Frauenordination

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Berajo
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Frauenordination

Beitragvon Berajo » 14.07.2014 11:26

Liebe Geschwister im Herrn,

ich eröffne mal dieses Thema, weil es auch in evangelikalen Kreisen immer mehr diskutiert wird. Dazu ein älterer Link:

http://de.dwg-radio.net/News-Achiv_Frau ... 44d152s60/

Kay Arthur ist wohl sehr dafür:

http://www.erf.de/fernsehen/mediathek/p ... 2f720c91df

Eine Frau soll vor allem in der Gemeinde nicht lehren (Vgl. 1Kor 14,34 und 1Tim 2,12).

Die Ausnahme, dass sie jüngere Frauen unterweisen sollen (Vgl. Titus 2,3-5) kann sehr segensreich sein, wenn die Älteren einen guten Wandel haben. Kay Arthur und Joyce Meyer sind z. B. solche Frauen, die es mit diesen Geboten nicht so ernst nehmen.

Zur Lehre gehört meines Erachtens nach das Predigten und das Auslegen. Wenn es noch mehr gibt, dann könnt ihr ruhig ergänzen. Ich muss dazu erwähnen, dass ich mich nicht sehr tiefgründig mit diesem Thema beschäftigt habe. Es sollte eigentlich klar sein, aber das ist es scheinbar doch nicht.

Zwar gibt bereits ein ähnliches Thema. Aber jenes ist mehr allgemein. Dieses Thema sollte daher konkreter sein.
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ConfessorReformatus
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Frauenordination

Beitragvon ConfessorReformatus » 25.07.2014 21:19

Hallo,

weil es auch in evangelikalen Kreisen immer mehr diskutiert wird


auch in bekenntnis-lutherischen Kreisen, aber immerhin hat die SELK - im Gegensatz zum BefG und BfEG die "frauenordination" noch nicht eingeführt, sie ist damit die größte (protestantische) Kirche in D , die keine FO kennt.

Man müsste jedoch erörtern, was "Ordination" überhaupt bedeutet, das tut der von dir zitierte Artikel leider nicht. "ordination" ist nämlich in reformatorischen (lutherischen, reformierten etc. Kirchen) die ordentliche Einsetzung eines Geistlichen, der dann taufen und das Abendmahl spenden, und auch predigen darf. (http://de.wikipedia.org/wiki/Ordination ... he_Kirchen). In täuferischen Kirchen wie Baptisten, Mennoniten und erst recht bei Brüdergemeindlern gibt es eine Ordination nicht, bzw. sie ist nicht üblich. Man verwendet eher den Begriff "Einsegnung".

Ansonsten gebe ich dem Artikel recht.

Ein Argument gegen die FO sind für mich immer die fatalen Folgen, besonders in den Landeskirchen: Die weltweit erste lutherische Bischöfin, Maria Jepsen, gestaltete ihr Bistum nach feministischen Prinzipien um, so war sie "Schirmfrau" vom"Christopher Street Day"! Käßmann leugnet so ziemlich alles am christlichen Glauben, ist aber "reformationsbotschafterin" der EKD.

Ich denke , Gott hat sich einfach was dabei gedacht, dass Frauen hier nicht herrschen sollen.

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 04.08.2014 18:38

@Berajo: Für mich ist der Titel Frauenordination doch sehr irritierend. In vielen Gemeinden werden Männer und Frauen nicht zum einem besonderen Dienst ordiniert, dort wird das Priestertum aller Gläubigen praktiziert 1.Petus.2.9

Berajo hat geschrieben: Eine Frau soll vor allem in der Gemeinde nicht lehren (Vgl. 1Kor 14,34 und 1Tim 2,12).

Welche Aufgaben hat denn die Frauen in der Gemeinde und im Gottesdienst, da Du ja in deiner Aussage besonders stark auf das Lehren fixiert bist. Mir geht es in meiner Frage nicht um irgendwelche Gemeindetraditionen, sondern was das "Neue Testament" dazu sagt, hier bitte ich darum nicht nur verschiedene Bibelstellen aneinanderzureihen sonder besonders auch den Textzusammenhang zu beachten.

Zur Lehre gehört meines Erachtens nach das Predigten und das Auslegen. Wenn es noch mehr gibt, dann könnt ihr ruhig ergänzen. Ich muss dazu erwähnen, dass ich mich nicht sehr tiefgründig mit diesem Thema beschäftigt habe. Es sollte eigentlich klar sein, aber das ist es scheinbar doch nicht.

Worauf gründest Du deine Aussage das zur Lehre, das Predigten und das Auslegen gehört? Du schreibst, dass dieses deine Aussage eigentlich klar sein sollte, du dich aber noch nicht tiefgründig damit befast hast, dieses ist für mich schon ein Widerspruch in sich oder? Für Predigen gibt es nach meinen Wissen die Wörter kērussō und euaggelizō im N.T und für Auslegen diermēneuō, ektithēmi,und legō. Die deutsche Übersetzung dieser Worte hat ja doch eine größere Spannweite! Ist das singen von Liedern im Gottesdienst auch schin eine Art von Predigt?

Kay Arthur und Joyce Meyer sind z. B. solche Frauen, die es mit diesen Geboten nicht so ernst nehmen

Ja Kay Arthur und Joyce Meyer sind beide Frauen, die beide auf die gleiche Ebene zu stellen, ist genau so sinnvoll, als das man Äpfel mit Kürbissen auf die gleiche Ebene stellt, weil beide ja Früchte mit Kernen sind.:motz:
Joschie
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Beitragvon ConfessorReformatus » 05.08.2014 11:43

@Berajo: Für mich ist der Titel Frauenordination doch sehr irritierend. In vielen Gemeinden werden Männer und Frauen nicht zum einem besonderen Dienst ordiniert, dort wird das Priestertum aller Gläubigen praktiziert 1.Petus.2.9


Welche Gemeinden wären das?

Das kann man doch nicht gegeneinander ausspielen. Wir sind alle "Priester", trotzdem gib es unterschiedliche Aufgabenbereiche, Dienste. Schon das NT spricht von Ältesten, Bischöfen (allerdings noch synonym). Welche Gemeinde hat denn bitteschön keine Dienste wie Älteste, Pastoren?

Alle reformatorischen und post-reformatorischen (der Reformation folgenden) Bekenntnisse bezeugen solche Ämter, diese Bekenntnisse sind zwar nicht die Bibel, aber sie geben die biblische Lehre adäquat (angemessen) wieder.

Die Gefahr bei einem nicht-Vorhandensein solcher Ämter besteht in einem schwärmerischen Subjektivismus und Chaos, dass sich jeder für alles mögliche berufen fühlt. Aber Gott ist ein Gott der Ordnung, und diese Ordnung soll sich auch in der Gemeinde wiederspiegeln.

Mein Tipp: Reformiertes baptistisches Bekenntnis 1689, Kapitel 24, ab Vers 8 http://www.reformierte-baptisten.de/168 ... ersion.pdf

"Ordination" ist übrigens im englischsprachigen Raum viel geläufiger und bei den meisten Denominationen (Konfessionen) gebräuchlich.


Zitat:
Kay Arthur und Joyce Meyer sind z. B. solche Frauen, die es mit diesen Geboten nicht so ernst nehmen

Ja Kay Arthur und Joyce Meyer sind beide Frauen, die beide auf die gleiche Ebene zu stellen, ist genau so sinnvoll, als das man Äpfel mit Kürbissen auf die gleiche Ebene stellt, weil beide ja Früchte mit Kernen sind.Schimpfen
Joschie

Auf die gleiche Ebene stellen in Bezug worauf? Auf das Umgehen des Lehrverbots für Frauen, und da hat Berajo recht.

Berajo
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Beitragvon Berajo » 27.10.2014 13:17

Der Herr hat Recht. Es ist sein Wort.

Es ist sicherlich ein Thema, das mittlerweile recht empfindlich ist. Aber Gott hat ganz klare Aufgaben für den Mann als Führungsverantwortender. Ich finde diese Aufgabe persönlich sehr schwer und ich danke meinem Herrn, dass ich auf ihn so sehr vertrauen kann.

Das Gebot des Schweigens der Frau ist ja alles Andere als schlimm. Das Problem ist nur, dass es heutzutage sehr bekämpft wird. Passend dazu werden die Familien angegriffen mit dem Ziel Gottes Ordnungen zu zerstören.

Es wäre aber interessant zu wissen, wie man als Wiedergeborener über dieses Gebot wirklich denkt.
Jesus, mein Herr und mein Gott

Jose
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Re: Frauenordination

Beitragvon Jose » 31.10.2016 14:30

Als ich in diesen Tagen in diesem Thread las, freute ich mich über die Aussage in dem verlinkten Artikel: Frauenordination im Licht der Bibel. Ich kann der Aussage nur zustimmen:

Der freikirchliche Gemeindepastor Dr. Markus Liebelt kommt in einem Aufsatz für die Zeitschrift Bibel und Gemeinde (3/2001) zum Thema „Frauenordination" zu dem Schluss: "Die Ordination der Frau zum geistlichen Hirtendienst in der christlichen Gemeinde setzt sich bewusst oder unbewusst über die zeitlos gültige Verfügung Gottes bezüglich des Zueinanders von Mann und Frau und der geistlichen Verantwortung innerhalb der ,christlichen Gemeinde hinweg. Sämtliche Argumente seitens der Verfechter der Frauenordination haben sich nach sorgfältiger Prüfung und Wahrnehmung des biblischen Aussagegehaltes auch unter Berücksichtigung des geschichtlichen Umfeldes der biblischen Bücher als haltlos erwiesen. Dabei zeigt sich, dass eine Begründung der Frauenordination nur durch Umdeutung, Außerkraftsetzung oder verkürzte zusammenhanglose Wahrnehmung der entsprechenden Belege erreicht werden konnte. Nimmt man die Stellen, wie sie sind und wie sie in ihrem jeweiligen Zusammenhang gemeint sind, wird man am biblischen Nicht-Lehr- und LeitungsGebot für die Frau in Bezug auf den gemeindlichen Hirtendienst nicht vorbei sehen können."


Berajo fragte:
Berajo hat geschrieben:Es wäre aber interessant zu wissen, wie man als Wiedergeborener über dieses Gebot wirklich denkt.

Wie bei vielen anderen Fragen gibt es unter den Gotteskindern zu manchen Themen leider verschiedene Ansichten. Zu diesem Thema gibt es für mich aber keine Diskussion, sondern die Bibel ist eindeutig.

Ich möchte noch hinzufügen, dass es im Grunde Paradox ist. In Zeiten der Emanzipation, Gleichstellung von Mann und Frau bis hin zu Homopartnerschaften bei Männern und Frauen (auch bei Pastoren) und Transsexuelle Neigungen, sollten die klaren Anweisungen der Heiligen Schrift, der Bibel, mehr denn je wichtiger sein, zum Schutz unserer Familien und Gemeinden. Aber das Gegenteil ist oft der Fall. Für Feministen ist Gott eine Frau, andere wollen Gott weder als Mann noch als Frau sehen. Ob eine Frau Pastorin sein darf oder nicht, dürfte bei den vielen wirren Einstellungen schon fast lächerlich sein.

Ich war so entsetzt als ich folgendes las:
Dass andere Orientierungen und Lebensweisen in vielen Kirchengemeinden noch immer auf Vorbehalte stoßen, erlebt auch Tim Brügmann. Er leitet die „Queerubim“, den ersten überregionalen Chor von lesbischen, schwulen, bi-, trans- und heterosexuellen Christen. Bisher gebe es nur eine Handvoll Einladungen jährlich, in einem Gottesdienst zu singen, sagt Brügmann, der bis vor zehn Jahren eine Frau war. Manche Pfarrer scheuten sich vor Diskussionen.

Quelle: Stuttgarter-Nachrichten


Wohin geht unsere Gesellschaft? Die Menschen entfernen sich mehr und mehr von Gott. Da ist es so wichtig, sich wirklich ganz nach Gottes Wort zu richten, denn dadurch hilft uns Gott, dass „der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet“ 2.Tim 3,17. Gott will uns nicht einschränken und ER will die Frau auch nicht diskriminieren, wenn eine Frau einer Gemeinde nicht vorstehen darf. Gott weiß, was richtig und gut ist.


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