Volksentscheid Berlin - Ethik/Religion

Aktuelle Entwicklungen und Vorkommnisse in der Christenheit

Moderatoren: Jörg, Der Pilgrim

Wie würdest du abstimmen?

Ethik als Pflichtfach und Religion als Wahlmöglichkeit
1
13%
Wahlpflicht zwischen Ethik und Religion
7
88%
 
Abstimmungen insgesamt: 8

maxb
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Volksentscheid Berlin - Ethik/Religion

Beitragvon maxb » 16.04.2009 19:32

Hallo,
in Berlin findet am 26. April eine Volksabstimmung über den Unterricht von Ethik und Religion statt.
Zur Zeit ist es so, dass man in Berliner Schulen Ethik belegen muss und zusätzlich Religion dazuwählen kann. ProReli e.V. will das jetzt ändern und durchsetzen, dass man entweder Ethik oder Religion wählt, wie es auch in den anderen Bundesländern üblich ist. Zur Auswahl würde in Religion nicht nur katholische und evangelische Religion, sondern auch Islamische Religion stehen. Bis zum 14. Lebensjahr würden dann die Eltern entscheiden welches der Fächer das Kind besucht, ab 14 entscheidet das Kind selbst an welchem Unterricht es teilnehmen will.

Wofür würdet ihr stimmen und warum? Ich persönlich würde sowohl Reli als auch Ethikunterricht abschaffen wollen, das steht aber leider nicht zur Debatte.

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Anton
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Beitragvon Anton » 16.04.2009 20:11

Was lernen sie in Ethik ??!
Und was in Religion ??! ??!
»Meine Gnade muss dir genügen, denn meine Kraft gelangt in der Schwachheit zur Vollendung.«
2.Korinther 12,9 | -> "Best Message"

maxb
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Beitragvon maxb » 16.04.2009 21:27

Auszug aus dem Rahmenlehrplan Ethik (findet man hier):
Das Fach Ethik wird bekenntnisfrei - also religiös und weltanschaulich neutral - unterrichtet.
Eine festlegende oder indoktrinierende Darstellung einer einzelnen Position
hat zu unterbleiben. Dennoch ist der Unterricht nicht wertneutral. Die Jugend soll
im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit erzogen werden.
Dazu gehören Toleranz und Achtung anderer Überzeugungen, Verantwortung für
die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und Vermeidung gewaltsamer Konfliktlösungen.
Was in der Realität kontrovers ist, muss auch im Unterricht als Kontroverse wiederkehren.
Vom Unterrichtenden wird erwartet, dass er zu den angesprochenen Fragen
und Wertkonflikten einen eigenen Standpunkt einnimmt und diesen glaubwürdig
vertritt. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Schülerinnen und Schüler vom Unterrichtenden
nicht unzulässig beeinflusst werden...
Die Instanz, vor der Ansprüche auf Wahrheit und Richtigkeit von Aussagen und Positionen
geltend gemacht werden müssen, ist bei der ethischen Reflexion in erster
Linie die Vernunft. Weder die Autorität der Lehrerinnen und Lehrer noch die Berufung
auf das Ethos anderer Personen und Gruppen, sondern lediglich der zwanglose
Zwang des besseren Arguments darf als orientierende Kraft gelten.
Der Religionsunterricht ist für mich schwieriger fassbar. Mir scheint es da sehr auf den jeweiligen Lehrer anzukommen. Ich weiß von Lehrern, die klar bibelkritisch unterrichten, aber es gibt auch ein paar gläubige Lehrer.

PvE
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Beitragvon PvE » 08.05.2009 10:57

Ich verstehe den ganzen Aufstand nicht, der um diese Abstimmung gemacht wurde:

Hier geht es ja nicht um den Untergang des Abendlandes, sondern um etwas, was den Leuten bisher - zurecht - relativ egal war: Der Religionsunterricht. Hier handelte und handelt es sich ja auch um nichts weiter als ein "nettes" Unterrichtsfach mit dem theologischen Tiefgang der Sesamstraße.

Von daher hätte ich sogar nichts dagegen, wenn man dieses Unterrichtsfach abschafft. Lieber soll man einen vernünftigen, sachlichen Ethikunterricht machen, als den Kindern irgendwelchen weichgespülten, liberal-theologischen Unsinn beizubringen.


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