Der richtige Umgang und Bewertung der Kirchengeschichte!

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Joschie
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Der richtige Umgang und Bewertung der Kirchengeschichte!

Beitragvon Joschie » 30.05.2011 19:52

Hallo Ihr!
Wir leben ja in ein Informationszeitalter und sind gewohnt das uns zu jeder Zeit die gewünschten Informationen zur Verfügung stehen.Bei ­der Kirchen und Dogmengeschichte sind uns aber Grenzen gesetzt durch die schriftlichen Quellen, die vorhanden sind.Es gibt auch noch die Versuche Schreiben die nicht vorhanden sind zu rekapitulieren durch die Antworten darauf.Diese Ergebnisse sind aber mit Vorsicht zu bewerten.
Den folgenden Beitrag steht im Forum der bekennden-christen.
Calvinismus ist eine Erfindung des 1.gottlosen Philosophen Augustinus, 2.dem wir u.A. zuschreiben müssen, daß es in Nordafrika keine Christen mehr gibt, denn er hat als Bischof dort alle Bibeltreuen Gläubigen bekämpft, später von Rom aus.
Dieser gottlose Philosoph , der Gott nicht kannte und nur auch noch Theologe wurde, hat das Christentum weitgehend zerstört.
Er hat die Prädestinationslehre erfunden und viele blinde Blindenführer laufen dieser falschen Lehre nach.
Um Falschgeld zu erkennen werde ich nie Falschgeld studieren, sondern das tun, was Banken mit ihren Angestellten machen: Sie lernen wie echtes Geld beschaffen ist.Damit können sie Falschgeld sofort erkennen.

Der Verfasser dieses Beitrages Namens Robins gehört zu den Umfeld von Bibelkreis.ch.Der Beitrag ist eine sehr grobe Vereinfachung eines anderen Beitrages,der jetzt folgt.

24.09.2008 18:24
So schrieb A. 410 das Buch »Deunico baptismo contra Petilianum« (MPL 43, 595-614) mit dem Hauptgedanken: Es gibt nur eine Taufe Christi, die darum nicht wiederholt werden kann. Als letzter Versuch der Einigung fand 411 unter dem Vorsitz des Tribunen Flavius Marcellinus das von der Regierung angeordnete Religionsgespräch in Karthago statt, zu dem 286 katholische und 279 donatistische Bischöfe erschienen. Den Donatisten wurden Gleichberechtigung und volle Freiheit der Aussprache gewährt. Drei Tage stritt man miteinander. Die Donatisten wehrten sich erbittert und verzweifelt gegen die geistige Übermacht, die ihnen vor allem in A. entgegentrat. Schließlich sprach Marcellinus den Katholiken den Sieg zu und verfügte die Veröffentlichung der Verhandlungsakten. Mit allen Strafmitteln, die einem Staat zu Gebote stehen, ging man jetzt gegen die Schismatiker vor. Die Kirchen wurden ihnen genommen und ihre Versammlungen verboten. Die bürgerlichen Rechte hörten für sie auf. Durch harte Geldstrafen, Entziehung jeden Eigentums, Landesverweisung, Gefängnis und Zwangsarbeit sorgten kaiserliche »executores« für die Durchführung des »katholischen Friedens«. So brach der Donatismus als öffentliche Macht zusammen. Die Gewalttätigkeit des Vorgehens gegen die Donatisten bedauerte A., rechtfertigte aber theologisch die Zwangsmaßnahmen. »Ursprünglich war ich der Meinung, zur Einheit Christi dürfte niemand gezwungen werden. Es schien mir richtig, nur mit dem Wort zu handeln, mit Streitgesprächen zu kämpfen und mit vernünftigen Gründen zu siegen. Aber diese meine Meinung wurde widerlegt.« Er erinnert daran, daß doch auch die Eltern ihre Kinder zum Gehorsam und die Lehrer ihre Schüler zur Arbeit zwingen, wofür man ihnen nachträglich dankbar ist. »Und da meinst du, man dürfe keine Gewalt anwenden, um einen Menschen vom Verderben des Irrtums frei zu machen! Du siehst doch an eindeutigen Beispielen, daß sogar Gott, der uns mehr als alle Menschen liebt und unser Heil will, solches tut.« Er weist hin auf das Wort im Gleichnis vom großen Abendmahl (Luk. 14, 23): »Cogite intrare!« = »Nötigt sie, hereinzukommen! « Die Anwendung der Todesstrafe lehnte A. allerdings entschieden und erfolgreich ab. Jahrelang leistete der Donatismus hier und da erbitterten Widerstand. Noch 420 erklärte Bischof Gaudentius von Thamugadi, er wolle lieber mit dem Rest seiner Gemeinde in seiner Kirche den Feuertod suchen als sie den Katholiken ausliefern. Die 2 Bücher »Contra Gaudentium Donatistarum episcopum« (MPL 43,707-752) waren des A. letztes Werk in seinem Kampf gegen die Donatisten. Mit ihren Zwangsbekehrungen begann der Niedergang der afrikanischen Kirche, die als einzige des Mittelmeerraumes bei der Überflutung durch die Mohammedaner spurlos verschwunden ist. - In dem ihm durch sein Amt aufgezwungenen mehr als zwanzigjährigen Kampf gegen den Donatismus mußte sich A. mit dem Kirchen- und Sakramentsbegriff der Donatisten auseinandersetzen und entfaltete so in seinen antidonatistischen Schriften seine Lehre von der Kirche und den Gnadenmitteln.

Der Autor dieses Beitrages ist H.P.W.Dieser Beitrag ist auch nur ein vereinfach dieses Beitrages Hier

Ich komme jetzt mal auf den Beitrag von Robins zurück:
zu.1.Augustin hat die Schulausbindung seines Standes gehabt dazu zählten lateinischen Klassikern und Cicero und Rhetorik.Das Philosophie zur Schulbildung dazugehörte war zu dieser Zeit ganz normal genau so, wie heute westliches Denken in der Schulausbildung ist.Wen man so ein Urteil fällt, sollte man es genau belegen können!
zu.2.Die Auseinandersetzung von Augustin war nicht nur mit den Donatisten, sondern auch mit ­den Manichäismus und Pelagianismus.Die Donatisten gleich bibeltreue Christen da kan ich mich nur Wundern.Die Donatisten hat das gleiche Sakramentverständnis wie die katholische Kirche.Der Unterschied war das bei den Donatisten die Gültigkeit der Sakramente von der Reinheit des Spenders abhängig war.Besonders schwer ­wurde ­die Montanisten und den Vandalen verfolgt, wie auch Augustin starb bei der Belagerung der Stadt ­Hippo durch die Vandalen.Die Angaben ab wann es genau keine ­Monanistischen Gemeinde mehr gab schwanken sehr.Es wird auch oft verschwiegen, dass es auch Gewalt von den Montanisten ausging. "Die Verhandlungen gaben nur Anlaß zu neuen Gewalttaten der »Circumcellionen«: sie warfen den Katholiken mit Essig vermischten Kalk in die Augen und planten einen bewaffneten Überfall auf A.; er gelangte aber nicht zur Ausführung, weil der Bischof durch den Irrtum seines Führers einen anderen Weg eingeschlagen hatte. Doch setzten die Katholiken ihre Bemühungen um Annäherung und Verständigung fort. Der Versuch friedlicher Zusammenkünfte aber scheiterte 403: die »Circumcellionen« schlugen den Bischof Possidius von Calama bewußtlos nieder und stürzten den von ihren Mißhandlungen schwerverwundeten Bischof Maximianus von Bagai von einem Turm herab; er blieb aber dadurch am Leben, daß er auf einen Misthaufen fiel.Es geht mir hier nicht um eine Rechtfertigung von Augustin sondern das man erstmal ganz nüchtern die Fakten betrachtet.Das Motto "Der Feind meines Feindes ist mein Freud" ist bei der Bewertung der Kirchengeschichte total ungeeignet.Nur noch am Rande Augustin pochte auf eine starke Eigenständigkeit der afrikanischen Kirche.
Quelle unter anderem: http://www.bibleonly.org/german/handbuc ... ismus.html

Als letztes noch ein Zitat:
Der Kirchenvater Aurelius Augustinus schrieb um 427 n. Chr. ob der schieren Fülle seiner Bücher ein eigenes Buch ‚Retractationes‘ (dt. ‚Rückbesinnungen‘), in dem er rückblickend erläutert, was er früher falsch gesehen und geschrieben hatte. Dies erweist Augustinus nicht nur als sich entwickelnden und lernfähigen Denker, sondern auch als demütigen Christ, der seine Irrtümer und Fehler eingestehen kann.

Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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