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Leo_Sibbing
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Beitragvon Leo_Sibbing » 26.01.2013 11:59

Liebe Brüder,
zu aller erst möchte ich mich für meine lange Abwesenheit entschuldigen. Ich war mir nicht mehr sicher, ob ich noch weiter im Forum aktiv sein sollte. Mittlerweile bin ich mir sicher, dass ich bleiben werde. Gott hat in meinem Leben in letzter Zeit viel verändert. Es ging lange stark bergauf aber jetzt geht es um so steiler wieder bergab. Es geht mir sehr schlecht. Ich habe ein Gebetsanliegen und möchte euch kurz den Hintergrund schildern.
Ich habe im Juli über das Internet eine junge Frau aus der Schweiz kennen gelernt, sie heißt Ramona. Gott hat es so geführt, dass wir einander kennen und auch lieben gelernt haben. Im Dezember habe ich sie über Weihnachten und den Jahreswechsel bei ihrer Familie besucht. Es war nicht das erste mal, dass ich dort war und wir kannten uns alle schon. Es war auch eine sehr schöne Zeit. Ramona und ich hatten dann im Dezember, als ich bei ihr war, ein Gespräch über Dinge die nicht so gut laufen. Es ging unter anderem darum, dass ich mich im Studium nicht so bemühe wie ich könnte, und dass ich da sehr nachlässig bin und damit hat sie auch recht. (Zu meiner beruflichen Situation: ich mache eine Ausbildung zum Fachinformatiker in einem Chemieunternehmen und studiere gleichzeitig im dualen Sysem "Softwaretechnik". Das Studium ist eine große Herausforderung für mich und ich war damit in letzter Zeit tatsächlich sehr nachlässig.) Sie wollte wissen, was ich nach dem Studium vorhabe und wie meine berufliche Zukunft aussieht. Ich sagte ihr, dass ich nichts geplant habe und dass ich das ganz Gott überlasse. (Ich studiere noch bis Mitte 2015 und werde anschließend sehr sehr wahrsscheinlich in dem Chemieunternehmen angestellt werden und sie weiß das auch. Daher habe mir wirklich noch keine Gedanken gemacht.) Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, wollte sie mir in dem Gespräch damals auch mitteilen, dass sie Probleme mit ihren Empfindungen für mich hat, aber sie hat sich nicht so richtig getraut es mir zu sagen und hat das auch nur am Rande erwähnt und auch nicht eindeutig formuliert. Ich habe das dann damals im Gespräch missverstanden und daher falsch darauf reagiert. Ich dachte, sie wollte mir sagen, dass sie sich nicht mehr sicher, ob sie mit mir zusammen sein sollte, obwohl sie mich liebt. Ich dachte, das Problem sei also bei meiner beruflich unsicheren Zukunft. Was sie mir aber eigentlich sagen wollte war, dass sie ein Problem mit unserer Beziehung hat, weil sie nicht mehr so viel für mich empfindet. Das hatte ich dann gar nicht realisiert. Sie wollte gerne den Kontakt für eine gewisse Zeit einstellen, um zu sehen, wie es dann weiter geht. Ich verstand das nicht und hatte auch ein Problem mit diesem Vorschlag. Wir sprachen dann nochmal zusammen und auch gemeinsam mit ihren Eltern und einigten uns dann darauf, dass wir den Kontakt reduzieren. Einerseits, damit sie sich wieder, ohne dass ich sie beeinflusse, sicher darüber werden kann, ob es von Gott ist, dass wir zusammen sind oder ob wir aus uns (aus dem Fleisch) heraus gehandelt haben. Und andererseits, damit ich mich mehr auf das Lernen für die anstehenden Prüfungen konzentrieren kann. (Eigentlich wollte sie aber den Abstand, damit sich sich über ihre Gefühle im klaren werden kann, aber das hatte ich nicht begriffen, wegen des blöden Missverständnisses in unserem Gespräch.) Wir reduzierten also den Kontakt, als ich wieder heim geflogen war. Es fiel mir aber sehr schwer weniger Kontakt zu ihr zu haben, weil ich sie sehr liebe, und das sagte ich ihr dann auch. Wir sprachen nochmal über ein paar Dinge, die aus ihrer Sicht einfach besser laufen könnten und ich ging auch darauf ein und wollte mich ändern. Sie wollte den Kontakt aber weiter reduzieren, was mir weiterhin sehr schwer fiel. Am Dienstag Abend schrieb ich ihr dann nochmal, dass es mir sehr schwer fällt, wenn wir nur so wenig Kontakt haben und ich sagte ihr, dass ich das Gefühl habe, dass wir uns voneinander entfernen, anstatt aufeinander zuzugehen und an unserer Beziehung zu arbeiten. Am Mittwochnachmittag erhielt ich dann ihre Antwort. Sie wollte die Beziehung beenden und sah keine gemeinsame Zukunft für uns. Ich war am Boden zerstört und wusste nicht warum es jetzt auf einmal so schlecht zwischen uns aussieht. Es kam sehr plötzlich für mich. Der Mittwoch war dann die Hölle für mich. Ich schrieb ihr einige Mails mit Fragen, Entschuldigungen, Besserungsbekundungen und Bitten um eine zweite Chance, aber sie antwortete nicht mehr. Ich verstand die Welt nicht mehr und schrieb ihrer Mutter und ihrer besten Freundin usw. Am Donnerstag hat mir dann ihre Mutter geholfen, dass ich Ramona etwas besser verstehen konnte. Sie hat gut zwischen uns vermittelt. So erkannte ich dann auch das Missverständnis aus dem Gespräch damals und warum Ramona jetzt so reagiert. Sie fühlte sich damals schon mit der Situation überfordert und fühlte sich dann mit der Zeit von mir bedrängt (Weil ich das gnaze ja nicht verstanden hatte, wegen dem Missverständnis). Deshalb sah sie dann keinen anderen Ausweg mehr als die Beziehung zu beenden. Ich habe dann am Donnerstag den Vorschlag gemacht, dass wir es doch so machen können, wie Ramona es damals vorgeschlagen hatte und so machen wir es jetzt auch. Wir wollen uns nicht trennen, aber den Kontakt erstmal ruhen lassen und uns und der Beziehung eine Pause geben. Erstmal wollen wir es so halten bis Ende Februar, bis ich meine Prüfungen alle geschrieben habe. So ist es für mich nicht ganz so sehr eine Belastung, als wenn wir uns jetzt trennen und ich mich überhaupt nicht mehr auf das Lernen konzentrieren kann und nur noch heulend da sitze. Ich weiß also nicht, wie es zwischen uns weiter geht, das Ende ist offen. Das ganze belastet mich sehr und ich bin echt traurig. Aber ich sehe in der Zeit bis ende Februar zumindest noch ein kleine Chance, dass wir evtl doch wieder zueinander finden. Ich hoffe einfach auf Gott, dass Er ihr und mir zeigt, wie es weiter gehen soll. Wir sind beide in Gottes Hand und er kann auch unsere Empfindungen füreinander so lenken, wie es Ihm gefällt. Ich hoffe und bete, dass es Ihm gefällt, dass Er Ramonas Herz mir nocheinmal zuwendet. Ich möchte auch alles geben und vollen Einsatz zeigen. Aber wenn es nicht Gottes Wille ist, dann möge Er mich und auch Ramona durch die Zeit tragen, wenn wir uns dann trennen sollten. Es fällt mir momentan so schwer und es tut mir so weh, aber Gott will es so und ich muss es so annehmen. Ich möchte euch einfach von Herzen bitten, dass ihr mit mir zu unserem Herrn fleht, ob es nicht sein kann, dass Ramona und ich noch eine gemeinsame Zukunft haben können. Ob es nicht Sein Wille ist, dass wir gemeinsam unser Leben für ihn verwenden und Ihm gemeinsam dienen können. Und wenn es nicht sein kann, dass Er uns dann auch durch die Zeit der Trennung trägt. Und dass Er mir auch hilft mich trotzdem gut auf die Prüfungen vorzubereiten. (Prüfungstermine sind: 29.01, 20.02, 22.02, 26.02, 28.02)

Ich danke euch von ganzem Herzen für eure Gebete und dafür, dass ich so offen sein darf.
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10

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Beitragvon Joschie » 30.01.2013 17:46

Lieber Leo!
Ich werde für dich beten, dass der Herr dir viel Weisheiten schenkt für die anstehenden Entscheidungen in der nächsten Zeit :sh:
Gruß und Segen Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon Leo_Sibbing » 02.02.2013 14:06

Vielen Dank Joschie! Und auch an alle anderen die mitbeten!
Es geht mir gefühlsmäßig schon sehr viel besser. Ich bin zwar immer noch traurig, wenn ich mir die Situation vor Augen führe, dass Ramona sich trennen möchte, und es ist schwer nicht an sie zu denken. Aber ich habe Mut gefasst und sehe die Situation nun auch als eine Chance, um mich von Gott weiter prägen zu lassen. Gott hat mich (durch Ramona) durch die Situation so richtig wach gerüttelt. Ich bin nun seit 3,5 Jahren sehr sehr nachlässig mit dem Bibellesen und dem Beten gewesen. Es hat mich sehr gestört und ich habe immer wieder mal versucht etwas daran zu ändern, aber es hat nie so richtig geklappt. Mein Gewissen wurde mit der Zeit abgestumpft und ich tolerierte so manche Sünde in meinem Leben. Ich habe auch viel viel Zeit in unsinnige Computerspiele gesteckt, worüber ich mich heute sehr ärgere. Als ich mich 2007 bekehrte hatte ich einen klaren Schnitt mit diesen blöden Spielen gemacht, weil ich fast meine ganze Zeit in meiner Kindheit und Jugend an solchen blöden Spielen verspielt habe. Doch irgendwie hatte es der Teufel geschafft, dass ich wieder in diese Fallstricke gefallen bin. Und davon habe ich mich bis heute nie so richtig und vollständig erholt. Aber jetzt ist die Chance und Gelegenheit da, um alles zu ändern. Ramona hatte recht mit den Dingen, die sie mir vorgeworfen hat, mit allem. Und ich werde wirklich an mir arbeiten und sehr dafür Beten, dass Gott mich zu einem Mann nach seinem Herzen macht. Ich möchte nicht ein nachlässiger Mann sein, der in den Tag hinein lebt und ständig zu spät kommt. Ich möchte ein Mann Gottes sein. Ich habe mir eine Liste mit 7 Punkten gemacht, die Ramona mir gesagt hat und ich habe daraus 7 Ziele gemacht, die ich mit Gott erreichen möchte. Es sind charakterliche Dinge, aber auch praktisch Verhaltensweisen, die ich ändern will.
Letzte Woche Samstag hatte ich ein gutes Gespräch mit einem Bruder. Er hat mir sehr geholfen, die Situation als eine Chance zu sehen, um mich von Gott prägen zu lassen. Und das ist genau der richtige Weg. Er hat mir auch eine 3-Teilige Vortragsreihe von Paul Washer zum Thema "Biblical Manhood" empfohlen. Die höre ich mir gerade an und mache mir Notizen dazu. Ich kann sie euch nur weiterempfehlen! Er ist zwar knallhart aber er hat recht mit dem was er sagt.

Als Gebetsanliegen habe ich:
- Die Situation von Ramona und mir.
- Mein Studium. (Ich war sehr nachlässig mit dem Studium. Ich schreibe in diesem Sem. noch 4 Prüfungen. Wenn ich eine von diesen nicht bestehe, kann ich das nächste Sem. nicht antreten, weil mir Credit-Points fehlen würden. Prüfungstermine sind: 20.02, 22.02, 26.02, 28.02)

Nochmal herzlichen Dank an Alle die mitbeten! Ich bete auch für euch.



Unser größter Dank gillt dir, unser Gott und Vater im Himmel! Danke, dass du unser Beten hörst und auch erhören magst, wenn es in deinem Willen ist. Du bist der Herr, der strake Gott, der bamherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade! Dir sei alle Ehre! Amen!
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10

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Beitragvon Leo_Sibbing » 21.02.2013 23:19

Liebe Brüder,
vielen Dank für eure Gebete für Ramona und mich. Es ist jetzt zu einer Entscheidung gekommen. Ramona und ich haben uns leider getrennt. Ich wollte es nicht, aber ich kann sie ja nicht festhalten, also habe ich ihre Entscheidung akzeptiert. Ich bin froh, dass wir nicht zerstritten sind, sondern uns im Guten getrennt haben. Es ist zwar nach wie vor schwer für mich, aber ich spüre, wie Gott mich hindurch trägt.
Nochmal vielen Dank für die Gebete liebe Brüder!

Auch wenn es mir nicht leicht fällt, so muss ich doch mit Hiob einstimmen, weil es einfach zutrifft: Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es genommen, Ihm sei alle Ehre!
Ich freue mich sehr in dem HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Mantel der Gerechtigkeit mich bekleidet, ... Jesaja 61,10

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Beitragvon Joschie » 09.03.2013 16:00

Lieber Leo!
Ich trete weiterhin für dich im Gebet ein :!:
Gruß und Segen von Joschie :sh:
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