Konfessionslos !?

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Jose
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Konfessionslos !?

Beitragvon Jose » 18.10.2010 23:00

Als ich heute früh im Radio ein Interview zu dem Thema "Gottesbezug in der Verfassung" hörte, überraschte es mich, dass der Politiker, der sich dazu äußerte, neben anderen Argumenten auch mindestens 3x die Konfessionslosen erwähnte, die das Recht auf eine Verfassung ohne Gottesbezug hätten. Mich hat das irgendwie stutzig gemacht, denn rechtlich gesehen gehöre ich auch zu den Konfessionslosen, aber mir ist Gott sehr wichtig und auch die Zugehörigkeit zu Menschen der gleichen Konfession. Außerdem hat für mich der Gottesbezug in der Verfassung auch eine hohe Bedeutung und ich hoffe dabei immer, dass insbesondere unsere Politiker sich ihrer Verantwortung Gott gegenüber und ihrer Vorbildfunktion besinnen.

Konfession ist laut A-Z Wissen: "Bekenntnis, allg. Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft oder weltanschaul. Gruppe, bes. die schriftl. formulierte u. rechtl. verbindl. Übereinstimmung im Grundverständnis des Glaubens (Bekenntnisschriften)". Im Allgemeinen versteht man unter Konfession: "[christliche] Glaubensgemeinschaft, Gesamtheit der Menschen, die zu der gleichen Glaubensgemeinschaft gehören". Da sehe ich mich persönlich auch angesprochen, auch wenn ich, wie sehr viele in diesem Land, zu keiner der rechtlich anerkannten Glaubensgemeinschaften gehöre.

Die Bestrebungen, Gott aus allem zu verbannen und zwar insbesondere der Gott der Bibel, wie Er uns in Jesus Christus offenbart wurde, sind leider nicht neu. Dass dabei auch der Gottesbezug in der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland nicht ausgeschlossen ist, ist bekannt. Man kann es "weltanschaulich-religiöse Neutralität" nennen, aber im Grunde ist es nur die Folge dessen, dass man die eigenen christlichen Wurzeln nicht mehr achtet und sich immer mehr von der biblischen Botschaft und somit von Gott entfernt. Die Worte des Apostel Paulus an die Galater dürfen aber sicherlich allen zugerufen werden: "Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht verspotten! Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten" Gal 6,7. Wenn man Gott zur Tür hinauswirft, holt man sich alles Mögliche zum Fenster herein, denn "konfessionslos" kann der Mensch eigentlich nicht sein.

José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

Stephanie123
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besser ohne Gottesbezug..

Beitragvon Stephanie123 » 17.01.2011 22:02

Hallo Jose, dies ist mein erster "richtiger" Beitrag hier :-D
vieles habe ich gelesen hier und wusste gar nicht wo zuerst schreiben :D bin neu .. ganz frisch.
Dein Thema ist es nicht mehr - schon ein paar Monate und doch keine Antwort dazu . Etwas eigenartig..
Nun - ich sehe es so : die Verfassung ist ja geprägt von Gedanken die zwar "gut und human" sind - nicht aber unbedingt konform mit biblischer Lehre .

Viele "Rechte" die wir Menschen dadurch haben - sind direktem Widerspruch dazu. Deswegen wäre ein Gottesbezug auch nicht "im Sinne Gottes".
Noch dazu sollte man nicht vergessen dass Sein Reich ja eben NICHT von dieser Welt ist ..

Die verschiedenen heutige Strömungen sind sehr Besorgnis erregend und Menschen die sich von Herzen bemühen Seinem Wilen gemäss zu leben kommen immer mehr in Bedrängnis.

ganz besonders bitter empfinde ich es dass sogar unter Christen die Frage diskutiert wird OB man die Kinder im Glauben erziehen soll -- oder einfach "informieren" sie aber ansonsten frei schalten und walten lassen soll...

Dies kommt von einer um sich greiffenden falschen !!! Toleranz - die dem Haushaltsvorstand - dem Familienhaupt = Vater die Stellung nimmt die ihm vor Gott her gegeben wurde : Erziehung im Herrn. (ich rede jetzt hier von der biblischen Familienstruktur : Vater - Mutter - Kind)

Viele Gedankengänge werden mit subtilen Mitteln heute "verstreut" .

LG Stephanie

Jose
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Re: besser ohne Gottesbezug..

Beitragvon Jose » 17.01.2011 22:53

Stephanie123 hat geschrieben:Nun - ich sehe es so : die Verfassung ist ja geprägt von Gedanken die zwar "gut und human" sind - nicht aber unbedingt konform mit biblischer Lehre
Liebe Stephanie, vielen Dank für deine Gedanken hierzu. Ich wünsche dir einen gesegneten Austausch in diesem Forum.

Ich denke, dass als die Verfassung der Bundesrepublik entstanden ist, man sich anders mit Gott auseinander gesetzt hat und dass da auch eine gewisse Gottesfurcht vorhanden war. Wenn ich z.B. daran denke, wie die Moral immer mehr abnimmt, und zwar öffentlich und gesetzlich legitimiert, unter dem Druck der Massen, da schadet der Hinweis auf Gott sicherlich nicht, insbesondere im Land der Reformation. Vielleicht bleibt doch der eine oder andere daran hängen.

Liebe Grüße,
José

Stephanie123
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Danke für die guten Wünsche !

Beitragvon Stephanie123 » 17.01.2011 23:52

Hallo Jose, erstmal danke für die guten Wünsche und den freundlichen Willkommensgruss..
die 1. Verfassung war 1950 die jetzige aus dem Jahre 1995 und ist als pdf-Datei erhätlich

Sicher war 1950 die Sache noch ganz anders. Auch der Verfassung von 195 liest sich "nicht schlecht" .

Es gibt einfach Punkte bei denen man -wenn man Gott miteinbezieht - Ihn dort hineinzieht wo ER seinen Geboten gemäss ein klares Nein sagt.

Vielleicht drück ich mich nicht deutlich aus .. aber ich hoffe trotzdem Du verstehst .. "kopfkratz"

LG Stephanie


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