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Zitate,Sprüche und Lieder

Verfasst: 05.05.2020 09:13
von Joschie
„Sind wir noch brauchbar?

:arrow: Nicht Genies, nicht Zyniker, nicht Menschen Verächter, nicht raffinierte Taktiker, sondern schlichte, einfache, gerade Menschen werden wir brauchen. Wird unsere innere Widerstandskraft gegen das uns Aufgezwungene stark genug und unsere Aufrichtigkeit gegen uns selbst schonungslos genug geblieben sein, dass wir den Weg zur Schlichtheit und Gradheit wiederfinden?“
Aus „Nach zehn Jahren“ von Dietrich Bonhoeffer

Zitate,Sprüche und Lieder

Verfasst: 05.07.2020 16:04
von Joschie
Auch im christlichen Leben lernt man nicht ohne Lehrgeld. Man kann vieles wissen, aber es haftet im Leben nicht, wenn es nicht persönlich erfahren wird.
Hermann Heinrich Grafe

Zitate,Sprüche und Lieder

Verfasst: 07.10.2020 15:58
von Joschie
Je weniger Gepäck, desto leichter reist man - auch durch dies Leben der ewigen Heimat zu.
Hermann Heinrich Grafe

Endlich bricht der heiße Tiegel

Verfasst: 02.11.2020 19:35
von Erdenpilger
Endlich bricht der heiße Tiegel

Endlich bricht der heiße Tiegel,
und der Glaub' empfängt sein Siegel,
gleich dem Gold, im Feu'r bewährt;
zu des Himmels höchsten Freuden
werden nur durch tiefe Leiden
Gottes Lieblinge verklärt!

Unter Leiden prägt der Meister
in die Herzen, in die Geister
sein allgeltend Bildnis ein.
Wie er dieses Leibes Töpfer,
will er auch des künft'gen Schöpfer
auf dem Weg der Leiden sein.

Leiden bringt empörte Glieder
endlich zum Gehorsam wieder,
macht sie Christus untertan,
dass er die gebrochnen Kräfte
zu dem Heiligungsgeschäfte
sanft und still erneuern kann.

Leiden sammelt unsre Sinne,
dass die Seele nicht zerrinne
in den Bildern dieser Welt,
ist wie eine Engelwache,
die im innersten Gemache
des Gemütes Ordnung hält.

Leiden stimmt des Herzens Saiten
für den Psalm der Ewigkeiten,
lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn,
wo die selgen Palmenträger
mit dem Chor der Harfenschläger
preisend vor dem Throne stehn.

Leiden fördert unsre Schritte,
Leiden weiht die Leibeshütte
zu dem Schlaf in kühler Gruft;
es gleicht einem frohen Boten
jenes Frühlings, der die Toten
zum Empfang des Lebens ruft.

Leiden macht im Glauben gründlich,
macht gebeugt, barmherzig, kindlich;
Leiden, wer ist deiner wert?
Hier heißt man dich eine Bürde,
droben bist du eine Würde,
die nicht jedem widerfährt.

Brüder! solche Leidensgnade
wird in mannigfachem Grade
Jesu Jüngern kund gemacht,
wenn sie mancher Schmerz durchwühlet,
wenn sie manchen Tod gefühlet,
Nächte seufzend durchgewacht.

Wenn auch die gesunden Kräfte
zu des guten Herrn Geschäfte
wurden willig sonst geweiht:
o so ists für sie kein Schade,
dass sie ihres Führers Gnade
läutert in der Prüfungszeit.

Im Gefühl der tiefsten Schmerzen
dringt das Herz zu seinem Herzen
immer liebender hinan,
und um Eins nur fleht es sehnlich:
Mache deinem Tod mich ähnlich,
dass ich mit dir leben kann!

Endlich mit der Seufzer Fülle
bricht der Geist durch jede Hülle,
und der Vorhang reißt entzwei.
Wer ermisset dann hienieden,
welch ein Meer von Gottesfrieden
droben ihm bereitet sei!

Jesus! lass zu jenen Höhen
heller stets hinauf uns sehen,
bis die letzte Stunde schlägt,
da auch uns nach treuem Ringen
heim zu dir auf lichten Schwingen
eine Schar der Engel trägt.

Karl Friedrich Harttmann

Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott

Verfasst: 22.11.2020 09:16
von Joschie
Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott

Die Obrigkeit ist ‚Gottes Dienerin‘, muss also selbst innerhalb der von Gott eingesetzten moralischen Ordnung agieren. Ein Diener kann nicht einfach tun, was ihm passt.“
(Timothy Keller, Kommentar zum Römerbrief)
Römer 13 ist kein Blankoscheck für die Obrigkeit, und Keller warnt vor einem unkritischen Kadavergehorsam gegenüber dem Staat. Der Gehorsam der Christen gegenüber der Obrigkeit steht immer unter dem Gewissensvorbehalt.
(Zitat „Gemeindenetzwerk.de“, von Dr. Friedemann Lux)
Quelle