Neues von der römisch ökumenischen Evangelische Allianz

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Moderator: Jörg

lutz
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Beitragvon lutz » 05.07.2011 20:04

Einen Gedankengang möchte ich dennoch einbringen:

Diese Frage:
Wie kann ein Buch uns zurüsten, wenn es nicht alle Detailfragen behandelt?

möchte ich noch einmal aufgreifen und an einem weiteren Beispiel zeigen, wie ich denke.
Mein Ansatz ist Folgender:

Nehmen wir mal den Punkt 1 aus den Empfehlungen:
http://www.oikoumene.org/de/dokumentati ... -welt.html

1. die in diesem Dokument dargelegten Themen studieren und gegebenenfalls Verhaltensrichtlinien für das christliche Zeugnis formulieren, die ihrem spezifischen Kontext angemessen sind. Wo möglich, sollte dies ökumenisch und in Beratung mit Vertretern/innen anderer Religionen geschehen.


Abgesehen jetzt mal davon, dass ich nicht mit Sicherheit sagen kann, worauf sich dieses: „die ihrem spezifischen Kontext angemessen sind.“ bezieht und was der „spezifische Kontext“ jetzt nun genau sein soll – es geht um die Formulierung von Verhaltensrichtlinien für das christliche Zeugnis.

Wer ist denn eigentlich in der Lage Verhaltensrichtlinien zu formulieren für ein christliches Zeugnis?
Nach der Schrift müssten wir sehen können, dass der natürliche Mensch, dessen Gesinnung Feindschaft wider Gott ist, dass der natürliche Mensch, der nicht annimmt, was vom Geiste Gottes kommt völlig untauglich ist, Verhaltensrichtlinien gemäß eines christlichen Zeugnisses zu erstellen.
Nach der Schrift müssten wir sehen können, dass nur der, der den Geist Gottes empfangen hat, erkennen kann, was ihm von Gott aus Gnaden geschenkt wurde.
Dieses Erkennen dessen, was Gott aus Gnaden geschenkt hat, ist aber notwendig um angemessene Verhaltensrichtlinien zu finden.

Daraus ergibt sich nun:
Vertreter/innen anderer Religionen können hier als „Berater“ gar nicht fungieren. Es ist Unsinn von Vertreter/innen anderer Religionen zu erwarten, dass sie hier einen konstruktiven Beitrag leisten könnten. Es ist Unsinn Christen eine solche Beratung zu empfehlen.

Daraus ergibt sich aber auch:
Empfehle ich es trotzdem, dann halte ich Christen dazu an sich mit denen zu beraten, die eigentlich Feinde Gottes sind.

Daraus ergibt sich aber auch:
Ziehe ich eine solche „konstruktive“ Beratung ernsthaft in Erwägung, dann ist eher eine Anpassung des christlichen Zeugnisses samt Verhalten an Denkweisen der Feinde Gottes zu erwarten. Schließlich berate ich mich dann ja mit ihnen darüber, was Liebe ist, was Wahrheit ist, was überhaupt Inhalte sein können, was „überheblich“ ist, … was „genehm“ und was „unangenehm“ ist, was für alle tolerabel ist …

Angesichts dieser Überlegungen ist es nur verständlich, wenn sich Christen die Frage stellen: Dürfen wir das überhaupt? Es ist auch nicht unverständlich, wenn Christen hier ein klares: Nein! aussprechen.

Darf man vielleicht das christliche Zeugnis irgendwie anpassen mit dem Ziel eine Christenverfolgung in anderen Ländern zu minimieren?
Also ich lese Berichte über Märtyrer, von extrem Verfolgten – wir wissen hier nicht einmal ansatzweise, was dies erfahrungsgemäß bedeutet. Bei mir kam es nie so an, dass diese Glaubensgeschwister ihr christliches Zeugnis etwas mehr anpassen möchten, sondern gerade wegen dieses Zeugnisses wird ihnen Unrecht angetan, erdulden sie in für uns erstaunlicher Weise all das Unrecht …
Mir stellt sich natürlich die Frage: Liegt es im Interesse dieser Glaubensgeschwister das christliche Zeugnis anzupassen? Ich denke all ihr Trost und all ihre Standfestigkeit entspringen gerade einem festen christlichen Zeugnis. Sie sind es gerade, die zu den Unangepassten gehören. Sie werden doch in der Regel nicht deswegen verfolgt, weil sie ihr christliches Zeugnis durch unangebrachtes Verhalten verbreiten – sondern weil die Feinde Gottes Macht über sie ausüben dürfen.

Lutz

PS: Kann ich jetzt von mir aus nicht friedlich mit Vertreter/innen anderer Religionen leben? Also auf bürgerlicher Ebene wüsste ich nicht, was dem entgegensteht – hier in Deutschland. Egal welcher Religion man zugetan ist, man ist auch Bürger dieses Landes und untersteht der entsprechenden Rechtsordnung. Darin wie wir mit unseren Mitbürgern umzugehen haben, schweigt unsere Bibel auch nicht. Hier in Deutschland sehe ich keinen Grund, warum man mit Vertreter/innen anderer Religionen keine Suppenküche betreiben könnte, nicht im Pflegeheim arbeiten dürfte … Nur muss man doch die bürgerliche Ebene von der „geistlichen“ unterscheiden (aus oben genannten Gründen).

Servant
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Beitragvon Servant » 06.07.2011 11:04

Lieber Joel213,

Joel213 hat geschrieben:Du möchtest dich also lieber von Menschen mit einer anderer Religionszugehörigkeit absondern anstatt in einen Dialog mit Ihnen zu treten? Wie soll der Missionsauftrag denn umgesetzt werden wenn man nicht mit einander im Dialog steht? Dialog heißt ja nicht das man seine Glaubensüberzeugungen aufgeben muss.


Ich versuche dir eine Antwort darauf zu geben - Nein, vom Menschen nicht, denn sie sollen ja, das Evangelium Jesu Christi hören. Jedoch wird es im Blick auf ihre Religiöse Überzeugung zu keiner Einigung kommen, geschweige denn zu einer zusammenarbeit. Es wird nicht zusammengefügt was nicht zusammengehört. Denn was hat das Licht Gemeinschaft mit der Finsternis - lese Bitte:

2. Korinther 6,14 Zieht nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?

1. Kor. 10, 14 Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst! 15 Ich rede ja mit Verständigen; beurteilt ihr, was ich sage! 16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht [die] Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht [die] Gemeinschaft des Leibes des Christus?[5] 17 Denn es ist ein Brot, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot.
18 Seht das Israel nach dem Fleisch! Stehen nicht die, welche die Opfer essen, in Gemeinschaft mit dem Opferaltar? 19 Was sage ich nun? Daß ein Götze etwas sei, oder daß ein Götzenopfer etwas sei? 20 Nein, sondern daß die Heiden das, was sie opfern, den Dämonen opfern und nicht Gott! Ich will aber nicht, daß ihr in Gemeinschaft mit den Dämonen seid. 21 Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen; ihr könnt nicht am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der Dämonen! 22 Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir etwa stärker als er?


Der Herr hat uns vieles darüber in seinem Wort mitgeteilt. Und diese Worte spricht er nur zu denen die IHM GEHÖREN - durch den Glauben an IHN und aus seiner Gnade gerechtfertigt wurden durch sein Blut, zu neuem Leben gekommen sind.

Ohne Jesus Christus werden sie verloren gehen - allein in Jesus Christus ist Rettung.

So wie die Schöpfer des Interreligiösen Dialogs" das jedoch vorgesehen haben - muss man aber den Anspruch Jesu Christi - das ER der EINZIGE Weg, die EINZIGE Wahrheit und das EINZIGE wirkliche wahrhaftige Leben ist, ja - das ALLEIN in IHM Sündenvergebung und Rettung zu finden ist - fallen zu lassen.
Diese Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Texte - auch wenn, wie schon gesagt, sie alles sehr Fromm verkleidenden.

An dem Anspruch Jesus Christi - das ER der Christus ist (Johannes 3, 16 und folgende Verse; Joh 14,6 und folgende Verse und vieler mehr) scheiden sich sozusagen die Geister. Und alles geriet in Aufruhe ...

Dazu habe ich vor einiger Zeit auch schon mal einen Artikel veröffentlicht - es ist nicht perfekt, aber vielleicht dennoch eine Hilfe um etwas deutlich zu machen - warum man den "Interreligiösen-Dialog" ablehnen MUSS, wenn man seinen Glauben an Jesus Christus nicht an die Welt verraten will.

Artikel lesen: Interreligiöser Dialog

In guter Hoffnung,
Arne

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Beitragvon Servant » 06.07.2011 11:37

Hallo Lutz,

danke für diese gute Erklärung, man kann es wirklich gut verstehen und nachvollziehen.
Ich werde versuchen deinem gutem Beispiel, in der Art der Formulierungen zu folgen.

Liebe Grüße,
Arne

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Beitragvon Joschie » 06.07.2011 14:06

Lutz hat geschrieben:Wer ist denn eigentlich in der Lage Verhaltensrichtlinien zu formulieren für ein christliches Zeugnis?
Nach der Schrift müssten wir sehen können, dass der natürliche Mensch, dessen Gesinnung Feindschaft wider Gott ist, dass der natürliche Mensch, der nicht annimmt, was vom Geiste Gottes kommt völlig untauglich ist, Verhaltensrichtlinien gemäß eines christlichen Zeugnisses zu erstellen.
Nach der Schrift müssten wir sehen können, dass nur der, der den Geist Gottes empfangen hat, erkennen kann, was ihm von Gott aus Gnaden geschenkt wurde.
Dieses Erkennen dessen, was Gott aus Gnaden geschenkt hat, ist aber notwendig um angemessene Verhaltensrichtlinien zu finden.


Für mich gibt es schon Verhaltensrichtlinien für das christliche Zeugnis/Evangelisation in anderen Ländern.Diese habe für mich besonders geschichtliche und kulturelle Gründe.Nach dem Fall des Eisernen Vorhang sind viele verschiedenen Christen in den osteuropäischen Ländern gegangen, um dort das christliche Zeugnis/Evangelium zu verbreiten.Dieses geschah bestimmt in der besten Absicht aber leider erreichten sie genau das Gegenteil, weil sie nicht die kulturellen/historischen Gegebenheiten beachteten.
Ich habe dieses in Rumänien selbst erlebt, ich möchte diese genauer erklären.Rumänien war ein extrem abgeschottetes Land und wen man dort hinkam, hatte man das Gefühl die Zeit war stehen geblieben.Die Menschen waren sehr in ihrer Tradition verbunden und waren in ihren moralischem Empfinden sehr, sehr konservativ, was auch mit der orthodoxen Kirche zusammenhing.
Diese Menschen stießen auf einmal auf Gruppen von Ausländern, die ihnen die frohe Botschaft gesagt haben mit unterschiedlichen Mitteln.Das große Problem war, das die meisten jungen Mädchen/Frauen gekleidet waren wie in Westeuropa und in den USA.Sich so zu kleiden wurde von vielen Menschen als anstößig empfunden und es wurde dort teilweise gleich gesetzt mit Hur..Das gleiche Problem war, das es Gruppen gab, wo Frauen die einheimischen Christen belehren wollten. Diese Gruppen waren leider oft gegen Hinweise von Gemeinden vor Ort, das es so hier nicht geht, immun.So wurde oft in kurzer Zeit zerstört was Gemeinden vor Ort in mühseliger Kleinarbeit aufgebaut haben.
Joschie
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lutz
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Beitragvon lutz » 06.07.2011 17:44

Wenn es um konkrete Situationen geht, dann sind konkrete Verhaltensrichtlinien doch Anwendungen. Es sind Anwendungen von Prinzipien, die wir aus der Schrift gewinnen können.

Die Bibel enthält alles Notwendige um uns zuzurüsten für jegliches gute Werk. Die Bibel ist überall gleich (abgesehen von Sprache und Schwierigkeiten in den jeweiligen Sprachen). Eigentlich rüstet die Bibel uns kulturübergreifend zu.

Für den Missionar aus dem Ausland gelten diese Prinzipien ebenso wie für die Gemeinde vor Ort. In beiden Fällen gehen wir von Gläubigen aus. Es ist kein biblisches Prinzip sich in eine andere Kultur (Land) zu begeben ohne sich mit den Gepflogenheiten (Recht und Gesetz bspw.) dort auseinanderzusetzen. Es ist kein biblisches Prinzip Gläubigen vor Ort durch eigenes Fehlverhalten mehr Beschwernis zu machen.

Und das meine ich. Wenn ich die biblischen Prinzipien nicht kenne, sie nicht annehme, …. kann ich keine dem Evangelium würdige Verhaltensrichtlinie für eine konkrete Situation formulieren.

Wenn jetzt Vertreter anderer Religionen für das bürgerliche Recht in diesem Land zuständig sind, dann muss ich mich freilich darüber informieren. Das ist biblisches Prinzip – Christen kommen nie als Revolutionäre oder Umstürzler … Das ist aber keine Beratung sondern eine Informationsveranstaltung. Über Verhaltensrichtlinien gemäß des Evangeliums können wir uns mit ihnen nicht beraten, weil ihnen jede Voraussetzung dafür fehlt. Gläubige können sich untereinander beraten und sollten es tun. Es ist kein biblisches Prinzip, dass ein Gläubiger völlig autonom in Ignoranz anderer Glaubensgeschwister „sein Ding durchzieht“.

Lutz

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Beitragvon Servant » 06.07.2011 18:17

Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Für mich gibt es schon Verhaltensrichtlinien für das christliche Zeugnis/Evangelisation in anderen Ländern.


Dem stimme ich voll zu - jedoch ist das in der Aussage von Lutz auch nicht in Frage gestellt worden. Vielmehr wurde doch darauf Hingewiesen - wer hier diese Richtlinien erstellen will - Angehörige verschiedener Religionen und Organisationen die nicht auf einem Biblischen Fundament stehen Und das ist natürlich im Blick auf die Botschaft der Worte Gottes eine Unmöglichkeit. Ich denke das hat Lutz wirklich sehr gut herausgestellt.
Es wäre schade wenn man jetzt das eigentlich Anliegen verfehlt - eben zu klären auf was für einen Boden eigentlich dieser Verhaltenskodex entstanden ist und wer daran mitgewirkt und mitwirken soll.

Was aber den Punkt "Mission" angeht da gibt es sehr gute Literatur die auch auf diesen Umstand eingeht - sich mit den Gepflogenheiten vertraut zu machen und man bekommt auch erfahrungsberichte. Natürlich nur Literatur von bibeltreuen Missionswerken.

Liebe Grüße,
Arne

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Beitragvon lutz » 07.07.2011 17:55

Heute bin ich echt erstaunt gewesen als ich die neue Informationszeitschrift von „Licht im Osten“ gelesen habe (Titel: Auf dem dritten Weg – Muslimen in Liebe begegnen).
Erstaunt deswegen, weil ich einen Textabschnitt las, der so genau zu diesem Thema hier passt und ich möchte die wesentlichen Ausschnitte daraus gern hier zitieren.

Momentan steht die Zeitschrift noch nicht hier zur Verfügung (02/2011):
http://www.lio.org/index.php?id=zeitsch ... o-tropinka

Wir dürfen davon ausgehen, dass hier ein Mann zu Wort kommt, der die Praxis kennt – Dr. Patrick Sookhdeo, internationaler Direktor des „Barnabas Fund“.

Zitat: 3. Aktuelle Herausforderungen bei der Mission unter Muslimen

Es gibt im 21. Jahrhundert viele Herausforderungen, wenn wir Moslems mit dem Evangelium bekannt machen wollen.

Die Dialog-Bewegung
Einige gutmeinende Christen begeben sich in einen „Dialog“ mit Muslimen und merken dabei nicht, dass sie streckenweise ihren christlichen Glauben verleugnen. Das ist ganz klar abzulehnen. Auch wenn alle Mitglieder der Gesellschaft über ihre gemeinsamen Anliegen diskutieren sollen, so dürfen Christen, wenn es um Fragen der Religion geht, sich nicht scheuen, das christliche Evangelium darzulegen.

Extreme Kontextualisierung
Einige Missionare praktizieren heutzutage eine extreme Form der Kontextualisierung – oft unter dem Motto der Insider-Bewegung. Manche konvertieren sogar zum Islam, um Moslems für Jesus zu gewinnen! Das empfinden viele Moslems als Täuschung, ich ebenso. Solche Missionare lehren konvertierte Moslems, weiter als Moslems zu leben, zur Moschee zu gehen, weiterhin ihre islamischen Gebete zu beten, den Koran zu lesen und sogar Mohammed als richtigen Propheten zu akzeptieren. In einigen Bibel-Übersetzungen werden Begriffe, die Moslems als beleidigend empfinden könnten, einfach entfernt. Aber so wird das Wort Gottes verändert. Zum Beispiel heißt es dann anstatt „Sohn Gottes“ „Geliebter Gottes“.

„Chrislam“
In einigen Ländern im Westen kam die Idee auf, dass eine Person sowohl ganz Moslem als auch ganz Christ sein könne. Dies spiegelt die postmoderne Sicht der Dinge wider, bei der die Wahrheit relativiert wird. Die Religion verliert ihre theologische Bedeutung und wird nur noch als kulturelle Ausdrucksform gesehen.

Wenn wir Moslems für Jesus zu gewinnen suchen, brauchen wir einen geistlich-theologischen Scharfblick, aber ebenso Anteilnahme und mitfühlendes Bemühen um den einzelnen Menschen sowie ganze Treue zu Christus und seinem Evangelium.“ (S. 5)


Lutz

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 08.07.2011 07:37

Hallo Servant!
Wie man ja lesen bei den letzten Beiträgen lesen kann liegen Lutz und ich
auf einer Linie.Es sind erst mal Richtlinien nicht mehr und nicht weniger!Ob sie behaupt für jemand bindend sind ist mir nicht bekannt.­Das andere Religionen und Staaten den Christen nicht vor zu schreiben haben was sie zu Verkündigen haben als Jesus allein ist für mich total klar.
Es wäre schade wenn man jetzt das eigentlich Anliegen verfehlt - eben zu klären auf was für einen Boden eigentlich dieser Verhaltenskodex entstanden ist und wer daran mitgewirkt und mitwirken soll.

Das kann man gerne abklären! Ich finde es auch wichtig sich mal Gedanken zu machen was für eine Botschaft wird den Leuten dort als Evangelium verkündigt.

Dazu ein Beitrag von Kurt Vetterli.
Rechtfertigung und Mission

Je länger ich mich mit dem Thema 'Rechtfertigung' befasse, desto mehr scheint es mir, dass wir die Wichtigkeit eines korrekten Verständnisses der biblischen Rechtfertigung kaum zu hoch gewichten können.
Das Verständnis von Rechtfertigung hat Auswirkungen auf jeden Bereich des geistlichen und kirchlichen Lebens.

Einer der wichtigsten Bereiche scheint mir derjenige der Mission zu sein.
Unsere Sicht der Rechtfertigung hat direkte Auswirkungen auf unser Verständnis und unsere Praxis der Mission, der Verkündigung unseres Glaubens an Fernstehende.
Ich bin überzeugt, dass nur wer die biblische Lehre von der Rechtfertigung richtig verstanden hat, auch richtig an Aussenstehende herantritt.

Wer erkennt, dass unsere Rechtfertigung - darunter verstehe ich die richterliche 'Gerechtsprechung' durch Gott und darauf folgende Annahme als Kinder - allein durch die Stellvertetung Jesu Christi (sein gerechtes Leben und sein Sterben an unserer Stelle) geschehen kann, der wird auch in seiner Verkündigung allein auf Christus hinweisen.

Wer die Rechtfertigung anders lehrt (die Varianten sind zahlreich), wird auch auf etwas anderes als Christus hinweisen.
In der Regel sind das dann besondere Methoden oder Wege, bzw. die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Kirche oder Denomination.
Eine Kirche oder Denomination, in der die Rechtfertigung nicht gemäss der biblischen Offenbarung (allein durch Christus, allein aus Gnade, allein durch den Glauben) gelehrt und verkündigt wird, die wird ihre Mission so gestalten, dass sie die Menschen, die sie gewinnen will, nicht auf Christus verweist, sondern auf die eigene Kirche.
Sie wird schliesslich in irgendeiner Form - offen oder versteckt - behaupten: dein Heil besteht in der Zugehörigkeit zur (unserer) Kirche.

Mach einmal gedanklich diesen Test: denk an irgendeine Denomination oder Kirche und frag Dich, wie sie den Glauben nach aussen verkündet (oder ob überhaupt).
Verweist sie auf sich selbst, ihr Programm, ihre Lehren, ihre wichtigen Personen, usw. ? - Dann kannst du Gift darauf nehmen, dass sie ein Problem hat mit der biblischen Lehre von der Rechtfertigung.

Quelle: hier
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 09.07.2011 18:42

Ich möchte ein Buch weiterempfehlen das die "Weltreligionen" zum Thema hat - diese "Religionen" jedoch auf im Licht der Worte Gottes beleuchtet.

Weltreligionen - Judentum; Christentum; Hinduismus und Islam
Autor: Benedikt Peters
Verlag: Daniel-Verlag

Hier kann man das Bestellt werden: Daniel-Verlag

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Beitragvon Servant » 09.07.2011 18:48

Hallo Joschie,

Joschie hat geschrieben:Es sind erst mal Richtlinien nicht mehr und nicht weniger!Ob sie behaupt für jemand bindend sind ist mir nicht bekannt.­Das andere Religionen und Staaten den Christen nicht vor zu schreiben haben was sie zu Verkündigen haben als Jesus allein ist für mich total klar.


Welche Richtlinien meinst du ? Meinst du den "Verhaltenskodex für Bekehrung" ? Es ist wohl angebracht das jeweils getrennt voneinander zu Betrachten - Es soll ja nicht der Eindruck erweckt werden das es hier irgend eine Gemeinsamkeit gibt :) zwischen dem "Verhaltenskodex für Bekehrung" u. der Vorgehensweise der christliche Mission.

Er kann ja auf Grund der Tatsache auf was für einen Boden er gediehen ist kaum als eine Richtlinie, oder Empfehlung, für einen Christen gelten.

Also man muss das einfach voneinander Trennen.

Auch wenn dir nicht Bekannt ist, ob dieses Regelwerk verpflichtend ist - ist jedoch seine Wirkung absehbar, denn man hat die Folgen einer solchen Empfehlung, oder Richtlinie, auch schon bei der "carta oekumenika" sehen dürfen. (siehe Punkt 12.) - also das ganze hatte fatale Folgen und diesen Folgen wollen wir doch auch mit unserem christlichen Zeugnis entgegentreten und nicht Fördern, oder ?

Die Charta oekumenika zum Beispiel war eine Freiwillige Verpflichtung sich dem "Irreligiösen Dialog", wie unter Punkt 12. Beschrieben, zu öffnen. Das wiederum führte dazu das man den "Absolutheitsanspruch Jesu Christi" - lese Joh. 14, 6 fallen ließ - Jesus Christus wurde so nur noch als ein Weg neben vielen anderen Wegen gesehen. Man machte aus den Gott der Bibel - zu einem Gott aller Religionen Guten Willens.

Ich weiß das du das weißt(!), jedoch wollte ich das hier noch erwähnen.

Die angestrebte Zusammenarbeit, mit Religiösen Gruppierungen - Beispiele:

http://www.weltreligionstag.de/index.htm
http://www.ekd.de/interkulturellewoche/ ... egebet.pdf

Dies sind nur einige der Folgen dieser Empfehlungen - denen ein Christ nicht Folgen darf, wenn er Jesus Christus und seinem Evangelium glaubt.

Das es auch für Christen eine aus dem Wort Gottes ableitbare Anweisung zum Umgang mit unserem Nächsten gibt - dem kann ich auch nur zustimmen. Nur hat dieser "Ver.Kodex" ja eine ganz andere Grundlage und ein anderes Ziel, als die der Biblischen Botschaft - und das wurde ja auch gut herausgestellt.

Joschie hat geschrieben:Wie man ja lesen bei den letzten Beiträgen lesen kann liegen Lutz und ich auf einer Linie.


Das ist gut das du das nochmal hervorhebst, denn ich war mir da nicht ganz so sicher. Erleichtert mich ein wenig :) - denn Lutz hat es wirklich gut auf den Punkt gebracht - wo es klemmt in diesem "Kodex"

Gruß,
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Beitragvon Joschie » 12.07.2011 18:16

Servant hat geschrieben:Ich möchte ein Buch weiterempfehlen das die "Weltreligionen" zum Thema hat - diese "Religionen" jedoch auf im Licht der Worte Gottes beleuchtet.

Weltreligionen - Judentum; Christentum; Hinduismus und Islam
Autor: Benedikt Peters
Verlag: Daniel-Verlag

Hier kann man das Bestellt werden: Daniel-Verlag

Hallo Servant!
Einer der großen Schwachstellen in vielen Gemeinden ist Unkenntnis über die anderen Religionen.Die Auseinandersetzung (Apologetik) ist im vollen Gange besonders mit dem Islam und dieses nicht in fernen Ländern, sondern vor unserer Haustür/Gemeinden und jetzt.Viele Christen tun so, als ob ihnen dieses nichts angeht oder es kommen nur ein paar fromme Floskeln von ihnen.Ich habe dieses ­selbst in einer großen Gemeinde in Hamburg erlebt.Leider sind auch manche Beiträge zu diesem Thema nicht wirklich hilfreich für den Leser. Besonders wenn dieses Thema mit dem Thema Endzeit und Verschwörungstheorien vermischt werden.Hier ist an erster Stelle solide Aufklärungsarbeit zum Thema Islam angesagt.In diesen Zusammenhang wird sich jeder Christ die Frage selbst stellen müssen wie solide ist sein Lehr und Glaubensgrund.
Gruß Joschie
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Beitragvon Servant » 12.07.2011 21:20

Hallo Joschie,

deshalb habe ich auch das Buch von Benedikt Peters empfohlen, da es auf einer soliden Grundlage steht - dem Wort Gottes.

Also ich möchte es jedem ans Herz legen der Wert auf Gute Kost legt.

Joschie hat geschrieben:Einer der großen Schwachstellen in vielen Gemeinden ist Unkenntnis über die anderen Religionen.


Ich denke die größte Schwachstelle ist das sie zu wenig von dem Wissen was Gott über den Menschen, über die Welt, die Sünde, ja, letztlich zu wenig über Gott und Jesus Christus selbst Wissen.

Joschie hat geschrieben:In diesen Zusammenhang wird sich jeder Christ die Frage selbst stellen müssen wie solide ist sein Lehr und Glaubensgrund.


Ja, unbedingt - denn sonst werden sie wohl mit fortgerissen ...

Einen "Interreligiösen Dialog" müssen wir natürlich wegen seines wiedergöttlichen Geistes ablehnen - alles andere ergibt sich von selbst - der Herr Jesus Christus wird es schenken, wenn wir seinem Wort Glauben und diesem auch Vertrauen. Das können wir getrost unserem Herrn Jesus Christus überlassen :)

Ich möchte ein Dokument zeigen, es sollte uns klar darüber werden lassen, das wir, wenn wir Kinder Gottes sind - uns von solchen Abwenden müssen(!) - die derart Wege führen, Ja, Verführen zum Unglauben, letztlich zum Abfall von Gott und seinem Wort. (PDF-Lesen) Diese Aktion ist aus einem gemeinsamen Anliegen mit der Arbeitschgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) entstanden - wir erkennen deutlich das es hier darum geht die Religionen auf ein gemeinsames Niveau zu bringen. Also es hat klar und deutlich die "Einheit" zum Ziel - liebe Leute -Leugnen Zwecklos!!!!

Ein gutes Zeugnis für das was die Liebe Gottes zu den Nächsten vermag - finden wir in einer Biographie des China Missionars Hudson Taylor´s - sein Festes Vertrauen auf Gottes zusage - das sein Wort sein Ziel nicht verfehlen wird - Menschen durch dieses Wort für die Ewigkeit zu Retten. Hier kann man das Buch herunterladen (DOC)

Abraten würde ich jedoch deutlich von den seichten, geistlosen Theologischen Abhandlungen - die von Vertretern des ÖRK, der ACK, sowie aller mit ihnen kooperierenden Werken Organisationen herausgegeben werden und wurden. Die Entwicklungen in unseren Tagen, haben natürlich auch etwas mit der "Endzeit", mit den letzten Tagen, zu tun - weniger mit einer Theorie.

Liebe Grüße
Arne

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Beitragvon Servant » 22.07.2011 16:42

"Rat der Religionen" Frankfurt am Main

Ev. Allianz hat geschrieben:http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/frankfurt-am-main-evangelische-allianz-begruesst-rat-der-religionen.html

F r a n k f u r t a m M a i n (Ev. Allianz) – Die Evangelische Allianz in Frankfurt am Main begrüßt das Vorhaben, in der Stadt einen „Rat der Religionen“ einzurichten. Einen entsprechenden Vorstoß hat die evangelische Pröpstin für Rhein-Main, Gabriele Scherle, unternommen. In dem Rat sollen Juden, Christen, Muslime, Buddhisten, Hindus, Bahai und Sikhs vertreten sein. „Es ist immer gut, wenn man eine Plattform zum Gespräch anbietet“, sagte der Vorsitzende der Evangelischen Allianz in der Stadt, der Baptistenpastor Norbert Welski.


Auch in Bonn wurde ein "Rat der Religionen" gegründet - lesen wir was die Allianz schreibt:

Ev. Allianz hat geschrieben:http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/deutschland-rat-der-religionen-in-bonn-gegruendet.html

Der Rat solle die Verständigung zwischen den Religionen fördern und sich für ein friedliches Miteinander in der Bundesstadt einsetzen, hieß es. Darüber hinaus solle er dazu beitragen, die Kenntnisse über Religionen in der Bevölkerung zu vertiefen und den interreligiösen Dialog zu stärken. In der Gründungserklärung lehnt der Rat außerdem „religiösen Extremismus und Fanatismus entschieden ab“.


Wer sind wohl die Fanatiker und Extremen - oder Schwarzen Schafe?, wenn nicht jene die sich an Jesus Christus und sein Evangelium halten und ihren Weg nicht mitgehen.

Es ist klar das wir als Christen diesen Weg nicht mitgehen können.

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Joschies Epilog

Beitragvon Joschie » 25.07.2011 18:46

Hallo Ihr!
Ich stelle mal hier eine andere Sicht zur Ökumene rein, da ich es persönlich gut, finde wenigsten einmal auch eine andere Sichtweise gelesen zu haben.

Eines der größten Hindernisse für innerhalb der weltweiten lutherischen Kirche und innerhalb der Ökumene ist die in manchen nationalen Teilkirchen schon vollzogene Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensformen. Reinhard Slenczka, ehemaliger Professor für systematische Theologie an der Uni Erlangen, hat Stimmen der weltweiten Kirche in der Publikation „Abfall von den Grundlagen christlicher Gemeinschaft im Protestantismus" gesammelt. Die Berichte sind zum Teil erschütternd zu lesen. Dabei wird deutlich, dass es nicht die theologisch Konservativen sind, die einem guten ökumenischen Dialog im Wege stehen, sondern gerade diejenigen, die die biblische Ethik in Frage stellen und sich an den Zeitgeist anpassen möchten.Quelle

Epilog: Ich halte rein gar nichts von der Ökumene in welcher Form auch immer.Sollte man wirklich die Ökumene umsetzen, müssten ja die verschiedensten Seiten grundlegendste Lehraussagen aufgeben, wer auch immer dieses macht begeht im übertragenden Sinne lehrmäßigen Harakiri und löst sich damit selbst auf.
Gruß Joschie
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