entspringt; und kein Glaube ist so köstlich wie der, der mitten im Unglück sich lebendig erhält und allen Widerwärtigkeiten siegreich widersteht. In Trübsal geduldiger Glaube bringt Erfahrung. Du hättest nicht an deine Ohnmacht glauben können, wärest du nicht genötigt worden, durch die reißenden Ströme zu gehen; du hättest nie Gottes Macht erfahren, wenn sein Arm dich nicht mitten in den Wasser-Fluten getragen hätte. Der Glaube wächst an Festigkeit, Gewißheit, und Innigkeit umso freudiger, je mehr er durch Trübsale bewährt wird. Der Glaube ist köstlich; nicht minder köstlich ist auch seine Prüfung. Aber das entmutige euch nicht, die ihr noch jung seid im Glaubensleben. Ihr werdet noch Prüfungen genug zu ertragen bekommen, ohne daß ihr sie sucht: zur rechten Zeit wird euch ein volles Maß der Prüfung zuteil werden. Wenn ihr aber jetzt noch nicht die Früchte einer langen Erfahrung genießen könnt, so dankt Gott für die Gnade, die ihr empfangen habt; lobet und preiset Ihn für die Stufe heiliger Zuversicht, zu welcher ihr hindurchgedrungen seid; gehet einher nach dieser Regel, so werdet ihr je mehr und mehr von Gott gesegnet und begnadigt werden, bis daß euer Glaube Berge versetzt und euch auch das Unmögliche möglich macht.


C.H.Spurgeon


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