Ist John MacArthur Dispensationalist?

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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albi
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Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 21.12.2017 10:14

Hallo Forum!

Wer weiß das über den bekannten und einflussreichen Bibellehrer, Buchautor und Pastor John Macarthur?

Ich habe gehört und mehrfach gelesen, dass MacArthur Dispensationalist ist.

Stimmt das? Wer kann mir etwas dazu sagen? Und welche Folgen hätte das theologisch für sein Lehrsystem und seine Gemeinde und seinen weltweiten Dienst?

Ich schätze den MacArthur schon und habe einiges von ihm gelesen, was sehr gut ist. Aber dies teile ich dann doch nicht.

Albi

UriKulm
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 22.12.2017 20:37

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Jose
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Re: Dispensationalismus

Beitragvon Jose » 24.12.2017 12:01

Dispensationalismus ist ein Thema welches sehr kontrovers diskutiert werden kann. Meine bisherige Erfahrung ist, dass wenn jemand die Brüderbewegung verwirft, es dann leicht ist, das ganze abzulehnen und sogar anderen Gotteskindern den Glauben abzusprechen. Deswegen beteilige ich mich an solchen Diskussionen nur ungern. Ich weiß von keinem einzigen Bibellehrer der fehlerlos war oder ist. Es gilt alles anhand der Schrift zu prüfen.

Vielleicht interessant zu lesen:
Einführung in den Dispensationalismus – Bethanien-Verlag
Ein theologisches System und seine problematische Eschatologie und Hermeneutik

Zu John MacArthur und dem Thema gab es vor einigen Jahren übrigens schon eine ähnliche Frage: hier.

UriKulm
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Re2: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 24.12.2017 23:22

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Jose
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Re: Dispensationalismus

Beitragvon Jose » 26.12.2017 20:21

Hallo Uri Kulm,
von welchen Bibellehrern hast du die Ausarbeitungen? Wäre interessant zu wissen, um mit http://www.linkfang.de/wiki/Dispensationalismus vergleichen zu können. John MacArthur wird auf der Seite übrigens auch erwähnt.

UriKulm
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Re: Dispensationen in der Schrift

Beitragvon UriKulm » 27.12.2017 19:44

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albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 29.12.2017 16:41

Hallo UriKulm,

ich habe das über MacArthur zB hier gelesen, und dann noch vereinzelt in Kommentaren auf Webseiten:

"Der britische reformatorische Pastor und Gründer des Verlages Banner of Truth Trust in Edinburgh, Iain H. Murray, weist in seiner Biographie über John MacArthur, den prominenten und einflussreichen Minister der Grace Community Church in Sun Valley (Kalifornien), darauf hin, dass der Dispensationalismus nicht die Bedeutung des Gesetzes Gottes in den Zehn Geboten anerkenne. Murray interpretiert, der Dispensationalismus meine, „Gesetz“ bedeute prinzipiell eigenes Bemühen und somit Errettung aus Werken.[11] (John MacArthur selber sagt, dass er den Dispensationalismus weder verworfen habe, noch es beabsichtige.)[12]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Dispensat ... ionalismus

Dispensationalismus trennt Israel und Gemeinde und in Extremform sagt die Lehre, dass zB die Bergpredigt nicht für Christen (bzw. eigentlich im Sinne vom Anspruch Gottes allen Menschen!) gilt, sondern nur und erst für Israel im tausendjährigen irdischen Friedensreich. Dazu scheint es als trennt Dispensationalismus sehr stark "Gnade" von Gesetz, so als hätte das Gesetz und die Gebote dem Christen nichts mehr zu sagen. Es geht also um mehr als nur "Heilszeiten" einzuführen.

Ich war der Lehre früher, nach meiner Bekehrung, sehr angetan, weil ich das überall in Büchern, Predigten und Videos so mitbekam; aber ich persönlich bin vor einigen Jahren davon abgekommen, weil ich vieles mit der Bibel nicht in Einklang fand. Auch ans tausendjährige irdische Friedensreich glaube ich nicht mehr und wurde Amillenialist.

Jose
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Re: Dispensationalismus

Beitragvon Jose » 29.12.2017 19:19

Ich denke, dass alle in der einen oder anderen Weise von irgendeiner Lehre beeinflusst sind, denn nicht alles was heute geglaubt wird in den verschiedenen Richtungen lässt sich anhand der Bibel unangefochten beweisen. Das ist meine Meinung.

albi ist bekennender Amillenialist und ist nicht von dem Dispensationalismus überzeugt, John MacArthur ist, wenn ich von seiner Studienbibel ausgehe, die es hier zum Download gibt, Prämillenialist (siehe z.B. Seite 1154), also Anhänger vom Dispensationalismus? Dann bin ich es wohl auch, zumindest teilweise. Darüber hatte ich mal einen Beitrag geschrieben: hier.

Es sind bald 6 Jahre her, seitdem ich mich zu dem Thema geäußert habe. Ich will offen sein für die Meinung anderer, wenn die Argumentation sachlich ist und die eigene Erkenntnis nicht zum Maßstab gemacht wird.

Eine Internetseite die ich sehr interessant fand in diesem Zusammenhang:
Was kommen wird, verschiedene Endzeitvorstellungen

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Dispensationen in der Schrift

Beitragvon UriKulm » 31.12.2017 19:09

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albi
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon albi » 01.01.2018 10:46

Nur kurz als Antwort auf UriKulm:

www.soundwords.de habe ich früher auch viel gelesen; ich stellte später fest, dass diese Seite sehr stark die Theologie der Brüderbewegung bzw. der Darbyisten darstellt. Aus dem FAQs: "Wir werben für keine bestimmte Gruppe in der Christenheit, auch wenn wir selbst uns eng mit der sogenannten Brüderbewegung verbunden wissen." Damit wurde mir theologisch eine starke Färbung verpasst bzw. eine "theologische Brille" aufgesetzt (eben u.a. Dispensationalismus).

Ich sehe das genauso wie Jose:
Jose hat geschrieben:Ich denke, dass alle in der einen oder anderen Weise von irgendeiner Lehre beeinflusst sind, denn nicht alles was heute geglaubt wird in den verschiedenen Richtungen lässt sich anhand der Bibel unangefochten beweisen. Das ist meine Meinung.
Also, es wird kaum einen Christen ohne theologische Brille geben; und darum sollte man nicht allzu hartherzig sein im Umgang mit theologischen Differenzen, sondern erst mal Geduld und Respekt und Milde üben. Ich habe meine theologischen Meinungen auch ein paar mal ändern müssen, ganz besonders in den Bereichen, die ich von Bekehrung an für richtig hielt, änderte sich einiges.

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Re: Dispensationen im Heilsplan Gottes nach der Schrift

Beitragvon UriKulm » 03.01.2018 22:21

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Re: Dispensationen im Heilsplan Gottes nach der Schrift

Beitragvon Jose » 03.01.2018 23:02

Hallo Uri Kulm.
Habe ich dich richtig verstanden, meinst du wirklich, dass die ganze Lehre des Dispensationalismus in der Bibel zu finden ist? Meinst du nicht, oder? Wenn aber nur ein Teil, wo bleibt die Glaubwürdigkeit?

In deiner Antwort hier, hast du dein Verständnis zu den Dispensationen dargelegt. Dir ist aber sicherlich bekannt, dass der Dispensationalismus sogar die 7 Gemeinden in den Sendschreiben der Offenbarung aufteilt auf die Gemeinde im Laufe der Jahrhunderte. Das geht mir persönlich zu weit.

Aber zu dem Anfang dieses Threads. albi hatte in seinem Eröffnungsbeitrag gefragt:
albi hat geschrieben:Ich habe gehört und mehrfach gelesen, dass MacArthur Dispensationalist ist.

Stimmt das? Wer kann mir etwas dazu sagen? Und welche Folgen hätte das theologisch für sein Lehrsystem und seine Gemeinde und seinen weltweiten Dienst?
Welche Folgen hat der Dispensationalismus? Es hat sicherlich nicht nur damit zu tun, ob das 1000er Reich schon war, ist oder noch sein wird.

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Dispensationalismus

Beitragvon UriKulm » 04.01.2018 21:24

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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon Jose » 05.01.2018 20:35

Gott führt Seinen Ratschluss hinaus. Ob es gut ist von Haushaltungen zu reden, sei dahingestellt. Im Galaterbrief lesen wir die wichtige Aussage: "Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, damit wir die Sohnschaft empfingen" Gal 4,4.5. Ein Kapitel zuvor lesen wir: "So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden. Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister" Gal 3,24.25. Diese Aussage finde ich sehr wichtig, für Christen und Juden, weil uns dadurch deutlich gemacht wird, warum es das Alte Testament gab und wir nun im Neuen Testament sind, welches die Forderungen des alten Bundes erfüllt. So schreibt Johannes: "Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden" Joh 1,17. Solche Aussagen finde ich wichtig, wie auch z.B. im Matthäus: "Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis hin zu Johannes" Mt 11,13. Vieles andere ist aber m.E. Interpretationssache.

In diesen Tagen hat mich auch die Frage beschäftigt, ob die Juden wieder in Jerusalem einen Tempel haben werden und den Tempeldienst aufnehmen. Die Frage kam mir, weil das wohl von Auslegern gesagt wird mit Hinweis auf 2. Thess. 2,4. Ich meine, dass auch John MacArthur es so auslegt, wenn ich in seine Studienbibel schaue.

Auszug
Paulus spricht hier von der eigentlichen Handlung des ultimativen Abfalls, die den letztendlichen Antichrist offenbart und den Beginn angibt für die Ereignisse, die den Tag des Herrn einleiten. Offenbar wird man ihn als Befürworter von Religion ansehen, sodass er vor dem Abfall nicht als Feind Gottes und Christi erscheint. Er erhöht sich selbst und widersetzt sich Gott, indem er in den Tempel einzieht, in den Ort der Anbetung Gottes, und sich selbst als Gott erklärt und von der Welt verlangt, ihn anzubeten. Mit dieser satanischen Selbstvergötterung verübt er diesen großen Abfall und widersetzt sich Gott. Während der ersten 3½ Jahre der Trübsalszeit unterhält er gute Beziehungen zu Israel, doch dann verwirft er es (vgl. Dan 9,27); und die zweiten 3½ Jahre sind die große Trübsalszeit unter seiner Herrschaft (vgl. Dan 7,25; 11,36-39; Mt 24,15-21; Offb 13,1-8), die im Tag des Herrn gipfelt.

Quelle: John MacArthur Studienbibel Schlachter 2000, Seite 1772 (siehe auch Seite 1933 zu Offenbarung 11,2)

Ich finde es wichtig, sich mit den Prophezeiungen im Daniel zu beschäftigten. Dabei sollten wir uns aber wirklich auf das konzentrieren, was biblisch gesehen bereits erfüllt wurde oder noch geschehen muss.

UriKulm
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Re: Ist John MacArthur Dispensationalist?

Beitragvon UriKulm » 06.01.2018 00:22

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