Petition gegen sexuelle Umerziehung unserer Kinder

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Snubnose
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Petition gegen sexuelle Umerziehung unserer Kinder

Beitragvon Snubnose » 09.01.2014 23:58

Wichtige Petition gegen sexuelle Umerziehung unserer Kinder braucht jede Stimme!
100.000 Unterschriften werden benötigt, um die sexuelle Umerziehung unserer Kinder gemäß einem "Bildungsplan" der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg zu stoppen. Bisher haben bundesweit rund 60.000 Bürgerinnen und Bürger unterschrieben. Die Petition läuft noch wenige Tage und kann aufgerufen werden unter:
https://www.openpetition.de/petition/on ... egenbogens
Für Gemeindeglieder, die keinen Internetzugang haben, kann auch eine Unterschriftenliste ausgedruckt und eingesannt werden unter:
www.openpetition.de/pdf/unterschriftenf ... egenbogens
Und hier kann man die ausgefüllten Unterschriftsbögen nach dem Einscannen hochladen:
www.openpetition.de/eingang/petition/zu ... egenbogens
Die handschriftlichen Unterschriften werden gezählt und in der Petition als "handschriftlich" vermerkt.

Auch FOCUS berichtet inzwischen über die Petition. Die Petition nimmt an Fahrt zu.
Jetzt wurde gegen den Initiatior der Petition Strafanzeige erstattet. Bitte betet für ihn.
www.focus.de/politik/deutschland/petiti ... 25829.html

Wer hat da schon mitgemacht? Was haltet ihr davon?

Servant
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Beitragvon Servant » 10.01.2014 16:29

Hallo Subnose,

ich habe Unterschrieben um mein nein zu nochmehr, durch diese Politik geförderte, Dekadenz unter den Jugendlichen und der Zertörung von Ordnungen abzugeben und somit ein "JA" zum leben! Ich bin für gesunde Familie, Vater und Mutter mit ihren Söhnen und Töchtern - wo Kinder in einem guten Umfeld aufwachsen können, so wie es unser Herr Jesus gegeben und geboten hat. ER schuf sie als MAN und Frau - füreinander ... Lebnsstiftend ... das ist Gottgewollte Ordnung.

Ich Hasse nicht den Menschen der solche eine verkehrte neigung hat - und ich weiß das man hier gerne die Ha s s und Na z i keule schwingt - jedoch kann ich diese neigung nicht billigen ... weil sie falsch ist und erstrecht nicht, das so ein Thema Wertneutral in Schulen vermittelt werden soll - kommen dann auch noch die anderen Sexuellenverirrungen ins Programm? Das Wort Gottes zeigt uns wie er es meint und wie es gut ist - und das ist auch gut so.

Meine Bitte an die Poliiker - lasst nicht zu das unsere Kinder mit derartigen Verirrungen irregeleitet werden.

Wer diese ORDNUNGEN Zerstört wird Zerstörung Ernten - letztlich werden sie selbst daran zerbrechen - die Frucht - orientierungslose Menschen, zerstörte Seelen, die all ihrer Identiät beraubt zum Sklaven Machtbesessener Größenwahrnsiniger werden. Lebenserhalende Ordnungen werden Beseitigt. Man schafft sie aus dem Weg um den Weg für den Irrsinn zu Berreiten - zu diesem Fazit komme ich. Was kommt als nächstes müsste man die Poliiker Fragen - was zerstören sie als nächstes?

In Schweden soll man Kinder schon als "ES" bezeichnen dürfen (ich kann nicht sagen wie wei dies schon umgesetz wird) - geschlechterneutral - also Bezeichnungen wie mein SOHN, oder meine "Tocher", Vater und Mutter stehen auch schon zur diskusion. Das Geschlecht suchen sie sich selber aus. Leute die so etwas Betreiben haben eine abneigung gegen Gott gegebene Ordnungen - eine regelrechte Wahrheitsphobie ... und sie wissen genau das sie das Caos schaffen - das ist Finsternis.

Noch halten die Ordnungen Gottes den Irrsin auf ... wie lange wird Gott unser Herr noch Langmut walten lassen - bis er sie, die Menschen, dahingibt in ihren verkehrten Sinn?

Herr Jesus Christus komme bald!
Zuletzt geändert von Servant am 05.02.2014 09:25, insgesamt 1-mal geändert.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

Servant
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Beitragvon Servant » 11.01.2014 12:16

Es sind jetzt - 92.500 Unterstützer dieser Petition es fehlen noch 7.500 Stimmen.

Lasst uns ein Zeichen Setzen ... für unsere KINDER und unseren Glauben an Jesus Christus, unseren Erlöser. Und für gute Ordnungen für ein gelingendes Leben. Bedenkt dabei - auch eure Kinder werden irgenwann diesem Unterrichtsstoff ausgesetzt werden - ist das in eurem Sinne? Auch dieser Ganze Gender schei.... sind die alle von Sinnen? - Wenn ihr mich Fragt - ja, das sind sie.

Sagt "N E I N" !
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Servant
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Beitragvon Servant » 12.01.2014 12:37

"Die Zeit", eine große Zeitung - schrieb: Hier

Die Zeit hat geschrieben:Konkret steht in der Vorbemerkung zu den Leitprinzipien des Bildungsplans, es sei wichtig, "die Perspektiven anderer Personen und Kulturen übernehmen zu können, Differenzen zwischen Geschlechtern, sexuellen Identitäten und sexuellen Orientierungen wahrzunehmen und sich für Gleichheit und Gerechtigkeit einsetzen zu können".

Gendermainstream läßt grüßen


"Homosexuellen-Hetze aus dem Schwarzwald", lautet die Überschrieft des Artikels.

- das die Petition keine Hetze ist, sollte klar sein - doch "die Zeit" will es anscheinend so verstanden WISSEN. Und wenn man bedenkt das gegen den Initiator dieser Petition eine Strafanzeige eingeleitet wurde - dann müsste man sich auch Fragen - wie wird man mit jenen umgehen, die zwar kein Hass gegen jene Menschen haben - aber diese Verirrungen auch ganz klar als verirrungen Bezeichnen und diese für sich und ihre Kinder ganz klar ablehnen? Wo haben hier die Eltern überhaupt noch ein Mitspracherecht, wo ist die Eltern Hoheit über ihre Kinder - geht es hier nicht schon in richtung "fremdbestimmung, sowie endmündigung der Eltern?" - Ich stimme diesem Lehrplan nicht zu!

Ist es nicht eher andersherum - wird hier nicht Hetze gegen Menschen betrieben die eine klare Ablehnende Haltung gegenüber jene Verirrungen haben - und das nicht aus "Angst", sondern aus einer Gesunden haltung herraus - und das ist ja auch gerade für uns Christen ganz klar - Gott hat den Menschen als "Mann" und "Frau", geschaffen - verschieden und führeinander - lebensstiftend, wer diese Ordnungen verdreht und auf den Kopf sellt macht sich Schuldig vor Gott, ganz gleich wer er auch sein mag.

Gott selber ist es, der uns sagt - wie er es geordnet hat - es sein Wille ist - er hat diese Ordnung gesetzt - Mann (keine Frau) und Frau (kein Mann). Wie Gott die Verirrungen des menschlichen Herzen nennt - zeigt uns das Wort Gottes, wir lesen es in der Bibel - Sünde. Gewalt gegen andersdenkende lehne ich ab - jedoch muss ihnen gesagt werden das ihre neigung eine verirrung ist die nich als gleichwertig mit der Familie zu Akzeptieren ist und ebenso ist diese Verirrung auch vor Gott nicht zu rechtfertigen. Viel besser wäre es diesen Menschen zu helfen wieder zu "ihrer wahren Gottgegeben identität zurückzufinden, ein Ja dazu zu finden" - Als Mann und Frau schuf er sie, verschieden, füreinander ... und lebensstiftend.

Das muss gesagt werden in Verantwortung vor GOTT (Apg.5,27-29) und den Menschen.

Ein Dank an den Initiator dieser Petition.
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Servant » 12.01.2014 18:47

Sollte dieser Unterricht kommen - muss es den Eltern Freigestellt werden, ob sie ihr Kind dieser "gleichschaltung mit dem Vorgaben der EU Politik" aussetzen wollen, oder nicht.
Zwar wird Behauptet, das es hier nicht um eine Umerziehung der Kinder geht, wird doch im selben Atemzug die Akzeptanz solcher Sexuellenverirrungen eingefordert. Und das geht überhaupt nicht.

Solte diese "Freistellung" nicht erfolgen - dann wäre hiermit wieder einmal mehr ersichtlich, das wir hier in einer Diktatur leben und unser Grundgesetz scheinbar keinerlei Bedeutung mehr für uns hat.
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Beitragvon albra-hdh » 13.01.2014 19:12

Wer wirklich (noch) glaubt, dass wir eine Demokratie sind oder wären, der lebt ziemlich blauäugig.
Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm. 1. Chronik 29,17

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Beitragvon Snubnose » 13.01.2014 22:56

Wie die Presse über Gabriel Stängle herzieht ist ja wirklich unterste Schublade. Und seine Kirche wird gleich auch als Sekte bezeichnet. Ich denke es ist jetzt wichtig für ihn zu beten:

http://www.bild.de/regional/stuttgart/h ... .bild.html

Stängle ist Realschullehrer an der Christiane-Herzog-Schule Nagold und Mitglied der fundamentalistischen Christussekte Prisma-Gemeinschaft.

Nagold/Stuttgart – Für sein Outing hat Thomas Hitzlsperger (31) von vielen Menschen Lob und Anerkennung bekommen. Doch so tolerant gegenüber Homosexuelle sind längst nicht alle...

Per Online-Petition kämpft Gabriel Stängle (41) aus dem kleinen Schwarzwald-Örtchen Rohrdorf (1900 Einwohner) dafür, das Thema Homosexualität aus der Schule fernzuhalten.

Schon 65 000 Menschen haben seine Online-Petition unterschrieben – und es werden täglich mehr.

Protest gegen Pläne der grün-roten Landesregierung, das Thema sexuelle Vielfalt künftig stärker im Unterricht zu behandeln. Lehrer Stängle hält die rot-grünen Ideen für einen Skandal!

Er warnt vor einer „pädagogischen, moralischen und ideologischen Umerziehung“ und fordert den sofortigen Stopp einer „propagierenden neuen Sexualmoral“.

Kultusminister Andreas Stoch (43, SPD) zu BILD: „Das ist absoluter Quatsch! Es ist unverantwortlich, derlei Ängste zu schüren. Wir wollen die Kinder zu Offenheit und Toleranz erziehen, mehr nicht.“

Herrenberg, 10. Januar 2014
Aufgrund der hohen medialen Aufmerksamkeit und unsachlicher Berichterstattung um eine Online-Petition
haben wir unseren Internetblog und -kalender vorübergehend abgeschaltet.
In der Berichterstattung wird der Verein „Prisma-Gemeinschaft“ als „Sekte“ oder „fundamentalistische Gruppe“ bezeichnet.

Wir nehmen dazu wie folgt Stellung:

Der Verein Prisma-Gemeinschaft e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein.
In dem Verein engagieren sich Christen überkonfessionell aus der Region Gäu/Nordschwarzwald.

Unser Anliegen ist es, den Glauben im Alltag zu leben und uns in regionalen Projekten zu engagieren.
Dabei arbeiten wir mit Kirchen und anderen Vereinen in der Region zusammen.
Beispielsweise sind wir Mitinitiatoren der KZ-Gedenkstättenarbeit in Gäufelden-Tailfingen.

Der Petitionszeichner Gabriel Stängle engagiert sich in unserem Verein. Er gehört der evangelischen Landeskirche an.
Wir unterstützen ihn mit seinem Anliegen, auf Missstände im Bildungsplan 2015 hinzuweisen.
Informationen zur Petition zum Bildungsplan 2015 finden Sie unter www.bildungsplan2015.de.

Der Verein Prisma-Gemeinschaft lehnt jegliche Form von Diskriminierung und Verurteilung von anderen Lebensformen ab.

Herrenberg, 10. Januar 2014
Michael Dreher, 1. Vorsitzender, Prisma Gemeinschaft e.V.

presse@prisma-gemeinschaft.de

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Beitragvon Servant » 14.01.2014 09:35

Die Prisma-Gemeinschaft - kann auch eine Ökumenisch gesinnte Gruppe sein, und Ökumenisch geht halt ebensowenig
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Beitragvon albra-hdh » 14.01.2014 13:08

100.000 Unterschriften hätten es sein müssen, 124.462 sind es momentan bei noch 14 verbleibenden Tagen. Das wird dann schon noch eine hübsche Summe werden. Fraglich nur, ob die Stimmen auch wirklich helfen? Ich habe da so meine Zweifel. Ich lasse mich aber eines besseren belehren.

Grundsätzlich hat Gott eh' das letzte Wort. Entweder er lässt es jetzt schon durchgehen, damit sein Ziel ein Stück näher gebracht wird, oder er bremst die Durchsetzung der Homosexualität an Schulen noch, da die Zeit aus Gottes Sicht noch nicht reif dafür ist.

Also, früher oder später werden so oder so weitere, diverse, verkehrte Praktiken in den Alltag finden, wenn Gott es zulässt, damit sein Plan erfüllt werden. Er hat alles in seiner Hand. Bei IHM gerät nichts aus den Fugen.

Es wird so kommen wie zu den Zeiten Noahs, wenn wir solche Verhältnisse nicht schon teilweise haben.
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Beitragvon Servant » 14.01.2014 16:52

das denke ich auch ... denn das Wort Gottes sagt ganz klar das es so kommen wird - so wie zu Zeiten Nohas!

Ich persönlich sehe in meiner Unterschrieft Hauptsächlich als ein "Zeichensetzen" und ein Hinweisen auf die gute Ordnung Gottes.

Nachfolgend ein Artikel zum Thema - Schwedens Geschlecher Gleichstellungs Irrsinn

Sei, was du willst

Zeit hat geschrieben:Die Kinder sollen lernen, dass die traditionellen Lebensentwürfe, die sie von zu Hause oder aus ihrem familiären Umfeld kennen, nicht die einzigen sind. Ein großer Teil der Eltern, die ihre Kinder bei Egalia anmelden, lebt selbst in gleichgeschlechtlichen Beziehungen.


http://www.zeit.de/2012/34/C-Schule-Kin ... n-Schweden
http://www.zeit.de/2012/34/C-Schule-Kin ... en/seite-2
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Beitragvon albra-hdh » 14.01.2014 18:32

Ich sehe das auch wie Du Servant. Auch ich habe meine Unterschrift drunter gesetzt bei dieser Petition, da diese Praktik gegen die Ordnung Gottes ist und wir eine Vorbildfunktion haben.

Wenn die Petition aber nichts bringen sollte, bedeutet das, dass Gott es zulässt. Möglicherweise könnte es dadurch aber zu einem Aufruhr zzgl. einer Demo kommen. Ich für meinen Teil bin dann gegen eine solche Demo und werde nicht daran teilnehmen.

Ob das Fernbleiben oder dabei sein bei einer Demo falsch bzw. richtig ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es bleibt also jedem selbst überlassen, wie man das mt seinem Gewissen vereinbaren kann. Alles unterliegt dem Urteil Gottes.
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Beitragvon Snubnose » 15.01.2014 12:19

Ein Kommentar von einem der gegen die Petition ist. Was haltet ihr von dieser Argumentationsweise?

http://www.t-online.de/nachrichten/id_6 ... tlich.html

Sicher fußt unsere Gesellschaftsordnung auf dem christlichen Menschenbild. Es ist aber mehr als eine Binse, dass sich dieses Menschenbild im Lauf der Geschichte gewandelt, angepasst, verändert hat. So müsste sich mit ihm auch der Religionsunterricht wandeln. Keine Ahnung, was in der Ferne, im tiefsten Baden-Württemberg im Religionsunterricht gelehrt wird.

Ich meine, dass christlicher Religionsunterricht sensibel machen muss für die Minderheiten, für die, die alleine nicht stark genug sind. Ich bin mir nicht sicher, aber ein gewisser Jesus von Nazareth hat das getan. Die Christen, die von ihm her ihren Glauben und ihren Anspruch an die Gesamtgesellschaft formulieren, müssten sich vor diesem Hintergrund als Anwälte dieser Menschen sehen und nicht als ihre Ankläger.

Nicht auszudenken!
Aber hey, Ihr Petitionschristen, wenn die Botschaft des Nazareners Euch nervt, einfach eine weitere Petition verfassen und die Bergpredigt in der Schule verbieten oder gleich das ganze Neue Testament. Wo kämen wir denn da hin, wenn das Gelaber von Nächsten- und Feindesliebe von dem durchgeknallten Zottler, der garantiert ein schwerer Kiffer war, ungefiltert unsere Jugend begeistert? Die fangen am Ende noch an, die Schwuchteln so zu lieben wie sich selbst. Nicht auszudenken.

Der promovierte Theologe und promovierte Linguist Alexander Görlach (Jahrgang 1976) ist Gründer, Herausgeber und Chefredakteur von "The European". Görlach war zuvor für das ZDF, die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Süddeutsche Zeitung" und "Die Welt" tätig. Görlach war auch der Online-Ressortleiter des Politikmagazins "Cicero". Er ist als Experte regelmäßig bei N24 zu sehen. Görlach hat diverse Lehraufträge zu digitalem Wandel, u.a. an der Freien Universität Berlin.

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Beitragvon lutz » 15.01.2014 21:30

Snubnose hat geschrieben:Ein Kommentar von einem der gegen die Petition ist. Was haltet ihr von dieser Argumentationsweise? ...


Lass mich nur zu deinen eingestellten Zeilen schreiben und ich konnte bei aller reiflichen Überlegung wirklich nicht kürzer sein:

Das christliche Menschenbild hat sich freilich im Lauf der Geschichte nicht gewandelt. Es bleibt als Diagnose in unserer Bibel, so wie es von „Urzeiten“ an drin steht und verliert rein gar nichts an Wahrheitsgehalt.
Diese „Wandlung“ kann sich höchstens auf Akzeptanz oder … beziehen (also heute denkt man anders über den Menschen, weil …).
Wenn Religionsunterricht biblische Inhalte zu vermitteln hat, dann wird es keine Wandlung geben – auch nicht in „zig-tausend“ Jahren, weil sich die Grundlage nicht ändert – nämlich die Bibel (oder das von einem allwissenden Gott autorisierte Wort).
Man müsste schon mehr als allwissend sein, um hier Veränderungen vorzunehmen und wir wissen: das ist ganz vernünftig gedacht, unmöglich.

Er zielt in seiner Argumentation darauf, dass es darum ginge „Minderheiten zu diskriminieren“ bzw. „Minderheiten ihr Lebensrecht zu beschneiden“ …. „Minderheiten als total ausgelieferte, ungeschützte und ungeliebte Gruppe“.

Es ist natürlich Blödsinn, dass Christen von „ihrem Jesus“ einen Anspruch her formulieren müssen unter dem Gebot der „Nächstenliebe“, alles für gut zu finden, was der Andere tut.
Auf der anderen Seite ist es aber auch schwierig einem Menschen bewusst zu machen: ich lehne deinen Lebensstil ab, aber ich achte dich dennoch als „Mensch“ als „von Gott geschaffen“. Der Mensch, der sich über seinen Lebensstil definiert, wird sich immer als „diskriminiert“ oder „ungeliebt“ fühlen, wenn dieser Lebensstil negativ beurteilt wird.
Da kann man Beteuerungen machen ohne Ende, es wird nicht ankommen …

Also zitiere ich wenigstens für uns hier aus der Petition:
https://www.openpetition.de/petition/on ... egenbogens
„Wir unterstützen das Anliegen, Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle nicht zu diskriminieren. Bestehende Diskriminierung soll im Unterricht thematisiert werden“

So: jetzt wird ein Mensch der dazu gehört natürlich in Anspruch nehmen: dann lass mich doch leben, wie ich will, wenn du mich nicht diskriminieren willst – dann lass es doch zu, dass ich auch Andere von meinem Lebensstil informieren, begeistern, mitreißen möchte …
Hier ist es eben nicht mehr so einfach, weil es in die Bereiche von „gut“ und „böse“ (oder „nützlich“, „förderlich“, „legitim“ und entsprechend gegenteilig) geht.
Nun haben Christen einen „Leitfaden“ in Sachen „gut“ und „böse“ und auch der Ungläubige ist nicht ganz ohne Beurteilungsvermögen, wie wir aus Römer wissen. …
Und so sind es auch nicht nur Christen, die einen solchen Bildungsvorstoß (Petitionsthema) ablehnen.
In Einem kann Einheit durchaus plausibel gemacht werden: ein Lebensmotto nach dem das Böse genauso viel Entfaltung einklagen darf, wie das Gute – ist menschenfeindlich und letztlich total zerstörerisch.
Nur klaffen die moralischen Bewertungen sehr auseinander …

Zu möglichen eigenen Argumentationsweisen möchte ich noch einen sehr interessanten Vortrag (als PDF) hinzufügen.
Darin geht es jetzt nicht um diese Petition, sondern um die Problematik „homosexueller Partnerschaften“ im Pfarrhaus … Dennoch lesenswert und auch auf unser Thema anwendbar:
http://www.gemeindenetzwerk.org/wp-cont ... ent_a1.pdf
„Seit der 68er Bewegung ist es in unseren Breiten Brauch geworden, Begriffe politisch zu besetzen und umzuinterpretieren. Man hat das vom Kommunismus gelernt.

Unter „diskriminieren“ versteht man derzeit „benachteiligen und ausgrenzen“. Das Wort selbst bedeutet aber lediglich „unterscheiden“; so wurde es jedenfalls bisher in der Geschichte
gebraucht. Folge ist nun, dass Verschiedenes zu unterscheiden unter Verdikt gestellt wird und
dass ein Unterscheiden als Benachteiligung interpretiert wird. Mann und Frau sollen ja
ebenfalls nicht mehr unterschieden werden: „Gender“ lautet das Stichwort hier. Die „Kirche
des Wortes“ setzt dem keinen Widerstand entgegen, sondern spielt das böse Spiel weitgehend
mit. Das Diskriminierungsverbot, wenn man es recht versteht, verbietet, Gleiches ungleich zu
behandeln, es verlangt aber nicht, Ungleiches gleich zu behandeln. Genau das ist ja Unrecht.
So wird das Recht verdreht.“(Seite 12 der PDF).

Snubnose
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Beitragvon Snubnose » 24.01.2014 12:47

Heute wird übrigends in SWR "Nachtcafe" Sendebeginn um 22.00 Uhr auch über die Petition diskutiert:

Mit dabei sind (laut SWR-Ankündigung):
1.Andreas Stoch, Kultusminister in BaWü, verantwortlich für den Bildungsplan
2. Gabriel Stängle, der die (erste) Online.Petition ins Leben rief
3. Stephan Schmidpeters, dessen Sohn sich nach dem Coming out das Leben nahm
4. Hartmut Steeb, Generalsekretär der Ev. Allianz, der das traditionelle Bild von Ehe und Familie in Gefahr sieht
5. Ines Pohl, Chefredakteurin der taz, verheiratet mit einer Frau,die die Petition von Stängle für "populistische Stimmungsmache" hält
6. Bent Vanshotter, der mit Partner und Pflegekind in Berlin ein normales Familienleben lebt
7. Traudl Fuchs, 66, deren Tochter lesbisch ist
8. Jan Küpperbusch, 20, der einen eigenen Verein für mehr Aufklärung über Homosexualität in Schulen gegründet hat.

Der Stuttgarter CDU-Vorsitzende und Mitglied des Deutschen Bundestags, Stefan Kaufmann, wurde noch nachträglich von der Redaktion dazu eingeladen.

Snubnose
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Ein Weg weg vom Gott der Liebe

Beitragvon Snubnose » 25.01.2014 16:03

Wer will kann sich die Senung nochmals anschauen:
http://www.swr.de/nachtcafe/archiv/-/id ... 8/1sblwav/

Mit den ersten Sätzen vom Moderator Wieland Backes war schon klar, dass man die Argumente der Gegner des Bildungsplans weder versteht noch verstehen will.

Herr Backes verlässt durch seine geschickten Fragen immer wieder die neutrale Position eines guten Moderators und damit wird die ganze Diskussion schon sehr schnell einseitig.
Moderator Backes: "Die Homosexualität des CDU-Kaufmann steht für eine moderne, urbane Gesellschaft” Ganz klar: schwul = modern, hetero = rückständig
Muß man schwul oder lesbisch sein um in Deutschland Anerkennung zu bekommen?

Die Arroganz von diesem Herrn Stoch und wie der mit dem Herrn Stängele umgesprungen ist und mit welchen "Nettigkeiten" er dessen Meinung beleidigt (was "natürlich" nicht stimmt ...) hat, wofür er
allgemeine Zustimmung (oder Akzeptanz) signalisiert bekam, waren schwer zu ertragen.
Dann berichtete Traude Fuchs von der "Segnung" ihrer Tochter und meinte die Kirche segnet Waffen ect. warum soll sie nicht auch Homosexuelle segnen? Sie meinte noch die Kirche muß
die Menschen dort abholen wo sie sind und meinte zu denen die Homosexualität nicht befürworten, das die auf dem Holzweg sind.
Andreas Stoch der Baden Württembergische Kultusminister warf noch Hartmut Steeb vor, das Gott das nicht machen würde (er meinte damit Homosexuelle nicht zu tolerieren) Es sei ein Weg weg vom Gott der Liebe und er meinte Jesus hat niemanden weggeschickt."
Klar, daß jetzt natürlich noch der “Beweis” erbracht wird, daß Kinder in Regenbogenfamilien natürlich überhaupt keine Nachteile haben.
Auf mich wirkte die Talk-Sendung wie eine Werbeveranstaltung der Pro-Homo-Lobbyisten.


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