David Brainerd und seine Beziehung zu Gott

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Daniel84
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David Brainerd und seine Beziehung zu Gott

Beitragvon Daniel84 » 05.11.2017 06:53

Hallo Zusammen,

Ich bin neu hier und bin froh dieses Forum entdeckt zu haben. Es gibt so einige christliche Foren im Netz aber im deutschsprachigen Raum scheint mir dieses doch eins der besten zu sein.

Zu meinem Thema:
Ich lese gerade das Tagebuch von Brainerd, geschrieben von Edwarts. Ich bin wirklich überrascht was für eine innige Beziehung Brainerd zu Jesus hatte. Nicht nur theoretisch sondern er hat Gott wirklich Erfahren, und das so gut wie täglich, in einer Art und Weise die viele heute sicher als schwärmerisch abtun würden.

Als ich wiedergeboren wurde erlebte ich ähnliches, allerdings hab ich diese Beziehung wieder verloren. Lange Zeit dachte ich, ich hätte die Sünde g. d. Heiligen Geist begangen und es gäbe kein zurück mehr für mich. Allerdings erinnere ich mich das Jesus mir damals versicherte "Du gehörst jetzt mir und gehst nie wieder verloren" . Ich denke ich bin größtenteils über die Angst für immer von Gott getrennt zu sein hinweg. Allerdings habe ich das starke Gefühl.von Gott getrennt zu sein, irgendetwas stimmt nicht.

Im Moment bin ich wieder stark in Sünde verstrickt und weiß nicht was ich machen soll. Ich glaube die Erfahrung gemacht zu haben das mich mein eigenes Bemühen hier raus zu kommen, mich in Gesetzlichkeit getrieben hat. Andererseits hat das, mich völlig auf die Gnade stützen, auch nur kurzzeitig geholfen. Ich lande immer wieder da wo ich jetzt bin. Im tiefsten Schmutz.

Mich interessiert ob jemand das Tagebuch von Brainerd kennt und weiß wovon er spricht.

Liebe Grüße

Daniel

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Joschie
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Re: David Brainerd und seine Beziehung zu Gott

Beitragvon Joschie » 06.11.2017 10:59

Hallo Daniel!
Ich begrüße dich ganz herzlich hier in diesem Forum und wünsche Dir einen gesegneten Austausch :sh: Ja ich das Buch über David Brainerd gelesen und dabei festgestellt das seine Beziehung zu Gott immer stärker wurde. Bei David Brainerd darf man mit Sicherheit nicht vergessen das er unter Depressionen und körperliche Krankheiten litt. Bei allen wahr er ein Gebetskämpfer der mit Gott rang. Er was sich seiner vielen schwächen und seiner Sündhaftigkeit wohl viel mehr bewusst als es heute viele Christen sind. (https://clv.de/clv-server.de/wwwroot/pdf/255663.pdf) Deinen Kampf mit der Sünde kann ich sehr gut nachvollziehen. Du befindest dich in der Spannung von Gerechtfertigt und Sünder zu gleich. Dieser Weg den Du jetzt gehst wird als Heiligung bezeichnet. Wenn Du möchtest können wir uns ja im Forum weiter darüber austauschen. Da dieses Thema auch mich ganz persönlich sehr bewegt!
Dieses Spannung wird von Paulus in Römer 7 beschrieben!
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Daniel84
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Re: David Brainerd und seine Beziehung zu Gott

Beitragvon Daniel84 » 11.11.2017 14:23

Hallo Joschie,

entschuldige bitte, das ich erst jetzt schreibe. Ich hatte die letzten Tage wirklich sehr viele Anfechtungen und habe nicht die Kraft gefunden dir zu schreiben.

Der Herr war mir aber gnädig und hat mir gestern wieder Frieden geschenkt. Jetzt schau ich wieder ganz auf IHN und auf sein Evangelium, weg von mir und habe wieder Kraft. Hätte ich dir in den Tagen davor geschrieben, hätte ich dir nur meine Verzweiflung geklagt. Ich glaube auch das dieses "Hin und Her" in unserem Thema, die Heiligung mit einbegriffen ist.

Gerne unterhalte ich mich mit dir über diesen Kampf, ich denke es kann uns beide stärken. Ich verfalle dabei immer wieder in Unglauben und Zweifel, da ich dazu neige mehr auf mich und meine Fehler zu sehen als auf Christus und sein vollbrachtes Werk am Kreuz. Aber es wird besser, ich "lerne" immer mehr meinen Blick fest an ihm zu halten. Das Bild von dem Folk Israel und dem beständigen Blick auf die Schlange, um nicht zu sterben, hilft mir dabei oft.
Ich erkenne immer mehr was für ein böses und untreues Herz ich habe. Wie kann ich, der Gottes Gnade so stark erfahren hat, trotzdem so böse sein und mich immer wieder von ihm abwenden. Es kommt mir so vor als ob ich immer schlimmer werde.

Die heutige Andacht von Rosenius war sehr aufbauend und hat mir viel Kraft geschenkt. Es geht um das Bekennen von Christus. Er schreibt das wir oft schwach sind und Angst haben zu Christus bekennen, das Gott aber Verständnis dafür hat und uns vergibt. Er stellt klar den Unterschied zwischen einem toten und einem lebendigen Glauben heraus. Ein "Gläubiger" der nicht den inneren Drang verspürt von dem zu reden was ihn erfüllt, Jesus, der ist nicht wiedergeboren. Und ein Gläubiger den den Drang verspürt, und reden will, es aber oft aufgrund seiner Schwachheit nicht kann, hat den wahren, lebendigen Glauben.
Das tut so gut das zu lesen, denn ich will von meinem Herrn zeugen, ich will das Seelen gerettet werden, habe aber oft Menschenfurcht. Dieses "Wollen" habe ich seit meiner Wiedergeburt und es ist nie weggegangen. Es ist etwas tief in meinem Herzen das mich dazu drängt. Ich musste heute morgen weinen als ich das las, weil mir, ...wieder einmal, klar wurde das ich ein echtes Kind Gottes bin.

Die Andacht von heute findest du hier: http://www.rosenius.de/taeglicheAndachten.php
Falls du das erst morgen liest, schick ich sie dir nochmal per PN denn diese Seite aktualisiert sich täglich auf den aktuellen Tag.

Ich würde mich freuen wenn du etwas über deine Kämpfe erzählst, bzw. über Heiligung.

Liebe Grüße und Gottes Segen

Daniel


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