Errettung

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Konrad
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Errettung

Beitragvon Konrad » 04.12.2017 11:43

Hallo,
bin nach der letzten Predigt in unserer Gemeinde etwas verwirrt.

Der Prediger meinte, das Kinder die sterben, automatisch errettet sind. Diese Sicht hat mich sehr verwundert, da er auch noch dazu Arminianer ist.
Begründet wurde die Lehre mit der Äußerung Jesu, das man die Kinder doch zu ihm kommen lassen solle, da ihrer das Himmelreich ist.
Außerdem wurde als Beleg das verstorbene Kind Davids und Bathsebas angeführt. Nach dem Tod des Kindes sagt David: "Ich werde zu ihm gehen, ...!", David hatte also Hoffnung seinem verstorbenen Baby in der Ewigkeit zu begegnen. Es wurde im Übrigen keine Alterseingrenzung in der Predigt benannt, ab der nun das "Kindsein" für die Errettung genügt und ab wann der Glaube ausschlaggebend ist. Da der Prediger ja nicht an Erwählung glaubt, sondern das die Menschen aufgrund ihrer Entscheidung für Jesus gerettet werden, stehe ich jetzt etwas irritiert da. Was denkt ihr zu diesen Widersprüchen ??! ?
P.S: Bin in einer Brüdergemeinde außerhalb des Bundes, mit meinen reformiert- theologischen en Ansichten dort sehr einsam.

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Joschie
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Re: Errettung

Beitragvon Joschie » 04.12.2017 19:16

Hallo Konrad!
Hier ist der Text eines Buches zu diesem Thema als PDF. Deine Fragestellung beinhaltet ja nicht nur eine Lehrmäßige Komponente sonder auch eine sehr große Seelsorgerische Komponente, dieses sollte man immer im Hinterkopf behalten :idea:
Gruß und Segen von Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

UriKulm
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Re: Kleinkinder Rettung

Beitragvon UriKulm » 11.12.2017 22:24

Hallo Konrad

Deine Bemerkung zum Aufenthaltsort gestorbener Kleinkinder läßt sich aus der Bibel nicht unmittelbar beantworten. Die Bibel richtet sich in Bezug auf "Errettung" an bewußt sich entscheiden könnende Menschen.

Aber sicher scheint mir das Gott alle unmündigen Kinder, egal wo und unter welchen Lebensbedingungen auf der Erde gestorben, in sein Reich aufnimmt.

Das ist ein starker Trost für alle Gläubigen, die ihre von Gott geschenkten Kinder unmittelbar nach dem Willen Gottes abgeben mußten. Gott kennt die Herzen dieser Eltern und ist ihnen besonders nah. Der Trost: Wir werden diese Babys wiedersehen!

Und was die heranwachsenden Kleinkinder angeht, so hat Gott ein besonderes Augenmerk auf sie. Auch besonders auf Kinder die mit erheblichen Behinderungen geboren wurden und sie damit wohl zeitlebens Unmündige bleiben.

Möchten Eltern ihrer von Gott gegebenen Fürsorgepflicht nachkommen und ihre Kinder zu jeder Zeit und unter Beachtung der Ermahnung, die Kinder zum Herrn Jesus hinzuführen, auf betenden Herzen vor Gott bringen.

Wie viele Ehepaare wünschen sich Kinder und ringen mit sich und Gott, weil es einfach nich klappen will mit dem Kinderwunsch. Auch ihnen mein gebet und der Wunsch des Friedens Gottes im Herzen. Ich würde nie sagen wollen, dass es vielleicht besser ist kein Kind zu haben, als es auch als bald wieder hergeben zu müssen. Dr. Martin Luther und viel andere treue Gläubige mußten ihre Kinder früh begraben. Doch Gott hat die trauernden Eltern erhalten mit der gläubigen Annahme: mein Kind ist beim Herrn Jesus!

Bleib dort wo du bist. Es geht doch darum, dort zu sein wo der Herr Jesus verheißen hat in der Mitte zu sein Mt 18,20 und alles von IHM zu erwarten. Und nicht von Geschwistern.

Liebe Grüß0e

Uri Kulm

Mt 21,16 und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber spricht zu ihnen: Ja, habt ihr nie gelesen: „Aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet“ Psalm 8,3?

Mt 19,13-15; Mk 10,13-16; Lk 18,15 Sie brachten aber auch die Kinder {Eig. Säuglinge} zu ihm, damit er sie anrühre. Als aber die Jünger es sahen, verwiesen sie es ihnen. Jesus aber rief sie herzu und sprach: Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kind, wird nicht in dasselbe eingehen.

Psalm 139 zeigt wie Gott selbst die Ungeborenen schon sieht, ihren Keim, und über ihnen wacht.

Jona wird über Gottes treue Fürsorge für 120000 unmündige Kinder in Ninive zurechtgewiesen. Gott vergiss niemand, Kleinst oder Größt, er rettet was sich retten lassen will und was sich (noch) nicht zur Annahme des Evangeliums entscheiden kann.

Was wohl deutlich wird ist die Fessttellung, dass die also zum Herrn Jesus gegeangen Kleinkinder nicht zur Versammlung des lebendigen Gottes, der himmlischen Braut Christi, gehören, sondern in ihrer Stellung den alttestamentlich Gläubigen gleichgestellt sind. Es fehlt ihnen ja noch die Wiedergeburt aus Wasser nd Geist die bei einer bewußten Bekehrung das neue Leben aus Gott hervorbringt.


PS.: Zu dem weitverbreiteten Auffassung von sogenannten "Sternenkindern" will ich mich nicht äußern.


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