Kirchentag 2013 Hamburg

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Kirchentag 2013 Hamburg

Beitragvon Snubnose » 01.05.2013 20:07

Der Kirchentag ist ja heute mit 100.000 Teilnehmer losgegangen. Das Interview das der Spiegel geführt hat, fand ich sehr intereressant. Wie beurteilt ihr den Kirchentag so?

SPIEGEL ONLINE: Dennoch hat man oft das Gefühl, dass evangelische Pfarrer in ihren Predigten so butterweich formulieren, dass ihnen jegliches Profil abhanden kommt.

Fehrs: Es gibt diese überspitzte Erwartung von einem möglichst scharfen Profil, von Abgrenzung. Je länger ich das beobachte, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass Pluralität unser oberstes Lernziel sein sollte. Friedlich zusammenleben, ohne darauf zu verzichten, im rechten Moment Partei zu ergreifen und sich unmissverständlich zu äußern. So wie wir das von jeher machen, sei es zu Flüchtlingspolitik, Atomkraft oder im Kampf gegen Rechtsextremismus.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 97079.html

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Beitragvon Jörg » 02.05.2013 05:39

Hallo,

ich möchte nicht polemisieren, aber was erwarten wir vom Kirchentag? Ein Misthaufen kann nur stinken, oder!?

Lieben Gruß, Jörg
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Beitragvon Snubnose » 02.05.2013 19:15

Jörg hat geschrieben:Hallo,

ich möchte nicht polemisieren, aber was erwarten wir vom Kirchentag? Ein Misthaufen kann nur stinken, oder!?

Lieben Gruß, Jörg


Ich sage mal zu deinem Zitat nichts dazu...

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Beitragvon Joschie » 02.05.2013 19:38

Jörg hat geschrieben:Hallo,

ich möchte nicht polemisieren, aber was erwarten wir vom Kirchentag? Ein Misthaufen kann nur stinken, oder!?

Lieben Gruß, Jörg

Mist, ist auch ein sehr guter und natürlicher Dünger für den Garten und der Landwirtschaft.
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Beitragvon Snubnose » 03.05.2013 22:41

Dieser Kommentar über den Kirchentag fand ich gut.
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/ ... 62904.html

Kirche ist ihrem theologischen Selbstverständnis nach etwas ausgesprochen Anspruchsvolles, man muss daran erinnern. Sie ist ekklesia, Gemeinschaft der Gläubigen, liturgische geeinte, betende Gemeinde. Das ist etwas anderes als umwelt-, friedens- und gerechtigkeitsbewegtes Großgruppenengagement. Kirche ist getragen von einem Bekenntnis, dem Bekenntnis zum „Wort vom Kreuz“, zum gekreuzigten Christus, dem gestorbenen und auferstandenen Erlöser. Es gibt Kirche um dieser Botschaft willen, eine Botschaft, die allen nichtgläubigen eine Torheit ist, wie es der Apostel Paulus, der scharfsinnigste aller Theologen, in seinem ersten Brief an die Gemeinde in Korinth schrieb.

Die Gefahr eines Kirchentages ist deshalb immer die Produktion falscher Bilder von Glaube, Gott und Kirche. Es ist die Gefahr, das (gute und gut gemeinte) Engagement für die Gesellschaft, für Gerechtigkeit oder Frieden, als Ausweis einer christlichen Moral oder, noch ärger, als Legitimation für die Kirche zu nehmen.

Wenn sie ihre theologische Botschaft in kleiner, vereinfachter und damit falscher Münze auszahlt. Die Kirche ist weder eine Anstalt zur sozialpädagogischen Volkserziehung noch ein Therapiezentrum zur Ausbildung gesellschaftsdienlichen Engagements. Sie ist auch keine Werteagentur, sondern eben: Gemeinschaft der Gläubigen.

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Am Rande!

Beitragvon Joschie » 04.05.2013 20:16

Ich wohne ja in Hamburg und es ist schon interessant, was da so am Rande des Kirchentages abläuft. Wir hatten heute einen 4-seitigen farbigen Flyer in unseren Briefkasten, mit dem Titel "Prophetie und Weltgeschichte". Mein erster Gedanke war, dieses ist eine Schrift von den Zeugen Jehovas. Das stellte sich schnell als falsch heraus. Auf der letzten Seite stand in sehr kleiner Schrift, dass diese Schrift von einem adventistischen Missionswerk stammt. In Hamburg gibt es mehrere adventistische Gemeinden, dadurch war die Sache für mich eigentlich klar. Beim nochmaligen Durchlesen fiel mir auf, dass auf dem Flyer keine Hamburger Adresse stand. So machte ich mich auf der Suche nach dem Absender dieses Flyers und nach einiger Zeit habe ich sie gefunden. Es ist das "Missionswerk Historischer Adventisten", eine neuere Splittergruppe der Aventisten. Es handelt sich hierbei um einen rechtlich und theologisch selbständigen Verein, der mit der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (STA) nicht verbunden ist. Was lerne ich mal wieder daraus, Etikett und Inhalt müssen nicht automatisch identisch sein, auch wenn es im ersten Moment so aussieht.
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Geht es in Lukas 18 nur darum wie wir die Welt verändern?

Beitragvon Snubnose » 05.05.2013 07:07

forhttp://www.abendblatt.de/hamburg/art ... ungen.html

Ein Gleichnis, zwei Deutungen
In ihren Bibelarbeiten beschäftigen sich die beiden beliebten Theologen Margot Käßmann und Wolfgang Huber mit einer Stelle aus dem Evangelium nach Lukas: "Die Witwe fordert Gerechtigkeit" (Lukas 18,1–8)

"Wir brauchen Nervensägen, die nach Sinn fragen"

St. Pauli . Der entscheidende Satz kommt, dramaturgisch perfekt, ziemlich zur Hälfte der Bibelarbeit. "Angesichts all der Anpassung, der einschläfernden Ablenkungsindustrie der Medien, der Volksverdummung durch Banalitäten brauchen wir Nervensägen, die noch fragen nach Sinn, nach Würde, nach Gerechtigkeit", sagt Margot Käßmann - und sofort brandet Beifall auf. Jetzt hat sie die Menschen auf den Papphockern endgültig in ihren Bann gezogen. Mehr als 7000 Menschen sind gekommen. Wie immer, wenn Käßmann eine Bibelarbeit macht, ist die Halle voll. So voll, dass sie sogar draußen stehen. Die 54-Jährige war Landesbischöfin und EKD-Vorsitzende, jetzt ist sie Luther-Botschafterin - und auf dem Kirchentag feiern die Besucher sie wie einen Popstar.
Gitta Hempel, 66, stand schon mehr als eine Stunde vor Beginn vor der Messehalle. "Und da war auch schon eine lange Schlange." Dafür hat sie einen Sitzplatz ergattert, von dem aus man die zierliche Frau in dem grasgrünen Blazer sehen kann. Und hören. "Ich finde sie authentisch", sagt die Besucherin aus Celle. Marion Sandner, 39, nickt. "Andere Kirchenleute schweben so über den Dingen. Sie ist menschlich", sagt die Medizinische Fachangestellte aus Süddeutschland. "Das geht direkt ins Herz."

Die Geschichte aus dem Lukas-Evangelium ist vom Kirchentag vorgegeben und ziemlich sperrig. Aber Käßmann gelingt es, nach einem Exkurs über den Evangelisten im Jahr 80 nach Christus ein weiträumiges Gedankennetz auszuwerfen, das dann doch sehr viel mit dem Hier und Jetzt zu tun hat. Es reicht vom Gefangenenlager Guantánamo über Flüchtlinge, die in Berlin seit Wochen demonstrieren bis zu den Näherinnen in Bangladesch. "Gerechtigkeit ist und bleibt ein zentrales Thema", sagt die 54-Jährige. "Nicht nur in der Ferne, sondern die Ferne und die Nähe sind miteinander verbunden. Wenn wir einkaufen gehen, sind wir Teil des Kreislaufs und können uns nicht entziehen."

Mit dem Gleichnis von der Witwe erinnert Käßmann an andere Frauen, die für Gerechtigkeit kämpfen. Ganz aktuell an die Pink Sari Gang, die in Indien gegen Gewalt und Unterdrückung protestieren. "Ich bewundere diese Frauen", sagt die Theologin. "Sie nerven, und solche Nervensägen werden dringend gebraucht." Die Christen fordert sie auf, beharrlich für mehr Gerechtigkeit einzutreten.

"Das tat gut", sagt Rolf Kleine aus Krefeld, als nach einer Stunde alles vorbei ist. "Man kann immer gut emotional mitschwingen."

Ganz nette Gedanken. Aber geht es in Lukas 18 nur darum wie wir die Welt verändern können?

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Beitragvon Jörg » 05.05.2013 08:35

Hallo Snubnose!

Noch einmal die Frage: Was erwartest Du von Theologen - wie z. B. Margot Käßmann - die nicht mehr an Fundamente christlichen Glaubens, wie die Jungfrauengeburt, glauben? - Die "Theologie" solcher Leute stinkt zum Himmel! Was waren das noch für Zeiten, als auf dem Kirchentag Leute wie Wilhelm Busch Klartext gesprochen haben! Aber ich glaube, solche Leute muß man heute wie die berühmte Nadel im Heuhaufen suchen.

Herzliche Grüße

Jörg
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Beitragvon Jörg » 11.05.2013 06:22

Hier noch ein Kommentar zum Kirchentag:

„Zwiespältig“ erlebte auch der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), den Kirchentag. So habe es „viel gute Gemeinschaft“ sowie zahlreiche „interessante Vorträge“, Gottesdienste, Bibelarbeiten und Konzerte gegeben: „Andererseits vermisste man bei der Überfülle des Angebotes die Konzentrierung auf die Mitte des christlichen Glaubens: auf Jesus Christus.“ Angesichts eines „Pluralismus pur“ habe man vergeblich das evangelische Profil gesucht. Den Ausschluss messianischer Juden vom Kirchentag nannte Rüß „unchristlich und unbewusst antisemitisch“. Im Vordergrund des Kirchentages habe ein „innerweltliches Verständnis von Gerechtigkeit“ gestanden, das mit vielen moralisch-wirtschaftspolitischen Appellen verbunden gewesen sei. Die Foren seien weitgehend bestimmt gewesen von der Genderideologie, der feministischen Kirchentagsübersetzung der Bibel und der Relativierung von Glaubenswahrheiten im interreligiösen Dialog. Rüß: „Man war mehr diesseitsorientiert. Himmel und Ewigkeit mussten bei diesem politischen Engagement zurücktreten.“ Der Kirchentag sei „mehr sozialpolitisch als christusorientiert“ gewesen.

Quelle: http://www.idea.de/detail/thema-des-tag ... immen.html

Ich danke Gott, daß es auch innerhalb der EKD noch Leute gibt, die keine "stummen Hunde" (vgl. Jesaja 56, 10) sind!

Herzliche Grüße, Jörg
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Beitragvon Snubnose » 11.05.2013 12:23

Interessant ist wie Margot Käßmann in ihrer Bibelarbeit die Geschichte von der Frau und den Richter auslegt? Was denkt ihr?

Der Text für die Bibelarbeit heute Morgen stammt aus dem Lukasevangelium.
1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten,
8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

Doch, der Menschensohn wird Glauben und Gottvertrauen finden auf der Erde, wenn er kommt. Seien wir nicht pessimistisch. Menschen suchen Gott. Und wir können Gott finden. Wir dürfen mit Gott reden, „per Du“ sein, streiten, ringen. Wir dürfen um Recht ringen wie die bittende Witwe. Ja, wir müssen weiter nerven, weil wir mitten in die Welt gewiesen sind mit unserem Glauben und ihn nicht hinter verschlossenen Türen oder in privaten Winkeln praktizieren. Und wir dürfen sicher sein, in Gott keinen willkürlichen Richter zu finden, sondern den Gott, der uns kennt, uns hört, wenn wir nerven, sogar Nachsicht hat mit unseren Fehlern und längst ja gesagt hat zu uns.

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Der Kirchentag der Betroffenen

Beitragvon Joschie » 11.05.2013 18:39

Der Kirchentag der Betroffenen

Der Philosoph Alexander Grau hat für das Magazin Cicero eine gallige Polemik zum Hamburger Kirchentag verfasst:

Doch gerade darum ist das tiefe Bedürfnis nach einfachen Wahrheiten, das der Kirchentag offenbart, so erschütternd: Einfach mal gegen Krieg sein, gegen Ungleichheit und gegen Umweltzerstörung. Das tut so gut. Nicht Denken ist gefragt, sondern Bekenntnis und eine klare Richtungsanzeige – am besten nach links.

Einen Konsens anzustreben, bedeutet hier, die eigene Weltsicht durchzusetzen, also die Uneinsichtigen und Widerstrebenden zu bekehren und all jene zu missionieren, die nicht geneigt und nicht willens sind, die heilige Dreifaltigkeit aus Antikapitalismus, Pazifismus und Ökologismus anzubeten. Dass hier das Politische in einer nicht zu akzeptierenden Art und Weise religiös überhöht wird, fällt dabei schon gar nicht mehr auf.
Schroff, aber leider in mancherlei Hinsicht zutreffend
Den ganzen Beitrag findet ihr hier
Gruß Joschie
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Gast

Beitragvon Gast » 17.05.2013 07:20

Snubnose hat geschrieben:Interessant ist wie Margot Käßmann in ihrer Bibelarbeit die Geschichte von der Frau und den Richter auslegt? Was denkt ihr?

Der Text für die Bibelarbeit heute Morgen stammt aus dem Lukasevangelium.
1 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis darüber, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten,
8 Ich sage euch: Er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?

Doch, der Menschensohn wird Glauben und Gottvertrauen finden auf der Erde, wenn er kommt. Seien wir nicht pessimistisch. Menschen suchen Gott. Und wir können Gott finden. Wir dürfen mit Gott reden, „per Du“ sein, streiten, ringen. Wir dürfen um Recht ringen wie die bittende Witwe. Ja, wir müssen weiter nerven, weil wir mitten in die Welt gewiesen sind mit unserem Glauben und ihn nicht hinter verschlossenen Türen oder in privaten Winkeln praktizieren. Und wir dürfen sicher sein, in Gott keinen willkürlichen Richter zu finden, sondern den Gott, der uns kennt, uns hört, wenn wir nerven, sogar Nachsicht hat mit unseren Fehlern und längst ja gesagt hat zu uns.


Ich weiss, dass ich mich unbeliebt mache - aber ich finde in diesem Zitat nichts falsches....

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Beitragvon Joschie » 17.05.2013 15:43

Andreas hat geschrieben:Ich weiss, dass ich mich unbeliebt mache - aber ich finde in diesem Zitat nichts falsches....

An diesem Zitat ist so auch nichts Falsches. Problematisch werden die Aussagen von Frau Käsmann in ihrer Einseitigkeit. Es ging nur um die Themen Ökologie, Klimawandel, Umweltschutz und Minderheiten (der Kampf gegen die Rechten). Frau Käsmann hätte auch gleich das Wahlprogramm der Grünen vorlesen können, es gibt da nur einen Unterschied, dass bei den Grünen keine Bibelstellen vorkommen. Der Kirchentag war ja in Hamburg und dadurch konnte ich ihm kaum entgehen. Bei dieser Bibelarbeit von Frau Käsmann, sprach auch Erzbischof Robert Zollitsch. Er brachte dabei auch die weltweit zunehmende Christenverfolgung zur Sprache. Dieses Thema war auf der Agenda von Frau Käsmann so wie auf diesem Kirchentag, so gut wie gar nicht vertreten. Dieses erinnert mich in frappierender Weise an das Verhalten der evangelischen Kirchen, gegenüber den Christen in den ehemaligen sozialistischen Staaten. Dort wurde liebers lange über die Kirche im Sozialismus Referate gehalten als sich ganz klar für die verfolgten Geschwister im Osten einzusetzen. Jetzt zieht der Wanderszirkus Namens Evangelischer Kirchentag weiter von mir aus kann er mit seiner Tournee ganz aufhören.
Gruß Joschie
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Beitragvon Snubnose » 18.05.2013 22:54

Ich weiss, dass ich mich unbeliebt mache - aber ich finde in diesem Zitat nichts falsches....

Am besten du liest dir die ganze Predigt nochmals durch. Diese Sätze die ich da zitiert habe, waren übrigends die fast einzigen Sätzen die genau auf den Bibeltext sich bezogen haben.

In einem anderen Predigt sagt Margot Käßmann wörtlich:

"Luthers Erkenntnis die er hat würde man so übersetzen. Dein
Lebenskonto ist schon längst in Christus bevor du überhaupt geboren wirst. Niemand kann dein Lebenskonto in die roten Zahlen bringen. Du bist eine angesehene Person bei Gott weil Gott dich ansieht.
Das gibt dir eine große Freiheit gegen über all denen die sagen wie du zu tun sein hast, wie du aufzutreten hast, wo du Anerkennung findest."

Naja ich finde schon das sie ganz gute Gedanken hat aber wegen was
eigentlich Reformation war konnte sie nicht so herüberbringen. Ich denke wir werden ersteinmal mit einem ganzen großen minus geboren - erst durch Jesus kommt unser Leben ins plus.
Wie seht ihr das?

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Beitragvon Servant » 20.05.2013 22:19

Subnose hat geschrieben: Ich denke wir werden ersteinmal mit einem ganzen großen minus geboren - erst durch Jesus kommt unser Leben ins plus.


So sagt es das Wort Gottes, genauso ist es.


Epheser 2, 1-10

Hier werden ersteinmal die Gläubigen an Jesus Chrisus Angesprochen die durch IHN zu neuem leben aus Gott gekommen sind - dieser Glaube ruht auf dem Werk Jesus Christus, auf Jesus Christus selbst und nicht auf einen willkürlichen Glauben an irgentwas, oder irgentwehn.

Hier wird auch die Sellung derer deutlich die noch keine Erlösung in Jesus Chrisus gefunden haben, oder IHN ablehnen - Gott nennt sie Kinder des Zorns.

Also von Plus Konto eines jeden Menschen kann nicht mal Ansatzweise gesprochen werden - dennoch - darum sante Gott seinen Sohn ...

Johannes Evangelium 3, 16-19

Die nicht Glauben ... heißt - die nich an Jesus Christus und sein Evangelium geglaubt haben. Sie mögen an irgetwas, oder irgenwehn geglaubt haben, das jedoch wird sie nicht Retten.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10


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