Systemisch oder biblisch denken

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

Moderatoren: Der Pilgrim, Peter01, Anton

Gast

Beitragvon Gast » 12.11.2008 18:06

Hallo Hans Werner,
die Polarisation ist letztlich schon vorher in den Postings gegeben. Lehre/Irrlehre, Widerstand gegen Willen Gottes ... sind Formulierungen, die genau das darstellen.
Man kann Lehre und Glaubensleben nicht gegeneinander ausspielen oder austauschen. Es ist eines ohne das andere nicht möglich und es beinhaltet einen Schuss Ironie, wenn ich von hartherzigen, richtig lehrenden Brüdern spreche, weil das in sich ein Widerspruch schon ist.

Mir ist die richtige Lehre ein sehr großes Anliegen, jedoch ist es nicht so, dass, wenn jemand eine Irrlehre in meinen Augen vertritt, er damit ein schlechteres Glaubensleben als ich führt, er kann mir vielfach sogar ein Vorbild sein und etliches besser machen. Es ändert nicht an seiner Irrlehre, dennoch kann ich sein Glaubensleben und seinen Wandel nicht deshalb verwerfen. Er mag (als Bild gesprochen), viele Irrlehren außen herum haben, wenn er aber im Kern Christus hat, ist er mir ein Bruder. Anderseits, wenn jemand außen die richtigen Lehren hat, jedoch im Kern nicht Christus, ist er dennoch kein Bruder.
Wenn jemand Christus verkündet, die richtigen Lehren hat, jedoch andere Brüder hasst, wie ist das zu bewerten? (siehe 1. Joh.). Auch das ist ein Glaubenswandel.

Martin


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