Satan und der Unglaube!

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Joseph28
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Beitragvon Joseph28 » 30.08.2012 07:21

Joschie hat geschrieben:Joseph, es würde mich schon interessieren wie Du Johannes 20.22 mit Apg 1.4-8 zusammenbringst?

Bruder Joschie...

Der Begriff ist schwer zu erklären, aber ich werde es versuchen, deine Frage zu beantworten. Die Antwort liegt im Verständnis des Neuen Bundes, und die Beziehung des Neuen Bundes mit dem Reich Gottes auf Erden.

Erstens, der Alte Bund und der Neue Bund haben Parallelen im hebräischen Kalender. Wie man weiß, hat der Tod Christi seine Parallele in dem Passah des Alten Testaments. Bitte klicke hier. Es ist kein Zufall, dass das Wort Gottes nicht gebrochen werden kann: diese Parallelen sind exakte Übereinstimmungen. Das Alte Testament und das Neue Testament sind in völliger Harmonie. Einer ist der Schatten, und der andere ist die Substanz.

Daher teilen die Festtagen des Alten Testaments und Neuen Bundes auch die gleichen Gemeinsamkeiten. Bitte klicke hier. Bitte beachte die Beziehung zwischen dem Passah und Pfingsten (Schawuot). Obwohl denken wir nicht an Pfingsten als ein Feierntag, gibt es eine direkte Parallele zu dem Festtag der Erstlinge (Schawuot) im Alten Testament, wann Gott den Alten Bund zu Israel geoffenbart hat, um sein Reich auf Erden einzurichten. Vielleicht war es kein Zufall, dass am Tag von Pfingsten einige dachten, dass die Gläubigen damals „mit süßem Wein“ am Feiern waren (Apg 2, 13).

Nun, hier ist der komplizierte Teil.

Es gibt fünf Aspekte des Neuen Bundes.

1. Die Vergebung der Sünden
4. Das Schreiben des Gesetzes Gottes auf dem Herzen und Sinne
3. Universal-Erkenntnis des Herrn über die ganze Erde

Diese drei Aspekte sind in Hebräer 8, 8-12 gefunden als auch in den entsprechenden Passagen in Jeremia 31, 31-34. Es gibt noch zwei andere Aspekte in Hesekiel 36, 25-26 gefunden. Jesus bezog sich auf dieser alttestamentlichen Textstellen in Johannes 3, 5 als er Nikodemus sagte, dass man sich „durch Wasser und Geist“ geboren werden musste--

4. Das Geschenk des Heiligen Geistes
5. Das Geschenk des ewigen Lebens (das Waschen mit „Wasser“)

Es ist sehr wichtig zu beachten, dass der Neue Bund (gemäß der alttestamentlichen Textstellen) zu den biologischen Nachkommen Abrahams (Israeliten) gegeben wurde, die den Alten Bund in der Tat auch empfangen hatte. Das heißt, wurden beide Bünde zu Israel gegeben.

Nun, diese fünf Aspekte des Neuen Bundes wurden nicht zur gleichen Zeit enthüllt. Zum Beispiel, in seiner frühen Geistlichkeit (Gottesdienst), sagte Jesus zum Aussätzige, dass er sich an die Priester vorstelle (Matthäus 8, 4 und Lukas 5, 14), weil es erforderlich nach dem Alten Bund war (als man von Aussatz geheilt wurde), ein Opfer von den Priester zu opfern. Doch als seine Geistlichkeit (Gottesdienst) ging weiter, wurde Leute reinigt und verziehen von ihren Sünden durch das Wort Jesu ohne keine Rücksicht auf die Anforderungen im Alten Bund für ein Tier zu opfern. So sehen wir den ersten Aspekt des Neuen Bundes (#1) offenbart in den Evangelien. Vor seinem Tod, Begräbnis und Auferstehung erklärte Jesus selbst, dass alle Speisen reinigt waren (Markus 7, 19). Jesus hob das Gesetz nicht auf, sondern zeigte er, dass die Ersetzung des Alten Bundes durch den Neuen Bund bereits begonnen habe. So könnte man auf sicherem Boden sagen, dass Jesus bestimmte Aspekte des Neuen Bundes vor Pfingsten eingeführt hat. Ein weiteres Beispiel ist das heilige Abendmahl, als Jesus machte die formale Einführung des Neuen Bundes zu seinen Jüngern durch das Brot und den Kelch, der „das Blut des Neuen Bundes“ war. Am Tag seiner Auferstehung, hauchte er an den Jüngern, und deshalb gab ihnen den Heiligen Geist, die vor dem Tag von Pfingsten geschah.

Was also war einzigartig um Pfingsten?

Die Einzigartigkeit von Pfingsten war dreifach: (1) Pfingsten war die formale Offenbarung Gottes zu Israel (zum Beispiel, durch die Geistesgabe der begreiflichen und übersetzbaren Zungenreden), dass der Neue Bund da in voller Kraft tritt; (2) Alle Gläubigen wurden Mitglieder des Leibes Christi. Diese Vereinigung mit dem Leib Christi wurde nicht offenbart im Alten Testament. Das heißt, es gibt fünf Aspekte des Neuen Bundes, aber der sechste Aspekt, der die Vereinigung mit dem Leib Christi ist, wurde nicht im Alten Testament offenbart, so war es da ein Geheimnis laut Epheser 3, 1-7. Deshalb alle Nichtjuden haben Zugang zu den Neuen Bund, weil sie zum ersten Mal mit Christus verbunden sind. (3) Da die Vereinigung mit Christus am Pfingsten begann, war Pfingsten auch die Rückkehr des Reiches Gottes auf die Erde, um in seinem Tempel (Leib Christi) innezuwohnen. Bitte klick hier. Das Reich Gottes wird nun von Gott verwaltet durch den Leib Christi (Tempel) auf Erden, so markierte Pfingsten (wie „Schawuot“ im Alten Testament) auch den Beginn hier des unsichtbaren Reiches Gottes auf Erden.

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 02.09.2012 18:12

Joseph28 hat geschrieben:
Joschie hat geschrieben:Joseph, es würde mich schon interessieren wie Du Johannes 20.22 mit Apg 1.4-8 zusammenbringst?

Bruder Joschie...

Der Begriff ist schwer zu erklären, aber ich werde es versuchen, deine Frage zu beantworten. Die Antwort liegt im Verständnis des Neuen Bundes, und die Beziehung des Neuen Bundes mit dem Reich Gottes auf Erden.

Joseph, es ging mir in meiner Frage nicht um die Deutung von einem speziellen Begriff, sondern es geht, wie man beim Lesen der beiden Bibelstellen unschwer feststellen kann um die Frage: Wann und wo haben die Jünger den Heiligen Geist empfangen? Joseph, meine Fragestellung geht zuerst in dem Bereich der Pneumatologie. In deinem Beitrag benennst du eine ganze Reihe von Themen, wie unter anderem: der Alte Bund und der Neue Bund, haben Parallelen im hebräischen Kalender. Es gibt fünf Aspekte des Neuen Bundes und Reiches Gottes auf der Erde, um in seinem Tempel (Leib Christi) inne zu wohnen. Das Problem in deinem Beitrag ist, dass deine Ausführungen auf meine eigentliche Fragestellung nicht eingehen. Joseph, diese Ausführungen mögen dir ja sehr wichtig sein, da man sie ja auch zum Teil in einem anderen Forum findet.Für mich ganz persönlich ist dein Beitrag vom 30.08.2012, eine Mischung von überzogener Typologie, philosophischen Einschüben und etwas Mystik.In Anlehnung an Apg 8,30 frage ich dich Joseph, verstehst du auch, was du hier schreibst?
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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