Frage zum neuen Jerusalem und neuen Erde

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Manfred01
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Frage zum neuen Jerusalem und neuen Erde

Beitragvon Manfred01 » 16.07.2012 13:26

Der Beitrag wurde abgetrennt von Liebt Gott alle Menschen?
Liebe Brüder, meine Anfrage scheint mit dem Thema nichts zu tun zu haben, aber ich glaube doch:

könnt ihr mir hier eine biblische Antwort geben, dass es im neuen Jerusalem bzw., in der neuen Erde und im neuen Himmel, Bäume geben wird, deren Blätter Nationen zur Heilungen dienen?

Die "Auserwählten" brauchen ja wohl keine Heilung dort mehr.

Bin gespannt auf eure Antwort.

Manfred
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Joschie
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Beitragvon Joschie » 16.07.2012 18:24

Hallo Manfred!
Welche Bibelstellen meinst du genau?
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Manfred01
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Offenbarung 22, 2

Beitragvon Manfred01 » 16.07.2012 18:36

"und die Blätter dienen zur Heilung aller Völker."

Jetzt könnte man wieder diskuttieren, ob "alle" alle sind. Aber selbst, wenn es nur einige Völker wären, dann ist doch gegeben, dass Gott sie liebt, obwohl sie nicht auf der Erde die "Auserwählten" waren, sondern noch Heilung brauchen.

Wenn es von Gott heißt: Gott ist Liebe, dann liebt er ohne Unterschied alle. :!:

Wenn es aber heißen würde: Gott hat Liebe, dann liebt er mit Unterschieden und dann frage ich mich, ob die Beschreibungen der Liebe in 1. Kor.13 auch auf Gott zutreffen, weil ja dort von der Agape die Rede ist.
Liebe Grüße
Manfred
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lutz
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Beitragvon lutz » 16.07.2012 19:20

Hallo Manfred,

was bedeutet denn:
Die "Auserwählten" brauchen ja wohl keine Heilung dort mehr.


Wen siedelst du denn im „neuen Jerusalem“ und auf der „neuen Erde“ an (nach der Schrift)?

Also ich denke nicht, dass man jetzt über „alle“ oder „hat oder ist Liebe“ diskutieren muss – aber über dieses:
Wer ist „Bürger des neuen Jerusalems“?
oder
„Bürger auf der neuen Erde“?
schon.

Momentan stehe ich überhaupt ratlos vor deiner Fragestellung.
Das Nächste wäre ja, ob man sich hier Blätter im wörtlichen Sinne zur Heilung vorstellen soll und welcher Art diese Heilung dann wieder ist (körperlich, …)???
Was muss nach der Schrift im „neuen Jerusalem“ (bzw. auf der neuen Erde) geheilt werden?

Vielleicht kannst du doch etwas mehr ins Detail gehen und deine Gedankengänge nachvollziehbarer gestalten.
Danke.

Lutz

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 16.07.2012 20:56

Hier erstmal der Bibelvers im Kontext:
1 Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. 2 In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. 3 Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, 4 und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. 5 Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe und des Lichtes der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit: Rev.Elberfelder

Gruß Joschie
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Blätter der Heilung

Beitragvon Manfred01 » 17.07.2012 14:32

Liebe Geschwister,

ich wollte mit diesem Bibelvers aus der Offenbarung nur aufzeigen, dass Gott alle Menschen liebt, jetzt und auch nachher, dass ER sogar noch "drüben" geistliche Heilung schenkt.

Ich wollte keine neue Diskussion entfachen, da ich weiß, dass manche anderer Meinung sind.

Aber bitte: Ich diskuttiere gerne.

Liebe Grüße
Manfred
1.Kor.14. 26: Lasset alles geschehen zur Auferbauung.

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 18.07.2012 19:56

Bibelfundi hat geschrieben:ich wollte mit diesem Bibelvers aus der Offenbarung nur aufzeigen, dass Gott alle Menschen liebt, jetzt und auch nachher, dass ER sogar noch "drüben" geistliche Heilung schenkt.

Was verstehst du unter "jetzt", "nachher" und sogar noch "drüben" ganz konkret ??!
Gruß Joschie
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Joseph28
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Beitragvon Joseph28 » 19.07.2012 02:48

Bruder Manfred…

Diese Verse in der Offenbarung sind sehr interessant, und daher sind sehr bedeutungschwer für uns.

Offenbarung 22, 1-5 (Schlachter 2000) hat geschrieben:1 Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes.
2 In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.
3 Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.
5 Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Die Blätter sind das, was einen Baum bedecken.

Als Adam und Eva gegen Gott sündigten, griffen sie auf das „Heilsmittel“ der Feigenblätter, um ihre Nacktheit zu bedecken laut 1. Mose 3, 7. (Dieses „Heilsmittel“ der sichtbaren Blätter war ein Versuch, um den Zustand des unsichtbaren geistlichen Todes zu bedecken.) Gott mußte das Blut eines Tieres vergießen (1. Mose 3, 21), um die Scham zu bedecken, die Sünde offenbart hat. Als Folge dieses Ungehorsams gegen Gott, wurde das Habitat des Menschen verflucht (1. Mose 3, 17-19)

Im neuen Himmel und neuen Erde, wird Gottes Fluch endlich entfernt werden. Gottes Fluch wird nicht mehr über das Habitat des Menschen herrschen. Die Blätter von dem Baum des Lebens sind das „Heilsmittel“, das den Fluch bedecken (und damit heilen) wird.

Offenbarung 22, 1-5 (Schlachter 2000) hat geschrieben:1 Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes.
2 In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus, [war] der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine; und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker.
3 Und es wird keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.
5 Und es wird dort keine Nacht mehr geben, und sie bedürfen nicht eines Leuchters, noch des Lichtes der Sonne, denn Gott, der Herr, erleuchtet sie; und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Denke daran, wie die Blätter einen Baum bedecken. Die Blätter des Lebens bedecken, und damit entfernen, den Fluch des Todes. Lass mich wiederholen: der Tod Jesu Christi entfernt nicht den Tod, sondern die Sünden der Welt. Es war sein Leben, das den Tod entfernt. Der Fluch auf das Habitat des Menschen war der Fluch DES TODES. Zum Beispiel...

1. Mose 3, 19 (Schlachter 2000) hat geschrieben:19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du [dein] Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!

Im Schluß, ist Jesus der Baum des Lebens, wer der versprochene Samen ist. (Bitte klick hier.) Der Baum ist ein Fluch für die Sünden der Welt geworden (Galater 3, 13). Sein Tod entfernt unsere Sünden, aber sein ewiges Leben entfernt den Tod, denn er das Grab durch seine Auferstehung eroberte. Die Blätter von dem Baum des Lebens sind das Heilsmittel, das die Heilung des Habitats von Menschen verursacht. Das Leben bedeckt den Tod, um ihn zu entfernen. Oder anders gesagt, ist der Fluch auf das Habitat des Menschen für immer und ewig daher entfernt durch das „Heilsmittel“ der Blätter des Lebensbaumes.

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 21.07.2012 22:57

Bibelfundi hat geschrieben:Jetzt könnte man wieder diskuttieren, ob "alle" alle sind. Aber selbst, wenn es nur einige Völker wären, dann ist doch gegeben, dass Gott sie liebt, obwohl sie nicht auf der Erde die "Auserwählten" waren, sondern noch Heilung brauchen.


Um zu dieser Interpretation zu kommen (wenn man diese so überhaupt nennen kann) musst du ja voraussetzen, dass mit Heilung keine körperliche gemeint sein kann -dies musst du aber bitte belegen. Weiterhin musst du dich mit der Frage auseinander setzten, wie Nichterwählte zu Erwählten werden, und dies deutlich anhand der Schrift belegen. Bis dahin bleibt deine Interpretation eine leere Behauptung, die es nicht weiter bedarf widerlegt zu werden.


Bibelfundi hat geschrieben:Wenn es von Gott heißt: Gott ist Liebe, dann liebt er ohne Unterschied alle.


Wer sagt, dass wenn Gott die Liebe ist, dass er ohne Unterschied liebt? Woher hast du diese Aussage und wie ist diese mit der Schrift zu vereinen?

Wenn Gott die Liebe ist, heißt es, dass er Menschen nicht hassen kann?

Gruß

Peter

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Gott ist Liebe

Beitragvon Manfred01 » 22.07.2012 13:38

Ich brauche wohl nicht alle Verse aus dem 1. Joh.Brief zu zitieren, wo es heißt, dass Gott Liebe ist.
Und wenn es in 1.Joh.2,2 heisst, dass Jesus die Versöhnung für unsere Sünde ist und nicht allein für die unseren, sondern für die der ganzen Welt, dann ist das Liebe zu allen.
Mit "ganze Welt" sind ja nicht die Bäume gemeint, sondern Menschen.

Wenn Du schreibst, "ob Gott nicht hassen kann", dann muss ich dich darauf aufmerksam machen, dass das Wort "hassen" in unserem deutschen Verständnis nicht dem biblischen Verständnis entspricht, sondern dass die biblische Bedeutung ist: an zweite Stelle setzen oder benachteiligen.

Natürlich betreffen die Heilung der Blätter die geistliche Gesundheit.

Und wenn Du Jes 66 am Schluß liest, da merkst du, dass selbst in Neuen Jerusalem die Liebe Gottes noch zu allen Menschen gleich ist.

Und in Psalm 22, 28: Es werden vor ihm anbeten alle Geschlechter der Erde, Ihm werden alle die Knie beugen, die zur Erden hinunter gefahren sind.

Und in Psalm 86, 9: Alle Nationen die du gemacht hast werden kommen und sich huldigend vor dir niederwerfen und deinen Namen verherrlichen.

Warum habe ich diese Stellen alle zitiert:
Um aufzuzeigen, dass Gott alle Menschen liebt und sie diese Liebe mit Anbetung erwidern.

Wo kommen denn die Menschen her, die auf der neuen Erde leben, wenn es nur die wären, die hier schon gläubig sind?

Und woher kommen die, welche sich weigern anzubeten und deren Fleisch zum Abscheu vor den Toren des neuen Jerusalems liegen nach Jes.66?

Noch ein Wort zu der "Auserwählung":

Ja, es gibt eine Auserwählung in der jetzigen Zeit zum Glauben und damit zur Gemeinde- dem Leib Christi.

Damit ist aber noch nicht Schluß, wie oben zitierte Stellen zeigen.

Nein, ich bin kein Allversöhner, ich weiß aber, dass die Summe des Wortes die Wahrheit ist.

Liebe Grüße
Manfred
1.Kor.14. 26: Lasset alles geschehen zur Auferbauung.

Shalom
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Beitragvon Shalom » 23.07.2012 04:59

Hallo Manfred,

jetzt habe ich verstanden, was du meinst.
Schau, es gibt keine Bäume (Plural) zur Heilung (wie du oben anfragst), die etwa ständig mit ihren Blättern heilen, sondern nur EINEN Baum, mit der Symbolik auf Jesus Christus.
Joseph hat dies gut erklärt.
So ist auch die zwölfmalige Frucht, eine Symbolik auf die Apostel (u.Stämme?). Das hieße, wer an die Verkündigung der Apostel glaubt, wird geheilt.

Beachte nun Vers 3: "und es wird kein Fluch mehr geben"...Wo kein Fluch, da brauchts auch keine Heilung mehr. Daher erübrigt sich die Frage, ob die Auserwählten im neuen Jerusalem/neue Erde noch Heilung bräuchten.

Und wenn es in 1.Joh.2,2 heisst, dass Jesus die Versöhnung für unsere Sünde ist und nicht allein für die unseren, sondern für die der ganzen Welt, dann ist das Liebe zu allen.
Mit "ganze Welt" sind ja nicht die Bäume gemeint, sondern Menschen.


Vor Grundlegung der Welt sind wir in Jesus Christus auserwählt.
So hat Gott (Vater) nur auf seinen Sohn geschaut, als er alle Sünden bestrafte (weil Jesus ALLE Sünden getragen hat)
So sieht Gott (Vater) auch nur auf seinen Sohn, wenn Er liebt.
Gottes Liebe gilt also Jesus Christus. Sind wir in IHM, nehmen wir Anteil.

Menschen, die Jesus nicht annehmen, sieht Gott nicht an (so wird es auch nach dem Tod sein).
Für Gott gibt der Sünder diese Bild ab :
Jes.60,2 (Schl):
"Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker;"
Gott sieht u. liebt nur die Teilhaftigen am Leib Jesus. Sünder bleiben in der Finsternis.

Römer 2,11 (Schl)
Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person;

Dies ist das gerechte Gericht und LIEBE Gottes über alle Menschen.

Shalom

Edit: vergiss die beiden unterschiedlichen "Samen" nicht (1.Moses)

Shalom
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Beitragvon Shalom » 23.07.2012 06:17

Ja, es gibt eine Auserwählung in der jetzigen Zeit zum Glauben und damit zur Gemeinde- dem Leib Christi.

Damit ist aber noch nicht Schluß, wie oben zitierte Stellen zeigen.

Das Thema lässt mir jetzt keine Ruhe.
In deinen oben aufgelisteten Psalmen/Stellen kann man beim weiterlesen erkennen, dass nicht alle gerettet werden.

In Hebr.9,27 steht:
"Und so gewiß es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,..."

Du bist also der Meinung, dass es danach noch eine Chance gibt? Wie kommst du darauf?
Es gibt eine Stelle in Jesaja 65, die ich nicht verstehe. Bisher hatte ich den Vers auf das 1000jährige Reich bezogen, indem Satan nur gefangen ist (u.wieder losgelassen wird) , und die verdorbene Natur einiger Menschen (ohne Satan), ans Licht kommt

Jes.65,20 (Schl)
Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen; sondern wer hundertjährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten, und wer nur hundert Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten

Diese Zeit kann ja noch nicht angebrochen sein, sonst würden wir alle, unter 100 J., verflucht sein.

...danach erst unsere Verherrlichung und das ewige Leben auf der neuen Erde.

Unter diesem Verständnis könnte ich deine Aussage: dass noch nicht Schluss ist, verstehen worauf du hindenken willst.
:oops: ,das ist jetzt sehr gewagt und eine verständliche Erklärung zu Jesaja 65, wäre hilfreich.

Shalom

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Peter01
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Beitragvon Peter01 » 23.07.2012 11:57

Bibelfundi hat geschrieben:Ich brauche wohl nicht alle Verse aus dem 1. Joh.Brief zu zitieren, wo es heißt, dass Gott Liebe ist.


Ne, das brauchst du wirklich nicht, das wissen wir. Es geht nicht darum ob Gott die Liebe ist oder nicht, es geht um deine Interpretation: Ist Gott die Liebe, muss er folglich jeden einzelnen Menschen lieben. Dies ist aber eine Fehlinterpretation.

Bibelfundi hat geschrieben:Und wenn es in 1.Joh.2,2 heisst, dass Jesus die Versöhnung für unsere Sünde ist und nicht allein für die unseren, sondern für die der ganzen Welt, dann ist das Liebe zu allen.
Mit "ganze Welt" sind ja nicht die Bäume gemeint, sondern Menschen.


Es steht, dass Jesus das Sühneopfer (nicht die Versöhnung) für die Sünden ist. Desweiteren muss hier wiederum sagen, dass deine Interpretation nicht biblisch ist. Mit "Welt" sind nicht alle Menschen gemeint, ansonsten würde es auf die Allversöhnung hinauslaufen und das ist eine fürchterliche Irrlehre. Aber wenn du auch sagst, dass Jesus sein Blut für jeden einzelnen Menschen vergossen hat, und gewisse Menschen doch verloren gehen, dann ist es nicht weniger schlimm, wie die Irrlehre der Allversöhnung, denn dann sprichst du dem Blut Jesus die Kraft zu retten ab.

Weiter: Wenn du mir bezüglich 1Joh 2,2 eine Eingrenzung auf das Wort "Welt" vorwirfst (weil das wort "kosmos") -so vielleicht dein Verständnis- von sich aus keine Eingrenzung erlaubt, dann antworte ich im voraus: Ja, ich grenze das Wort "Welt" hier ein, aber nicht willkürlich, sondern im gesamten Kontext der Schrift, da die Bibel uns sehr deutlich sagt, dass Menschen verloren gehen werden und es keine Allversöhnung geben wird und folglich Jesus nicht für jeden einzelnen Menschen gestorben sein kann.

Desweiteren werde ich auch dir vorwerfen, warum du das Wort "Welt" eingrenzt. 'Denn du selbst setzt voraus, dass hier mit Welt keine Bäume gemeint sein können.

Bibelfundi hat geschrieben:Wenn Du schreibst, "ob Gott nicht hassen kann", dann muss ich dich darauf aufmerksam machen, dass das Wort "hassen" in unserem deutschen Verständnis nicht dem biblischen Verständnis entspricht, sondern dass die biblische Bedeutung ist: an zweite Stelle setzen oder benachteiligen.


Mir ist klar, dass du diese Interpretation vom Hass voraussetzen musst, weil es in dein Verständnis hineinpasst, doch muss ich hier deutlich widersprechen. Mit solcher Art von Argumenten kommen wir hier nicht weiter. Denn ich könnte dir genauso sagen: "Wenn geschrieben steht, dass Gott die Menschen liebt, dann heisst es eigentlich nicht, dass er sie liebt, sodern....-und hier könnte ich dir einfach etwas beliebiges nennen, das eben, was in mein Verständnis passt. Aber wie gesagt, dies sind keine Argumente, sondern Mißbräuche der Wortbedeutung der Heiligen Schrift. Wir sollten uns davor hüten die Worte Gottes in seinem Mund umzudrehen.

Wenn es daher geschrieben, steht, dass Gott die Sünder hasst, dann kannst du mir nicht erzählen lieber Manfred, dass dies bedeutet, Gott würde die Sünder nur an zweite Stelle setzen. Nein, das ist eine fürchterliche Wortvergewaltigung.

Weiterhin zeigt keine einizge Stelle, die du im Anschluss angeführt hast, dass GOtt jeden einzelnen Menschen liebt. Du interpretierst wieder etwas hinein, was der Text so nicht hergibt. Achte bitte in Zukunft mehr darauf Manfred.

Gruß

Peter

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Joseph28
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Beitragvon Joseph28 » 24.07.2012 01:51

Bruder Petrus...

Ich habe eine Frage, und ich stelle diese Frage zu dir ohne Sarkasmus.

Wie kann man identifizieren die Person, die Gott nicht liebt? Oder um diese Frage genauer gesagt zu stellen, im Neuen Bund wie kann man die Person feststellen, die Gott hasst?

Im Alten Bund war Gottes direkte Gnade nur verfügbar an die Empfänger der Verheißungen, die an Abraham, Isaak, und Jakob gemacht wurden. Im Neuen Bund ist Gottes direkte Gnade nur zur Verfügung an die Empfänger des Evangeliums. Wenn wir nicht glauben, dass Christus für alle Menschen gestorben ist, dann muß es einige Sünder geben, für die Christus starb nicht. (Diese Männer sind die Sünder, die Gott hasst.) Diese Sünder werden niemals verziehen werden, denn sie wurden nie von Gott geliebt, und deshalb sollten wir auch sie lieben nicht.

Also gehe ich auf meine Frage zurück: wie kann man diese Sünder identifizieren, die von Gott nicht geliebt sind? Das heißt, wie kann man den Fehler vermeiden, um diejenigen zu lieben, die in der Tat von Gott nie geliebt waren? Bitte habe das Verständnis, dass die Frage nach der Auserwählten Gottes steht hier nicht in Frage.

Meiner Meinung nach, starb Christus für alle Menschen, aber nicht alle sind auserwählt zum ewigen Leben. Zum Beispiel...

Titus 3, 4-7 (Schlachter 2000) hat geschrieben:4 Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien,
5 da hat er uns — nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit — errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,
6 den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter,
7 damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.

Vers 5 zeigt an, dass die „Menschenliebe“ Gottes erschein. Diese Verse auch zeigen, dass man nur durch Gerechtigkeit zum ewigen Leben gerettet ist. Nur die Auserwählten empfangen ewiges Leben, ungeachtet dessen, dass das Blut Christi für alle Menschen vergossen wurde wegen der Liebe Gottes für alle Menschen. Nur die Auserwählten empfangen Gottes Gerechtigkeit durch Glauben und damit ewiges Leben. Ohne Gerechtigkeit und ewiges Leben, bleibt der Sünder da geistlich tot. Die Entfernung der Sünden durch das Blut Christi entfernte nicht geistlichen Tod; nur sein ewiges Leben durch Gerechtigkeit entfernt geistlichen Tod gemäß dieser Verse.

Deshalb predigen wir das Evangelium zu ALLEN Menschen. Gott liebte alle Menschen, aber nicht alle auserwählt sind. Die Auserwählten Gottes sind gerettet durch das Waschen des ewigen Lebens, das unseren geistlichen Tod entfernt. Damit sind wir wiedergeboren durch dieses Wasser des ewigen Lebens. Diese „Taufe“ ist die Erneuerung durch den Dienst des Heiligen Geistes.

Um die Frage zu beantworten, in dem Neuen Bund gibt es keinen, für wen Christus nicht gestorben ist — damit hieß es „das Evangelium des Friedens“ (Epheser 6, 15). Deshalb gibt es keine biblischen Grundlage, um ein Argument festzulegen, dass Gott bestimmte Kategorien von Sündern hasst, aber nur andere liebt. Gott ist geduldig, und wünscht, dass ALLE gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Timotheus 2, 3-4)...... aber wie gesagt oben, nicht alle gerettet sind.

Liebe Grüße,
Joseph

Shalom
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Beitragvon Shalom » 24.07.2012 04:46

Wenn Christus' kostbares Blut für alle Menschen vergossen wurde, also auch für "das Unkraut" im Ackerboden (von dem ER selbst spricht), erinnert es mich doch sehr an diese Tat:

1.Mo.4,10-11 (Schl.)
Er aber sprach: Was hast du getan? Horch! Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von dem Erdboden! Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!

und Jesus bestätigte Seinen neuen Bund auch mit der Saat des Widersachers?!!

Lukas 22,20 (Luth.)
Desgleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird

Warum warnt Johannes ausdrücklich vor der Welt, ein paar Verse weiter ?

1.Joh.2,15.17 (Luth)
Habt nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. So jemand die Welt liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
Denn alles, was in der Welt ist: des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

Aaaron hätte keinen Unbeschnittenen und Fremden zum Sühneopfer in die Stiftshütte gelassen!
Jeder Sklave musste sich im AT an die Gesetze halten und es wurde ihnen ein Pfriem durchs Ohr getrieben,
das Ohr für Gottes Wort geöffnet. Es wurde also für keinen Fremden geopfert.

Gott liebt alle Menschen, bringt das Sühneopfer durch Blut u.Schmerzen und lässt doch viele verlorengehen weil sie nicht auserwählt sind?
Für mich ist das zu irre.
Wo fängt der Gläubige heute noch an, sich abzusondern - zu heiligen - von der Welt, wenn es jetzt schon heißt, dass das Blut Christi für alle vergossen wurde.

Shalom


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