Ab wann ist man verheiratet?

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Moderator: eddi

Morgenrot
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Beitragvon Morgenrot » 26.03.2010 19:21

Nun ja, mein Mann war mit seinem Namen schon gezeichnet genug, dass er ihn nicht auch noch mir aufdrücken wollte.
So gesehen ein Zeichen seiner Liebe zu mir und zu unseren Kindern, ihnen ein ähnliches Schicksal zu ersparen.
Noch Fragen?

Jose
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Der Bund der Ehe

Beitragvon Jose » 01.06.2010 22:03

Zur Frage "Ab wann ist man verheiratet?" möchte ich aus dem aktuellen Maranatharuf zitieren (Heft Nr. 233, Maranatha-Mission, Hirzenhain):

Ab wann liegt nun eine Ehe vor? Wodurch kommt sie zustande? Die Ehe kommt durch einen Bund zustande, wie wir in Maleachi 2, 14 sehen: "Weil der Herr Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an welcher du treulos gehandelt hast, da sie doch deine Genossin und die Frau deines Bundes ist." Im Buch Rut, Kapitel 4 wird uns von solch einem Bund vor Zeugen berichtet. Es heißt dort: "Und alles Volk, das im Tore war, und die Ältesten sprachen: Wir sind Zeugen! Der HERR mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea, welche beide das Haus Israel erbaut haben" (V. 11). Die Ehe kann man also nicht als geheime Privatsache auffassen. Sie ist in der Bibel eine Institution, an die schon im Alten Bund gesetzliche Folgen geknüpft waren. In unseren Breiten entsteht dieser Bund, mit allen Folgen die dazu gehören, vor Zeugen auf dem Standesamt. Für gläubige Christen sollte es dabei selbstverständlich sein, diesen Ehebund in der Gemeinde noch einmal besonders vor dem Angesicht Gottes mit der Bitte um Seinen Segen zu bestätigen.

Bis hierher der Auszug, darin findet sich auch meine persönliche Überzeugung wieder. Als meine Frau und ich im Standesamt vor Zeugen uns das Ja zum Ehebund gegeben haben und dann es mit unseren Unterschriften und derer der Trauzeugen bestätigten, wussten wir uns als ein Ehepaar. Dennoch war es uns sehr wichtig, auch in der Gemeinde zu 'heiraten' (obwohl wir es eigentlich schon waren).

José

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Enrico
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Re: Der Bund der Ehe

Beitragvon Enrico » 07.06.2010 17:26

Jose hat geschrieben:
Ab wann liegt nun eine Ehe vor? Wodurch kommt sie zustande? Die Ehe kommt durch einen Bund zustande, wie wir in Maleachi 2, 14 sehen: "Weil der Herr Zeuge gewesen ist zwischen dir und der Frau deiner Jugend, an welcher du treulos gehandelt hast, da sie doch deine Genossin und die Frau deines Bundes ist." Im Buch Rut, Kapitel 4 wird uns von solch einem Bund vor Zeugen berichtet. Es heißt dort: "Und alles Volk, das im Tore war, und die Ältesten sprachen: Wir sind Zeugen! Der HERR mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea, welche beide das Haus Israel erbaut haben" (V. 11). Die Ehe kann man also nicht als geheime Privatsache auffassen. Sie ist in der Bibel eine Institution, an die schon im Alten Bund gesetzliche Folgen geknüpft waren. In unseren Breiten entsteht dieser Bund, mit allen Folgen die dazu gehören, vor Zeugen auf dem Standesamt. ....
Dann hast du aber ein Problem mit folgenden Bibelversen hier:

7Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen; 8und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. 9Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
(Markus 10 ab vers 7)
Dort wird ja Jesus eben gerade gefragt ob Scheidung erlaubt ist, Scheidung geht ja nur im Falle einer Ehe.

Und des weiteren hast du dann ein Problem mit diesem Bibelvers hier:
Wisset ihr aber nicht, daß, wer einer Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? «Denn es werden», spricht er, «die zwei ein Fleisch sein.»
(1.Korinther 6 vers 16)

Klarer Fall man kann wohl schon beim Geschlechtsakt mit einer Hure "ein Leib" ...ein Fleisch mit ihr sein und somit verheiratet sein wie Jesus zuvor sagt dass diese die ein Leib sind von Gott zusammengefügt sind und der Mensch dies nicht mehr scheiden dürfe (ausser bei Hurerei).


Lieber Jose...ich selbst glaube und denke dass GOTTES WORT sich NIEMALS selbst widerspricht.
GOTT selbst widerspricht sich selber NICHT !!!

Wenn also deine persöhnliche Auslegung einer Schrift mit einigen Bibelversen im Widerspruch steht, dann heisst dies nicht dass sich hier Gottes Wort widerspricht, sondern es bedeutet schlicht und einfach dass deine Auslegung eines Bibelverses falsch ist oder zumindestens nicht vollständig richtig ist.
Zuletzt geändert von Enrico am 07.06.2010 17:39, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Enrico » 07.06.2010 17:31

Morgenrot hat geschrieben:Nun ja, mein Mann war mit seinem Namen schon gezeichnet genug, dass er ihn nicht auch noch mir aufdrücken wollte.
So gesehen ein Zeichen seiner Liebe zu mir und zu unseren Kindern, ihnen ein ähnliches Schicksal zu ersparen.
Noch Fragen?
Es geht mir ja nun eigentlich wirklich nichts an,
aber über meinen Nachnahmen können nicht nur viele lachen...sondern man hat es auch und ich war in meiner Kindheit sowas wie "der Prügelknabe" ...es verging kaum ein Tag in der Schulzeit wo man nicht über mich lachte-, mich verletzte oder direkt mich schlug.
Und dennoch bin ich heute FROH diesen NAMEN zu haben und glücklich drüber dass mich der HERR getröstet hat im nach hinein.
Wenn sich heutzutage in mich eine Frau verlieben würde, diese aber meinen Namen so lächerlich fände dass sie ihn unzumutbar fände, dann hätten wir sicherlich einen sehr sehr üblen Start. :mrgreen:
Der Name Hirsch darüber kann man sicher lachen,besonders wenn man mit Vornamen "Enrico" heisst was im englischen übersetzt "Harry" heisst, dennoch aber ist er, der Name "Hirsch" auch ein sehr alter jüdischer Name :wink:
Und als Jude zum Messias gefunden zu haben (was ich erst sehr viel später verstand, nachdem ich zum Glauben gekommen ward) find ich echt ne tolle Sache und ...heute lache ich über die Zeit die mir damals viele Schmerzen bereitet hat und freue mich des HERRN.

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Beitragvon Enrico » 07.06.2010 17:45

P.S.:

in Maleachi 2 vers 14 steht geschrieben:

Und ihr fragt: «Warum?» Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und dem Weibe deiner Jugend,

Wichtig ist auch jetzt den Kontext dazu zu lesen.
Aber dieser eine Vers macht es schon sehr deutlich.

der HERR selbst war ZEUGE zwischen ihm und der Frau seiner Jugend.

Wenn also ein Mann mit einer Frau ins Bett geht und das "ein Fleischsein" mit ihr ausübt...dass geschieht dies in JEDEM Fall vor GOTT als ZEUGEN.
(es geschieht nichts im Verborgenden was der HERR nicht sehen würde)

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Enrico
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Beitragvon Enrico » 07.06.2010 17:54

Nachtrag:

zu Ruth kap. 4 vers 11 ist auch hier wieder wichtig den Kontext zu kennen,
ein Vers zuvor steht nämlich "des Rätsels Lösung" :roll:

Vers 10:

"10Dazu nehme ich mir Ruth zum Weibe, die Moabiterin, Machlons Weib, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil wieder aufzurichten, damit des Verstorbenen Name nicht verschwinde aus der Mitte seiner Brüder und aus dem Tor seines Ortes. Dessen seid ihr heute Zeugen! "

Es ging darum dass Ruth, welche eine Moabiterin, gewesen ist zu einer "Israelin zu machen", einzugemeinden als Jüdin in Israel, gleichwie einst auch Rahel und Lea und dies wurde eben vor dem Volk als Zeugen öffentlich bekundet.

ihren Willen dazu hatte sie ja zuvor schon kundgetan:

16Ruth antwortete: Dringe nicht in mich, daß ich dich verlassen und von dir weg umkehren soll! Denn wo du hingehst, da will ich auch hingehen, und wo du bleibst, da bleibe ich auch; dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott!
(Ruth 1 vers 16)

Jose
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Ab wann ist man verheiratet?

Beitragvon Jose » 07.06.2010 22:00

Ab wann ist man verheiratet?"
Mein Anliegen war auf diese Frage einzugehen, habe jedoch den Eindruck, das teilweise von der eigentlichen Fragestellung abgewichen wird. Die Verbindung zwischen Mann und Frau gehört zur Ehe, ist aber nicht die Ehe.

Mit dem Ursprung Jesu Christi verhielt es sich aber so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Josef verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger befunden von dem Heiligen Geist. Mt 1,18
Josef aber, vom Schlaf erwacht, tat, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn geboren hatte; und er nannte seinen Namen Jesus. Mt 1,24.25

Wann wurde Maria Josefs Frau? Als sie den Bund der Ehe eingingen. Er aber erkannte sie erst, nachdem Jesus geboren war. Danach hatten sie auch Kinder.

In Jesu Liebe verbunden,
José

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Re: Der Bund der Ehe

Beitragvon Ernst-Hermann » 07.06.2010 23:23

Von mir selbst gelöscht, da ich als Christ mit der in diesem Forum versuchten Art von Meinungsmaniplulation nicht einverstanden bin. Dennoch wünsche ich Gottes Segen für die Suche jedes Einzelnen nach der göttlich offenbarten Wahrheit, insbesondere der Person Jesus Christus.
Zuletzt geändert von Ernst-Hermann am 25.06.2010 09:34, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Ab wann ist man verheiratet?

Beitragvon Enrico » 08.06.2010 06:21

Jose hat geschrieben:Ab wann ist man verheiratet?"
Mein Anliegen war auf diese Frage einzugehen, habe jedoch den Eindruck, das teilweise von der eigentlichen Fragestellung abgewichen wird. Die Verbindung zwischen Mann und Frau gehört zur Ehe, ist aber nicht die Ehe.

Mit dem Ursprung Jesu Christi verhielt es sich aber so: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Josef verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger befunden von dem Heiligen Geist. Mt 1,18
Josef aber, vom Schlaf erwacht, tat, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich; und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn geboren hatte; und er nannte seinen Namen Jesus. Mt 1,24.25

Wann wurde Maria Josefs Frau? Als sie den Bund der Ehe eingingen. Er aber erkannte sie erst, nachdem Jesus geboren war. Danach hatten sie auch Kinder.

In Jesu Liebe verbunden,
José
Nun in der Bibel stehen unsere heutigen Begrifflichkeiten für das miteinander Sex haben nicht drin, dafür aber andere einfachere Begriffe die das gleiche aussagen.
Wenn in Bezug auf Mann und Frau steht "erkannte" dann haben wir hier genau dies und ab da waren sie auch richtig mit einander verheiratet.

Wie du sehen kannst waren Josef und Maria zuvor verlobt und nicht verheiratet.
18Die Geburt Jesu Christi aber war also: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammenkamen, erfand sich's, daß sie empfangen hatte vom heiligen Geist.
(Matthäus 1 vers 18)

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Re: Der Bund der Ehe

Beitragvon Enrico » 08.06.2010 07:12

Hallo lieber Ernst,

Ernst-Hermann hat geschrieben:Hallo Enrico,

der Nachname Hirsch ist doch schön und aussagekräftig, was gibt es da zu lästern? Aber Neider gibt es immer wieder ...
naja es war halt so ...kann man nichts dran ändern...viel wichtiger ist dass ich heute WEISS warum...denn der feind hatte wohl vorrausgedacht *g*
Enrico hat geschrieben: ...ich selbst glaube und denke dass GOTTES WORT sich NIEMALS selbst widerspricht.
GOTT selbst widerspricht sich selber NICHT !!!

Wenn also deine persöhnliche Auslegung einer Schrift mit einigen Bibelversen im Widerspruch steht, dann heisst dies nicht dass sich hier Gottes Wort widerspricht, sondern es bedeutet schlicht und einfach dass deine Auslegung eines Bibelverses falsch ist oder zumindestens nicht vollständig richtig ist.
Die Frage ist aber erlaubt, ob das Wort Gottes dieses immer noch ist, wenn ein kleiner Abschnitt aus seinem ursprünglichen Platz in der Bibel herausgenommen und als Unterstreichung persönlicher Ideen gebraucht oder vielleicht sogar missbraucht wird. Das hat auch der Teufel sowohl erfolgreich als auch erfolglos versucht (z. B. in Mt 4,6).

Freundliche Grüße sendet Dir
Wenn man einen kleinen Ausschnitt aus seinem ursprünglichen Platz herausnimmt ?
Nun was sagt die Schrift ?
Wie spricht Jesus selbst in der als Beispiel von Dir benannten Bibelverse ???

ES STEHT GESCHRIEBEN...


Wenn Jesus aber so antwortet dem Widersacher, sollten wir des dann nicht erst recht ?
Aber freilich denn deine eigene persöhnliche Meinung ...davor hat der Teufel gar keine Angst...da kannst mit ihm schwatzen bis zum geht nicht mehr.
Eigene Meinungen und eigene Worte da gewinnst du nichts mit.
Wovor sich aber der Teufel fürchtet und was er respektiert...was wir auch an deinem Bibelartikel sehen können ist : "ES STEHT GESCHRIEBEN...:"
Das Wort Gottes davor fürchtet sich der Feind und dies respektiert er auch.

Übrigens ich sage ja auch deswegen immerzu man solle den Kontext beachten wo ein Wort geschrieben steht, des würst du auch so in meinem Postings hier lesen können.


Jetzt schauen wir uns mal deine Frage mal etwas genauer ins Detail an:
herausgenommen und als Unterstreichung persönlicher Ideen gebraucht oder vielleicht sogar missbraucht wird. Das hat auch der Teufel sowohl erfolgreich als auch erfolglos versucht (z. B. in Mt 4,6)
Nun im Johannesevangelium gleich im Kapitel 1 da lesen wir dass das Wort Gottes GOTT selbst ist.
"im Anfang war das Wort"
"GOTT war das Wort und das Wort war bei GOTT"
Auch wieder wichtig ...Kontext beachten, dennoch sehen wir hier dass das Wort Gottes selbst gar nicht von Gott zu trennen ist.
Was lesen wir in den apostolischen Briefen ?

1. Johannes 2,14: Ich habe euch Kindern geschrieben; denn ihr kennet den Vater. Ich habe euch Vätern geschrieben; denn ihr kennt den, der von Anfang ist. Ich habe euch Jünglingen geschrieben; denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt bei euch, und ihr habt den Bösewicht überwunden.

Auch hier wieder ...durchs Wort Gottes ist der Feind bei den Jünglingen überwunden.

Wir können und dürfen nicht das Wort Gottes von Gott selbst trennen.


Kann nun also der Teufel auch nur irgendein Wort Gottes ...wegnehmen ??? oder gar selbst in den Mund nehmen ???

In der Bibel steht geschrieben dass wir uns zu GOTT NAHEN sollen --> So FLIEHT der Feind.
Ich denke und glaube nicht dass der Teufel so viel Macht hat GOTT selbst in seinem Mund zu nehmen.

Was er aber macht und dies immerfort auch und gerade in heutiger Zeit ist Worte so zu verdrehen dass sie ähnlich aussehen wie Gottes Wort .

Derer Beispiele in heutiger Zeit gibt es ja sehr viele ...aleine was da so an christlicher Literatur auf dem Markt ist und sich nicht mit der Schrift decken kann wie zum Beispiel das Buch "die Hütte" und viele solcher Machwerke mehr, womit Menschen verführt werden einen falschen Christus nachzulaufen.

Gravierendes Beispiel über Verdrehungen ist auch die "Volxbibel", ganz krass zeigt diese Übertragung zu was der Teufel eben fähig ist, statt Gottes Wort selbst zu benutzen werden ähnliche Begriffe verwendet und damit auch der Satzlaut völlig entstellt und auch sinnentstellt.

Oder auch "die Bibel in gerechter Sprache"...da nimmt man gleich eine "gerechte Sprache"...die andere etwa ungerecht ?
Nein nur Gottes Wort :wink:


Du hast die Geschichte aus MT 4,6 hergenommen...schaun wir mal ob da der Teufel wirklich Gottes Wort irgendwo herausgenommen hat oder ob er nur ein verdrehtes eigenes Wort verwendet hat.
Der Feind behauptete zwar dass es geschrieben stünde...war aber (bei genauererem Hinsehen) eine klare Lüge.

und spricht zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: «Er wird seinen Engeln deinethalben Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stoßest.»

Markante Stellen von mir unterstrichen.

Dem gegenüber jetzt besagter Psalmvers:

11denn er hat seine Engel für dich aufgeboten, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
(Psalm 91 vers 11+12)

Wenn man auch hier sich den Kontext ansieht dann wird einem sehr schnell klar WER hier gemeint ist, da steht keineswegs wie der Teufel zu sagen versucht dass mit dem Vers Gottes Sohn alleine gemeint wäre wie das Wort "deinethalben" auszudrücken versucht.
Sondern dieser Psalmvers gilt allen Christen diese unter dem Schirm des höchsten sitzen, wie anhand des 1. +2. Verses deutlich und klar ersichtlich wird:

1Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen wohnt, 2der spricht zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue!

Hiermit ist durchaus auch Jesus als Wort und Sohn Gottes selbst gemeint, aber eben nicht nur ER alleine sondern all jene diese eben auch zu IHM gehören.

Ein weiterer grosser Fehler und dies wird beim lesen des ganzen PSALMS ganz leicht klar ist dieser dass der Feind versucht Jesus zu provozieren dass Jesus würde Gottes Wort auf die Probe stellen ...GOTT zu versuchen.
Lesen wir den ganzen Psalm dann sehen wir dass hier Dinge gemeint sind diese nicht in unseren Einflussbereich liegen:

3Ja, er wird dich erretten von der Schlinge des Voglers und von der verderblichen Pest;

da stehts ganz klar ...

Da stehts ganz klar RETTUNG vor SCHLINGE und PEST (Krankheit)

Auch Pfeile diese gegen uns geschossen werden
(Pfeile können auch böse Worte sein diese uns ins Herz treffen)

5Du brauchst dich nicht zu fürchten vor den Schrecken der Nacht, vor den Pfeilen, die bei Tage fliegen

Und nun hier nochmals den Vers 11:
denn er hat seine Engel für dich aufgeboten, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

auf allen deinen Wegen

Können Lebenswege sein...überall wo du hingehst...so deutet auch der ganze Kontext, ob zu Tag oder zu Nacht-, ob Pfeile gegen dich fliegen oder Krankheit dich nachts angreift, ob man sich gegen Dich verschwört oder direkt angreift...ÜBERALL wird der HERR Dich behüten auch durch seine Engel, auf ALLEN deinen Wegen.
Kein Haar wird dir gekrümmt ohne dass es der HERR weiss und du stossest dich nicht an einem Stein.

Ich selbst habe mehrfach die Wahrheit dieses Wortes ERLEBT.
Aus Unachtsamkeit im Strassenverkehr und andere Unaufmerksamkeit hätte ich schon längst mein Leben verloren, wenn mich der HERR oftmals in letzter Sekunde nicht gerettet hätte.

A B E R....

Mit KEINEM Wort steht in diesem Psalm dass wir uns irgendwo hinab stürzen sollen und dies auch noch mit absicht und seine Engel uns dann hinabtragen.

Da steht auf allen deinen Wegen und nicht "stürze dich hinab", da wäre ja dann gar K E I N Weg mehr.
Somit hat der Teufel ein verdrehtes Wort als Gottes Wort ausgegeben, welches aber klar eine Lüge gewesen ist.

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Re: Der Bund der Ehe

Beitragvon Enrico » 08.06.2010 07:34

Ernst-Hermann hat geschrieben:
Die Frage ist aber erlaubt, ob das Wort Gottes dieses immer noch ist, wenn ein kleiner Abschnitt aus seinem ursprünglichen Platz in der Bibel herausgenommen und als Unterstreichung persönlicher Ideen gebraucht oder vielleicht sogar missbraucht wird. Das hat auch der Teufel sowohl erfolgreich als auch erfolglos versucht (z. B. in Mt 4,6).

Freundliche Grüße sendet Dir
nochmals zurück zu deiner Fragestellung...möchte ich sagen dass es sich dann nicht mehr um Gottes Wort handelt wenn es völlig aus den Kontext genommen und sinn entstellt dargeboten wird.


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