political correctness und die Gemeinde

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Joschie
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political correctness und die Gemeinde

Beitragvon Joschie » 21.08.2010 15:12

Hallo Ihr!
Als ich das erste mal vor 18 Jahren mit political correctness zu tun hatte, habe ich noch geschmunzelt. Man hat mir gesagt, die Süßigkeit heißt nicht mehr Negerkuß, sondern Schokokuß. Das Schmunzeln ist mir heute vergangen, bei der Allgegenwart von political correctness. Ich habe immer mehr den Eindruck, das es eine Variante von political correctness in vielen Gemeinden gibt. Besonders es wird nicht mehr über Sünde und deren Folgen gesprochen. Es ist alles nur noch Liebe und damit wird alles zugekleistert, besonders bei Fragen der Gemeindezucht und bei Unterschieden in Lehrfragen, wenn sie überhaupt erwähnt werden. Wie ist euer Eindruck bei diesem Sachverhalt oder täusche ich mich da?
Gruß und Segen von Joschie!
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joasch
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Beitragvon joasch » 21.08.2010 18:43

Hallo Joschie,

da täuschst Du Dich keineswegs; die "fromme" Variante dieses Übels nennt man "Evangelical Correctness", das Gegenteil davon "nicht allianzfähig". ;-) Der zweite Ausdruck ist mir bereits Anfang/Mitte der 1990er Jahre begegnet, aber das Phänomen ist schon viel älter. Auch ich kann mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, daß es damit besonders in den letzten Jahren immer schlimmer geworden ist.

Evangelikal unkorrekte Grüße
Joachim
Solus Christus - Sola Gratia - Sola Fide - Sola Scriptura - Tota Scriptura

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Joschie
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Evangelical Correctness

Beitragvon Joschie » 23.08.2010 19:07

Hallo Ihr
Ein Beitrag zum Thema "Evangelical Correctness"
Ich liebe Bücher!
von Ralf Kaemper [ 1 ]



Schon als Kind ging ich regelmäßig in die Stadtbücherei. "Die fünf Freunde" und "Die Schwarze Sieben" von Enid Blyton habe ich ebenso verschlungen wie "Die drei Fragezeichen" von Alfred Hitchcock. In der Zeit der Oberstufe kam die Auseinandersetzung mit der Literatur dazu. Es faszinierte mich, wenn Autoren wie Heinrich Böll, Max Frisch oder Friedrich Dürrenmatt grundsätzliche Fragen des Menschseins stellten. Wir - die Christen - hatten die Antworten. Leider kannten wir häufig die Fragen nicht mehr.

Ich war damals schon Christ. So wurde der Deutschunterricht zur Plattform fürs Zeugnisgeben. Ganz ungeplant und ohne Krampf. Das konnte sogar schriftlich - in Aufsätzen - geschehen. Mein Lehrer war Sozialdemokrat und überzeugter Atheist. Aber er war fair. Ich kann mich an manche Stunde erinnern, wo wir minutenlang zu zweit diskutierten. Die Klasse hörte gespannt zu.

Diese Zeit hat mich geprägt. In der Zeit der Auseinandersetzung wurde mein Glaube mein Glaube. Ich war gezwungen Antworten zu finden. Ich merkte, dass viele "christliche" Aussagen lediglich Worthülsen waren, die ich nicht füllen konnte, weil ich sie nie wirklich verstanden und durchdacht hatte.

Geholfen haben mir damals, neben Gespräche mit unserem Jugendleiter, christliche Bücher. In der Gemeinde hörte man schon mal vom "blinden Glauben an Jesus". Und dass wir nicht fragen, sondern glauben sollen.

Gerade die Bücher von Francis Schaeffer haben mich sehr geprägt. "Gott ist keine Illusion", "Und er schweigt nicht" und "Preisgabe der Vernunft" habe ich regelrecht durchgearbeitet. Schaeffer schaffte es, sich kritisch aber offen mit dem Denken seiner Zeit auseinanderzusetzen ohne von seinem biblischen Standpunkt abzuweichen. Mich faszinierte seine Weite und Klarheit: Er verdammte die Kultur nicht einfach (alles "weltlich"!), sondern er versuchte zu verstehen und die Fragen zu hören. Und er gab Antworten, vom christlichen Standpunkt her. So fand er Anknüpfungspunkte in der Kunst, im Film, in der Literatur oder in der Musik. Und dabei wurde deutlich, wie aktuell die Botschaft der Bibel auch heute noch ist. Ich brauchte mich mit meinem Glauben nicht zu verstecken!

"Asche des Abendlandes" von Os Guinnes half mir weiter meine Zeit zu verstehen und eine Position zu finden, die ich mit gutem Gewissen vertreten konnte. Später folgten die Bücher von C.S. Lewis. Nur auswendig gelernte richtige christliche Sätze und ein Zeugnis als geistliche Pflichterfüllung war mir immer zu wenig. Und Denkverbote haben mich immer abgestoßen. Wenn der christliche Glaube wahr ist, dann muss ich diese Wahrheit nicht schützen. Sie wird sich durchsetzen. "Denn wir vermögen nichts gegen die Wahrheit", schreibt Paulus in 2.Kor 13,8.

Doch etwas irritierte mich: diese Autoren und Bücher begleiteten mich nur ein Stück auf meinem Weg. Dann musste ich alleine weiter und meinen eigenen Weg finden. Ich habe Schaeffers späten politischen Konservatismus nie ganz nachvollziehen können. Auch hat mich Manches bei C.S. Lewis befremdet. Aber das ist nur gut so, denn wir folgen ja nicht Menschen, sondern Jesus Christus.



Betrachte ich den deutschen christlichen Buchmarkt heute, wird mir ein bisschen wehmütig zumute und ich sehne mich nach der guten alten Zeit zurück (ich gehe ja mittlerweile auf die 40 zu). Noch nie gab es so viele neue christliche Bücher auf dem Markt wie heute. Und noch nie gab es so viel Harmloses und Unbedeutendes, das man nach einigen Monaten getrost vergessen wird und kann.

Der Trend zu Lebenshilfebücher ist ungebrochen. Wahrscheinlich hängt das damit zusammen, dass die gesellschaftlichen Selbstverständlichkeiten zurückgehen und immer mehr Christen - in allen Bereichen des Lebens - verunsichert sind. Der Titel "Was mache ich als Christ, wenn mein Hamster in die Toilette gefallen ist" ist allerdings noch nicht erschienen ...

Auch Lebensberichte christlicher Menschen lassen sich gut an den Gläubigen bringen. Der Titel "Ich war nicht immer ein Alphornbläser" erscheint tatsächlich im September (kein Scherz!). Den Boom an christlichen Romanen habe ich nie ganz nachvollziehen können. Wenn ich mich entspannen will, lese ich lieber einen guten "weltlichen" Krimi, als ein christliches Surrogat.

Die Rubrik "geistliches Leben" läuft ebenfalls gut. Der durchschnittliche evangelikale Leser will Gott erfahren und fühlen. Er will sich dabei aber nicht mit schwieriger theologischer Literatur auseinandersetzen, sondern möchte lieber aufatmen - warum auch nicht. Praxis statt Theorie! Doch dieses polarisierende Motto ist weder durchdacht noch kann man damit leben.

"Evangelical correctness" ist angesagt. Dumme Grundsätze wie: Lehre trennt - Erfahrung eint, werden unkritisch nachgebetet. Thematisiert nicht die Unterschiede! Rede niemals über Konfessionsgrenzen und warum sie ihre Berechtigung haben könnten! Vergiß die Vergangenheit! Jesus wollte Einheit. Außerdem brauchen wir diese Einheit um unsere Auflagen abzusetzen. Damit ist der, der kritisch nachfragt sogar geschäftsschädigend, und wird als Fundamentalist abgestempelt. (Man hörte sogar davon, dass man versucht hat an den Stühlen derer zu sägen, die unbequeme Positionen zur Diskussion stellten.) Aber bleibt die Wahrheit dabei nicht manchmal auf der Strecke? Denkverbote gibt es nicht nur bei den Konservativen, sondern genauso bei den ach so aufgeschlossenen "Linken".
Als Redakteur bekomme ich halbjährlich die Neuvorstellungen der christlichen evangelikalen Verlage auf den Tisch. Manche bringen es auf 30 bis 40 neue Titel. Was ist jedoch davon wirklich von Bedeutung? Häufig sind es nur zwei oder drei Titel, die mich interessieren - wenn überhaupt. (Aber wen interessiert hier eigentlich, was mich interessiert ... ?)

Nein, ich habe nichts gegen Lebenshilfe, auch nichts gegen christliche Zeugnisse oder Bücher die uns helfen unser geistliches Leben zu gestalten. Nur kann das nicht alles sein. Die meisten der oben genannten Titel (außer C.S. Lewis) sind mittlerweile vergriffen. Sie könnten ihre Zeit überdauern, weil sie bedeutend sind und Gewicht haben, aber der Markt verweigert sich. Und natürlich können christliche Verleger nicht jenseits der Wirklichkeit des Marktes operieren.

Doch wir brauchen gute theologische Literatur, die uns hilft die Bibel zu verstehen - und zu übersetzen und anzuwenden in unserer Zeit. Dabei muss "theologisch" nicht unbedingt "langweilig" bedeuten (hier können wir manches von den Amerikanern lernen). Wir brauchen anspruchsvolle Bücher, weil nicht alle Probleme und Fragen einfach zu lösen sind. Wir brauchen Bücher, die uns helfen unsere Zeit zu verstehen. Nur wenn wir verstehen, werden wir auch verstanden.

Der oben genante Autor Os Guinnes schrieb 1995 ein Buch mit dem Titel "Fit Bodies - Fat Minds - Why Evangelicals don't think & what to do about it" (etwa: "Fitte Körper - Fette Köpfe - Warum die Evangelikalen nicht denken und was man dagegen tun kann"). Das macht eine weitere Notwendigkeit deutlich: Wir brauchen dann auch noch Leser! Christen, die diese Bücher kaufen und lesen. Ich träume sogar davon, dass bestimmte christliche Bücher tatsächlich ihren Weg auf den säkularen Mark finden und das Denken unserer Zeit beeinflussen. Utopisch? Ich gebe die Hoffnung nicht auf.



[ 1 ] Der Autor, Ralf Kaemper ist zusammen mit Dieter Ziegeler für die Redaktion der Zeitschrift PERSPEKTIVE (Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg) verantwortlich. Außerdem ist er im Reisedienst der "Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden" tätig.
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Vergriffene Juwelen - Biblisch orientierter Lesestoff

Beitragvon Joschie » 24.08.2010 07:50

Vergriffene Juwelen - Biblisch orientierter Lesestoff (ver)schwindet mehr und mehr


Ein Nachruf auf die wertvolle Literatur vergangener Zeiten

Sie sind geschrieben, die Klassiker, die bekannten und so hilfreichen Werke der christlichen Literatur. Damit hat sich ‘s leider, – so etwas schreibt offensichtlich niemand mehr. In den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten verfasst und verlegt, damals noch in bibliophiler Ausstattung als Anschaffung für Jahrzehnte geschätzt und beliebt – sind sie heute auch als Paperback längst vergriffen, werden nicht mehr neu aufgelegt. »So etwas liest man heute nicht mehr …« meinte der Betreiber einer christlichen Buchhandlung, deren Regale noch vor zehn Jahren mit eben diesen Werken bestückt waren. Es muss etwas dran sein an dieser unglücklichen Aussage, denn eine Nachfrage in höheren Stückzahlen würde eine Neuauflage rechtfertigen. Dabei suchen gar nicht so wenige Freunde guter christlicher Literatur in Antiquariaten und im Internet eifrig nach gut erhaltenen Exemplaren. Viele dieser hervorragenden Werke aus den Jahren zwischen 1750 und 1960 sind ja noch in den Regalen älterer Semester erhalten, geschätzt und geliebt, doch ist es mehr als fraglich, ob diese letzte Schatzkammer christlicher Literatur bei deren Erben die gebührende Anerkennung finden wird.

Die literarische Misere mit ihrer Ausdünnung und Aushöhlung früherer tiefer geistlicher Wortverbundenheit nimmt seit etwa 1900 kontinuierlich zu. Mit der Pfingstbewegung, mit der verstärkten Betonung körperlicher Aktivität in den Versammlungen, mit dem schwärmerischen und wundersüchtigen Verlangen nach mehr »Fülle « und »Kraft«, nach geistigen und körperlichen Machtwirkungen, hatte das geschriebene Wort kontinuierlich an Bedeutung verloren. Das »gläubige Volk« begann, das stille Wasser zu verachten und wandte sich mehr und mehr dem Klamauk zu, der ihm geboten wurde. Mit den Sakko-schwingenden, die Menschen umblasenden oder mit Fäusten und Fußtritten umwerfenden Predigern, vornehmlich aus Übersee, hatte diese tragische Tatsache in den letzten Jahren einen traurigen Höhepunkt erreicht. Jene Menschengruppen, die solchem Tun zustimmen, werden kaum in stillen Stunden über ein Buch gebeugt zu finden sein, das sie zu demütiger Nachfolge in der Lammesnatur auffordert.

»Action« ist heute gefordert, nicht demütige Besinnung; Bewegung, Fahnenschwingen, Posaunenlärm, nicht aber der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist (1Petr 3,4). Das ist mit der Grund, warum man lieber aufgeblasen bleibt und nicht vielmehr Leid trägt über viel eigene Zielverfehlungen (1Kor 5,2; s. a. 1Kor 5,13). Der Verlust guter, zutiefst biblisch orientierter Literatur im eigenen Bücherregal wird noch gefördert durch die zunehmende Unfähigkeit moderner Literaten, dieses Manko auszugleichen und gerade für die gegenwärtige Zeit solch wertvolle und hilfreiche Worte zu Papier zu bringen, wie es vergangenen Generationen von Christen vergönnt war.

Zu leichte Kost

Freilich verfassen auch einige heutige Autoren etliche entsprechend gute und kritische Kommentare, geben Hilfestellung in vielerlei Hinsicht, – doch es ist ein Rückzugsgefecht, ein Anlaufen gegen die (Wind-)Mühlen einer Zeit voller Bibelkritik, von Willow-Creek-, und von Emerging-Church-Methoden u. v. a. m.; man ist ins Hintertreffen geraten. Über 100 Jahre Flugfeuer fremden Geistes haben ihr Werk getan, dazu die neuen, bildorientierten Medien in den Stuben der Gläubigen … Neben dem Feind hat das Ego dabei die größten Erfolge erzielt, Bände spricht nur mehr die literarische Anspruchslosigkeit gestresster Wenig-Leser. Nimmt man ein Buch aus der Zeit um 1895 zur Hand und beginnt zu lesen, dann erkennt man erst, was wir mit den Jahrzehnten verloren haben, wie dürftig und oberflächlich wir in geistlichen Belangen geworden sind: Arm, blind, jämmerlich und bloß (Offb 3,17). Man hat sich für leichte Kost entschieden, man ist zufrieden mit einem kleinen Bruchteil früherer Tiefe, die Folgen bleiben nicht aus. Dass heute in vielen christlichen Bücherläden neben unnötigen Accessoires und manchem Ramsch, Bücher wie »Die Hütte« angeboten werden, »Der Herr der Ringe«; daneben Romane, menschlich-phantasievolle Erzeugnisse statt wahrer, biografischer Zeugnisse, dazu nun auch Bücher von Politikern, die in Verlagen gedruckt werden, die einst einen wohlklingenden Namen in gläubigen Kreisen hatten; dass ein renommierter Kalenderverlag nun sogar Worte von Michael Ende zu verwenden für richtig hält … muss wohl als Gericht über die geistliche Oberflächlichkeit unserer Generation gesehen werden.

Wer wäre in der Lage, in unseren Tagen noch ein geistlich so wertvolles Buch schreiben, das von der Klasse her der »Pilgerreise« von John Bunyan auch nur entfernt das Wasser reichen könnte; einem Mackintosh, einem Watchman Nee, einem Oswald Sanders, F. B. Meyer oder Andrew Murray, einem Fritz Binde oder einem Georg Steinberger…? Und – wer würde es kaufen – außer den paar alten, »unverbesserlichen « Spurgetreuen?

Was von amerikanischen Autoren in den letzten Jahren auf den heimischen Büchermarkt kam, war zudem oft so dilettantisch ins Deutsche übersetzt, dass man als Leser nahezu eine Aversion gegenüber dem überseeischen Christentum entwickelte. Und sogar der klassischen »Pilgerreise« wurden in einer unnötig modern übersetzten Neuauflage elementare christliche Werte gezielt amputiert.

Durch den Wegfall der Neuauflagen hervorragender Klassiker entsteht ein von vielen gar nicht mehr wahrgenommenes Vakuum. Dagegen wird der Markt überschwemmt mit seichter, teils schwärmerischer, teils charismatischer und humanistischer Literatur; vor allem mit Bestsellern wie »Leben mit Vision«; und dem erwähnten, vom Wort Gottes völlig losgelösten Werk, das bereits in siebenstelliger Auflagenhöhe verkauft wurde; mit esoterisch und politisch orientierter Literatur, mit Filmen – mit Bild statt dem Wort. Dem seriösen christlichen Buchverkauf bleiben die Bibeln (ohne die bekannten blasphemischen Machwerke jüngster Zeit), deren Teile, Atlanten und Liederbücher, und der bibelorientierte literarische Restbestand. Die durch die geistliche Dekadenz entstandene Unkenntnis der Kriterien für guten, bibeltreuen Lesestoff ließ den Markt für die klassische christliche Literatur in den letzten Jahren einbrechen. »Leider vergriffen« – liest man immer öfter.

Wie in Richter 2,10: … und als auch jene ganze Generation zu ihren Vätern versammelt war, kam eine andere Generation nach ihnen auf, die den Herrn nicht kannte … so ist es auch hier: Viele Verlage haben einen Besitzwechsel, eine neue Geschäftsführung, zumindest aber einen Generationswechsel hinter sich, der die Verkaufskriterien und –methoden zum Teil stark veränderte. Wenn auch manch ein Verlagsleiter der alten Garde sein Bedauern ausdrückt über die neuen Produktlinien, die nun aus seinem Hause kommen, es ändert den Trend nicht. Vor allem dann nicht, wenn man weiß, wer hinter manchen Dachverbänden christlicher Verlage die Fäden zieht. Die Tragik dabei: Es handelt sich für die gesamte Christenheit um eine der gefährlichsten Veränderungen in ihrer Geschichte, weil man ihr Stück für Stück gute Literatur – und damit eine gesunde Basis der Lehre – entzieht, zuerst durch das Verschwinden der bisher verfügbaren, hervorragenden Literatur, dann durch den durch humanistische und ökumenische Einflüsse verdorbenen Rest und schließlich durch die Manipulation mit weltlich und politisch »korrektem« Lesestoff.

Quelle: http://distomos.blogspot.com/search?q=Juwelen
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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