Neues von der römisch ökumenischen Evangelische Allianz

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 03.07.2011 17:14

Hallo Ihr!
Bei mir hat sich die Art und Weise beim Umgang mit Themen die eine Verbindung zum christlichen Glauben haben mit der Zeit sehr geändert.
An die ersten Jahre ­meines Glaubensleben denke ich heute schon mit :oops: zurück.Wer nicht für den Glauben war wie meine Gemeinde und ich ihn verstand der war in meinen Augen eine Gefahr, die zu bannen war.Dieses änderte sich so nach und nach, besonders durch meine mehrfachen Aufenhalt in Rumänien damals noch unter der Diktatur von Chauchesku.Besonders die Gespräche mit den Geschwistern und die daraus entstandenen Kontakte bekam ich für manche Dinge eine andere Sichtweise.Ich hatte noch eine zweite für mich persönlich sehr wichtige Korrektur das war mein Bruder in Christi Holger H., der jetzt schon dort ist, wo keine Krankheit, keine ­Schmerze und kein Geschrei ist bei der Herrlichkeit Christi.Durch ihn habe ich viel gelernt besonders Solas ­Scriptura und das beim Betrachten von Ereignissen/Sachverhalte zu erst Fakten zählen.Besonders das Ich auch das Umfeld um die
Ereignissen/Sachverhalte beleuchte.Die vielen langen Gespräche, die wir führten, über Themen, wo wir durchaus verschiedene Sichtweisen hatten, werde ich nicht vergessen, besonders das Wir nie vergessen haben, dass wir Brüder in Christi sind.


Darum erstmal der ganze Text um den es geht.
Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt
Empfehlungen für einen Verhaltenskodex
Präambel


Mission gehört zutiefst zum Wesen der Kirche. Darum ist es für jeden Christen und jede Christin unverzichtbar, Gottes Wort zu verkünden und seinen/ihren Glauben in der Welt zu bezeugen. Es ist jedoch wichtig, dass dies im Einklang mit den Prinzipien des Evangeliums geschieht, in uneingeschränktem Respekt vor und Liebe zu allen Menschen.

Im Bewusstsein der Spannungen zwischen Einzelnen und Gruppen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen und der vielfältigen Interpretationen des christlichen Zeugnisses sind der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog, der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und, auf Einladung des ÖRK, die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) über einen Zeitraum von fünf Jahren zusammengekommen, um gemeinsam nachzudenken und das vorliegende Dokument zu erarbeiten. Dieses Dokument soll keine theologische Erklärung zur Mission darstellen, sondern verfolgt die Absicht, sich mit praktischen Fragen auseinanderzusetzen, die sich für das christliche Zeugnis in einer multireligiösenWelt ergeben.

Ziel dieses Dokuments ist es, Kirchen, Kirchenräte und Missionsgesellschaften dazu zu ermutigen, ihre gegenwärtige Praxis zu reflektieren und die Empfehlungen in diesem Dokument zu nutzen, um dort, wo es angemessen ist, eigene Richtlinien für Zeugnis und Mission unter Menschen zu erarbeiten, die einer anderen Religion oder keiner bestimmten Religion angehören. Wir hoffen, dass Christen und Christinnen in aller Welt dieses Dokument vor dem Hintergrund ihrer eigenen Praxis studieren, ihren Glauben an Christus in Wort und Tat zu bezeugen.

Grundlagen für das christliche Zeugnis
1. Für Christen/innen ist es ein Vorrecht und eine Freude, Rechenschaft über die Hoffnung abzulegen, die in ihnen ist, und dies mit Sanftmut und Respekt zu tun (vgl. 1. Petrus 3,15).

2. Jesus Christus ist der Zeuge schlechthin (vgl. Johannes 18,37). Christliches Zeugnis bedeutet immer, Anteil an seinem Zeugnis zu haben, das sich in der Verkündigung des Reiches Gottes, im Dienst am Nächsten und in völliger Selbsthingabe äußert, selbst wenn diese zum Kreuz führen. So wie der Vater den Sohn in der Kraft des Heiligen Geistes gesandt hat, so sind Gläubige mit der Sendung beauftragt, in Wort und Tat die Liebe des dreieinigen Gottes zu bezeugen.

3. Das Vorbild und die Lehre Jesu und der frühen Kirche müssen das Leitbild für christliche Mission sein. Seit zwei Jahrtausenden streben Christen/innen danach, dem Weg Christi zu folgen, indem sie die Gute Nachricht vom Reich Gottes weitergeben (vgl. Lukas 4,16-20).

4. Christliches Zeugnis in einer pluralistischen Welt umfasst auch den Dialog mit Menschen, die anderen Religionen und Kulturen angehören (vgl. Apostelgeschichte 17,22-28).

5. In einigen Kontexten stößt das Anliegen, das Evangelium zu leben und zu verkündigen, auf Schwierigkeiten, Behinderungen oder sogar Verbote. Und doch sind Christen/innen von Christus beauftragt, weiterhin in Treue und gegenseitiger Solidarität von ihm Zeugnis abzulegen (vgl. Matthäus 28,19.20; Markus 16,14-18; Lukas 24,44-48; Johannes 20,21; Apostelgeschichte 1,8).

6. Wenn Christen/innen bei der Ausübung ihrer Mission zu unangemessenen Methoden wie Täuschung und Zwangsmitteln greifen, verraten sie das Evangelium und können anderen Leid zufügen. Über solche Verirrungen muss Buße getan werden und sie erinnern uns daran, dass wir fortlaufend auf Gottes Gnade angewiesen sind (vgl. Römer 3,23).

7. Christen/innen bekräftigen, dass es zwar ihre Verantwortung ist, von Christus Zeugnis abzulegen, dass die Bekehrung dabei jedoch letztendlich das Werk des Heiligen Geistes ist (vgl. Johannes 16,7-9; Apostelgeschichte 10,44-47). Sie wissen, dass der Geist weht, wo er will, auf eine Art und Weise, über die kein Mensch verfügen kann (vgl. Johannes 3,8).

Prinzipien
In ihrem Bestreben, den Auftrag Christi in angemessener Weise zu erfüllen, sind Christen/innen dazu aufgerufen, an folgenden Prinzipien festzuhalten, vor allem in interreligiösen Begegnungen.

1. Handeln in Gottes Liebe. Christen/innen glauben, dass Gott der Ursprung aller Liebe ist. Dementsprechend sind sie in ihrem Zeugnis dazu berufen, ein Leben der Liebe zu führen und ihren Nächsten so zu lieben wie sich selbst (vgl. Matthäus 22,34-40; Johannes 14,15).

2. Jesus Christus nachahmen. In allen Lebensbereichen und besonders in ihrem Zeugnis sind Christen/innen dazu berufen, dem Vorbild und der Lehre Jesu Christi zu folgen, seine Liebe weiterzugeben und Gott, den Vater, in der Kraft des Heiligen Geistes zu verherrlichen (vgl. Johannes 20,21-23).

3. Christliche Tugenden. Christen/innen sind dazu berufen, ihr Verhalten von Integrität, Nächstenliebe, Mitgefühl und Demut bestimmen zu lassen und alle Arroganz, Herablassung und Herabsetzung anderer abzulegen (vgl. Galater 5,22)

4. Taten des Dienens und der Gerechtigkeit. Christen/innen sind dazu berufen, gerecht zu handeln und mitfühlend zu lieben (vgl. Micha 6,8). Sie sind darüber hinaus dazu berufen, anderen zu dienen und dabei Christus in den Geringsten ihrer Schwestern und Brüder zu erkennen (vgl. Matthäus 25,45). Soziale Dienste, wie die Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten, Gesundheitsfürsorge, Nothilfe sowie Eintreten für Gerechtigkeit und rechtliche Fürsprache sind integraler Bestandteil davon, das Evangelium zu bezeugen. Die Ausnutzung von Armut und Not hat im christlichen Dienst keinen Platz. Christen/innen sollten es in ihrem Dienst ablehnen und darauf verzichten, Menschen durch materielle Anreize und Belohnungen gewinnen zu wollen.

5. Verantwortungsvoller Umgang mit Heilungsdiensten. Als integralen Bestandteil der Bezeugung des Evangeliums üben Christen/innen Heilungsdienste aus. Sie sind dazu berufen, diese Dienste verantwortungsbewusst auszuführen und dabei die menschliche Würde uneingeschränkt zu achten. Dabei müssen sie sicherstellen, dass die Verwundbarkeit der Menschen und ihr Bedürfnis nach Heilung nicht ausgenutzt werden.

6. Ablehnung von Gewalt. Christen/innen sind aufgerufen, in ihrem Zeugnis alle Formen von Gewalt und Machtmissbrauch abzulehnen, auch deren psychologische und soziale Formen. Sie lehnen auch Gewalt, ungerechte Diskriminierung oder Unterdrückung durch religiöse oder säkulare Autoritäten ab. Dazu gehören auch die Entweihung oder Zerstörung von Gottesdienstgebäuden und heiligen Symbolen oder Texten.

7. Religions- und Glaubensfreiheit. Religionsfreiheit beinhaltet das Recht, seine Religion öffentlich zu bekennen, auszuüben, zu verbreiten und zu wechseln. Diese Freiheit entspringt unmittelbar aus der Würde des Menschen, die ihre Grundlage in der Erschaffung aller Menschen als Ebenbild Gottes hat (vgl. Genesis 1,26). Deswegen haben alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten. Überall dort, wo irgendeine Religion für politische Zwecke instrumentalisiert wird oder wo religiöse Verfolgung stattfindet, haben Christen/innen den Auftrag, als prophetische Zeugen und Zeuginnen solche Handlungsweisen anzuprangern.

8. Gegenseitiger Respekt und Solidarität. Christen/innen sind aufgerufen, sich zu verpflichten, mit allen Menschen in gegenseitigem Respekt zusammenzuarbeiten und mit ihnen gemeinsam Gerechtigkeit, Frieden und Gemeinwohl voranzutreiben. Interreligiöse Zusammenarbeit ist eine wesentliche Dimension einer solchen Verpflichtung.

9. Respekt für alle Menschen. Christen/innen sind sich bewusst, dass das Evangelium Kulturen sowohl hinterfragt als auch bereichert. Selbst wenn das Evangelium bestimmte Aspekte von Kulturen hinterfragt, sind Christen/innen dazu berufen, alle Menschen mit Respekt zu behandeln. Sie sind außerdem dazu berufen, Elemente in ihrer eigenen Kultur zu erkennen, die durch das Evangelium hinterfragt werden, und sich davor in Acht zu nehmen, anderen ihre eigenen spezifischen kulturellen Ausdrucksformen aufzuzwingen.

10. Kein falsches Zeugnis geben. Christen/innen müssen aufrichtig und respektvoll reden; sie müssen zuhören, um den Glauben und die Glaubenspraxis anderer kennen zu lernen und zu verstehen, und sie werden dazu ermutigt, das anzuerkennen und wertzuschätzen, was darin gut und wahr ist. Alle Anmerkungen oder kritischen Anfragen sollten in einem Geist des gegenseitigen Respekts erfolgen. Dabei muss sichergestellt werden, dass kein falsches Zeugnis über andere Religionen abgelegt wird.

11. Persönliche Ernsthaftigkeit sicherstellen. Christen/innen müssen der Tatsache Rechnung tragen, dass der Wechsel der Religion ein entscheidender Schritt ist, der von einem ausreichendem zeitlichen Freiraum begleitet sein muss, um angemessen darüber nachzudenken und sich darauf vorzubereiten zu können. Dieser Prozess muss in völliger persönlicher Freiheit erfolgen.

12. Aufbau interreligiöser Beziehungen. Christen/innen sollten weiterhin von Respekt und Vertrauen geprägte Beziehungen mit Angehörigen anderer Religionen aufbauen, um gegenseitiges Verständnis, Versöhnung und Zusammenarbeit für das Allgemeinwohl zu fördern. Deswegen sind Christen/innen dazu aufgerufen, mit anderen auf eine gemeinsame Vision und Praxis interreligiöser Beziehungen hinzuarbeiten.

Empfehlungen
Die Dritte Konsultation wurde vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Kooperation mit der Weltweiten Evangelischen Allianz und vom PCID des Heiligen Stuhls mit Teilnehmenden der größten christlichen Glaubensgemeinschaften (Katholiken, Orthodoxe, Protestanten, Evangelikale, Pfingstler) organisiert und erarbeitete im Geist ökumenischer Zusammenarbeit dieses Dokument. Wir empfehlen unseren Kirchen, nationalen und regionalen konfessionellen Zusammenschlüssen und Missionsorganisationen, insbesondere denjenigen, die in einem interreligiösen Kontext arbeiten, dass sie:

1. die in diesem Dokument dargelegten Themen studieren und gegebenenfalls Verhaltensrichtlinien für das christliche Zeugnis formulieren, die ihrem spezifischen Kontext angemessen sind. Wo möglich, sollte dies ökumenisch und in Beratung mit Vertretern/innen anderer Religionen geschehen.

2. von Respekt und Vertrauen geprägte Beziehungen mit Angehörigen aller Religionen aufbauen, insbesondere auf institutioneller Ebene zwischen Kirchen und anderen religiösen Gemeinschaften, und sich als Teil ihres christlichen Engagements in anhaltenden interreligiösen Dialog einbringen. In bestimmten Kontexten, in denen Jahre der Spannungen und des Konflikts zu tief empfundenem Misstrauen und Vertrauensbrüchen zwischen und innerhalb von Gesellschaften geführt haben, kann interreligiöser Dialog neue Möglichkeiten eröffnen, um Konflikte zu bewältigen, Gerechtigkeit wiederherzustellen, Erinnerungen zu heilen, Versöhnung zu bringen und Frieden zu schaffen.

3. Christen/innen ermutigen, ihre eigene religiöse Identität und ihren Glauben zu stärken und dabei gleichzeitig ihr Wissen über andere Religionen und deren Verständnis zu vertiefen, und zwar aus der Sicht von Angehörigen dieser Religionen. Um angemessen von Christus Zeugnis abzulegen, müssen Christen/innen es vermeiden, die Glaubensüberzeugungen und Glaubenspraxis von Angehörigen anderer Religionen falsch darzustellen.

4. mit anderen Religionsgemeinschaften zusammenarbeiten, indem sie sich gemeinsam für Gerechtigkeit und das Gemeinwohl einsetzen und sich, wo irgend möglich, gemeinsam mit Menschen solidarisieren, die sich in Konfliktsituationen befinden.

5. ihre Regierungen dazu aufrufen, sicherzustellen, dass Religionsfreiheit angemessen und umfassend respektiert wird, in dem Bewusstsein, dass in vielen Ländern religiöse Einrichtungen und Einzelpersonen daran gehindert werden, ihre Mission auszuführen.

6. für ihre Nächsten und deren Wohlergehen beten, in dem Bewusstsein, dass Gebet wesentlicher Teil unseres Seins und Tuns und der Mission Christi ist.

Anhang: Zu diesem Dokument
1. In der heutigen Welt arbeiten Christen/innen zunehmend miteinander und mit Angehörigen anderer Religionen zusammen. Der Päpstliche Rat für Interreligiösen Dialog des Heiligen Stuhls und das Programm für interreligiösen Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen haben eine gemeinsame Geschichte solcher Zusammenarbeit. Beispiele für diese Zusammenarbeit sind Studien zu interreligiöser Ehe (1994-1997), interreligiösem Gebet (1997-1998) und afrikanischer Religiosität (seit 2000). Das vorliegende Dokument ist ein Ergebnis ihrer gemeinsamen Arbeit.

2. Es gibt heute zunehmend interreligiöse Spannungen in der Welt, die bis hin zu Gewalt und zum Verlust von Menschenleben führen. Politische, wirtschaftliche und andere Faktoren spielen bei diesen Spannungen eine Rolle. Auch Christen/innen sind manchmal Teil dieser Spannungen, freiwillig oder unfreiwillig, entweder als Verfolgte oder als solche, die sich an der Gewalt beteiligen. Als Antwort darauf haben der Päpstliche Rat für Interreligiösen Dialog und das Programm für interreligiösen Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit des ÖRK beschlossen, die damit verbundenen Themen in einer gemeinsamen Ausarbeitung von Verhaltensrichtlinien für das christliche Zeugnis aufzugreifen. Das Programm für interreligiösen Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit des ÖRK lud die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) dazu ein, sich an diesem Arbeitsprozess zu beteiligen, und diese Einladung wurde gerne angenommen.

3. Zunächst wurden zwei Konsultationen abgehalten: Die erste fand 2006 im italienischen Lariano statt und trug den Titel: „Eine Bestandsaufnahme der Realität“. Dort legten Angehörige verschiedener Religionen ihre Standpunkte und Erfahrungen im Blick auf die Frage der Bekehrung dar. Eine Aussage der Konsultation lautet: „Wir bekräftigen, dass jeder Mensch das Recht hat, für Verständnis für den eigenen Glauben zu werben, die Ausübung dieses Rechts jedoch nicht auf Kosten der Rechte und religiösen Empfindungen anderer gehen darf. Religionsfreiheit legt uns allen die nicht verhandelbare Verantwortung auf, andere Glaubensrichtungen zu respektieren und sie niemals zu diffamieren, herabzuwürdigen oder falsch darzustellen, um dadurch die Überlegenheit unseres eigenen Glaubens zu betonen.“

4. Die zweite Konsultation, eine innerchristliche Zusammenkunft, wurde 2007 im französischen Toulouse abgehalten, um über dieselben Fragestellungen nachzudenken. Fragen zu Familie und Gesellschaft, Respekt vor anderen, Wirtschaft, Markt und Wettbewerb sowie Gewalt und Politik wurden ausführlich diskutiert. Die pastoralen und missionarischen Fragestellungen rund um diese Themen dienten als Grundlage für die weitere theologische Reflexion und für die Prinzipien, die im vorliegenden Dokument erarbeitet wurden. Jede Fragestellung ist für sich genommen wichtig und verdient mehr Aufmerksamkeit, als ihr in einem kurzen Dokument wie diesen Empfehlungen gewidmet werden kann.

5. Die Teilnehmenden der dritten (innerchristlichen) Konsultation trafen sich vom 25.-28. Januar 2011 im thailändischen Bangkok und stellten das vorliegende Dokument fertig.



Übersetzung: Institut für Religionsfreiheit (IIRF) der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) durch Stefanie Seibel und Thomas Schirrmacher, überarbeitet vom Sprachendienst des ÖRK


Die Frage die sich mir bsonders stellt was ist eigendlich die christliche Ökumene und wie bewerte ich sie.
Der Begriff Ökumene ist nicht neuen Datums.Die Bezeichnung als ökumenisch leitet sich vom griechischen oikoumene, „Erdkreis, ganze bewohnte Erde“ her (im Sinne der antiken Bedeutung bezog sich dies auf den Mittelmeerraum).Er taucht zuerst in Verbindung mit Konzilen der alten Kirche auf.


Als ökumenische Konzilien der Alten Kirche werden im Christentum sieben allgemeine Bischofsversammlungen bezeichnet, die von 325 bis 787 stattfanden und von den orthodoxen, den katholischen und – bis auf Nicäa II (umstritten) – von den evangelischen Kirchen anerkannt werden (s. auch Liste ökumenischer Konzile):

-Erstes Konzil von Nicäa (325)
-Erstes Konzil von Konstantinopel (381)
-Konzil von Ephesos (431)
-Konzil von Chalcedon (451)
-Zweites Konzil von Konstantinopel (553)
-Drittes Konzil von Konstantinopel (680)
-Zweites Konzil von Nicäa (787).

Die Apostolische Kirche des Ostens erkennt nur die beiden ersten und die altorientalischen Kirchen nur die ersten drei Konzilien als ökumenisch an.

Die gesonderte Abgrenzung der ersten sieben ökumenischen Konzile beruht darauf, dass 1054 zum endgültigen Schisma endgültigem Schisma zwischen der orthodoxen Kirche und katholischen Kirche kam.

In der römisch-katholischen Kirche werden auch spätere Konzile, die die gesamte römisch-katholische Kirche betrafen, als „ökumenische Konzile“ bezeichnet. Diese werden von den anderen christlichen Kirchen nicht anerkannt.
Die letzten drei ökumenischen Konzilien nach römisch-katholischer Zählung waren:
-Konzil von Trient (1545–1563) Gegenreformation und katholische Reform
-1.Vatikanisches Konzil 1869-1870 Unfehlbarkeit und Jurisdiktionsprimat des Papstes
-2.Vatikanisches Konzil Liturgiereform,Dialog mit Andersgläubigen, Apostolat der Laien
Dieses ist nur ein sehr grober Überblick!

Der Versuch einer Einschätzung:
Katholische Kirche
Diese Kirche wirkt nach außen wie ein starker monolithischer Block.Das 1. und 2.Vatikanische Konzil brachten Verwerfungen in der katholischen Kirche die bis heute anhalten, dazu die Stichpunkte alt-katholische Kirche und die Piusbruderschaft.Die Dogmen der katholischen Kirche können nicht geändert werden, da sie unfehlbar sind, spätere Ergänzung, Weiterführung ist möglich.Darum ist eine Zusammenarbeit mit den anderen Kirchen/irrende Brüder nur unter den Primat des Papstes und er katholische Kirche möglich.Dieses beinhaltet besonders auch die katholische Lehre, diese war zuletzt sichtbar beim Scheitern um die Teilnahme an einem gemeinsamen Abendmahl.Dazu kommt das in der katholischen Kirche ein großer Streit zwischen Modernisten und Traditionalisten ausgebrochen ist, dass so gar von der Gefahr eines Schisma gesprochen wird.

Evangelische Kirche
Eine Kirche, die sich gewaltig im Umbruch befindet von der Aufgabe der reformatorischen Bekenntnisse und dadurch ein Versinken in die Beliebigkeit bis das neue Reformatorische Gemeinden mit einem ­klaren Bekenntnis entstehen.

Orthodoxe Kirche
Sie ist die 3. größte christliche Kirche aber auch eine der unbekanntesten in den westlichen Ländern.Obwohl die in manchem Dingen mit der katholischen Kirche Übereinstimmungen hat, ist für sie das Primat und die Unfehlbarkeit des Papstes unannehmbar.

Wachsamkeit ist bestimmt immer angebracht, wen man Ereignisse beobachtet.Die ökumenische Bewegung innerhalb der Kirchen ist für mich weniger ein trojanisches Pferd als potemkinsches Dorf.
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

lutz
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Beitragvon lutz » 03.07.2011 18:47

Also ich denke so:
Differenzierung ist wichtig, Umfeld ist wichtig …
Nur: das „Böse“ bleibt doch „böse“, ja man kann differenzieren bspw. in „minderschwer“, „grob“ …. Nur ändert es doch nichts daran, dass daraus nie „gut“ wird – egal wie oft und lange man differenziert …
Es geht doch auch nicht darum, dass es vielleicht Gläubige gibt, die den Zustand „sündlos“ erreicht haben. Wir wissen, dass das Selbstbetrug nach 1. Joh. ist.
Was hindert uns eigentlich daran, solche Kritiken auch mal anders zu sehen? – nämlich als Sorge. Eine Sorge kann man als unbegründet von sich weisen – man kann ihr aber auch nachgehen.

Zurück zum Text:
Bsp.:
Prinzipien
In ihrem Bestreben, den Auftrag Christi in angemessener Weise zu erfüllen, sind Christen/innen dazu aufgerufen, an folgenden Prinzipien festzuhalten, vor allem in interreligiösen Begegnungen.


7 . Religions- und Glaubensfreiheit. Religionsfreiheit beinhaltet das Recht, seine Religion öffentlich zu bekennen, auszuüben, zu verbreiten und zu wechseln. Diese Freiheit entspringt unmittelbar aus der Würde des Menschen, die ihre Grundlage in der Erschaffung aller Menschen als Ebenbild Gottes hat (vgl. Genesis 1,26). Deswegen haben alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten. Überall dort, wo irgendeine Religion für politische Zwecke instrumentalisiert wird oder wo religiöse Verfolgung stattfindet, haben Christen/innen den Auftrag, als prophetische Zeugen und Zeuginnen solche Handlungsweisen anzuprangern.


Welche Freiheit soll unmittelbar der Würde des Menschen entspringen? Genau das leitet man aus Genesis 1, 26 ab?
Tut mir leid: dass es zur Menschenwürde und zum Menschenrecht gehört falsche Religionen zu bekennen, auszuüben, zu verbreiten … - auf die Idee würde ich wirklich nicht kommen.
Christen sollen daran festhalten?
Das geht doch nur, wenn man Christen einredet, dass es „die falsche Religion“ nicht gibt – oder?
Wenn es „falsche Religion“ gibt, dann wäre das Ganze eine Aufforderung gemäß dem Prinzip: „Sündigen gehört zum Menschenrecht und zur Menschenwürde“.

Bürgerliches Recht schützt den Sünder mitunter auch in seinem Sündigen. Christen haben nicht die Aufgabe einer Revolution wider das bürgerliche Recht.
Nur bürgerliches Recht ist nicht automatisch von der Bibel her abgeleitetes Menschenrecht oder Menschenwürde.
Deswegen können Christen auch etwas Anprangern, das sehr wohl im Einklang mit der jeweiligen Gesetzgebung eines Landes stehen könnte (Zwangsbekehrungen, Kindesmissbrauch, Homosexualität, Polygamie, …).

Also diesem: „contra Instrumentalisierung für politische Zwecke“ und „pro Anprangerung von Verfolgung“ kann ich zustimmen.

Was macht Verführung und „trojanisches Pferd“ eigentlich aus?
Unter dem Deckmantel einer legitimen Sache (oder sagen wir mal „unauffällig“) Inhalte einschleusen, die böse sind.
Deswegen ist sie ja gar nicht so leicht zu durchschauen.
Ob das Ganze jetzt bewusst betrieben wird oder nicht – steht auf einem anderen Blatt.

Lutz

Edit: PS:
Merke gerade, dass Religion und damit religiöse Verfolgung auch klar umrissen werden muss. Wenn eine Religion "Kinderopfer" fordert, dann würde ein Christ der Verfolgung dieses Tatbestandes nicht ablehnend gegenüber stehen können.
Zuletzt geändert von lutz am 03.07.2011 20:26, insgesamt 1-mal geändert.

Jörg
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Beitragvon Jörg » 03.07.2011 19:40

Servant hat geschrieben:Zusammenarbeit, Gleichmacherei der "Religionen" und Anpassung an den Weltgeist um eines Anti-christlichen Scheinfriedens wegen - Nein

Also als Christ muss ich das einfach als Antichristlich zurückweisen um Jesus Christus, meinen Herrn und Erlöser nicht an die Welt zu Verraten ...

Lese dir doch mal in aller ruhe durch was im Verhaltenscodex für Bekehrung vorgeschrieben wird ....

Ich bin auch gegen Zwangsbekehrung, doch darum geht es den Herren doch gar nicht ... es geht ihnen darum das die Christen die Klappe halten und lediglich ein Soziales Evangelium verkündigen bei den jeder mitmachen kann ... und sie werden Erfolg haben - doch nur für eine Stunde mit dem Antichristen - denn wenn sie sagen Friede, Friede .... ist Zapfenstreich, Ende finito



Wie man aus dem besagten Text solche Schlußfolgerungen ziehen kann, ist mir völlig unverständlich und schießt total übers Ziel hinaus. Wo steht, lieber Servant, irgendetwas von "Soziales Evangelium"? Wo steht etwas von "Klappe halten"? Du liest das in den Text hinein - kannst das aber anhand des Textes nicht beweisen!

Grüße, Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 03.07.2011 20:47

Lutz hat geschrieben:Also ich denke so:
Differenzierung ist wichtig, Umfeld ist wichtig …
Nur: das „Böse“ bleibt doch „böse“, ja man kann differenzieren bspw. in „minderschwer“, „grob“ …. Nur ändert es doch nichts daran, dass daraus nie „gut“ wird – egal wie oft und lange man differenziert …
Es geht doch auch nicht darum, dass es vielleicht Gläubige gibt, die den Zustand „sündlos“ erreicht haben. Wir wissen, dass das Selbstbetrug nach 1. Joh. ist.
Was hindert uns eigentlich daran, solche Kritiken auch mal anders zu sehen? – nämlich als Sorge. Eine Sorge kann man als unbegründet von sich weisen – man kann ihr aber auch nachgehen.
Ich verstehe nicht, was der Zustand „sündlos“ mit diesem Thema zu tun hat! Was genau ist das Böse wo habe ich differenziert? Was mich ganz persönlich bei diesem Thema ungemein stört, ist, wie es von verschiedenen Seiten instrumentalisiert wird.Wir haben zusammen mit anderen Geschwistern mehrfach Bibel, Medikamente, Lebensmittel usw. nach Rumänien geschmuggelt und den vor Ort mit Geschwistern aus den verschiedensten Glaubensrichtungen zusammengearbeitet.Dabei muste ich auch erst lernen das Es nur Rumänien und den Rest der Welt gibt.Also nichs mit das der DDR Bürger aus einem sozialistischen Bruderland kam.Die unterbringen von "Ausländern" wurde in einer rigorosen Art bestraft wie es heute sich kaum jemand hier in Deutschland aufgewachsen ist vorstellen kan.Verfolgung um des Glaubens wegen wie in den Büchern von R.Wurmbrand war die Realität und nicht die Ausnahme.Ich habe selbst eine Gemeinde kennengelernt wo keiner von den leitenden Brüder nicht im Gefängnis oder Arbeitslager um des Glaubens willen gesessen hat.Von einer Familie dich über die Jahre sehr gut kennengelernt habe und die ein konsequentes Glaubensleben geführt
haben wie ich es selten erlebt habe musste ich später erfahren, dass die Mutter kurz vor dem Ende von Chauchesku schwerst gefoltert wurde vom Geheimdienst.Sie leidet bis heute an den körperlichen und seelischen Folgen.Ich frage immer öfter warum so ungeheuer viel Zeit,Energie und Ressursen in den Bereichen wie irgendwelche Verschwörungstheorien,Ökumene usw. gesteckt wird?
Interessieren wir uns nur noch für uns selbst? Versuchen wir verfolgte Geschwister auf die verschiedensten Weisen zu helfen?Wie viel Zeit, Arbeit und Mühe stecken wir in die Evangelisation eines nicht christlichen Deutschland?
Dazu ein kleiner Film http://www.youtube.com/watch?v=7oSv_mPB ... 09F5357325
Guß Joschie
P.S.Beitag wurde überarbeitet!
Zuletzt geändert von Joschie am 04.07.2011 08:08, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon lutz » 03.07.2011 20:57

Hallo Joschie,

ich habe eher daran gedacht, dass bei mancher Kritik sofort der Gedanke eine Rolle spielt:
"Der will ja bloß sauberer (oder geistlicher) dastehen als Andere."
Irgendwie will er sich erheben und Anderen nur ihren "Splitter" zeigen, obwohl er selbst voll von "Balken" ist.

Und ich denke nach wie vor, dass man ganz objektiv an der Schrift klären kann, was gut und böse ist.

Gruß Lutz

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Beitragvon Joschie » 04.07.2011 08:26

Hallo Ihr!
Mein Beitrag vom 03.07.2011 spiegelt meine ganz persönliche Sicht der Dinge wieder um die es diesem Thread geht.Mein Anliegen war es auch zum Nachdenken anzuregen, ob wir die Schwerpunkte in unser Glaubensleben richtig gelegt haben.
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 04.07.2011 11:44

Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Ich frage immer öfter warum so ungeheuer viel Zeit,Energie und Ressursen in den Bereichen wie irgendwelche Verschwörungstheorien,Ökumene usw. gesteckt wird?


Übrigens mir sind nicht sehr viele Bekannt die sich überhaupt mit diesem Thema Beschäftigen (also auch im Blick auf die Gemeinden), kann also nicht unbedingt das Problem sein :) - Es muss aber endlich zum Gespräch kommen. Und zu einer klaren Positionierung ...

Die wenigsten begreifen das sie durch Ökumenische Aktionen letztlich dahin gebracht werden, den biblischen Glauben an Jesus Christus aufzugeben und sich einem Globalen "Konsens" Anzupassen, der das Miteinander regeln soll.

Das ist sicher auch ein Grund warum man "Zeit" in eines dieser Themen investiert - es ist einfach ein wichtiges Anliegen diesen Umstand deutlich zu machen. Die meisten verwenden ihre Zeit ja damit zuzusehen und zu schweigen, oder alles in Waage zu halten, oder zu Beschwichtigen - als sich klar für die Botschaft des Evangelium Jesus Christus zu positionieren und klar zu trennen. Also anstatt weiterhin am Joch der Welt zu ziehen, die Verbindungen zu diesen unbiblischen Organisationen abzubrechen.

Letztlich ist der Kern Gedanke hinter den Bemühungen des ÖRK, der E. Allianz und des Vatikans - einen Religionsfrieden zu schaffen der es ermöglicht diese Welt gemeinsam zu einem Besseren Ort zu gestalten.
Das wurde mehrfach geäußert - diese Welt zu Retten durch gemeinsame Anstrengungen.

Auch der Verhaltenskodex ist ein Baustein in diesem Gefüge.

Etwas von meiner Zeit gebe ich gerne - für meiner Geschwister im Herrn Jesus Christus , und letztlich auch deshalb weil Jesus Christus mich aus dieser Welt Erkauft hat durch sein kostbares Sühneopfer, und ich dieses Evangelium Jesu Christi festhalten werde das ER uns in seinem Wort ein für alle mal mitgeteilt hat. Gott sei mir Armen Sünder Gnädig ... das ich mich nicht hinter diesen Vers verstecke, um damit mein schweigen zu Rechtfertigen ...

Liebe Grüße,
Arne

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Beitragvon Joschie » 04.07.2011 13:51

Servant hat geschrieben:Die wenigsten begreifen das sie durch Ökumenische Aktionen letztlich dahin gebracht werden, den biblischen Glauben an Jesus Christus aufzugeben und sich einem Globalen "Konsens" Anzupassen, der das Miteinander regeln soll.

Diese These habe ich oft gelesen und auch einige Zeit selbst vertreten.Ab den 1990 haben sich grundlegende Sachen verändert.Der Ostblock ist implodiert dadurch gibt es den Sozialismus als Doktrin in Europa nicht mehr, als folge davon habe sich mehre Staaten neu gebildet.In Verbindung damit gibt es wieder Nationalkirchen als Beispiel die bulgarische orthodoxe Kirche.Gerade die Orthodoxe Kirchen wachen sehr über ihre Länder und versuchen jede Form der Evangelisation oft mit staatlicher Unterstützung zu verhindern.Gerade auch das Verhältnis zwischen orthodoxe und katholische Kirche ist auf dieser Ebene mehr als angespannt.Wie sich der ganzen Dinge in China weiter entwickelt in Richtung Religion kan zurzeit mit Sicherheit niemand sagen.Ich kan mich noch daran erinnern das in den ersten Jahren meines Glaubenslebens oft geschrieben wurde von der Welteinheitsreligion.Nach den wiedererstarke des Islams mit seinem Absolutheitsanspruch sind die Stimme sehr leise geworden.Bei vielem Denken folgen wir immer noch zu sehr dem westlichen Denkmuster, die Akzente der Zukunft werden in Asien, Indien und Afrika gesetzt.In bin mit dir Arne zu fort in einen Boot, wen um die Auseinandersetzung mit den Lehren der katholischen, orthodoxen Kirche und den Islam geht.Für mich ist heute das Hauptproblem der reformatorischen Christenheit, das sie kein eignes Profil hat durch ihre lehrmäßige Beliebigkeit.Ich hoffe es ist verständlicher geworden, was ich ausdrücken wollte.
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 04.07.2011 17:46

Lieber Jörg,

ich denke es ist sinnvoll sich die offiziellen Dokumente wirklich mal durchzulesen ... um zusammenhänge mit anderen Entwicklungen zu erfassen - die letztlich alle auf das eine Ziel zusammenlaufen. Habe ja schon auf das angestrebte Ziel hingewiesen.

Darf ich hier auch noch mal anhand eines Links auf die Vatikan Homepage verweisen um deutlich zu machen wie diese "Leute" einen Interreligiösen Dialog verstehen ...

http://www.vatican.va/roman_curia/ponti ... dex_ge.htm

Darf ich auch darauf verweisen das Jean-Louis Tauran diesen Verhaltenskodex mitentwickelt hat - man erkläre mir bitte wie das ohne einen Kompromiss von Seiten einiger "Christen" von statten gehen konnte? Es war und ist ein ganzer Kompromiss und ein ganzer Irrtum und eine einzige Täuschung.



Lieben Gruß,
Arne

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 04.07.2011 18:57

lutz hat geschrieben:Und ich denke nach wie vor, dass man ganz objektiv an der Schrift klären kann, was gut und böse ist.

Das ist für mich auch nicht die Frage, sondern ob die Bibel das auch objektiv, für alle Bereiche des Lebens sagt.Diese Frage geht in den
Bereich der Christlichen Ethik und gerade dort sehe ich, das die Geschwister oft sehr allein gelassen werden!
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 04.07.2011 20:49

Was ist ein Soziales Evangelium?

Darf ich diese Frage mal in den Raum stellen ?

Liebe Grüße,
Arne

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Beitragvon lutz » 04.07.2011 22:09

Joschie hat geschrieben:
lutz hat geschrieben:Und ich denke nach wie vor, dass man ganz objektiv an der Schrift klären kann, was gut und böse ist.

Das ist für mich auch nicht die Frage, sondern ob die Bibel das auch objektiv, für alle Bereiche des Lebens sagt.Diese Frage geht in den
Bereich der Christlichen Ethik und gerade dort sehe ich, das die Geschwister oft sehr allein gelassen werden!
Gruß Joschie


Da sind wir uns doch sicher einig: die Bibel gibt uns nicht direkt Antwort auf jede Detailfrage unseres Lebens.
Da sind wir uns sicher auch einig: die Bibel enthält alles Notwendige, um uns zuzurüsten für jegliches gute Werk.

Wie kann ein Buch uns zurüsten, wenn es nicht alle Detailfragen behandelt?

Bsp.: Wir wissen, es steht geschrieben: es ist in keinem anderen Namen das Heil als im Namen des Herrn Jesus Christus.
Wir wissen, der Herr Jesus Christus ist der, der von sich sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. …

Damit kann ich ganz zuversichtlich und mutig alle Ansinnen abwehren, die mir einreden wollen, dass vielleicht doch noch etwas Anderes (daneben sozusagen – irgendwie mit der gleichen Wichtung oder …) auch noch akzeptabel sei.

D. h. ich kann über Ableitungen (oder Schlussfolgerungen) beurteilen. Das setzt natürlich voraus, dass ich Kenntnis habe. Wer z. B. nicht weiß, was das Evangelium letztlich ist, der kann auch nicht wissen, was es heißt: dem Evangelium würdig wandeln.
Wer z. B. nicht weiß, wie er empfangen hat nach der Schrift, der weiß auch nicht, wie er wandeln soll. Wir erinnern uns: Wie ihr empfangen habt, so wandelt.
(Übrigens wer das weiß, wird Zwangsbekehrungen immer ablehnen!)

Die Ethik eines Christen hat ihr Fundament in der Schrift und dann stellt sich nat. die Frage wie man eine solche Ethik im Dialog mit Anderen präsentiert. Was wir definitiv ausschließen können, ist: sie kann sich nie so präsentieren als wäre etwas daneben auch möglich, akzeptabel, wünschenswert …

Ist ein Christ gerufen diese Ethik mit staatlichen Mitteln zwangsweise einzuführen (so ähnlich wie in einem „Gottesstaat“)? Müssten wir verneinen. Dafür haben wir keine Grundlagen.


In der praktischen Umsetzung gibt es tatsächlich viele Fragestellungen, die aber an der Schrift gelöst werden können – ist meine Überzeugung (obwohl ich nicht in allen Fragen die Antwort schon besitze) …

Gruß Lutz

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Beitragvon Joschie » 05.07.2011 08:04

Servant hat geschrieben:Darf ich hier auch noch mal anhand eines Links auf die Vatikan Homepage verweisen um deutlich zu machen wie diese "Leute" einen Interreligiösen Dialog verstehen ...

http://www.vatican.va/roman_curia/ponti ... dex_ge.htm

Darf ich auch darauf verweisen das Jean-Louis Tauran diesen Verhaltenskodex mitentwickelt hat - man erkläre mir bitte wie das ohne einen Kompromiss von Seiten einiger "Christen" von statten gehen konnte? Es war und ist ein ganzer Kompromiss und ein ganzer Irrtum und eine einzige Täuschung.

Es wäre schon hilfeuch gewesen wen du geschrieben hättest wer Jean-Louis Tauran ist.Er ist nicht nur eine Kardinal sondern auch ein Spitzendiplomat des Vatikans. Quelle
Dieses merkt besonders an seine Schriften, wo die Diplomatensprache nicht zu leugnen ist.Diese nur als Ergänzung: Der Vatikan ist auch ein eigner Staat der mit 177. Länder volle diplomatische Beziehungen hat.Ein kleiner Film zum Vatikan hier
@Servant wen genau meinst du mit einigen "Christen" genau? Hast du dich schon mal mit einem von ihnen in Verbindung gesetzt und ihn um eine Antwort auf deine Fragen gebeten?
Joschie
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Beitragvon Servant » 05.07.2011 17:57

Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Hast du dich schon mal mit einem von ihnen in Verbindung gesetzt und ihn um eine Antwort auf deine Fragen gebeten?


Ich habe einigen geschrieben, zwar nicht im Blick auf den "Verhaltenskodex", aber sollte ich nochmals Nachfragen im Blick auf den "Verhaltenskodex" - meine Frage wäre vom Sinn her immer die selbe.

Die Antworten auf meine Mails zeigen mir nur - das sie ihren nicht Evangeliumsgemäßen Kurs beibehalten werden und noch ausbauen werden.

Herrn Schirrmacher habe ich nicht Angeschrieben - und dich habe es auch nicht mehr vor ... hat sich mit dem Kompromisspapier sowieso erledigt - jetzt hat man ja eine Antwort.

Liebe Grüße,
Arne

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Beitragvon Joschie » 05.07.2011 19:02

Servant hat geschrieben:Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Hast du dich schon mal mit einem von ihnen in Verbindung gesetzt und ihn um eine Antwort auf deine Fragen gebeten?


Ich habe einigen geschrieben, zwar nicht im Blick auf den "Verhaltenskodex", aber sollte ich nochmals Nachfragen im Blick auf den "Verhaltenskodex" - meine Frage wäre vom Sinn her immer die selbe.

Die Antworten auf meine Mails zeigen mir nur - das sie ihren nicht Evangeliumsgemäßen Kurs beibehalten werden und noch ausbauen werden.

Herrn Schirrmacher habe ich nicht Angeschrieben - und dich habe es auch nicht mehr vor ... hat sich mit dem Kompromisspapier sowieso erledigt - jetzt hat man ja eine Antwort.

Liebe Grüße,
Arne


Hallo Servante/Arne!
Mit deiner Antwort hat sich für mich erst mal der Austausch über dieses Thema mit dir erst mal erledigt, da deine Meinung zu diesem Thema ja sowieso feststeht.Eine wirkliche Sach-Fakten bezogene Diskussion ist so für mich nicht möglich.Ich möchte nicht, dass es hier in diesem Thread zu einer Eskalation kommt und darum bin ich der Meinung, am besten ist dieser Thread wird geschlossen.
Joschie
Zuletzt geändert von Joschie am 06.07.2011 07:14, insgesamt 1-mal geändert.
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