Gewissheit der Erwählung

Nur für Gläubige, die die fünf Punkte des Arminianismus ablehnen

Moderatoren: Der Pilgrim, Leo_Sibbing

SolusChristus
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Gewissheit der Erwählung

Beitragvon SolusChristus » 20.05.2010 12:15

Woher weiß ich, dass ich erwählt bin?
Zuletzt geändert von SolusChristus am 18.01.2012 23:00, insgesamt 1-mal geändert.

Jose
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Re: Calvin und die Gewissheit der Erwählung

Beitragvon Jose » 10.06.2010 02:54

SolusChristus hat geschrieben: Was sagt ihr zu der ganzen Problematik? Fazit: Johannes Calvin lehrte also nicht, dass wir die Gewissheit der eigenen Erwählung in uns oder bei uns selber finden könnten, sondern allein in Jesus Christus. Der Syllogismus practicus, die Ansicht, dass die Erwählung an der Lebensführung bzw. an Wohlergehen und Wohlstand des Menschen abgelesen werden könne, bildete sich im 17. Jahrhundert heraus und ist eine Perversion der Lehre Calvins und nicht repräsentativ für „den“ Calvinismus.
An die Lehre Calvins, die Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur Seligkeit oder zur Verdammins, ohne selber darauf Einfluß üben zu können, glaube ich nicht. Das wäre eines gerechten Gottes unwürdig .

"Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er über sie." Lukas 19,41. "Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!" Matthäus 23,37.

Warum weinte Jesus? Weil die Juden nicht umkehren wollten. Aber es gilt für alle Menschen, sie müssen sich freiwillig entscheiden. "So sind wir nun Gesandte an Christi Statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!" 2. Kor. 5,20. Warum werden die Menschen ermahnt, warum bitten wir an Jesus statt: Lasset euch versöhnen mit Gott? Weil es eine persönliche Entscheidung ist.

"Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herz und Ohren! Ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geist; wie eure Väter, so auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben die getötet, welche die Ankunft des Gerechten vorher verkündigten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, die ihr das Gesetz durch Anordnung von Engeln empfangen und nicht befolgt habt" Apg. 7,51-53. Stephananos redete den Juden hart ins Gewissen. Sie waren verantwortlich für ihr gottloses Verhalten und nicht etwa der Umstand, nicht prädestiniert zu sein.

In Jesu Liebe,
José

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Zuletzt geändert von Jose am 11.06.2010 17:46, insgesamt 1-mal geändert.

Leo_Sibbing
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Beitragvon Leo_Sibbing » 11.06.2010 14:44

Hallo Jose,

nur als Gedankenanstoß ein paar Bibelstellen:
Off 13,8: "Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten, ein jeder, dessen Name nicht geschrieben ist in dem Buche des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an."
Off 17,8: "Das Tier, welches du sahest, war und ist nicht und wird aus dem Abgrund heraufsteigen und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht in dem Buche des Lebens geschrieben sind von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, daß es war und nicht ist und da sein wird."
Off 20,12: "Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch ward aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken."
Off 20,15: "Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buche des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen."

Wir sehen das bereits vor Grundlegung der Welt feststand wer in die ewige Herrlichkeit eingehen darf, und wer in den Feuersee geworfen wird.


Nun könntest du antworten, dass Gott lediglich in die Zeit voraussah wer sich für Ihn entscheidet bzw. wer nicht, und daraufhin das Buch des Lebens verfasst hat, und dass Er nicht jeden Einzelnen aktiv dazu vorherbestimmt hat oder verordnet hat.

Darauf antwortet uns das Wort Gottes:
[Anm.:] steht für "Anmerkung von mir"
Röm 9,11-18: ""selbst als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten [Anm.: Gott betont hier mit Nachdruck, dass Er nicht darauf schaut was die beiden einmal tun werden oder wofür sie sich entscheiden. Er bestimmt souverän nach seinem Vorsatz der Auserwählung.] (auf dass der Vorsatz Gottes nach Auswahl bestünde, nicht aus Werken, sondern aus dem Berufenden), wurde zu ihr gesagt: "Der Größere wird dem Kleineren dienen"; wie geschrieben steht: "Den Jakob habe ich geliebt, aber den Esau habe ich gehasst."
[Anm.: Nun sagst du das sei ungerecht? Das erahnt Paulus schon.]
Was sollen wir nun sagen? Ist etwa Ungerechtigkeit bei Gott? Das sei ferne! Denn er sagt zu Moses: "Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und werde mich erbarmen, wessen ich mich erbarme". [Anm.: Das ist so, als wenn du deinen Papa früher als Kind, wenn er "Nein" gesagt hat, mal gefragt hast: "Warum denn Papa?" und er Sagt: "Darum!" Gott ist der absolut Souveräne. Er braucht niemandem Rechenschaft über sein Handeln zu geben. Er ist schließlich GOTT.] Also liegt es nun nicht an dem Wollenden[Anm.: Kein Wollen -> keine Entscheidung], noch an dem Laufenden[Anm.: Kein Laufen -> kein Handeln, keine Taten], sondern an dem begnadigenden Gott.[Anm.: Es liegt allein in Gottes Hand wer in den Himmel kommt, und wer nicht.] Denn die Schrift sagt zum Pharao: "Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an dir erzeige, und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde".[Anm.:Gott benutzte den Pharao so wie Er es wollte zu seinen eigenen Zielen: Seinen Namen kundzutun.]
So denn, wen er will, begnadigt er, und wen er will, verhärtet er.[Anm.: Wenn Gott will begnadigt Er, wenn Er verhärten will, verhärtet Er; wir können dagegen nichts tun und auch nichts sagen, denn Gott kann tun und lassen was er will, solange er sein Wort/Bund/Verheißung/Versprechung uns oder sonst wem gegenüber nicht bricht.]""

Lieben Gruß,
Leo
Zuletzt geändert von Leo_Sibbing am 29.06.2010 16:55, insgesamt 5-mal geändert.
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10

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Beitragvon Joschie » 11.06.2010 15:43

Leo hat geschrieben:grundsätzlich steht es dir natürlich frei hier zu schreiben was du willst, aber um solche nicht enden wollenden und fruchtlosen Diskussionen über genau dieses Thema zu vermeiden gibt es diesen Forenbereich "Austausch für »reformatorisch« eingestellte Christen
Die Regel sagt "Beiträge von Teilnehmern, die einen dieser Punkte vertreten oder anderweitig anti-reformatorisch auftreten, werden gelöscht. Ausnahme: Ehrliche, nicht provokativ gemeinte Fragen"
Genau so verstehe ich Jose Fragen,so lange er sich daran hält ist alles in Ordnung $:P $:P
Lieben Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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Re: Calvin und die Gewissheit der Erwählung

Beitragvon Jose » 26.06.2010 18:19

SolusChristus hat geschrieben:Woher weiß ich, dass ich erwählt bin?
Entschuldige, Leo, dass ich mich erneut melde. da ich nicht zu dem Kreis der überzeugten Calvinisten gehöre, aber nach meiner Überzeugung sind grundsätzlich alle Menschen von Gott erwählt. Wenn Gott in Seiner Weisheit und Allmacht Menschen auch als Werkzeuge gebraucht, um z.B. Seine Gerichte auszuüben, dürfen wir das keinesfalls als allgemein gültig bewerten. Entscheidend ist, ob ein Mensch das Opfer Jesu im Glauben für sich angenommen hat und ein Gotteskind wurde.

Wenn ich Beiträge lese, die um die calvinistische Lehre entstehen, da freue ich mich, dass ich Jesus finden durfte ohne von Calvin und überhaupt von der Prädestination zu wissen. Ich hätte ansonsten ein Problem mit Bibelstellen wie: "Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind" Röm 8,16. Mein Anliegen ist, treu in der Nachfolge zu bleiben und nicht den Heiligen Geist zu dämpfen, damit der Herr mich auch korrigieren kann, wenn ich auf einen verkehrten Weg komme.

Was die Lehre Calvins anbetrifft, so habe ich keine innere Freiheit mich wirklich intensiv damit auseinander zu setzen, da ich erkenne, ich komme dabei von dem einfältigen Glauben an Gottes Wort ab. Ich möchte aber, dass Gottes Wort ernstlich zu mir redet, wie beispielsweise in Offenbarung 3,5: "Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln." Wenn ich hier davon lese, dass ein Name aus dem Buch des Lebens ausgelöscht werden kann, so verstehe ich, was in Hebräer 10,39 geschrieben steht: "Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur Gewinnung des Lebens." Auch ich möchte nicht zurückweichen zum Verderben. Mit Gottes Hilfe möchte ich Jesus treu bleiben.

Du hast aber dieses Thema eröffnet und suchst Antworten darauf, daher kann ich verstehen, wenn du an meinen Antworten hier gar nicht interessiert bist. Wenn du nicht möchtest, dass ich mich zu diesem speziellen Thema, den du eröffnet hat, dir antworte, dann lass es mich bitte wissen
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lutz
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Re: Calvin und die Gewissheit der Erwählung

Beitragvon lutz » 26.06.2010 20:39

Hallo Jose,
Jose hat geschrieben:
SolusChristus hat geschrieben:Woher weiß ich, dass ich erwählt bin?
Entschuldige, Leo, dass ich mich erneut melde. da ich nicht zu dem Kreis der überzeugten Calvinisten gehöre
Joschie hat geschrieben:
"Die Regel sagt "Beiträge von Teilnehmern, die einen dieser Punkte vertreten oder anderweitig anti-reformatorisch auftreten, werden gelöscht. Ausnahme: Ehrliche, nicht provokativ gemeinte Fragen"

Leo spricht eigentlich das an, was hier sein sollte - so verstehe ich es:
Keine fruchtlosen und nicht enden wollenden Diskussionen über die Grundbausteine des Glaubens.
dürfen wir das keinesfalls ...
Du hast schon festgestellt, dass es sehr unterschiedliche Ansichten über eine Bibelstelle gibt.
Opfer Jesu im Glauben für sich angenommen hat und ein Gotteskind wurde
.
"Im Glauben annehmen" steht nicht gegen die Überzeugung, für die hier dieser Extrateil eingerichtet wurde.
Wenn ich Beiträge lese, die um die calvinistische Lehre entstehen, da freue ich mich, dass ich Jesus finden durfte ohne von Calvin und überhaupt von der Prädestination zu wissen.
Kannst du dich an das Zitat von Spurgeon in meinem letzten Beitrag an dich erinnern?

http://glaubensstimme.de/doku.php?id=au ... men_sollen
abschließen.
Zitat:
„Laß die Vorsehung Gottes tun, was sie will, deine Sache ist, zu tun, was du kannst. So ist es mit einer armen, suchenden Seele; dieser Seele Sache ist es, den Herrn tun zu lassen, was Er will, aber mittlerweile zu schreien: ,Herr, hilf mir.“ Ganz unterwürfig, aber von Herzen anbetend, liege zu Jesu Füßen, und glaube, daß dieser göttliche Heiland jede Seele, die an Ihm hängt, erretten muß und will. Dies ist der Weg der Weisheit, folge ihm. Gott helfe dir, es zu tun, und es sogleich zu tun. Ich denke nicht, daß ich mehr zu sagen brauche, um euch zu trösten, denn dies mag wohl genügen, wenn der Herr euer Herz geneigt machen wird, sogleich sein Angesicht zu suchen. Denkt aber daran, daß es nie eine Seele gab, die zu Christus kam und von Ihm verstoßen wurde. Denkt auch daran, daß es niemals eine solche Seele geben kann, denn Er hat gesagt: ,Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Denkt auch daran, daß jede Seele, die jemals zu Christus kam, deshalb kam, weil der Vater sie gezogen hatte, und daß jede Seele, die kam, nachher fand, daß es eine Gnadenwahl gebe, in der sie mit einbegriffen sei.“

Dass du mit deinem Denken vom "freien Willen" ... mit den hier formulierten Lehren Probleme hast, ist überhaupt nicht überraschend. Ich kann dich gut verstehen. Würde ich glauben, was du glaubst, ginge es mir ebenso.

Ob eine Lehre wahr oder falsch ist, findet man aber nur durch intensive Auseinandersetzung mit der Schrift heraus.

Ich habe den Eindruck als ob du denkst, dass die Schriftauslegung der "Calvinisten" ein Anpassen an bestimmte Lehrsätze ist.
Das wäre total falsch gedacht.

Schau dir noch einmal das dir auf deine eingestellte Frage angebotene Material an, dann wirst du feststellen, dass es um die Sinnerfassung einer Bibelstelle geht und nicht um "Wegerklären" oder "Umdrehen".
http://www.betanien.de/verlag/material/JamesWhite1.pdf
„Zur These, dass alle Menschen erwählt seien“ : http://www.betanien.de/verlag/material/ ... php?id=126
„Wirksame Sühne“ von Spurgeon aus dem Buch "Erwählt vor Grundlegung der Welt", Betanien - Verlag: http://betanien.de/verlag/material/mate ... t=spurgeon
Auseinandersetzung mit dem Evangeliumsverständnis wie es die Schrift lehrt und wie es aber immer wieder verdreht wird:
http://www.kfg.org/archiv/pdf/artikel/0 ... gelium.pdf

Wenn du das natürlich nicht unternehmen kannst oder was auch immer - wer soll dann auf welcher Basis mit dir reden?
Persönliche Zeugnisse sind keine Grundlage, weil sie zuerst subjektiv sind - sowohl im Erleben als auch in der Interpretation.

Lutz

PS: Da ich die entsprechenden Zitate und Links jetzt nicht habe, füge ich diese sofort über die "edit" - Funktion ein.

Jose
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Re: Calvin und die Gewissheit der Erwählung

Beitragvon Jose » 26.06.2010 23:37

lutz hat geschrieben:Ich habe den Eindruck als ob du denkst, dass die Schriftauslegung der "Calvinisten" ein Anpassen an bestimmte Lehrsätze ist. Das wäre total falsch gedacht.
Danke für deine Zeit, Lutz. Ich fände es aber Schade, wenn wir unter drei Themen den gleichen Austausch führen würden. Schade finde ich auch, dass du meine persönlichen Zeugnisse so abwertest, schließlich möchte ich dadurch nur Gottes Gnade an mir betonen. Ich hoffe, du hast auch wahrgenommen, dass ich sehr viele Bibelstellen erwähne um meine Aussagen zu unterstreichen, auf diese bist du aber bislang so gut wie gar nicht eingegangen, stattdessen bringst du viele Zitate Calvins die selbstverständlich im Sinne Calvins ausgelegt werden.

Zu den persönlichen Zeugnissen: Die Schrift sagt, dass wir bereit sein sollen Zeugnis zu geben von der Hoffnung die uns erfüllt. Ich fände es sehr ermutigend, von dir zu erfahren, wie du den Heiland gefunden hast und was das Zeugnis in dir ist, erlöst zu sein. Ich möchte dich damit nicht provozieren, aber eigentlich sollte jedes Gotteskind mit Freuden so eine Frage beantworten können und erzählen, was der Herr an ihn getan hat.

Ich, für meinen Teil, weiß, dass ich erlöst bin und eine Wohnung im Himmel habe. Nach deinen anderen Beiträgen zu urteilen müsstest du das zwar bestreiten (im Zusammenhang mit "sind Arminianer unsere Brüder"), aber ich möchte mit dir gar nicht darüber streiten. Ich weiß, an wen ich glaube.

Ich grüße dich mit dem Wort
"Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, damit wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind. Davon reden wir auch, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, indem wir Geistliches durch Geistliches deuten." 1. Kor. 2,12.13
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lutz
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Re: Calvin und die Gewissheit der Erwählung

Beitragvon lutz » 27.06.2010 00:56

Jose hat geschrieben:
Ich fände es aber Schade, wenn wir unter drei Themen den gleichen Austausch führen würden.
Das mag sein, aber dieses Thema beschäftigt sich u. a. mit Erwählung und Gewissheit und du hast deine These hier formuliert.
Deshalb muss ich diese Frage zum wiederholten Male stellen, und immer wieder, bis du ...

Was ist hier falsch dargestellt?

„Zur These, dass alle Menschen erwählt seien“ : http://www.betanien.de/verlag/material/ ... php?id=126
Schade finde ich auch, dass du meine persönlichen Zeugnisse so abwertest...
Da hast du micht gründlich missverstanden - es ging mir um die Grundlage auf der Gespräche geführt werden sollen zu diesem Thema.
Entweder wir bewegen uns auf einer objektiven Grundlage oder auf einer subjektiven.
Was Erwählungslehre angeht, kann es nur eine objektive Grundlage sein - weil uns Gott in seinem Wort objektiv davon in Kenntnis setzen muss.
Du erinnerst dich:
Was Gott tut, muss mir Gott selbst sagen durch sein Wort. Dieses Wort liegt uns allen vor. Damit ist ein objektives Prüfen gewährleistet.
Subjektive Erfahrungen liegen nur dem Einzelnen wirklich vor, der sie gemacht hat. Und subjektive Erfahrungen stehen nicht über Gottes Wort!
Ich hoffe, du hast auch wahrgenommen, dass ich sehr viele Bibelstellen erwähne um meine Aussagen zu unterstreichen, auf diese bist du aber bislang so gut wie gar nicht eingegangen
Das mag wohl daran liegen, dass die vorgelegten Bibelarbeiten so voll von Bibelstellen sind, dass ich es mir ersparen möchte, diese herausragenden Arbeiten zu wiederholen.
Deine Gegenargumente vermisse ich.
, stattdessen bringst du viele Zitate Calvins die selbstverständlich im Sinne Calvins ausgelegt werden.
Sieh dir die Links noch einmal in Ruhe an und du wirst feststellen, dass es nicht um Calvin-Zitate geht - sondern um eine Menge Bibelstellen.

Lutz

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Re: Calvin und die Gewissheit der Erwählung

Beitragvon Leo_Sibbing » 29.06.2010 20:28

Jose hat geschrieben:Entschuldige, Leo, dass ich mich erneut melde. da ich nicht zu dem Kreis der überzeugten Calvinisten gehöre
Nein ich muss mich zuerst entschuldigen. Du hast natürlich die Freiheit hier zu schreiben und dich zu diesen Themen zu äußern, denn du bist ehrlich auf der Suche nach der Wahrheit und suchst keinen Streit, sondern möchtest in ruhe diskutieren. Ich hatte ein wenig schroff geantwortet und wurde auch bereits darauf hingewiesen. Ich bitte dich daher um Entschuldigung.

Jose hat geschrieben:Wenn ich Beiträge lese, die um die calvinistische Lehre entstehen, da freue ich mich, dass ich Jesus finden durfte ohne von Calvin und überhaupt von der Prädestination zu wissen.
Davon wusste ich auch nichts, als Gott mich gefunden hat. Ich denke das ist bei den meisten so, dass man das erst später begreift, dass Gott uns sucht und findet und nicht anders herum.

Jose hat geschrieben:Mein Anliegen ist, treu in der Nachfolge zu bleiben und nicht den Heiligen Geist zu dämpfen, damit der Herr mich auch korrigieren kann, wenn ich auf einen verkehrten Weg komme.
Das ist auch mein Anliegen und ich freue mich, dass das bei dir auch so ist, und dass wir uns auf Gott verlassen dürfen, dass er uns den richtigen Weg führen wird und uns die Wahrheit in seinem Wort zeigt, wenn wir ehrlich und eifrig darin forschen.

Jose hat geschrieben:Was die Lehre Calvins anbetrifft, so habe ich keine innere Freiheit mich wirklich intensiv damit auseinander zu setzen, da ich erkenne, ich komme dabei von dem einfältigen Glauben an Gottes Wort ab. Ich möchte aber, dass Gottes Wort ernstlich zu mir redet...
Jose ich hoffe, dass das keine Ausrede ist, um der Eindeutigkeit des Wortes Gottes aus dem Wege zu gehen. Ich habe dir in meiner ersten Antwort einige Bibelstellen genannt und sogar Anmerkungen dazu gemacht und leider bist du bis jetzt überhaupt nicht darauf eingegangen. Ich habe den Beitrag noch einmal der Übersichtlichkeit halber editiert, und ich hoffe, dass du noch darauf eingehst.

Jose hat geschrieben:... wie beispielsweise in Offenbarung 3,5: "Wer überwindet, der wird so mit weißen Kleidern bekleidet werden, und ich werde seinen Namen aus dem Buch des Lebens nicht auslöschen und seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln." Wenn ich hier davon lese, dass ein Name aus dem Buch des Lebens ausgelöscht werden kann, so verstehe ich, was in Hebräer 10,39 geschrieben steht: "Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen zum Verderben, sondern von denen, die glauben zur Gewinnung des Lebens."
Dazu ein Zitat unseres Herrn:
Joh 10,27-28: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir nach. Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen."
"Meine Schafe/Kinder werden in Ewigkeit nicht umkommen" ist eine uneingeschränkte direkte Aussage unseres Herrn und Retters, Jesus Christus. Er sagt an keiner Stelle das Er seine Kinder umkommen lässt.
Im Gegenteil:
Joh 6,37-40&44: "Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, daß ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern daß ich es auferwecke am letzten Tage. Denn das ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage." "Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage."

Jose hat geschrieben:Du hast aber dieses Thema eröffnet und suchst Antworten darauf...
Nein SolusChristus hat das Thema eröffnet und du hast die Diskussion über die Lehre der Vorherbestimmung begonnen und mich mit der provokanten Aussage:
Jose hat geschrieben:An die Lehre Calvins, die Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur Seligkeit oder zur Verdammnis, ohne selber darauf Einfluss üben zu können, glaube ich nicht. Das wäre eines gerechten Gottes unwürdig.
zu einer Antwort gezwungen.


In der Hoffnung auf einen ehrlichen Umgang mit Gottes Wort und einen tiefgehenden Austausch mit dir,
Leo
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10

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Gott ist ein gerechter Gott

Beitragvon Jose » 30.06.2010 00:10

Leo_Sibbing hat geschrieben:In der Hoffnung auf einen ehrlichen Umgang mit Gottes Wort und einen tiefgehenden Austausch mit dir
Danke für deine freundlichen Worte, Leo. Ich will mich gerne mit dir ausstauschen. Du hast Recht, das Thema wurde von SolusChristus eröffnet, aber es hätte dennoch sein können, dass du persönlich dich hier nur mit Gleichgesinnten hinsichtlich der Lehre des Calvinismus austauschen möchtest.
Jose hat geschrieben:An die Lehre Calvins, die Vorherbestimmung jedes einzelnen Menschen entweder zur Seligkeit oder zur Verdammins, ohne selber darauf Einfluß üben zu können, glaube ich nicht. Das wäre eines gerechten Gottes unwürdig.

Du hast meiner Aussage durch deinen Beitrag vom 11.06.2010 15:44 (http://www.betanien.de/forum/viewtopic. ... 5510#15510) einige Bibelstellen als Gedankenanstoß entegengebracht. Insbesondere meine Aussage "das wäre eines gerechten Gottes unwürdig", empfandst du als unangebracht.

Nach allem was ich aus der Schrift erkannt habe, will Gott erretten. Deswegen ist es um so verwunderlicher, davon zu lesen, dass Gott auch verderben will.

Zu Offb 13,8: "Und alle, die auf der Erde wohnen, werden ihn anbeten, jeder, dessen Name nicht geschrieben ist im Buch des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an." Offb 13,8 Wahrlich ein schwieriges Wort, so auch Off 17,8. Ich will ja nicht ausschließen, dass es Menschen gibt, die nicht von Anfang an im Buch des Lebens geschrieben waren. Aber sind es dann die zur Verdammnis berufenen? Ich zögere einfach, weil wir hier eigentlich über Dinge reden die wir nicht ergründen können.

Nun zu Offb 20: Hier ist vom Weltgericht und vom Buch des Lebens die Rede. Hier kann ich mit Bestimmheit sagen, dass es sich hier um das gerechte Gericht Gottes über die Ungläubigen handelt. Allen wird gezeigt, dass sie zu recht ins verderben gehen. Vor diesem Weißen Thron erscheinen die Gläubigen nicht, sie sind längst beim Herrn gem. der Verheißung: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tod in das Leben übergegangen." Joh 5,24

Auf Esau und Jakob sowie dem Pharao gehe ich noch ein. Aber erst gegen heute Abend voraussichtlich.

Du hast sicherlich festgestellt, dass ich in der Zwischenzeit unter Biblische Lehrthemen das Thema Calvin und "Die Lehre von der Prädestination" http://www.betanien.de/forum/viewtopic.php?t=1155] eröffnet habe. Dort habe ich auch bereits einige Beiträge. Vielleicht setzen wir unseren Austausch dort fort.


Einen lieben Gruß,
José
Zuletzt geändert von Jose am 30.06.2010 21:21, insgesamt 1-mal geändert.
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

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Re: Gott ist ein gerechter Gott

Beitragvon Leo_Sibbing » 30.06.2010 19:50

Jose hat geschrieben:Vielleicht setzen wir unseren Austausch dort fort.
Gute Idee, das ist wesentlich übersichtlicher.
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10


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