Manna für den Morgen/Impulse für den Tag

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Joschie
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1.Kor.4.7

Beitragvon Joschie » 02.11.2008 08:21

1.Kor.4.7



W.MacDonald »Was aber hast du, das du nicht empfangen hast?« 1. Korinther 4,7

Das ist eine gute Frage, denn sie reduziert uns auf unsere wirkliche Größe. Wir haben nämlich gar nichts, das wir nicht empfangen haben. Unsere körperlichen und geistigen Anlagen empfingen wir bei unserer Geburt. Wie wir aussehen und wie gescheit wir sind, liegt viel zu weit außerhalb unseres Einflußbereichs, um Stolz zu rechtfertigen. Es ist uns bei der Geburt zugefallen.

Alles, was wir wissen, ist ein Ergebnis unserer Ausbildung. Andere haben uns mit Informationen gefüllt. Oft denken wir, wir wären selbständig auf einen ganz neuen Gedanken gekommen und finden ihn dann in einem Buch, das wir bereits vor zwanzig Jahren gelesen haben. Emerson (1803-1882, amerikanischer pantheistischer Autor und Dichter) sagte ironisch: »Alle meine besten Gedanken haben die Klassiker gestohlen.«

Wie steht es mit unseren Talenten? Manche Talente liegen sicher in der Familie. Wir entwickeln sie durch Training und Praxis. Aber das Entscheidende ist, daß sie nicht aus uns selbst kommen. Sie wurden uns geschenkt.

Pilatus war förmlich aufgeblasen von der Macht, die er ausübte; doch der Herr erinnerte ihn: »Du hättest keinerlei Gewalt über mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre« (Johannes 19,11).

Letztendlich ist jeder unserer Atemzüge eine Gabe Gottes. Darum fragt Paulus in 1. Korinther 4,7 weiter: »Hat Er dir aber alles geschenkt, wie kannst du dann damit prahlen, als wäre es dein eigenes Verdienst?«

Aus diesem Grund beispielsweise wies Harriet Beecher Stowe (1811-1896) jede Anerkennung für das Schreiben von »Onkel Toms Hütte« zurück: »Ich die Autorin von 'Onkel Toms Hütte'? Nein, ich hatte keine Gewalt über die Geschichte; sie schrieb sich selbst. Der Herr schrieb sie, und ich war nur ein einfaches Werkzeug in Seiner Hand. Die ganze Geschichte erschien mir in Bildern, eines nach dem anderen, und ich schrieb sie mit Worten nieder. Ihm allein sei die Ehre! «

Wenn wir uns ständig vor Augen halten, daß wir nichts haben, was wir nicht empfangen hätten, bewahrt uns das vor Prahlerei und Selbstbeweihräucherung und bringt uns dazu, Gott die Ehre zu geben für alles Gute, das in uns ist oder das wir getan haben.

So gilt also: »Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit, und der Starke rühme sich nicht seiner Stärke, der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums; sondern wer sich rühmt, rühme sich dessen: Einsicht zu haben und mich zu erkennen, daß ich der Herr bin, der Güte, Recht und Gerechtigkeit übt auf der Erde; denn daran habe ich Gefallen, spricht der Herr« (Jeremia 9, 23.24).
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.4.9

Beitragvon Joschie » 03.11.2008 08:24

1.Kor.4.9

S.Keller 1. Kor. 4, 9: «Denn wir sind ein Schauspiel worden der Welt und den Engeln und den Menschen.»


Sind wir uns dessen bewußt, daß andere Menschen uns zuschauen, während wir auf der Bühne unseres Lebens hantieren, kann das uns zum Ansporn dienen, uns Mühe zu geben und uns vor gewissen Fehlern zu hüten. Wer will sich von andern Menschen in unwürdigen Albernheiten oder gar Schlechtigkeiten beobachten lassen! Dadurch wird eine Art christlicher Schauspielerei ausgebildet, die von den geheimen Vorgängen sehr absticht. Vergegenwärtigen wir uns aber nach dem Worte unseres Textes, daß wir an der Welt, die das Werden und Wirken unserer Persönlichkeit ziemlich richtig einschätzt (auch wenn sie uns haßt), eine stete Kontrolle haben, dürfen wir schon besser darauf achten, die beiden Seiten unserer Buchführung, die öffentliche und die geheime, in Einklang zu bringen. Nur an wem nichts zu verraten ist, der kann mit Freimut auftreten. Das Ganze wird noch um eine starke Schattierung intimer und einschneidender, wenn wir an die Lage denken, aus der uns die Engel zuschauen. Vor Geistwesen wie diesen, liegt vielleicht auch unsere Gedankenwelt offen! Schlechtes sinnen macht schwach und schafft böse Lust für die darauffolgenden Kämpfe. So sollte auch unsere ganze Gedankenwelt rein und edel sein bis ins kleinste.

Vor dir, Herr, sind wir stets entdeckt. Oft hat mich das schon aufs tiefste beschämt, daß du alle meine Gedanken kennst und mich doch noch liebst. Herr, reinige mein Herz und meine Gedanken, damit alles harmonisch und wahr sei. Amen.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.4.20

Beitragvon Joschie » 04.11.2008 08:31

1.Kor.4.20

C.O.Rosenius Das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft. 1. Kor. 4, 20.

Das ist ein sehr ernster Spruch, dessen Wahrheit jeder Christ in seinem Gewissen erkennen sollte. Wer darum eines Tages selig vor dem Throne Gottes stehen will, der darf nicht unbedachtsam diese Wahrheit vergessen, er muß den Geist Gottes um Gnade zur Besinnung und zu ernstlicher Selbstprüfung anrufen. Daß ,,das Reich Gottes nicht in Worten, sondern in Kraft steht", ist eine höchst wichtige Mahnung. Denn erstlich ist jedes Menschenherz ein arges und hinterlistiges Ding, voller Falschheit, Lüge, Betrug und Heuchelei, wodurch man immer in großer Gefahr schwebt, sich mit einer bloßen Scheinfrömmigkeit, mit einem Mundchristentum, mit Erkenntnis und Bekenntnis zu betrügen, ohne das wahre Leben, die wahre Kraft des Christentums zu besitzen. Zweitens ist auch zu befürchten, daß der Spruch, den wir hier vorhaben, gerade ,,ein Wort zu seiner Zeit" ist. Die Zeit, in der wir jetzt leben, ist so, daß die lieben Christen, zumal an gewissen Stätten, dies ganz besonders zu bedenken nötig haben: ,,Das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.". Es werden sich gewiß zu allen Zeiten und an allen Orten einige in der Schar der Erweckten finden, die sich selbst betrügen und sich an einem Vorrat von Erkenntnis und Verständnis sowie mit einem Schein der Gottesfurcht, die rechte Kraft derselben verleugnend, genügen lassen. Aber es geschieht zuweilen, daß ganze Gemeinden eine Richtung erhalten, in der das ganze Christentum aus eitel Worten und Erkenntnis besteht, so daß es da besonders notwendig ist, zu bedenken, daß ,,das Reich Gottes nicht in Worten, sondern in Kraft steht". Wir wollen nicht verhehlen, wie es in der Gemeinde war, an die der Apostel diese scharfen Worte schrieb. Paulus hatte mit der Predigt des Evangeliums - nicht ,,in vernünftigen Reden menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft" - ihnen den Rat Gottes zu unserer Seligkeit verkündigt, und sie hatten ihn einfältig angenommen und waren in ihrer Glaubenseinfalt selig. Bald aber wurzelte sich dort ein solcher Geist ein, daß ihre ganze Aufmerksamkeit fast nur auf die Lehre, nicht auf die Ausübung, nein, auf Lehrer und Lehren gerichtet war. Es handelt sich um Paulus und Kephas, um Christus und Apollo, so daß der eine sagte: ,,Ich bin paulisch"; der andere: ,,Ich bin apollisch"; der dritte: ,,Ich bin kephisch"; der vierte: ,,Ich bin christisch." Dabei dachten sie aber weniger daran, daß es schlechter um ihr eigenes Innere bestellt sei, nämlich mit der Anwendung und der Kraft der Lehre im Herzen und im Wandel, weshalb auch ganz erschreckliche Dinge unter ihnen geschehen konnten, ohne daß sie viel darüber beunruhigt wurden. Sie waren außerdem mit sich zufrieden, ,,aufgeblasen", stark und mutig in höchst schlimmen Fällen. In demselben Kapitel, aus dem wir unseren Text genommen haben, sagt der Apostel: ,,Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr herrscht ohne uns. Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus, wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Ich werde aber gar bald zu euch kommen, so der Herr will, und kennenlernen nicht die Worte der Aufgeblasenen, sondern die Kraft. Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft."

Nun, auch wenn diese Schilderung nicht ganz zuträfe, so ist es doch gewiß, daß wir reicher an Worten als an Kraft sind. Wir sind, Gott Lob, ganz reich an geistlicher Lehre, an Worten und am Verständnis. Wir haben mehr geistliche Erkenntnis als die größten Heiligen vormals hatten. Man kann wahrlich sagen, was Bischof Pontoppidan bekennt: ,,Sehe ich auf unsere Väter, so scheint es mir, daß sie mehr taten, als sie wußten; aber wir wissen mehr als wir tun. Sie gleichen einer fruchtbaren Lea mit schwachen Augen, wir aber einer unfruchtbaren Rahel mit schönem Angesicht." Was jetzt darum am notwendigsten ist, wäre gewiß das Stück, welches Ausübung oder Inswerksetzen heißt. ,,Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft."

Allerdings sei die Meinung fern von uns, die einige gehabt haben und noch haben, daß nämlich das, was wir genug besitzen, die Lehre des Glaubens, und was uns fehle, die Lehre der Heiligung sei; daß die erstere genügend und hinreichend verkündigt sei, daß aber den Mängeln in unserem Christentum jetzt dadurch abgeholfen werde, indem man vorzugsweise Gesetz und Heiligung predige. Nein, nur die verachtete, ,,törichte Predigt", die Predigt vom Glauben schlechthin gibt den Geist, das Leben, die Kraft und die Wahrheit in der Heiligung. Wo die Kraft und die Beweisung der Gottesfurcht fehlen, gebricht es dort auch am Glauben und am Leben in Christus. Der Fehler ist aber der, daß wir das Wort nicht zu Herzen nehmen, um es sogleich anzuwenden und auszuführen, sondern es nur im Verstand sammeln, um die Begriffe zu ordnen und die Lehre klar zu erhalten, mit anderen Worten, daß man seine ganze Zeit zum Schmieden, Polieren und Ordnen der Waffen anwendet, unterdessen aber den Feind das Land einnehmen läßt, ohne die Waffen gegen ihn anzuwenden. Man hat die Aufmerksamkeit nur auf die Lehren und die Begriffe gerichtet, während die Sache selbst, die das Wort fordert, des Herzens Reue, Glaube, Liebe und Bekanntschaft mit Gott in Christus und die daraus fließende Heiligung vergessen werden. - Beachte darum! Gerade dadurch laufen wir Gefahr, auch die echte, wahre Lehre zu verlieren; zum mindesten fehlt uns in dieser Weise die Sache selbst - Gottes Reich in uns; - denn ,,das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft".

Du, O Jesu, selbst uns lehre, Recht zu achten auf Dein Wort. Deinen ganzen Will'n erkläre Mehr und mehr uns immerfort. Deinen Geist uns gnädig gebe, Uns Dein Liebesfeu'r belebe, So daß Deines Wortes Kraft Neues Leben in uns schafft
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.5.1

Beitragvon Joschie » 04.11.2008 22:14

1.Kor.5.1

A.Christlieb Paulus gebietet Abbruch der Beziehungen. 1. Korinther 5, 1.

In Korinth war ein betrübender Fall in der Christengemeinde vorgekommen. Ein Gemeindeglied hatte einen schweren sittlichen Fall getan (V. 1). Niemand wagte gegen den Bruder vorzugehen. Man ließ ihn nach wie vor Anteil an der brüderlichen Gemeinschaft der Christen haben.

Paulus erfuhr dies. Er schwieg nicht dazu. Er umging in seinem Brief diesen heiklen, schwierigen Punkt nicht. Er erkannte die Gefahr, welche dadurch für die ganze Gemeinde entstand. Deshalb machte er hier in Strenge von seiner apostolischen Vollmacht Gebrauch. Nicht in fleischlicher Erregung, sondern in heiligem Ernst sprach er das Urteil über ihn aus (V. 3 - 5) und gebot den Gemeindegliedern, den Verkehr mit solchen Menschen abzubrechen. Er betonte dabei ausdrücklich, daß das Aufheben einer Gemeinschaft und eines Verkehrs gerade da nötig sei, wo sich ein Mensch als gläubiger Christ ausgebe und dabei durch lasterhaften Wandel Anstoß gebe (V. 9 - 13).

Der Rat von Paulus für gläubige Christen ist klar und deutlich. Es mag nicht immer leicht und angenehm sein, mit einem Bruder in solchem Falle den Verkehr abzubrechen. Dennoch ist es nötig. Wir müssen dies tun einmal um des gefallenen Mitbruders willen, damit er sich nicht in Leichtfertigkeit über seinen Fall hinwegsetze, und von wahrer Buße und Umkehr fernbleibe. Wir müssen aber auch um der übrigen Christen willen so handeln, damit nicht unter ihnen Gleichgültigkeit gegenüber der Sünde einreiße, und so die Sache des Herrn zum Gespött vor den Ungläubigen werde. Der Apostel, der das hohe Lied der Liebe (1. Korinther 13) schrieb, konnte auch, wenn es zur Ehre Gottes und zum Heil der Gemeinde nötig war, in Strenge vorgehen.

Das Abbrechen des Verkehrs ist in einem solchen Fall der beste Liebesdienst an dem gefallenen Bruder und an der Gemeinde Jesu.
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1.Kor.5.6

Beitragvon Joschie » 05.11.2008 08:17

1.Kor.5.6

C.Eichhorn Nehmen wir es doch recht genau! Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert? 1. Kor. 5, 6

Ein winziges bißchen Gift, das man mit dem bloßen Auge nicht sieht, wenn es ins Blut kommt, kann den ganzen Leib verderben und den Tod herbeiführen. Achte auf das Kleine! Es spielt überall eine wichtige, oft eine unheimliche Rolle. "Die kleinen Füchse verderben den Weinberg." "Eine giftige Fliege verdirbt den ganzen Salbentopf" (Pred. 10, 1). Das Böse hat eine stärkere Ansteckungs- und Verbreitungskraft als das Gute, oder wie der Prediger sagt: "Ein wenig Torheit wiegt schwerer als Weisheit und als die Ehre eines sittenreinen Wesens." Dieses Wort gilt für die ganze Gemeinde ebenso wie für den einzelnen. Eine Gemeinschaft kann aus einem kleinen Anlaß vergiftet werden. Ebenso kann etwas Böses aus kleinen Anfängen das ganze Innere eines Menschen verpesten. So wie die winzigen Bazillen, die man nur durch starke Vergrößerung wahrnimmt, die Erreger der ansteckenden Krankheiten sind. Sie vermehren sich ungeheuer schnell und verseuchen den ganzen Körper. Auch der Sauerteig besteht aus Keimen, die sich außerordentlich vervielfältigen und den ganzen Teig durchdringen: ein Bild der Sünde. Ein Blick erregt böses Begehren in der Seele. Wenn du dieses aufkeimende Gift nicht hinausschaffst, dann breitet sich's weiter aus, bis dein Seelenleben davon durchdrungen ist und die böse Tat aus sich erzeugt. Ein Gedanke spinnt sich weiter, es wird ein ganzes Gewebe daraus, welches das Seelenleben umspannt und verstrickt. Ein gehörtes unreines Wort vergiftet die Phantasie und hängt unreine Bilder in der Kammer der Seele auf; diese entfachen das Feuer der Leidenschaften, berauschen und verführen den Menschen. Oder um ein anderes Bild zu gebrauchen: den Feuerfunken kannst du leicht austreten. Glimmt er fort, kann eine Feuersbrunst entstehen, die nicht zu löschen ist. Den kleinen Riß am Kleid kannst du ohne viel Mühe stopfen. Wird er größer, kostet es viel Arbeit. So ist es mit dem Flecken und dem Rost. Wer sie nicht gleich wegscheuert, der darf sich nicht wundern, wenn die Kleider, die Gefäße und Werkzeuge verkommen! Laßt uns doch radikal und immer sofort gegen das Böse vorgehen! Sonst nistet sich's ein, und wir erschweren uns den Kampf. Wenn wir mit schlechten Gedanken spielen, wird zuletzt furchtbarer Ernst daraus. Wenn wir finstere Begierden nicht an der Schwelle abweisen, nisten sie sich ein und gewinnen Hausrecht. Töten wir die Werke des Fleisches nicht, so bringen sie uns den Tod. Wie das Unkraut in der Natur, so behauptet sich das Böse sehr zäh und hat eine viel stärkere Vermehrungskraft als das Gute. Wer weise ist, wandelt vorsichtig. Töricht ist, wer die kleinen Gefahren nicht achtet, den ersten bösen Anfängen nicht gleich entgegentritt. Nachlässigkeit und Schlamperei im inneren Leben rächen sich bitter. Wer durch die Gnade ein neuer Teig, d.h. ein neuer Mensch geworden ist, der wehre sich gegen das wiedereindringende Alte, der ruhe nicht, bis der letzte Rest des alten Sauerteigs ausgefegt ist!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.5.7

Beitragvon Joschie » 06.11.2008 08:26

1.Kor.5.7

C.O.Rosenius Wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. 1. Kor. 5, 7.

Die Kinder Israel seufzten unter einer schweren, unerträglichen Knechtschaft. Von Ägypten stieg aus ihrer Not und ihrem Jammer ein beständiger Ruf zum Herrn empor. Niemand konnte sie davon befreien. Pharao und seine Heere waren ihnen allzu mächtig. Als dann noch Mose auftrat und zu gebieten anfing, daß sie aus dem Lande der Knechtschaft ausgehen sollten, und er zu ihrem Beherrscher sprach: ,,So sagt der Herr: Laß Mein Volk ziehen!" - da wurden die Knechtschaft und der Druck erst recht schwer. Jetzt wehklagte und seufzte das Volk am stärksten. Es klagte über Mose, der den König nur zu vermehrter Grausamkeit aufgereizt hatte, und verzweifelte jetzt schier an seiner Befreiung von der Knechtschaft. Gerade da aber hatte die Stunde des Herrn geschlagen. Und wie geschah nun ihre Erlösung? Sie geschah durch ein Allmachtswunder Gottes. In einer finsteren, schrecklichen Nacht führte der Herr Seine Rache an den Bedrückern Seines Volkes aus, indem Er alle Erstgeburt in Ägypten schlug. - Und jetzt war es das Blut des Osterlammes, das die Bedrückten vor dem Schwert des gerechten Rächers rettete.

Ist dies nicht ein herrliches Bild von der Erlösung der ganzen Welt, die in Christus Jesus geschehen ist? Haben nicht auch wir eine wunderbare Erlösung zu feiern? Die jetzt dargestellte ist ja nur ein schwaches Schattenbild der Erlösung, die durch Jesu Tod geschah! Die ganze Welt war durch den Sündenfall unter die Gewalt des Teufels gekommen. Gottes Ebenbild war verloren und damit auch der freie Wille. Der Mensch war ein Sklave unter dem Pharao des Abgrundes, regiert und getrieben nach dessen Willen von den Lüsten und Irrtümern, die die ,,Vögte und Amtleute" waren, die er über uns setzte. Unter dieser Knechtschaft seufzte die ganze Menschheit. Sie kannte jedoch ihre Not nicht recht, bevor das Gesetz kam und deutlicher als das Gewissen von den Forderungen Gottes redete. Da erst fing auf Erden die Gewissensnot an, recht groß zu werden. Vom heiligen Gesetz Gottes konnte kein Buchstabe noch ein Tüttel erlassen werden, und das unerschütterliche Urteil des Gesetzes war dieses: ,,Wer da sündigt, der soll sterben" - und ,,da war nicht, der gerecht sei, auch nicht einer."

Aber jetzt erbarmte sich der barmherzige Gott. Er konnte nicht ertragen, daß Sein Ebenbild, Sein Kind, der Mensch, ewig verlorengehen sollte. ,,Da die Zeit erfüllt ward, sandte Gott Seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan, auf daß Er die, so unter dem Gesetz waren, erlöste", wovon schon der Prophet so freudenvoll sang (Jes. 9, 2 u. f.): ,,Vor Dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte. Denn Du hast das Joch ihrer Last und die Rute ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen, wie zur Zeit Midians. Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben."

Beachte, wie der Geist des Herrn auf die Not der ägyptischen Knechtschaft Israels zurückblickt, wenn Er von ,,dem Joch der Last, der Rute der Schulter und dem Stecken des Treibers" redet. Und doch redet Er hier von dem Erlösungswerk Christi für die ganze Welt. Hebr. 2 sagt der Apostel: ,,Nachdem die Kinder Fleisch und Blut haben, ist Er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß Er durch den Tod die Macht nähme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, und erlöste die, die durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten." Gal. 3, 13 sagt der Apostel: ,,Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da Er ward ein Fluch für uns." Und wiederum: ,,Wir haben die Erlösung durch Sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden."

So hat der Geist des Herrn ausdrücklich die Knechtschaft und die Plagen genannt, von denen Christus uns erlöst hat. Er nennt die Sünde, den Fluch des Gesetzes und den Teufel. Endlich redet der Herr auch zu dem letzten Feind, dem Tod, und sagt: ,,Ich will sie erlösen aus der Hölle und von dem Tod erretten; Tod, Ich will dir ein Gift sein; Hölle, Ich will dir eine Pestilenz sein." O, welch eine preiswürdige Liebe! Welch ewiger, mächtiger Trost für unsere armen Sünderherzen! Aller Welt Sünde, aller Menschen Gottlosigkeit und Sündenknechtschaft - von Adam an bis zum letzten Menschen in der Welt - wurde auf das reine Lamm Gottes gelegt. Diese Last drückte unseren Heiland so, daß Er Blut schwitzte; Er jammert und betet, Er seufzt wie das Lamm auf der Schlachtbank, aber Er geht treu hindurch. Aller Fluch des Gesetzes, all seine Drohungen und Strafen wegen der Sünde sammelten sich auf Ihm, so daß Er ein Fluch für uns wurde, uns dadurch aber auch vom Fluch erlöste, so daß wir den Segen empfingen. ,,Vor Dir wird man sich freuen; denn Du hast das Joch unserer Last und die Rute unserer Schulter und den Stecken unseres Treibers zerbrochen."

Schließlich kam auch der Tod, der der Sünde Sold ist, griff das ewige Leben an und tötete es, wurde dadurch aber in den Sieg verschlungen. So nahm Jesus Christus dem die Macht, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, und erlöste uns, die wir durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten. So ist nun unsere Osterfreude und unser Siegesgesang: ,,Der Tod ist verschlungen in den Sieg; Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unseren Herrn Jesus Christus."

Preis Jesu Dir, daß Deine Hand Uns löste aus der Sünde Band! Die Knechtschaft ist auf immerdar Vorbei, jetzt ist das freie Jahr.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.5.8

Beitragvon Joschie » 07.11.2008 08:06

1.Kor.5.8

C.O.Rosenius Laßt uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. 1. Kor. 5, 8.

Wir sollen hier lernen, daß das heilige Passahlamm, Christus, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und der Schalkheit zusammen gegessen werden darf. Was ist das? Es erscheint erschrecklich und mutet nicht recht evangelisch an. Hat es überhaupt in der lieblichen Gnadenlehre des Neuen Testaments Grund und Anwendung? Gewiß! Laßt uns aufwachen!

Manche lesen des Apostels Worte vom Ausfegen des Sauerteigs mit einem Leichtsinn, als ginge es uns nichts an, sondern als gelte es nur den Kindern Israels in Ägypten. Dem aber ist nicht so, es ist ein Stück für einen jeden unter uns. Was aber ist es denn? Das ist es: Wer Ostern halten, wer also Christus zur Seligkeit annehmen will, soll es mit Aufrichtigkeit tun. Er darf nicht mit Falschheit vor das Angesicht des Herrn kommen. Denn gerade diese Falschheit im Geistlichen bewirkt, daß man aus dem Volk des Herrn ausgerottet wird, wie Ananias und Saphira im Neuen Testament ausgerottet wurden, als sie vor dem Geist des Herrn heucheln und lügen wollten.

Der Sauerteig der Bosheit und der Schalkheit ist demnach eigentlich nicht das Sündenverderben und das Unreine, das in unserem Fleisch und Blut liegt und das jedem aufrichtigen Christen anklebt, ihn plagt und ängstigt, sondern er ist jener falsche Sinn, mit dem man den Glauben mit dem Sündendienst, Christus und Belial, Gott und die Welt, das Licht und die Finsternis zusammenmengen will. Dies erkennt man zunächst aus den Worten des Grundtextes. Der Sinn des Wortes ,,Bosheit" bedeutet eigentlich, daß ich nicht nur eine böse Natur habe, sondern auch ,,Sünde tue", in Ungerechtigkeit und in Lastern lebe. ,,Schalkheit" aber bezeichnet eine falsche Seele, die mit ,,allerlei böser Tücke, blinden und giftigen Griffen die Lehre entstellt und den Lebenswandel verkehrt macht." Dies wird noch deutlicher aus den Worten ,,Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit", die den Gegensatz zu jenen darstellen und die Martin Luther folgendermaßen erklärt: ,,Lauterkeit ist, daß da recht und christlich gelebt und getan wird, aus frommem Herzen, so es mit jedermann gut meint, niemandem denkt Unrecht oder Schaden zu tun, und handelt, wie er ihm wollt gehandelt haben. Wahrheit aber ist, daß man nicht falsch noch tückisch, mit Betrug und Falschheit umgeht, sondern daß rechtschaffen und richtig nach dem reinen Gottes Wort gelehrt und gelebt wird."

Die Meinung des Apostels wird besonders aus dem Zusammenhang und aus der Veranlassung deutlich, die zu diesen Worten führte. Wir finden sie 1. Kor. 5, wo er das unheimliche Verhältnis in der Gemeinde zu Korinth erwähnt und bestraft hat, daß sie nicht nur offenbare Sklaven der Laster zu ihren Mitgliedern zählten, daß Hurerei unter ihnen wäre - und zwar so grobe, daß sogar einer unter ihnen seines Vaters Frau habe -, sondern daß sie - beachte es wohl! - zudem noch aufgeblasen waren, sich ihrer geistlichen Erleuchtung und ihrer Apostel rühmten und dabei sicher und unbekümmert waren, als ob alles in Ordnung sei. Darüber sagte der Apostel: ,,Es geht ein gemeines Geschrei, daß Hurerei unter euch ist, eine solche Hurerei, davon auch die Heiden nicht zu sagen wissen. Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, auf daß, der das Werk getan hat, von euch getan würde." Von diesem Verhältnis fügt er noch hinzu: ,,Euer Ruhm ist nicht fein. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert? Darum fegt den alten Sauerteig aus." Dies ist der Zusammenhang.

,,Der Sauerteig der Bosheit und der Schalkheit" ist also jener falsche Sinn, mit dem ein Mensch zwar selig, ein wahrer Christ werden, Ostern halten, Christus annehmen und mit dem Volke Gottes in das verheißene Land gehen möchte, seine Lieblingssünden aber mit auf den Weg nehmen will, ihnen huldigt, sie verbirgt, entschuldigt und verteidigt, und sie nicht abzulegen gedenkt. Das heißt dann Ostern halten im Sauerteige der Bosheit und der Schalkheit. - Der Apostel sagt dazu: Wer unser Osterlamm annehmen will, der soll den alten Sauerteig ausfegen. Gleichwie die Juden alles gesäuerte Brot ausfegten und aussuchten, weil es ihnen bei dem Verlust der Seele verboten war, dies mit dem Passahlamm zusammen zu essen, so muß auch derjenige, der Christus annehmen und an Seiner großen Erlösung teilhaben will, es mit dieser Sache genau so ernst meinen, aufrichtig von allen Sünden und Ungerechtigkeiten Erlösung suchen und nicht die Erlaubnis zur Sünde, sondern Vergebung und Befreiung von ihr suchen. Es ist dies dasjenige, was der Apostel auch von der anderen Osterhandlung, nämlich von der Blutbesprengung, sagt! Er sagt: ,,Lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen, in völligem Glauben, besprengt in unserem Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser." Beachte! ,,Mit wahrhaftigem Herzen", d. h. mit einem Herzen, das ernstlich sucht, ganz und gar des Herrn zu werden, und das darum alles Ihm Mißfällige lassen will.

Laß dir nichts am Herzen kleben, Fleuch vor dem verborgnen Bann; Such in Jesu nur zu leben, Daß dich nichts beflecken kann.
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1.Kor.5.11

Beitragvon Joschie » 08.11.2008 08:19

1.Kor.5.11


A.Christlieb Ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben, wenn sich jemand läßt einen Bruder nennen und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgöttischer oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit dem sollt ihr auch nicht essen. 1. Kor. 5, 11

In Korinth war innerhalb der Christengemeinde ein betrüblicher Fall vorgekommen. Ein Mitbruder hatte einen schweren sittlichen Fall getan. Niemand ging gegen ihn vor. Man ließ ihn ungestört an der brüderlichen Gemeinschaft teilhaben. Paulus erfuhr das. Er erkannte, welche Gefahr durch schwächliche Nachsicht entsteht. In heiliger Strenge machte er von seiner apostolischen Vollmacht Gebrauch. Sein Urteil lautete: ,,Ich habe beschlossen, über den, der solches getan: In dem Namen unseres Herrn Jesu Christi, in eurer Versammlung, mit meinem Geist und mit der Kraft unseres Herrn Jesu Christi, ihn zu übergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf daß der Geist selig werde am Tage des Herrn Jesu." Paulus gebot ferner den Gemeindegliedern, allen Verkehr mit diesem Mann abzubrechen und fügte hinzu, das sei notwendig in jedem Fall, wo ein Mensch sich als gläubigen Christen ausgibt und dabei durch lasterhaften Wandel Anstoß erregt. Der Apostel, der das Hohe Lied der Liebe schrieb (1. Kor. 13), konnte auch in heiliger Strenge vorgehen, wenn es zur Ehre Gottes und zum Heil der Gemeinde notwendig war. Seine Liebe war nicht weichlich, sondern heilig. - Anlaß zu dieser scharfen Maßnahme gibt nicht schon ein einziger Fehltritt. Der kann verziehen werden. Wer aber unordentlich w a n d e l t, d. h. dauernd verharrt in anstößigem Tun, mit dem muß jeder Verkehr abgebrochen werden. Ziel ist dabei, ,,daß er schamrot werde", d. h. in sich gehe und die Schwere seiner Verfehlung erkenne. Das Abbrechen der brüderlichen Gemeinschaft darf nicht zur Feindschaft ausarten. Auch der irrende Bruder ist ein Mitchrist, dessen Zurückkommen uns sehr am Herzen liegen soll.
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1.Kor.5.13

Beitragvon Joschie » 09.11.2008 08:48

1.Kor.5.13


C.H.Spurgeon Das Streben nach Reinheit. Gott aber wird, die draußen sind, richten. Tut von euch selbst hinaus, wer da böse ist. 1 Kor. 5, 13.

Wenn ein Mensch einen Splitter oder sonstigen fremden Gegenstand in seinem Fleische hat, so kann er nicht ruhen, bis er diesen toten Gegenstand entfernt hat, und ob es auch unter vielen Schmerzen geschehen muß. So ist es mit der christlichen Gemeinde. Sie mag viele tote Glieder in sich haben, sobald sie aber anfängt, recht lebendig zu werden, sobald sie kräftig wird durch den Geist Christi, ist ihre erste Bemühung darauf gerichtet, das tote Wesen und die fremden Substanzen auszuscheiden, ob es auch viele Schmerzen machen sollte und obgleich sie an äußerlicher Schönheit verlieren müßte. Und wo dieser Prozeß sich vollzieht - wenngleich wir diejenigen herzlich bemitleiden, die da ausgeschieden werden - können wir doch an innerer Gesundheit nur gewinnen und können Gott für das kräftig gewordene Leben danken. - Livingstone war als Missionar stets besorgt und bemüht, eine große Gemeinde zu vermeiden, die aus bloßen Namenchristen bestand. ,,Nichts," so schrieb er, ,,nichts kann mich dazu bewegen, eine unreine Gemeinde zu gründen. Es klingt ja ganz schön, im Missionsbericht lesen zu können: »Da und dort sind fünfzig Seelen der Gemeinde hinzugetan worden;« aber welchen Wert hat an jenem Tage die große Zunahme, wenn von den fünfzig nur fünf echt waren?" Whitefield pflegte öfter zu sagen, daß er lieber eine kleine Gemeinde von zehn Männern, die vor Gott richtig ständen, haben möchte, als eine große Gemeinde von mehr als fünfhundert Gliedern, über welche sich der Teufel und die Welt ins Fäustchen lache.
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Beitragvon Joschie » 10.11.2008 09:22

1.Kor.6.1


A.Christlieb Wie darf jemand unter euch, so er einen Handel hat mit einem andern, hadern vor den Ungerechten? 1. Kor. 6, 1


Ein peinliches Thema! Gotteskinder in Korinth verklagen sich vor dem heidnischen Richter. Wie groß muß der Schaden für die korinthische Gemeinde gewesen sein! Wie werden die Heiden mit Fingern auf diese Streitigkeiten der Christen hingewiesen haben! - Die Bibel verschweigt die Sünde der Heiligen nicht. Sie nennt sie aber nicht nur, sie zeigt auch den Weg zur Überwindung. - Wir achten zuerst auf die Streitgegenstände. Paulus nennt sie Vers 2 ,,geringe Sachen", ,,zeitliche Güter". Das wollen wir beachten. - Wenn zwei Menschen sich um einen Gegenstand streiten, so wird dieser Zankapfel meist so wichtig, als wäre es ein Himmelreich. Und wenn man es bei Licht besieht, schmilzt alles zusammen zu Nichtigkeiten. Was ist ein kleiner Fetzen Land im Vergleich zum Frieden in der Nachbarschaft?! Was ist ein geldlicher Verlust im Vergleich mit einem Ewigkeitsschaden?! Lassen wir uns nie vom Teufel falsche Brillen aufsetzen. Er vergrößert tausendfach den Gegenstand des Streites. Er verkleinert den Schaden für die Seele. - Die Bibel dagegen rückt alles in das rechte Licht. Das macht uns still und gibt Kraft zum Verzichten. - Paulus macht die Streitgegenstände klein, die Würde und den Stand eines Christen aber groß. Man muß staunen! Er nennt die Christen Beisitzer im Gericht der Ewigkeit. Welche Hoheit! Schon hier auf Erden hat man Hochachtung vor einem, der richterliche Vollmacht hat; letztere erlischt jedoch im Tode. Ein wahrer Christ aber hat eine Würde, die bis ins Jenseits reicht. - Was ist all der Plunder, auf den wir hier verzichten, im Vergleich zu dem, was Jesus gibt?! ,,Die Sanftmütigen werden das Erdreich besitzen!" - Drum: Niemals eitlem Streiten und Prozessieren nachlaufen. Das Ziel droben im Auge behalten! Dann bleiben wir Rechtshändeln fern.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.6.4

Beitragvon Joschie » 11.11.2008 08:48

1.Kor.6.4

A.Christlieb Ihr nehmt die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und macht sie zu Richtern. 1. Kor. 6, 4


Wir sehen eine zweite Gruppe von Dingen, die Paulus teils klein, teils groß macht. Klein gemacht wird das weltliche Gericht. Die Richter an demselben ,,ungerecht", ,,ungläubig", ,,bei der Gemeinde Verachtete" genannt. - Liegt in diesen Ausdrücken etwa eine Verachtung der weltlichen Obrigkeit und der Gerichtsbehörden? Durchaus nicht! Paulus achtet die Obrigkeit. Er stärkt ihre Autorität (Röm. 13, 1-7). Aber hier hat Paulus etwas anderes im Auge. Er sagt: Die heidnischen Richter verstehen nichts von dem inneren Leben, vom Glauben an Gott und Jesus. Bei aller Ehre, die sie als Menschen genießen, sind sie vor Gott verdammungswürdige Sünder. Weil sie die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht besitzen, weil Gott um ihres Unglaubens willen nicht über sie urteilen kann: ,,Du bist mir recht", sind sie ,,Ungerechte". Deshalb sagt Paulus: Zu solchen Leuten lauft ihr mit euren Rechtssachen? Ihr könnt dieselben doch durch irgendeinen Gläubigen schlichten lassen! - Und wie groß macht Paulus die Torheit und Sünde der zankenden Personen! Es beginnt: ,,Wie darf jemand unter euch vor den Ungerechten hadern?" - Es gehört gleichsam eine Dreistigkeit und Frechheit dazu, wenn Glieder der Gemeinschaft Jesu sich im Streit so vergessen! Paulus schreibt Vers 5: ,,Euch zur Schande muß ich das sagen!" - Und Paulus übertreibt nicht, wenn er vom Geist Gottes getrieben, sagt: ,,Ihr tut Unrecht und übervorteilt, und solches an den Brüdern!" - Soweit können sich Christen vergessen! Soweit kann Mammonsgier und Liebe zum Besitz einen Menschen fortreißen, der innere Erfahrungen gemacht hat! - Laßt uns die Schärfe dieser biblischen Ausdrücke gegen prozessierende Christen nicht mit unserer Vernunft abschwächen und fortklügeln! Streitsüchtige Christen sind auf gefährlichem Irrweg. - ,,Warum laßt ihr euch nicht lieber unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen" (Vers 7)?
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor.6.11

Beitragvon Joschie » 12.11.2008 09:12

1.Kor.6.11

S.Keller 1. Kor. 6, 11: «... Ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesu und durch den Geist unseres Gottes.»


Früher ist mir diese Stelle nie aufgefallen, obschon ich das Neue Testament über vierzigmal in verschiedenen Sprachen gelesen habe. Heute aber blieb mein Auge daran haften und ich fragte mich: ist das Selbstwiderspruch des Apostels, der sonst die Rechtfertigung allein durch den Glauben lehrt? Natürlich nicht. Der Glaube ist die Hand; der selig und gerecht macht, bleibt der Heiland, und sein Geist bedient sich dabei des Geistes des Menschen, der allein fähig ist, sein Zeugnis zu vernehmen. Glauben ist eine bestimmte, durch Gottes Geist in unserm Geist gewirkte Fähigkeit, Gnade von oben zu verstehen und zu nehmen, die der ungläubige natürliche Mensch nicht hat. Wir nehmen im Glauben Gerechtigkeit, die es nur im Namen Jesu gibt, und daß wir das tun können, wirkt der Geist Gottes in unserem Geist. Alles, was wir dazu tun können, ist, daß wir unsern Geist als offenes Organ für Gottes Wirkung hinhalten; es ist nur die Entscheidung: ich will nicht widerstreben, ich will mit mir tun lassen, was jetzt Gott mich will erfahren lassen. Unglauben ist der Wille, der Gott und Christo sich nicht ergeben und hingeben will. Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche, ist der tiefste Grund alles Unglaubens.

Wir wollen dir, Herr Jesus, gehorsam sein! Wir danken dir, daß du durch deinen Geist so an uns arbeitest, daß wir sein Zeugnis nicht mehr ablehnen könnten. Lob und Preis sei dir für das Leben, das du uns gabst. Amen.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1.Kor 6.12

Beitragvon Joschie » 13.11.2008 08:05

1.Kor.6.12

C.Eichhorn Der Kampf um die Wahrung der Freiheit Es ist mir alles erlaubt, aber nichts soll mich gefangennehmen. 1. Kor. 6, 12


"Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht." In dieser unwürdigen Knechtschaft befinden wir uns von Natur alle. Christus allein macht freie Leute, die niemand und nichts über sich haben als Gott und ihn allein. Alle andere Freiheit ist nur eine Scheinfreiheit, eine gleißende Knechtschaft. Aber nicht nur die Laster knechten uns, sobald wir uns ihnen hingeben. Es gibt auch unschuldige, harmlose, ja in ihrer Art wertvolle, wichtige Dinge, die uns kein göttliches "Du sollst nicht" verbietet, die uns aber doch von Gott abziehen und der Freiheit berauben. Liebhabereien können zu Tyrannen werden, allerlei Angewöhnungen uns knechten. Viele meinen, sie können rauchen, wenn sie wollen. Aber sie täuschen sich, sie sind an das Rauchen gebunden. Das Essen des täglichen Brotes wird nicht zur Leidenschaft; aber alle Genußmittel können zu Herren werden, die uns knechten. Paulus weiß von Christen, denen der Bauch ihr Gott ist. Das preßt ihm Tränen aus. Unsere irdische Arbeit ist von Gott gewollt. Aber die Arbeit kann uns ganz unterjochen, so daß wir Arbeitssklaven werden. Die Gesundheit ist ein wertvolles Gut, auf dessen Erhaltung wir bedacht sein sollen. Aber die ängstliche Sorge um die Gesundheit darf uns nicht in Fesseln schlagen. Kinder sind eine Gabe des Herrn, aber wie leicht werden sie Gebieter der Eltern! Wo die Eltern wehren und versagen sollten, unterwerfen sie sich dem Eigenwillen, den Einfällen und Launen ihrer Kinder. "Alle Kreatur Gottes ist gut und nichts verwerflich, was mit Danksagung empfangen und genossen wird." Es ist mir als Gotteskind alles erlaubt, aber nichts soll mich gefangennehmen. "Ein Christ ist ein Herr aller Dinge." Aber wie leicht kommt er unter die Dinge, anstatt in königlicher Freiheit über ihnen zu stehen! Wer in der Freiheit bestehen will, für die uns Christus befreit hat (Gal. 5, 1), muß täglich kämpfen, daß ja nichts den Herrn Jesus verdrängt. Denn wir sind nur frei, wenn wir anbeten Gott, den Herrn, und ihm allein dienen. Zweierlei ist nötig in diesem Kampf: 1. Aufrichtigkeit. Der Heilige Geist mahnt uns, wenn wir unser Herz allzusehr an etwas hängen. Gib ihm Gehör; rede dich nicht heraus; gestehe dir, daß du gebunden bist! 2. Entschlossenheit. Wir müssen abbrechen, verzichten, uns versagen. Reiß dein Auge aus, haue Hand und Fuß ab (Matth. 5, 29.30)! Das Wertvollste kann zum Fallstrick werden. Es ist nicht nötig, daß wir alles haben und genießen. Wir können auch nicht alle möglichen Interessen pflegen. Es muß alles dem Herrn untergeordnet werden. Was unser Herz besessen hält und uns immer wieder übermannt, das muß weg. Es muß durchgeschnitten werden, auch wenn die Herzfasern bluten. Schließlich schneidet Gott durch, und dann wird die Kur noch radikaler. "Wir überwinden weit durch den, der uns geliebt hat." Die Liebe, die zu unserer Befreiung den kostbarsten Kaufpreis erlegt hat, gibt uns Kraft, alles daranzugeben, was sich mit dieser Liebe nicht verträgt.
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1.Kor.6.13

Beitragvon Joschie » 17.11.2008 16:31

1.Kor 6.13

C.Eichhorn Die Hingabe des Leibes für Jesus Der Leib dem Herrn, und der Herr dem Leibe. 1. Kor. 6, 13.

Als Jesus von den ihm bevorstehenden furchtbaren Leiden zu seinen Jüngern redete, sprach Petrus: Herr, schone deiner! (Matth. 16, 22). Dies "Schone dein!" sagen wir von Natur gar gern zu uns selbst und denen, die wir liebhaben. Diese weichliche, zärtliche Liebe, die nur schonen möchte, ist jedoch nicht göttlich, sondern menschlich. Unser Leib mit allen seinen Kräften soll dem Herrn gehören und ihm zur Verfügung stehen. Er hat uns erkauft mit kostbarem Lösegeld, und zwar nicht nur die Seele, sondern auch den Leib. Darum sollen wir ihn verherrlichen, nicht nur mit unseren Seelenkräften, sondern auch mit allen Kräften unseres Leibes. Der Apostel Paulus will im Dienst seines Herrn und zum Besten anderer nicht nur alles drangeben, sondern auch sich selbst hingeben und verbrauchen lassen. Ist es denn etwas so Ungeheuerliches, seine Gesundheit und sein Leben für Jesus zu opfern? Wie viele verzehren sich im Dienst ihres Ehrgeizes und reiben sich vor der Zeit auf! Wie viele brechen zusammen unter dem Übermaß der Arbeit, wobei nur Habsucht oder auch Ehrsucht im Spiel ist! Wie viele verkürzen ihr Leben, zerrütten ihre Gesundheit im Sündendienst! Das Unzuchtslaster erfordert Jahr für Jahr unzählige Opfer. Die Trunksucht verschlingt unübersehbar viele kostbare Menschenleben. Und wenn nun der Eifer um das Haus des Herrn, um seine Ehre und um seine Gemeinde jemanden verzehrt, ist das etwas so Bedauerliches und Schreckliches? Ist es nicht vielmehr der höchste Zweck des Lebens? Ist es nicht der Weg, das Leben zu gewinnen, wenn man es um des Herrn willen aufs Spiel setzt und drangibt? Denn wer sein Leben erhalten, für sich haben, genießen und zu diesem Zweck schonen und möglichst verlängern will, der wird's verlieren. Dagegen kann und will Jesus ein Leben in besondere Obhut nehmen, das ihm geweiht wird. Stellst du den Leib ihm zur Verfügung, so steht auch er deinem Leib zur Verfügung mit seiner allmächtigen Kraft. Dies drückt das Wort aus:

"Der Herr dem Leibe." Wenn wirklich Liebe und reiner Eifer für sein Werk dich beseelen, dann läßt er dem Leibe besondere Stärkung und Hilfe zuteil werden. Er kann dich bei Krankenbesuchen vor Ansteckung bewahren. Solange er dich gebrauchen will, erhält er dich. Was du für ihn opferst, kann er dir wieder ersetzen. Man macht herrliche Erfahrungen auch in bezug aufs leibliche Leben, wenn man sich für den Heiland hergibt. Stirbt man früh, so stirbt man doch nicht zu früh. Der Herr wacht über ein Leben, das ihm gelebt wird, und hat sein Zeitmaß genau bestimmt.

Nun so will ich denn mein Leben völlig meinem Gott ergeben. Nun wohlan, es ist geschehn: Sünd', ich will von dir nicht hören; Welt, ich will mich von dir kehren, ohne je zurückzusehn!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1Kor.6.19

Beitragvon Joschie » 17.11.2008 21:26

1.Kor 6.19

J.Kroeker Von unserem Gottgeweihtsein.


"Wisset ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset Gott an eurem Leibe." 1.Kor. 6,19.

Ein geheiligtes Innenleben äußert sich auch in einer geheiligten Leiblichkeit. Man kann nicht innerlich ein Engel und äußerlich ein Teufel sein, nicht die Seele himmlisch pflegen und den Körper der groben Sinnlichkeit preisgeben. Dämonen begnügen sich letzthin auch mit der Körperlichkeit der Säue 1). Gott aber wohnt mit seinem Geiste nur in einem Tempel, der seiner Heiligkeit entspricht.

Diese und manche andere Ausführungen des Apostels zeigen aber, dass unsere Leiblichkeit auch nach dem Fall die Fähigkeit behalten hat, von einem erlösten und geheiligten Geist in dieselbe Heiligung hineingezogen zu werden, in dem er selbst als Gottgeweihter lebt. Zwar seufzen auch wir als Erlöste mit der ganzen Schöpfung unter dem Druck der Vergänglichkeit, da auch unser Leib derselben unterworfen ist. Und wir warten seufzend auf die Sohnesstellung, nämlich auf die Erlösung unseres Leibes 2). Denn durch Sünden und Leiden geschwächt, ist derselbe unfähig, den ganzen Reichtum des Innenlebens so zu offenbaren und zu betätigen, wie es "der Mensch in Christo" ersehnt. Wie viel reicher war z.B. gerade das innere Christusleben eines Paulus als dessen Christusdienst. Musste er doch selbst seine Briefe um der Schwachheit seiner Augen willen von anderen schreiben lassen. Wie manches Glaubensleben ist durch eine gebrechliche Hülle zunächst so gebunden, dass es die Kraft und die Herrlichkeit des Innenlebens nur durch einen leidenden Körper offenbaren kann. Wie unendlich viele gibt es, die ihren Dienst im Reiche Gottes nur in äußerster Schwachheit tun können.

Daher sehnt sich auch der erlöste Innenmensch nach einem entsprechenden erlösten Körper, durch den er sich in seiner ganzen Fülle wird mitteilen können. Aus dieser Sehnsucht heraus beschrieb Paulus auch seine Erwartung auf eine vollendete Leiblichkeit. "Unser Staatswesen aber ist in den Himmeln, woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten, welcher auch unsern Leib der Schwachheit verwandeln wird zur Gleichheit des Leibes seiner Herrlichkeit vermöge der Energien, durch welche Er sich alles unterwerfen kann" 3). Dieser vollendete Herrlichkeitsleib wird fähig sein, ein durch Erlösung vollendetes Innenleben auch vollendet zu offenbaren. In ihm werden wir nicht mehr seufzen unter dem Druck unserer Schwachheit und Leiden. Auch an ihm werden wir dann erleben, dass der Tod verschlungen ist durch das Leben.

1) 1.Kor. 6,19. 2) Matth. 8,32. 3) Phil. 3,20.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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