Betet und denkt an die verfolgten Geschwister

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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MASSIVE AUSSCHREITUNGEN GEGEN CHRISTEN

Beitragvon Joschie » 09.04.2019 09:08

ÄTHIOPIEN: MASSIVE AUSSCHREITUNGEN GEGEN CHRISTEN

:arrow: Aufruf zu Gewalt stößt auf offene Ohren / Örtliche Polizisten lassen Angreifer gewähre
In Alaba, circa 220 Kilometer südlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, ist es am 9. und 10. Februar zu massiven Ausschreitungen gegen Christen gekommen. Ein Mob von Muslimen beschädigte dabei 13 Kirchengebäude schwer, 26 Christen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Auslöser der Übergriffe war nach Angaben lokaler Quellen der Aufruf eines Imams zur Gewalt gegen Christen. Wenige Tage nach dem Vorfall besuchten Mitarbeiter von Open Doors die Christen und machten sich ein Bild von der Situation.


:arrow: „Alaba gehört dem Islam“
Der Angriff begann am Samstag, den 9. Februar, gegen 10 Uhr, als sich eine große Gruppe von Muslimen in Alaba versammelte. Als Waffen trugen sie Stöcke, Steine und Brandbeschleuniger bei sich. Zeugen gaben an, die Menge habe „Allahu Akubar“ (Allah ist größer) und „Alaba gehört dem Islam“ gerufen. Der Mob zog von Kirche zu Kirche und zerstörte Gebäude und Einrichtungsgegenstände. 26 Christen, darunter vier Gemeindearbeiter, wurden bei dem Versuch verletzt, ihre Kirchengebäude zu schützen. Sie mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Angreifer beschädigten oder zerstörten 13 Gebäude, 14 Motorräder und eine unbekannte Anzahl von Fahrrädern verschiedener Gemeinden sowie Bibeln und Möbel.

:arrow: „Fake News“ als Auslöser, Polizisten in der Beobachterrolle
Quellen erklärten gegenüber Open Doors, der Angriff sei durch den Aufruf eines islamischen Predigers ausgelöst worden. Er habe am vorausgegangenen Freitag (8. Februar) die Muslime dazu angestachelt, örtliche Christen anzugreifen. Dabei habe er auf kursierende Berichte verwiesen, denen zufolge Christen in einer nahegelegenen Stadt eine Moschee niedergebrannt und einen Imam ermordet hätten. Die Berichte erwiesen sich später als gegenstandslos. Nach Einschätzung der Christen in Alaba dienten diese Gerüchte jedoch nur als Vorwand für den Angriff. Der eigentliche Grund sei die wachsende Wut über ihr Engagement bei der Verbreitung des Evangeliums in Alaba. Die Einwohner der Stadt sind zum größten Teil Muslime.

Besonders schockiert äußerten sich die Christen aus Alaba über die Untätigkeit der örtlichen Polizei. Zeugenaussagen zufolge hätten Polizeibeamte „einfach herumgestanden“ und das Chaos drei Stunden lang beobachtet. Erst als Beamte der Bundespolizei aus Awasa und Wolayita Sodo eintrafen, stellten diese die Ordnung wieder her. Nach dem Vorfall verhaftete die Bundespolizei über 100 Verdächtige. Unter ihnen waren auch die Polizeikommandanten der Stadt und des Distrikts, möglicherweise weil sie die Angriffe nicht unterbunden hatten. Alle sind inzwischen wieder auf freiem Fuß.



:arrow: Besuch vor Ort: Tränen und eine lebendige Hoffnung
Wenige Tage nach dem Vorfall trafen Mitarbeiter von Open Doors in Alaba ein und riefen alle örtlichen Kirchenleiter zusammen, um ihre Berichte zu hören und sie zu ermutigen. Ein Mitarbeiter berichtet: „Nach dem Treffen besuchten wir alle von den Angriffen betroffenen Kirchen und einige der verwundeten Christen. Wir sahen mit eigenen Augen die Schäden an den Kirchen und die Überreste der zerstörten Motorräder und Fahrräder. Viele Gläubige und Leiter standen da und weinten.“

Doch der Mitarbeiter traf auch Christen voller Glauben und Hoffnung: „Ein Kirchenführer sagte uns: ‚Vor dem Angriff hatten wir keine starke Einheit, aber dieser Vorfall hat uns zusammengeführt.‘ Ein anderer verletzter Evangelist sagte: ‚Ich danke Gott für diesen Vorfall. Wir haben das wahre Leben Jesu und der Apostel geteilt.‘ Die Kirchenführer dankten uns für unsere Anwesenheit und sagten: ‚Wir alle haben Angst und Entmutigung erlebt. Eure Anwesenheit hilft uns mehr als jede andere Unterstützung, die Angst zu überwinden.“

:arrow: Bitte beten Sie für die Christen in Äthiopien:
:arrow: Danken Sie für den Eifer und den Mut der Christen, das Evangelium in ihrem Umfeld bekannt zu machen.
:arrow: Beten Sie aber auch um Weisheit, dass sie dabei keinen unnötigen Anstoß erregen.
:arrow: Beten Sie für die Verletzten und von den Angriffen unmittelbar betroffenen Christen um Heilung und Wiederehrstellung an Körper und Seele.
:arrow: Beten Sie, dass zwischen den Muslimen und Christen Versöhnung stattfindet und beide Gruppen friedlich zusammenleben.
:arrow: Beten Sie für die Angreifer, dass Jesus sie von ihrem Hass befreit und sie ihm begegnen.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Syrien: Beten für die Not nach dem Krieg

Beitragvon Joschie » 08.10.2019 08:59

Syrien: Beten für die Not nach dem Krieg

:arrow: Helfen Sie mit und beten Sie für diese aktuellen Anliegen direkt aus Syrien
Teilnehmer des Seminars „Mein Leben hat einen Sinn“
Obwohl der Krieg in Syrien an den meisten Orten beendet ist, lasten die Folgen der letzten Jahre
schwer auf der Bevölkerung. Das Land braucht dringend Menschen und Gemeinden, die ihnen die
Hoffnung des Evangeliums vermitteln. Doch auch viele Christen stecken mitten im Überlebenskampf.
:arrow: Diese Gebetsanliegen haben uns kürzlich aus Syrien erreicht:

:arrow: • Beten Sie für die seelische Heilung von Menschen, die Terroranschläge überlebt haben. „Die
Angst wird nie verschwinden; das Gefühl der Unsicherheit ist am schwersten zu überwinden“,
sagt Sarah, Studentin der Medizin mit Schwerpunkt Psychologie.

:arrow: • Beten Sie für den Dienst des Hoffnungszentrums in Al Bassah, wo ein geistliches Programm für
Jugendliche mit dem Namen „Mein Leben hat einen Sinn“ begonnen hat. Zwanzig muslimische
Teenager nehmen teil und sprechen immer offener über ihre Gefühle und Gedanken. Beten Sie
um Weisheit für die Lehrer und Offenheit bei den Teilnehmern.

:arrow: • Beten Sie, dass die Kirchen es schaffen, die Jugendlichen anzuziehen. Viele junge Menschen
haben das Land wegen des Krieges verlassen. Andere haben sich Drogen oder einem
ausschweifenden Lebensstil zugewendet, was inzwischen immer häufiger geschieht.

:arrow: • Gott sei Dank für das Team, das an den Aktivitäten der Sonntagsschule in Latakia beteiligt ist.
Sie planen, ein muslimisches Dorf zu besuchen. Beten Sie für eine gesegnete Zeit und dafür,
dass sich das Wort Gottes in diesem Dorf verbreitet.

:arrow: • Beten Sie für Frieden und Ruhe in den Herzen der syrischen Kinder – einer Generation, die in
einer Kriegsumgebung geboren und aufgewachsen ist und die mit körperlicher und verbaler
Gewalt aufgewachsen ist. Leider führte das dazu, dass viele immer wieder auf der Straße
kämpfen und sich gegenseitig verletzen.

:arrow: • Beten Sie um Kraft und Segen für die Lehrer der Hoffnungszentren, die neben den Angeboten
zur Allgemeinbildung auch geistliche Inhalte vermitteln.

:arrow: • „Wir danken Gott, dass er in Mashta al Helou Wunder gewirkt hat! Er heilt, befreit und spricht
zu Menschen in Träumen und Visionen. Viele kommen zu Jesus“, sagt Pastor Rami, der Leiter
einer Hausgemeinde an diesem Ort.

:arrow: • Beten Sie für die Sicherheit aller Syrer, aber vor allem für diejenigen, die mit unseren lokalen
Partnern zusammenarbeiten, wenn sie durch Syrien reisen. Die meisten Straßen sind
passierbar, aber es kommt immer wieder zu willkürlichen Angriffen auf Reisende.

:arrow: • Beten Sie, dass die syrische Jugend gerne lebt und an ihre Zukunft glaubt. Leider steigt die
Selbstmordrate unter jungen Menschen an. Vor zwei Monaten beispielsweise sprang ein Christ
in seinen 20ern wegen Depressionen aus dem siebten Stock eines Gebäudes. Beten Sie, dass
die Jugendlichen Jesus auf eine Weise kennenlernen, dass sie in ihrem Leben einen Sinn und
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Kasachstan: Gericht bestätigt Haftstrafe für Pastoren Angeklagten drohen mehrjährige Gefängnisaufenthalte

Beitragvon Joschie » 01.12.2019 17:06

Kasachstan: Gericht bestätigt Haftstrafe für Pastoren
Angeklagten drohen mehrjährige Gefängnisaufenthalte


:arrow: Ein kasachisches Gericht hat die Berufung von drei kasachischen Pastoren abgelehnt, die wegen einer Reihe von Anklagen im Juli zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden waren. Die drei hatten die „New Life Church“ in Almaty 1991 gegründet und seitdem geleitet, bevor sie 2016 in die USA ausreisten. Während das Gericht betonte, der Fall habe nichts mit Religion zu tun, kritisierte ein einheimischer Menschenrechtsaktivist die Urteilsbegründung als völlig haltlos. Pastor Maxim Maximov und seine Frau Larisa Maximova Gottesdienstbesucher durch Gebet „psychisch geschädigt“ Im Juli verurteilte ein Untergericht Pastor Maxim Maximov in Abwesenheit zu fünf Jahren sowie seine Frau Larisa Maximova und Pastor Sergej Zaikin zu vier Jahren Gefängnis. In der Begründung hieß es unter anderem, sie hätten die Kirche in „krimineller Absicht“ gegründet und durch das Gebet für Menschen „psychischen Schaden“ angerichtet. Durch den Dienst der Pastoren hätten „die Opfer schwere Schäden an ihrer Gesundheit erlitten, die sich später zu einer psychischen Erkrankung entwickelten“.

:arrow: Staatliche Medien griffen den Fall auf und machten die Anschuldigungen öffentlich.
Gegenüber Journalisten erklärte das Gericht von Almaty: „Der Grund für die Einleitung eines Verfahrens waren die Erklärungen von Gemeindemitgliedern, gegen die die Gemeindeleiter während der Predigten verbotene psychotherapeutische Methoden anwandten, woraufhin sie ihr Eigentum der Kirche übertrugen.“ Darüber hinaus ordnete das Gericht an, Maximov solle ein Jahr keine religiöse Organisation leiten und an acht Personen Schadenersatz zahlen, die sich als Opfer seines Dienstes bezeichneten. Außerdem wurden ein Bankkonto und ein Teil des Kirchenbesitzes beschlagnahmt.

Damals gaben Pastor Maximov und seine Frau gegenüber Open Doors an, sie seien von dem Urteil schockiert, mehr noch aber vielleicht von den Anschuldigungen. Menschen, mit denen sie zusammengearbeitet und gelebt hätten, die sie in ihr Haus aufgenommen hätten, sagten nun gegen sie aus.

Mehrfach Zusammenarbeit mit Geheimdienst abgelehnt
:arrow: Jewgeni Zhovtis vom Internationalen Büro für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Kasachstan sagte dem kasachischen Dienst von Radio Free Europe: „Ich habe das Urteil gelesen. Es ist Unsinn.“ Ein Gemeindemitglied sagte gegenüber Forum 18, die Verurteilung der drei Pastoren habe „großen Einfluss“ auf die Kirche in Almaty und ihre Schwesterkirchen anderswo im Land.
:arrow: Die New Life Church und ihre drei Pastoren sind seit vielen Jahren mit Anklagen konfrontiert, die zu einer Reihe von Gerichtsverfahren geführt haben. Die Behörden haben der Kirche wiederholt ein Ende der Verfahren für gewisse Gegenleistungen angeboten, sagte ihr derzeitiger Pastor Ivan Kryukov gegenüber Forum 18. So sei man unter anderem zu dem Versprechen aufgefordert worden, sich ruhig zu verhalten und nicht mehr zu evangelisieren. Für eine Zusammenarbeit mit der Geheimpolizei sei sogar Geld angeboten worden. In allen Fällen lehnte die Kirchenleitung ab, sagte Pastor Kryukov.
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SUBSAHARA-AFRIKA: VERFOLGTE CHRISTEN VON PANDEMIE BESONDERS BETROFFEN

Beitragvon Joschie » 25.04.2020 10:21

SUBSAHARA-AFRIKA: VERFOLGTE CHRISTEN VON PANDEMIE BESONDERS BETROFFEN

Ausgrenzung, gezielte Benachteiligung und verstärkte Übergriffe
:arrow: (Open Doors, Kelkheim) – Während die Corona-Pandemie Asien, Europa und Nordamerika mit voller Wucht getroffen hat, steht Subsahara-Afrika (die Länder südlich der Sahara) mit seinen 1,1 Milliarden Einwohnern erst am Anfang der Krise. In Teilen der Region herrscht ein hohes Maß an Christenverfolgung. Die dort lebenden Christen bekommen die Wucht der Pandemie schon jetzt mehr als andere zu spüren. Lokale Mitarbeiter von Open Doors schildern Beispiele und sind alarmiert.


Verfolgung und Gefährdung durch das Virus wirken zusammen
Das Africa Centre, eine für Sicherheitsanalysen zuständige Abteilung des US-Verteidigungsministeriums, hat die möglichen Auswirkungen des Coronavirus auf afrikanische Länder untersucht. Zu den am stärksten gefährdeten Ländern zählen u.a. der Sudan, Nigeria, Äthiopien und Somalia. Hier werden Christen teilweise intensiv verfolgt. Während das Virus alle Menschen gleichermaßen bedroht, wird bei genauerem Hinsehen deutlich: Christen leiden oftmals doppelt unter der Pandemie und ihren Folgen. Hier sind einige Beispiele.

:arrow: Christen von Hilfe ausgeschlossen: In Äthiopien hat die Regierung die Bevölkerung zu gegenseitiger Hilfe aufgerufen. Open Doors liegen jedoch Berichte von christlichen Konvertiten vor, denen selbst enge Angehörige die Unterstützung verweigern; einige Familien sind deshalb vom Hunger bedroht. Auch in anderen Ländern werden ehemalige Muslime aufgrund ihrer Entscheidung für den christlichen Glauben von ihrer Familie und der traditionellen Gemeinschaft ausgeschlossen.
:arrow: Einsamkeit und Isolation: Neben der prekären Versorgungslage fehlt Christen islamischer Herkunft aufgrund der Ausgangsbeschränkungen auch die seelische und geistliche Unterstützung anderer Christen, mit denen sie derzeit keine Gemeinschaft haben können. Ihr oft noch junger Glaube wird so auf eine harte Probe gestellt.
Christen als Verursacher der Pandemie diffamiert: Aus Somalia, Uganda und Burkina Faso gibt es Berichte, dass Christen die Schuld an der Corona-Krise zugeschoben wird. So rief die islamistische Miliz Al Shabaab (Somalia) dazu auf, sich vor Infektionskrankheiten wie dem Coronavirus zu hüten, die „durch die Armeen der Kreuzritter [gemeint sind Christen], die in das Land eingedrungen sind“, verbreitet würden.
:arrow: Diskriminierung bei der Verteilung staatlicher Hilfen: In dem Bundesstaat Kaduna im Norden Nigerias haben Christen laut eigenen Angaben sechsmal kleinere Nahrungsrationen von der Landesregierung erhalten als muslimische Familien. Mehrere Familien aus unterschiedlichen Ortschaften bestätigten diesen Bericht.
verstärkt tödliche Übergriffe gegen Christen: In einigen Ländern nutzen Verfolger die derzeitige Situation, um Christen gezielt anzugreifen – teilweise unter dem Vorwand, man müsse die Christen als Verursacher der Pandemie bekämpfen. In den nigerianischen Bundesstaaten Kaduna und Plateau wurden zwischen Ende März und Ostern 31 Menschen getötet und viele Häuser zerstört.
Gebet als „wirksamstes Mittel“

Suleiman M*, Westafrika-Direktor von Open Doors: „Wir haben Anrufe von einigen Pastoren erhalten, die um Hilfe mit Nahrungsmitteln baten. Aber auch die Christen in den Flüchtlingslagern leiden unter der schwierigen Versorgungslage. Witwen und Waisen, die aufgrund der Einschränkungen nur ein geringes Einkommen haben, sind nicht in der Lage, weiter Handel zu treiben, und wir erhalten ständig Bitten um Nahrungsmittel und andere Unterstützung.“

Yasin A*, Ostafrika-Direktor von Open Doors, erklärte: „Diese Zeit der Coronavirus-Pandemie ist in vielerlei Hinsicht eine sehr unsichere und schwierige Zeit für die verfolgte Kirche in unserer Region. Ihr Gebet ist das wirksamste Mittel, um das Herz der verfolgten Gläubigen zu erreichen, wo immer sie sich befinden und in welchem Zustand sie auch sind.“

:arrow: Auf dem Weltverfolgungsindex 2020 sind die genannten Länder in der Region wie folgt platziert: Somalia: 3, Sudan: 7, Nigeria: 12, Burkina Faso: 28 und Äthiopien: 39.
Quellen: BBC, Africa Centre, Open Doors
*Name geändert

Bitte beten Sie für die Christen in den Ländern südlich der Sahara:
:arrow: Beten Sie für die betroffenen Christen um Gottes Schutz und Versorgung in allen Bereichen.
:arrow: Beten Sie für die Pastoren und Gemeindeleiter um Weisheit, wie sie den Christen in dieser schwierigen Zeit am besten dienen und sie ermutigen können.
:arrow: „Betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ (Jakobus 5,16)
:arrow: Beten Sie, dass alle Versuche, die Situation auszunutzen, um den Christen Leid zuzufügen, vereitelt werden.
:arrow: Beten Sie für die Mitarbeiter von Open Doors in der Region, dass Jesus sie mit Weisheit, Kraft und kreativen Ideen beschenkt, um den Christen weiterhin dienen zu können.
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SUDAN: EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG GLAUBENSFREIHEIT

Beitragvon Joschie » 23.06.2020 14:09

SUDAN: EIN WEITERER SCHRITT IN RICHTUNG GLAUBENSFREIHEIT

Regierungsankündigung lässt Christen hoffen / drohende Hungersnot betrifft ehemalige Muslime doppelt
:arrow: Die sudanesische Übergangsregierung hat zugestimmt, eine Nationale Kommission für Religionsfreiheit einzurichten. Sie soll gegen Verletzungen der Religionsfreiheit im Land vorgehen. Unterdessen haben die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt, worunter besonders Christen muslimischer Herkunft leiden.


Schutz für Christen dringend benötigt
:arrow: Der Beschluss ist Teil eines Friedensabkommens zwischen der Übergangsregierung und der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung SPLM-A, die ihren Sitz in den überwiegend christlichen Bundesstaaten Südkordofan und Blauer Nil hat. In einem Bericht aus dem Jahr 2016 hatte Open Doors davor gewarnt, dass Christen in den beiden Staaten von ethnischen Säuberungen bedroht sind. „Wir begrüßen dieses Ergebnis. Es ist ein guter Anfang“, kommentierte Jo Newhouse, Sprecherin der Abteilung für Subsahara-Afrika von Open Doors. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass Christen in anderen Landesteilen, wie zum Beispiel Darfur, ebenfalls Schutz benötigen. Dies betreffe besonders solche, die vom Islam konvertiert sind. „In der Geschichte des Sudan wurde das Recht auf freie Wahl der Religion stark eingeschränkt; Konvertiten wurden verfolgt und oft lange Zeit inhaftiert. Das Land muss dringend Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sich solche Menschenrechtsverletzungen nicht wiederholen – weder vonseiten des Staates noch der Gesellschaft.“

Drohende Hungersnot: Hilfe nur für Muslime
:arrow: Die positive Entwicklung im Bereich der Glaubensfreiheit wird jedoch überschattet von der dramatischen Versorgungslage inmitten der Corona-Pandemie. Nach Einschätzung von Michelle Bachelet, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, könnte die „einen negativen Wendepunkt“ für das Land darstellen. Bereits vor dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Hassan al Bashir litt der Sudan unter einer Wirtschaftskrise. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hat sich die Lage derart verschärft, dass Grundnahrungsmittel wie Brot nur noch zu exorbitanten Preisen auf dem Schwarzmarkt verfügbar sind, sagt Wajih*, ein örtlicher Pastor. Gegenüber Open Doors wies er darauf hin, dass darunter besonders Christen mit muslimischem Hintergrund leiden. „Sie hängen sehr stark von dem Einkommen ab, das sie durch kleinere Verkaufstätigkeiten verdienen. […] Aufgrund ihres Glaubens erhalten sie keinerlei Unterstützung von ihrer Familie, ihrem Stamm oder ihrer Gemeinschaft.“

Einer dieser Christen namens Adam* ergänzt: „Wegen des Coronavirus verlieren viele von uns die Arbeitsplätze, auf die wir für unseren Lebensunterhalt angewiesen sind. Wir haben unsere Wohnungen verloren, weil wir in Mietshäusern leben und aufgrund der Krise die Miete nicht mehr zahlen können.“

Pastor Wajih* macht sich große Sorgen um Konvertiten, die noch jung im Glauben sind und jetzt versucht sein könnten, um der Unterstützung der Familie und der Gemeinschaft willen zum Islam zurückzukehren. „Wenn sie ihre Gemeinschaft um Hilfe bitten, werden sie unter Druck gesetzt, ihren christlichen Glauben aufzugeben, damit sie Hilfe bekommen. Es ist wirklich eine Tragödie. Aber sie beten, wann immer sie sich treffen, und rufen mich als Pastor an, um für sie zu beten.“



:arrow: Bitte beten Sie für die Christen im Sudan:
:arrow: Danken sie für die kleinen Schritte hin zu mehr Glaubensfreiheit; beten Sie, dass die Regierung den eingeschlagenen Weg bis zur Umsetzung weitergeht.
:arrow: Beten Sie um Versorgung aller Notleidenden im Sudan, besonders für die Christen muslimischer Herkunft.
:arrow: Beten Sie, dass die Christen muslimischer Herkunft standhaft in ihrem neuen Glauben bleiben und darin wachsen – auch, indem sie die Fürsorge ihrer Glaubensgeschwister erleben.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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