Leben mit Vision

Empfehlungen, Kritik oder Rezensionen von christlichen Büchern und Medien

Moderator: Joschie

philipp
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Beitragvon philipp » 13.04.2005 11:05

Sorry, hab vergessen mich einzuloggen.
Der o.g. Beitrag stammt von mir.

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Jens
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Beitragvon Jens » 14.04.2005 07:47

Lieber Philipp, ich glaube, daß der eigentliche Haken an LmV das Fehlen eines eindeutigen Adressaten ist. Werner wird sicher selbst auf Dein Posting antworten. Aber ich möchte den Punkt "Transformation" herausgreifen, um deutlich zu machen, um was es eigentlich geht:

Die Bibel spricht sehr dueutlich von dieser Veränderung. Die geschieht durch den Heiligen Geist bei der Betrachtung der Person und dem Wirken Jesu im Wort Gottes (Römer 12, 2; 2. Korintehr 3, 18) Dabei kann sich die Betrachtung nicht nur auf das Studieren beziehen - es muß vielmehr auch gelebt werden (Jakobus 1, 22 ff.).

Diese biblischen Aussage beziehen sich aber nicht auf alle Menschen - sie beziehen sich eindeutig nur auf wiedergeborene Menschen - das heißt Kinder Gottes. Nicht wiedergeborene Menschen haben ja gar nicht den Heiligen Geist und können folglich auch nicht durch ihn verändert werden. Sie verstehen ja Gottes Willen nicht einmal. Wenn Jesus Christus in Johannes 10, 27 sagt, daß "seine Schafe seine Stimme hören", heißt das ja umgekehrt, daß die anderen seine Stimme nicht hören werden. Hilfreich ist hier auch 1. Korintehr 2, 14:

14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine [a]Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.

Was also passiert, wenn ich nun Menschen, die nicht wiedergeboren sind, versuche, mit biblischen Vorgaben zu belehren, die eigentlich nicht für sie, sondern für Kinder Gottes bestimmt sind? Sie werden vermutlich, weil sie in der Gruppe nicht Außenseiter spielen wollen, Regeln lernen. Sie werden dadurch "bessere Menschen". Aber eben keine Kinder Gottes. Das wird man ja nur durch Zerbruch, Schuldbekenntnis und Wiedergeburt. So werden sie also "transformiert" - aber eben nicht durch den Heiligen Geist. Eine derartige "Transformation" ist aber nicht nur wertlos ("gute" Menschen gibt es genug) sondern evtl. sogar schädlich:

Kommen derart "verbesserte" Menschen nämlich in die Gemeinden, werden sie erstens das Gemeindebild prägen - und zwar weltlich, weil sie ja noch "weltliche" Menschen sind. Zweitens werden sie für eine echte Bekehrung kaum noch ansprechbar sein - sie haben doch schon so viel "für Christus" getan - wie kannst Du denn jetzt noch wagen, sie auf ihre Verlorenheit anzusprechen? Du wirst sie nicht einmal unbedingt erkennen!

Das also, meine ich, fehlt: entweder es ist ein evangelistisches Buch und es müßte dann das vollständige Evangelium beinhalten (was es aus meiner Sicht nicht tut). Oder es ist ein Buch über Lehre und Heiligungsleben - dann aber ist es definitiv nicht für Ungläubige (auch nicht für erst einmal "nur" religiös offene und vom Evangelium angesprochene Menschen) geeignet - aus oben genannten Gründen.

Nun meine Frage: Was ist es? Und woraus kann man das schließen?

Liebe Grüße, Jens

philipp
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Beitragvon philipp » 15.04.2005 10:39

Lieber Jens,

die Frage, die Du aufwirfst „Wird der Mensch als Mensch allgemein oder als Christ angesprochen?“, ist ja auch ein bedeutender Kritikpunkt in der Rezension von Hans-Werner Deppe. Er schreibt hierzu: „Das erste dieser Probleme ist das schwerwiegendste des Buches: Das Buch soll auch oder gerade den Nicht-Christen ansprechen, also evangelistisch sein, aber das enthaltene Evangelium ist verschwindend dünn und das Christwerden ein unzureichendes Schnellverfahren.

Diese Aussage „Das Buch soll auch oder gerade den Nicht-Christen ansprechen...“ ist aber in meinen Augen irreführend. Grundsätzlich muss man erstmal sagen, dass Rick Warren sich hier nicht konkret festlegt bzw. gar nicht äußert, ob das Buch jetzt für Christen speziell oder für Nicht-Christen speziell oder für beide geschrieben ist. Das Ziel dieses Buches ist es „Gottes Absichten für mein Leben zu erkennen“ (S. 11 Mitte). Aus den auf S. 10 genannten „vier Elementen zu Ihrer Unterstützung“ wird deutlich, dass es Rick Warren z.B. um das „Erkennen von geistlichen Wahrheiten“ geht und um „echtes geistliches Wachstum“. Hierzu empfiehlt er das gemeinsame Lesen des Buches. Er schreibt „Echtes geistliches Wachstum ist nie ein isoliertes, individualistisches Unterfangen. Reife entsteht durch Beziehungen und Gemeinschaft“ (S. 11). Um aber „wachsen“ und „reifen“ zu können, muss man bereits Christ sein bzw. die Notwendigkeit von „Wachstum“ und „Reife“ ist erst für einen Christen überhaupt relevant. Ich denke, dass beim Lesen des Buches relativ offensichtlich wird, dass es grundsätzlich an Christen gerichtet ist. Warren geht zwar auf S. 20 auf Nicht-Christen unter den Lesern ein, indem er schreibt „Wenn Sie noch keine solche Beziehung zu ihm haben, werde ich später erklären, wie Sie eine eingehen können“. Hieraus kann man aber nicht die Schlussfolgerung ziehen, dass Nicht-Christen die Zielgruppe des Buches sind. Vielmehr wird deutlich, dass sie es gerade eigentlich nicht sind, weil Warren nur am Rande darauf eingeht. Man mag also zurecht behaupten, dass die Darstellung des Evangeliums in Kapitel 7 („Der Grund für alles“) relativ mager ausfällt, aber die Feststellung, dass dieses Buch eigentlich an Christen gerichtet ist, nimmt dieser Kritik, die auch im Weiteren der Rezension immer wieder auftaucht, ihr Gewicht.

Man könnte Warren vielleicht eher zum Vorwurf machen, er hätte besser schreiben sollen: „Wenn Sie noch keine solche Beziehung zu ihm haben, sollten sie dieses Buch erst mal weglegen und das Johannes-Evangelium (oder das evangelistische Buch XY) lesen“.

Aber, ganz abgesehen davon: Wenn man davon ausgeht, dass der Bekehrung sowieso ein längerer Prozess vorausgeht, wo Gott mittels verschiedener Ereignisse, Menschen und Möglichkeiten zu einem Menschen spricht, ist es noch nicht einmal notwendig, dass der Nicht-Christ das Buch weglegt.

Lieben Gruß, philipp

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Jens
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LmV

Beitragvon Jens » 18.04.2005 12:08

Hallo Philipp,

es müßte vielleicht erst einmal ein Konsens darüber bestehen, wie ein Mensch zum Glauben kommt; sowie über die Frage, wer und was ihn zum Glauben bringt. Dann noch die Frage, was den Gläubigen vom Ungläubigen unterscheidet. Da dies aber hier nicht das Thema ist, fange ich von einer anderen Seite an.

Nehmen wir einmal an, Du hast einen Menschen, der einsam ist oder der sich nach einer guten, aufrichtigen Gemeinschaft mit nicht so oberflächlichen Menschen sehnt.

Der kommt jetzt in einen Hauskreis, in dem das Buch LmV angeboten wird. Das gefällt ihm sehr gut: Es wird gebetet, es gibt angeregte Gespräche mit offenen, interessannten Menschen und außerdem scheinen die Gastgeber feste Werte zu haben.

Die ersten Abende sind mit dem Kennenlernen gefüllt - auch über Bekehrung wird gesprochen und über intakte Beziehungen zu Gott durch Jesus Chrsitus. Was aber eine echte, biblische Bekehrung ausmacht, wird nicht gesagt.

Dieser Mensch nun erlebt während der Tage, in denen LmV durchgearbeitet wird, keine echte Bekehrung. Was dann? Er wird während des überwiegenden Teiles der Treffen behandelt wie ein Gläubiger, oder? Vielleicht geht er danach sogar in eine Gemeinde - nicht, weil er ein wirkliches Gotteskind ist, sondern weil er die Gemeinschaft gut findet. Er ist auch schon "geimpft" mit den richtigen Ausdrücken, kennt sich vielleicht sogar besser in der Bibel aus als mancher Gläubige. Aber er gehört zur Welt und eben nicht zur Gemeinde Gottes. Und man kann es nicht mehr oder nur sehr schwer erkennen.

Ich meine, daß durch Großevangelisationen moderner Spielart heutzutage sehr viele solcher "Scheinbekehrter" in die Gemeinden geströmt sind. Nur in den Gemeinden oder Hauskreisen werden diese Menschen nicht mehr als Unbekehrte erkannt oder angesprochen - sie sind dann auf einer Irrfahrt. Wohin?

Und was wird mit den Gemeinden passieren, die mehr und mehr aus einmal erweckten, aber nicht bekehrten Menschen bestehen? Sie werden mehr und meher verweltlichen - ein Trend, der sich sehr deutlich erkennen lässt.

Aus diesem Grunde ist es außerordentlich wichtig, vor einer Integration in eine Gemeinde oder einen Hauskreis mit vertiefenden Glaubens- und Nachfolgethemen klarzustellen, an welcher Stelle ein Mensch eigentlich steht. Da sehe ich in der Vermischung der Themen bei LmV eine riesige Gefahr - das Buch wird ja flächendeckend mit Gläubigen und Ungläubigen durchgearbeitet.

Liebe Grüße, Jens

maria
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Beitragvon maria » 19.04.2005 09:39

Leben mit Vision von Rick Warren
Was haltet ihr von dem Buch und der dazugehörenden Kampagne?

Lieber Hans-Werner
Ich möchte nur eine Aussage von Ihm anführen:
7.Tag. Wenn wir seine Wahrheit kennengelernt haben...

Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind. Joh. 3,21
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch Mich. Joh. 14,6
Das ist aber das ewige Leben, dass sie Dich, Der Du allein wahrer Gott bist, und den Du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Joh. 17,3
Etwas kennenlernen, zum Beispiel verstandesmässig und es dann anderen weitererzählen ist eine Sache.
Jesus Christus Selbst ist die Wahrheit. Die Wahrheit ist eine Person. Er sagt, wer die Wahrheit tut. Ihr nennt Mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn Ich bin‘s auch. Joh. 13,13
Wir sollen die Wahrheit erkennen. Nicht die Wahrheit kennen über eine Person, sondern die Person erkennen. Das ist die höchste Form von Liebe.

Wenn ich das Buch ganz kurz beschreiben müsste, so würde ich folgendes sagen: Die Botschaft des Buches ist, dass Gott wohlgefallen an mir hat, mich liebt und das ich Sein Kind bin, wenn ich an Ihn glaube und mich bekehre. Das es mein Ziel sein sollte, dass viele Menschen durch mich in die Gemeinde kommen. Durch so ein light-Evangelium werden wahrscheinlich auch viele Menschen in die Kirchen kommen.

Gott ist ein heiliger und gerechter Gott der die Sünden der Menschen hasst. Weil Er aber gleichzeitig die Liebe ist, wurde Sein unschuldiger Sohn für uns zur Sünde gemacht und am Kreuz von Golgatha hingerichtet. In Ihm begegnen sich Gottes Gerechtigkeit und Seine Liebe. Steht in unserer Verkündigung nicht der Gekreuzigte im Mittelpunkt, so ist es nicht mehr das biblische Evangelium. Gott kann den Menschen nur durch Jesus Christus lieben.

Danken wir unserem Vater im Himmel, das Er auch heute noch zu uns redet, durch Sein Wort und dass es uns nicht im unklaren lässt, über die Errettung.
Herzliche Grüsse von maria
Da fand ich, Den meine Seele liebt.

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andy
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Beitragvon andy » 21.04.2005 22:35

Ich bin mit Jens einer Meinung - die Transformation (Veränderung ist eine schlechte Übersetzung, es sollte Umwandlung heißen) ist zwar an ein biblisches Prinzip angelehnt, aber aus dem Kontext gerissen. Bei Warren basiert sie auf einem neuen Selbstverständnis, dem Einüben neuer geistlicher Disziplinen, dem Fördern dessen, was Gott in uns hineingelegt hat, und dem Ausbruch aus dem, was uns gefangenhält.

Wahre Transformation ist knallhart: Gib auf. Schmeiß Jesus alles hin, und halte an gar nichts fest, auch nicht an dem, was Dir vermeintlich gut erscheint. Trage Dein Kreuz und stirb, so daß Jesus in Dir leben kann. Erkenne an, daß Du absolut nichts Gutes aus Dir selbst bewirken kannst, und demütige Dich vor Gott. Freue Dich über schwere Zeiten, denn sie dienen dazu, Dich zu läutern... und so weiter.

Warren ist ein Marketing-Typ - das ist sein Hintergrund. Statt "verliere Dein Leben, das Du eh nicht behalten kannst für ein ewiges Leben, das Du sonst nicht erreichen kannst" heißt seine Botschaft: Be all you can be - wachse hinein in Dein wahres Potential, laß Dich ein auf das spannende Abenteuer des christlichen Glaubens und entdecke ungeahnten Reichtum in Dir und den Möglichkeiten, die Gott Dir gibt. Rick Warren - wie auch Alpha - werben mit dem, was Jesus uns geben will: Frieden, Freude, Kraft, Bestimmung, Gemeinschaft etc. - und natürlich "Vision".

(Mein) Jesus hat ganz anders geredet. Er hat mir unendlich viel geschenkt, aber das war nicht seine primäre Mission. Er kam auf diese Erde um hinwegzunehmen, was wir nicht loswerden konnten - nicht um uns noch mehr aufzuladen, damit wir in underer Misere wenigstens ein paar tolle Erfahrungen machen und uns besser selbst verwirklichen können. Ein Mensch ist allein dadurch gerettet, daß Jesus ihm die Schuld nimmt. Damit ist er gerechtfertigt, auch wenn er ansonsten mit leeren Händen dasteht. Auf der anderen Seite kann ein Mensch sein volles Potential ausgeschöpft und eine erfolgreiche Gemeindebewegung mitgetragen haben, sich für ein erklärtes Ziel aufgeopfert, die Gesellschaft positiv verändert und sich für den Weltfrieden eingesetzt haben... gerettet ist er dadurch ebensowenig wie einer, der sein Leben nach Feierabend im Lokal an der Ecke verbracht hat und vor Menschen gar nichts vorzuweisen hat.

Letztendlich ärgert mich an Warren auch seine Widersprüchlichkeit: Er erzählt uns, daß wir von Gott geliebt und angenommen sind, und daß dies unseren Wert definiere. Auf der Website seiner eigenen Gemeinde geht es dann aber oft mehr um ihn und seine Erfolge als um Jesus. Schlimmer noch - das Hauptgewicht legt er darauf, was Nichtchristen über ihn sagen:

(TIME "America’s most influential minister." - Washington Post "Warren’s book is being read and studied by millions... and is astonishing the publishing world." - Forbes "Were it a business, Saddleback church would be compared with Dell, Google or Starbucks." - The Weekly Standard "...clearly among the two or three most influential Americans working from the West coast." - Books and Culture "Rick Warren is not only as the best preacher, but simply the best public speaker I have ever heard and Saddleback is America’s most fascinating megachurch." Alan Wolfe, Boisi Center for American Public Life - Christianity Today "The Most Influential Pastor in America." (Cover story) - Fox News "Warren’s 40 Days of Purpose has sparked a nationwide spiritual revival." - Denver Post "Purpose Driven Life: The book that inspired a Movement." - USA Today "The most influential spiritual leader you’ve never heard of." - Los Angeles Times "Warren is leading the New Reformation.")

Mir persönlich wäre es ungemein peinlich, eine solche Liste mit übertriebenen Lobpreisungen über mich selbst abzudrucken - Warren tut dies gern, und hält die Website seiner Gemeinde für den richtigen Ort für solch einen Werbezirkus. Diese Arroganz hat m.E. mit der amerikanischen Kultur weniger zu tun als mit herkömmlicher Reklame, wie wir sie auch bei uns finden... und wieder einmal drängt sich einem der Vers auf, "wehe, wenn die Welt gut von euch redet". Wer biblisches Leben propagiert, muß Demut leben. Wer sich hingegen selbst über die Regeln stellt, die für alle anderen gelten sollen, der ist ein Heuchler und lebt in der Gefahr, daß Gott ihn eines Tages durch unbequeme Maßnahmen zwangsweise zur Demut bringt.

Arne.B
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Beitragvon Arne.B » 23.05.2005 15:31

Bei der beurteilung von Irgentwelchen Aussagen in Angeblich christlichen Büchern oder Gruppen und Bewegungen ist es immer sehr ratsam die Quelle zu sehen aus die sich diese speisen. Auch Diese führen oft Gutes an und begründen mit dem Wort Gottes, aber schöpfen aus der Quelle der Welt und füttern damit ihr Gedankengebilde. So ist es oft Täuschend echt, aber doch Falsch, weil es nicht aus Gott sondern aus der Welt geboren ist !

Auch die Frau mit dem Wahrsagegeist sagte über die Jünger Jesu das Richtige und Wahre, nur war dies unter einem Falschen vorwand gesagt, nämlich um sich eine Tür zu öffnen bei den Hörern des Wortes Gottes !
Denn hätte man ihr nicht den Dämon ausgetrieben, währen Menschen auch zu ihr gegangen, denn sie hat ja auch die Jünger als das bezeichnet was sie Wahren, also kann sie ja auch nicht Böse sein ! Und sie hätte ihr verdorbenes spiel treiben können und ihnen das gift der Welt einflösen können.
Das ist Speck mit dem man Mäuse Fängt ! Schaut doch mal in Apostelgeschicht 16, 16-18, so hat Paulus darauf reagiert.

So läuft das heute auch auf vielen gebieten.

Ratzinger wird ja auch schon viel sympatischer wenn er so gegen die "Homosexualität" wettert, ja Gott verabschäut das auch, also kann Ratzinger ja gar nicht so schlecht sein ! Das er aber ein "Verführer" ist wird damit aber nicht entkräftet, er bleibt immer die Faulende Frucht im Garten Eden, doch um einiger wahren Worte wird er von einigen Evangelikalen schon als Netter Kerl bezeichnet !
Das diese Frucht aber jeden dem Tod bringtder davon isst, hat natürlich garkeine bedeutung, oder vieleicht doch ?
Sollte Gott etwa gesagt haben ?


Liebe Grüsse und Gottes Segen

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Detlev
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Beitragvon Detlev » 23.06.2005 09:29

Ich kann das Buch auch absolut nicht empfehlen. Aber ich habe eine Frage an alle, besonders aber auch an Werner: Wer kennt eine gute Alternative?

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten!
Wer denkt, der dankt.

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H.W.Deppe
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Beitragvon H.W.Deppe » 23.06.2005 13:50

Hallo Detlev,
eine "Alternative" ist von daher schwierig, da das Buch ja so einen enormen und breitgefächerten Selbstanspruch hat: Sowohl für Nichtchristen als auch reife Gläubige das Nonplusultra zu sein und innerhalb von 40 Tagen das Leben komplett zum Positiven umzukrempeln. Wer auf solche Werbeverheißungen anspricht, wird sich wohl nicht so schnell mit weniger versprechenden Alternativen zufrieden geben.

Prinzipiell gilt: Ein systematischer Unterricht in (Klein) Gruppen für die Gemeinde mit guten Unterrichtsmaterial halte ich für sehr wichtig, ebenso evangelistische Kreise (Alternativen dazu siehe in unserem Buch über den Alpha-Kurs).

Gläubigen hilft man am besten zu geistlichem Wachstum durch Zweierbeziehung wie bei Paulus und Timotheus. Dazu bringen wir in Kürze das Buch "Die verlorene Kunst des Jüngermachens" heraus. Das gleiche Konzept behandelt das Buch "Dynamik biblischer Jüngerschaft" von Guido Wolff.

Im Rahmen einer solchen Jüngerschaftsbeziehung ist es sehr gut, wenn man zusammen Kursmaterial oder einfach gute Bücher durcharbeitet (oder was sich weniger stressig anhört: gemeinsam liest und darüber spricht). Genau dieselbe Literatur eignet sich auch für Kleingruppen - nur muss sich der Leiter vielleicht etwas mehr Gedanken machen und kann nicht zu so einem Instant-Gericht greifen wie bei LMV.
Geeignet sind z.B. die Kurse "Training im Christentum" von Jean Gibson. (Allerdings etwas Tu-Lastig, mir wären Kurse lieber, die vor allem die Gnade und Größe Gottes vermitteln).
Kurse sind systematisch und decken nacheinander verschiedene Themenbereiche ab. Bei "normalen Büchern" ist das anders, da müsste man entscheiden, was für ein Thema ist dran, und dann das passende Buch wählen. Der "Rundumschlag" von LMV ist für ein einziges Buch einfach zu viel = zu oberflächlich.
Warum nicht in der Gemeinde eine Reihe notwendiger Themen auflisten und nacheinander dazu ein gutes Buch (oder auch zwei) durchnehmen?

Buchvorschläge findest zu z.B. unter
http://www.cbuch.de/sortierter_katalog_ ... _gnade.htm, (oder auch die Rubriken "Heil/Heiligung" und "Leben als Christ/Ethik". Nennen möchte ich hier z.B. folgende:

John Piper: Dein Leben ist einmalig (Hingabe)
John MacArthur: Die Welt überwinden (Joh 13-16)
John MacArthur: Das verlorene Gewissen (Sünde und Heiligung)
William MacDonald: Seid heilig - der Vergessene Befehl
Oswald Sanders: Leben aus der Quelle (auch ein kleiner "Rundumschlag")
John Cross: Bist du der einzige, der nicht weiß, was geschehen ist (Roter Faden durch die Bibel, Christozentrisch)
Bernhard Kaiser: Christus allein

Manche der Bücher enthalten auch einen Studienführer mit Fragen, der den Einsatz im Hauskreis etc. erleichtert.

Zuletzt möchte ich auch noch daran erinnern, dass Gott seine Wahrheit in Bibelbüchern vermittelt. Also nicht vergessen, systematisch Bibelbücher in der Gemeinde zu lehren!

Herzlichen Gruß, Werner

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Detlev
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Beitragvon Detlev » 24.06.2005 10:32

Hallo Werner,

vielen Dank für Deine umfangreiche, informative und hilfreiche Antwort!

Liebe Grüße
Detlev
Wer denkt, der dankt.

lutz
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Beitragvon lutz » 25.02.2010 23:25

Rick Warren und das Programm "Leben mit Vision":

Unter www.nuntia.de
gibt es jetzt dazu eine Videobotschaft.
Die PDF dazu hier:
http://nuntia.de/pdf/Dominionismus/Rick ... &%202).pdf

Lutz

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Beitragvon Servant » 17.03.2010 21:41

Hallo,

etwas was man Wissen sollte:

Rick Warren´Vision

Ein Film Beitrag (leider nicht Vollständig ! Das sollte man jedoch anders handhaben, wenn einem wirklich etwas an Aufklärung liegt - wie sagt man so schön - die ZEIT drängt !) Nur als Hinweis: Das war kein Scherz !

Servant

lutz
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Beitragvon lutz » 18.03.2010 18:13

Servant hat geschrieben: Das sollte man jedoch anders handhaben, wenn ...
Hallo Servant,
was und wie würdest du anders handhaben?

Lutz

Servant
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Beitragvon Servant » 18.03.2010 21:23

Hallo Lutz,

erst einmal bin ich sehr dankbar das dieser Film-Beitrag überhaupt online gestellt wurde, jedoch macht es mich etwas traurig das einem die Hälfte vorenthalten wird, zu mindestens im Blick auf seine Internetpräsenz, es ist jedoch möglich sich den Vortrag in die Gemeinde zu holen, in Form eines Referenten.

Worauf sicher nur bedingt zurückgegriffen wird (Gruppe C kann nicht mit D und D nicht mit P usw.)

Wie sieht es aber mit jenen Geschwistern aus in deren Gemeinden man nicht Bereit ist sich diesen Vortrag anzuhören, da sie "Ricks Visionen" schon inhaliert haben ? Können wir nicht diesen Geschwistern, oder den Betroffenen den zugriff auf Qualitative gute Information ermöglichen, in dem ein Kompletter Beitrag zur Verfügung gestellt wird und somit auch eine schnelle Verbreitung dessen Inhaltes ?

Außerdem ist dieser Beitrag schon allein deshalb wichtig, weil er die momentane Situation in der sich die Christen heute befindet etwas beleuchtet - er zeigt einen Teilbereich der Verführungsstrategie des Widersachers ("Königreich Gottes jetzt und hier" - Theologie)

Ich würde ihn Komplett freigeben, (weil es bald keine Zeit mehr dafür geben wird) und diesem "Visionen Rick Warrens" das Wort Gottes entgegenzustellen - damit andere davon Geistlich Profitieren, gesegnet werden. Das was ich habe gebe ich gern, denn der Herr hat es gegeben damit andere dadurch gesegnet werden!

Mann könnte sicher noch so lange darüber weiter diskutieren bis der Herr wiederkommt, aber dann braucht man solche Beiträge sicher nicht mehr, denn es besteht kein Bedarf mehr!

Liebe Grüße,
Servant

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Beitragvon lutz » 18.03.2010 22:57

Hallo Servant,

meinst du, dass die zur Verfügung stehenden Infos nicht ausreichen, um wenigstens ins Fragen zu kommen?

Auf www.nuntia.de lassen sich zudem noch eine Reihe anderer Infos finden - wenn auch nicht als Video, doch als Text.

Liebe Grüße, Lutz


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