Frage zu 1.Mose.6,4 (Söhne Gottes)

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Joschie
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Frage zu 1.Mose.6,4 (Söhne Gottes)

Beitragvon Joschie » 01.05.2015 19:58

Bei uns in der Gemeinde haben wir als fortlaufenden Predigttext den 1.Mose.
Bei durchlesen von 1Mose.6,1-4
1 Und es geschah, als die Menschen begannen, sich zu vermehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden, 2 da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Menschen, dass sie gut waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten. 3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben, da er ja auch Fleisch ist. Seine Tage sollen 120 Jahre betragen. 4 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die berühmten Männer.
Bin ich bei der Frage hängengeblieben: Wer oder was sind die Söhne Gottes die in diesem Text vorkommen ? Ich bin schon sehr auf eure Antworten gespannt!
Gruß und Segen Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Joseph28
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Beitragvon Joseph28 » 11.05.2015 19:15

Hallo, Joschie -

Wenn man die hebräische Redewendung prüft, da tritt sie fünf Mal in der hebräischen Bibel.

Bitte klicken auf das Bild, unten, um es größer zu machen.

Bild

Wenn man diese Vorkomnisses in der hebräischen Bibel untersucht, dann erscheint die hebräische Redewendung auf Engelwesen beziehen. Das heißt, im Buch Hiob erscheinen diese Engelwesen zweimal mit Satan. Dieser Verein führt uns zu der Annahme, dass die „Söhne Gottes“ in 1. Mose Kapitel 6 auf himmlischen Wesen scheinen können, die mit Satan im Buch Hiob zugeordnet wurden.

Liebe Grüße,
Joseph
„Und dies schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.“ (1.Johannes 1,4)

Fritz67
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Beitragvon Fritz67 » 17.05.2015 18:04

Ich meine:

Es sind himmlische Kraturen, die in die irdische Welt - sichtbar oder in Person - eingedrungen sind, Und sie haben mit Frauen Kinder gezeugt und weil sie nicht heiraten, haben sie Hurerei begangen, möglich auch dadurch, dass sie Kontrolle.
Ich glaube, das ist nur noch einmal geschehen, als Jesus die 40 Tage in der Wüste persönlich vom Satan versucht wurde. Eine Versuchung, die kein anderer Mensch widerstehen kann, als allein Jesus.
Dieses vergleichbare Geschehen vor der Sintflut hat wahrtscheinlich zur Folge gehabt, dass die Menschheit so extrem verdorben wurde und unfähig zur Umkehr zu Gott, dass die Sintflut nicht mehr zu umgehen gewesen ist.

Ich meine auch, weil diese Riesen teils übernatürliche Wesen sind, habe sie wegen dieser Eigenschaft die Flut überlebt. Und weil sie teils natürlich sind, können sie deswegen tödlich verletzt werden. Die Heelden der Vorzeit waren keine guten Helden.
Die entsprechen dem, was Menschen als Helden ansehen, wie Attila der Hunne, Alexander der Große, Genghis Khan usw. Also Eroberer und Kriegstreiber, die viel Blut vergossen haben.

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 17.05.2015 20:02

Zum besseren Verständnis meine Fragestellung ist durch diese Predigt entstanden! Hier der Bibeltext aus 1.Mose 6.1-22
1 Und es geschah, als die Menschen begannen, sich zu vermehren auf der Fläche des Erdbodens, und ihnen Töchter geboren wurden, 2 da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Menschen, dass sie gut waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten. 3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben2, da er ja auch Fleisch ist3. Seine Tage sollen 120 Jahre betragen. 4 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch danach, als die Söhne Gottes zu den Töchtern der Menschen eingingen und sie ihnen Kinder gebaren. Das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die berühmten Männer. 5 Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde groß war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur böse den ganzen Tag. 6 Und es reute den HERRN, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekümmerte ihn in sein Herz hinein. 7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Fläche des Erdbodens auslöschen4, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. 8 Noah aber fand Gunst in den Augen des HERRN.

Ankündigung der Sintflut - Bau der Arche
9 Dies ist die Generationenfolge Noahs: Noah war ein gerechter Mann, untadelig war er unter seinen Zeitgenossen; Noah lebte mit Gott. 10 Und Noah zeugte drei Söhne: Sem, Ham und Jafet. 11 Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat. 12 Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden. 13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie erfüllt von Gewalttat; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. 14 Mache dir eine Arche aus Goferholz; mit Zellen8 sollst du die Arche machen und sie von innen und von außen mit Pech verpichen! 15 Und so sollst du sie machen: Dreihundert Ellen sei die Länge der Arche, fünfzig Ellen ihre Breite und dreißig Ellen ihre Höhe. 16 Ein Dach sollst du der Arche machen, und zwar nach der Elle sollst du sie von unten nach oben fertigstellen; und die Tür der Arche sollst du in ihrer Seite anbringen; mit einem unteren, einem zweiten und dritten Stockwerk sollst du sie machen! 17 Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel, in dem Lebensodem ist, zu vernichten; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. 18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir. 19 Und von allem Lebendigen, von allem Fleisch, sollst du je zwei von allen in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Männliches und ein Weibliches sollen sie sein! 20 Von den Vögeln nach ihrer Art und von dem Vieh nach seiner Art, von allen kriechenden Tieren des Erdbodens nach ihrer Art: je zwei von allen sollen zu dir hineingehen, um am Leben zu bleiben! 21 Und du, nimm dir von aller Speise, die man isst, und sammle sie bei dir, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene! 22 Und Noah tat es; nach allem, was Gott ihm geboten hatte, so tat er.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Joseph28
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Beitragvon Joseph28 » 18.05.2015 17:28

Hallo, Joschie –

Der Brief des Judas vergleicht und setzt die Männer von Sodom entgegen mit den vorsintflutlichen „Söhne Gottes.“
Judas 1,5-7 (Schlachter 2000)
5 Ich will euch aber daran erinnern, obgleich ihr dies ja schon wisst, dass der Herr, nachdem er das Volk aus dem Land Ägypten errettet hatte, das zweite Mal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten,
6 und dass er die Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrten, sondern ihre eigene Behausung verließen, für das Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter der Finsternis verwahrt hat;
7 wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie diese die Unzucht bis zum Äußersten trieben und anderem Fleisch nachgingen, nun als warnendes Beispiel dastehen, indem sie die Strafe eines ewigen Feuers zu erleiden haben.
Hier gierten die Männer von Sodom nach den Engeln Gottes, die in Sodom waren, um Lot und seine Familie zu retten. Das heißt, in gleicher Weise wie die vorsintflutlichen Söhne Gottes, gingen sie diesen Engeln nach („anderem Fleisch“). Oder anders gesagt, gierten die vorsintflutlichen Söhne Gottes in gleicher Weise nach Frauen, die „anderem Fleisch“ für Engel in diesem Zusammenhang war. Damit kann man verstehen, daß die Engel in Form von Menschen nehmen können. Gemäß 1.Mose 18,1-8 und Hebräer 13,1-2, können die Engel die Form von Menschen ausüben, und damit Körperfunktionen wie Essen und Trinken nehmen können.

Der wichtigste Punkt hier ist jedoch das Gewissen. In beiden Fällen, trotzten die „Söhne Gottes“ und die Männer von Sodom dem Gewissen. Nach die Bibelstellen (unten), wenn das Gewissen verletzt wird, ist das Ergebnis grobe Unzucht und / oder Gewalt.
1 Petrus 3,13-22(Schlachter 2000)
13 Und wer will euch Schaden zufügen, wenn ihr Nachahmer des Guten seid?
14 Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Ihr Drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen;
15 sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert[a] über die Hoffnung, die in euch ist, [und zwar] mit Sanftmut und Ehrerbietung;
16 und bewahrt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verlästern, zuschanden werden in dem, worin sie euch als Übeltäter verleumden mögen.
17 Denn es ist besser, dass ihr für Gutestun leidet, wenn das der Wille Gottes sein sollte, als für Bösestun.
18 Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist,
19 in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis verkündigte,
20 die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durch das Wasser,
21 welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis[c] eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.
22 Dieser ist seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes; und Engel und Gewalten und Mächte sind ihm unterworfen.

In diesem Zusammenhang zeigt Petrus an, daß der Geist Gottes dem Gewissen des vorsintflutlichen menschlichen Geschlechtes bezeugte. Das heißt, bemühte sich der Geist Gottes durch das Gewissen der „Söhne Gottes“, die das Gebot des Gewissens widerstanden und verletzten, das die gleich Sünde Sodoms war (Hes 16,49-50).

Liebe Grüße,
Joseph
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Beitragvon Joschie » 18.05.2015 19:21

Joseph28 hat geschrieben:Der Brief des Judas vergleicht und setzt die Männer von Sodom entgegen mit den vorsintflutlichen „Söhne Gottes.“
Ich verstehe den Sinn von diesem deinen Satz trotz mehrfachen lesen nicht! Würdest Du ihn mir bitte verständlich erklären bevor ich ihn ganz falsch verstehe.
Gruß Joschie
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Beitragvon Joseph28 » 19.05.2015 03:01

Hallo, Joschie –

Der Brief des Judas macht die allgemeine Feststellung, daß die Ablehnung der Autorität Gottes und Unzucht sind Zeichen der Abtrünnigkeit von Gott.

In dieser Hinsicht waren diese Zeichen der Abrtünnigkeit offensichtlich mit den Israeliten (Judas 1,5), die aus Ägypten geflohen sind. Beispiele hierfür sind Korah und Bileam (Judas 1,11); dieser Bileam befürwortet und förderte Unzucht gegen die Israeliten.

Die Männer Sodoms gierten nach den Engel, die von Gott gesandt worden war, um gegen Sodom zu bezeugen. (Jesus wies darauf hin in Matthäus 11,23, daß wenn diese Engel geführt bestimmte Wunder als Teil ihres Zeugen hätten, die Männer Sodoms Buße getan würden.) Stattdessen wollten die Männer Sodoms intime Beziehungen zu diesen Engel haben. Die Männer Sodoms damit gierten nach fremdem Fleisch.

Die Engel, die ihre eigene Behausung verlassen, lehnten auch die Autorität Gottes ab. Das heißt, erscheinen diese Engel wie die „Söhne Gottes“, die Frauen für sich selbst nahmen, mit dem Ergebnis, daß die Erde voller Gewalttat gewesen war (1.Mose 6,11-13). Diese Engel auch gierten nach fremdem Fleisch.

Der Apostel Petrus bietet zusätzliche Informationen. Diese gleichen Engel widerstanden und lehnten das Zeugnis des Geistes Gottes ab (1.Petrus 3,18-19), der gegen sie bezeugte, und dann verurteilte sie durch den Bau der Arche (Hebräer 11,7), die das Zeichen ihrer drohenden Zerstörung war.

Zusammenfassend, sind die Ablehnung der Autorität Gottes und Unzucht die Zeichen der Abtrünnigkeit von Gott.

Liebe Grüße,
Joseph
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Gottessöhne; Engel und Gnostik!

Beitragvon Joschie » 30.05.2015 20:08

Hallo Ihr!
Die Auslegung, dass mit den Gottessöhnen in dem Text 1.Mose 6.1-22, Engel gemeint sind wird ja oft vertreten. Dieser Auslegung entgegen, steht für mich der Text aus Matthäus 22,29-30
27 Zuletzt aber von allen starb die Frau.
28 Wessen Frau von den sieben wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle hatten sie.
29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr die Schriften nicht kennt noch die Kraft Gottes;
30 denn in der Auferstehung heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel.
Engel sind geistige Wesen (Hebräer 1,14), ohne wirklichen physikalischen Körper. Die Tatsache, dass sie keine Körper besitzen besagt nicht das sie für eine kurze Zeit menschliche Gestalt annehmen können. Es gibt ja immer wieder die Meinung das die Engel=Söhne Gottes mit Frauen Geschlechtsverkehr hatten und dadurch Kinder entstanden. Genau diese Aussagen zeigen wie schmal der Grad ist zwischen Spekulativer Bibelauslegung und in diesem Fall die frühchristliche Gnostik. In diesem Fall mündet die Spekulationen der jüdische Gnostik in die Spekulationen der frühchristliche Gnostik!
Gruß Joschie
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Beitragvon Jörg » 01.06.2015 05:02

Hallo Lutz,

Sebastian Heck geht in der gestern gehaltenen Predigt ab Minute 46:50 auf diese Problematik ein.

http://livestream.com/accounts/5734653/events/4091482

Herzlicher Gruß

Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Joseph28
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Beitragvon Joseph28 » 07.11.2015 04:25

Hallo, alle miteinander –

Die Israeliten haben Manna vierzig Jahre in der Wüste gegessen. Das Manna stieg vom Himmel herab (Ps 78, 24), und daher hieß es „das Brot der Engel“ (Ps 78, 25), das der Apostel Paulus nannte „geistliche Speise“ (1.Kor 10, 1-3). Damit war dieses Brot sowohl geistlich als auch körperlich.

Die Engel, die Abraham getroffen hatten, nahmen von Abraham buchstäbliche Speise und Milch auf (1.Mose 18, 8). Nach Hebräer 13, 1-2, muß man vorsichtig mit Fremden zu unterhalten, weil sie könnten Engel sein. (Die Idee dahinter ist, daß Engel können in Form von menschlichen Körper kommen.) Engel erscheinen daher in der Bibel mit physischen Körper, die fähig der normalen Körperfunktionen waren zu essen oder zu trinken. In dieser Hinsicht waren Engel auch fähig damals durch physischen Körper mit Frauen zu erzeugen.

Im Buch Judas, gibt es eine offensichtliche gegenseitige Abhängigkeit zwischen den Männern Sodoms, den ungehorsamen Israeliten in der Wüste, und den Söhnen Gottes. Jedes dieser jeweiligen Kategorien war nach „anderem Fleisch“ gegangen: oder anders gesagt, die Männer Sodoms begingen schwere Unsittlichkeit miteinander; die ungehorsamen Israeliten haben Frauen aus den Kanaanitern genommen; und die Söhne Gottes waren Engel, die den Gebrauch von ihren physischen Körper ausgeübt hatten, um Frauen aus dem Menschengeschlecht zu nehmen. In jedem Fall war die Straftat das Gehen „nach fremdem Fleisch.“

Zusammenfassend kann man auf die Inkarnation Jesu Christi als oberste Demonstration hindeuten, daß es keinen anhaftenden oder notwendigen Antagonismus zwischen Materie und Geist gibt. Tatsächlich beschreibt der Apostel Paulus unsere zukünftigen wirklichen physikalischen auferstandenen Körper wie „geistlich“ (πνευματικόν in 1.Kor 15, 44). Er verwendet das gleiche griechische Wort (πνευματικὰ), um die dämonischen Unmengen zu beschreiben (Eph 6, 12), die „geistlich“ auch sind.

Liebe Grüβe,
Joseph
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