"Emerging Church" Ein neuer Weg oder Irrweg?

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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lutz
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"Emerging Church" Ein neuer Weg oder Irrweg?

Beitragvon lutz » 16.09.2011 23:56

Die Vorträge hier:

http://betanien.de/verlag/material/material.php?id=128

Lutz

Edit: Hinweis: Dieses Thema habe ich nicht eröffnet. Es handelt sich hier um einen verschobenen Beitrag unter das Thema von Jörg.
Zuletzt geändert von lutz am 28.09.2011 19:04, insgesamt 1-mal geändert.

Jörg
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Beitragvon Jörg » 22.09.2011 04:20

In dem Vortrag auf der Betanien-Konferenz „Neue Trends in den Gemeinden...“ wurde der Name Johannes Reimer als Vorreiter der Emerging Bewegung in Deutschland genannt. Gestern fand ich folgendes Rundschreiben, das Zweifel an der Richtigkeit dieses Vorwurfs aufkommen ließ.

RUNDSCHREIBEN
Von Johannes Reimer
8.10.2008


Liebe Freunde,
in den vergangen Wochen gab es in der evangelikalen Presse eine Reihe von „besorgten“ Veröffentlichungen zu meiner Person und zwar in Verbindung mit der Emerging Church Bewegung. Ich soll angeblich der Hauptstratege dieser Bewegung in Deutschland sein. Deshalb sieht man sich veranlasst, vor mir zu warnen. Es ist schon erstaunlich mit welcher Energie die Verursacher dieser „Nachrichten“ vorgehen und wie sie aus Nebensätzen ihre Vorstellungen weben um dann zu warnen. Ihr, meine lieben Freunde, solltet wissen, was an all diesen Gerüchten dran ist. Man wirft mir direkt und indirekt vor, eine Bewegung anzuleiten, die potenziell antichristlich sein soll. Dazu ist Folgendes zu sagen:

1. Vorwurf: Ich sei der Hauptstratege der ECB in Deutschland.
Tatsache ist, dass ich gar nichts mit dieser Bewegung zu tun habe, außer dass ich einige Doktoranden betreue, die sich, zum Teil recht kritisch, mit dieser Bewegung auseinandersetzen. Weder bin ich Mitglied dieser Bewegung, noch habe ich mich je an einem entsprechenden Forum beteiligt. Die Einladung dieses Jahr an ihren Deutschland Kongress zu reden ist deutlich an ein Thema gebunden. Ich werde da über das Reich Gottes sprechen und hoffe damit bestimmte Schieflagen in diesem Begriff, wie sie in der ECB herrschen, zu korrigieren.

2. Vorwurf: Ich habe die wichtigsten Autoren der ECB in Deutschland hoffähig gemacht.
Tatsache ist, dass ich bis dato nur Brian McLarens Analyse der amerikanischen Gemeinde-Wachstumsbewegung vorgestellt und gelobt habe (dazu stehe ich nach wie vor) und das Buch von Michael Frost und Alan Hirsch für gut befunden. Die beiden letzten sind keine wirklichen Vertreter der ECB. Ihr Buch finde ich nach wie vor sehr gut. Wie man daraus allerdings den Vorwurf konstruieren will, sie seien antichristlich, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

3. Vorwurf: Ich will die Gemeinde Jesu in die Welt auflösen und habe den Weg des Herrn verlassen.
Tatsache ist, dass ich keines der evangelikalen Dogmen im Bezug auf Heil und Heilszueignung ablehne oder verändert habe. Ich glaube nach wie vor, dass jeder Sünder zu Jesus kommen muss und durch seinen Tod und Auferstehung Vergebung seiner Sünden erhält, dann getauft wird und zur Gemeinde Jesu, die der Leib Christi ist, hinzugetan wird. Ich glaube fest, dass die Gemeinde die Avanguard des Reiches Gottes auf Erden ist und an ihr sichtbar wird, wie Gott seine neue Welt bauen wird. Von einer Identifizierung der Gemeinde mit der Welt kann es keine Rede sein.

4. Vorwurf: Ich habe aufgehört zu evangelisieren und betreibe stattdessen eine Transformation der Gesellschaft.
Tatsache ist, dass ich von Herzen weiter evangelisiere und, Gott sei Dank, immer noch kommen Menschen zu der Vergebung ihrer Sünden. Wenn ich über die Transformation der Gesellschaft rede, dann beziehe ich mich auf den Missionsbefehl Jesu in Mt. 28,18ff. Hier wird uns anbefohlen aus Völkern Jünger zu machen. Eine solche ganzheitliche Mission, die sowohl das individuelle Heil, als auch das soziale Wohl sucht, sehe ich hier festgelegt. Das ist aber keine neue Lehre. Sie ist fest verankert in der Lehre der Täufer und zuletzt in allen wichtigen Dokumenten der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation (so die Iquacu Erklärung) und der Evangelischen Allianz.

5. Vorwurf: Die von mir geleitete Gemeinde engagiert sich nicht mehr evangelistisch, sondern übernimmt weltliche Formen und ist vor allem sozio-politisch aktiv.
Tatsache ist, dass die EFG Brüchermühle, die ich bis April dieses Jahres geleitet habe, in neun Jahren von 5 auf 250 Gemeindeglieder gewachsen ist und 85% unserer Gemeindeglieder bei uns zum Glauben gekommen sind. Wenn das keine Evangelisation ist, dann weiß ich nicht, was Evangelisation sein soll. Wir haben tatsächlich keine Evangelisation im üblichen Sinne durchgeführt. Stattdessen dienten wir den Menschen auf allerlei Art und Weise. So wurden die Menschen interessiert, gewannen Vertrauen und kamen schlussendlich in einen Hauskreis. Hier fanden sie Jesus und wurden bald auf ihren Glauben getauft. Was ist daran anstößig?

6. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an das persönliche Böse, sondern sehe nur noch das Böse in den Strukturen der Gesellschaft, die zu verändern ich angetreten bin. Tatsache ist, dass ich wie nie zuvor im Befreiungsdienst stehe und viele Menschen aus okkulter Bindung führen durfte. Ja, ich sehe auch in manchen Strukturen dieser Welt den Bösen, Satan am Werk. Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht mehr an ihn als Person glaube. Absurder kann man eine Verleumdung nicht formulieren.

7. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an die Notwendigkeit der persönlichen Bekehrung und Wiedergeburt, stattdessen versuche ich den Menschen zu verbessern.
Tatsache ist, dass ich genau das für eine der wichtigsten Holzwege der Geschichte halte. Wir können den Menschen nicht verbessern. Erst wenn er sich vor Gott beugt und vom Sohn Gottes in der Wiedergeburt befreit wird, ist er wirklich frei (Joh. 8,32ff). Da ist kein anderer Name unter der Sonne durch den wir Menschen erlöst werden, als Jesus allein (Apg. 4,12). Alle Versuche die Einzigartigkeit Jesu in Frage zu stellen, lehne ich von Herzen ab.

8. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an das zukünftige Reich Gottes, sondern such es hier auf Erden zu bauen.
Tatsache ist, dass alle Mission Gottes am Bau des Reiches Gottes auf Erden engagiert ist. Mit Jesus ist das Reich Gottes zu uns gekommen. Freilich ist es noch nicht ganz da. Und sicher wird es erst nach der Wiederkunft unseres Herrn Jesus von IHM selbst aufgebaut. Die Alte Erde wird vergehen, das glaube auch ich, aber mein Auftrag ist es nicht, sie vergänglich zu machen, sondern solange es geht auf ihr Gottes Reich zu bauen. Mit Luther gesprochen, werde ich heute noch ein Baum pflanzen, wenn ich wüsste, dass der Herr morgen kommt.

9. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an die Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus. Tatsache ist, auf nichts anderes freue ich mich mehr als auf Seine Wiederkunft. Dann wird endlich alle Verleumdung zu Ende sein und wir werden den erkennen, wie Er uns erkannt hat.

10. Vorwurf: Ich halte nicht mehr an der absoluten Inspiration der Bibel fest.
Tatsache ist, dass für mich jeder Buchstabe der Heiligen Schrift von Gott gegeben ist und zu meiner Erbauung dient (2Tim. 3,16). Für die Verbreitung dieser Schrift habe ich mein Leben auf´s Spiel gesetzt und für die Wahrheit der Ganzen Heiligen Schrift bin ich auch heute noch bereit zu sterben.
Diese und einige anderen Vorwürfe geistern zu Zeit durch unser Land. Sie werden oft mit dem Satz begleitet, man habe genau nachgeforscht. Tatsache ist: Es hat sich nur einer meiner Kritiker mit mir bis jetzt persönlich getroffen. Alle anderen wiederholen Vorurteile der anderen. Dabei sollten gerade die Jenigen, die an die Wahrheit des Wortes Gottes festhalten wissen, dass man immer erst mit dem Bruder reden sollte, bevor man ihn der Irrlehre beschuldigt. Wo das aber nicht passiert, da bleibt nur noch eines – bewusste Verleumdung. Damit aber, meine lieben Freunde, will ich nichts zu tun haben und überlasse sie bewusst dem Urteil meines lieben Herrn Jesus Christus.

Quelle: http://hrichert.de/2008/zu-den-lugen-ub ... es-reimer/




Lieben Gruß, Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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thorstenb
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Geschickte Taktik der Emerging Church-Vertreter

Beitragvon thorstenb » 23.09.2011 10:43

Hallo Jörg,
aufgrund zahlreicher Aussagen in über 35 Vorträgen, die ich von Johannes Reimer gehört habe, decken sich seine Ansichten und Anliegen deutlich mit der Emerging Church-Bewegung. Es ist eine geschickte Taktik, die auch bei anderen Rednern und Autoren anzutreffen ist, dass diese sich bewußt nicht zu dieser Bewegung zählen. Sich selber nicht "zu outen" ist insofern verständlich, als dass diese Bewegung zurecht sehr umstritten ist. Ich kann diese Taktik also gut verstehen, ehrlich und wahrhaftig ist es allerdings nicht. So kommt es leider in einigen freien Gemeinden vor, dass das Modell der Gesellschaftstransformation umgesetzt wird und die Verantwortlichen erst hinter her feststellen, auf was sie sich da eingelassen haben. Aber diese Taktik funktioniert sehr gut und ermöglicht es den Vertretern und Symphatisanten der Emerging Church ihre Lehren und Praktiken vor allem in Freien Evangelischen Gemeinden und Baptistengemeinden einzubringen und einen folgenschweren Kurswechsel zu vollziehen.

lutz
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Beitragvon lutz » 24.09.2011 20:33


Aus dem Rundbrief J. Reimers 2008:
8. Vorwurf: Ich glaube nicht mehr an das zukünftige Reich Gottes, sondern such es hier auf Erden zu bauen.
Tatsache ist, dass alle Mission Gottes am Bau des Reiches Gottes auf Erden engagiert ist. Mit Jesus ist das Reich Gottes zu uns gekommen. Freilich ist es noch nicht ganz da. Und sicher wird es erst nach der Wiederkunft unseres Herrn Jesus von IHM selbst aufgebaut. Die Alte Erde wird vergehen, das glaube auch ich, aber mein Auftrag ist es nicht, sie vergänglich zu machen, sondern solange es geht auf ihr Gottes Reich zu bauen. Mit Luther gesprochen, werde ich heute noch ein Baum pflanzen, wenn ich wüsste, dass der Herr morgen kommt.


Also ich habe mir mal einen Punkt heraus genommen, weil das Wort „Gesellschaftstransformation“ nicht nur auf der Betanien-konferenz 2011 eine Rolle spielte, sondern weil auch Thorsten darauf noch einmal hier hingewiesen hat.

Die Entgegnung stammt aus dem Jahr 2008, meine Zitate sind von J. Reimer aus dem Jahre 2011 und zwar:

http://www.midi-netzwerk.de/downloads/index.htm
(Tagungsdokumentation 2011, Diakonie als Herausforderung für die Gemeinde der Zukunft, 1. - 2. April 2011 in Wittenberg:
Gesellschaftliche Transformation – Gottes Auftrag für die Gemeinde
Prof. Dr. Johannes Reimer?)

http://www.midi-netzwerk.de/fileadmin/a ... Reimer.pdf

Gottes Herrlichkeit unter die Menschen zu bringen. Als durch das bewusst gelebtes Leben, das von Gott transformierte Dasein. Deutlich unterstreicht Jesus diesen Gedanken, indem er seinen Jüngern in´s Stammbaum schreibt:

„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es
ist zu nichts mehr nütze, als daß man es wegschüttet und läßt es von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen
Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So laßt euer Licht leuchten vor den Leuten,
damit sie deure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“

Die Gemeinde Jesu hat also den Auftrag die Herrschaft Gottes in dieser Welt aufzurichten. Nein, es geht nicht um den Aufbau frommer, auf sich zurückgezogener Vereine, die dem jeweiligen Gläubigen helfen sollen, seine Frömmigkeit bis an das selige Ende zu leben. Es geht um unendlich mehr – Gott soll zu seinem Recht in der Gesellschaft kommen. Sein Reich soll durch die Gemeinde in der Welt sichtbar werden. Was schlussendlich damit gemeint sein kann, wird in einem prophetischen Wort des Jesaja deutlich. Hier in Jes. 65,17-25 lesen wir:

Die Aussagen des Propheten sind klar. Er sieht die Welt in der Gottes Recht durchgesetzt wird als eine Welt in der ein soziopolitischer Zustand herrscht, von dem wir heute nur noch träumen können. Eine Welt, in der ist keine Tränen mehr geben wird (V.19), in der niemand mehr zu früh sterben wird (V.20), niemand ohne einem Dach über dem Kopf mehr leben muss (V.21), Niemand mehr für andere schuften
muss, denn jeder wird die Früchte seiner Hände werk auch genießen können (V.22). In dieser Welt wird der Generationsvertrag wieder funktionieren (V.23) und das ökologische Gleichgewicht zu erstaunlichen Masse wiederhergestellt (V.25). Das ist eine Welt in der Gott zu Hause ist (V.24). Diese Welt baut er. Diese Welt will er. Politisch aktive Christen werden staunen, wie nahe dieser Text an den sozialen
Herausforderungen unser Tage liegt. Sind das nicht unsere gesellschaftlichen Brennpunkte, sind das nicht die heißen Themen des Tages: Arbeitsversorgung, Wohnungsnot, Generationenvertrag, Ökologisches Gleichgewicht? Im Reiche Gottes bleiben diese Themen nicht auf der Strecke. Und seine Gemeinde, die der Vorposten des Reiches ist, sollte sie darüber schweigen. Sollte sie sich dieses Auftrages nicht annehmen? Sie sollte! Wenn das Reich Gottes mitten unter uns dabei ist Wirklichkeit zu werden, dann geht es auch um die soziopolitische Transformation der Gesellschaft in der und von der Wir Christen leben.


Die Gemeinde Jesu hat den Auftrag die Herrschaft Gottes in dieser Welt aufzurichten? Das sagt uns die Bibel?
Das lange Zitat und auch die Quelle sollen zeigen wie vorgegangen wird. Es wird der Anschein erweckt, genau mit dem „Sola Scriptura“ übereinzustimmen.

Die Gemeinde – das ist Gottes ekklesia. Mit diesem Wort bezeichnet das Neue Testament die Gemeinde (so z.B. im Mt. 16/18). Der Begriff wird in der Regel als Versammlung ins Deutsche übersetzt. Doch seine Brisanz erfährt er erst, wenn man sich die Bedeutung des Wortes im Kontext der Antike ansieht. Zum einen stand das Wort nicht für eine religiöse, sondern soziale, ja sogar soziopolitische Zusammenkunft. Es ist ein soziopolitischer Begriff, denn ekklesia meint die Vollversammlung aller wahlberechtigten Bürger der antiken griechischen Stadt. Ekklesia war eine Bürgerversammlung und die zur ekklesia versammelten Bürger waren zuständig für alles, was in dieser Stadt vor sich ging. Hier wurde entschieden, was zu tun war. Hier wurde für das Wohl aller Bürger der Stadt gesorgt und es war
völlig egal, ob man Bürger war oder nicht, die Entscheidungen der ekklesia waren für alle bindend. Ekklesia ist demnach die Versammlung der Verantwortungsträger in der Gesellschaft. An der ekklesia wird der Wohlstand der Stadt gemessen und je nachdem wie gut die ekklesia ist, so gut oder so schlecht ist das Wohlbefinden aller Bürger in dieser Stadt sein.


Für was steht der Begriff „Gemeinde“? Wie gelangt man zu solcher Sicht?
Ich denke, dieses einzelne Beispiel zeigt gut, wie letztlich vorgegangen wird und was sich eigentlich für ein Ziel dahinter verbirgt.

Wer sich jetzt ganz intensiv aus erster Hand zum Thema „Gesellschaftstransformation“ informieren möchte, ist hier richtig:
http://www.gesellschaftstransformation.de/ Dort findet man dann auch PDF´s, die den Begriff deutlich erklären….

J. Reimer beschäftigt sich seit Anfang 2010 nach eigenen Aussagen: http://www.reimer-ministries.com/news-r ... es-reimer/ damit, ein Institut für gesellschaftsrelevanten Gemeindebau zu gründen. Was er darunter versteht, kann ansatzweise im Netz recherchiert werden.
Was für eine Zielsetzung hat das Reich, das J. Reimer hier bauen möchte?

Neben Thorstens Vortrag (der auch aus Primärquellen schöpft) sei noch das in Kürze im Betanien-Verlag erscheinende Buch: „Der Griff zur Macht – Dominionismus – der evangelikale Weg zu globalem Einfluss“ jetzt schon empfohlen.
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
10. Emergent Church
10. 1. Philosophie des Paradigmenwechsels
10. 2. Terra Nova Projekt
10. 3. Mystizismus
10. 4. Updraft Leadership Conference, Zürich
10. 5. „Blumenkinder“ Theologie
11. Anhang
11.1. Dreißig Fragen an Erwin R. McManus
11.2. Erwin R. Mc.Manus: Der Selbstdarsteller und Innovator
11.3. „Vorträge und Resümee“ der Konsultation 1979

Martin Erdmann ( www.verax.ws – Orientierung in einer Zeit der Beliebigkeit) ist der Autor und auch er zeichnet sich durch akribische Studien von Primärquellen aus. Einführende und leicht verständliche Inhalte können auf www.nuntia.de gefunden werden.

Lutz

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Beitragvon Joschie » 26.09.2011 19:35

Hallo Ihr!
"Emerging Church" war lange Zeit für mich ein sehr abstraktes Thema."Emerging Church" ist bestimmt interessant für theologische/philosophische Betrachtung der heutigen Zeit, es hat aber nicht mit meiner Lebenswirklichkeit zu tun, so dachte ich damals. In dieser Zeit waren wir auf der Suche nach einer Gemeinde, diese fanden wir sogar bei uns ganz in der Nähe.Es war eine wachsende Gemeinde, mit vielen Leuten unseren Alters, wir fanden dort auch privat Anschluss. Der Gottesdienst dort hatte sehr viele verschiedene Elemente, die von Mal zu Mal variierten. Es wurden auch verschiedene Glaubensbekenntnisse benutzt und es gab liturgische Elemente, dieses empfand ich damals als sehr positiv.Es kam nach einiger Zeit noch ein Abendgottesdienst mit dem Namen Mosaikgottesdienst hinzu, dort wurden verschiedenste Elemente aus anderen Kirchen mit ihrer Spiritualität eingebracht, dieses wurde begründet mit der Aussage, man könne ja von den anderen Kirchen nur lernen.Mit der Zeit wurden im Mosaikgottesdienst die mystischen Elemente immer mehr und mein Bedenken immer größer. Die ersten Predigten beim Sonntagsgottesdienst, hatten das Thema die Heiligkeit Gottes und ich war sehr positiv überrascht. Anschließend gab es öfter ein Predigtnachgespräch für Interessierte. Aber so ganz langsam und unmerklich kam eine Veränderung in den Predigten. Sie wurden immer plakativer und immer weniger Lehraussagen tauchten auf. Diese Predigten waren rhetorisch sehr gut, aber erst beim Nachfragen merkte man, das dort biblische Begriffe einen ganz neuen Sinn bekamen. gegenüber Bedenken, gegenüber dieser Ausrichtung, das alle auf den richtigen Weg sind, wurde gesagt: Wir brauchen alle Kräfte um Hamburg zu verändern. Ich hatte das Glück, das ich dort einen Bruder hatte, der genau die gleichen Schwierigkeiten hatte. Während der ganzen Zeit fiel das Wort "Emerging Church" kein einziges Mal, erst durch Literatur, die als lesenswert angegeben wurde, bin ich darauf gekommen, wohin die Reise geht. Dieser Pastor hat die Gemeinde verlassen und ein neuer ist gekommen. Nach einiger Zeit ging er genau in der gleichen Richtung. Wir haben diese Gemeinde verlassen. Ich habe ganz persönlich die Erfahrung gemacht, wenn bei "Emerging Church" alle anderen Richtungen gleichwertig sind und es keine absolute Wahrheit gibt, wurden die beiden Pastoren auf Nachfrage und Kritik ganz schnell ungehalten und sauer. Ich kann aus dieser persönlichen Erfahrung nur vor der langsamen Zersetzung der Gemeinde durch "Emerging Church" nur warnen.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Ursprünge der Emerging Church

Beitragvon Joschie » 02.10.2011 12:50

:arrow: Ursprünge der Emerging Church

Wir müssen tiefer in das Wort Gottes eindringen als je zuvor und es so gut kennen, dass wir eine falsche Lehre sofort erkennen!
Dave Fiorazo

Der Autor dieses Artikels ist zu dem Schluss gekommen, dass sich die Nichtbeachtung der folgenden Informationen für die geistliche Gesundheit als schädlich erweisen kann und dass die Entscheidung, nicht auf dieses Wissen zu reagieren, den Heiligen Geist betrüben kann; wer aber darauf reagiert, kann im Glauben wachsen. „Geliebte, da es mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für allemal überliefert worden ist. Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen, die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren und Gott, den einzigen Herrscher, und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen“ (Judas 1,3-4).

Die Emerging Church ist eine Bewegung des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts, die eine Reihe von theologischen Grenzen überschreitet: Die Vertreter dieser Bewegung kann man als evangelikal, postevangelikal, liberal oder postliberal, reformiert, neocharismatisch und postcharismatisch einordnen. Sie versuchen ihren Glauben in einer Gesellschaft zu leben, von der sie annehmen, dass es eine „postmoderne“ Gesellschaft ist. Es handelt sich um ein schnell wachsendes Netzwerk von einzelnen Gläubige und Gemeinden, die sich als eine Gemeinschaft im Dialog oder als Freunde verstehen und nicht als eine Organisation. Was diejenigen, die mit der Emerging Church verbunden sind, am meisten einigt, ist ihre Abneigung und desillusionierte Haltung gegenüber der organisierten und institutionellen Kirche. Die Emerging Church bevorzugt einfache Geschichten und Erzählungen. Die Mitglieder dieser Bewegung legen oftmals großen Wert auf gute Werke und sozialen Aktivismus. Das Kennzeichen der Emerging Church ist der Hang zum New Age, einschließlich der Praxis kontemplativer Meditation und Gebete, wie man sie aus dem Mönchstum kennt. Während einige das ewige Heil betonen, stellen viele in der Emerging Church das Hier und Jetzt in den Mittelpunkt. Ein Großteil der emergenten Lehre verwirft systematische Theologie, die Integrität der Schrift und das Evangelium als einzigen Weg zu Gott. Sie glauben nicht, dass das Christentum der wahre Glaube ist und sie sind gegenüber der Homosexualität positiv eingestellt. Sie rufen zu Vielfalt, Toleranz und Freundschaft aller Religionen auf, und sie verändern und erweitern ihre Lehren. Es ist ein Krieg gegen die Wahrheit.

Bei einem emergenten Workshop in San Diego sagte Tony Jones: „Hier geht es um unseren Glauben, dass die Theologie dem Wandel unterliegt. Die Botschaft des Evangeliums verändert sich. Es sind nicht nur die Methoden, die sich verändern.“ Was? Ich sage, dass Jesus niemals seine Botschaft veränderte, um sich der Zeit anzupassen. Bücher, Predigten und Artikel wurden und werden über die Emerging Church geschrieben, und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass zu viele Gläubige zweitweise desinteressiert, desinformiert oder einfach apathisch sind, was die Bibel und die Zeit, in der wir leben, angeht. Es gibt ausreichend Material, wenn man einer Sache auf den Grund gehen will. Selbst die Namen mögen bekannt sein. Es sind Bestsellerautoren in christlichen Buchhandlungen, Sprecher auf unseren Musikfestivals und bekannte Leiter in christlichen Kreisen. Bitte lesen Sie die folgenden Zitate von führenden Personen in der Emerging Church, indem sie die folgenden Bibelverse im Gedächtnis behalten:

„ Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden.“ 1Tim 4,1
„…und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrteDinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft.“ Apg 20,30

Tony Campolo

„In den Himmel zu gehen, ist wie nach Philadelphia zu gehen… Es gibt viele Wege… Es macht keinen Unterschied, wie wir dorthin gelangen. Wir alle treffen uns am gleichen Ort wieder.“1

„Wir wollen sehen, wie Gott wirkt und die Gesellschaft verändert, so dass es keine rassistischen Untertöne, ökonomische Ungerechtigkeiten, Umweltverschmutzung mehr gibt.“2

„Ich lerne von anderen Religionen über Jesus. Auch sie sprechen zu mir über Christus.“3

„Ich bin nicht überzeugt, dass Jesus nur in Christen lebt.“4

Tony Campolo ist Autor, Soziologieprofessor am Eastern College, ehemaliger geistlicher Berater von Präsident Bill Clinton und ein Führer der Bewegung, die als Red Letter Christians bekannt sind.

Brian McLaren

„Ich glaube nicht, dass Jünger machen gleichbedeutend ist damit, dass man Nachfolger der christlichen Religion macht. Es mag in vielen (nicht allen!) Fällen hilfreich sein für Leute, Nachfolger Jesu zu werden und in ihrem buddhistischen, hinduistischen oder jüdischen Kontext zu bleiben…“5

„Ja, ich weiß von einem Wesen mit dem Namen Gottes, das eine Flut sendet, die die ganze Menschheit außer Noahs Familie zerstörte, aber das ist nahezu trivial im Vergleich zu einer Gottheit, die den größten Teil der Menschheit für immer in einer ewigen, bewussten Verdammnis quält, drei Worte, die man langsam und nachdenklich lesen sollte, um ihre ganze Bedeutung zu erfassen.“6

„Bei vielen Christen geht es in erster Linie darum, was geschieht, nachdem sie gestorben sind. Dies lenkt sie davon ab, Gerechtigkeit anzustreben und in einer barmherzigen Weise zu handeln, solange sie in diesem Leben stehen. Wir müssen zurückgehen und eine andere Sicht über die Lehre Jesu bezüglich der Hölle bekommen. Die traditionelle Lehre über die Hölle hinterlässt bei so vielen Menschen den Eindruck, dass Gott grausam ist. Das ist etwas, was wir nicht stehen lassen sollten.“7

„In diesem Licht, einem Gott Glauben zu schenken, der auf übernatürliche Weise eine internationale Katastrophe herbeiführt, die zu einem Völkermord nie dagewesenen Ausmaßes führt, ist kaum möglich, und noch weniger möglich ist es, einen solchen Gott anzubeten. Wie können Sie ihre Kinder bitten…, einen Gott anzubeten, der so wenig Kreativität besitzt, so überreagiert und äußerst unberechenbar ist, was das Leben angeht?“8

Brian McLaren ist der Gründungspastor der Cedar Ridge Community Church in Spencerville. Er ist Vorstandsvorsitzender für Sojouners, eine führende Persönlichkeit in der Emerging Church und Gründungsmitglied von Red Letter Christians.

Jim Wallis

„Ich glaube nicht, dass Abtreibung das moralische Äquivalent zur Sklaverei ist… Ich glaube, dass Armut die neue Sklaverei ist. Armut und globale Ungleichheit sind die fundamentalen moralischen Themen unserer Zeit. Das ist mein Urteil.“9

„Das Christentum wird sich als schwach erweisen, einen Dialog in Bezug auf die Sexualität und die Geschlechter zu führen, wenn wir nicht wirklich unser gegenwärtiges Verständnis der Menschheit in unsere Theologie integrieren. Dies wird von uns nicht nur fordern, dass wir zu neuen Schlussfolgerungen über die Sexualität kommen, sondern wir werden gezwungen sein, neue Wege in der Sexualität zu gehen.“10

„Je mehr Christen von der Befreiungstheologie beeinflusst werden, indem sie in wachsendem Maße die Werte der kapitalistischen Institutionen verwerfen, um so mehr werden sie die marxistische Analyse und Praxis akzeptieren, die für die Bewegung der sozialen Gerechtigkeit so zentral ist.“11

Jim Wallis ist Autor und politischer Aktivist sowie bekannt als Gründer und Herausgeber von Sojourners‘ Magazine, für das er Kapital von George Soros bekam. Soros finanziert eine Reihe von Gruppierungen, die die Abtreibung und den Atheismus fördern. Wallis wurde 22 Mal wegen zivilem Ungehorsam verhaftet. Ferner ist er ein geistlicher Berater von Präsident Obama.

Rob Bell

„Was wäre, wenn morgen jemand den definitiven Beweis ausgraben würde, dass Jesus einen realen, irdischen, biologischen Vater namens Larry hatte und Archäologen würden Larrys Grab finden und einen DNA-Test durchführen, der über jeden Zweifel hinaus erweisen würde, die Jungfrauengeburt sei nur eine Mythologisierung, die die Autoren des Evangeliums einfließen ließen, um die Anhänger des zur Zeit Jesu so äußerst populären Mithra- und Dionysus-Kultes besser anzusprechen, weil deren Götter Jungfrauengeburten kannten?... Könntest du dann noch immer ein Christ bleiben? Wäre der Weg Jesu noch immer der bestmögliche Lebensweg?“12

Rob Bell ist der Gründungspastor der Mars Hill Bible Church in Grand Rapids und eine populäre Ikone der Emerging Church.

Tony Jones

„Auf jeden Fall glaube ich, dass GLBTQ [Gay Lesbian Bisexual Transgender Queer] ein Leben in Übereinstimmung mit dem biblischen Christentum führen können (zumindest so, wie wir alle es können!) und dass ihre Monogamie von Kirche und Staat anerkannt und gesegnet werden kann und sollte.“13

„Ich glaube, die Bibel ist ein … [Vulgärwort, das an dieser Stelle nicht wiedergegeben wird] angsteinflößendes Buch… entschuldigen Sie diesen starken Ausdruck, aber nur so kann ich zum Ausdruck bringen, was ich darüber fühle.“14

„Einige Leute heute mögen es als angemessen betrachten, dass sich eine Große Kosmische Transaktion an diesem Tag vor 1980 Jahren ereignete, dass Gottes Zorn gegen seinen Sohn entbrannte statt gegen mich. Ich halte diese Version der Sühnetheorie weder intellektuell oder geistlich angemessen, noch stimmt sie mit der biblischen Erzählung überein.“15

Tony Jones ist Autor und eine führende Persönlichkeit in der Emerging Church. Er ist ferner ein Blogger und kommentiert soziale Themen.

Shane Claiborne

“Es gibt Extremisten sowohl unter Moslems als auch Christen, die im Namen ihrer Götter töten.”16

„Alle unter uns, die die Kirche fast aufgegeben haben, mögen in den Worten des Heiligen Augustinus Trost finden: ‚Die Kirche ist eine Hure, aber sie ist meine Mutter.‘ Sie ist ein Durcheinander und hat viele uneheliche Kinder. Aber sie ist auch unsere Mamma…“17

Shane Claiborne ist Autor, Mitbegründer von The Potter Street Community (ehemals The Simple Way). Er graduierte an der Eastern University und gehört dem The Alternative Seminary in Philadelphia an. Claiborne schrieb das Vorwort zu dem Buch Green Revolution: Coming Together to Care for Creation von Ben Lowe.

Wie konnte es soweit kommen, dass einige, wenn nicht alle dieser Lehren mit der Wahrheit und gesunder Lehre vermischt und von so vielen Gemeinden und christlichen Werken akzeptiert werden? Täuschen Sie sich nicht. Ich müsste ein ganzes Buch schreiben, um diese Frage vollständig zu beantworten. Falsche Lehrer gab es seit der Urgemeinde. Das zentrale Problem der Emerging Church ist, dass sie die Autorität des Wortes Gottes leugnen. Diese Lehren wurden von den Evangelikalen nicht über Nacht angenommen. Heute haben wir das Jahr 2010. Wir können die Entwicklung der Emerging Church bis in die 1980er und 1990er Jahre zurückverfolgen, als die Leute begannen, von der Modernisierung und Neugestaltung der christlichen Gemeinde zu sprechen, damit sie für die Kirchenfernen akzeptabler wurde. Aber wenn wir zurückdenken an die Flower Power Tage der Hippies in den 1960er Jahren, dann ging es bei diesem neuen Trend um Friede, Liebe, freier Sex und Rebellion gegen Autoritäten. Absolute Wahrheit und biblische Maßstäbe wurden in Frage gestellt und als zu rigide dargestellt, was zu einem moralischen Relativismus führte. Moralischer Relativismus ist ein ethisches Urteil. Es handelt sich um die Behauptung, dass kein ethisches System besser als ein anderes ist und beruht auf der Überzeugung, dass Werte subjektiv sind.

Einige christliche Gemeinden reagierten in den 1960er Jahren auf die Rebellion, indem sie versuchten, so viele wie möglich zur Bekehrung zu führen und sie zu akzeptieren, wie sie waren. „Komme, wie du bist“ war der neue Slogan. Jesus holt die Leute ab, wo sie sind, aber es gibt einen wichtigen Unterschied: Er liebt die Leute zu sehr, um sie so zu lassen, wie sie sind, und im Gegensatz zur Emerging Church verändert er seine Botschaft nie! Er ist der gleiche gestern, heute und in Ewigkeit (Hebr 13,8). Viele Gemeinden begannen das wahre Evangelium zu verwässern, um potentielle neue Mitglieder in ihre Gemeinden zu locken und um kein Anstoß bei Ungläubigen zu sein. Einige Pastoren und geistliche Leiter wollten sozusagen einfach ihren Marktanteil vergrößern. Die sucherfreundliche oder sucher-sensible Bewegung wuchs, und eine Diät von dünner Milch ersetzte das Fleisch von Gottes Wort. Mehr junge Leute kamen zur Gemeinde hinzu, aber es gab kaum Jüngerschaftstraining, und viele christliche Babys gingen in die Welt zurück, ohne dass sie verändert wurden.

Die 1970er Jahre bescherten uns die Entstehung der christlichen Musikindustrie. Die meisten der Pioniere der Musikindustrie waren authentisch, gottesfürchtig und dienstbereit, aber ich frage mich, ob sie die christliche Musik von heute als Ganzes noch bejahen könnten? In einigen Fällen geht es den Musikgruppen mehr um Unterhaltung als um das Wachstum des Leibes Christi. Biblische Wahrheiten wurden für junge Christen irrelevant, und die Gnade wurde überbetont. Man könnte argumentieren, dass man andere nicht kritisieren solle, weil dies trennend wirkt. In Lukas 12,51 sagte Jesus: „Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung!“ Jesus wich niemals zurück, wenn es darum ging, heuchlerische religiöse Leiter zu konfrontieren. Wenn Sie ein reifer Christ sind, dann müssen sie wachsam sein. Der Apostel Paulus schreibt: „Ihr lieft gut; wer hat euch aufgehalten, dass ihr der Wahrheit nicht gehorcht? Die Überredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat! Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig“ (Gal 5,7-9). Viele Gemeinden in den USA verfügen heute über schöne Gebäude, Kaffeeläden, Bücherläden, großartige Musik und Soundsysteme, Lichtereffekte und gute Videopräsentationen, aber sie scheinen die Unterhaltung der Herde mehr in den Mittelpunkt zu stellen, statt sie mit dem Wort Gottes zu nähren. Nun, zumindest sind die jungen Leute damit zufrieden.

Die 1980er Jahre vergingen, und einige Jahre nach meiner Bekehrung zu Christus hörte ich Tony Campolo in Kalifornien. Ich erinnere mich, dass ich viel lachte, da er ein guter Unterhalter ist. Er weiß, wie er Jung und Alt gut ansprechen kann. Seine Darbietung bereitete mir keine Sorge; seine Theologie hingegen mit Sicherheit. Um den Hintergrund und die Motive einiger der Gurus der Emerging Church ganz zu verstehen, muss man etwas über Befreiungstheologie, Marxismus, Saul Alinsky, Sojouners‘ Magazine, George Soros, Red Letter Christians, Collective Salvation und die Studenten von Democratic Society wissen. Die meisten jungen Leute lieben es, sich für eine Sache einzusetzen, und einige dieser auf Werke beruhenden Lehren rufen zum organisierten Handeln für soziale Gerechtigkeit oder Umweltschutz auf. Dies ist eine clevere Art, diejenigen anzulocken, die in ihrem Glauben nicht reif sind.

Im Jahre 1995 gründete Jim Wallis Call to Renewal, um die linke Wirtschaftsagenda wie Steuererhöhungen und Umverteilung von Wohlstand zu fördern mit dem Ziel, soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Er selbst sagte: „Allein darum geht es im Evangelium.“ 2005 trafen sich demokratische Senatoren (einschließlich Harry Reid) mit Wallis, um eine ausgeklügelte Methode zu entwickeln, wie man eine religiöse Sprache verwendet, um Wähler von den Republikanern für sich zu gewinnen. Laut TraditionalValues wurde Wallis angeworben, um bei den Amerikanern den Eindruck zu erwecken, dass die säkularen Liberalen „religiös geworden waren.“ Erreicht wurde dies, indem die Liberalen Gott und den christlichen Glauben in ihren Reden erwähnten. Dieses Jahr hat Wallis das Erbe der USA, den Kapitalismus und konservative Christen kritisiert, indem er die Rassismusfrage ins Spiel brachte und sagte: „Gäbe es überhaupt eine Tea Party [US-amerikanische Bewegung der konservativen Rechten], wenn der Präsident der Vereinigten Staaten nicht der erste Schwarze wäre, der dieses Amt innehält?“

Das soziale Evangelium und die Botschaft der sozialen Gerechtigkeit ist Glaubensabfall. Glaubensabfall bedeutet ein Abweichen vom Glauben oder die Leugnung fundamentaler Lehren in Bezug auf die Person und das Werk Jesu Christi. Die Lehre über die soziale Gerechtigkeit wurde in der Emerging Church gefördert. Nicht länger können wir die Tatsache leugnen, dass der Humanismus, Liberalismus und das Fortschreiten der säkularen Bewegung in der christlichen Gemeinde stark Fuß gefasst hat, so wie dies seit Jahren in der Politik, in der Bildung, in den Medien und der Unterhaltungsindustrie zu beobachten war. Letzten Monat verkündete Wallis seine Botschaft der sozialen Gerechtigkeit auf dem christlichen Festival Lifest in Wisconsin. (Das Magazin Sojouners von Wallis legt mehr Wert auf die Umwelt und Armutsbekämpfung als auf das Heil oder die Sünde.) Aufgrund der Tatsache, dass dort viele bekannte Musikgruppen und Sprecher anwesend waren, hörte ich die Leute zugunsten von Wallis mit einer zu häufig beanspruchten Analogie argumentieren: „Schütte das Kind nicht mit dem Bade aus.“ Also, wenn nur einige Leute ein falsches Evangelium hören, ist das dann in Ordnung? „Wollen wir übereinstimmen, dass wir nicht damit übereinstimmen.“ Entschuldigung, diese Methode mag sich gut eignen, wenn es um belanglose Argumente zwischen Freunden oder in der Familie geht. Aber wenn es um falsche Lehre geht, können wir nicht einfach länger wegschauen. Ich hörte die Geschichte einer Frau, die ihren Töchtern sagte, sie könnten Lifest nicht mehr besuchen, weil Wallis daran teilnehme. Wochen zuvor wollten sie und ihr Ehemann, dass ihre jungen Töchter sich an die Gefahren falscher Lehrer erinnern, und so machten sie gemeinsam Brownies. Nachdem alle Zutaten vermischt waren, sagte sie ihnen, dass es noch einer weiteren Zutat bedurfte. Die Mädchen waren schockiert, als ihre Mutter ein klein wenig Hundekot dem Teig hinzufügte! Sie erklärte ihnen, sie sollten sich keine Sorgen machen und dass sie es nicht einmal schmecken würden. Zugegeben, dies war eine abscheulich wirksame Lektion, aber ich wette, sie werden sie nie vergessen! Jesus warnte seine Jünger, die Lehren (den Sauerteig) der Pharisäer zu meiden, aber er hatte kein Brownie-Rezept zur Verfügung, um dies vor Augen zu führen.

Laut TIME Magazine ist Brian McLaren einer der 25 einflussreichsten Personen unter den Evangelikalen. Daher glaube ich, dass unsere Kultur verwirrt ist in Bezug auf das, was „evangelikal“ bedeutet. Dies ist eine ernste Sache, denn McLarens Lehre verwirft scheinbar den Opfertod Christi und sein Werk am Kreuz und verwässert, was die Bibel über den Himmel und das ewige Leben sagt. McLaren verändert biblische Lehre, um sie seiner „Wir sind die Welt“-Theologie anzupassen, die die Realität der Hölle ebenso leugnet wie die Tatsache, dass Jesus stellvertretend für uns am Kreuz starb, um uns zu erlösen. Er zweifelt an der Verlässlichkeit der Bibel, und es wundert mich, dass er unter Christen so wenig umstritten ist. Bitte lesen Sie für sich selbst, was der Apostel Paulus in Galater 1,8 über jene schrieb, die ein anderes Evangelium verkündigten.

Viele der Jugendlichen von heute sind in einer Kultur aufgewachsen (und leider in einigen Gemeinden), wo Gefühle und Bedürfnisse wichtig sind, aber die Lehre und Wahrheit von Gottes Wort sind keine Priorität. Dies führt dazu, dass sündhaftes Verhalten und Toleranz der Sünde gerechtfertigt wird. Unsere Kultur hat das Wort „Toleranz“ neu definiert und versteht darunter Liebe, bedingungslose Gnade, emotionale Wohlgefühle und die Akzeptanz nicht nur des Sünders sondern auch der Sünde. Wenn der Heilige Geist durch die Verkündigung der Schrift nicht eingeladen wird, um in unseren Herzen zu wirken, kann es keine Überführung geben. Ohne Offenbarung der Sünde und ohne Überführung, kann es keine Buße geben, die zur Vergebung führt. Wir sollten nicht überrascht sein, dass viele junge Christen ihr geistliches Fundament auf Sand gebaut haben. Der Herr Jesus Christus sagte etwas sehr ernstes über diejenigen, die den Kleinen ein Stolperstein sind. Er sagte in Lukas 17,2, dass es besser wäre, ein Mühlstein würde um den Hals jener gebunden, die andere zum Sündigen verleiten. Diese Personen bemühen sich nicht, christliche Theologie zu lehren, und es ist erstaunlich, dass so viele „gläubige“ Konsumenten ihnen ihre Lehren abkaufen, weil sie sich gut anfühlen oder motivierend sind. Ihr Evangelium besteht zum Teil darin, dass sie ihren Glauben als Sozialarbeiter in Menschen (Humanismus) oder die Gesellschaft investieren.

Dr. Walter Martin, Gründer des Christian Research Institute, warnte eindringlich vor der liberalen Theologie (was auch auf die Emerging Church zutrifft) und erklärte: „Es handelt sich um eine Sekte, weil sie die Struktur der Sektiererei aufweist; sie hat eigene Offenbarungen; ihre eigenen Gurus, und sie leugnet – systematisch – die gesunde christliche Lehre. Es handelt sich um eine Sekte, weil sie die Führung an die Personen weiterreicht, die ihren Vorgängern folgen – die die gleichen Häresien entweder verändern, ergänzen oder zusammenfassen; sie kleiden sie in eine andere Sprache und geben sie weiter… sie verneint die Autorität der Schrift, sie ruiniert ihre eigene Theologie. Und das Ende davon ist Unmoral. Der einzige Grund, warum sie in diesen moralisch relativistischen Abgrund geriet, der heute die Strukturen unserer Denominationen beeinflusst, liegt darin begründet, dass die Leiter der jeweiligen Denominationen die Autorität der Schrift und Jesu Christi als Herrn ablehnten… Prüfet alles, entscheidet, was wahr ist (siehe 1Thess 5,21). Ich bin nicht streng; ich bin nicht richtend. Ich bin durch und durch ein geradliniger Christ im Lichte der historischen Theologie und der heiligen Bibel.“

Was sollten wir also tun? Da es nicht genug Christen gibt, die die Gefahren und die Auswirkungen der Emerging Church und ihrer radikalen Lehren richtig einschätzen, müssen wir das Bewusstsein für diese Verführung schärfen. Wir müssen tiefer in das Wort Gottes eindringen als je zuvor und es so gut kennen, dass wir eine falsche Lehre sofort erkennen! Wir müssen mit unseren Pastoren und christlichen Freunden sprechen. Sie müssen eine Entscheidung treffen, und ich ermutige Sie dazu, ihr bequemes Leben aufzugeben und einen Stand für Christus einzunehmen. Die geistliche Schlacht tobt um uns herum, und der Feind steht vor unserer Türe. Wenn der Feind seine Verführungen in eine Gemeinde hineinbringt, dann wissen wir um die gute Botschaft, dass wir seine Listen kennen. Reife Gläubige wissen, dass die Lehren der Emerging Church dem Evangelium widersprechen. Darum ziehe die ganze Waffenrüstung Gottes an und bete um Unterscheidungsvermögen. In Offenbarung 3,11 heißt es: „Siehe, ich komme bald! Halte fest, was du hast, damit niemand deine Krone raube.“ Das Licht vertreibt die Finsternis, also gib die Wahrheit weiter, stehe fest und sei ein Licht!

Mit freundlicher Genehmigung von Goodfight und Dave Fiorazo.

Quelle: Dave Fiorazo, Where Did the Emergent Church 'Emerge' From?


Anmerkungen

1 CarpeDiem: Seize the Day, 1994 page 85;
2 MSNBC 2008 interview;
3MSNBC 2008 interview;
4f Charlie Rose show 1/24/97
5 A Generous Orthodoxy, page 260;
6 A New Kind of Christianity, 98;
7 Site no longer available;
8 A New Kind of Christianity,109;
9 ChristianityToday.com 5/9/2008;
10 ChristianityToday.com 5/9/2008;
11 Worldview Weekend.com 8/3/2010 #1597;
12 Velvet Elvis pp. 26-27;
13 Beliefnet.com 11/19/08 blog;
14 The church and postmodern culture: conversation 3-26-07;
15 Beliefnet.com 'Why Jesus Died' 4/09;
16 From the book "Irresistible Revolution" by Shane Claiborne
17 From the book "Irresistible Revolution" by Shane Claiborne
Quelle: Hier
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Servant
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Beitragvon Servant » 13.10.2011 12:35

J. Reimer hat geschrieben:2. Vorwurf: Ich habe die wichtigsten Autoren der ECB in Deutschland hoffähig gemacht.
Tatsache ist, dass ich bis dato nur Brian McLarens Analyse der amerikanischen Gemeinde-Wachstumsbewegung vorgestellt und gelobt habe (dazu stehe ich nach wie vor) und das Buch von Michael Frost und Alan Hirsch für gut befunden. Die beiden letzten sind keine wirklichen Vertreter der ECB. Ihr Buch finde ich nach wie vor sehr gut. Wie man daraus allerdings den Vorwurf konstruieren will, sie seien antichristlich, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.


Wir sehen das Johannes Reimer Literatur weiterempfiehlt, die von Personen geschrieben wurden - die vom Wesen her dem Wort Gottes widersprechen und daran Arbeiten einen gesunden biblischen Glauben zu zerstören.

Über Brian McLaren schreibt Albert Mohler: „McLaren stellt tatsächlich die gesamte Struktur christlicher Theologie in Frage, und schlussendlich verneint er den Glauben an nahezu alle wichtigen Lehren des klassischen Christentums.”


QUelle: Distomos

Wenn man die Zitate von "Brain Mclarren" gelesen hat, und es wurden ja einige Zitate von ihm hier aufgeführt - muss uns klar werden, warum man seine Gedanken und Bücher, zurecht als "Antichristlich" Bezeichnet.
Herrn J. Reimer lenkt jedoch von dieser Tatsache ab.

Daraus ergibt sich für mich die Frage - "Wie kann man etwas Hoffähig machen, von dem man weiß, das es von seinem Wesen her Antichristlicher Natur ist ?" Meine Reaktion darauf kann nur Ablehnung sein - denn wie kann ich etwas GUT heißen, das von seinem Wesen her BÖSE ist ? Warum erkennt Herr J. Reimer das nicht ? Warum treibt er eine Transformation der Gesellschaft voran?

Die wichtigste Frage ist für mich - was sagt mir Gottes Wort - über das was ER will... wir dürfen nicht vergessen das hier der Schlüssel liegt um zu verstehen was uns Aufgetischt wird.

Ich Hoffe das wir daraus auch die nötige Konsequenz ziehen und uns nicht durch diese falschen Lehren (irrgeist der EM), von Jesus Christus, dem Wort Gottes abbringen lassen.

Liebe Grüße,
Arne

p.s. Ich habe das Buch - "die geheime botschaft jesu - die wahrheit die alles verändern könnte" (brian mclaren) gelesen.
Wenn das was mclaren über das reich gottes schreibt und das evangelium jesu auch johannes reimers sicht entspricht - dann kann man nicht mehr von einem biblischen glauben sprechen.

Gute Infos gibts auf "Distomos", und auf "Das Wort der Wahrheit"

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Beitragvon Servant » 11.02.2013 22:24

Warum stützt sich Herr Reimer auf aussagen des 2. Vaticanischen Konziels wo doch klar ist das dies keine christlichen Quellen sind, sonder quellen des unglaubens und der rebellion gegen Gott.

Verkündigung als Anleitung zum Leben*

von Dr. Johannes Reimer


[..... ]Die Gemeinde ist gesandt zu den Völkern und nicht zu den Individuen in diesen Völkern. Die Gemeinde ist Gottes neues Volk (1 Petr 2, 9-10). Ich persönlich kein besseres Dokument zu diesem Thema als das Abschlussdokument zur Ekklesiologie des 2. Vatikanischen Konzils „Lumen gentium“. Die Gemeinde ist Gottes Volk. „Lumen gentium“ bringt das wunderbar zum Ausdruck. Interessanterweise werden in 1 Petr. 2, 9-10 drei unterschiedliche Worte für Volk gebraucht und zwar „genos“, was soviel wie Abstammung meint. Das Volk Gottes ist kein Volk ohne Wurzeln. Die Wurzeln der Gemeinde liegen nicht im Himmel. Eine deutsche Gemeinde ist das, was sie ist. Aus Deutschland stammend mit all der dazugehörenden soziokulturellen Beheimatung. Die Gemeinde ist Gottes neues Volk, mit Wurzeln, einer Ethnogenese. „Ethnos“ beschreibt die sozio-kulturellen Räume und „laos“ beschreibt eine nationale Identität und Mentalität. Das neue Volk, das Gott Volk Gottes, ist kein außerirdisches Volk. Es ist ein irdisches Volk. Wir sind irdisch. Es menschelt hier; es stinkt nach Mensch. Gemeinde hat sozio-politische Dimension. Die Gemeinde ist ekklesia. Ich finde das faszinierend, was der Heilige Geist sich da geleistet ....

Quelle
http://www.mennonitisch.de/fileadmin/ve ... _Leben.pdf

p.s - um lumen .... zu Verstehen ist es wichtig die Verweise ebenfalls durch zu lesen - den dort erfährt man - wie man die vorher gemachte Aussage verstehen muss.
In manchen Texten, werden dann wiederum verweise gemacht.

Lest auch... hier aufklärende Worte von Johannes Ramel im Blick auf die Kirche Roms
http://www.johannes-ramel.at/content/view/105/25/
Zuletzt geändert von Servant am 12.02.2013 23:52, insgesamt 1-mal geändert.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Joschie » 12.02.2013 19:51

Servant hat geschrieben:Warum stützt sich Herr Reimer auf aussagen des 2. Vaticanischen Konziels wo doch klar ist das dies keine christlichen Quellen sind, sonder quellen des unglaubens und der rebellion gegen Gott.

Worauf stützt Du deine Aussage das, das 2. Vaticanischen Konziel eine Quelle des Unglaubens und der Rebellion gegen Gott ist?
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 12.02.2013 22:45

ich stütze meine Aussage auf Jesus Christus und sein Evangelium

Bist du ein christ ? Muss ich dir erklären was ich meine? :-)

Sein Evangelium und das was er, Jesus Christus, am Kreuz Vollbracht hat ist das Mass an dem ich diese Aussage festmache!

http://www.oekumene-live.de/content/view/84/115/

Wenn du darauf Anspielen möchtest - das ich nicht erklären könnte warum Lumen gentium ein Werk des Unglaubens und der rebelion gegen Gott ist - dann kann ich dir nur so Antworten, im Blick auf dein erwartungen sicher nicht, ich kann keine diplomarbeit, oder ähnliches darüber verfassen , meine antworten wären zu gering in deinen Augen um beachtung und verständniss zu finden. sie sind zu einfach, zu Kindlich ... nicht so gebildet.

Aber ich bin überzeugt, das einige Geschwister im Herrn sehr wohl verstehen ... was gemeint ist und ich weiss auch wovon ich schreibe auch wenns kein Buch ist, oder Wissenschaftliche Arbeit. Und ich stütze das auch auf meine eigene Beurteilung der gelesenen Texte, sicher mit Lücken - wobei ich auch gerne auf Erklärrungen anderer Verweise, da sie es besser Verstehen die dinge zu erklären als ich. Auch wenn so mancher wiedersprechender aufgeblähter Kopf sich sich seiner Weisheit rühmt und mit Akademischen Graden ziert - so rühme ich mich der einfallt in Christus Jesus meines Herrn :-) - sollen sie sich grämmen, oder amüsieren - mir ists gleich, doch sehen werden sies letztendliche alle - die Frucht der Kirche Roms hat kein Bestand vor Jesus Christus.

Wie kann ein Fauler Baum gute Frucht bringen ? - diese Frage muss man sich im Blick auf die Kirche Roms stellen.

Sie Verstehen - wenn sie dieses Mass, des Werkes Jesu Christi und seiner Worte (die Bibel) an den Aussagen Ansetzen... - warum es so ist.

.. denn ist es wahr das in allen Religionen ein Teil göttlicher wahrheit zu finden sind und alles letztlich zu einer höheren einheit in Christus vereint ist( nostra estate )? Das die Kirche Roms der Leib Christi ist (Dominus Isus) ? Das Maria eine Miterlöserrolle spielte ... das ist ja nur einige Dinge ... die zeigen das diese Schriftstücke nicht mal das Papier Wert sind, auf dem sie geschrieben wurden.

Um das zu erklären würde man nicht drum herrum kommen - hier das Evangelium Jesu genau zu erläutern ... muss man schon sagen, denn nicht alle Glauben an Jesus Christus.

Von dir habe ich auch noch nichts dergleichen gelesen ... oder gar einen Standpunkt ... Wie beurteilst du lumen gentium, oder Nostrea usw. - Werke des Glaubens aus Jesus Christus, oder des Irrtums ?

Hast du schon mal nostra aetate durch gelesen ... im grunde bedarf es keine Worte um zu erklären - zu mindestens, wenn man davon ausgeht, das es sich hier um ein christliches forum Handelt und die meisten Jesus Christus schon als ihren Erlöser kennen. Wäre auch schön, wenn Geschwister hier etwas zu beitragen könnten - um die Lücke zu schliessen.

Im Grunde warte ich schon seit ca. sieben Jahre auf eine reaktion :-)
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

Gast

Beitragvon Gast » 14.02.2013 11:44

Servant hat geschrieben:Warum stützt sich Herr Reimer auf aussagen des 2. Vaticanischen Konziels wo doch klar ist das dies keine christlichen Quellen sind, sonder quellen des unglaubens und der rebellion gegen Gott.



Stimmt. Und wie kommt z.B. Paulus dazu, einen heidnischen Dichter zu zitieren, um das Evangelium in Athen zu verkündiguen - ja, auf einen heidnischen Götzen zu verweisen, um den dann auf Christus umzudeuten? Was fällt Paulus ein, ein Gedicht, das auf Jupiter geschrieben wurde, auf Jesus umzuschreiben? Es wird Zeit, dass dieser Paulus aus den Reihen der Christen ausgestoßen und seine Bücher auf den Scheiterhaufen geworfen werden.

</ironie>

Servant, würdest Du mir gegenüber sitzen, würde ich Dich fragen, welchem Geist Du dienst....

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Beitragvon Servant » 14.02.2013 17:56

Hallo Andreas,

Servant, würdest Du mir gegenüber sitzen, würde ich Dich fragen, welchem Geist Du dienst....


die Antwort habe ich ja schon gegeben - Jesus Christus meinem Erlöser - wie du weisst, hatte auch Luther erkannt wessen Geistes Kind die Kirche Roms ist - nur das man das heute mit Tünche überstrichen hat. Auch den Evangelikalen war das damals schon noch geläufig, ja eben allen, denen das Worten Gottes, ihres Herren Jesus Christus, noch wichtig, ja sogar alles entscheident und über allem kostbar war - das sie sogar Bedrückung und Verfolgung durch die Kirche Roms in Kauf nahmen - um eben das Wort Gottes zu Bewahren.

Leider ist es heute selbst den Protestanten aus den sinn gefallen, ja sie haben schlicht und einfach die Reformation vergessen - daran haben ja auch gewisse Menschen sicher eine mitschuld, da sie eben immer noch auf Vatikanische Literaur Verweisen und sie als Wunderbar und empfehlenswert Anpreisen.

Von daher wundert mich deine Frage ... denn du weißt doch wie ich darüber denke :)

Auch Spurgeon schrieb darüber und war entsetzt - wie bereitwillig man sich die Ketten Roms wieder anpassen liess. Naja, die anderen kennst du sicher auch!?

Wenn man bedenkt das "Lumen gentium" eben aus jenem Vatikanischen Geist entsprungen ist - muss man sich doch wirklich Fragen - wie kann man als an Jesus Christus Gläubig auf jene Texte verweisen ?

Der Vatikan wählt seine Aussagen mit sehr viel bedacht aus - und verweist in seinen unterpunkten und im Text selbst immer wieder darauf hin was sie meinen - eben durch ihre Verweise auf andere Texte aus dem 2. Vatikanischen Konzils, oder Erklärungen zu diesen Texten.

Uns kann ja mal so ein schnitzer passieren, einen Link unbedacht zu setzen, sich auf Texte zu Beziehen von denen man nicht 100 Prozent weiß wer sie geschrieben hat etc. - dem Vatikan und Akademischen Theologen passieren solche Schnitzer eher nicht, bis selten - da sie sich mit der Materie (slebst wenn es ein Irrtum ist) ersteinmal auseinandersetzen bevor sie sie als empfehlenswert weitergeben (selbst wenns ein Irrtum ist).

Der Vergleich mit Paulus hinkt ein wenig ... irrsinnig extrem stark - Paulus hätte sich niemals auf den Vatikan Bezogen (und Stuhl Petrie) - da bin ich mir 100 Prozentig sicher und ganz gewiss ... :)

Er hätte gesagt - wie es schon so tüpisch ist in seinen Briefen zu lesen ist - Hütet euch vor den Irrlehrern ... und die katholische Kirche ist ein ganzer Irrtum.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

Gast

Beitragvon Gast » 15.02.2013 09:35

Servant hat geschrieben:Hallo Andreas,



Der Vergleich mit Paulus hinkt ein wenig ... irrsinnig extrem stark - Paulus hätte sich niemals auf den Vatikan Bezogen (und Stuhl Petrie) - da bin ich mir 100 Prozentig sicher und ganz gewiss ... :)

Er hätte gesagt - wie es schon so tüpisch ist in seinen Briefen zu lesen ist - Hütet euch vor den Irrlehrern ... und die katholische Kirche ist ein ganzer Irrtum.


Wie - Paulus kann, ohne dass Du Anstoß daran nimmst, auf heidnische Religionen, ja auf das finsterste Heidentum Bezug nehmen, aber sobald irgendetwas nach "Katholizismus" klingt, springt Dein Pavlowscher Reflex an, und Du fängst an zu geifern.

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Beitragvon Servant » 15.02.2013 17:36

Es ist bei dir ebenso immer das gleiche , du weisst doch das ich kein Freund der Kirche Roms bin - aber vielleicht hast du noch was zum Thema Emerging ?
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

Gast

Beitragvon Gast » 15.02.2013 19:53

Ja, habe ich: Ich bin jetzt seit 32 Jahren in freikirchlichen Kreisen mehr oder weniger aktiv. Ich habe in dieser Zeit sehr viele unheimlich tolle Bewegungen kommen und gehen sehen - meistens schneller gehen als kommen. Ich habe manches aufkommen und bleiben sehen, was mir Angst macht, auch weil sich niemand wirklich darum kümmert, weil alle, so wie Du, auf ihr Lieblingsfeindbild fokussiert sind und nicht wahrhaben wollen, dass das Scheingefechte sind. Und ich habe gelernt, mich an die Worte eines weisen Mannes zu halten: Ist dies Vorhaben oder dies Werk von Menschen, so wird's untergehen; ist es aber von Gott, so könnt ihr sie nicht vernichten - damit ihr nicht dasteht als solche, die gegen Gott streiten wollen.


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