Zungenreden

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Georg
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Beitragvon Georg » 10.06.2008 13:16

Hallo Raphael,
ich kenne A. Seibel persönlich. Auch andere Vertreter zu seinen Lehren. Hab davon Abstand genommen, weil er (und seine Mitvertreter) Menschen schon oft ganz schnell das Heil abgesprochen haben, Musikinstrumente für satanisch halten etc. Ich achte Bruder Seibel, habe mich aber von seinen Lehren getrennt, weil vieles wirklich bösartig und giftig gegen Glaubensgeschwister lief.

Hallo Robert,
was ist "echtes" Sprachenrede für dich?
H. Henkel ist nicht mein Lehrer, ich kenne ihn zwar persönlich und kenne seine Lehren, aber ich prüfe seine Worte anhand der Schrift. Das was du erwähnt hast, ist so nicht korrekt wiedergegeben.

Hallo Hans-Werner,
missionieren will hier keinen. Nur biblisch austauschen. Danke für die Info!

Gottes Segen
Philosophie ist hochkonzentrierte Verwirrung.

johnny
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Beitragvon johnny » 12.06.2009 21:51

Hallo,
gibt es hier einen der die Zungensprache hat?
bin in einer Pfingstler Gemeinde!

Ich habe die Zungensprache.

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 24.06.2009 09:36

Hallo Johnny
Was verstehst du unter Sprachengebet :?:
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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RE: Wie sieht es mit Geistesgaben heute aus

Beitragvon Jose » 25.06.2010 21:42

Joschie hat geschrieben:Ich möchte zum eigentlichen Thema zurückkehren und es erweitern. Wie sieht es mit Geistesgaben heute aus? Gibt es sie noch in euren Gemeinden, Hauskreisen usw.? Mich interessieren speziell die Gaben Geisterunterscheidung und Heilung.
Aus der Schrift erkenne ich keinen Grund, warum die Geistesgaben nicht auch für unsere Zeit gelten sollten. Sie gibt es auch in unserer Gemeinde, allerdings nicht in herausragender Weise, d.h. sind leider seltene, besondere Offenbarungen des Herrn. Uns ist es aber ein Anliegen, dass der Herr die Gaben des Heiligen Geistes in vermehrte Weise schenkt. Hinsichtlich der Gabe der Geisterunterscheidung, diese erflehen wir insbesondere für unsere dienenden Brüder, damit falsche Lehren erkannt werden und unsere Gemeinden bewahrt bleiben. Das Gebet um Heilung mit Handauflegung und Ölsalbung pflegen wir, aber die Gabe der Heilung ist was Besonderes. Ist mir nicht bekannt, ob jemand bei uns in der Gemeinde diese Gabe hat.

In 1.Thess 5,19-21 lesen wir: "Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest!" Hieraus erkennen wir, dass eine Weissagung nicht ungeprüft angenommen, sondern anhand der Schrift überprüft wurde. So verhielt es sich auch mit der Zungenrede. Paulus betonte, dass die Zungenrede in der Gemeinde ausgelegt werden muss, sonst können die anderen dazu das Amen nicht sprechen: "Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?" 1.Kor 14,16. Die Geistesgaben waren damals auch nichts Zusätzliches zu den Offenbarungen Gottes in Seinem Wort, noch etwas was die Gläubigen selber tun wollten, um sich selbst zu rühmen.

Paulus schreibt den Korinthern: "Strebt nach der Liebe; eifert aber nach den geistlichen Gaben, besonders aber, dass ihr weissagt!" 1.Kor 14,1. Egal wie verkehrt in unseren Tagen mit dem Thema Geistesgaben umgegangen wird, wir sollten lieber an dem festhalten was geschrieben steht und uns nicht zu einer falschen Beurteilung verleiten lassen durch die falschen Zeugnisse unserer Tage. Wenn der Herr so besorgt war, uns in Seinem Wort so klar über das Thema zu belehren, dann sicherlich nicht, damit wir nun sagen, gibt es nicht mehr. Was schreibt Paulus: "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt" 1.Kor 14,5.

"Daher, Brüder, eifert danach, zu weissagen, und hindert das Reden in Sprachen nicht! Alles aber geschehe anständig und in Ordnung." 1. Kor. 14,39.40.


Abschließend
Ich habe gezögert, ob ich wirklich einen Beitrag zu diesem Thema leisten soll. Hoffentlich habe ich dadurch die zurückliegenden Diskussionen nicht wieder angestoßen.

Ein persönliches Zeugnis
Vor etwa 20 Jahren, als ich noch keine eigene Stellung hatte zu diesem Thema, da kaufte ich mir ein Buch mit dem interessanten Titel: "Ich rede mehr in Zungen als ihr alle". Nachdem ich das Buch gelesen hatte übernahm ich die Argumentation des Autors, dass die Gabe der Zungenrede nur für eine bestimmte Zeit damals gab um den Juden zu zeigen, dass das Evangelium nun allen Völkern gilt. Irgendwie klang es einleuchtend und es wurden auch einige passende Bibelstellen zitiert. In Seiner Treue zeigte mir der Herr aber irgendwann, das Sein Wort noch gilt.

Danke Joschie, deine Worte haben mich ermuntert, doch einen Beitrag zu leisten.
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

Jörg
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Beitragvon Jörg » 10.08.2010 17:55

Hallo José,

Du zitierst "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt" (1.Kor 14,5). Nur um Mißverständnisse zu vermeiden: Willst Du mit diesem Vers sagen, daß es Gottes Wille ist, daß jeder Christ "in Sprachen" reden soll? So lehren ja viele Pfingstler, die sagen, daß der Beweis der Geistestaufe die Zungenrede ist.

Lieben Gruß

Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

Jose
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RE: Wie sieht es mit Geistesgaben heute aus

Beitragvon Jose » 11.08.2010 15:33

Jörg hat geschrieben:(1.Kor 14,5). Nur um Mißverständnisse zu vermeiden: Willst Du mit diesem Vers sagen, daß es Gottes Wille ist, daß jeder Christ "in Sprachen" reden soll? So lehren ja viele Pfingstler, die sagen, daß der Beweis der Geistestaufe die Zungenrede ist.
Danke für die Nachfrage, Jörg. Nein, das denke ich nicht unbedingt, denn dazu gibt es zu viele Gaben die der Herr durch Seinen Geist in der Gemeinde wirken will (siehe 1. Kor. 12). Wenn man die Worte Paulus nicht ausschließlich an die Korinther gerichtet sieht, so muss man erkennen, dass Gott Sich in Seine Gemeinde durch übernatürliche Gaben offenbaren will, um die Gemeinde zu erbauen, und darauf wollte ich besonders hinweisen. Erbauung benötigt die Gemeinde unserer Tage mehr denn je, aber auch Belehrung und Zurechtweisung, wie damals ganz besonders die Gemeinde zu Korinth, hinsichtlich der Handhabung der Geistesgaben.

Paulus hat auch geschrieben: "Ich danke Gott, ich rede mehr in Sprachen als ihr alle 1. Kor. 14,18, aber das schrieb er nicht um sich wichtig zu machen, sondern um die Gemeinde zu beschämen. Er schrieb ja weiter: "Aber in der Gemeinde will ich lieber fünf Worte mit meinem Verstand reden, damit ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer Sprache 1. Kor. 14,19. Das müsste den Geschwistern vieler Pfingstgemeinden eigentlich die Schamesröte ins Gericht treiben, denn sie stellen die Zungenrede zu oft zu sehr in den Vordergrund und versäumen die Heiligung, ja sie beachten nicht einmal die Ermahnung des Paulus hier.

Der Empfang des Heiligen Geistes war im Urchristentum oftmals begleitet mit der Gabe der Zungenrede. Mir ist aber keine Bibelstelle bekannt, wo wir sinngemäß lesen könnten, dass wir an der Zungenrede erkennen können ob jemand den Heiligen Geist hat oder nicht. Nein, so handelt Gott nach meiner Überzeugung nicht.

Liebe Grüsse
José
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Jörg
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Beitragvon Jörg » 11.08.2010 18:36

Es gibt mir allerdings zu denken, daß nach der apostolischen Zeit - so sehe ich es jedenfalls - manche Geistesgaben verschwanden. Einige führen das auf den schlechten geistlichen Zustand der Kirche zurück, aber wenn ich mir die Gemeinde in Korinth so ansehe, müsste sie demzufolge auch keine Geistesgaben gehabt haben, denn sie war eine sehr ungeistliche Gemeinde.

Gruß, Jörg
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Enrico
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Beitragvon Enrico » 07.09.2010 17:01

Du darfst aber nicht mit der damahligen erst kürzlich gebildeten "Staatskirche" in Rom, mit den nach wie vor biblischen und messianischen Gemeinden verwechseln diese eben auch noch gabs und die es immer gab nur eben nicht die Masse in der Welt waren... :wink:

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 07.09.2010 17:53

Enrico hat geschrieben:Du darfst aber nicht mit der damahligen erst kürzlich gebildeten "Staatskirche" in Rom, mit den nach wie vor biblischen und messianischen Gemeinden verwechseln diese eben auch noch gabs und die es immer gab nur eben nicht die Masse in der Welt waren
Von welche Zeitraum sprichst du genau?Wenn du Konstantin meinst da gab es noch keine Staatskirche,es gab das was man heute die Konstantinische Wende bezeichnet damit wurde das Christentum denn anderen Glaubensgemeinschaften gleichgesetzt und somit gab es keine Verfolgung mehr wie unter einigen seiner Vorgänger. Enrico wo gab es zu der Zeit messianische Gemeinden und warum wahren die Gemeinden der Zeit nicht biblisch? Man sollte wenn man sich mit diesen Thema befast schon wenigsten rudimentär mit Kirchengeschichte auskennen!
Gruß Joschie
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Jörg
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Beitragvon Jörg » 24.07.2011 17:51

Bei dem Thema “Johannes Calvin und die Geistesgaben” ging es auch um das “Zungenreden”. Ich fand einen hilfreichen Kommentar von Werner de Boor in der Wuppertaler Studienbibel zu 1. Korinther 14, 2:

“Ferner wird aus dem ganzen Abschnitt deutlich, dass es sich im Zungenreden nicht um Mitteilungen an die Menschen handelt, sondern um ein zu Gott hingewandtes Reden, um ein Beten in seinen mannigfaltigen Arten. “Denn der Zungenredner redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott”. Paulus nennt dann V. 14-17 auch ausdrücklich das Beten, das Lobsingen, das Segnen, das Danken, alles Formen des Gebetes. Wir sollten darum lieber vom “Zungenbeten” als vom “Zungenreden” sprechen. Viel Verwirrung, viel Irrtum würde dadurch vermieden.

Von da aus ist alles “Zungenreden” als unbiblisch erwiesen, das doch wieder “Mitteilung”, “Offenbarung”, “Mahnung” sein will, selbst wenn es übersetzt und dadurch verständlich wird. Wie sollte der lebendige Gott solche merkwürdigen Umwege gehen, während er doch durch das “prophetische Reden” seine Mahnungen, Tröstungen, Mitteilungen und Unterweisungen direkt an die Menschen heranbringen kann!”

Lieben Gruß

Jörg
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Jose
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Zungenrede + Auslegung = Weissagung

Beitragvon Jose » 24.07.2011 19:20

Hallo Jörg! Du zitierst:
Jörg hat geschrieben:Bei dem Thema “Johannes Calvin und die Geistesgaben” ging es auch um das “Zungenreden”. Ich fand einen hilfreichen Kommentar von Werner de Boor in der Wuppertaler Studienbibel zu 1. Korinther 14, 2:
“Ferner wird aus dem ganzen Abschnitt deutlich, dass es sich im Zungenreden nicht um Mitteilungen an die Menschen handelt, sondern um ein zu Gott hingewandtes Reden, um ein Beten in seinen mannigfaltigen Arten. “Denn der Zungenredner redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott”.
und schlussfolgerst:
Jörg hat geschrieben:Von da aus ist alles “Zungenreden” als unbiblisch erwiesen, das doch wieder “Mitteilung”, “Offenbarung”, “Mahnung” sein will, selbst wenn es übersetzt und dadurch verständlich wird. Wie sollte der lebendige Gott solche merkwürdigen Umwege gehen, während er doch durch das “prophetische Reden” seine Mahnungen, Tröstungen, Mitteilungen und Unterweisungen direkt an die Menschen heranbringen kann!”
Man darf aber nicht nur den einen Vers betrachten. Paulus schrieb, als er für Ordnung sorgte: "Was ist nun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Offenbarung, hat eine Sprachenrede, hat eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung. Wenn nun jemand in einer Sprache redet, so sei es zu zweien oder höchstens zu dritt und nacheinander, und einer lege aus" 1.Kor 14,26-27. Es war also durchaus so, dass der Gebrauch der Zungenrede, in Verbindung mit der Gabe der Auslegung, auch für die Gemeinde war. Gerade für die Gemeinde war die Auslegung wichtig, im anderen Fall, ohne Auslegung, würde der Redende nur zu Gott beten (ähnlich wie wenn jemand nur in seinem Herzen betet).

Bitte lasst uns auch den Vers 5 beachten: "Ich möchte aber, dass ihr alle in Sprachen redet, mehr aber noch, dass ihr weissagt. Wer aber weissagt, ist größer, als wer in Sprachen redet, es sei denn, dass er es auslegt, damit die Gemeinde Erbauung empfange" 1.Kor 14,5. Die Auslegung war bezogen auf die Zungenrede, somit auch der Zusatz, damit die Gemeinde Erbauung empfange.

Zumindest damals war es so Praxis in der Gemeinde: Zungenrede + Auslegung = Weissagung. Ich sehe in dem Zitat oben aus der Wuppertaler Studienbibel, sofern es vollständig ist, eine irreführende Auslegung des Wortes.

Hiermit will ich die Bedeutung der Zungenrede nicht in den Vordergrund stellen, sondern möchte mich um das rechte Verständnis dessen bemühen was geschrieben steht.

José

Jörg
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Beitragvon Jörg » 25.07.2011 04:45

Lieber José,

ich sehe in den von dir angegebenen Bibelstellen keinen Widerspruch zu der Aussage, daß "Zungenreden" eigentlich "Zungenbeten" ist! So heißt es auch in Apostelgeschichte 10, 46 “preisen sie Gott hoch”. Und ich zitiere nocheinmal die Wuppertaler Studienbibel: “Aber auch das “Reden der Großtaten Gottes” am Pfingsttag wird nicht ein Mitteilen und Bezeugen gewesen sein; denn das erfolgt ja erst in der einfachen verständlichen Rede des Petrus. Es war auch dies vielmehr ein anbetendes und lobpreisendes Rühmen der Taten Gottes.” (Wuppertaler Studienbibel, 1. Korintherbrief, Seite 233)

Zu 1. Korinther 14, 26-27 möchte ich nur anmerken: Wie soll ich auf ein "Zungengebet" ein gläubiges "Amen" sprechen, wenn ich nicht verstehe, was gebetet wird? Ich bin schon durch manches Gebet anderer Geschwister "erbaut" und getröstet worden - verständliche Gebete wohlgemerkt!

Herzlichen Gruß

Jörg
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Die Fülle des Geistes

Beitragvon Jose » 25.07.2011 09:02

Lieber Jörg, die unbiblische Behauptung ist deine Schlussfolgerung:
“Ferner wird aus dem ganzen Abschnitt deutlich, dass es sich im Zungenreden nicht um Mitteilungen an die Menschen handelt, sondern um ein zu Gott hingewandtes Reden, um ein Beten in seinen mannigfaltigen Arten. “Denn der Zungenredner redet nicht zu Menschen, sondern zu Gott”.
Darüber wurde bereits vertieft diskutiert und nach meiner Überzeugung gibt uns die Bibel hierzu klare Belehrungen.

Du schreibst dann:
Jörg hat geschrieben:ich sehe in den von dir angegebenen Bibelstellen keinen Widerspruch zu der Aussage, daß "Zungenreden" eigentlich "Zungenbeten" ist!
Nach dem wie ich es in der Schrift lese, ist das Beten in Zungen zur eigenen Erbauung, also für sich, durchaus als Gebet zu sehen, auch wenn der Beter selber nicht versteht was er sagt aber die Erfahrung der Gegenwart des Herrn ihm oder ihr zur Erbauung dient (hierzu gibt es bereits viele Beiträge im Thema: Johannes Calvin und die Geistesgaben, der zwischenzeitlich weniger mit Calvin zu tun hat).

Wenn du in deinem letzten Beitrag nun fragst:
Jörg hat geschrieben:Wie soll ich auf ein "Zungengebet" ein gläubiges "Amen" sprechen, wenn ich nicht verstehe, was gebetet wird?
, dann hast du absolut recht, aber darüber gibt es bereits einige Beiträge, z.B. auch in diesem Thread am 25.06.2010 22:42:
Jose hat geschrieben:In 1.Thess 5,19-21 lesen wir: "Den Geist löscht nicht aus! Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest!" Hieraus erkennen wir, dass eine Weissagung nicht ungeprüft angenommen, sondern anhand der Schrift überprüft wurde. So verhielt es sich auch mit der Zungenrede. Paulus betonte, dass die Zungenrede in der Gemeinde ausgelegt werden muss, sonst können die anderen dazu das Amen nicht sprechen: "Denn wenn du mit dem Geist preist, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er ja nicht weiß, was du sagst?" 1.Kor 14,16. .


Wenn du dann bezeugst:
Ich bin schon durch manches Gebet anderer Geschwister "erbaut" und getröstet worden - verständliche Gebete wohlgemerkt!

So ist es mir auch schon oft so ergangen, aber ich wurde auch schon erbaut, wenn wir als Gemeinde im ernsten Gebet beisammen waren vor dem Angesicht Gottes und jemand eine Zungenrede hatte und auslegte. Das sind besondere Gnadenerweise Gottes, auf die man sich nichts einbildet, unten denen man sich aber beugt und Gott darum bittet, die Fülle des Geistes doch über uns auszugießen.

In einer Zeit, in der die Gläubigen zunehmend oberflächlicher werden und die ökumenischen Bestrebungen stärker zunehmen, unter dem Vorwand des Dialogs, werden wir ohne besondere Zuwendungen Gottes und die Erfahrung Seiner Kraft, kaum bestehen können und im Glauben treu bleiben. Wenn, wie z.B. nach den tragischen Ereignissen in Oslo, Aussagen zu lesen sind wie: "Der Attentäter war ein christlicher Fundamentalist" und dann der christliche Fundamentalismus mit dem islamischen Radikalismus in einen Topf geworfen werden, da sollten wir verstärkt den Herrn bitten, uns auszurüsten mit der Kraft aus der Höhe. Das ist meine persönliche Sorge, daher bin ich sehr vorsichtig, mit der Beurteilung und Ablehnung der Geistesgaben für unsere Tage.

José

1x nachträglich editiert und eine Aussage entfernt gemäß Vorgabe des Moderators.

Manfred01
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Beitragvon Manfred01 » 07.03.2012 15:51

Liebe Geschwister,

es ist doch eigentlich ganz einfach:

"Wenn ich in Sprachen bete, so betet mein Geist."
" im Geist spricht er Geheimnisse und erbaut sich dadurch".
1.Kor.14.
Und deshalb: ich wollte, ihr würdet alle in Sprachen beten.

Laßt es doch einfach so stehen und glauben.

Liebe Grüsse
Bibelfundi
1.Kor.14. 26: Lasset alles geschehen zur Auferbauung.

Lagerfeuer
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Beitragvon Lagerfeuer » 29.08.2012 19:39

Hallo zusammen!
Und deshalb: Ich wollte, ihr würdet alle in Sprachen beten.
Also in der Schlachter Übersetzung steht da "in sprachen reden"; außerdem sagt Paulus auch, dass wir so beten sollen, dass Verstand und Geist Frucht tragen (1.Kor.14,14.15).

Was denkt ihr eigentlich über diese Teil des Kapitels:

"Im Gesetz steht geschrieben: »Ich will mit fremden Sprachen und mit fremden Lippen zu diesem Volk reden, aber auch so werden sie nicht auf mich hören, spricht der Herr«. Darum dienen die Sprachen als ein Zeichen, und zwar nicht für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die Weissagung aber ist nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen." (1.Kor.14,21.22). Der Kontext der von Paulus zitierten Schriftstelle sagt eindeutig, dass hiermit die ungläubigen Juden gemeint sind. Meiner Überzeugung nach deutet das stark darauf, dass die Sprachenrede eine Gerichtszeichen für die ungläubigen Juden war, womit Gott ihnen zeigen wollte, dass das Heil nicht mehr ausschließlich den Juden sondern nun auch den Heiden angeboten wird. Das wird außerdem durch alle Anwendungsbeispiele zur Sprachenrede in der Apostelgeschichte deutlich: Immer sind Juden beim Gebrauch derselben anwesend und oft erstaunt darüber, dass "Gott auch den Heiden die Buße zum Leben" gegeben hat (Apg.11,28).

Demnach ist ein Gebrauch der Sprachenreden für unsere Zeit belanglos, weil das Zeichen seinen Zweck erfüllt hat.

Oder nicht? Wie denkt ihr über 1.Korinther 14,21.22?

LG,
s.


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