Ab wann ist man verheiratet?

Basiert auf "Biblische Lehre" - aber damit die Praxis nicht zu kurz kommt, ein Extra-Forum

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Jörg
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Beitragvon Jörg » 26.06.2009 16:57

Hallo Alex,

nach 1. Mose 2,24 ist die Ehe Teil der Schöpfungs-, nicht der Heilsordnung und deshalb haben auch die Heiden eine vollgültige Ehe, dazu ist keine kirchliche Trauung nötig, da sie in soweit, was das Zustandekommen selbst angeht, eine bürgerliche Ordnung ist. Darum ist die Ehe auch kein Sakrament, sondern wie Luther sagte "ein weltlich Ding".

Jörg
Wer sich nur nach dem, was er fühlt, richtet, der verliert Christus. (Martin Luther)

Joseph
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Werner Gitt

Beitragvon Joseph » 30.06.2009 15:24

Aus dem Fragen-Buch von Werner Gitt:
http://bitflow.dyndns.org/german/Werner ... leben.html

Bibel lover
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Beitragvon Bibel lover » 06.07.2009 10:58

Vielleicht noch ne Anmerkung.
In der Bibel steht nichts darüber wie ein Eheschluss im Detail aussieht. In Kana ging die Hochzeit eine Woche lang. Ich denke hier in Deutschland ist es mit dem Standesamt geklärt, aber ob man erst nach dem Hochzeitfest verheiratet ist wäre auch interessant :wink:

LG Johannes
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PvE
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Beitragvon PvE » 23.09.2009 05:16

Ich denke hier in Deutschland ist es mit dem Standesamt geklärt, aber ob man erst nach dem Hochzeitfest verheiratet ist wäre auch interessant

Das Bürgerliche Gesetzbuch regelt in § 1312:

Der Standesbeamte soll bei der Eheschließung die Eheschließenden einzeln befragen, ob sie die Ehe miteinander eingehen wollen, und, nachdem die Eheschließenden diese Frage bejaht haben, aussprechen, dass sie nunmehr kraft Gesetzes rechtmäßig verbundene Eheleute sind. Die Eheschließung kann in Gegenwart von einem oder zwei Zeugen erfolgen, sofern die Eheschließenden dies wünschen.


Nach dieser Erklärung des Standesbeamten ist z.B. auch der Nachnamenswechsel der Frau vollzogen, d.h. sie wird schon mit ihrem neuen Nachnamen aufgefordert, das Protokoll zu unterzeichnen.

Gruß
Oliver

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Enrico
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Beitragvon Enrico » 23.09.2009 10:04

Nun Jesus sagt in Matthäus 19 vers 4+5+6:

Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Weib erschuf 5und sprach: «Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sein»? 6So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.

ganz einfach also...

Silke
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Beitragvon Silke » 23.09.2009 10:35

hm... lesen tut sich das in der Tat einfach. Aber in der Praxis sieht das doch schon etwas anders aus, oder Enrico?
Demnach waren viele von uns vor ihrer Bekehrung schon mal verheiratet, wenn nicht sogar schon öfter...

Herzliche Grüße
Silke :o)
so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! (2Kor 5,20)

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Enrico
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Beitragvon Enrico » 23.09.2009 11:49

Hallo liebe Silke,

die Praxis davon ist genauso einfach $:D
Schau, mach mal einen Test:

Nimm zwei Blatt A4-Format Papier und klebe beide aneinander so dass nur noch ein Blatt A4-Format ist und dann versuche nächsten Tag beide Blatt Papier wieder voneinander zu trennen.
Du wirst sehen, dass bei beiden etwas kaputt geht.
Es bleibt von den anderem Blatt jeweils am anderen haften.

Genauso ist es auch mit einer Ehe oder Beziehung die einmal gewesen ist und dann getrennt worden.
Beide waren zuvor EIN-Fleisch...aus ZWEI wurden EINS.
NAch der Trennung ist bei beiden etwas kaputt, bei beiden haftet etwas vom anderen noch an den anderen.
Die Seele hat Schaden genommen, sowohl bei dem einem als auch bei der anderen.


Nachtrag:

Mit einer Ehe selbst wird es amtlich gemacht wie auch das Wort Gottes verlangt: vor Zeugen.

Nur kann sich niemand herrausreden dass wenn er zeit seines Lebens in einer "wilden Ehe" lebte und dann "fremd" ging: "ich war ja nicht verheiratet"...er hatte an der Frau gehangen und war EIN Fleisch mit ihr und was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch eben nicht scheiden.

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Beitragvon Silke » 23.09.2009 15:46

Lieber Enrico,

scheinbar war meine Botschaft zwischen den Zeilen zu unleserlich...

Viele argumentieren ja eben nicht auf dieser Basis. Grad bei der Frage Scheidung/Wiederheirat wird ja oft eine andere Trennlinie gezogen...

Es gibt halt verschiedene Ausgangspunkte...

Herzliche Grüße
Silke :o)
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Enrico
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Beitragvon Enrico » 23.09.2009 18:28

dass ist ja auch der Grund warum Gott nicht will dass wir zu Huren und so weiter hingehen....mit all jenen wird man "ein Fleisch"

Wisset ihr aber nicht, daß, wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? «Denn es werden», spricht er, «die zwei ein Fleisch sein.»
(1.Korinther 6 vers 16)




P.S.:
scheinbar war meine Botschaft zwischen den Zeilen zu unleserlich...
Ich bevorzuge den direkten Weg.
Oder besser ausgedrückt...ich nehme die Leute bei ihrem Wort :wink:

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 23.09.2009 19:56

Silke schreibt
Viele argumentieren ja eben nicht auf dieser Basis. Grad bei der Frage Scheidung/Wiederheirat wird ja oft eine andere Trennlinie gezogen...
Was hat das Enrico mit Huren zu tuen :?:
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon Silke » 25.09.2009 06:56

übrigens, Oliver, danke für deinen Beitrag. Wir sind aufgerufen, uns der Obrigkeit zu unterstellen, und die hat in Deutschland halt nunmal festgelegt, dass man verheiratet ist, sobald man sich auf dem Standesamt das Jawort gibt.

Wie sich die vor- und außerehelichen Beziehungen auf die Menschen auswirken, steht auf einem anderen Blatt...

Herzliche Grüße
Silke :o)
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Beitragvon PvE » 02.10.2009 17:08

Wie sich die vor- und außerehelichen Beziehungen auf die Menschen auswirken, steht auf einem anderen Blatt...

Sie halten das tragischerweise für gelebte Freiheit...

Morgenrot
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Beitragvon Morgenrot » 16.10.2009 17:26

PvE hat geschrieben:
Nach dieser Erklärung des Standesbeamten ist z.B. auch der Nachnamenswechsel der Frau vollzogen, d.h. sie wird schon mit ihrem neuen Nachnamen aufgefordert, das Protokoll zu unterzeichnen.
Oder der Mann wird mit seinem neuen Namen unterzeichnen.... oder beide mit dem Namen, auf den sie sich verständigt haben....

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Beitragvon PvE » 16.10.2009 18:05

Oder der Mann wird mit seinem neuen Namen unterzeichnen.... oder beide mit dem Namen, auf den sie sich verständigt haben....
Wenigstens unter Christen sollte das eigentlich kein Gegenstand einer Diskussion sein (vgl. 1. Korinther 11 u. a.). Der Mann ist das Haupt der Familie, mit allen Rechten und - vor allem - Pflichten. Wenn also der Mann den Namen der Frau annimmt, ist das schon ein etwas fragwürdiges Zeichen.

Morgenrot
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Beitragvon Morgenrot » 26.03.2010 19:21

Nun ja, mein Mann war mit seinem Namen schon gezeichnet genug, dass er ihn nicht auch noch mir aufdrücken wollte.
So gesehen ein Zeichen seiner Liebe zu mir und zu unseren Kindern, ihnen ein ähnliches Schicksal zu ersparen.
Noch Fragen?


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