Wer oder was ist (klassisch) evangelikal?

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 25.07.2014 13:03

Hallo Servant!
Das Thema dieses Stranges ist "Wer oder was ist (klassisch) evangelikal?" nicht die katholische Kirche oder die Ökumäne! Hast Du auch zu dem Eingangsthema auch eigene Gedanken oder kannst Du nur Fremdbeiträge in Form von Links, im Forum reinsetzen?
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 25.07.2014 14:11

Hallo Joschie,

natürlich, ich kann auch eigene Gedanken hier Beisteuern, nur wie du siehst wollte ich einen Beitrag beisteuern den ich als Ergänzung zu diesem Thema sah. Zu mindestens kann man hier sehen was der "Evangelikalismus" heute ist und der ist nun halt mal ökumenisch (im Geiste des ÖRK, auch wenn sie das natürlich Bestreiten) ausgerichtet. Der "klassische Evangelikale", so könnte man meinen, zielte noch darauf ab den Menschen durch ein biblisches Evangelium für den Herrn Jesus Christus zu gewinnen, und das der Mensch eben auch in eine lebendige auf das Wort Gottes ausgerichtete Beziehung kommt. Er liebte das Wort, er liebte den Bruder und liebte den Herrn Jesus und wollte IHM folgen. Das wären sicher ein Paar Punkte, die einen "Evangelikalen" ausgemacht hätten - nur ist es heute leider weder in der EV.A., noch in der WEA so.
Das hier hätte ein Evangelikaler von damals gar nicht erst mitgemacht: hier Kurz und knapp.

Aber vielleicht hast du ja noch einen Beitrag, den du selber durchdacht hast und beisteuern könntest.

Liebe Grüße

Arne
1. Korinther 15,50 - wie kommt man dort hinein? Johannes Ev. 3,1-18; Joh. 12, 44f; 1.Thes. 1, 9.10

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Beitragvon Servant » 25.07.2014 21:28

... außerdem muß man dann auch Fragen - wie soll man das überhaupt konkret Beantworten, denn der "evangelikalismus" wird in jedem Land anders interpretiert und Verstanden (Entwicklungen innerhalb des evangelikalismus - siehe hierzu auch das Buch "Der Griff zur Macht", oder im "Angriff auf die Wahrheit"). Guts Nächtle.
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Joschie
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Beitragvon Joschie » 28.07.2014 17:48

Es gab in Deutschland nie eine homogene evangelikale Bewegung. Schon das Wort evangelikal ist eigentlich für Deutschland ein Paradoxum, da dieses Wort ja im eigentlichen Sinn in der englischen Sprache ja evangelisch bedeutet. Die evangelikale Bewegung ist durch die vielen verschiedenen Gemeinden und Strömungen doch sehr unterschiedlich und vielfältig, hinzu kommen noch die sehr unterschiedlichen geschichtlichen Hintergründe. Die evangelikale Bewegung kann man auch nicht mit dem amerikanischen Fundamentalismus der 20-30iger Jahre gleichsetzen. Da gibt es zwischen den beiden Bewegungen schon große Unterschiede. Es gibt ja den Spruch: "Der Garten vom Nachbarn ist immer grüner, als der eigene Garten". Bei etlichen Christen habe ich immer mehr den Eindruck: "Der Garten vom Nachbarn (andere Gemeinden), ist immer im Gegensatz zum eigenen Garten (eigene Gemeinde), immer voller Unkraut und braun". Das Hauptproblem der Evangelikalen in Deutschland ist, dass sie sich von den Solas verabschiedet haben, wo es auch da verschiedene Abstufungen gibt. Hinzu kommt, dass das Bibelverständnis und der Mangel an die Kenntnisse über die grundlegenden christlichen Hauptlehren in sehr großem Maß abgenommen hat. Diese Tendenz ist bei fast allen christlichen Gemeinden in Deutschland zu beobachten, leider! Diese Tendenz ist bei fast allen christlichen Gemeinden in Deutschland zu beobachten, leider! Ich beobachte immer wider für mich unerträgliche Grabenkämpfe, wo es oft um Sachverhalte geht, wo ich bei Nährer Betrachtung oft nur mit dem Kopf schütteln kann. Weil da kleine Hölzchen zu unüberwindbaren Wäldern aufgeblasen werden und dieses alles in einer Zeit, wo große Landstriche in Deutschland so gut wie entchristlicht sind.
C.H. Spurgeon sagte einst:
„Es ist das größte Glück der Welt, ein Seelengewinner zu sein. Und mit jeder Seele, die du zu Jesus Christus führst, erscheint es dir, als käme ein neuer Himmel hier auf die Erde.“

Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 28.07.2014 18:29

Ich beobachte immer wider für mich unerträgliche Grabenkämpfe, wo es oft um Sachverhalte geht, wo ich bei Nährer Betrachtung oft nur mit dem Kopf schütteln kann. Weil da kleine Hölzchen zu unüberwindbaren Wäldern aufgeblasen werden und dieses alles in einer Zeit, wo große Landstriche in Deutschland so gut wie entchristlicht sind.


Das "Miteinander für Europa" von einen Deutschen Evangelikalen als evangeliumsgemäß Bezeichnet wurde ist für mich kein "kleines Hölzchen" das man aufbläßt - das ist ein ganzer Waldbrannt und Totalausverkauf des Heils in Jesus Christus - da gehört einfach ein Graben hin und wehe den Brückenbauern.

Aber das meinst du damit sicher nicht! ... als du das Beispiel mit dem zum Wald aufgeblasenen Hölzchen dachtest.

Gruß
Arne
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