Betet und denkt an die verfolgten Geschwister

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 28.12.2011 11:36

Stimmen zum Tod von Diktator Kim Jong ll

(Open Doors) - Unter aus Nordkorea geflüchteten Menschen hat die Nachricht vom Tod des langjährigen Machthabers Kim Jong ll gemischte Gefühle ausgelöst. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfahren hat, sind einige schockiert über den Tod des selbst
ernannten "Geliebten Führers" und trauern aufrichtig. Doch für christliche Flüchtlinge ist es schmerzvoll, nun die gleichen Bilder einer kollektiven Hysterie mit anzusehen, wie nach dem Tod seines Vaters, Kim ll Sung, im Jahr 1994.

Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors fragte christliche Nordkoreaner, die heute im Ausland leben, mit welchen Gefühlen sie auf den Tod von Kim Jong ll blicken.

"Ich erinnere mich, wie ich damals nach dem Tod von Kim ll Sung vor seiner Statue in meiner Stadt stand und nichts empfunden habe", sagt Nhan*. "Aber wir mussten alle weinen und trauern, sonst wären wir bestraft worden. Ich ritzte mir mit einem Nagel in die Haut, so dass ich vor Schmerz laut schreien musste. Deshalb glaube ich, dass viele Tränen für Kim Jong Il in diesen Tagen nur als öffentlicher Show-Akt vergossen werden."

"Sie werden kämpfen"

Die Nordkoreanerin Eun-Mi* berichtet: "Jemand rief mich an und sagte, ich solle den Fernseher einschalten: Kim Jong ll sei tot. Ich konnte es kaum glauben. Es war komisch: Früher dachte ich, ich würde glücklich sein über diese Nachricht. Doch als Christ weiß ich, dass ich auch meine Feinde lieben sollte. Früher hätte ich Kim Jong ll am liebsten umgebracht. Das belastete mich als Christin sehr." Eun-Mi ist froh darüber, in diesen Tagen nicht in Nordkorea sein zu müssen. "Ich wäre verpflichtet gewesen, auch vor den Statuen zu weinen wie eine Trauernde. Es gibt sicherlich viele, die tatsächlich traurig sind und für die eine Welt zusammengebrochen ist. Aber andere sind einfach nur unwissend über die Familie Kim, so wie ich einst. Manche hier in meiner neuen Heimat haben mir gratuliert und gesagt, nun sei die Zeit der Wiedervereinigung nahe. Doch ich glaube, das ist ein Trugschluss: Nur weil der Machthaber gestorben ist, ist nicht das gesamte Haus eingestürzt. Jene, die die Macht geschmeckt haben, werden sie nicht einfach wieder abgeben. Sie werden kämpfen. Ich hoffe so sehr, dass ein neuer Leiter aufsteht, der wirklich fähig ist, das Land zu verändern. Gott hat die Gebete der vielen Christen - gleich ob aus Nordkorea oder dem Ausland - nicht vergessen. Eines Tages wird Korea wieder eins sein. Ich hoffe, wir werden dafür bereit sein."

"Ich kann nicht trauern"

Hwang*, ein anderer Flüchtling schildert seine Gefühle so: "Ich konnte es kaum glauben! Ist es wirklich wahr, dass Kim Jong ll tot ist? Wie kann ich darüber traurig sein, nach all dem, was er mir und meiner Familie angetan hat? Nordkorea ist geteilt und meine Kindheit musste ich auf der Straße verbringen. Aber ich sorge mich nun noch mehr um die Zukunft meiner Heimat. Es wird einen Machtkampf geben. Alles kam passieren."

Hintergrund:

Am 17. Dezember 2011 ist Nordkoreas langjähriger Staatschef Kim Jong
ll Berichten zufolge an einem Herzinfarkt gestorben. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors ist bei Prognosen hinsichtlich einer positiven Entwicklung der Lage für die Christen im Land zurückhaltend. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass sich unter der jetzigen Führungsriege für die Menschen in dem abgeschotteten Land schnell etwas verändere. Berichten nordkoreanischer Christen zufolge soll Kim Jong Un - der dritte Sohn von Kim Jong ll gilt als künftiger Machthaber - schon zu Lebzeiten seines Vaters Anstrengungen unternommen haben, verbotene religiöse Aktivitäten im Untergrund aufzudecken. Es sei zu verstärkten Hausdurchsuchungen gekommen; Spione seien gezielt dazu ausgebildet worden, religiöse Netzwerke zu unterwandern.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert


Gebetsanliegen:

•Beten Sie, dass der künftige Machthaber in Nordkorea seine Entscheidungen zum Wohle des Volkes trifft.
•Beten Sie für die Christen und anderen Gefangenen in den landesweiten Arbeitslagern.
•Beten Sie für die heimlichen Christen im "Untergrund" von Nordkorea. Auch von ihnen wird nun verlangt, sich an der kollektiven Trauer zu beteiligen. Sie brauchen viel Weisheit, da sie sich nicht vor den landesweiten Statuen der verstorbenen Machthaber verneigen wollen.


Werden Sie jetzt aktiv für Nordkorea
Mit der Aktion "Bete für Nordkorea" ruft Open Doors zum Gebet für die Christen im Untergrund und für eine Veränderung im Land auf. Hier erfahren Sie mehr
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Beitragvon Joschie » 26.01.2012 10:29

Nigeria(Nord): Mit Bomben und Terror werden Christen vertrieben
Terrorgruppe "Boko Haram" setzt Anschlagsserie fort - Open Doors stellt einige Dienste vorerst ein

- Panik, Angst und Trauer, so beschreiben einheimische Mitarbeiter des Hilfswerkes Open Doors in Nigeria die Atmosphäre nach den zahlreichen Anschlägen der radikal-islamischen Terrorgruppe "Boko Haram". Ihr Kampf gegen die Regierung, Sicherheitskräfte und insbesondere Christen hinterlässt eine Blutspur, die sich durch den gesamten Norden des Landes zieht. Viele Familien trauern um Angehörige; Verletzte liegen in Krankenhäusern, Häuser und Gebäude liegen in Trümmern. Mehrere christliche Gemeinden haben ihre Versammlungsstätten verloren. Unter Christen ist die Stimmung äußerst angespannt: "Wir gehen davon aus, dass der Massenexodus Richtung Süden nun begonnen hat", erklärte ein Team-Mitglied von Open Doors.

Einige Dienste vorerst eingestellt

Seit Jahren unterstützt Open Doors Christen und Kirchen im islamisch geprägten Norden des westafrikanischen Landes. Aufgrund der Gefahrenlage wurden nun Dienste wie Schulungen und Nothilfe-Projekte in betroffenen Städten vorerst ausgesetzt. So mussten Ende des vorigen Jahres theologische Seminare gestoppt werden. Unter anderem in Maiduguri. Dort hatten "Boko Haram"-Kämpfer innerhalb von drei Tagen zehn Bomben an verschiedenen Plätzen der Stadt gezündet. Zwei Seminarteilnehmer wurden niedergeschossen, als sie in ihr Haus zurückkehrt waren. Einer von ihnen war Pastor einer örtlichen "Church of Christ in Nigeria" (COCIN). "Doch trotz der Gefahr haben uns die Teilnehmer gebeten, die Schulungen fortzusetzen. Sie wollen ihre theologische Ausbildung abschließen", so ein Mitarbeiter. Derzeit untersucht ein einheimisches Team von Open Doors, welche der von den Anschlägen an Weihnachten 2011 Betroffenen noch unversorgt sind und dringend Hilfe benötigen. Nach dem Anschlag auf eine Kirche in Abuja hatten einige bereits Hilfe von der Regierung erhalten. Um den Christen in Nigeria in dieser schweren Zeit auch geistlich beistehen, bittet Open Doors um Gebet. Einige Gebetsanliegen finden Sie am Ende dieser Meldung.

Christenfreier Norden

Das vergangene Jahr war ein Jahr des Terrors für die nigerianischen Christen. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex (WVI) rückte das Land von Platz 23 auf den 13. Rang vor. Mindestens 300 Christen wurden im Berichtszeitraum zum WVI aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses getötet. Die Dunkelziffer könnte zwischen 1.000 und 1.500 liegen. Die Islamistengruppe "Boko Haram" will ganz Nigeria zu einem streng islamischen Gottesstaat machen. Anfang dieses Jahres hatte die Terrorgruppe, deren Name "moderne Erziehung ist Sünde" bedeutet, im Norden lebende Christen ultimativ aufgefordert, die Region zu verlassen. Muslime aus dem Süden sollten in den Norden zurückkehren. Boko Haram lehnt jeden "westlichen" Lebensstil und das Christentum strikt ab. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wo die Terroristen wieder zuschlagen werden. Denn dass die schon als "Taliban Nigerias" bezeichnete Gruppe ihren Kampf gegen alles in ihren Augen "Unislamische" fortsetzen wird, gilt als sicher. Bereits nach Ablauf des Ultimatums Anfang Januar kam es zur Tötung von mehr als 50 Christen in Gombe, Adamawa, Maiduguri (Borno) und Tafawa Balewa (Bauchi). In den nördlichen Staaten Kaduna, Niger, Kano und Zamfara wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Anschlagsserie fortgesetzt

An diesem Wochenende hatte die radikale Gruppe erneut zugeschlagen und ein Bild hinterlassen, das von Zerstörungswut und Hass gegen die eigenen Landsleute zeugt. In einem Bekennerschreiben bezeichnete der Führer der "Boko Haram", Abubakar Shekau, die Anschläge als Vergeltungsmaßnahmen nach den jüngsten Verhaftungen einiger ihrer Mitglieder. Ihr Kampf richte sich gegen die Regierung, die Sicherheitskräfte und die Christen, weil "sie uns abgeschlachtet haben". Nach mehreren koordinierten Bombenanschlägen in Kano und Bauchi könnte die Opferzahl auf mehr als 200 Tote ansteigen; viele andere wurden verletzt. Noch immer werden Menschen aus den zerstörten Gebäuden geborgen. Während die Anschläge an Weihnachten vor allem Christen und Kirchen galten, sprengten Autobomben und Selbstmordattentäter in Kano, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, Polizeistationen und öffentliche Einrichtungen in die Luft. Einige der Angreifer sollen Polizeiuniformen getragen haben. Die Gruppe ist gut organisiert und soll über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, ihren Kampf fortzuführen. Anhänger sollen offenbar bereits kommunale Verwaltungen und Sicherheitskräfte unterwandert und auch Verbindungen zur Al Kaida im nordafrikanischen Maghreb haben.

Gebetsanliegen:

•Beten Sie für die Christen im Norden Nigerias, dass sie stark in ihrem Glauben bleiben.
•Beten Sie für die Angehörigen der Todesopfer und die vielen Verletzten. Möge Gott ihnen in ihrer Trauer und Bewältigung des Erlebten beistehen und sie trösten.
•Beten Sie für die Kinder, die bereits so viel Leid mit ansehen mussten.
•Beten Sie für ein Ende der Gewalt. Mögen die Anhänger der "Boko Haram" ihren blutigen Kampf im Norden des Landes beenden. Beten Sie für einen Sinneswandel der Kämpfer.
•Beten Sie für die Familien, die bereits auf der Flucht sind. Viele wollen aus der Gefahrenregion fliehen, doch sie haben keine Anlaufstelle und auch nicht die nötigen Mittel für einen Neubeginn.
•Beten Sie für die Leiter der örtlichen Kirchen. Sie stehen vor der Herausforderung, besonders auf die jungen Menschen positiv einzuwirken. Unter dem andauernden Verfolgungsdruck ist die Gefahr von Vergeltungsschlägen durch christliche Nigerianer groß.
•Beten Sie auch für unser Team in Nigeria, um Bewahrung und Weisheit. Möglicherweise werden ihre Aktivitäten auch von Anhängern der "Boko Haram" beobachtet.
•Beten Sie für die Regierung, dass sie fähig ist, die Lage unter Kontrolle zu bringen und den Menschen Schutz zu gewähren. Selbst in Regierungskreisen soll es "Boko Haram"-Anhänger geben, die möglicherweise Zugang zu sensiblen und strategischen Informationen haben
Quelle:hier
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Beitragvon Joschie » 13.04.2012 19:02

Nordkorea: Christenverfolgung mit System

BERICHT: Christen gelten als "revolutionäre Elemente" - Agenten im Aufspüren von Christen geschult

(Open Doors) - Die Vorbereitungen zum 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung laufen in Nordkorea auf Hochtouren. Am 15. April soll dem zum "Ewigen Präsidenten" erklärten verstorbenen Machthaber kollektiv gehuldigt werden. Besonders die Christen in Nordkorea stellt das Jubiläum vor neue Herausforderungen. Sie lehnen den götzenhaften Personenkult ab, sind aber gezwungen, an den gigantischen Feierlichkeiten teilzunehmen. Denn die staatliche wie auch gesellschaftliche Kontrolle ist extrem hoch. Mit einem ausgeklügelten System werden Sicherheitskräfte gezielt darin ausbildet, allein an der Körperhaltung zu erkennen, ob jemand religiöse Tendenzen hat. Lesen Sie in dem nachfolgenden Bericht mehr über das systematische Aufspüren von Christen.

Der Platz mit der monumentalen Bronzestatue von Kim Il Sung in Pjöngjang ist Kult- und Pilgerstätte in der Hauptstadt Pjöngjang. Wenngleich viele Bürger das Blumenablegen und Verbeugen als Zeichen absoluter Verehrung zelebrieren, ist der Personenkult um Kim Il Sung von Staats wegen jedem Bürger verordnet. Parteimitglieder und äußerst regierungstreue Bürger dürfen Abzeichen mit dem Konterfei Kims tragen. Propagandatafeln der Kim-Dynastie sind allgegenwärtig, Bilder von ihnen hängen in den Wohnungen, werden abgestaubt und geehrt. Auch Christen in Nordkorea sind gezwungen, zum eigenen und dem Schutz ihrer Familie diesen Personenkult pro forma mitzumachen. Sie ringen mit dieser Form von Götzendienst, erklärt Jan Vermeer, Buchautor und Mitarbeiter von Open Doors für die Region Nordkorea. Letztes Jahr erschien die deutsche Ausgabe seines Nordkoreabuches "Das Haus mit dem Zeichen". Über ein gewachsenes Netzwerk an Kontakten unterstützt das Hilfswerk Open Doors Christen in Nordkorea mit Lebensmitteln und Kleidung, Bibeln und anderer christlicher Literatur. Nach Gebetsaufrufen setzen sich bereits tausende von Betern aus Deutschland und anderen Ländern für verfolgte Christen in Nordkorea ein. Allein in Deutschland gibt es derzeit über 2.000 verbindliche Gebetspartner in der Aktion "Bete für Nordkorea".


Im Herzen Jesus anbeten

"Der 15. April ist in Nordkorea der 'Tag der Sonne'. Erwartet werden prunkvolle Feiern, Sportfeste sowohl in Pjöngjang als auch in anderen Städten. Sich diesen Feierlichkeiten zu entziehen, ist für Christen unmöglich", so Jan Vermeer. "Sie wollen an ihrem Glauben festhalten", weiß er aus Berichten einheimischer Gläubiger. "Aber sie wissen auch, dass die Verweigerung des Personenkultes sie, ihre Familie und ihre Hausgemeinde, wenn nicht gar ganze Netzwerke von Christen in Gefahr bringen würde. Also geben sie äußerlich vor, staatskonform zu sein. Im Inneren beten sie Jesus an und wollen Salz und Licht für ihr Land sein."

Verfolgung mit System

Jeglicher Verdacht auf subversive Tendenzen wird in Nordkorea wie ein Verbrechen geahndet. Wer nicht konform geht mit der verordneten Staatsideologie und nicht bedingungslose Verehrung für die Machthaber - sowohl für den derzeitigen Kim Jong Un als auch für die früheren Regenten - zeigt, ist stigmatisiert und steht unter Beobachtung. Weitere Maßnahmen reichen von ideologischer (Um)Schulung bis hin zur Einweisung in ein Umerziehungslager.
Christen gelten per se als "reaktionäre Elemente" - als Staatsfeinde. Zwar gesteht Artikel 68 der Verfassung der Demokratischen Volksrepublik Bürgern die freie Ausübung ihrer Religion zu, einschließlich den Bau von Gebäuden für religiöse Zwecke sowie das Abhalten von religiösen Riten, jedoch darf Religion nicht verwendet werden "zur Einführung ausländischer Kräfte oder um die staatliche und gesellschaftliche Ordnung zu verletzen". Der christliche Glaube gilt als Bedrohung für die nationale Sicherheit, berichteten aus Nordkorea geflüchtete ehemalige Polizei- und Sicherheitsbeamte des Landes der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit*. Die Verbreitung des Christentums in Nordkorea gelte als von Südkoreanern und den USA erdachte Verschwörung zur Untergrabung oder Vernichtung der nordkoreanischen Regierung.
Unter diesem Generalverdacht, so Open Doors, würden es die schätzungsweise 200.000 bis 400.000 Christen in Nordkorea niemals wagen, ihren Glauben "frei" auszuleben. Zwar stehen in Pjöngjang einige Kirchengebäude (Foto), doch lediglich zur Propaganda angeblicher Glaubensfreiheit gegenüber ausländischen Besuchern. Die Realität sieht anders aus: Nur im Verborgenen können sich Christen - wenn überhaupt - treffen. Nahezu 70.000 Christen sind derzeit im Arbeitslager. Seit Jahren führt Nordkorea den Weltverfolgungsindex von Open Doors an.
So wurde im Jahr 2009 Ri Hyon-Ok, eine 33-jährige Christin, wegen Bibelverbreitung und angeblicher Spionage verhaftet und öffentlich hingerichtet. Ihre Kinder, ihr Mann und ihre Eltern kamen ins Straflager. Ob sie noch leben ist ungewiss. Im darauffolgenden Jahr wurden im Mai drei Christen hingerichtet, die sich heimlich in einer Untergrundgemeinde in Kuwal-dong (Provinz Pyongan) versammelt hatten. 20 weitere Mitglieder der Hausgemeinde kamen ins Arbeitslager Nr. 15 in Yodok, ein Lager für überwiegend politische Gefangene. Von der Verhaftung eines Angehörigen berichtete ein nordkoreanischer Flüchtling: "Ein angeheirateter Verwandter wurde gefasst, als er eine Bibel verschenkte. Deshalb wurde seine ganze Familie ins Strafarbeitslager 22 gebracht."

Unterricht im Aufspüren von Christen

Für die Verfolgung und den offensichtlichen Kampf gegen das Christentum gibt es in Nordkorea ein ausgeklügeltes System. Nach Aussage ehemaliger Geheimagenten gibt es vier für die Überwachung zuständige Organisationen: das Amt für Nationale Sicherheit (NSA), das Amt für öffentliche Sicherheit (PSA), das Nachbarschaftskomitee und die Partei. Das PSA besteht aus allgemeinen Polizeikräften und sammelt Informationen über jeden Bürger in Einwohnermeldeakten. Die Personalakten lagern bei der NSA und enthalten auch Informationen über Familienhintergründe, frühere religiöse Aktivitäten und politische Neigungen. Das NSA koordiniert die Bestrebungen zur Aufdeckung "reaktionärer Elemente" und "regierungsfeindlicher Kräfte" innerhalb Nordkoreas. Oft werden verhaftete Christen für weitere Ermittlungen dem NSA überstellt. Ein früherer NSA-Agent, seinerzeit zuständig für das Aufspüren einer bestimmte Gruppe religiöser Personen, berichtete: "Sie wurden alle hingerichtet. Alles, was wir brauchten, um jemanden zu verhaften, ist ein einziger Beweis – wie die Bibel mit jemandes Namen darauf. Falls eine Bibel gefunden wird, lässt das NSA sie zunächst liegen, bis der Besitzer auftaucht. Dann wird er verhaftet."
Der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit berichteten ehemalige geflohene Sicherheitsbeamte von ihrem Auftrag, kleine Gruppen von Christen ausfindig zu machen und auszuschalten. Die Männer arbeiteten für das NSA, das PSA und das Basisparteikomitee. Ihren Aussagen nach untergräbt schon das Besitzen von Büchern mit religiösem Inhalt oder anderen den eigenen Glauben weiterzugeben, die Autorität des Regimes. Spitzel des Regimes werden mit Medaillen, einer Gehaltserhöhung oder der Beförderung für die Identifizierung und Festnahme "religiöser Verbrecher" belohnt. Ein Absolvent der Nationalen Universität für Sicherheit und Verteidigung berichtete, das NSA wähle gezielt Studenten für ein Religionsstudium aus, um Religionsanhänger aufzuspüren. Für die Schulungen werden Bibeln in mehreren Sprachen verwendet. NSA-Beamte lernen spezielle Frage- und Verhörtechniken. Ein NSA-Informant gab an, er lernte es, Ausschau zu halten nach Personen, die mit geschlossenen Augen still verharren und meditieren oder nach einst passionierten Rauchern oder Gewohnheitstrinkern, die das Rauchen bzw. Trinken plötzlich aufgeben haben. Unter dem neuen Machthaber Kim Jong-Un, dem Enkel von Kim Il Sung, hat Nordkorea seine Bemühungen verstärkt, jede religiöse Aktivität aufzudecken, erfuhr Open Doors. Es gibt zunehmend Hausdurchsuchungen, weitere Agenten wurden geschult und ausgesandt.
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Beitragvon Joschie » 05.07.2012 08:32

Sudan: Christ kämpft um seine Familie.

Gefährliches Unterfangen: Der Konvertit aus dem Islam könnte wegen Apostasie angeklagt werden

(Open Doors) - Christen in anderen Ländern erleben auf vielfache Weise, dass ihr Bekenntnis zu Jesus verbunden ist mit schmerzvollen Verlusten. Das musste auch Mohammed Khidir Khalil erfahren. Noch vor einem Jahr glaubte er sich mit seiner Familie in Sicherheit. Doch es kam anders: Nicht nur verlor er Frau und Kinder. Dem 38-jährigen ehemaligen Muslim aus dem Sudan droht auch, wegen "Apostasie" (Abkehr vom Islam) angeklagt zu werden. In seiner Heimat gilt das als todeswürdiges Verbrechen.

Open Doors, das sich im Sudan für verfolgte Christen u.a. mit Literaturprojekten und Schulungen sowie Hilfen zur Existenzsicherung einsetzt, bittet, für Mohammed Khidir Khalil in dieser äußerst schwierigen Zeit zu beten. Derzeit belegt der Sudan Platz 16 auf dem Weltverfolgungsindex.

Rückblick: Vor zwölf Jahren kehrte Khalil aus dem ägyptischen Alexandria zurück in den Sudan. Zwei Jahre war er zum Studieren weg von seiner Heimat gewesen. Er hatte sich verändert: Aus dem praktizierenden Sufi-Muslim war ein Atheist geworden. Zurück im Sudan lernte er einen US-amerikanischen Pastor kennen. Khalil war bewegt von dessen Glauben und von Jesus als den "Guten Hirten". Ein Jahr später wurde er Christ. Seine muslimische Familie erfuhr davon und der Vater will ihn sogar erschießen, weil er dem Gott der Christen folgt. Khalil gelang die Flucht in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo ihn eine sudanesische Familie aufnahm. Mit Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen dem Norden und dem Süden des Sudan im Jahr 2005 kehrte Khalil wieder heim. Er wird Englischlehrer und entwickelte u.a. ein Alphabetisierungsprogramm für Kinder in Nobiin, eine der wichtigsten Sprache der Nubier im Sudan. Khalil schrieb auch Gedichte und übersetzte Kirchenlieder und Bibelverse. Vor fünf Jahren lernte er Manal Hassan kennen. Sie sei weder Muslima noch Christin, versicherte sie ihm. Das Paar heiratete, denn Hassans muslimische Familie hatte nichts gegen die Verbindung. Das sollte sich jedoch ändern, als auch Hassan mit in die Kirche ging. Die Verwandten machten Druck, drohten dem Paar und als sie Lage immer gefährlicher wurde, floh es außer Landes. Ägypten sollte ihre neue Heimat werden. Vom Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) wurden sie als Flüchtlinge anerkannt und konnten somit bleiben.

Frau und Kinder weg

Im August vorigen Jahres kam dann die Wende: Nach einem Besuch seiner Schwiegermutter aus dem Sudan war plötzlich auch seine Frau mit den beiden Söhnen weg. "Ohne mein Wissen nahm sie meine Frau und die Kinder mit zurück in den Sudan", erzählte Khalil. Er erfuhr, dass sie die Scheidung eingereicht hat und sich nun zum Islam bekennt. Ein sudanesisches Gericht sprach automatisch seiner Frau das Sorgerecht für die Söhne zu. Er darf sie nicht sehen. "Ich bin aufgebracht gegen das Gericht, das einem verbietet, seine Kinder zu sehen", sagte Khalil und erhob Einspruch. Er will kämpfen. Ende des vorigen Jahres reiste er in den Sudan. Im April 2012 wagte er den Versuch, die Kinder zu sehen. Doch Hassans Familie drohte mit der Polizei. Khalils Vorstoß ist nicht ungefährlich: Denn leicht könnte er wegen seiner Abkehr vom Islam vor ein Schariagericht gestellt werden. Anders als im christlich-animistischen Südsudan gilt im muslimischen Sudan das islamische Recht. "Das könnte zu meiner Verurteilung zum Tode führen", sagte Khalil. "Aber ich bin dafür bereit. Ich möchte, dass die Weltöffentlichkeit das weiß."

Bitte stehen Sie Mohammed Khidir Khalil in dieser äußerst schwierigen Zeit mit Ihrem Gebet bei.
•Beten Sie um innere Stärkung und Weisheit für die nächsten Schritte, um seine Kinder sehen zu können.
•Beten Sie, dass das Paar wieder zusammenfindet.
•Beten Sie auch für die Familie von Hassan, dass sie ihre feindselige Haltung gegenüber Khalil aufgibt und es zur Versöhnung kommt.
Quelle: Open Doors
Zuletzt geändert von Joschie am 19.09.2013 08:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Indien

Beitragvon Joschie » 12.10.2012 08:55

Mob stürmt Häuser von Christen

Christen verjagt und ausgestoßen–Polizei hält sich zurück

Polizei hält sich zurück(KELKHEIM, 5. Oktober 2012) – Gleich zweimal griffen im vergangenen Monat radikale Hindus eine christliche Siedlung in Bhanpuri an, einem entlegenen Dorf im Bundesstaat Chhattisgarh. Nach Angaben eines Augenzeugen verprügelten sie die Christen, zwangen sie zur Teilnahme an hinduistischen Anbetungsritualen und beschädigten mehrere Privathäuser.

Gottesdienst gestürmt

Die kleine Gemeinschaft hatte sich gerade zum Gottesdienst im Haus von Daminbai Sahu getroffen, der erst kürzlich zum christlichen Glauben gekommen war. Plötzlich stürmte eine Gruppe von Dorfbewohnern in das Haus und schlug auf mehrere der Anwesenden ein. Unter ihnen befand sich auch der Pastor der Philadelphia Fellowship namens "Dada". Die Angreifer beschuldigten ihn, Hindus gewaltsam zum Übertritt zum Christentum bekehrt zu haben und schleiften ihn aus dem Haus. Unter den Augen einer rasch anwachsenden Menschenmenge jagten die Extremisten den Pastor davon und drohten ihn zu töten, sollte er noch einmal zurückkehren. Reverend Sandeep Claudius von der Church of God schilderte, dass die Angreifer bis spät in die Nacht hinein Christen dazu zwangen, ihren Glauben zu verleugnen.

Zweiter Angriff

Am folgenden Abend stürmte ein Mob von etwa 600 Hindu-Extremisten erneut die Häuser von fünf christlichen Familien, die sich zu der Philadelphia Fellowship halten. Sie wurden als "Ungläubige" beschimpft und ebenfalls der Zwangsbekehrung von Hindus zum Christentum beschuldigt. Die Angreifer zerstörten Türen, beschädigten Haushaltsgegenstände und die Häuser, wie Augenzeugen berichteten. Reverend Claudius schilderte, wie die Christen gezwungen wurden, sich vor Hindu-Götzen zu verneigen und Hindu-Gesänge anzustimmen. (Statue einer Hindugottheit in Dehli)

"Wir bleiben treu!"


"Wir werden Christus nicht aufgeben, selbst wenn es unser Leben kostet, denn er hat unsere Sünden vergeben und uns neues Leben geschenkt!", erklärte Deherram Sahu, eines der Opfer, gegenüber Open Doors News. Die Extremisten jagten ihn und Angehörige drei weiterer christlicher Familien um ein Uhr morgens hinaus in den Monsunregen. Im zwölf Kilometer entfernten Balod fanden sie schließlich Zuflucht bei anderen Christen.

Zurück blieben unter anderem ältere Christen und Kinder, die ihre Häuser nicht verlassen konnten. Man verbot ihnen, Wasser aus dem Dorfbrunnen zu schöpfen. Als radikale Hindus erfuhren, dass die Christen Regenwasser gesammelt hatten, kamen sie und warfen die Behälter um.

Polizei reagiert zögerlich

Erst nach einigen Tagen konnten Gemeindeleiter aus der Region die zurückgebliebenen Christen retten. Die verständigten Polizeibeamten weigerten sich jedoch zunächst, der Beschwerde der Christen nachzugehen: "Sie haben uns geraten, nach Hause zu gehen und die Hindu-Götter anzubeten", berichtet Philip. Erst nach fortgesetztem Einsatz mehrerer Kirchenleiter erklärten sich die Beamten bereit, eine offizielle Beschwerde der vier vertriebenen Gemeindemitglieder aufzunehmen. Bislang ist es jedoch noch zu keinen weiteren Ermittlungen gekommen.

Jahrelange Drangsalierung

Seitdem sich im Jahr 2006 die ersten Dorfbewohner entschieden haben, Jesus nachzufolgen, schlägt ihnen die Ablehnung der Dorfgemeinschaft entgegen. Reverend Philip schildert den Alltag der Christen: "Ihnen wurde verboten, im Dorf etwas zu kaufen oder zu verkaufen oder Wasser aus dem Dorfbrunnen zu schöpfen. Sie werden behandelt wie Aussätzige. Man hat ihnen nicht einmal erlaubt, auf der Hauptstraße entlang zu gehen, weil die Extremisten befürchten, die Straße würde durch ihren Glauben verunreinigt." (Symbolfoto Open Doors)

Offiziell herrscht Religionsfreiheit

In Indien kommt es regelmäßig zu Übergriffen gegen Pastoren und Gemeindeversammlungen – besonders in ländlichen Gebieten. Allein für das Jahr 2011 wurden im Rahmen der Nachforschungen zum Weltverfolgungsindex von Open Doors über 100 gewaltsame Übergriffe gegen Christen dokumentiert. Indien rangiert auf dem Index an Position 32. Die Verfassung des riesigen Landes garantiert seinen 1,2 Milliarden Einwohnern Religionsfreiheit, doch in fünf der 28 Bundesstaaten gilt "Zwangsbekehrung" offiziell als Straftat. Christen in diesen Staaten – darunter auch Chhattisgarh – werden häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, gegen diese Vorschrift zu verstoßen.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer zeigte sich jedoch kürzlich im kleinen Bundesstaat Himachal Pradesh. Trotz einer grundsätzlichen Bestätigung des dortigen Gesetzes gegen "Zwangsbekehrungen" kippte das zuständige Gremium einen Zusatz aus dem Jahr 2006. Darin wird als Voraussetzung für einen Religionswechsel zur Auflage gemacht, diese Absicht 30 Tage im Voraus offiziell anzumelden. Das Gericht begründete seinen Beschluss so: "Jede Person hat das Recht auf ein freies Gewissen, das Recht auf Glauben, das Recht den Glauben zu wechseln und auch das Recht, den eigenen Glauben geheim zu halten."

Beten Sie für die bedrängten Familien. Vielen Dank für Ihre Ermutigung und Hilfe!

•Beten Sie, dass Gott die kleine christliche Gemeinschaft in Bhanpuri beschützt und ihnen hilft, den Schock der Übergriffe zu überwinden.

•Beten Sie für die Versorgung der Familien und eine neue Lebensgrundlage.

•Beten Sie für die Angreifer, dass Gott sie überführt und weitere Menschen in dem Dorf zum Glauben an Jesus Christus kommen.

•Beten Sie, dass weitere Gerichte sich kritisch mit Gesetzen befassen, die der Willkür gegen die Christen und andere Minderheiten Tür und Tor öffnen.
Quelle:Open Doors
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Pakistan: Freispruch für Rimsha Masih

Beitragvon Joschie » 29.11.2012 20:09

Pakistan: Freispruch für Rimsha Masih

"Das Gericht hat den Fall aufgehoben und Rimsha für unschuldig erklärt"

(KELKHEIM, 21. November 2012) – Der oberste Gerichtshof der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hat am vergangenen Dienstag die Blasphemie-Anklage gegen Rimsha Masih fallengelassen. Zum ersten Mal in der Geschichte Pakistans wurde damit ein Blasphemie-Verfahren eingestellt. Die 14-Jährige war verdächtigt worden, islamische Texte entweiht zu haben. Im Fall einer Verurteilung durch ein reguläres Gericht hätte ihr eine lebenslängliche Haftstrafe gedroht.

Nachdem Rimshas Alter jedoch offiziell bestätigt wurde, war ihr Fall an ein Jugendgericht verwiesen worden. Medizinische Beweise belegten zudem, dass sie geistig beeinträchtigt ist. Seitdem hat der Fall der pakistanischen Teenagerin in den internationalen Medien hohe Wellen geschlagen. Während dieser Zeit nahm man sie drei Wochen lang in einem Hochsicherheitsgefängnis in Schutzhaft.

Rimshas Anwalt sagte nach dem Gerichtsurteil, ihr Fall stelle einen Missbrauch des Gesetzes dar. Der Minister für nationale Harmonie Paul Bhatti verkündete: "Das Gericht hat den Fall aufgehoben und Rimsha für unschuldig erklärt."

Nie wieder zurück nach Hause

Bislang gibt es kein Kommentar von Rimsha oder ihrer Familie, die sich an einem unbekannten Ort versteckt halten. Rimshas Anwalt sagte, dass die Familie nie wieder nach Hause zurückkehren könne. Berichte, wonach Rimshas Eltern sich in Norwegen aufhalten, wies Bhatti zurück. Gegenüber Open Doors sagte er: "Mizrek Masihs Familie ist in Pakistan und steht unter unserem Schutz."

"Das ist das erste Blasphemie-Verfahren, bei dem die beschuldigte Person von der Anklage freigesprochen wurde", sagte Naveed Chaudry, einer der Anwälte Rimshas. "Dieser Fall hat außerdem erstmalig zu einer öffentlichen Debatte über den Missbrauch des Blasphemiegesetzes geführt, das immer wieder als Vorwand für willkürliche Anklagen dient."

Weltweite Kritik an Pakistans Blasphemiegesetz

Stattdessen muss sich nun der maßgeblich an Rimshas Anklage beteiligte Imam Khalid Jadoon wegen falscher Anschuldigungen verantworten. Die Polizei verhaftete den Imam bereits Anfang September, nachdem Mitglieder einer örtlichen Moschee gegenüber der Polizei angegeben hatten, Jadoon selbst habe die Seiten aus dem Koran gerissen und dem Beweismaterial gegen Rimsha beigefügt.

Rimshas Verhaftung hatte weltweite Kritik an Pakistans Blasphemiegesetz hervorgerufen. Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari ordnete daraufhin eine Untersuchung an und sagte, das Gesetz dürfe nicht zur Austragung persönlicher Konflikte missbraucht werden. Unter der Bevölkerung Pakistans ist das Blasphemiegesetz sehr beliebt.

Rimsha Masih braucht weiterhin dringend unser Gebet. Stellen Sie sich bitte an die Seite der pakistanischen Teenagerin und der bedrängten Christen in Pakistan. Haben Sie vielen Dank dafür!
•Beten Sie um den Schutz von Rimsha Masih und ihrer Familie vor feindlichen Angriffen.
•Beten Sie um Kraft und Mut für die Christen in Pakistan, die beständig unter großem Druck stehen.
•Beten Sie, dass Pakistans Blasphemiegesetz revidiert oder ganz abgeschafft wird.
Quelle
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Mali: Gott hat mich gerettet

Beitragvon Joschie » 21.01.2013 20:35

Mali: Gott hat mich gerettet
Dramatische Lage für Christen

(Open Doors) – "Ich habe mein Leben vor zwei Jahren als einziger meiner Familie Christus anvertraut", erzählt Mohamed Habi, einer der Flüchtlinge in Bamako, der Hauptstadt von Mali. "Als die Islamisten Timbuktu nach Christen durchsuchten, um sie zu töten, bin ich nach Mauretanien geflohen und von dort nach Bamako." Viele Flüchtlinge haben keine Nachricht von ihren Familienangehörigen. Leben sie noch? Wo sind sie jetzt? Ibrahim Saydou Touré, Christ und Vater von sieben Kindern, hat sein Haus gegen die Rebellen verteidigt und dafür fast mit seinem Leben bezahlt. 22 Landsleute starben neben ihm bei diesem Angriff, er erlitt eine Schussverletzung im Gesicht. "Gott hat mich gerettet", sagt er glaubensvoll.

Aus dem Norden vertrieben

Mali war bis vor wenigen Monaten ein typischer westafrikanischer Staat mit säkularer Verfassung. Die mehrheitlich muslimische Bevölkerung folgte einem gemäßigten Islam und lebte friedlich mit den religiösen Minderheiten zusammen. Das Land galt in der Region deshalb bis vor kurzem als Musterbeispiel des friedlichen Zusammenlebens verschiedener Religionen. Im April 2012 jedoch nahmen Tuareg-Rebellen und islamistische Kämpfer den nördlichen Teil des Landes ein, um dort einen Scharia-Staat zu errichten. In Timbuktu, Gao und anderen Orten zerstörten sie Kirchen sowie andere Gebäude der Christen, um alle Spuren des Christentums auszulöschen. Viele Christen flohen nur mit dem, was sie auf dem Leib trugen. Auch gegen traditionelle Muslime gingen die Rebellen mit aller Härte vor. UN-Berichten zufolge sind hunderttausende Malier in die Hauptstadt Bamako im Süden oder in Nachbarländer geflohen. Mit diesen Flüchtlingen haben fast alle Christen, darunter 330 Familien, den Norden von Mali verlassen und zunächst Zuflucht in Bamako gefunden. Der überfallartige Einmarsch der Islamisten im Norden und die harten Übergriffe gegen die Christen brachten das Land erstmals auf den Weltverfolgungsindex von Open Doors, der Liste von 50 Ländern, wo Christen am härtesten verfolgt werden. Dort rangiert Mali auf Platz 7.

Woher unsere Hilfe kommt

Seit einigen Tagen fliegt die französische Luftwaffe zur Unterstützung der malischen Streitkräfte Angriffe gegen die Rebellen im Norden. Wenn ihnen die Vertreibung der Extremisten nicht gelingt, müssen die Christen vorerst im Süden des Landes bleiben. Aber auch dort fürchtet die kleine Gemeinde den wachsenden Einfluss der extremistischen Muslime. Die Flüchtlinge leben derweil zusammengedrängt, oft 10-12 Personen in einem Raum. Mit Unterstützung von Open Doors steht ihnen die Nationale Vereinigung Evangelischer Kirchen und Missionen in Bamako mit Essen, Unterkunft und medizinischer Versorgung zur Seite. Der Christ Zeinabou Walatalhamir ist mit seiner Frau und den neun Kindern nach Bamako geflohen. "Vielen Dank für eure Hilfe. Jetzt haben unsere Kinder wenigstens zu essen", beschreibt er die schwierige Lage.

Die Schwestern Aisha und Lisanne Koumama leben unterdessen in Furcht. Sie haben als einzige Mitglieder einer muslimischen Familie zum Glauben an Jesus Christus gefunden. "Auch hier in Bamako sind unsere Leben in Gefahr, weil wir hier Verwandte haben."

Bitte beten Sie für die Christen in Mali.
•Danken Sie Gott, dass viele Christen noch rechtzeitig in den Süden fliehen konnten.
•Bitten Sie um Schutz und Versorgung der Christen.
•Beten Sie für die Rückkehr des Friedens im Land und für die Verbreitung des Evangeliums.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Algerien Verfolgung von Christen sind an der Tagesordnung!

Beitragvon Joschie » 21.05.2013 08:58

Algerien Verfolgung von Christen sind an der Tagesordnung!


Christen spüren Folgen des Anti-Missions-Gesetzes von 2006(KELKHEIM, 7. Mai 2013)

– Ein 2006 in Kraft getretenes Anti-Missionsgesetz beschränkt die Ausübung nicht-islamischer Religionen. Es verbietet Christen mit Muslimen über ihren Glauben zu sprechen. Kirchen werden von staatlicher Seite überwacht und immer wieder geschlossen. Viele Christen wurden und werden durch das Anti-Missionsgesetz zu Gefängnis- oder Geldstrafen verurteilt. Trotzdem wächst in Algerien die Gemeinde. Vor allem im Norden Algeriens entscheiden sich viele Berber (Kabylen) für ein Leben als Christ.

Christ werden bedeutet, sich in Gefahr zu begeben

Diese Entscheidung bedeutet für einen Algerier, dass er sich der Verfolgung aussetzt. Die algerischen Christen werden täglich damit konfrontiert. Sie erleben verbale und körperliche Gewalt, Verleumdungskampagnen in den Medien bis hin zu Zwangsscheidungen von Ehepaaren. Zwei aktuelle Beispiele aus Algerien: Kürzlich wurde Mecheri, ein Berber und Christ aus dem Norden, von seinem eigenen Bruder vor Gericht gestellt. Da Mecheri sich zum christlichen Glauben bekennt, leitete sein Bruder ein Enterbungsverfahren gegen ihn ein.

Ein Christ hat kein Recht auf sein rechtmäßiges Erbe

Hintergrund ist ein Gesetz aus dem Jahre 1984. Es besagt, dass jemand, der dem Islam den Rücken kehrt, also ein Abtrünniger wird, keinen Anspruch auf seinen Anteil vom Erbe eines Muslims mehr hat. Mecheri hatte schon einmal Kontakt zu den Behörden. Kurz nachdem er Christ wurde, stellte man ihn unter Anklage. Mecheri wurde der Apostasie, des Abfalls vom Glauben, beschuldigt und auf die örtliche Polizeibehörde bestellt. Dort sollte er sich zu Mohammed und Allah bekennen. "Das kann ich nicht, weil ich Christ bin", sagte Mecheri dort und wird seitdem noch argwöhnischer beobachtet und kontrolliert.

Anerkennung der Kirche durch den Staat nutzlos

Auch die protestantische Kirche kämpft mit ihrer Stellung im Land. Als sie 2011 von den Behörden offiziell anerkannt wurde, deuteten Christen das als positives Zeichen. Wirklich geändert hat sich aber nichts. Trotzdem hörten die Sanktionen gegen die Gemeinden nicht auf. Sie werden nach wie vor kontrolliert und überwacht. Christen können weiterhin bestraft werden, sobald sie entdeckt werden. Faktisch haben sie somit weiterhin einen illegalen Status.
(Verbrannte Gesangbücher und zerstörtes Mobiliar einer algerischen Kirche, die geplündert und angezündet wurde. Muslimische Nachbarn zeigten dadurch ihre Wut über den Umzug der Gemeinde in neue Räume. Foto: Open Doors)

Keine Visa für ausländische Pastoren

Der Präsident der Protestantischen Kirche Algeriens macht sich keine Illusionen: "Uns wurde von der Regierung zugesichert, dass Pastoren und Theologielehrer aus dem Ausland nun leichter nach Algerien einreisen können. Aber jedes einzelne Visum ist ein Kampf. Fünf Pastoren, die wir für Predigtreihen eingeladen haben, warten noch immer auf ihre Visa." Vorab gab es vom Ministerium für religiöse Angelegenheiten die Zusage, dass die Einreise der Pastoren und die Veranstaltungen genehmigt sind. Auf konkrete Nachfrage von Seiten der Kirche, wie der Stand der Dinge bezüglich der Visa sei, gibt es keine Antwort.

Algerische Christen haben seit der Einführung des Anti-Missionsgesetzes kaum Freiheiten, ihren Glauben zu leben. Das Gesetz gibt den Behörden das Recht, die religiösen Aktivitäten und das Gemeindeleben zu überwachen. Bedroht fühlen sich die algerischen Christen im Moment aber eher von den Islamisten, die teilweise gewaltsam gegen Christen vorgehen.

Bitte beten Sie für die Christen in Algerien.

•Beten Sie für die Christen in Algerien, dass sie trotz Häme und Verfolgung fest im Glauben bleiben.
•Beten Sie für die Protestantische Kirche von Algerien, dass ihre staatliche Anerkennung von der Regierung geachtet und geschützt wird.
•Beten Sie für die Aufhebung des Anti-Missions-Gesetzes.
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Fußballweltmeisterschaft 2022 und Todesstrafe für Christen

Beitragvon Joschie » 18.06.2013 18:14

Fußballweltmeisterschaft 2022 und Todesstrafe für Christen

Katar: Christliche Gemeinschaft ist verboten

Die meisten Christen in Katar sind Arbeitsmigranten aus Ländern wie den Philippinen, Bangladesh, Indien, Sri Lanka und Pakistan. Viele von ihnen leben in sogenannten "Arbeitslagern". Sie arbeiten von frühmorgens bis spät in die Nacht, manchmal sieben Tage die Woche. Nach der Arbeit kehren sie in ihre Arbeitslager zurück, wo sie essen und schlafen. Die Arbeitsbedingungen sind sehr hart. Auf den Baustellen, wo viele arbeiten, herrscht im Sommer eine unerträgliche Hitze. 50 Grad Celsius und mehr sind dann keine Seltenheit. Immer wieder sterben Arbeiter an Hitzschlag oder vor Erschöpfung. Christliche Aktivitäten in den Arbeitslagern sind verboten, Zusammenkünfte müssen im Geheimen stattfinden. Migrantinnen, die in Privathäusern arbeiten, stehen oft in der Gefahr, sexuell missbraucht zu werden. Auch andere Formen von Gewalt und körperlicher Misshandlung sind nicht ungewöhnlich. Das Leben einer Frau zählt nicht viel. Ihre soziale Stellung ist schwach. Frauen sind abhängig von der Willkür ihrer männlichen muslimischen Vorgesetzten.

Das kleine Land am Persischen Golf hat die geringste Analphabetenrate der arabischen Welt und beheimatet die Nachrichtenagentur Al Jazeera. Im Jahr 2022 soll hier die Fußballweltmeisterschaft stattfinden. Von den etwa 1,8 Millionen Einwohnern sind etwa 90.000 Christen. Und die leiden zum Teil nicht unerheblich unter Verfolgung. Im jährlichen Weltverfolgungsindex von Open Doors, einer Rangliste der Länder, in denen Christen weltweit am stärksten verfolgt werden, liegt Katar auf Platz 20. Es gibt nur sehr wenige einheimische Christen und die meisten von ihnen versuchen, ihren Glauben geheim zu halten. Immerhin muss man in Katar mit der Todesstrafe rechnen, wenn man sich vom Islam abwendet und zum Christentum konvertiert. Selbst wenn die Strafe seit vielen Jahren nicht mehr vollstreckt wurde, ist der Druck von Seiten der Familie auf die Konvertiten enorm.

Gefährlicher Glaube

Das folgende Zitat eines Christen aus Katar zeigt, wie gefährlich es hier für einen Muslim ist, Christ zu werden. Befragt nach den möglichen Konsequenzen für einen solchen "Abgefallenen", schildert er: "Wenn er 10 Jahre alt ist, wird sein Vater ihm Verse aus dem Koran zeigen. Wenn er 15 Jahre alt ist, wird sein Vater mit ihm in eine Moschee gehen, um ihn den Islam zu lehren. Wenn er 20 Jahre alt ist, wird einer seiner Cousins ihn töten oder die Familie wird jemanden bezahlen, der ihn für sie tötet." Von Zeit zu Zeit erhält Open Doors Berichte von ehemaligen Muslimen, die von ihrer Familie oder von Arbeitskollegen körperlich misshandelt werden. Aus Angst versuchen viele Christen, ihren Glauben geheim zu halten. Seit über 20 Jahren unterstützt Open Doors verfolgte Christen in islamischen Ländern. Da dieser Dienst an den Verfolgten oft gefährlich ist, sind keine detaillierten Projektangaben möglich. In der arabischen Welt hilft Open Doors unter anderem mit TV-Programmen und Internetseiten in islamischen Ländern, mit Schulungsprogrammen, mit "Hilfe zur Selbsthilfe"-Projekten zur Existenzsicherung von verfolgten Christen und mit der Verteilung von Bibeln und christlicher Literatur.

Christliche Kirchen nur für Besucher

Katar ist bestrebt, der übrigen Welt ein gutes Bild von sich zu zeigen. Das Land möchte eine logistische Drehscheibe zwischen dem Westen und dem Nahen Osten sein. Katar ist stolz darauf, die WM 2022 auszurichten und möchte auch politisch ernstgenommen werden. So war es das einzige arabische Land, das sich an den alliierten Luftangriffen auf Libyen beteiligt hat. Derzeit baut man eine dritte christliche Kirche im Land. Doch erstens ist auch dieses Gebäude zu klein für die hier lebenden Christen und zweitens sind alle Kirchen nur für Besucher aus dem Ausland gedacht, was streng überwacht wird.

Gebetsanliegen
•Beten Sie für die Christen in Katar, dass sie Gelegenheiten zur Gemeinschaft finden und trotz der Schwierigkeiten das Evangelium weitergeben können
•Beten Sie für die Sicherheit der konvertierten Muslime
•Beten Sie dafür, dass das Land sich für das Evangelium öffnet
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Iran: Sechs Christen zu Haftstrafen verurteilt

Beitragvon Joschie » 23.06.2013 17:59

Iran: Sechs Christen zu Haftstrafen verurteilt
Nach Rouhanis Wahl zum Präsidenten erwarten Christen kaum positive Veränderungen.
Sechs iranische Christen sind am Wahlwochenende wegen ihres Glaubens zu Haftstrafen verurteilt worden. Vier Männer, eine Frau und ein Teenager* wurden von einem Revolutionsgericht in Shiraz für schuldig befunden Mitglied einer christlichen Hauskirche zu sein. Sie saßen bereits seit Februar 2012 in Untersuchungshaft, wo sie 16 Monate auf ihren Prozess warten mussten.

"Christen stören die Staatssicherheit"

Im Iran wird Religion als Frage der nationalen Sicherheit betrachtet. Deshalb können nur muslimische Geistliche das Amt eines Richters bekleiden. Und nur vor diesem Hintergrund lässt sich der Anklagegrund richtig einordnen: Die Anklageschrift enthält Punkte wie den Besuch einer Hausgemeinde, Verbreitung des Christentums, Kontakt mit ausländischen Missionsdiensten, Propaganda gegen das iranische Regime und Störung der Staatssicherheit. Das Gericht verurteilte die Männer zu 44 bzw. 52 Monaten Gefängnis, die Frau und ihr Sohn im Teenageralter zu je zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung.

Christen erwarten keinen echten Wandel

Die Urteile wurden an dem Tag gesprochen, als im Iran die Präsidentenwahl die Nachrichtenlage dominierte. Der Prozess gegen die Christen blieb in den iranischen Medien unerwähnt. Von dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rouhani erwarten Christen indes keinen wirklichen Wandel. Ein Open Doors Kontakt sagte in Bezug auf den neuen Präsidenten: "Die Christen, mit denen ich vor kurzem sprechen konnte, sind eher nüchtern. Sie haben keine großen Hoffnungen, dass sich etwas bewegt." Eine iranische Christin erklärte: "Machen wir uns nichts vor: In den westlichen Medien wurden die Kandidaten in Konservative und Reformer eingeteilt. Aber alle gehören zum Team von Ayatollah Khamenei."

Der Iran belegt Platz 8 auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, einer Rangliste der Länder, in denen Christen weltweit am stärksten verfolgt werden. Open Doors unterstützt die Christen im Iran unter anderem mit Bibeln und Schulungen sowie durch christliche Fernseh- und Radioprogramme.
*Namen aus Sicherheitsgründen ungenannt

Bitte beten Sie für die Christen im Iran

•Beten Sie für die verhafteten und verurteilten Christen im Iran, dass sie sich nicht alleingelassen fühlen
•Beten Sie für ihren Schutz in den Gefängniszellen
•Beten Sie für die neue Regierung (ab August im Amt), dass Präsident Rouhani tatsächlich reformbereiter wird
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Ägypten: Dringender Gebetsaufruf

Beitragvon Joschie » 30.06.2013 20:49

Christen befürchten gewaltsame Auseinandersetzung

26.06.2013Ägypten– "Wir Christen lieben unser Land und beten, dass jeder Mensch in Ägypten Gottes Gnade erfährt. Deshalb bitten wir unsere Brüder und Schwestern weltweit, für unser Land im Gebet einzustehen, damit das drohende Unheil von uns abgewendet wird." Mit diesen drastischen Worten macht ein christlicher Leiter in Ägypten auf die jüngste rasante Entwicklung im Land aufmerksam.

Mehr als 15 Millionen Stimmen gegen Präsident Mursi

Die Bewegung "Aufstand" besteht aus Menschen aller Bevölkerungsschichten, die unterschiedlichen religiösen Strömungen angehören. Am 30. Juni wird nun diese Bewegung mehr als 15 Millionen Protestschreiben gegen die derzeitige Regierung beim Obersten Verfassungsgericht einreichen, um damit vorgezogene Neuwahlen zu erzwingen. So soll die Regierungszeit von Präsident Mursi und der Muslimbruderschaft vorzeitig beendet werden. Der 30. Juni markiert den Beginn der Präsidentschaft Mursi vor einem Jahr. In nur wenigen Wochen wurden die unterschriebenen Vordrucke im ganzen Land eingesammelt und sorgen nun für gewaltige Spannungen. Die Muslimbrüder haben außerdem für den 28. Juni zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Der Name "Aufstand" ist einer der Gründe für die Zurückhaltung der Christen, sich der Bewegung anzuschließen. Sie befürchten schwere Unruhen und Ausschreitungen im ganzen Land als Resultat des offenen Widerstandes. Deshalb ihr dringlicher Aufruf: Betet für die Menschen in Ägypten!

"Herr, hab Erbarmen mit unserem Land"

"Wir Christen treten ein in Fürbitte für den Frieden in unserem Land. Wir beten mehr noch für die Muslime, als für die Christen, damit niemand von ihnen zu Schaden kommt und verloren geht", so einer der örtlichen Open Doors Mitarbeiter. "Möge der Herr alle Pläne der Zerstörung zunichtemachen. Möge das Zeugnis der Gemeinde Jesu leuchten wie ein strahlendes Licht im ganzen Land. Die Freude am HERRN ist unsere Kraft."

Bitte stellen Sie sich an die Seite unserer Glaubensgeschwister in Ägypten.
•Danken Sie Gott für die klare Ausrichtung der Gemeinden, die für den Frieden kämpfen.
•Beten Sie, dass Gott Friedensstifter beruft und die Lage in Ägypten nicht eskaliert.
•Bitte beten Sie für die Erneuerung der Gesellschaft durch das Evangelium.
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Indien: Vielfältiger Druck auf Christen

Beitragvon Joschie » 15.08.2013 09:49

Indien: Vielfältiger Druck auf Christen

Immer wieder ähnliche Berichte von Zwischenfällen(Open Doors) – In dem weiten und bunten Land Indien können viele Christen ihren Glauben frei leben. Jedoch stürmen militante Hindutva-Anhänger oftmals Gebetstreffen, schüchtern Pastoren ein, verüben Gewalt gegen Gottesdienstbesucher und vertreiben ganze Familien aus ihren Häusern und Dörfern. Die Daten, Orte und Namen wechseln, anderes bleibt fast gleich: Christen werden beschuldigt, Hindus zum Konvertieren zu zwingen, Kirchen werden beschädigt. Kirchliche Leiter versuchen zwar zu intervenieren, die Polizei bietet jedoch meist wenig Schutz oder wird nicht tätig.

Hindutva-Aggressionen gegenüber Christen an der Tagesordnung
Auf dem Weltverfolgungsindex 2013 von Open Doors, einer Rangliste der Länder in denen Christen weltweit am stärksten bedrängt werden, belegt Indien Platz 31. Hauptursache für die Christenverfolgung ist eine Strömung des Hindu-Nationalismus, der Hindutva. Nach ihren Anhängern soll Indien ein reiner Hindu-Staat sein. Hindutva hat eine politische Basis in der rechts gerichteten, nationalistischen Bharatiya Janata Partei (BJP) Indiens und stellt in der Nationalversammlung die zweitgrößte Partei.

Der Staat verbietet zwar religiös motivierte Gewalt, doch laut US-Kommission für internationale Religionsfreiheit bestrafen die überlasteten, oft korrupten und hinsichtlich Religion voreingenommenen Gerichte des Landes Hindutva-Aggressionen nur selten. Besonders angespannt ist die Situation in den fünf indischen Bundesstaaten mit Anti-Bekehrungsgesetzen.
"Obwohl beabsichtigt war, so Zwangsbekehrungen zu reduzieren und kommunale Gewalt zu verringern, haben Provinzen mit diesen Gesetzen mehr Einschüchterung, Drangsalierung und Gewalt gegenüber religiösen Minderheiten - insbesondere Christen - zu vermelden", heißt es im aktuellen Jahresbericht der Kommission für Religionsfreiheit.

Beispiele für Angriffe auf Christen aus jüngster Zeit:
Bundesstaat Andhra Pradesh: Mit Unterstützung des lokalen Staatsbeamten, Dhanjiy Reddy, zerstört ein Hindu-Mob die Christ Church in Gutta Begumpet. Die Hindus hatten ein Jahr lang immer wieder von Pastor Paul Viswas verlangt, er solle die Gottesdienste einstellen. Reddy wurde inzwischen in eine andere Gegend versetzt.

Bundesstaat Karnataka: In Narasipura brennt eine Menschenmenge die Zion-Kirche nieder, verprügelt deren Pastor und fünf Gemeindemitglieder. Pastor Annaiah zufolge war zuvor wiederholt die Einstellung der Gottesdienste gefordert worden. Drei Tage später geht auch eine provisorisch errichtete Kirche in Flammen auf. Die Polizei fordert die Hindus auf, die Attacken gegen die Kirche zu unterlassen, den Christen ordnet sie an, sie sollen keine Versammlungen mehr abhalten, sondern zu Hause beten.

Bundesstaat Uttar Pradesh: Auf dem Heimweg vom Besuch eines Gemeindemitglieds in Sonari wird Pastor Ram Prakash von der Prakash Healing Society's Church von einer Gruppe gestoppt, die ihm den Tod androht, falls er nicht aufhört, Lobpreistreffen abzuhalten. Prakash berichtet der Nachrichtenagentur World Watch Monitor: "Raghu gehört seit zwei Jahren zu unserer Gemeinde. Ich ging zu seinem Haus, weil er mich gebeten hat, für ihn und seine Familie zu beten." Nun wird auch Raghu bedroht: Besucht er weiter die Gemeinde, soll sein Haus niedergebrannt werden. Pastor Prakash erstattete Anzeige bei der Polizei, die aber bisher nicht reagierte.

Bitte stellen Sie sich mit Ihrem Gebet an die Seite unserer verfolgten Geschwister:
•Beten Sie für die Christen in Indien, dass sie sich durch die Drohungen und Gewalt nicht abschrecken lassen, ihren Glauben zu leben.
•Beten Sie um Gottes Schutz.
•Beten Sie, dass die Seminare den bedrängten Christen helfen.
Quelle
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Ägypten: Buchladen der Bibelgesellschaft zerstört

Beitragvon Joschie » 24.08.2013 17:35

Ägypten: Buchladen der Bibelgesellschaft zerstört

Die Ereignisse in Ägypten eskalieren und Christen sind von den politischen Umwälzungen besonders betroffen. Wie die IGFM meldet, terrorisieren die Muslimbrüder die christliche Minderheit in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Der Organisation liegen Berichte über die teilweise oder völlige Zerstörung von 56 Kirchen vor. Anhänger der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei brachen dabei frühere „quasi-Tabus“ der Muslimbrüder: Sie warfen Brandsätze und Molotov-Cocktails auf christliche Kirchen, griffen Gläubige während des Gebetes an und vergewaltigten in der Provinz Beni Suef drei Nonnen.

Inzwischen wurde bekannt, dass auch der Buchladen der Ägyptischen Bibelgesellschaft Assiut und Minia verbrannt wurde. Ramez Atallah schrieb am 15. August:

I have just received the sad news of the complete burning and destruction (by Muslim fundamentalists) of our Bible Society’s bookshops in Assiut & Minia (the largest cities in Southern Egypt). These were both very beautiful, fully equipped bookshops. Fortunately we were closed today, fearing such an attack, so none of our staff were injured. The attackers demolished the metal doors protecting the bookshops, broke the store windows behind them and set the bookshops on fire. They did the same to many stores on those streets as well as demolishing many parked cars. Similar incidents are taking place across the nation and to date 15 churches and 3 Christian schools have been attacked and some set on fire.

Wer regelmäßig über Verfolgte Christen informiert werden möchte, kann beim Arbeitskreis Arbeitskreis „Religionsfreiheit – Menschenrechte – Verfolgte Christen“ einen Newsletter abonnieren:Hier
Der ganze Beitrag mit Bilder
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MALEDIVEN: Weiterhin kein Platz für Christen

Beitragvon Joschie » 20.09.2013 07:57

MALEDIVEN: Weiterhin kein Platz für Christen

Bei der Präsidentenwahl auf den Malediven hat der erste Wahlgang am vergangenen Wochenende offenbar keinen Sieger hervorgebracht. In Führung liegt der vor etwa eineinhalb Jahren abgesetzte Präsident Mohamed Nasheed. Damals wurde ihm vorgeworfen, den Islam zu wenig voranzubringen, weil er sich zunächst unter anderem gegen die Todesstrafe aussprach. Nun ist eine Stichwahl erforderlich, da Nasheed im ersten Wahlgang nicht die erforderlichen 50 Prozent der Stimmen erhielt. (Mohamed Nasheed, Foto: Open Doors)

Islam eng mit dem Staat verknüpft
Der Islam ist auf den Malediven so sehr mit der Politik verflochten, dass der Inselstaat das einzige Land der Welt ist, in dem es illegal ist, etwas anderes als Muslim zu sein. Die Ausübung jeder Religion außer dem Islam ist gesetzlich verboten. Die Regierung betrachtet sich selbst als Hüterin und Verteidigerin des Islam, Christen werden systematisch verfolgt. Es gilt die Scharia, das islamische Recht, die u.a. den Übertritt vom Islam zu einer anderen Religion verbietet. Im September 2011 hat das Ministerium für Islam-Angelegenheiten das "Gesetz für religiöse Einheit" verschärft und neue Regeln erlassen. Seitdem ist das Verbreiten nicht-islamischer Lehren streng verboten.

Strafe auf den Glaubenswechsel
Ein Konvertit aus dem Islam zum Christentum wird, sofern er entdeckt wird, zunächst festgenommen und zur Rückkehr zum Islam aufgefordert. Weigert er sich, wird ihm sein Bürgerrecht entzogen, mit allen daraus folgenden Konsequenzen. Die wenigen einheimischen Christen müssen ihren Glauben völlig im Verborgenen leben. Ein einheimischer Christ sagte gegenüber Open Doors: "Es ist die Hölle in diesem Paradies zu leben." Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, einer Rangliste der Länder in denen Christen am stärksten verfolgt werden, belegen die Malediven aktuell den 6. Platz. Open Doors setzt sich als überkonfessionelles christliches Hilfswerk seit 58 Jahren in mehr als 50 Ländern für verfolgte Christen ein mit praktischer Hilfe, Schulungen, Seminaren und Literatur.
Kenner der politischen und wirtschaftlichen Situation des Landes gehen nicht davon aus, dass sich nach der Stichwahl und mit dem neuen Präsidenten an der Religionsausübung und der Situation für Christen etwas verändern oder gar verbessern wird. Aber die neue Regierung wird auch sonst viele ökonomische und soziale Probleme zu lösen haben. Der Inselstaat ist hoch verschuldet und etwa 50 Prozent der Jugendlichen sind heroinabhängig. Der Islam ist wohl der wichtigste Faktor für die Einheit des Landes. Ausländische Christen dürfen ihren Glauben praktizieren, allerdings ist es streng verboten, Einheimische zu Veranstaltungen einzuladen. Christliche Literatur darf nicht eingeführt werden und bis jetzt sind überhaupt nur Teile des Neuen Testaments in die Landessprache Dhivehi übersetzt worden.

Bitte beten Sie für die Christen auf den Malediven
•Beten Sie für die Christen auf den Malediven, dass sie die Möglichkeit haben, Zeiten der Gemeinschaft zu erleben
•Beten Sie dafür, dass die Christen im Glauben wachsen
•Beten Sie für die Tausende von Jugendlichen, die an Drogensucht leiden
•Beten Sie für die Übersetzung der Bibel in die Dhivehi-Sprache
Quelle:Hier
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Vietnam: 312 neue Gemeinden

Beitragvon Joschie » 15.10.2013 19:01

Vietnam: 312 neue Gemeinden

Wie die Gemeinde in Vietnam wächst(Open Doors) – "Vor meiner Geburt gab es noch nie einen Christen in meinem Dorf", erzählt Chinh* unseren Mitarbeitern bei einem Besuch. Der Vater von sechs Kindern ist Lehrer an der von Open Doors gestarteten Galilee-Bibelschule (GBS), die Christen in Stammesgebieten des nördlichen und zentralen Hochlands von Vietnam im Verborgenen unterweist.

Ein Wunder öffnet den Weg für das Evangelium

Gegenwärtig arbeitet der 51-Jährige auf seine Ordination als Pastor hin. Damit ist er einer der 1.672 Studenten an der GBS, die bis Ende 2012 für den pastoralen Dienst ausgebildet wurden. Gemeinsam haben die Absolventen bislang 312 neue Gemeinden in dem überwiegend buddhistisch geprägten und kommunistisch regierten Land gegründet. Schon bevor die Regierung im Januar die Verordnung ND 92 zur Regulierung religiöser Versammlungen erließ (Open Doors berichtete), litten besonders die ethnischen Minderheiten unter massiver Bedrängnis. Auch viele Christen waren davon betroffen. Dorfälteste, religiöse Leiter und lokale Behörden schüren Misstrauen und Feindseligkeit gegenüber dem christlichen Glauben. "Für die Leute in meinem Dorf war das Christentum eine amerikanische Religion", schildert Chinh. "Das änderte sich, als meine Mutter mit mir schwanger war und ich in ihrem Mutterleib zu sterben drohte. Ein Christ kam in unser Dorf und betete für sie. Mein Vater gelobte Christ zu werden, sollte ich gesund zur Welt kommen. Und so geschah es. Viele in meinem Dorf haben deshalb aufgehört, den christlichen Glauben abzulehnen."

… und das Wort des Herrn wuchs

Heute unterrichten wir nicht mehr nur die Männer, sondern oft die ganze Familie. So breitet sich der Glaube trotz aller Schwierigkeiten aus, denn viele können nicht lesen und kommen aus sehr entlegenen Gebieten." Chinh hat eine Gemeinde in seinem Dorf gegründet. Die Behörden drohten ihm mit Gefängnis, falls er die Versammlungen in seinem Haus nicht einstellen würde. Doch Chinh ließ sich nicht einschüchtern. Heute besuchen 725 Gläubige die Gottesdienste, 220 von ihnen haben sich bereits taufen lassen.

*Name aus Sicherheitsgründen geändert

DANKE, dass Sie sich an die Seite der Christen in Vietnam stellen.

•Danken Sie Gott für die Galilee-Bibelschule. Beten Sie bitte für alle Lehrerinnen und Lehrer.
•Die Klasse von Chinh benötigt technische Ausrüstung. Bitte beten Sie dafür.
•Beten Sie, dass die politisch Verantwortlichen im Land vom Evangelium erreicht und verändert werden.
Quelle:Hier
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