"Jesus liebt mich" Blasphemie im Kino

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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lutz
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Beitragvon lutz » 09.12.2012 21:11

Hallo Andreas, hallo Servant,

jetzt habe ich mir doch auch einmal die ein oder andere Information im Netz dazu besorgt.
Dass es sich um einen realen Film handelt, ziehe ich nicht in Zweifel und die Werbemaschinerie läuft sehr breitflächig (Kinoinfos, Deutsche Bahn, Bravo, Freundin, Humanistischer Verband Deutschlands ….).
Die Wahrscheinlichkeit, dass im eigenen Umfeld tatsächlich jemand den Film sehen wird – gar nicht mal so klein, denke ich.

Hier mal stellvertretend noch einige Auszüge:
http://www.kino.de/kinofilm/jesus-liebt-mich/130199
... Der junge Jeshua allerdings, der sich in ihren Heimatort verirrt hat, gibt Anlass zur Hoffnung. Er ist ansehnlich, sanft, selbstlos und gütig, doch leider nicht in romantischer Mission unterwegs. Denn Jeshua ist tatsächlich Gottes Sohn, der kurz vor der Apokalypse die Menschen noch einmal auf Restbestände von Humanität überprüfen soll.


http://www.film-zeit.de/Film/22897/JESU ... CH/Inhalt/
…Doch diesmal scheint zumindest auf den ersten Blick alles anders: Sie hat den aus Palästina stammenden Zimmermann Jeshua (Florian David Fitz) kennengelernt und dieser ist tatsächlich nicht wie die anderen Männer. Jeshu zeichnet sich durch Einfühlsamkeit und Aufmerksamkeit aus - und gut aussehen tut er auch noch.
Doch irgendwas ist dennoch komisch. Jeshua hat so merkwürdige Angewohnheiten wie fremden Menschen die Füße zu waschen und einen Frisör scheint er auch nicht zu kennen. Außerdem weiht Jeshua Marie in ein Geheimnis ein: Er muss einen Weltuntergang vorbereiten - und zwar für den nächsten Dienstag. Langsam fragt sich Marie, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat...


http://www.hvd-bb.de/veranstaltungen/jesus-liebt-mich
(Humanistischer Verband Deutschlands)
ist eine deutsche Komödie, die auf amüsantem Niveau mit dem Thema Religion spielt.


anderweitig auch als „sympathische Komödie“ bezeichnet.

Der Hauptdarsteller ist zugleich Drehbuchautor und Regisseur und außerdem nicht gerade „erfolglos“ in seiner Tätigkeit. Interviews mit ihm können gelesen werden.
Die Besetzung (Schauspieler) wird als „hochkarätig“ eingestuft. …

Es ist tatsächlich so, dass dieses Material mehr als ausreichend ist um sich ein Bild vom ganzen Film zu machen.
Andreas muss ich zustimmen – auch ich kann mich an den Rummel um das „Leben des …“ bzw. „Versuchung Christi“ erinnern. Verschwunden sind sie beide nicht …
Wir können uns sicher auch alle an Plaktatproteste, TV-werbungsproteste, Theateraufführungsproteste …. erinnern – ob nun als aktiver „Protestler“ oder/und „Beter“ oder …

L. Gassmann hat auf seiner Seite Hilfestellungen und Ermutigung (er verweist auf eine andere Aktion) für einen Protest bzw. für einen Umgang damit angeboten. Ganz bewusst schreibe ich „angeboten“, denn man kann bei ihm ganz deutlich davon lesen: „wie Christen darauf reagieren könnten“.
Der Christ, der sich auch als Staatsbürger begreift, hat durchaus vom Staat garantierte Rechte und es ist nicht verboten, diese auszuüben. Natürlich muss alles Tun die Frage: „würdig des Evangeliums?“ passieren. Einfach mal drauf los, kann nicht sein. Es geht nicht darum Kinobesitzer zu steinigen. Es ist aber legitim Kinobesitzer als „Dienstleister“ zu begreifen und insofern ist es legitim „Dienste“ unter gewissen Bedingungen nicht anzunehmen bzw. „Dienste“ zu fördern. Ähnlich wäre es mit „Produktanbietern“, die „eigenartige“ Werbestrategien fahren … Auf die Idee, dass ich mit dem Kauf eines Produktes „Verkäuferbestechung“ betreibe, wäre ich jetzt nicht gekommen…
Es gibt Christen, die sich hier engagieren wollen. Dann ist es hilfreich Möglichkeiten gezeigt zu bekommen – anstatt irgendwie drauf los zu verfahren …
Insofern geht es hier schon darum: erst überlegen, dann handeln.

Es ist aber falsch solches Engagement jedem Christen mit einer Selbstverpflichtung abzuringen … Wir haben keine Uniformität im Einzelengagement. Was für den einen jetzt so und nicht anders dran ist – sieht für den anderen unter demselben Handlungsprinzip ganz anders aus.

Gebet und Aktion sehe ich gar nicht so getrennt. Selbst der, der „nur“ betet ist aktiv und Gott lenkt Seine Welt auf bestimmten Wegen. Friedliche Proteste, die Böses aufhalten – für mich kein zwangsläufiges Ergebnis eines friedlichen Protestes, wenn man an blutiges Niederschlagen denkt. Es gibt eigentlich viel praktisches Gebet, das Handeln Anderer im Blick hat …

Lutz

PS:
Im Newsticker bei idea was Ähnliches (nur aus dem Raum „Kirche“):
http://www.idea.de/detail/newsticker.ht ... d%5D=20783

Anderweitig kann man lesen:
Schlagzeile: Die evangelische Kirche in Hamburg prämierte die besten Bilderzählungen der biblischen Geschichte …. Titel: „Der liebe Gott backt sich einen Sohn“…
Um Nachfragen gleich zuvorzukommen, eine Kostprobe ist im Netz tatsächlich einzusehen … Den Link möchte ich mir aber hier sparen und der Titel ist aussagekräftig genug. Mir kommt natürlich der Gedanke, dass dasselbe Prinzip auch in dem Falle angewendet werden kann…

Gast

Beitragvon Gast » 11.12.2012 21:25

Hallo Servant,

in unserer Grundeinstellung sind wir vielleicht gar nicht so weit weg voneinander - nur im Blickwinkel. Als ehemaliger Linker des Autonomen Blocks weiss ich um die Wirkungslosigkeit von Demonstrationen, von Diskussionen vor den Veranstaltungsorten und ähnlichen Aktionen. Als Christ weiß ich um die Wirksamkeit des Gebetes.

Als Staatsbürger weiss ich, dass ich das Recht habe, mich zur Wehr zu setzen. Als Christ bin ich bereit, auch die andere Wange hinzuhalten. Beides schließt sich nicht aus.

Und dennoch: Ich finde in der Bibel keinen Hinweis darauf, dass wir für die Ehre Gottes auf die Straße gehen sollen. In mir sträubt sich alles, wenn ich einen Kinobesitzer dafür belohnen soll, dass ich im Internet für ihn Werbung mache, weil er auf die Ausstrahlung dieses Machwerks verzichtet - und dafür einen Film aufnimmt, in dem Menschen zerstückelt, Frauen vergewaltigt oder auch nur Ehen gebrochen werden. Nein, das kann ich als Christ eben nicht gut heißen.

Was meine Kritik am "Aktionismus" angeht: Eine der wesentlichen Kritiken Luthers an der römischen Kirche war, dass sie aus falsch verstandenen Gründen die Gottes"dienste" so weit ausgedehnt haben, dass sie dem Willen Gottes widersprachen. So wie die Juden zur Zeit Jesu und bis heute legten sie einen Zaun rund um Gottes Gebote, bis dieser Zaun selber den Namen von "Gottes Willen" bekam und ein neuer Zaun darum gelegt werden sollte.

Hinzu kam bei der katholischen Kirche, dass sie fremdes Feuer auf den Altar Gottes holten - und auch da sehe ich bei diesen Aktionen deutliche Parallelen. "Fremdes Feuer" ist alles, was Gott in seinem Wort nicht eindeutig geboten hat - und bis jetzt hat mir eben niemand zeigen können, wo Gott gebietet, gegen die Gottlosigkeit einer gefallenen Welt anders vorzugehen als durch Gebet und Verkündigung seines Wortes. Alle anderen Aktionen mögen gut gemeint sein - sie sind meiner Meinung, meinem Glauben nach fremdes Feuer.

Ich verstehe Deinen Unmut bei solchen Filmen - mir geht es nicht anders. Nur ist meine Konsequenz, dass ich diesen Film meide - und ihn auch nicht durch Demonstrationen aufwerte. Meinen Glauben kann ich auch anders bezeugen als durch solche Demonstrationen.

Du schreibst: "Ist unser Herr nicht ganz anders wie im Film dargestellt?" ich muss sagen: Ich kann das nicht beurteilen, da ich den Film nicht gesehen habe.

Ja, ich habe Ppaulus zitiert. Ja, er geriet außer sich, als er die Greuel sah - und er zeigte dies auch den Geschwistern, die bei ihm waren. ABER - und dieses ABER müsste man in Riesenbuchstaben schreiben - er zeigte diese Empörung nicht den Menschen, die er erreichen wollte. Denen kam er in der Sprache entgegen, die sie verstanden - er benutzte die Greuel, um ihnen von Jesus zu erzählen. Er nimmt eine Geschichte über einen der toten Götzen und deutet sie auf Jesus. Der Satz " fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. 17,28 Denn in ihm leben, weben und sind wir;" ist aus einem Theaterstück des Aischylos und dort auf den Götzen Jupiter geschrieben. Er hat eben nicht gegen das Theaterstück, gegen den Götzendienst demonstriert - obwohl dies zu seiner Zeit ebenso üblich und zulässig war wie heute (siehe z.B. die Ereignisse in Ephesus). Er hat beides instrumentalisiert - und genau das geschieht nicht durch Demonstrationen. Im Gegenteil: Je heftiger die Demonstrationen sein werden, um so mehr spielen wir den Gegnern des Glaubens in die Hände. Ich sehe schon heute die Schlagzeilen, in denen die Demonstranten mit den fanatischen Horden der Mohammedaner in Verbindung gebracht werden, die gegen einen Film, in dem deren "Prophet" angegriffen würde, mit Gewalt vorgingen.

Gerade aus Gottesfurcht möchte ich die Mittel einsetzen, die Gott uns zu nutzen geboten hat - Gebet und Gottvertrauen.

Ein Letztes: Du kritisierst "Soziale Aktionen, bei denen es nicht mehr um das Seelenheil der Menschen geht" als Aktionismus. An dieser einen Stelle gehe ich mit Dir nicht konform. Ich sehe in Matthäus 25, 33-46 sehr wohl die Aufforderung zu sozialen Aktionen, auch ohne den Hintergedanken der Mission. Ich sehe in Jesu Aussage, dass wir allezeit Arme bei uns haben werden, um die wir uns kümmern sollen, sehr wohl eine Aufforderung zu tätiger Nächstenliebe. Damit mache ich nicht die Welt besser, schaffe kein Utopia - aber ich helfe einem Menschen.

Der Jesus der Bibel liebte die Menschen um sich herum - kannst Du ihn Dir vorstellen bei einer solchen Demonstration? Ich kann mir Petrus vorstellen, die Boanerges und die meisten der anderen Jünger - komischerweise aber eben nicht Jesus. Und wo immer die Jünger sich für seine Ehre aufregten, bremste er sie. Sollte uns das nicht zu denken geben?

Und ein Allerletztes: Ich liebe Dich, Arne. Ich sehe, worum es Dir geht, dass es die Liebe zu unserem Herrn und Heiland ist, die Dich eifern lässt. Und auch wenn ich anderer Meinung als Du bin, glaube ich nicht, über Dir zu stehen. Wahrscheinlich werden wir beide eines Tages nebeneinander vor unserem Herrn knieen, und er wird uns beiden wohl den Kopf waschen wegen der Art, wie wir manchmal miteinander umgehen. Deshalb wollte ich das auch einmal sagen - offen und für alle lesbar. Du bist ein toller, wertvoller, von Gott geliebter Bruder. Und dafür danke ich ihm - auch wenn wir uns bestimmt noch öfter in die Haare geraten.

lutz
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Beitragvon lutz » 12.12.2012 19:26

Andreas hat Folgendes geschrieben:
Je heftiger die Demonstrationen sein werden, um so mehr spielen wir den Gegnern des Glaubens in die Hände. Ich sehe schon heute die Schlagzeilen, in denen die Demonstranten mit den fanatischen Horden der Mohammedaner in Verbindung gebracht werden, die gegen einen Film, in dem deren "Prophet" angegriffen würde, mit Gewalt vorgingen.


Langsam habe ich den Eindruck, dass sich die Assoziation „Demonstration auf der Straße“ erheblich verselbständigt.
Deswegen an der Stelle folgender Hinweis von mir:
Bei Gassmann (darauf wird ja im Eingangsbeitrag Bezug genommen) finde ich keine „Demonstration auf der Straße“.
Bei Gassmann finde ich ein „nach draußen“ gehen wie:
mit dem Kinobesitzer reden, Traktate verteilen in der Nähe des Kinos.
Gassmann fragt an wegen einer Internetaktion „blasphemiefreies Kino“.


Nun kann ich nichts Schlimmes finden, wenn Kinobesitzer öffentlich gewürdigt werden, die den Film nicht zeigen obwohl er für die „Kasse“ einträglich wäre. Diese eine Tat aber in Verbindung mit „blasphemiefreies Kino“ zu bringen, halte ich auch für überzogen und irreführend.
Damit eine Werbung für alle anderen Filme dieses Kinos zu verbinden, ist nicht minder überzogen und irreführend. Es darf nicht vergessen werden, dass es ein L. Gassmann ist, der hier Vorschläge unterbreitet.
Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass zu wenige Informationen zu einer solchen Aktion vorliegen. Von einer Idee zur Umsetzung ist ja noch einmal ein ganzes Stück Weg.
Abgesehen davon eine Petition verstehe ich nach wie vor als eine Bittschrift, nicht als „unverschämte Forderung im Sinne eines Herrscherstils“.

Außerdem bin ich der Ansicht, dass weder der eine noch der andere letztlich im Schweigen verharrt, wenn die Thematik (Filmtitel) zur Sprache kommt.
Insofern ist es doch sehr nützlich, sich jetzt bereits Gedanken darüber zu machen, wie man dann letztlich Position beziehen kann. Die Inhaltsbeschreibungen des Films sind bereits so detailliert, dass es möglich ist konkret zu werden.
Und eine Position dürfte man von „Christen“ auch erwarten, denn die Inhalte des Films sind unzweifelhaft eine direkte Anspielung auf den Christus der Christen. Ein „Schweigen“ bzgl. des wirklichen Sohnes Gottes wäre irgendwie unpassend.

Paulus und sein Handeln (Apg.) in die Überlegungen einfließen zu lassen, halte ich auch für eine sehr gute Idee. Man muss nur aufpassen, dass man hier nicht überzieht (wir sind keine Paulusse, die historischen Situationen bleiben einmalig im Detail …).
So bspw.: „Er besprach sich in der Synagoge …. ebenso auf dem Markte Tag für Tag mit denen, die er dort gerade antraf.“ (Apg. 17, 17)
„So nahmen sie ihn denn mit sich, führten ihn auf den …“ (Apg. 17, 19)
Auch das Ende bemerkenswert – Apg. 17, 32. 33.
Von einem Paulus kann man keinesfalls lernen, wie man Spott mit „Gegenspott“ beantwortet …

Der Silberschmied in Ephesus berief eine Versammlung ein und seine Anklage lautete:
„… dieser Paulus nicht nur hier in Ephesus … viele Leute durch sein Gerede betört hat, indem er ihnen vorhält, das seien keine Götter, die von Menschenhänden angefertigt würden.“ (Apg. 19, 26)
Dazu kommt noch Erwerbsminderung, die völlige Missachtung der Göttin Artemis.
Diese Versammlung in dem Theater „war ein Wirrwarr; die meisten wussten überhaupt nicht, weswegen man zusammengekommen war.“ (Apg. 19, 32)
Dem Stadtschreiber gelingt es, die Menge in dem Theater zu beruhigen. Interessant, was er sagt: „Ihr Männer von Ephesus! wo gibt es wohl in der ganzen Welt einen Menschen, der nicht wüsste, dass die Stadt Ephesus die Tempelhüterin der großen Artemis und … ? Da dies also eine unbestreitbare Tatsache ist, solltet ihr euch ja ruhig verhalten und nichts Übereiltes tun. Ihr habt ja doch diese Männer hierher gebracht, die weder Tempelräuber sind noch unsere Göttin lästern. Wenn nun Demetrius und …“ (Apg. 19, 35 ff.).
Hier kann man indirekt schlussfolgern, was ein Paulus eben alles nicht getan hat, vorausgesetzt der Stadtschreiber spricht die Wahrheit …

Also ich kann nicht sehen, dass L. Gassmann mit seinen Vorschlägen gravierend daneben liegt. Ob man nun persönlich diese Vorschläge annimmt oder nicht, spielt doch dabei erst einmal keine Rolle.
Eine andere Perspektive wäre auch zu erwägen:
Meine persönliche Position habe ich, wie sieht es jetzt aber in Betreff meiner Glaubensgeschwister (vorausgesetzt also der gleiche Sohn Gottes, der gleiche Christus) aus?
Die eigenen Glaubensgeschwister zu entmutigen (ob nun indem man Aktion gegen Gebet setzt oder Gottvertrauen gegen Aktion), ist sicher nicht das wünschenswerte Ziel.

Lutz

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albra-hdh
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Beitragvon albra-hdh » 12.12.2012 19:50

Ich habe diesen Text jetzt mal sinnfrei aus einem anderen Forum genommen, wo ich aktiv bin.

Gruß Alex

---

"Jesus liebt mich!" - Filmstart am 20.12.
Gesendet von: "Alexander vom Stein" alexander.vomstein@bayer.com
Die 11. Dez 2012 9:33
Liebe Freunde und Mitkämpfer,

zum Filmstart von "Jesus liebt mich" am 20.12 in den deutschen Kinos möchten wir die Gelegenheit nutzen, um die wahre Botschaft der Liebe Jesu weiter zu geben. Der Film ist sehr blasphemisch und pervertiert viele Botschaften der Bibel schonungslos.

Statt diesen Film zu ignorieren oder dagegen zu wettern, möchten wir die Situation nutzen und die wahre Botschaft der Bibel weitergeben.
Dazu wurde ein Flyer entworfen, der schlicht und einfach das Evangelium enthält. Es wird darin auch auf eine Homepage hingewiesen, auf welcher
die Botschaft noch einmal detailliert stehen wird. Außerdem versuchen wir Bücher anzubieten.
Die Homepage wird spätestens am 16.12 online gehen.
Den Druck und Versand der Flyer übernimmt der CLV. Der Flyer kann ab sofort auf clv.de<http://www.clv.de/Buecher/Traktate/Evangelistische-Traktate/Jesus-lieb...> bestellt werden.
Die Homepage ist in Bearbeitung, kann aber teilweise jetzt schon benutzt werden. Homepage<http://jesusliebtdich-wirklich.de/>
Bei Fragen wendet euch bitte an info@jesusliebtdich-wirklich.de<mailto:info@jesusliebtdich-wirklich.de>
Auf der Homepage könnt ihr euch unter Mitmachen<http://jesusliebtdich-wirklich.de/mitmachen/> noch Informationen abrufen und eine OrgaCheckList downloaden. Es wäre super, wenn ihr euch auf dieser Seite registriert, damit wir einen Überblick bekommen. Das ist aber absolut freiwillig.

Unsere Bitte

Wir bitten euch, selber hinzugehen und diesen Flyer vor den Kinos zu verteilen. Wir bieten euch hierzu den Flyer kostenlos an. Motiviert eure Jugendgruppen und Gemeinden. Organisiert euch selbst und gebt bitte diese Information gezielt an andere Geschwister weiter!
Nutzt besonders die erste Woche der Filmlaufzeit, aber auch die Zeit danach. Wir wollen diesen Film weder angreifen noch Gottes Anwälte spielen, sondern die Fluchenden segnen, wie der Herr es uns aufgetragen hat.

Nutzt diese Woche um euch vorzubereiten und andere Leute zu informieren.
Wir bitten euch mitzumachen, damit dieses Weihnachten, eine wahre Weih-Nacht wird, wo viele sich dem Einen weihen.

... und seid stark, alles Volk des Landes, spricht der Herr, und arbeitet! Denn ich bin mit euch spricht der Herr der Heerscharen. ... . Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Noch einmal, eine kurze Zeit ist es, da werde ich die Himmel erschüttern und die Erde und das Meer und das Trockene.
Haggai 2,4b - 6

Liebste Grüße und
seid eines Sinnes, seid in Frieden,
und der Gott der Liebe und des Friedens wird mit euch sein.

i.A. Alexander vom Stein
Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. 1. Chronik 29,17

Servant
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Beitragvon Servant » 12.12.2012 20:52

Hallo Lutz,

Abgesehen davon eine Petition verstehe ich nach wie vor als eine Bittschrift, nicht als „unverschämte Forderung im Sinne eines Herrscherstils“.


So verstehe ich das auch.

Ich würde gern noch etwas dazu schreiben, jedoch muss das noch warten, leider. :-)
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 13.12.2012 16:54

Hallo Ihr!
Bei Themen wie dieses stelle ich mir immer öfter die Frage von Sinn oder Unsinn von Apologetik heute! Bei durchlesen von Beiträgen in ganz verschiedenen Blogs/Seiten ist mir aufgefallen das so manch ein Autor si seine bestimmten Lieblingsthemen hat wie z.B.: Calvinismus, Charismatik, Emerging Church, Interreligiöse Globalisierung, Katholizismus, Mystik oder Neue Weltordnung. Zu meinen erstaunen kommt das Thema " Das Christen weltweit bedroht, diskriminiert und ermordet werden" in diesen Blogs/Seiten doch sehr selten vor. Dieses ist für mich doch um so erstaunlicher, weil dieses Thema sogar in der Tagespresse Beachtung finden.
Doch zurück zur Apologetik, die klassische Stelle zur Begründung der christlichen Apologetik findet sich in 1. Petr 3,15 f:
15 sondern haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig! Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, 16 aber mit Sanftmut und Ehrerbietung! Und habt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden, worin euch Übles nachgeredet wird.

Zum besseren Verständnis:
"Aber den Herrn Christus heiligt (hagiaste) in euren Herzen, immer bereit zur Verteidigung/Verantwortung (apologian) gegenüber jedem, der von euch Rechenschaft/ein Wort (logon) fordert über die Hoffnung (elpidos), die in euch ist, und das mit Sanftmut (prautetos) und (Gottes-)Furcht (phobou), ein gutes Gewissen habend, damit, worin ihr verleumdet werdet, die zuschanden werden, die euren guten Wandel (agathen anastrophen) in Christus schmähen."

Dieses Wort ist ursprünglich an die bedrängte Gemeinde in der Zerstreuung gerichtet. In dieser Situation wird den Gläubigen mitgeteilt, wie sie sich verhalten können, um die Verleumdungen der Verfolger zu widerlegen und denen Antwort zu geben, die sie nach ihrem Glauben fragen. Hier sind die zwei klassischen Ziele der Apologetik aller Zeiten enthalten: Verteidigung des Glaubens und Verkündigung des Evangeliums. Die Voraussetzung dafür ist die "Heiligung des Herrn Jesus in den Herzen": Die innige Gemeinschaft mit ihm, die völlige Hingabe an ihn, die allein Kraft zum Bekenntnis und guten Wandel schenkt und die Menschenfurcht überwinden kann. Wo diese innige Gemeinschaft mit dem Herrn besteht, spüren die Mitmenschen den Christen die Hoffnung ab, die in ihnen ist, und fragen sie nach dem Grund dieser Hoffnung: nach Jesus Christus. Hier wird der untrennbare Zusammenhang zwischen Lehre und Leben betont. Einerseits steht am Anfang nicht die Lehre, sondern das Leben: Die Mitmenschen werden angesichts des Lebenswandels und der Ausstrahlung der Christen neugierig und möchten mehr über die Hintergründe wissen. Andererseits steht aber auch die Lehre am Anfang; denn die Hoffnung, die in den Gläubigen ist, beruht auf der Überlieferung von Jesus Christus und seinem Erlösungswerk in Kreuzestod und Auferstehung. So gehen Lehre und Leben miteinander Hand in Hand. Wie soll nun die Lehre weitervermittelt werden? In Sanftmut und Gottesfurcht .
"In Sanftmut" bedeutet: nicht in Hochmut und pharisäischem Überlegenheitsgefühl, nicht in Übermut und Aufdringlichkeit, nicht in Unmut und Lieblosigkeit, sondern demütig, zurückhaltend und in Liebe. "In Gottesfurcht" bedeutet: nicht in Kleinmut und Menschenfurcht, sondern im Vertrauen auf das Wirken und die Kraft des Herrn. Quelle

Für mich persönlich ist die entscheidene Stelle: immer bereit zur Verteidigung/Verantwortung (apologian) gegenüber jedem, der von euch Rechenschaft/ein Wort (logon) fordert über die Hoffnung (elpidos), die in euch ist Ich verstehe diese Bibelstelle so das Wir auf die Fragen, die uns wegen unseres Glaubens/Hoffnung gestellt werden, darauf Rechenschaft über unsern Glauben geben und ihn so Verteidigen/Verantworten und nicht Umgekehrt!
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

Gast

Beitragvon Gast » 13.12.2012 23:19

Danke für den Text, Joschie. Ich verstehe diesen Text so: Wenn Menschen Dich nach Deinem Glauben fragen, so gib Rechenschaft ab. Wenn das Gespräch auf den Glauben kommt, so bezieh ruhig und sachlich Stellung.

<ironie>
In manchen christlichen Kreisen kommt es mir jedoch eher so vor, als ob da stünde: Schlag jedem Bibelverse um die Ohren, ob es passt oder nicht. Setze Deine Erkenntnis als die einzig wahre und richtige, und mach jeden platt, der anders zu glauben wagt. Nerv die Leute so lange, bis sie sich bekehren, um Ruhe vor Dir zu haben.

</ironie>

Was mir im Augenblick fehlt, ist die biblische Begründung für die von Lothar Gassmann vorgeschlagene und von manchen hier propagierte Vorgehensweise. Ich finde im NT weder eine Aufforderung, in vergleichbaren Situationen so vorzugehen, noch finde ich ein biblisches Beispiel im Neuen Testament.

Und wann immer ich danach frage, wird dieser Aspekt ignoriert.

Was mir auch fehlt, ist das "prüfet alles". Wie gesagt, der Film soll am 20.12. ins Kino kommen (ich glaube noch immer nicht wirklich daran), das heißt, bis auf einen Trailer, der eher kitschig und weniger gotteslästerlich ist, hat niemand ihn hier gesehen - doch das Verdammungsurteil ist schon gesprochen.

@Lutz:

Nehmen wir an, ein Kinobesitzer zeigt diesen Film nicht, dafür aber einen Porno oder einen Film, der Abtreibung als positiv darstellt. Sollte man ihn deshalb "öffentlich würdigen"? Zugegeben, es gab in der letzten Zeit einige gute Filme - aber eben doch mehr Schund.

Du sprichst von einem Schweigen "der Christen". Abgesehen davon, dass mir der Begriff "der Christen" hier zu schwammig ist, frage ich auch Dich: Wo siehst Du in der Bibel die Aufforderung, zu jedwedem vermeintlich oder tatsächlich blasphämischen Furz der Welt gleich das fromme Parfümfläschchen zücken zu müssen bzw. zu jedwedem heidnischen Würstchen gleich meinen christlichen Senf dazugeben zu müssen?

Ist Dein Gott so schwach, dass Gebet alleine nicht reicht, dass man auch noch demonstrieren, agieren, protestieren muss? Dann hast Du einen anderen Gott als ich!

Mir geht es nicht darum, Glaubensgeschwister zu entmutigen - es geht mir darum, dass bei einer Kleinigkeit (und sehen wir uns die Realität an, so ist ein solcher Film angesichts einer heidnischen Politik in diesem unserem Lande/Erdteil/Planeten wirklich eine Lapalie) gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Ich habe so viele "fromme" Aktionen dieser und ähnlicher Art gesehen, so viele Geschwister, die sich in frommen Aktionismus aufgerieben haben und irgendwann ausgebrannt am Rande der Gemeinde vegetierten, ich habe selber so viel von diesen "christlichen" Gegenaktionen mitgemacht, dass ich sagen kann: Ich vertraue diese Sache ganz und gar meinem Gott an, stelle mich daneben und sehe zu, was er tun wird. Amen.

lutz
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Beitragvon lutz » 14.12.2012 19:18

@Andreas

Nein, man sollte einen Kinobesitzer nicht deswegen würdigen, weil er böse Filme zeigt.
Wenn ich eine Petition (Bittschrift oder eine mündliche Bitte) im Sinn habe, dann ist Dankbarkeit (positive Würdigung im konkreten Fall) nichts Unverschämtes, wenn der Bitte entsprochen wird.
Das würden wir doch alle so handhaben und auch dann noch, wenn diese Person auch noch andere Seiten hat …
(Dankbarkeit in der Begleitung einer Problemschwangerschaft ist doch auch dann da, wenn derselbe Arzt Abtreibungen vornimmt. Diese Dankbarkeit ist keine positive Würdigung von Abtreibung.)

Was für dich ein „Furz der Welt“ ist, muss doch von Anderen nicht ebenso beurteilt werden.
Es ist unnötig das Ganze so zu verkomplizieren …
Da ist ein Film im „Anmarsch“. Inhalte sind konkret bekannt. Diese Inhalte sind auch nicht vermeintlichen „Verdammern“ entnommen, sondern kommen aus der Ecke, die den Film bewirbt.
Sollte das nicht reichen, kann man davon ausgehen, dass der Hauptdarsteller, der gleichzeitig Drehbuchautor und Regisseur ist, sehr wohl weiß, was er rüberbringen möchte und Interviews sind zugänglich …
Der Film thematisiert das „Herz des Christen (und ich werde den Begriff jetzt nicht weiter aufdröseln)“ und Nichtchristen wissen das ebenso …

Deine Position ist die des alleinigen Gebets, das habe ich doch nun verstanden.
Du findest keine: „Du sollst mit dem Kinobesitzer reden.“ / „Du sollst mit Traktaten in der Nähe des Kinos stehen.“ / „Du sollst eine Petition unterschreiben.“ in der Bibel. Finde ich übrigens so auch nicht. Ein Verbot finde ich aber auch nicht. Im Zweifelsfall: Beten und zuschauen. Ist zugegeben auch eine Variante und ich wüsste jetzt auch nicht, wer dich hier irgendwie zwingen will …

Daraus aber eine solche Frage zu formulieren, ist Unsinn.
Ist Dein Gott so schwach, dass Gebet alleine nicht reicht, dass man auch noch demonstrieren, agieren, protestieren muss? Dann hast Du einen anderen Gott als ich!


Der Bauer, der Christ ist, ist harter Arbeiter und Beter in einer Person. Er käme nicht auf die Idee, dass der Einsatz technischer Geräte oder wissenschaftlicher Erkenntnisse irgendwie ein Zusatz zum Tun Gottes wäre …
Noch weniger dürfte man ihm dem Vorwurf machen an einen anderen Gott zu glauben, weil er arbeitet … Er beachtet die Wege, die Gott verordnet hat und die dennoch von Gottes Wirken nicht zu trennen sind.


Johannes 17, 20: Ich bitte aber nicht für diese allein, sondern auch für die, welche durch ihr Wort zum Glauben an mich kommen (werden),
Also ich denke nicht, dass sich die, die sich entschließen vor einem Kino mit Traktaten oder … zu stehen, sich lang und breit damit aufhalten zu protestieren, Blasphemie zu erklären …
Die stehen sich in der Kälte „die Beine in den Bauch“ mit einem anderen Ziel. Man kann auch mit „Kanonen auf Tauben“ schießen.
Die stehen auch nicht dort wegen einer „Lapalie“. Meiner Ansicht nach reduzierst du das Ganze erheblich auf eine reine Protestveranstaltung in der Gesinnung: Wir sind heiliger als ihr! Ich halte das nicht für zulässig. Warum nicht Nächstenliebe zum Guten annehmen?
Dann lies doch das Konkrete, das Alex (albra-hdh) reingestellt hat.
Das deckt sich so gar nicht mit deinen Befürchtungen.

Lutz

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Beitragvon Servant » 15.12.2012 15:19

@Andreas,

deine Argumentation ist Wortspielerei.

Was mir im Augenblick fehlt, ist die biblische Begründung für die von Lothar Gassmann vorgeschlagene und von manchen hier propagierte Vorgehensweise. Ich finde im NT weder eine Aufforderung, in vergleichbaren Situationen so vorzugehen, noch finde ich ein biblisches Beispiel im Neuen Testament.


Licht und Salz zu sein an einem Finsteren Ort - hat auch zur Folge das man auf sein Umfeld Reagiert und das nicht weil man wieder mal ein Projekt starten will - Wenn die Reaktionen nicht aus dem Glauben und der Liebe zum Herrn geboren werden, sind sie eh nutzlos (1.Kor. 13,1-7) - Reaktionen, es sei Gebet, oder Handeln im Praktischem Sinne und dies aus dem ganz persönlichen Glauben an Jesus Christus, sind einfach die Folgen des Glaubens, ohne wäre der Glaube eh ein toter Glauben. Das ergibt sich aus dem was man im Wort Gottes Lesen kann - wir sind nicht Passiv.

Natürlich werden wir als Kinder Gottes aufgefordert eben nicht Teilnahmslos zuzusehen wenn sich die Finsternis aufmacht Herzen zu verderben - sei es wenn Böses unter den Gläubigen geschied, oder sich falsche Lehre einschleichen will etc. So wie zum Beisbiel Johannes Reimer mit seinem Gesellschaftstransformatorischen Akionismus, oder Brudereck mit ihrem Esoterisch Mystischen Katholizismus. (im Blick auf das was Joschie geschrieben hat)

Natürlich sind Kritische Reaktion gewissen Menschen ein Dorn im Auge, eben jenen die soetwas gutheissen, daraum ist es selbstredend das man eben versucht Kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Aktionismus, so wie du ihn aufzeigt (Straßen Demos, drohbriefe ect.) ist jedoch wirklich nicht unser Anliegen und Auftrag, jedoch eine Reaktion auf dieses Elend ist vor dem Herrn sicher ligitim.

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf.
Eph. 5 - Natürlich muss man auch dies im ganzen Zusammenhang lesen.


Übrigens, mein Erlöser ist ein Mächtiger Gott - darum Vertraue ich darauf das ER auch die Leser dazu Bewegt, sich aufzumachen und im Glauben an Jesus Christus Vorwärts zu gehen.

Ich freue mich nach wie vor über jeden - der die Wahrheit hochhält und nicht durch chrislich verpackten Humanismus ersticken will :)

Als Apologet kann ich mich nicht Bezeichnen, es ist nicht mein Dienst und Begabung - dazu hat der Herr andere Berufen, jedoch eine Mahnede Stimme hat seinen Platz im Leibe Christi. :)
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Ganz Persönlich!

Beitragvon Joschie » 15.12.2012 17:32

Lutz hat geschrieben:Es ist unnötig das Ganze so zu verkomplizieren …
Da ist ein Film im „Anmarsch“. Inhalte sind konkret bekannt. Diese Inhalte sind auch nicht vermeintlichen „Verdammern“ entnommen, sondern kommen aus der Ecke, die den Film bewirbt.
Sollte das nicht reichen, kann man davon ausgehen, dass der Hauptdarsteller, der gleichzeitig Drehbuchautor und Regisseur ist, sehr wohl weiß, was er rüberbringen möchte und Interviews sind zugänglich …
Der Film thematisiert das „Herz des Christen (und ich werde den Begriff jetzt nicht weiter aufdröseln)“ und Nichtchristen wissen das ebenso …

Es sind eine ganze Menge von Dingen schon da und wo ist dort die Entrüstung der Christen? Dazu zwei Beispiele: Die Christenverfolgung nimmt weltweit zu und ich meine Verfolgung und Entrechtung und nicht dass jemand wegen seines Glaubens von der Seite schräg angemacht wird. Allein in Deutschland werden jedes Jahr über 20 Millionen Tonnen Nahrungsmittel weggeworfen und in vielen Teilen der Welt (auch in Europa) hungern die Menschen oder sind mangelernährt. Wo ist bei dieser Sachlage der Aufschrei und die Entrüstung der Christen? Es gibt ja heute einige Christen die meine sie müssen die andere Christenheit und die Welt mit ihren ständigen Mahnbriefen (Dr. Hans Penner) beglücken. Da sind auch die Glaubensnachrichten von Norbert Homut zu erwähnen, wo er als selbst ernannter Irrlehrenjäger gegen alles und jedes herzieht. Ich persönliche habe mit etlichen Beiträgen von Ulrich Skambraks auch so meine Probleme nur um einige zu nennen. Im Gegensatz dazu finde ich persönlich die Beiträge von Thorsten Brenscheidt als sehr sachlich, fundamentier und in der Sache klar und direkt. Einige Beiträge von heute erinnern mich an so manche Aufgeregtheit einigen Christen von Mitte bis Ende der 80.Jahre. Es gab auch in dieser Zeit Themen wo einige der Meinung waren diese sind die aller wichtigsten und jeder Christ habe das auch so zu sehen. Es gab auch in dieser Zeit Themen, wo einige der Meinung waren, diese sind die aller wichtigsten und jeder Christ habe das auch so zu sehen. Leider war es so das etliche dieser Christen für ihre Verfolger Geschwister, damals in einigen Ostblockstaaten nicht ihre Stimme erhoben oder gar den Mund aufgemacht haben.


Ich habe es ja noch selbst erlebt wo Filme, Bücher oder Zeitschriften über Nacht verboten wurden ohne Begründung. Ich bin dankbar das es den Artikel 5 des Grundgesetz gibt :

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Gruß Joschie
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Beitragvon Joschie » 15.12.2012 17:36

Servant hat geschrieben:Als Apologet kann ich mich nicht Bezeichnen, es ist nicht mein Dienst und Begabung - dazu hat der Herr andere Berufen, jedoch eine Mahnede Stimme hat seinen Platz im Leibe Christi. :)

Apologet ist weder ein Dienst noch eine Begabung!
Petrus schreib in 1. Petr 3,15 f:
15 sondern haltet den Herrn, den Christus, in euren Herzen heilig! Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung (apologian) jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert, 16 aber mit Sanftmut und Ehrerbietung! Und habt ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verleumden, darin zuschanden werden, worin euch Übles nachgeredet wird.
Diese Worte waren an die verfolgte und zerstreuten Christen in »in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asia und Bithynien« gerichtet und nicht an apologetisch besonders berufene Christen! Daher ist diese Aufforderung an jeden Gläubigen weltweit Gerichte!
Ich freue mich nach wie vor über jeden - der die Wahrheit hochhält und nicht durch chrislich verpackten Humanismus ersticken will :)

Servant, es ist bei Dir leider immer wieder die gleiche nebulös Argumentation.

Übrigens, mein Erlöser ist ein Mächtiger Gott - darum Vertraue ich darauf das ER auch die Leser dazu Bewegt, sich aufzumachen und im Glauben an Jesus Christus Vorwärts zu gehen.

Ja Gott ist ein mächtiger Gott darum sollte man ihn auch nicht vor seine Karren spannen, sind die Absichten auch noch so gut gemeint.
Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon Servant » 15.12.2012 20:50

Hallo Joschie,
Servant, es ist bei Dir leider immer wieder die gleiche nebulös Argumentation
.

Sie ist nicht nebulös, wenn man es so nimmt wie es da steht.

Zitat Arne (servant)
Übrigens, mein Erlöser ist ein Mächtiger Gott - darum Vertraue ich darauf das ER auch die Leser dazu Bewegt, sich aufzumachen und im Glauben an Jesus Christus Vorwärts zu gehen.

Joschie hat geantwortet:
Ja Gott ist ein mächtiger Gott darum sollte man ihn auch nicht vor seine Karren spannen, sind die Absichten auch noch gut


Da gebe ich dir Vollkommen recht.

Zum "Apologet"

Es gibt Geschwister die wirklich wunderbar mit dem Wort Gottes umgehen können und regelrecht eine Gabe haben dies auch gut zu Vermitteln, gerade in Lehrfragen. Klar ist, und es Stimmt einfach - so sollten alle Geschwister im Herrn so sein - leider ist dem aber nicht so. Ich habe schon verstanden was du meintest.

Es sind eine ganze Menge von Dingen schon da und wo ist dort die Entrüstung der Christen?


Ich habe oft davon geredet, (unsere Verfolgten Geschwister) darauf Hingewiese, jedoch wurde fast 1:1 wie hier darauf reagiert.
Zuletzt geändert von Servant am 15.12.2012 23:30, insgesamt 1-mal geändert.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon lutz » 15.12.2012 22:10

Hallo Joschie,

deine Frage:
Es sind eine ganze Menge von Dingen schon da und wo ist dort die Entrüstung der Christen?

hat ihre Berechtigung.
Nur wenn du an Christenverfolgung denkst:
In welcher Weise erwartest du die „Entrüstung“?
Also mir fällt da jetzt nur ein, dass sich engagierte Christen sehr darum bemühen, den Christen hier im „Wohlstandsdeutschland“ das Ganze über konkrete Einzelfallbeispiele nahe zu bringen und Angebote für eine Petition an entsprechende Botschaften zu machen. Ja, das ist jetzt nicht das, was irgendwie statistisch publikumswirksam auftaucht.

Die konkreten Beispiele, die du benennst – da kann ich jetzt nicht mithalten, weil ich mich da nicht so auskenne. Dennoch denke ich die Grundfrage verstanden zu haben.

Lass sie mich mal so formulieren:
Darf ich mich an den Gaben Gottes (Gesundheit, Nahrung, relativer Frieden …) jetzt freuen angesichts von Leid, Bösem (Krankheit, Hunger, Verfolgung und Krieg) in der Welt?
Bedeutet „Mitleiden“ den persönlichen Verzicht auf solche Gaben?
Die Reihe der Fragen ließe sich sicher fortführen ….
Das ist ohne Zweifel ein schwieriger Komplex mit sehr praktischen Konsequenzen. Im ERF dächte ich mal davon gehört zu haben welche Schwierigkeiten mancher Entwicklungshelfer (oder Missionar) hat in „Deutschland“ wieder anzukommen. Jahrelang hatten sie mit existenziellen Nöten zu tun, jetzt dreht sich alles um die Art und Weise „wie die Weihnachtsgans noch mundiger schmeckt“…

Ein anderer Bereich, ist der Bereich der „Experten“ …
Hier bin ich sehr der Überzeugung, dass wir nicht auf allen Gebieten „Experten“ sein werden …
Ein „Experte“ hat ein Spezialgebiet.
Hier ergeben sich dann Schwierigkeiten, wenn man dieses Spezialgebiet als das Wichtigste für jeden setzt. Hier ergeben sich aber auch fundierte Möglichkeiten in einer Spezialfrage zur Antwort zu kommen.
Also mir persönlich sind Experten mit Spezialgebieten (die dann sauber und fundiert behandelt werden) lieber als „Informanten“, die meinen alles selber hinzukriegen und dabei kein Gebiet sauber und fundiert behandeln.
Das eine vom anderen zu unterscheiden auch wieder nicht so einfach für jemand, der auf Experten angewiesen ist …

Nur verstehe ich jetzt nicht, was dies mit dem hier erbetenen Engagement zu tun hat.
Wer kann, darf. Wer nicht, der muss nicht.
Problematisch wäre in der Tat, wenn jemand aufträte und ein solches Engagement zur Pflicht erklärte für jeden Christen. Dann wäre ich auch raus und das noch mit Begründung.

Gruß Lutz

PS: Mir fällt ein, dass ich doch eine Assoziation habe:
Wenn es Länder gibt, in denen Christen unsäglich leiden müssen, weil sie sich zu dem einzigen Christus bekennen – wie wäre dann zu rechtfertigen, dass es Länder gibt, in denen Christen leben und der einzige Christus schweigend zum Gegenstand einer „sympathischen Komödie“ wird?

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Beitragvon Servant » 15.12.2012 22:47

Hallo Lutz,

Wenn es Länder gibt, in denen Christen unsäglich leiden müssen, weil sie sich zu dem einzigen Christus bekennen – wie wäre dann zu rechtfertigen, dass es Länder gibt, in denen Christen leben und der einzige Christus schweigend zum Gegenstand einer „sympathischen Komödie“ wird?


Das macht wirklich nachdenklich und betroffen ... eine gute Frage.

Und was mir auch wichtig ist zu sagen - ich bin dankbar für die "Experten" (eben etwas was ihnen der Herr besonders gross gemacht hat und sie auch mit dem nötigem Wissen ausgestattet hat) und dafür das sie das weitergeben was ihnen der Herr aufs Herz gelegt hat. Das macht sie nicht zum Mittelpunkt unseres Lebens, jedoch zu einer Auferbaung und Hilfe. Kein Mensch würde sagen er bräuchte keine Hände, oder Füße, oder Augen u. Ohren.

Im Leib Jesu Christi hat doch jedes seiner Kinder eine Aufgabe und sie haben eben ihre - nicht jeder kann das was der andere kann - und alles zu Auferbauung des ganzen Leibes.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Servant » 15.12.2012 23:12

Hallo joschie,

Ich verstehe diese Bibelstelle so das Wir auf die Fragen, die uns wegen unseres Glaubens/Hoffnung gestellt werden, darauf Rechenschaft über unsern Glauben geben und ihn so Verteidigen/Verantworten und nicht Umgekehrt!


Stimmt Joschie - aber natürlich geben wir auch ungefragt die Boschaft weiter und das worauf wir Hoffen. Da habe ich unsauber gearbeitet.
Danke für den Hinweis.

Ich wollte nur noch Anmerken - Nicht das man jetzt meint gar nichts mehr sagen zu müssen :) - vielleicht ist es desshalb so still, denn man Fragt in unserem Ländle nicht mehr so sehr nach unsere Hoffnung.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10


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