Kann eine Verführung auch von zwei Seiten kommen

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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Re: Faktenmaterial

Beitragvon Joschie » 10.02.2011 09:43

Jose hat geschrieben:
Joschie hat geschrieben:Ich empfinde den Beitrag von Johannes nicht als einseitig oder gar als weichgespült. @Servant bei aller berechtigten Kritik, die man bei vielen Entwicklungen innerhalb des Leibes Christi anbringt, muß diese auf genaues Faktenmaterial beruhen. Dieses ist heute immer mehr die Ausnahme als die Regel. Einer der traurigen Höhepunkte war das Buch von D. Hunt über den Calvinismus.
Ich denke, wir alle miteinander müssen unser Verhalten stets kritisch und aufrichtig Anhand der Bibel prüfen. Es hat keiner von uns die Wahrheit für sich gepachtet. Entscheidend ist, dass wir wirklich von Herzen für das Reden Gottes offen sind, um darauf zu hören und danach zu tun. Jesus sagt so klar: "Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede" Joh 7,16-17.


Faktenmaterial ist gut und wichtig, aber nicht unbedingt immer das Ausschlaggebende. Ich denke, man sollte immer alles treu anhand der Bibel prüfen und selber sich bemühen, unparteiisch zu sein.
José
@Jose welches Faktenmaterial meinst du genau?
Gruß und Segen von Joschie
P.S.Das folgende habe ich gerade gefunden $:P
Gott hat Raum für Menschen mit sehr kleinem Verstand. Aber er möchte, dass jeder den Verstand gebraucht, den er hat. Gott mag intellektuelle Faulpelze genauso wenig wie alle anderen Faulpelze.
Clive Staples Lewis
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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Re: Faktenmaterial

Beitragvon Jose » 10.02.2011 21:01

Joschie hat geschrieben:Jose welches Faktenmaterial meinst du genau?
Das hätte ich gerne von dir gewusst, Joschie, wenn du D. Hunt vorwirfst, in seinem Buch gegen den Calvinismus nicht auf genaues Faktenmaterial aufzubauen. Deiner berechtigten Erwartung, dass Vorwürfe auf genaues Faktenmaterial aufbauen müssen, fügst du als negatives Beispiel an
Joschie hat geschrieben:Dieses ist heute immer mehr die Ausnahme als die Regel. Einer der traurigen Höhepunkte war das Buch von D. Hunt über den Calvinismus.
Willst du damit sagen, D. Hunt hat nicht ausreichend recherchiert als er das Buch schrieb?

Vielleicht meintest du mit Faktenmaterial aber mehr das Quellenmaterial und die korrekte Wiedergabe der Quellen. Das ist natürlich unbedingt wichtig, insbesondere wenn man jemand auf Grund falsch verstandener Aussagen kritisiert.

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, welche Fakten man beispielsweise gegen den Calvinismus bringen könnte, außer die biblische Lehre die leider in wesentlichen Punkten im Calvinismus anders verstanden wird. Vielleicht könnte man noch die Praxis in den Gemeinden erwähnen, aber letztlich geht es um die Lehre. Daher meine ich, dass es unerlässlich ist, dass wir alle miteinander offen sind für das Reden Gottes, weil nur dann Gott auch zu uns reden kann. Das betrifft alle Konfessionen und ich möchte auch die freikirchliche Gemeinde der ich angehöre nicht ausschließen.

Als Jesus vor Pilatus stand, sprachen die Fakten für einen Freispruch. Aber weil Pilatus, der irdische Richter, nicht offen für das Reden Gottes war, nutzten alle Fakten nichts.

Als ich das Wort Jesu las: "Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat. Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede" Joh 7,16-17, erstaunte ich sehr über dieses zweischneidige Schwert des Wortes. Gott erinnert die Menschen so oft an ihre eigene Verantwortung, sich von Seiner Gnade ziehen zu lassen, die für alle Menschen da ist. Das ist das Evangelium, darum bin ich Christ und weder Calvinist noch Arminianer, Baptist oder sonst was.

Es geht um das Wort und das ist der Kampf, der bereits im Paradies begann, als die Schlange zur Eva sprach: "Hat Gott wirklich gesagt?" 1. Mose 3,1. Ja, Gott hat wirklich gesagt, und wir sollten von Herzen danach trachten, Sein Wort wirklich zu verstehen und danach zu leben. Das ist wichtig, damit nicht durch uns Verführung kommt.

José
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Joschie
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Beitragvon Joschie » 10.02.2011 22:48

http
Das hätte ich gerne von dir gewusst, Joschie, wenn du D. Hunt vorwirfst, in seinem Buch gegen den Calvinismus nicht auf genaues Faktenmaterial aufzubauen. Deiner berechtigten Erwartung, dass Vorwürfe auf genaues Faktenmaterial aufbauen müssen, fügst du als negatives Beispiel an Joschie hat Folgendes geschrieben:
Dieses ist heute immer mehr die Ausnahme als die Regel. Einer der traurigen Höhepunkte war das Buch von D. Hunt über den Calvinismus.
Willst du damit sagen, D. Hunt hat nicht ausreichend recherchiert als er das Buch schrieb?
Eine Antwort:Ein treffendes Beispiel: Charles Haddon Spurgeon über das Sühneopfer
Auf Seite 19 Deines Buches behauptest Du, Dave, Charles Spurgeon habe die Besondere Erlösung
(das Begrenzte Sühneopfer) „eindeutig“ abgelehnt. Jeder Calvinist, der jemals Spurgeon gründlich
gelesen hat, ist aufgrund dieser Behauptung gezwungen, Deine Recherchen umgehend als sehr armselig
zurückzuweisen. Ich gebe hier das Zitat wieder, wie Du es gebracht hast, wobei ich die Teile,
die Du ausgelassen hast, fett drucke (ich danke Tom Ascol, dem dies zuerst auffiel, dass er mir den
Sachverhalt umgehend mitgeteilt hat). Wer sich fragt, ob Du fair gegenüber Augustinus oder Calvin
bist, sollte feststellen, wie leichtfertig Du einen Autor aus relativ junger Vergangenheit wie Spurgeon
furchtbar falsch und ungenau wiedergibst:
Ich weiß, dass manche es für nötig halten, in ihrer Theologie den Verdienst des Blutes Jesu
einzuschränken. Sollte meine Theologie eine solche Einschränkung brauchen, würde ich sie
von mir stoßen. Ich kann nicht zulassen, ja ich wage nicht, dass sich diese Vorstellung in
meinem Denken festsetzt; sie scheint mir sehr nahe an Gotteslästerung zu grenzen. In Christi
vollkommenem Werk erblicke ich einen Ozean des Verdienstes; mein Senkblei findet keinen
Grund, mein Auge entdeckt keine Küste. Es muss genügend Kraft im Blut Christi
liegen, dass es (wenn Gott es so wollte) nicht nur alle in dieser Welt, sondern alle in
zehntausend Welten retten würde, hätten sie das Gesetz ihres Schöpfers übertreten.
Quelle Seite.6 Es lohnt den ganzen Beitrag zu lesen.
Jose hat geschrieben:Faktenmaterial ist gut und wichtig, aber nicht unbedingt immer das Ausschlaggebende. Ich denke, man sollte immer alles treu anhand der Bibel prüfen und selber sich bemühen, unparteiisch zu sein.
Welches Faktenmaterial meinst nun genau ??!
Gruß Joschie
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Jose
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Re: Faktenmaterial / Zitate

Beitragvon Jose » 11.02.2011 00:28

OK, danke Joschie. Jetzt denke ich dich verstanden zu haben. Mit Faktenmaterial meinst du also, die falsche Wiedergabe von Zitaten oder, so wie hier, möglicherweise ein hineininterpretieren von eigenen Gedanken in Aussagen von Spurgeon. Es war vermutlich nicht klug von D. Hunt, Spurgeon zu zitieren und dabei zu behaupten, Spurgeon hätte das begrenzte Sühneopfer abgelehnt. Ich habe einiges von Spurgeon gelesen und ich wäre früher auch nie auf den Gedanken gekommen, er hätte nicht gelehrt, dass Jesus für alle Menschen gestorben sei und allen das Heilsangebot gilt. Zwischenzeitlich habe ich jedoch, insbesondere durch dieses Forum, einiges weitere von Spurgeon gelesen und weiß nicht mehr genau, wie ich ihn einordnen soll.

Aber dennoch, es kommt nicht darauf an, was Luther, Calvin oder auch später Spurgeon, der in England besonders von den Lehre Calvins geprägt war, oder wer auch immer gelehrt haben, sondern was das Wort sagt. Ein begrenztes Sühneopfer sehe ich in der Schrift auch nicht, nur die Tatsache, dass nicht alle das Heil annehmen wollen, obwohl die Gnade Gottes erschienen ist, heilbringend allen Menschen (Tit 2,11). Unsere Erkenntnis ist Stückwerk und auch bei den Reformatoren - die sich auch nicht in allem eins waren - und bewährten Predigern lag nicht alle Erkenntnis vor. Es gibt auch in unseren Tagen viele ernste und reich gesegnete Brüder, die in manchen wichtigen Fragen, sehr unterschiedliche Meinungen vertreten.
Joschie hat geschrieben:Welches Faktenmaterial meinst nun genau
Die einzigen wahren Fakten die ich kenne, ist die herrschende Uneinigkeit und zuweilen Zerstrittenheit, selbst zwischen ernste Gemeinden, als ob Gott, mit doppelter Zunge gesprochen hätte. Wenn alle, die es wirklich ernst meinen, sich in Demut vor Gott beugen würden, so bin ich überzeugt, würde Gott großes tun, denn um die Einheit der Seinen hat doch Jesus gebeten.

Mit dem Artikel von James White hatte ich mich übrigens schon beschäftigt und fand eine Bemerkung von ihm sehr interessant. Siehe hier meinen Beitrag.

José

Servant
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Beitragvon Servant » 12.02.2011 14:35

Hallo Joschie,

im Blick auf das "rumpolemisieren" - was ist Polemik eigentlich ?

In der Lügipedia gibt es folgende Definition - Definition Lesen hier Klicken

Das Wort wird unter Christen oft gebraucht um Gegner einer Seite ins schlechte Licht zu rücken und die gemachten Aussagen als unglaubwürdig hinzustellen - was natürlich auch zutreffen kann - doch auch hier müssen ja ebenso Beweise vorgelegt werden.

Hier im Forum wird ja versucht auf bestimmte Sachverhalte hinzuweisen und wenn man ehrlich ist, gelingt es nicht jeden überhaupt deutlich zu machen worauf man hinaus will - was will man verdeutlichen.

Es wäre schön wenn man Geschwister dazu ermutigen würde sich nicht vor dem Sachlichen Ausführungen eines "Wolfes im Schafspelz", eines "falschen Bruders", oder auch "Irrlehrers" zu beugen - nur weil sie nicht die Künste der Rhetorik und der Sachlichkeit beherrschen - nein Liebe Geschwister ... sagt was zu sagen ist, egal wie unprofessionell :), aber macht es in liebe - das wäre wohl das was man im Blick haben sollte.

Bibellover war, so wie mitbekommen habe, der Wahrheitsgehalt gar nicht entscheidend - Hauptsache Sachlich schreibt er - ist irgendwie eine seltsame Einstellung ??!

Wem der Inhalt egal ist der hat natürlich gut reden - "Polemisch" und gut is ... ist auch etwas Oberflächlich das ganze - daran leidet doch die Gemeinde gerade ...

Wenn man bedenkt wie viel Kraft, Mut, Zeit und viele Stunden Recherche es benötigt um diesen Sachlichen Wölfen in sachlicher weise ganz gehörig auf ihre Pfoten zu klopfen. Ja, wer bleibt denn da noch übrig :) - ist da überhaupt noch Zeit vorhanden bei all den Freizeit Aktivitäten, dem ganzen Spaß und der Arbeit ect. - für eine Gründliche Studie ?

Es lassen sich hier im deutschsprachigen Raum doch kaum solche Geschwister finden die diesen Dienst ausüben können, oder wollen - eben Apologetisch auf diese Irrlehren und Täuschungen einzugehen und das aus Leidenschaft und liebe zum Wort, aus liebe zu den Geschwistern im Herrn Jesus Christus und nicht aus Eigennutz, oder Selbstbeweihräucherung.

Ist es nicht traurig Joschie - wo sind sie denn bloß all diese die Apologeten ? Was ein Apologet ist das kann man Nachlesen und man hat dann eine Sachliche Darstellung darüber bekommen, eine Definition, das aber reicht wohl sicher nicht aus ... auch die Sachlichkeit macht es nicht.

Ich habe schon viele Sachliche Artikel gelesen - die so Dunkel sind das man dort nicht ein Lichtlein sieht - da ist mir die wahrhafte polemik eines Bruder in so vielen Punkten lieber - weil man da noch Glauben sehen kann.

Sachlich zu argumentieren ist richtig, Gründlichkeit in der Recherche, das alles ist wichtig. Doch da kommen Pastoren, oder die so hoch angesehen sein wollen und wischen die angebrachte Kritik, sei sie polemisch (emotional), noch lückenhaft, oder in der Formulierung ungeschickt - einfach vom Tisch und gut is ...

Ich frage mich was ist gefährlicher ?

Finsternis lieblich und Sachlich verpackt, oder eine vom tat bestand hergeleitete polemik ?

Es tut gut einfach mal sagen zu können - man dieser Rick Warren ist ein "Wolf im Schafspelz", oder dieser Manfred D. - der den Glauben als Deckmantel der Bosheit benutzt ... diejenigen die das wissen, weil sie das Wort Gottes kennen sagen dann auch - ja, das stimmt, es ist schlimm wie sich dieser Betrug unter den Gläubigen breit macht und sie sagen das es sie wundert das die Hirten da irgendwie alles verschlafen und nicht den Kurs wechseln - statt dessen verhauen sie die igen die nicht politisch korrekt sind - schon verrückt alles - auch ja ...

Es hat mich Stutzig gemacht, als ich den Beitrag von "Bibel Lover" gelesen hatte - das Thema "Gesetzlichkeit" hat ja seine Berechtigung, denn wie viel Menschen Satzungen werden verkündigt - du darfst das nicht essen, dies nicht berühren, du musst den Sabbat Heiligen etc. (wir lesen davon unter anderem im Römerbrief, Galater, Kollosser und Epeser)

Nur warum nimmt er R. E. als Beispiel für seinen Artikel "Neopharisäher" ?

Die "Aktuellen Notizen" sind auch lesenswert, wenn es um Entwicklungen in der Evangelikalen Welt geht.

Ich kenne auch die Zeitschrift "Zeitruf" und ich sehe sie auch als hilfreiche Informations-quelle an, sie gibt einigen Stoff zum Nachdenken - und zum Umdenken.

Also hier mal ein DANKE schön an die macher der Zeitschrift "Zeit ruf" - sie ist sehr herausfordernd ... "fest und treu" mag ich aber auch, sie bietet auch sehr gute Artikel die eine Hilfe sind auf den Weg durch die Zeit.

@ Bibel Lover,

kannst du noch mal auf meine Frage eingehen, nur wenn du möchtest - was genau siehst du als Gesetzlich an in dem Beispiel was du genannt hast ?
Bibel Lover hat geschrieben:Nebenbei, meine Kritik gilt nicht der sachlichen fundierten sondern der unbegründeten (die z.T. auf ein zu geringes Wissen über ein Thema basiert) und der in der man seine persönliche Meinung (und nicht klare biblische Lehre) als Maßstab setzt.
Kannst du dafür ein Beispiel bringen - im Bezug auf deinen Artikel ?

Grüße,
Arne

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Beitragvon Servant » 12.02.2011 17:21

Hallo Joschie,

ich hatte unter einem Beitrag den Vers 25 aus dem 10 Kapitel des Johannes Evangeliums geschrieben - ich muss ihn hier korrigieren ich meinte Joh. 10, 25-30 - nur um Missverständnisse zu vermeiden.

Hätte ich den Vers allein für sich stehen lassen - wäre er sicher falsch verstanden worden und hätte auch hier für Zündstoff gesorgt :)

Nein - ich freue mich darüber das der Herr die seinen kennt und das er die die er sich aus dieser Welt erkauft hat auch an Ziel bringen wird - um SEINES Namens wegen.

Und ich Glaube auch das seine Kinder sich nicht dem Betrug der Welt hingeben können ohne schaden an ihrer Seele zu nehmen - doch steht der Herr zu seinem Wort, denn ER hat sie teuer erkauft.

Klar ist das nicht alle die sagen "Herr, Herr" (scheinbekehrung) in die Herrlichkeit eingehen werden - sondern die die dem Herrn Jesus Christus gehören und von neuem geboren wurden aus seinem Willen (Johannes 3) durch den Glauben an sein Sühneopfer am Kreuz und IHM folgen und nicht einem Menschen.

Danke für den Artikel den du noch herein kopiert hast - über die Zwistigkeiten zwischen dem unterschiedlichen Diensten und Aufgaben, die der Herr gegeben hat zur Erbauung der Gemeinde.

LG,
Arne

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Beitragvon Servant » 14.02.2011 17:40

Hallo Joschie,

ich möchte auch noch erwähnen das ich davon überzeugt bin das es "Apologeten" gibt - nicht das meine Frage vorhin, die ich dir gestellt habe - "Wo sind den all die Apologeten?" falsch verstanden wird. Es sind leider wenige die diesen Dienst tun und genau das wollte ich damit zum Ausdruck bringen und wie leichtfertig wird das vom Tisch gewischt was sie erarbeitet haben. Die mahnenden Rufe sollten gehört werden. Und auch hier gilt - alles was wir hören, oder lesen müssen wir auch Prüfen und schauen, ob es sich auch so verhält.

Also ich bin dankbar für die Geschwister die diesen Dienst tun und es ist klar das sie natürlich auch Gegenwind bekommen.

Da wäre auch noch "Der Schmale Weg" (Link) von Lothar Gassmann zu erwähnen, da ich ja jetzt schon zwei aufgezählt habe - alle guten Dinge sind drei :)

Nehmt euch die Zeit ...

Liebe Grüße,
Arne

P.s ähm - es waren natürlich 4 erwähnte und nicht drei ...

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Beitragvon Joschie » 14.02.2011 21:11

Hallo Arne
Der Wächterdienst
Die intelligenten (oder aufmerksamen) und informierten Wachposten

Wolfgang Bühne


Das Thema „Wachsamkeit“ spielt im AT und im NT eine große und wichtige Rolle. Wir denken im AT an die Türwächter der Stiftshütte und des Tempels, an die Wächter an den Stadttoren und auf den Stadtmauern und erinnern uns daran, dass die Propheten oft auch als „Wächter“ bezeichnet wurden, weil sie vor kommenden Gefahren zu warnen hatten.

Die ernsten Worte, die Gott zu Hesekiel gesprochen hat , haben uns sicher schon oft erschüttert: „Menschensohn, ich habe dich dem Haus Israels zum Wächter gesetzt: du sollst das Wort aus meinem Mund hören und sie von meinetwegen warnen...“(Hes. 33,7

Im NT denken wir an die vielen Aufforderungen des Herrn zur Wachsamkeit in seinen Endzeitreden und an die ernsten Ermahnungen der Apostel, wenn sie im Hinblick auf drohende Gefahren zur Wachsamkeit und Nüchternheit aufrufen.
Aus den vielen Stellen möchte ich je eine aus dem AT und dem NT herausgreifen:

Nehemia 7, 1-3
Mark. 13, 33-37

Die Bücher Esra und Nehemia bieten uns sehr praktischen Anschauungsunterricht für die Gefahren unserer Zeit, für die geistliche Auseinandersetzung mit diesen Gefahren und die Notwendigkeit der Wachsamkeit.

Nachdem uns im Buch Esra der Wiederaufbau des Altars und des Tempels in Jerusalem nach der babylonischen Gefangenschaft geschildert wird, zeigt uns das Buch Nehemia, wie Gott Wert darauf legt, dass der Tempel und die Stadt Jerusalem durch eine Mauer vor Feinden von Außen geschützt werden soll.
In beiden Büchern wird geschildert, wie die Feinde Jerusalems verschiedene Strategien entwickeln, um die Arbeit der Israeliten zu stören und zu verhindern:

- Spott
- Verleumdung
- Angebot der Zusammenarbeit
- Drohung
- Ablenkung
- Offene Feindschaft
- Vermischung

Die Führer des Volkes Gottes widerstanden damals allen Versuchungen und Drohungen, verweigerten jede Zusammenarbeit mit den Feinden und folgten den deutlichen Vorschriften Gottes.

Nehemia hatte die große Aufgabe bekommen, die zerstörte Stadtmauer Jerusalems wieder aufzubauen und wir finden in diesem Buch einige Details, die für unser Thema eine wichtige und hilfreiche Illustration sind.

Es geht um

• eine geschlossene Mauer
• zwölf abschließbare Tore
• Wächter an den Toren
• besondere Öffnungszeiten der Tore

Die Mauer

Eine Stadtmauer hatte in alten Zeiten die Aufgabe Schutz vor Angriffen der Feinde zu bieten und gleichzeitig eine Einheit deren zu bilden, die innerhalb der Stadtmauer wohnten.

Die Mauern (oder auch Zäune) in der Bibel hatten die gleiche Aufgabe zu erfüllen (vgl. die Umzäunung der Stiftshütte).

Eine Mauer bildet eine unübersehbare Grenze und macht deutlich, dass es ein Drinnen und ein Draußen gibt. Damit ist also die Mauer eine Illustration für ein neutestamentliches Thema, dass in der frühen Brüderbewegung eine wichtige Rolle gespielt hat: Absonderung oder Heiligung.

Gott möchte das wir das, was ihm wichtig und wertvoll ist, vor Angriffen von Außen schützen.

Für uns heute bestehen „Mauern“ aus einer biblischen Dogmatik und Apologetik, aus einem eindeutigen Bekenntnis zur Autorität der Bibel und zur Herrschaft Jesu in unserem persönlichen Leben und in unserem Gemeindeleben.

Abschließbare Tore

Wie beim Bau der Stiftshütte legt Gott aber auch Wert darauf, dass es einen Zugang zur Stadt gibt: Es sollten 12 Tore eingebaut werden.

Tore sind die Kontaktstellen zur Außenwelt. Bei aller Betonung der Absonderung legt Gott grossen Wert darauf, dass der Kontakt zur Außenwelt möglich ist und dass Menschen in die Stadt kommen können.

Die Tore reden neutestamentlich von unserem Auftrag, in alle Welt hinauszugehen, um das Evangelium zu verkündigen und Menschen aus der Welt für den Herrn und seine Gemeinde zu gewinnen.

Absonderung oder Heiligung bedeutet also nicht nur Trennung oder Isolation, sondern gleichzeitig auch Licht und Salz in einer gottlosen Welt zu sein.
Aber diese Tore sollten abschließbar und bewacht sein. Hier wird deutlich, dass die Kontaktstellen zur Außenwelt wichtig aber auch gefährlich sind. Eine Mauer ohne abschließbare Tore würde keinen Schutz bieten und wäre zwecklos.

Wachposten

Während die Tore geöffnet sind, sollten sie von Wächtern bewacht sein, die ein geübtes Auge dafür haben, ob mögliches Gefahrengut nach Jerusalem eindringt, oder ob Wertgegenstände aus Jerusalem hinausgeschmuggelt werden.

Auch dieses Bild ist uns in der Gegenwart bekannt: Die Zugangsstellen eines Staates werden streng überwacht. Die Personalien werden überprüft, manchmal muss ein Visum gezeigt werden und das Gepäck wird durchleuchtet. Man hat Angst vor Terroristen , vor Obst und Gemüse, dass bakteriell verseucht ist, vor Krankheiten, die eingeführt werden könnten.

Umgekehrt achtete man darauf, dass keine Kulturgüter in das Ausland verschwinden. Wächter müssen daher aufmerksam, geschult und erfahren sein.

Öffnungszeiten

Nehemia 7 zeigt uns, dass die Tore nur zu bestimmten Tageszeiten geöffnet werden durften. Nur wenn die Sonne am Himmel zu sehen ist, durften die Tore geöffnet sein, in der Dämmerung und Nacht sollten die Tore geschlossen bleiben. Die Absicht ist klar: Im Halbdunkel kann man leicht getäuscht werden, daher sollten alle Kontrollen nur bei Tageslicht durchgeführt werden.

Die Anwendung für uns ist leicht: Nur im hellen Licht des Wortes Gottes und unter der Leitung des Heiligen Geistes soll der Aufseherdienst oder Wächterdienst getan werden. Nicht Traditionen oder Vorschriften von Menschen sollen Prüfungskriterien sein, sondern das Wort Gottes.

Zwei Gefahren

In der Kirchengeschichte hat es zu allen Zeiten zwei Gefahren gegeben:

1. Eine unbiblische Ansonderung

Um das Bild der Mauer zu gebrauchen: Man baut hohe Mauern ohne Tore. Man möchte die Gemeinde vor unguten Einflüssen von Außen bewahren und achtet darauf, dass man völlig getrennt und isoliert wie in einem Ghetto lebt.
Auf diese Weise kann man sich allen Einflüssen von Außen entziehen, aber die Gefahr ist groß, dass man steril, traditionell und hochmütig wird und die Isolation von der Umwelt oft zu Bruderkrieg innerhalb der Mauern führt. Solche Gemeinden erleben dann oft unnötige Trennungen oder sterben aus, weil durch die fehlenden evangelistischen Kontakte keine Menschen zur Gemeinde hinzugefügt werden, die das Gemeindeleben mit frischem Blut beleben und vor Traditionalismus bewahren.
Versammlungen, welche nur noch die reine Lehre und Absonderung predigen, sterben aus, weil sie dem Auftrag des Herrn nicht folgen, Licht und Salz in dieser Welt zu sein.

2. Eine unbiblische Offenheit

Heute besteht jedoch die größere Gefahr darin, dass viele Gemeinden sich nicht mehr durch eine klare Lehre und biblisches Verhalten von der Welt absondern, sondern dass alle Lehren und theologische Überzeugungen als trennend empfunden werden und man die Mauern abreißt und sich nach allen Seiten hin öffnet.
Natürlich gewinnt man dann die Anerkennung der Gesellschaft, auch die der religiösen Welt, aber man verliert bei aller Akzeptanz die Identität, die geistliche Kraft und Autorität.

A.W. Tozer hat einmal sehr treffend geschrieben: „Toleranz wird ganz schnell zur Feigheit, wenn es um geistliche Dinge geht...Wir benötigen gerade heute einen freundlichen Dogmatismus, der lächelt, während er fest und unbeugsam auf dem lebendigen und ewig bleibenden Wort Gottes besteht.“

Wie sollte daher ein geistlicher Hirten- oder Wächterdienst aussehen?

Die Hirten oder Aufseher der Gemeinde sollten ein großes Interesse dafür haben, wie das geistliche Leben der einzelnen Geschwister aussieht und welches Gedankengut sie in sich aufnehmen,

- durch Medien wie Fernsehen, Videos, Bücher, Zeitschriften,
- durch Kontakte, Besuche von Veranstaltungen fraglicher Organisationen und Gemeinden,
- durch Freizeitbeschäftigung, Hobbys usw.

Dabei geht es nicht um eine gesetzliche, lieblose Überwachung, sondern um seelsorgerliche und ermutigende Begleitung, Hilfestellung und Korrektur.Es sollten nicht traditionelle Auffassungen und Gewohnheiten, sondern allein Gottes Wort der Maßstab sein, an dem alles geprüft wird.

Es muss aber auch positiv und auferbauend an den Geschwistern gearbeitet werden, damit sie selbst in der Lehre der Bibel fest gegründet und in der Lage sind innerhalb der orientierungslosen Christenheit eine biblische Absonderung und geistliche Offenheit zu praktizieren.

Paulus ist in diesem Aufseher- und Wächterdienst ein gutes Vorbild: „Habt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde...aus euer Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen, hinter sich her. Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen. Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade...“ (Ap. 20, 28-32)

Für diesen Wächterdienst an den Toren der Mauer ist vor allem eine gute Kenntnis der Bibel Vorraussetzung. Man kann nicht alle Strömungen und Irrlehren in der Welt und in der Christenheit kennen. Aber je besser wir die Bibel und das Vorbild unseres Herrn vor Augen und im Herzen haben, werden wir Mietlinge von guten Hirten, Steine von Brot, Täuschung von Echtheit, Lüge von Wahrheit unterscheine können.

Natürlich ist es auch gut und nützlich, zusätzlich gut informiert zu sein über das, was in der Welt und in der Christenheit als neue Erkenntnisse oder Trends verbreitet wird und die irgendwann auch unsere Versammlungen beeinflussen werden. Dazu können Informationsschriften und auch Zeitschriften aus den jeweiligen Lagern eine Hilfe sein, wenn man Zeit und Geld hat, diese zu abonnieren und zu lesen.

Wir können uns aber auch gegenseitig dienen und informieren, denn nicht jeder von uns kann selbst alles untersuchen. Oft helfen hier auch Nachschlagewerke, Sachbücher oder aktuelle Aufklärungsschriften von Brüdern, die unser Vertrauen haben.

Dieser Aufseherdienst muss in Demut, mit viel Liebe und Geduld geschehen. Man muss mit Wiederstand und Ablehnung rechnen. Wahrscheinlich werden sich manche Geschwister nicht warnen lassen und dann entsteht die Frage, ob wir solche Geschwister eine Zeit lang tragen müssen, weil sie schwach sind, oder ob über eine Form der Gemeindezucht nachgedacht werden muss.Oft sind es unreife, aber eifrige, sich nach Erweckung suchende Geschwister, die von dem scheinbar „geistlichen“ Leben und der Attraktivität fraglicher Persönlichkeiten, Gemeinden und Aktionen angezogen werden und von der Gleichgültigkeit, Trägheit und dem Formalismus unserer Versammlungen abgestoßen werden.

Deshalb ist es von größter Wichtigkeit, dass wir den Herrn bitten, dass er in unserem persönlichen Leben und im Gemeindeleben ein Erweckung schenkt und der Geist Gottes Liebe zum Wort Gottes und Hingabe an den Herrn Jesus bewirkt zur Verherrlichung Gottes und zum Segen unserer Mitgeschwister und Mitmenschen....
Der ganze Beitrag hier
P.S.Ich bin bestimmt nicht mit W.Bühne in allen Dingen einer Meinung, finde aber den Beitrag nachdenkenswert.
Gruß Joschie
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Beitragvon Joschie » 16.02.2011 17:55

Hallo Arne
Noch ein Nachtrag von mir.Das es heute wenig Apologeten gibt, die den Namen zu Recht tragen ist ein Fakt.Ich stelle auch immer wieder fest, wie grundlegende Lehren in vielen Gemeinden in Frage gestellt werden und das nicht von Leuten, die gerade erst ganz jung im Glauben sind, sondern von älteren Geschwistern.Besonders oft wurde mir auf die Nachfrage, was die Gemeinde glaubt gesagt: "Wir führen hier ein undogmatisches Glaubensleben." Dieses war leider kein Einzelfall.Ich kann nur von den Gemeinden sprechen, die ich hier kenne,da ist die Erosion unübersehbar.Aber ich vertraue auf Gottes Wort, das die Pforten der Hölle die Gemeide nicht überwinden wird.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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Apologeten !?

Beitragvon Jose » 18.02.2011 19:29

Joschie hat geschrieben:Noch ein Nachtrag von mir.Das es heute wenig Apologeten gibt, die den Namen zu Recht tragen ist ein Fakt.
Ich weiß nicht, wer in unseren Tagen als Apologet anerkannt werden kann, aber ich bin überzeugt, dass es viele Apologeten gab und gibt, die leider dennoch nicht in allen Punkten übereinstimmen. Viele ernste Gläubige haben in manchen wesentlichen Lehren eine andere Überzeugung, aber die eigentliche Verkündigung des Evangeliums ist echt und ernst. Über das letztere freue ich mich, auch wenn ich insgesamt die Situation dennoch belastend finde.

Aber die Not unserer Zeit ist eine andere, nämlich dass nicht ernstlich nach der Wahrheit gesucht wird, sondern, wie bei den Gesetzen, nach Gesetzeslücken, damit man doch das tun kann, was man eigentlich nicht sollte. Petrus schreibt mal über die Briefe des Paulus, und auch über die anderen Schriften: "In diesen Briefen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben" 2. Petr 3,16. Dieses Wort ist für mich immer wieder eine Warnung, darauf zu achten, nicht das Wort zu verdrehen. Daher ist es so wichtig, es dem Psalmisten gleich zu tun: "Lehre mich, HERR, deinen Weg: Ich will wandeln in deiner Wahrheit! Fasse mein Herz zusammen zur Furcht deines Namens" Ps 86,11.

Wenn ich die Worte lese: "Und er hat die einen als Apostel gegeben und andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, zur Ausrüstung der Heiligen für das Werk des Dienstes, für die Erbauung des Leibes Christi, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zur vollen Mannesreife, zum Maß der vollen Reife Christi" Eph. 4,11-13, und dann auch im Titusbrief lese: "In der Lehre beweise Unverdorbenheit, würdigen Ernst, gesunde, unanfechtbare Rede, damit der von der Gegenpartei beschämt wird, weil er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat!" Tit 2,7-8, da werde ich sehr nachdenklich und frage mich: Wo sind die, welche ernstlich nach der Wahrheit suchen und nach der wahren Einheit, für die Jesus gebeten hat, trachten?

Die Bibel lehrt uns: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet" 2. Tim 3,16-17. Hier ist jeder einzelner von uns gemeint. Wenn wir so wandeln würden, würde vieles, vorüber Christen uneinig sind, gar kein Thema sein, weil vieles so leicht zu durchschauen ist, für den, der im Wort Gottes Zuhause ist und in der Gemeinschaft mit Gott lebt. Ich möchte es immer besser lernen.

José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

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Beitragvon Joschie » 19.02.2011 18:18

Jose hat geschrieben:Ich weiß nicht, wer in unseren Tagen als Apologet anerkannt werden kann, aber ich bin überzeugt, dass es viele Apologeten gab und gibt, die leider dennoch nicht in allen Punkten übereinstimmen. Viele ernste Gläubige haben in manchen wesentlichen Lehren eine andere Überzeugung, aber die eigentliche Verkündigung des Evangeliums ist echt und ernst. Über das letztere freue ich mich, auch wenn ich insgesamt die Situation dennoch belastend finde.
Jose ich verstehe deinen Beitrag nicht ganz darum frage ich nach.Was ist für dich ein Apologet und in welchen Punkte stimmen sie nicht überein?
Aber die Not unserer Zeit ist eine andere, nämlich dass nicht ernstlich nach der Wahrheit gesucht wird, sondern, wie bei den Gesetzen, nach Gesetzeslücken, damit man doch das tun kann, was man eigentlich nicht sollte. Petrus schreibt mal über die Briefe des Paulus, und auch über die anderen Schriften: "In diesen Briefen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Ungefestigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften zu ihrem eigenen Verderben" 2. Petr 3,16. Dieses Wort ist für mich immer wieder eine Warnung, darauf zu achten, nicht das Wort zu verdrehen. Daher ist es so wichtig, es dem Psalmisten gleich zu tun: "Lehre mich, HERR, deinen Weg: Ich will wandeln in deiner Wahrheit! Fasse mein Herz zusammen zur Furcht deines Namens" Ps 86,11.
Ich denke die heutige Zeit ist nicht soviel anders als zu Zeiten der Apostel sonst hätte er ja nicht diesen Sachverhalt im Brief beschreiben müssen.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Jose
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Apologeten

Beitragvon Jose » 19.02.2011 22:54

Joschie hat geschrieben:Jose ich verstehe deinen Beitrag nicht ganz darum frage ich nach.Was ist für dich ein Apologet und in welchen Punkte stimmen sie nicht überein?
Hallo Joschie.
Ich stimme dir zu, dass mein Satz etwas irritierend ist:
Ich weiß nicht, wer in unseren Tagen als Apologet anerkannt werden kann, aber ich bin überzeugt, dass es viele Apologeten gab und gibt, die leider dennoch nicht in allen Punkten übereinstimmen.
Im ersten Teil wollte ich festhalten, nicht genau zu wissen, wer in unserer Zeit als Apologet bezeichnet wird, d.h. ob es so eine Gruppe gibt wie zur Entstehung der Bezeichnung. Im zweiten Teil versuchte ich meine Überzeugung darzulegen, dass es auch in unseren Tagen sicherlich Menschen gibt, die sich ernstlich für die Verbreitung und Erhaltung der biblischen Lehre einsetzen und somit defakto Apologeten sind. Der herrschende Zustand zeigt uns aber, dass es leider keine Einigkeit in der Lehre gibt.


Apologet
Verteidiger einer Anschauung; im engeren Sinn Sammelbezeichnung für griechisch schreibende Theologen der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts, von deren Schrifttum nur oder überwiegend die Verteidigungsschriften für das Christentum erhalten geblieben sind. (c) wissenmedia GmbH, 2010
Die Reformatoren waren sicherlich von Gott gebrauchte Apologeten und die namhafte Lehrer der Gemeinde sind es gewiss auch. Wir können Gott nur von Herzen dafür danken, dass ER Seinem Volk bis heute so viele Hirten und Lehrer geschenkt hat. Dass es leider nicht gelungen ist, über die Reformation, Täuferbewegung, Pfingstbewegung, Erweckungsbewegung usw. sich mehr und mehr in Richtung Einheit des Glaubens zu bewegen, ist sehr bedauerlich.

Du hast ja hier: Über apologetische Dienste, bereits einen ausführlichen Beitrag reingestellt. Daraus wird auch deutlich, wie besonders schwierig die Situation in unserer Zeit ist.

José

Servant
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Beitragvon Servant » 13.03.2011 21:27

Wenn die Hirten nur Mitlinge sind, wie soll man von ihnen erwarten das sie ihr Herzblut für ihre Schaf geben, so wie die treuen Hirten weil sie ihren Herrn Lieben der für sie gelitten hat ... ach die Ehre ist doch das liebste Herzens Kind, die Anerkennung von den Sternen des Brodways ... das ist doch alles, liebe Hirten - ein Haschen nach Wind - Nichts wird dir bleiben ... von den Glitzer und Tand ...

Wenn ich ein Horn hätte in das ich Blasen könnte würde ich es tun, doch wer würde seinen klang hören, oder verstehen ?

Wir müssen endlich mal Aufwachen und sehen was die Stunde geschlagen hat ... damit wir nicht draußen stehen vor verschlossenen Türen ...


Falls ihr mal muse habt ... lest auch diesen wirklich wachrüttelnden Artikel - auch du lieber Bibellover

http://www.distomos.blogspot.com/2011/0 ... arren.html

Jose
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Re: Wir müssen endlich mal Aufwachen…

Beitragvon Jose » 14.03.2011 09:59

Servant hat geschrieben:Wenn die Hirten nur Mitlinge sind, wie soll man von ihnen erwarten das sie ihr Herzblut für ihre Schaf geben, so wie die treuen Hirten weil sie ihren Herrn Lieben der für sie gelitten hat ...
Ich kann dir, Arne, hier nur zustimmen, denn viele Hirten sind Verführer, wie es im AT bereits beklagt wurde und es zum Ende hin leider nicht besser werden wird. Dennoch will ich mich freuen, dass es immer noch nach der Wahrheit suchende Menschen gibt und auch viele, denen es ein wahres Anliegen ist, treu zu sein und ihre Knie nicht vor dem Baal gebeugt haben (1.Kön 19,18).
Servant hat geschrieben:Wenn ich ein Horn hätte in das ich Blasen könnte würde ich es tun, doch wer würde seinen klang hören, oder verstehen ?

Wir müssen endlich mal Aufwachen und sehen was die Stunde geschlagen hat ... damit wir nicht draußen stehen vor verschlossenen Türen ...
Wenn der Herr dir eine Last auf Herz legt, dann folge Ihm. Was wir in Seinem Willen tun, da geht Er uns voraus. Ob jemand unser Zeugnis hört oder versteht, braucht nicht unsere Sorge zu sein, wir dürfen aber die Menschen Gott anbefehlen und für sie beten. Gestern hörten wir zur Mahlfeier in unserer Versammlung die Worte aus Jesaja 53. Gleich im 1. Vers lesen wir: "Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN offenbar geworden?" Bis heute haben viele nicht erfasst, was Jesus für sie am Kreuz vollbracht hat. An vielen Menschenherzen wirkt die Gnade, aber sie lehnen es ab und verhärten ihre Herzen. Gott zwingt niemand zum Heil, die Annahme der Gnade erfolgt freiwillig, so auch der Gehorsam und die Treue.

Wenn du die Freudigkeit besitzt, uns teilnehmen zu lassen an dem was der Herr dir aufs Herz gelegt hat, würde ich persönlich mich sehr darüber freuen. So können wir von einander lernen und einander helfen, das Ziel zu erreichen, auf dass wir am Ende weder mit leeren Händen noch vor verschlossenen Türen stehen.

José
Bibelzitate sind, wenn nicht anders angegeben, nach der rev. Elberfelder (PC-Ausgabe)

Servant
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Beitragvon Servant » 14.03.2011 20:41

Lieber Jose,
Jose hat geschrieben:Wenn du die Freudigkeit besitzt, uns teilnehmen zu lassen an dem was der Herr dir aufs Herz gelegt hat, würde ich persönlich mich sehr darüber freuen. So können wir von einander lernen und einander helfen, das Ziel zu erreichen, auf dass wir am Ende weder mit leeren Händen noch vor verschlossenen Türen stehen.
Heute versucht man, wie du bestimmt auch in dem Artikel gelesen hast, ein anderes Evangelium zu verkündigen, als das was uns der Herr Jesus Christus in seinem Wort mitgeteilt hat. Verlorenheit, Sünde, Gericht, Ewige Verdammnis, und Trennung von Gott - hat in diesem anderem Evangelium keinen Platz mehr - erst recht nicht Jesus Christus, der der Weg und die Wahrheit und das leben ist und der EINZIGE WEG zum Vater.

Der Mensch "und sein eigener Wille" ist die Zentrale Botschaft dieses falschen Evangeliums - "Yes We can - WIR SCHAFFEN ALLES, WENN WIR ES NUR WOLLEN UND DAS AUCH OHNE GOTT UND AUCH OHNE SEINE ZUSTIMMUNG."

In der DDR gab es einen Slogan - "Ohne Gott und Sonnenschein fahren wir die Ernte ein" - einen christlich verpackte Version ist wohl die von Rick Warren und vieler anderer gelagerter Humanisten

Hier soll durch menschliche Bemühungen ein Friedensreich aus dem Boden gestampft werden, eine Menschlich Einheit erreicht werden, in der es keine Rolle mehr Spielt an wen, oder was sie Glauben - so wie es schon innerhalb der Ökumenischen Bewegung gelebt wird.

Zusammenarbeit mit allen Menschen Guten Willens mit dem Ziel für eine Sichere und friedlichere Zukunft.

Im Wort Gottes lesen wir nichts davon - nein - sie geht auf das Gericht zu.
Das heißt jedoch nicht das es keine "Zukunft" mehr gibt, doch diese "Zukunft" ist anders, nicht so wie sie im allgemeinen von Menschen erträumt wird, sondern so wie sie Gott für die gewollt ist die IHM glauben und in Jesus Christus in die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel gekommen sind. (Johannes Evangelium als Lesetipp für Mitleser)

Mein Wunsch ist es deutlich zu machen - wenn "Christen" sich auf diesen Weg begeben (Rick Warren und CO.; Ökumene etc. ), und sich diesem Geist öffnen und sich ihm ergeben und folgen - dann haben sie den Herrn Jesus Christus verlassen und sein Evangelium Verraten.

Im Artikel geht es um "Rick Warren" der mit seinen "Leben mit Visionen" ganze Gemeinden auf den Weg TO Babylon führt.

Viele wollen das jedoch nicht wahrhaben
und so ist es schon fast allgemein üblich geworden solche Verführer wie "Rick Warren" und sein "Go TO Babylon" zu Verteidigen - anstatt sich von ihm und seinen Täuschungen abzusondern - das wäre die einzige richtige Reaktion, eines Kindes Gottes, im Blick auf das was Jesus Christus uns in seinem Wort sagt.

2. Kor. 6, 14 Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen![3] Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15 Wie stimmt Christus mit Belial[4] überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? 16 Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: »Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein«.[5] 17 Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, 18 und ich will euch ein Vater sein, und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige.

Es ist nicht die "ANGST" vor Verführung die mich Bewegt, sondern das Wissen - das ALLEIN in Jesus Christus Rettung vor Sünde und Gericht zu finden ist! Das nur durch den Glauben an IHN und SEIN Vollbrachtes WERK am Kreuz mir Rechtfertigung, die Gottes Kindschaft und Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel, in und durch Jesus Christus, zuteil wird. Und alle anderen Angebote - Betrug, Täuschung, Lügen Irrtum etc. sind - egal wie Christlich man sie auch verpackt. Und es macht mich traurig zu sehen wie so viele sich verführen lassen und einem anderem Evangelium folgen wollen - eben so wie man es im Artikel geschildert bekommen hat.

Es ist mein Gebet zu meinem Herrn - das ER uns Bewahrt und uns den Mut gibt diesen Betrug in aller Entschlossenheit zurück zuweisen - damit wir eine Gesunde im Wort Gottes gegründete Gemeinschaft untereinander haben können.

Das nur kurz zu deiner Frage.

Alles gute dir,
Servant


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