FTA Gießen soll sich für Bibelkritik öffnen

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

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joasch
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Beitragvon joasch » 29.07.2008 10:36

Hier die versprochene ausführlichere Dokumentation und Stellungnahme:
http://home.sdirekt-net.de/jschmitsdorf ... ierung.pdf

Freundliche Grüße
Joachim
Solus Christus - Sola Gratia - Sola Fide - Sola Scriptura - Tota Scriptura

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Beitragvon Joschie » 24.08.2008 12:28

Hallo Ihr
auch die Zeitschrift "Zeitjournal" (03/2008) behandelt dieses Thema. In der Zeitschrift wird sehr fundiert auf Argumente eingegangen, die auch hier im Forum genannt wurden,nachzulesen hier.
Gruß Joschie
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Joschie
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FTA staatlich genehmigt

Beitragvon Joschie » 11.10.2008 05:09

Aus FTA wird FTH: Freie Theologische Hochschule staatlich genehmigt


Rektor Helge Stadelmann: „Als Evangelikale haben wir viel einzubringen in die Diskussion. Wir müssen uns nicht verstecken.“
W i e s b a d e n / G i e ß e n (idea) – Aus der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Gießen ist die Freie Theologische Hochschule (FTH) geworden. Eine entsprechende staatliche Genehmigung erteilte das Land Hessen.
Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Prof. Alexander Lorz (Wiesbaden), schrieb am 8. Oktober in Vertretung von Wissenschaftsministerin Silke Lautenschläger (CDU): „Ich wünsche der Freien Theologischen Hochschule viel Erfolg bei ihrer Arbeit als Hochschule und spreche insbesondere meine Glückwünsche dazu aus, dass erstmals bei einer hessischen Hochschule eine institutionelle Anerkennung durch den Wissenschaftsrat erfolgt ist.“ Dieses Gremium berät die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung. Der Wissenschaftsrat (Köln) hatte die bisherige FTA im Mai akkreditiert. Damit war die wichtigste Voraussetzung für die staatliche Genehmigung der 1974 gegründeten ersten evangelikalen Hochschule in Deutschland erfüllt. Sie versteht sich als „bibeltreu, wissenschaftlich und praxisnah“. Die FTH bekennt von der Heiligen Schrift, dass in ihr alles, „was die inspirierten Verfasser aussagen, zugleich vom Heiligen Geist ausgesagt ist“. Sie sei deshalb „zuverlässig und ohne Irrtum das wahre Wort Gottes, das verlässliche Zeugnis seiner Offenbarung und das zu unserer Erlösung gegebene Heilswort“.

Studiengang „Evangelikale Theologie“
Die FTH bietet ab Oktober 2008 einen dreijährigen B.A.-Studiengang in „Evangelikaler Theologie“ an und sowie darauf aufbauend einen zweijährigen M.A.-Studiengang, der ein Auslandssemester einschließt. Die FTH kooperiert mit evangelikalen Hochschulen weltweit und sucht zugleich das Gespräch mit Theologie und Wissenschaft in Deutschland und Europa. „Als Evangelikale haben wir viel einzubringen in die Diskussion. Wir müssen uns nicht verstecken“, sagt Rektor Helge Stadelmann. Auch die schnell wachsende evangelikale Bewegung brauche die Begleitung durch gesunde, biblische Theologie. An der FTH sind derzeit rund 120 Studierende eingeschrieben. Die Zahl der vollzeitlichen Dozenten beträgt 15. Sie werden ergänzt durch 7 Gastprofessoren und Lehrbeauftragte.
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Gast

Beitragvon Gast » 13.10.2008 16:26

Diese Schule kann getrost vergessen werden - sie gehen den Breiten Weg und werden GEWISS den Roten Teppich für die rrk ausrollen !

Der Dekan der Freien Theologischen Akademie (FTA) in Gießen, Dr. Stephan Holthaus, möchte mit Gruppen, die sich an den Rändern der evangelikalen Bewegung „tummeln", nichts zu tun haben. Dies äußerte er in einem Vortrag auf dem diesjährigen Allianztag in Bad Blankenburg. Welche Gruppen er damit meine, wollte er jedoch nicht sagen. In seinem Buch „Die Evangeli­kalen" skizziert Holthaus diese Gruppen allerdings so: „Sie distanzieren sich deutlich von der römisch-katho­lischen Kirche, lehnen die Pfingst- und charismatische Bewegung ab und kritisieren den neuen offenen Kurs der Evangelischen Allianz." Auf TOPIC-Nachfrage, ob er damit auch die Bewegung um den Maleachi-Kreis meine, antwortete Holthaus nicht.

Wer ist der nächste - der umkippt und sich der Welt Anbiedert ?

Kehrt um !

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Beitragvon Joschie » 13.10.2008 16:32

Arne schreibt
Auf TOPIC-Nachfrage, ob er damit auch die Bewegung um den Maleachi-Kreis meine, antwortete Holthaus nicht.
Hast du dazu ein Link.
Gruß Joschie
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Gast

Beitragvon Gast » 13.10.2008 17:04

Hallo Joschie,

man kann diese Meldung im Topic nachlesen - sie ist aus Papier und kann leider nicht Verlinkt werden :)

@ Allgemein

Ich persönlich bilde mir meine Meinung selbst und zwar durch Beobachtung... und wenn man das was man beobachtet zusammen fügt entsteht ein Bild das einem die Marschrichtung verdeutlicht die angestrebt wird !

Es gibt gewisse Muster auf die man stößt - Demontage der Grundlage unseres Glaubens...

Wenn Herr Holthaus sagt, das er nichts mit Evangelikalen Randgruppen zu tun haben möchte die sich gegen die rrk stellen, oder nicht Dialog bereit sind - dann möchte ich Herrn Holthaus sagen - das macht doch gar nichts Herr Holthaus wir wollen ja auch nicht mit Papstgetreuen anbändeln, du liebe Güte wo würden wir da hinkommen, oder landen - Gewiss dort wo Heulen und Zähneklappern ist und ewige Betrübnis !

Herr Holthaus - wir stehen außerhalb des Lagers, so wie unser Herr Jesus Christus einst... wir wollen bei IHM bleiben denn ER hat Worte des Ewigen Lebens...

Das sie auch bei IHM bleiben wollen möchte ich ihnen ja nicht in abrede stellen - aber warum sagen sie so etwas und vor allem warum tun sie das was sie tun - es führt doch von Jesus Christus Weg anstatt zu IHM hin ?

Ich würde mich freuen zu hören was sie meinen - ist es für uns Christen Wichtig sich der Römisch katholischen Kirche zu öffnen, so wie es ja auch die Baptisten Föderation getan hat ?

Meine Gedanken darüber sind ja klar, aber wie sieht es bei ihnen aus ?

LG
Arne

Gast

Beitragvon Gast » 23.10.2008 10:32

Hallo Arne,
was treibt Dich eigentlich, so gegen die FTA zu schreiben? Wenn man Deine statements liest, möchte man fast zum Liebhaber der Ökumene und der rKK werden.
Die Leute vom Maleachi-Kreis jedenfalls bedienen sich keiner derart hetzerischen Sprache- nur, falls Du Dich mit ihnen identifizieren solltest.
M.
P.S..man kann auch sachlich Kritik äußern, ohne gleich das Tischtuch zu zerschneiden. Hat joasch doch auch gemacht. Nur als Tip

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Beitragvon Joschie » 18.03.2010 19:33

Verwirrende Töne aus Gießen
Von Joachim Schmitsdorf
„Wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?“ So fragt Paulus in 1. Korinther 14,8. Auch die Töne, die man in jüngster Zeit von der Freien Theologischen Hochschule Gießen vernehmen kann, sind mehr als verwirrend.

Bibelkritischer Theologe hält Gastvorlesung an der FTH
Am 24.11.2009 hielt der Bochumer Professor Peter Wick eine Gastvorlesung an der FTH mit dem Titel „Schrift und Interpretation“. Darin meinte er, man müsse den Bibeltext an sich vorurteilsfrei ernstnehmen, da man nur so zu echter Interpretation befähigt werde, und mahnte für die Auslegung eine „Multiperspektivität“ an. Das mag ja noch in Ordnung sein, wenn man von der Inspiration und Unfehlbarkeit der Schrift ausgeht und die eigene Fehlbarkeit hinterfragt, um sich durch Gottes Wort korrigieren zu lassen. Was aber meint Wick? Einer kritischen Rückfrage aus dem Publikum, ob dann nicht alles relativ sei, wich er aus: „Nur wer die Welt ganz ernst nimmt, wird frei zur multimethodischen Erforschung.“ Seiner Meinung nach bleibe „die Wirklichkeit als Ganze der begrenzten menschlichen Erkenntnis letztlich verschlossen.“
Im Klartext: Auch die Bibel ist nach Wicks Meinung in sich widersprüchlich und zu hinterfragen. Er leugnet damit die göttliche Inspiration, Unfehlbarkeit, Widerspruchsfreiheit und Klarheit der Schrift. Dies wird aus seinen anderweitigen Veröffentlichungen noch deutlicher. Um zwei Beispiele zu nennen:
• Wick unterscheidet den „historischen Jesus“ vom „dogmatischen Jesus“ der Evangelien, die Widersprüche enthielten: „Diese Multiperspektivität der Heiligen Schriften gewinnt einen unerschöpflichen Facettenreichtum für jegliches Jesusbild, aber sie kann nicht ausschließen, dass in dieser Vielfalt Widersprüche auftreten.“ So in seinem Vortrag „Was wissen wir historisch über Jesus – und welche Relevanz hat die Frage nach dem historischen Jesus für den christlichen Glauben?“ vom 31.5.2008 auf der Tagung des Johanniterordens in Tutzingen.
• Das Johannesevangelium will er – obwohl es ausdrücklich beansprucht, der Tatsachenbericht eines Augenzeugen zu sein – auf dem Hintergrund des heidnisch-ekstatischen Dionysos-Kults verstehen. Siehe Peter Wick, „Jesus gegen Dionysos? Ein Beitrag zur Kontextualisierung des Johannesevangeliums“ in der Zeitschrift Biblica (Fasc. 2 , Bd. 85 [2004]: 179-198), die vom päpstlichen Bibelinstitut zu Rom herausgegeben wird.
Sollten solche Dozenten an einer Hochschule lehren, die für sich Bibeltreue beansprucht?

FTH-Dozent empfiehlt Papstbuch als „evangelikal“
Doch nicht nur von Gastdozenten an der FTH ist seltsames zu vernehmen, sondern auch vom dort lehrenden Neutestamentler Armin Baum. Er empfiehlt im Ehemaligen-Rundbrief der FTH vom Februar 2010 Werke zweier Autoren, die man aus bibeltreuer Sicht Irrlehrer nennen muss.
Baum wörtlich: „…der Papst hat 2007 ein evangelikales Jesusbuch geschrieben“. Von evangelikalen Theologen sollte man indes mehr Unterscheidungsvermögen erwarten können. Zwar schreibt Ratzinger in seinem Buch manches Richtige und widerspricht extremen Bibelkritikern, doch ist zu bedenken:
1. Nur weil ein Buch von der Irrtumslosigkeit der Schrift spricht, ist es noch lange nicht evangelikal. Dieser Begriff leitet sich bekanntlich vom englischen „evangelical“ ab, auf deutsch „evangelisch“, „protestantisch“ oder „reformiert“. Die Irrtumslosigkeit der Schrift stand auch für Rom offiziell nie zur Debatte. Dennoch trennen Rom und die im ursprünglichen Sinne des Wortes Evangelikalen Welten. Die entscheidende Differenz besteht in der Frage, was das Evangelium ist. Hierin hat sich Roms Standpunkt bisher nicht geändert; bei „Evangelikalen“ von heute sieht das scheinbar oft anders aus.
2. Ratzinger bezeichnet sein Buch ausdrücklich als Privatmeinung. D.h. es ist kirchenrechtlich nicht bindend, da er nicht „ex cathedra“ als Papst spricht. Katholische Theologen dürfen also weiter Bibelkritik betreiben.
3. Roms Verhältnis zur Bibel ist zwiespältig. Baum hat recht, dass „die Konstitution ‘Dei Verbum’ … von der Inspiration und Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift spricht.“ Man darf aber nicht übersehen, dass dieselbe Konstitution weiterhin am Deutungsmonopol des kirchlichen Lehramts festhält. Egal, was die Bibel lehrt – die Kirche bestimmt, was es bedeutet. Auf den Punkt gebracht: Was nützt eine irrtumslose Schrift, wenn angeblich niemand außer der Kirchenleitung sie richtig verstehen kann?
Mehr zum Buch siehe in der Rezension in den Betanien-Nachrichten Nr. 57 vom 16. Mai 2007 unter www.betanien.de/verlag/newsletter/newsletter.php?id=61.
Ebenfalls als „evangelikal“ empfiehlt Baum die Werke des anglikanischen Bischofs Nicholas Thomas Wright, wenn auch mit Einschränkungen. Baum gesteht ein, Wright sei „theologisch schwer einzuordnen“; er schreibe „nicht immer überzeugend, aber häufig erfrischend und meistens anregend“.
Wikipedia hat da weniger Probleme, Wright einzuordnen. Er zählt als „Offener Evangelikaler“ zu den postmodernen Relativierern der Wahrheit. Mir wäre solche Lektüre alles andere als „anregend“; statt windiger Menschenworte ist das Wort Gottes weit erfrischender (vgl. Ps 19,8).

FTH begrüßt staatliche Ausbildung von Imamen
Unter dem Titel „Bewegung in der Hochschullandschaft“ begrüßt die FTH im Freundesbrief vom Februar 2010 die Empfehlung des Wissenschaftsrats, zur Ausbildung von Imamen Lehrstühle an staatlichen Hochschulen einzurichten: „Evangelikale werden gegen letzteres nicht sein. Religionsfreiheit, gleich für wen, gehört zu ihrem Erbe.“
Hier irrt die FTH gewaltig, denn Religionsfreiheit ist keineswegs für alle gleich. Sie findet dort ihre Grenzen, wo eine Religion die bestehende Gesellschaftsordnung umstürzen will, wenn nötig mit Gewalt. Solche verfassungswidrigen Bestrebungen darf der Staat nicht auch noch unterstützen, indem er Lehrstühle für den Islam einrichtet.
Vorab: Gottes Reich ist „nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36); Christen haben vorrangig keinen politischen Auftrag. D.h. aber auch nicht, dass Böses unwidersprochen hinzunehmen oder gar zu fördern sei. Hinter o.g. Plänen der Politik steckt der Gedanke, über die staatliche Ausbildung der Imame mäßigenden Einfluss auf deutsche Moslems zu nehmen. Doch diese Rechnung wird nicht aufgehen. Das beweist schon der Fall des Münsteraner Professors Muhammad (geb. Sven) Kalisch. Nachdem dessen Ansichten über einen „moderaten Islam“ bekannt wurden, forderten radikale Moslems buchstäblich seinen Kopf. Seinen Lehrstuhl für die Ausbildung islamischer Religionslehrer musste er daraufhin aufgeben.
Darüber hinaus ist der Isl am nicht nur ge waltbereit und gewalttä tig; er ist auch offen antichristlich. Wie kann die FTH dann nur dessen Förderung begrüßen? Man müsste es eigentlich besser wissen; zum Dozentenkollegium gehören mehrere fachkundige Experten.

Fazit: „Wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampf rüsten?“ Von der FTH sind leider zunehmend seltsame Töne zu hören.


http://www.betanien.de/verlag/newslette ... .php?id=98
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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