Islam versus Christentum?!

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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Islam versus Christentum?!

Beitragvon Joschie » 07.06.2012 20:23

Hallo Ihr!
In der letzten Zeit ging es in zwei Threads hier und hier um das Thema Islam und Christentum. Dieses Thema taucht ja zur Zeit in allen möglichen und unmöglichen Medien auf. Man kann dieses Thema jetzt nicht mehr so einfach ignorieren. Vor längerer Zeit hatte ich hier in Hamburg eine Gemeinde besucht. Dort war nach dem Gottesdienst auch ein gemeinsames Essen mit den Gästen. Einer der Gäste war ein älterer Herr, der wie sich später herausstellte, ein Moslem war. Dieser kannte sich sehr gut im Alten Testament aus. Die Sache hatte nur einen großen Haken. Er interpretierte das A.T. völlig anders als die Christen. Die Leute an diesem Tisch waren total überfordert mit diesem Gespräch. So eine Beobachtung machte ich öfter. Lothar Gassmann hat geschrieben: "Die Gespräche über und mit dem Islam leiden darunter, dass auf christlicher Seite, fundierte Kenntnisse über dem Islam vielfach nicht vorhanden sind". Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter, ich behaupte, dass es bei vielen Christen nicht mal ein rudimentäres Wissen über dem Islam gibt. Anders kann ich mir manche seltsamen Äußerungen über dem Islam nicht erklären. Die Auseinandersetzung mit dem Islam fällt auch in den Bereich der Apologetik.
Der Begriff "Apologetik" kommt vom griechischen Verb "apologeomai" ("sich verteidigen") bzw. vom Substantiv "apologia" ("Verteidigung, "Rechtfertigung"). Zwei Begriffe werden gebraucht: "Apologetik" und "Apologie". Während "Apologie" die schriftliche oder mündliche Verteidigung selbst ist, also die Verteidigungsschrift oder -rede, bezeichnet "Apologetik" die wissenschaftliche Besinnung über die Möglichkeit einer Apologie, einer Verteidigung. Die Apologie meint also den praktischen Vollzug, die Apologetik die Reflektion über den Vollzug und die Grundlagen der Verteidigung. Allerdings werden die beiden Begriffe nicht immer auseinander gehalten. So hat es sich eingebürgert, den Begriff "Apologetik" im umfassenden Sinn sowohl für die Theorie als auch für die Praxis der Verteidigung zu verwenden.

Ich habe folgende Fragen: Was sind die Glaubensgrundsätze und was sind die Säulen des Islam? Islam und Christentum - worin bestehen die Unterschiede, was verbindet? Welche Bedeutung hat der Koran und ist er die einzigste Richtschnur für Lehrfragen im Islam?
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Joel213
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Beitragvon Joel213 » 08.06.2012 09:04

Ich habe mal die beiden Bände "Der Islam" von Christine Schirrmacher gelesen. Dort wird leicht verständlich der Islam mit seinem Ursprung sowie seinen mannigfaltigen Facetten aus islamwissenschaftlicher Sicht erörtert und mit dem Christentum verglichen. Fand ich sehr interessant, ausführlich und fundiert mit soliden Quellenangaben versehen.

Manfred01
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Beitragvon Manfred01 » 08.06.2012 12:21

Mein Beitrag geht ein wenig an der Frage von Joschie vorbei, aber ich denke, dass doch einige Dinge wichtig sind.

Mit Erlaubnis von Frau Schirrmacher habe ich das Barnabasevangelium in meine Seite genommen. Sie zeigt auf, wie der Isalm das Evangelium verfälscht hat.
Das Barnabasevangelium - Wahres Evangelium oder Mittelalterliche Fälschung
Christine Schirrmacher

Zur ersten deutschen Ausgabe des Barnabasevangeliums (Turban Verlag: Bonndorf,1994. 319 S.)
Nun ist es also soweit: Das sogenannte 'Barnabasevangelium' liegt auch auf deutsch vor. Es trägt den Titel: Das Barnabasevangelium. Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, eines neuen Propheten von Gott, der Welt gesandt, gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels. Die deutsche Herausgabe dieses Textes wurde von einem zum Islam konvertierten deutschen Ehepaar unternommen. Beide sind Mitglieder des mystischen Derwischordens der Naqshbandiyya, dessen Wurzeln in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Der erst vor wenigen Jahren von ihnen gegründete Turban-Verlag, in dem jetzt auch das Barnabasevangelium erschien, führt größtenteils Titel muslimischer Autoren. Die Übersetzung des Barnabasevangeliums ins Deutsche ist vom Sprachlichen her ebenso gut gelungen wie die solide äußerliche Gestaltung des Buches. Was hat es mit diesem Barnabasevangelium auf sich? Wenn der Leser das kurze Vorwort und den Klappentext des Buches studiert, erhält er den Eindruck, eine Originalquelle des frühen Christentums sei nach vielen Jahrhunderten endlich wieder aufgetaucht. Die Herausgabe des Barnabasevangeliums auf deutsch (es erschien bis heute in mindestens 6-8 weiteren Sprachen) ist eine Fortsetzung der christlich-muslimischen Kontroverse um eine Schrift, die für sich selbst den Anspruch erhebt, das einzig wahre Evangelium zu sein. Von muslimischen Apologeten wird es auch fast durchgängig für das wahre Evangelium Jesu Christi gehalten, während Nichtmuslime es fast ebenso ausschließlich als Fälschung aus dem Mittelalter ablehnen. Diese Kontroverse begann bereits Anfang des 18. Jahrhunderts, als die ersten Stellungnahmen pro und contra Barnabasevangelium in Europa und in Indien veröffentlicht wurden.Lange war nur ein einziges Exemplar dieses Evangeliums in italienischer Sprache bekannt, das heute für jeden Interessierten in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien einzusehen ist.
Der ganze Beitrag hier bei grundtexte.de

Liebe Grüße
Manfred
1.Kor.14. 26: Lasset alles geschehen zur Auferbauung.

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Re: Islam versus Christentum?!

Beitragvon Der Pilgrim » 09.06.2012 22:29

Joschie hat geschrieben:Ich habe folgende Fragen: Was sind die Glaubensgrundsätze und was sind die Säulen des Islam? Islam und Christentum - worin bestehen die Unterschiede, was verbindet? Welche Bedeutung hat der Koran und ist er die einzigste Richtschnur für Lehrfragen im Islam?


Soweit ich das mitgekriegt habe ist der Koran die einzige 100% authentische Richtschnur für islamische Glaubensfragen. Allerdings werden viele Glaubensfragen auch unter Betrachtung der "Sunna" diskutiert, das ist quasi die "Biographie Mohammeds", wobei man sich darunter nicht etwa ein einzelnes Buch vorstellen darf, sondern eine Vielzahl von zunächst mündlich tradierten und dann verschriftlichen "Hadithen", die quasi anekdotenhaft kleine Ereignisse und Aussprüche aus dem Leben Mohammeds schildern. Allerdings werden nicht alle Hadithe von allen Gelehrten als gleichwertig betrachtet, es gibt durchaus solche, die als "schwach" gelten, das heißt man erhebt Zweifel an ihrer Echtheit, während andere als "authentisch" eingestuft werden. Viel Arbeit der Islamgelehrten fließt dann darein, anhand von Textüberlieferungen zu prüfen, welche Hadithen wie einzustufen sind, wobei hier wie gesagt keine Einigung herrscht. Übrigens gelten Muslime, die die Sunna komplett außer Acht lassen und nur den Koran akzeptieren, soweit ich weiß als Häretiker, zumindest nach Lehrmeinung des orthodoxen Islams.

Ich habe mich mal etwas intensiver mit dem Islam beschäftigt als vor einigen Jahren Leute wie Pierre Vogel an die Öffentlichkeit getreten sind und teils abenteuerliche Behauptungen über das Christentum aufgestellt haben. Besonders oft geht es ja dabei auch um die Frage, ob Mohammed bereits in den biblischen Schriften angekündigt wird, was viele Moslems wohl bejahen würden. Ich habe mal eine PDF zusammengestellt, wo ich diese Behauptungen geprüft habe, muss mal sehen, ob ich sie noch finde...
Freundliche Grüße
Simon

PS: Habe die Datei gerade gefunden... 4 Seiten mit den Behauptungen und möglichen Gegenargumenten. Hatte ich damals für die apologetische Begegnung mit islamischen Missionaren gemacht, da ich beobachtet habe, dass Christen, auch solche, die durchaus in der Theologie bewandert waren, mit den ungewohnten Interpretationen oft "überrumpelt" wurden. Muss mal sehen, ob ich das irgendwo hochladen und hier verlinken kann :wink:
Zuletzt geändert von Der Pilgrim am 10.06.2012 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
Simon W.

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Beitragvon Joschie » 10.06.2012 17:36

Bibelfundi hat geschrieben:Mein Beitrag geht ein wenig an der Frage von Joschie vorbei, aber ich denke, dass doch einige Dinge wichtig sind.
Mit Erlaubnis von Frau Schirrmacher habe ich das Barnabasevangelium in meine Seite genommen. Sie zeigt auf, wie der Isalm das Evangelium verfälscht hat. Das Barnabasevangelium - Wahres Evangelium oder Mittelalterliche Fälschung?

Manfred, dein Beitrag geht mit Sicherheit nicht an meine Frage vorbei sonder er tangiert ein sehr wichtiges Thema. Was beinhaltet der Koran und wie ist das Inspirationsverständnis des Korans im Islam? Was beinhaltet der Koran und wie ist das Inspirationsverständnis des Korans im Islam? Gerade in den westlichen Ländern wird der Koran und die Bibel auf eine Stufe gestellt, man zählt den Islam und das Christentum ja zu den Buchreligionen. Wo liegen die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten zwischen Koran und Bibel, von den Inhalten erst mal ganz abgesehen?
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 16.06.2012 19:03

Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Islam und Christentum - worin bestehen die Unterschiede, was verbindet?


Ja, also Joschie, als Christ möchte ich dich mal direkt danach Fragen: "Was Verbindet uns mit dem Islam ?"

Diese von dir gestellte Frage mutet recht seltsam an :roll: ,da ich nichts Verbindendes erkennen kann - da das Wort Gottes hier schon eine Unterscheidung macht und uns sagt das uns nichts mit den "Religionen der Welt" verbindet. Es gibt sicher einige Vorstellungen die ähnlich sind, aber zu sagen das sie uns verbinden ist irreführend. Man Fragt ja auch nicht, wo es verbindendes mit den "Zeugen Jehovas", oder den "Mormonen" gibt ...

Man sollte sich auch mal klar machen, das viele Moslems hier in Deutschland bei weiten nicht so tief im Islam verankert sind wie es oft dargestellt wir. Es ist ähnlich wie mit den Namenschristen hier in Deutschland. Da ein langjähriger Freund von mir ein Moslem war, er ist vor vielen Jahren zum Glauben an Jesus Christus gekommen - und ich als Jugendlicher schon viele Kontakte zu Moslems haben durfte (durch meinen Freund) - kann ich nur sagen ... man braucht den Koran nicht kennen um mit ihnen über Jesus zu sprechen. Klar, wenn man sich jetzt an die Inseider wendet, sollte man sich ein wenig einlesen und vor allem die Bibel gut kennen.
Es ist weder nötig ihre Moscheen zu Besuchen, noch an ihren Festlichkeiten Teilzunehmen und Gemeinsamkeiten suchen die verbinden (das Wort Gottes ist da doch ganz klar; so etwas ist unsinn) ... man sollte sie sehen wie jeden anderen Menschen auch, der Jesus Christus braucht, da sie ohne Jesus Christus gehen sie alle verloren. Außerdem haben sie die gleichen Nöte, die gleichen Sehnsüchte wie jeder andere Mensch auf dieser Welt ... es gibt viele anknüpfungspunkte um mit ihnen ins Gespräch zu kommen - man muss sich klar machen - wir sind alle nur Menschen und alle brauchen Jesus Christus ...

Es ist auch Ratsam das man nicht in einer Gruppen darüber Spricht, den die besten Gespräche sind unter vier Augen, im Privaten Gespräch - denn hier können alle offen reden - denn hier fällt der Gruppendruck weg.
Die Liberalen Humanistische Christen, drängen auf Gespräche mit der Gruppe - um sich so die Gruppendynamik nutzbar zu machen - das ist eine ziemlich Miese und Verlogene Masche. Man bringt "Christen" und "Moslems" zusammen - das Gespräch wird geführt um die Gruppe auf eine gemeinsame Ebene zu führen - Dinge die diesen Prozess stören werden ausgefiltert - in dem der Gruppendruck auf störende Person erhöht wird - Das ist ganz normale Praxsis im Interreligiösen Dialog.

LG,
Arne

Hallo Simon,

die Pdf würde ich auch gern lesen ...

LG,
Arne
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Joschie » 17.06.2012 19:07

Servant hat geschrieben:Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Islam und Christentum - worin bestehen die Unterschiede, was verbindet?


Ja, also Joschie, als Christ möchte ich dich mal direkt danach Fragen: "Was Verbindet uns mit dem Islam ?"

Diese von dir gestellte Frage mutet recht seltsam an :roll: ,da ich nichts Verbindendes erkennen kann - da das Wort Gottes hier schon eine Unterscheidung macht und uns sagt das uns nichts mit den "Religionen der Welt" verbindet. Es gibt sicher einige Vorstellungen die ähnlich sind, aber zu sagen das sie uns verbinden ist irreführend. Man Fragt ja auch nicht, wo es verbindendes mit den "Zeugen Jehovas", oder den "Mormonen" gibt ...

Ich verfolge schon eine ganze Zeit die Diskussionen über das Verhältnis Islam und Christentum, beim Nachdenken über dieses Themengebiet drängten sich mir persönlich ungewollt einige Parallelen auf. Ich muss vorausschicken, dass ich 28 Jahre also bis zu ihrem Ende in DDR gelebt habe, das waren viele Jahre sozialistische Dauerberieselung in der einen oder anderen Art und Weise. Als ich allein durch die Gnade des Herrn zum lebendigen Glauben an Jesus Christus gefunden habe, begann ich so mit der Zeit über verschiedene Themen eine andere Sichtweise zu bekommem. Nach einiger Zeit arbeitete ich in der Jugendarbeit mit die meisten Jugendlichen dort kamen aus nicht christlichen Elternhäusern. Die Jugendlichen standen in ein sehr großes Spannungsfeld hier die Schule, hinter dem der Staat stand, mit seiner Ideologie (Sozialismus) und damit verbunden seinem Absolutheitsanspruch und auf der anderen Seite der christliche Glaube. Fragen, Probleme und Konflikte waren in diesem Spannungsfeld automatisch vorprogrammiert. Fragen, Probleme und Konflikte waren in diesem Spannungsfeld automatisch vorprogrammiert. Wir versuchten den Jugendlichen so weit wie wir ebend zu diesem Zeitpunkt konnten, bei all diesen Dingen weiterzuhelfen. In der Rückblende muss ich sagen und dieses ist so meine Wahrnehmung gab es ein großes Versagen der Christen in der Auseinandersetzung (Apologetik) mit der Ideologie des Sozialismus. Es gab einige Versuche die eher peinlich (Reich des Bösen) waren und es gab auch die Anbiederung an der Staatsführung der DDR von Kirchen in der damaligen DDR und BRD. Ich habe sehr lange gebraucht um mich von dem Sozialistischengedangut zu lösen und ich bin damit kein Einzelfall.Es war eigentlich, egal ob man vom Sozialismus überzeugt war oder auch nicht, durch die tägliche Propaganda setzte sich dieses Gedankengut bei den Menschen fest. Es ist für mich daher unerheblich, ob jemand überzeugter Moslem ist oder auch nicht, er hat die Gedankenwelt des Islams wen auch in verschieden starker Ausprägung in sich..@Arne, die gemeinsamkeiten sind für mich singulärer Art, es ist das man den Islam und das Christentum zu den großen Monotheistische und Buchreligionen zählt. Es wäre gut, wenn wir erst mal bei dem Islam bleiben würden, wir können uns ja danach über die ­ZJ und die Mormonen austauschen.
Gruß Joschie
P.S. Bitte entschuldigt, dass mein Beitrag länger geworden ist, ich hoffe, dass ihr jetzt versteht, worum es mir geht.
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Snubnose
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Beitragvon Snubnose » 17.06.2012 20:58

Selber habe ich mal eine Missionskonferenz miterlebt, da hat der Referent weinen müssen, als er davon sprach wie viele Menschen auf der Erde das Evangelium noch nicht gehört haben.
Das Thema Moslems ist ja momentan sehr aktuell. Ich habe auch sehr viel mit Moslems zu tun. Ich bin immer sehr ergriffen wenn ich Moslems etwas über Jesus weitersagen darf.
Ich bete oft , das mir Jesus einen Moslem zeigen soll dem ich etwas über Jesus sagen darf.
Ich finde es wirklich schade, wenn wir als Christen Moslems nichts mehr über Jesus sagen können, aus lauter Toleranzdenken.

Und heute kam ein Ev. Gottesdienst aus Kamp-Lintfort im ZDF
http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF ... ionen.html

Wer will kann sich den Gottesdienst hier noch einmal anschauen:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... p-Lintfort

Es war ein Gottesdienst den Christen und Moslems miteinander gefeiert haben:
Positiv fand ich folgende Aussage in dem Gottesdienst:
„Wir haben nebeneinander her gelebt. Zurückhaltung vor dem Fremden haben uns bestimmt." Schön auch diese Aussage: "Unsere Haltung zeigt ob, wir unseren Mitmenschen respektieren oder ob er uns gleichgültig ist."
Auch fand ich schön das Moslems und Christen einen Türkischkurs und eine gemeinsame Reise nach Istambul organisiert haben.
Ziemlich am Anfang wurde im Gottesdienst aus 2. Sure Koran vorgelesen: : Die Frömmigkeit besteht nicht darin, das ihr euer Gesicht nach Osten und Westen wendet. Frömmigkeit besteht darin das man an Gott, den jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten glaubt. Das man aus liebe zu ihm den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigten, den Reisenden und den Bettlern Geld zukommen lässt und es für den Lokauf für die Gefangenen und Gefangenen ausgibt. Und das man das Gebet verrichtet und die Abgaben verrichtet. Fromm sind auch die die ihre eingegangenen Verpflichtungen erfüllen und die Not und Leid zur Zeit der Gewalt geduldig sind. Sie sind es die wahrhaftig sind und sie sind es die Gottesfürchtigen.

Diese Stellte aus dem Koran wurde in Verbindung gesetzt mit Lukas 10 der Barmherzige Samariter.

Der Pastor der Baptisten Andè Carouge meinte anschließend in seiner Predigt: „Die Barmherzigkeit ist eine wichtige Tugend im Islam und sie ist auch ein zentrales Thema im Christentum. Die Geschichte vom barmherzigen Samariter ist sprichwörtlich geworden.
Diese Geschichte aus dem neuen Testament haben wir durch unseren christlich moslemischen Dialog neu entdeckt.Neben so starken Unterschieden (z.B. das Moslems an den einen Gott glauben und Christen an die Dreieinigkeit) sind wir auch auf Gemeinsames gestoßen. Muslime ist die Barmherzigkeit sehr wichtig. Das erleben wir auch in alltäglichen Situationen. Wie sieht es eigentlich mit der Barmherzigkeit in unserer Tradition aus? Der andere erinnert mich an meine eigene Tradition. Ich lerne von ihm und er lernt von mir. Aus Fremden sollen Freunden werden.

Zum Schluß beteten Christen und Moslems noch zusammen. Dabei war u.a. folgende Gebete zu hören: "Gib das wir uns aus Enge und Rechthaberei befreien. Hilf uns das wir eine Menschheitsfamilie werden. "
Was meint ihr zu so einem christlich-moslemischen Gottesdienst?

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Beitragvon Joschie » 18.06.2012 11:19

Snubnose hat geschrieben:Der Pastor der Baptisten Andè Carouge meinte anschließend in seiner Predigt: „Die Barmherzigkeit ist eine wichtige Tugend im Islam und sie ist auch ein zentrales Thema im Christentum. Die Geschichte vom barmherzigen Samariter ist sprichwörtlich geworden.
Diese Geschichte aus dem neuen Testament haben wir durch unseren christlich moslemischen Dialog neu entdeckt.Neben so starken Unterschieden (z.B. das Moslems an den einen Gott glauben und Christen an die Dreieinigkeit) sind wir auch auf Gemeinsames gestoßen. Muslime ist die Barmherzigkeit sehr wichtig. Das erleben wir auch in alltäglichen Situationen. Wie sieht es eigentlich mit der Barmherzigkeit in unserer Tradition aus? Der andere erinnert mich an meine eigene Tradition. Ich lerne von ihm und er lernt von mir. Aus Fremden sollen Freunden werden.

Zum Schluß beteten Christen und Moslems noch zusammen. Dabei war u.a. folgende Gebete zu hören: "Gib das wir uns aus Enge und Rechthaberei befreien. Hilf uns das wir eine Menschheitsfamilie werden. "
Was meint ihr zu so einem christlich-moslemischen Gottesdienst?

Snubnose, Wasser und Öl sind beides Flüssigkeiten, hast du schon mal versucht diese beiden zu mischen? Ich weiß nicht wodurch dieser Pastor sich leiten lies, ob es Naivität oder einfach Gutmenschentum war, er versucht die Quadratur des Kreises. Ich stelle mal folgende Übersicht rein, dadurch hat jeder die Möglichkeit sich selbst ein Bild machen, ob eine sogenannte Mehrheitsfamilie möglich ist!


Islam und Christentum im Vergleich
Wichtige Lehren werden gegenübergestellt



1. GOTT
Christen und Muslime glauben an Gott, den Muslime "Allah" ("der Gott") nennen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und den Schöpfer jedes einzelnen Menschen. Er allein ist allmächtig und hat seine Geschichte mit den Menschen, sowie seinen Willen in seinem Buch niedergelegt. Am Ende der Zeiten wird er alle Menschen im Gericht zur Verantwortung ziehen.

Islam
1.1. Allah ("der Gott") ist zwar der Schöpfer der Welt und jedes einzelnen Menschen, aber er ist transzendent, d. h., von der Schöpfung getrennt. Es gibt keine Brücke zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. Er wird von Muhammad und allen ihm vorausgegangenen Propheten im Koran bezeugt. (Sure 55,1-78;6,100-101).
1.2. Gott hat keine Kinder, und es gibt nichts, was ihm gleich wäre. Jesus ist nicht Gott und darf nicht als Gott verehrt werden. Der Glaube an die Dreieinigkeit ist Vielgötterei. Vielgötterei ist die schlimmste, unvergebbare Sünde im Islam, denn Vielgötterei ist 'Beigesellung' eines anderen Wesens neben den Allmächtigen (5,72-73+75; 4,171-172).
1.3. Gott ist nur der Schöpfer, aber weder der Vater seiner Kinder noch der Vater Jesu Christi. Der Koran klagt die Christen an, drei Götter, nämlich Gott, Jesus und Maria anzubeten und damit Vielgötterei zu betreiben. So war die Dreieinigkeit Muhammad vermutlich von Christen seiner Zeit dargelegt worden (9,30-31).
1.4. Gott hat immer wieder durch Propheten gesprochen, die stets dieselbe Offenbarung von dem einen allmächtigen Gott und dem drohenden Gericht verkündigten (6,74-90).
1.5. Gott hat sich im Koran als der ewige, einzige, allmächtige, allwissende und barmherzige Gott offenbart (7,156; 35,15).

Christentum
1.1. Gott schuf den Menschen als sein Ebenbild und Gegenüber. Er offenbart sein Wesen in der Schöpfung. Jesus ist die Brücke zwischen Gott und Mensch. Gott wird in der Bibel durch den Heiligen Geist bezeugt (Johannes 1,14-15).
1.2. Gottes einziger Sohn ist Jesus Christus. Jesus kam als Mensch auf die Erde und ist selbst Gott. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind ein einziger dreieiniger Gott (Johannes 1,1-2). Neben ihm darf kein anderer Gott verehrt werden (2. Mose 20,1-3).
1.3. Gott ist der Vater Jesu Christi. Wer Gott durch den Geist als Vater anruft, ist sein Kind (Römer 8,1517). Die Dreieinigkeit besteht aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Maria war ein Mensch und hat keinen Anteil an der Dreieinigkeit (Matthäus 28,19).
1.4. Der dreieinige Gott hat sich in der Zeit vor Jesu Geburt als Gott und Herr offenbart (1. Mose 6,9ff.). Er sprach durch viele Glaubenszeugen und Propheten und am Ende jener Tage durch seinen Sohn Jesus Christus (Hebräer 1,1-2; Hebräer 11).
1.5. Der Gott der Bibel hat sich zwar auch als ewig, majestätisch, allwissend und vollkommen offenbart, aber er ist selbst auch Wahrheit, Leben, Licht, Liebe und Gerechtigkeit (2. Mose 15,11; Psalm 147,5; 1. Johannes 4,7-9+16)


2.JESUS CHRISTUS
Sowohl der Koran als auch die Bibel sprechen von Jesus, den Gott zu Israel gesandt hat. Koran und Bibel nennen ihn 'Christus'. Er wurde von einer Jungfrau Maria geboren und hat in Israel Wunder gewirkt. Er ist in den Himmel aufgefahren und wird am Ende der Tage noch einmal auf die Erde zurückkehren. Ihm werden einige der höchsten Ehrentitel unter allen Gesandten Gottes beigelegt.

Christen und Muslime glauben an Gott, den Muslime "Allah" ("der Gott") nennen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und den Schöpfer jedes einzelnen Menschen. Er allein ist allmächtig und hat seine Geschichte mit den Menschen, sowie seinen Willen in seinem Buch niedergelegt. Am Ende der Zeiten wird er alle Menschen im Gericht zur Verantwortung ziehen.

Islam
2.1. Der Titel "Christus" ("Messias") wird im Koran zwar als zusätzlicher Name für Jesus verwendet. Es bleibt jedoch unklar, was Muhammad darunter verstanden hat. Auch die Korankommentatoren vertreten unterschiedliche Ansichten. Jedenfalls hat der Titel "Christus" nicht die biblische Bedeutung des Retters und Gesalbten (3,45).
2.2. Jesus (im Koran: "Isa") wurde von Gott durch sein Wort ("Sei!") erschaffen und durch Gottes Macht in Maria versetzt. Er ist jedoch nur ein Mensch (3,59; 5,75; 5,116-117).
2.3. Jesus war nur ein Prophet, wenn auch einer der bedeutendsten Propheten der Geschichte. Er wurde von Maria, der Schwester Moses und Aarons unter einer Palme geboren (19,16-33). Größer als Jesus ist jedoch Muhammad, das "Siegel der Propheten" (33,40; 61,6). Muhammads Kommen wird schon im Alten Testament durch Mose und Jesaja und im Neuen Testament durch Jesus angekündigt (2,67 ff; 7,157).
2.4. Jesus wurde nicht gekreuzigt und ist nicht auferstanden. Eine Kreuzigung wäre eine schmachvolle Niederlage für ihn gewesen. Er hätte mit seinem Tod auch keine Erlösung erwirken können. Über sein Ende macht der Koran keine klaren Angaben. Wahrscheinlich entrückte Gott ihn vor seinen Feinden, und ein anderer wurde an seiner Stelle gekreuzigt. Die meisten Muslime glauben, daß Jesus jetzt im Himmel lebt (4,157-158).
2.5. Jesus war einer der Gesandten Gottes, der Israel vor dem drohenden Gericht warnen sollte. Er tat Wunder, heilte Kranke, erweckte Tote zum Leben und besaß übernatürliches Wissen (3,49; 5,112-114). Jesus wurde von Gott eine Schrift offenbart, das Evangelium (arab. injîl). Dennoch ist Jesus nur einer der Propheten, der von Muhammad als dem letzten Propehten der Geschichte an Bedeutung weit übertroffen wird. Jesu Aufgabe der Verkündigung unterschied sich grundsätztlich nicht von dem Auftrag Muhammads (33,56; 81,19-20).

Christentum
2.1. Der Titel "Christus" ("Messias") bedeutet der mit dem Heiligen Geist "Gesalbte" und vereint die alttestamentlichen Ämter des Priesters, des Propheten und des Königs auf den Sohn Gottes (Lukas 1,26-38; Lukas 3,21-22).
2.2. Jesus wurde vom Heiligen Geist in Maria gezeugt und ist wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich (Lukas 1,35).
2.3. Jesus kam als der im Alten Testament verheißene Erlöser und Retter in die Welt. Er wurde von Maria zur Regierungszeit des Herodes und zur Zeit der Römerherrschaft in Bethlehem in einem Stall geboren. Er ist als Sohn Gottes der höchste Prophet und kündigte das Kommen des Geistes Gottes als Tröster an (Johannes 14,16). Muhammad ist nicht in der Bibel angekündigt und entspricht nicht den biblischen Kriterien für einen Propheten Gottes (Apostelgeschichte 10,43).
2.4. Jesus starb nach dem Willen seines Vaters am Kreuz, er wurde ins Grab gelegt und stand am dritten Tag von den Toten auf. Er fuhr in den Himmel auf, wo er heute lebt und regiert. Durch seinen Tod errang er den Sieg über die Macht der Sünde und den ewigen Tod und erwirkte stellvertretend Erlösung und Errettung für die Verlorenen, die durch Jesu Tod nun Zugang zum Vater haben (1. Petrus 1,18-19; Epheser 2,18).
2.5. Über Jesus, den Sohn Gottes, der von Gott in die Welt gesandt wurde, um Menschen zu retten und von Schuld zu erlösen, berichtet das Neue Testament, der Schlußpunkt der Schriftoffenbarung Gottes. (Offenbarung 22,18-19). Jesu Wirken war ein beständiger Hinweis auf den himmlischen Vater und eine Einladung zur Errettung aus der verlorenen Welt (Apostelgeschichte 2,40; Philipper 2,95). Nach Erfüllung der Verheißung in Jesus Christus wird kein weiterer Prophet mehr erwartet.


3.SÜNDE, GLAUBE UND VERGEBUNG

Koran und Bibel betonen, daß es Gottes Willen entspricht, an ihn zu glauben und nach seinen Geboten zu leben. Vor Gott müssen sich alle Menschen verantworten. Weil sie Gott aber mißachteten und andere Götter verehrten, hat Gott den Menschen seine Gesandten geschickt, um sie vor seinem drohenden Gericht zu warnen. Diese Gesandten verkündeten Gottes Willen und Gebote. Übertritt ein Mensch diese Gebote und sündigt er, so kann ihm durch Gottes Barmherzigkeit Vergebung geschenkt werden. Für das Ende der Tage sprechen Bibel und Koran von ewiger Strafe und von ewigem Lohn.

Islam
3.1. Adam sündigte im Paradies, als er die von Gott verbotene Frucht aß. Der Mensch wurde dadurch aber nicht von seinem Schöpfer getrennt und zog auch nicht sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen in Mitleidenschaft: Im Islam gibt es keinen eigentlichen Sündenfall und keine Erbsünde. Der Tod ist nicht die Folge der Sünde (2,35-39).
3.2. Der Mensch ist stets in der Lage, sich zwischen dem Guten und dem Bösen zu entscheiden. Er kann gute Werke tun und durch das Einhalten der Gebote Gottes Gunst erhoffen. Wenn er jedoch gegen seine Gebote verstößt und sündigt, betrifft er ihn damit nicht. Er sündigt in erster Linie gegen sich selbst (7,19-25; 7,23).
3.3. Glaube bedeutet, Gottes Existenz anzuerkennen, sich ihm zu unterwerfen, ihm Dankbarkeit zu erweisen und zumindest die fünf Säulen des Islam zu befolgen (das Bekenntnis zu Gott, das fünfmal tägliche Gebet, das Fasten, die Almosen und die Pilgerfahrt nach Mekka). Zu den grundlegenden Glaubenslehren gehört außerdem der Glaube an das Prophetentum Muhammads, an das Gericht und das Leben nach dem Tod, an die Engel und die heiligen Bücher der Offenbarung (2,177).
3.4. Der reuige Sünder hofft auf Gottes Vergebung. Der Koran rühmt zwar immer wieder Gottes Barmherzigkeit und Gnade. Im Einzelfall hat der Sünder jedoch keine Gewißheit der Vergebung, ja im gegenwärtigen Leben auch keine Gewißheit, ob er nach seinem Tod ins Paradies eingehen darf. Gott ist zu allmächtig, als daß er auf sein Handeln eindeutig festzulegen wäre. Daher weiß keiner, ob seine guten Taten im Jüngsten Gericht ausreichen werden, um seine schlechten zu überwiegen. Nur die im Kampf für die Sache Gottes Gefallenen (Märtyrer) können den sofortigen Eingang ins Paradies erwarten (7,156; 3,31; 2,154; 47,4-6).

Christentum
3.1. Adam übertrat Gottes Gebot im Paradies und brachte damit die Sünde, den Tod und die Trennung von Gott für alle Menschen in die Welt. Versöhnung mit Gott ist nur durch Jesu Tod möglich (2. Korinther 5,18-19; Römer 3,20).
3.2. Der Mensch ist seit dem Sündenfall böse. Er kann von sich aus nichts tun, um vor Gott seine Schuld wieder gut zu machen. Der eigenmächtige Versuch, das Gesetz zu erfüllen, bringt ihn nur noch tiefer in die Sünde hinein. Seine einzelnen Sünden richten sich immer direkt gegen Gott (Römer 3,10-12+20; Psalm 51,6).
3.3. Glaube bedeutet, seine eigene Schuld und Verlorenheit einzusehen, Jesu Erlösung für sich anzunehmen und aus der Kraft des Heiligen Geistes nach Gottes Geboten zu leben (Apostelgeschichte 9,1-18). Das Evangelium ist die Frohe Botschaft von der Befreiung aus Sünde, Schuld und Tod. Diese Befreiung schenkt Vergebung und ewiges Leben (Titus 2,12; Römer 8,1; 1. Timotheus 1,16).
3.4. Der reuige Sünder weiß, daß Gott ihm Vergebung schenkt, denn Gott hat sich in seinem Wort eindeutig festgelegt (1. Johannes 1,9). Gottes Gerechtigkeit ist unwandelbar, deshalb muß er den Sünder bestrafen. Nur der, der sich auf Jesu Tod als Lösegeld zur Sündenvergebung beruft und Gottes Vergebung annimmt, dem schenkt er Vergebung und die Gewißheit des ewigen Lebens (Joh 1,12; 1. Johannes 3,1). Im Jüngsten Gericht kann ihn einzig seine Berufung auf Jesu Tod, nicht jedoch auf seine Werke retten (Epheser 2,8; Titus 3,5).


4.GOTTES WORT - HEILIGER GEIST

Muslime und Christen glauben, daß Gottes unverfälschtes Wort in seinem Buch niedergeschrieben ist. Es berichtet davon, wie Gott in der Vergangenheit mit Menschen seine Geschichte gemacht hat. Es gibt den Menschen heute Orientierung für ihr Leben und ihren Glauben.

Islam
4.1. Der Koran ist das reine unverfälschte Wort Gottes; eine getreue Abschrift der himmlischen Uroffenbarung. Die Schriften der Juden und Christen sind dagegen mit der Zeit verfälscht worden. Der Koran korrigiert die Schriften der Juden und Christen (das Alte und Neue Testament) dort, wo sie vom Koran abweichen (2,2; 2,97-98; 43,2-4; 2,83).
4.2. Der Koran ist Muhammad durch Vermittlung des Engels Gabriel direkt von Gott eingegeben worden ohne Beteiligung der Persönlichkeit Muhammads. Damit ist seine Unverfälschtheit garantiert (26,192-194).
4.3. Der Geist Gottes ist keine göttliche Person. Er ist nicht der "Tröster" der die Gläubigen im Gebet vor Gott vertritt, und er wirkt nicht an der Welt. Er deckt keine Sünde auf und bringt auch keine geistlichen Gaben und Früchte hervor.
4.4. Der Geist Gottes wirkte mit bei der Offenbarung der Schriften, die auf einzelne Männer herabgesandt wurden (auf Mose die Torah, auf David die Psalmen, auf Jesus das Evangelium und auf Muhammad der Koran) (16,102). Einzelne Personen (wie z. B. Jesus) wurden mit dem Geist gestärkt (2,87; 5,110), er ist aber nicht allen Gläubigen verheißen, um in ihnen zu wirken.

Christentum
4.1. Die Bibel ist Gottes zuverlässiges Wort. Der Heilige Geist überwachte ihre Niederschrift. Die Bibel wird nicht durch den Koran korrigiert. Sie bleibt in Ewigkeit Gottes gültiges Wort (Offenbarung 22,18). Da der Koran der Bibel an zentralen Punkten widerspricht, kann er nicht gleichzeitig eine Offenbarung Gottes sein.
4.2. Die Bibel ist von Gott "eingehaucht", die Persönlichkeit der verschiedenen Schreiber jedoch nicht ausgeschaltet; sie spiegelt sich deutlich in den einzelnen biblischen Büchern wider (2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 3,16).
4.3. Der Heilige Geist ist göttliche Person und gehört zur Dreieinigkeit. Er geht vom Vater und dem Sohn aus (Johannes 15,26; Galater 4,6). Er ist der von Jesus verheißene "Tröster", der den Betenden vor Gott vertritt, und er überführt die Welt von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht. In den Gläubigen bringt er Geistesgaben und Geistesfrüchte zur Entfaltung (1. Mose 1,26; Johannes 16,7-8; Römer 8,26; Galater 5,22).
4.4. Der Heilige Geist wirkte in den Schreibern des Alten und Neuen Testamentes. An Pfingsten wurde er über alles Fleisch ausgegossen. Er überführt Menschen von Sünde und Schuld (Johannes 16,8).


Zusammenfassung:

Zwischen Islam und Christentum ergeben sich also oberflächlich betrachtet einige Gemeinsamkeiten in den Aussagen über den Schöpfergott, das Jüngste Gericht, über das ewige Leben und den ewigen Tod. Gestalten aus dem Alten Testament wie Adam, Noah, Abraham, Mose, Hiob, David und Jona begegnen uns im Koran. Selbst Jesus Christus und der Heilige Geist werden dort erwähnt. Jesus Christus wird im Koran sogar als "Wort Gottes", "Geist Gottes" und "Messias" bezeichnet. Ähnliche Begriffe stehen jedoch nicht immer für gleiche Inhalte. Gerade an der Rolle Jesu Christi treten die wichtigsten Unterschiede zwischen Koran und Bibel zu Tage:

Während Jesus Christus nach biblischem Zeugnis nicht nur ein Prophet war, sondern Gottes einziger Sohn, lehnt der Koran diese Gottessohnschaft ab. Während nach alt und neutestamentlicher Aussage das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz notwendig waren, um Erlösung für die unter die Erbsünde Verkauften zu erwirken, lehnt der Koran die Kreuzigung Jesu, aber auch die Erbsünde und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen ab. Kreuzigung, Erlösung, Gottessohnschaft und Dreieinigkeit, Eckpfeiler biblischer Dogmatik, sind aus Sicht des Korans Verirrungen des Christentums, ja Gotteslästerung.

Nach dem Koran begehen Christen mit ihrem Glauben an die Dreieinigkeit (die nach dem Koran Vater, Sohn und Maria umfasst) die schlimmste Sünde überhaupt, die Sünde der Vielgötterei. Nach dem Koran gelangen nur diejenigen, die an Mohammed und den Koran als Wahrheit glauben, ins Paradies. Die Wahrheit der Bibel hingegen ist, dass nur diejenigen das ewige Leben erben werden, die an Jesus Christus als Sohn Gottes und sein stellvertretendes Opfer glauben."
Quelle: hier
Gruß und Segen Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Manfred01
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Der Weg zum Antichrist

Beitragvon Manfred01 » 18.06.2012 11:22

Zitat:
Zum Schluß beteten Christen und Moslems noch zusammen. Dabei war u.a. folgende Gebete zu hören: "Gib das wir uns aus Enge und Rechthaberei befreien. Hilf uns das wir eine Menschheitsfamilie werden. "

Was Wunder, wenn kein biblisches Evangelium mehr gilt und Jesus als der alleinige Weg zu Gott verkündigt wird.

Dieses Verhalten - gemeinsame Gottesdienste mit Muslimen zu halten - ist wie eine Schraube, die irgendwann damit endet, daß es nur noch eine anerkannte Religion geben wird, unter dem, den die Bibel Antichrist nennt.

Liebe Grüße
Manfred

1Jo.2/18 Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, daß es die letzte Stunde ist.
1Jo.2/22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
1.Kor.14. 26: Lasset alles geschehen zur Auferbauung.

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Beitragvon Servant » 18.06.2012 16:51

Manfred hat geschrieben:Zitat:
Zum Schluß beteten Christen und Moslems noch zusammen. Dabei war u.a. folgende Gebete zu hören: "Gib das wir uns aus Enge und Rechthaberei befreien. Hilf uns das wir eine Menschheitsfamilie werden. "

Was Wunder, wenn kein biblisches Evangelium mehr gilt und Jesus als der alleinige Weg zu Gott verkündigt wird.

Dieses Verhalten - gemeinsame Gottesdienste mit Muslimen zu halten - ist wie eine Schraube, die irgendwann damit endet, daß es nur noch eine anerkannte Religion geben wird, unter dem, den die Bibel Antichrist nennt.

Liebe Grüße
Manfred

1Jo.2/18 Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen aufgetreten; daher wissen wir, daß es die letzte Stunde ist.

1Jo.2/22 Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.



Amen

Ein ernstzunehmendes Wort und eine Ernste Mahnung ... so wird es kommen, da sie die Liebe zur Wahrheit nicht geglaubt haben.

Den Bergleuten wünsche ich von Herzen, das sie dem Evangelium Jesu Christi glauben. Johannes 3, 16-18

Liebe Grüße,
Arne
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Servant » 18.06.2012 19:16

Hallo Joschie,

den Vergleich mit dem Wasser u. dem Öl fand ich auch recht passend.

Liebe Grüße,
Arne
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Servant » 18.06.2012 19:41

Hier auch einige andere Aussagen, die berücksichtigt werden sollten ...

Der historische Allah

Wer ist Allah? Der Name „Allah“ taucht auf, lange bevor Mohammed den Islam empfing und seinen gewaltsamen „Feldzug“ in Arabien im frühen 7. Jahrhundert begann, indem er Ungläubige massakrierte und deren Land einnahm. Im vorislamischen Arabien gab es zuhauf archäologische Inschriften mit dem Namen „Allah“. Allah war eine der 400 Gottheiten, Dämonen oder Dschinns, die die heidnischen Araber verehrten. Im vorislamischen Mekka war Allah die Hauptgottheit vor anderen, die man am berühmten Schwarzen Stein oder Würfel anbetete (im Arabischen als Kaaba bekannt) und an zahlreichen ähnlichen Steinstätten heidnischer Anbetung in Arabien. Auch nannte man Mohammeds nichtmuslimischen Vater Abdallah („Sklave Allahs“), was in diesem Fall der vorislamische, arabisch-heidnische Gott war. Es gibt Überlegungen, ob Allah der von den Arabern angebetete Mondgott war, doch wird dies vehement von Muslimen abgestritten.

Es sieht dann so aus, als wäre Allah erst zum Islam „konvertiert“, nachdem Mohammed ihn von seinen heidnischen Nachbarn hinzuwählte. Mehrere andere heidnische Praktiken der vorislamischen Kultur, inklusive der Hadsch oder der Pilgerreise nach Mekka, die Verehrung der Kaaba, das Ritual der Steinigung dreier Säulen, die den Teufel repräsentieren, und weitere, wurden ebenfalls integriert. Diese Elemente finden sich noch heute im Islam.

Da wichtige Grundzüge des Islam, insbesondere die zentrale Gottheit, aus einem heidnischen Milieu stammen, ist dies ein triftiger Grund abzulehnen, dass Allah der Gott der Bibel ist. Doch gibt es noch weiteres Grundlegendes, das aus jüdischer Sicht Allah sehr anders als Gott erscheinen lässt.

Quelle: Distomos

Es ist wichtig beim lesen des Artikels eines zu Beachten, denn das wird nicht erwähnt, leider - erst die Erlösten in Jesus Christus, können Gott ihren Vater nennen.

Lese Epheser Kapitel 2, 1-3 - Die Stellung der Menschen die noch nicht erlöst sind u- die Stellung der Kinder Gottes

Also vorher u. nacher

1 – auch euch, die ihr tot wart durch Übertretungen und Sünden, 2 in denen ihr einst gelebt habt nach dem Lauf dieser Welt[1], gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams[2] wirkt; 3 unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen[3] des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren von Natur Kinder des Zorns, wie auch die anderen.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Servant » 18.06.2012 21:35

Unser Erlöser hat einen Namen, der über allen Namen ist - "Jesus Christus"

Phil. 2, 6 der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich[2] zu sein; 7 sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen[3]; 8 und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. 9 Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, 11 und alle Zungen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

1. Petr. 2, 4 Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, 5 so laßt auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig[2] sind durch Jesus Christus. 6 Darum steht auch in der Schrift: »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, soll nicht zuschanden werden«.[3]
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die aber, die sich weigern zu glauben, gilt: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, gerade der ist zum Eckstein geworden«, 8 ein »Stein des Anstoßens« und ein »Fels des Ärgernisses«.[4] Weil sie sich weigern, dem Wort zu glauben, nehmen sie Anstoß, wozu sie auch bestimmt sind.
9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden[5] dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht 10 – euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid.


Nimm dir auch die Zeit für den Kollosserbiref :)

Jeremia 23,29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?

Jesus Christus, das Wort Gottes - ist das Lamm Gottes unser Erlöser :)
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

Der Pilgrim
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Beitragvon Der Pilgrim » 18.06.2012 22:11

Servant hat geschrieben:Hier auch einige andere Aussagen, die berücksichtigt werden sollten ...

Der historische Allah

Wer ist Allah? Der Name „Allah“ taucht auf, lange bevor Mohammed den Islam empfing und seinen gewaltsamen „Feldzug“ in Arabien im frühen 7. Jahrhundert begann, indem er Ungläubige massakrierte und deren Land einnahm. Im vorislamischen Arabien gab es zuhauf archäologische Inschriften mit dem Namen „Allah“. Allah war eine der 400 Gottheiten, Dämonen oder Dschinns, die die heidnischen Araber verehrten. Im vorislamischen Mekka war Allah die Hauptgottheit vor anderen, die man am berühmten Schwarzen Stein oder Würfel anbetete (im Arabischen als Kaaba bekannt) und an zahlreichen ähnlichen Steinstätten heidnischer Anbetung in Arabien. Auch nannte man Mohammeds nichtmuslimischen Vater Abdallah („Sklave Allahs“), was in diesem Fall der vorislamische, arabisch-heidnische Gott war. Es gibt Überlegungen, ob Allah der von den Arabern angebetete Mondgott war, doch wird dies vehement von Muslimen abgestritten.


Hallo Servant!
Obgleich ich dir in vielen Punkten, die du in der Diskussion angeführt hast, absolut zustimmen kann, muss ich hier kurz mal einhaken, weil mir dieses Zitat etwas unsachgemäß erscheint. Dass der Begriff "Allah" auch schon in vorislamischer Zeit verwendet wurde, ist denke ich (fast) allgemein anerkannt und erwiesen. Die Parallele zum hebräischen Gottesnamen "El"/"Elohim" ist aber etymologisch ebenso nachweisbar. Es ist denke ich also auch aus christlicher Sicht nicht ratsam, den Begriff "Allah" sofort mit einem Dämonen in Verbindung zu setzen. Christen im arabischsprachigen Raum, bspw in Ägypten benutzen auch das Wort "Allah", es ist also lediglich die arabische Version von unserem Begriff Gott.
Und wenn man Allah historisch-etymologisch auf vorislamische Götzen zurückführt, dann müsste man aber genauso anerkennen, dass das deutsche Wort "Gott", indogermanischen Ursprungs, ursprünglich, also in vorchristlicher Zeit, ebenfalls auf Götzen und pagane Gottheiten angewand wurde. Das ist jedoch kein Grund, es heute nicht zu verwenden, weil wir, wenn wir es verwenden, ja wissen, dass wir im deutschen Sprachraum heutzutage den christlichen Gott damit bezeichnen (wobei ich zugeben muss, dass dies natürlich auch nicht immer gewährleistet ist)
Wollte ich nur gesagt haben, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass solche Argumente, obwohl sie erstmal gut klingen, eben schnell nach hinten los gehen können :wink:
Mit freundlichen Grüßen,
Simon
Simon W.


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