Finanzkrise ist das schon alles???

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Joschie
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Finanzkrise ist das schon alles???

Beitragvon Joschie » 17.09.2008 14:53

Hallo Ihr!
Dazu folgender Beitrag:

Der 1. Finanz-Weltkrieg in der Menschheitsgeschichte ist entbrannt. Wirtschafts- und Finanzordnung verändert sich in rasanter Geschwindigkeit.


Ein dramatischer Machtwechsel in der Weltwirtschaft bahnt sich an.



Regeln : Jeder gegen jeden. Alles ist erlaubt.

Bisher dominierten die USA als einzig verbliebene Weltmacht die Weltwirtschaft, Finanz- und Rohstoffmärkte.

Wie das funktionierte?
Mit dem Öl-Dollar Standard wurde sichergestellt, dass die Ölrechnungen in aller Welt mit Dollar zu bezahlen waren. Das zwang alle Staaten dieser Welt, große Dollarreserven vorzuhalten. Widerstand hierzu wurde im Keim erstickt, indem die USA die arabische Halbinsel fest in der Hand behielt. Hier lagern allein 60 % der Weltölreserven. Die riesige US Militärmaschine machte es möglich.

Nun wollen der Iran, Venezuela, Indien, Russland und China das Öl aber künftig nicht mehr in Dollar abrechnen. Das bringt den Dollar als Weltleit- und Weltreservewährung in Gefahr.

30 Jahre lang hat die USA über seine Verhältnisse gelebt und es geschafft, die Schulden in alle Welt zu verkaufen. 30 Jahre auf Pump gelebt und jetzt brennen die Sicherungen durch. Jetzt braucht die USA täglich 2 Milliarden $ Geldzufluss aus aller Welt, sonst gehen die Lampen aus.

China sitzt auf 1 Billion $ wertverfallender US Schatzbriefe, wertverfallender Fannie May und Freddie Mac Aktien und Anleihen, und last but not least 0,6 Billionen US Dollar. Russland sitzt ebenfalls auf 1 Billion $. Indien, den arabischen Staaten und Europa geht es nicht besser. Wie aber aus dem Dollar lösen ohne selbst Schaden zu nehmen?

Bislang arbeiteten die Zentralbanken gemeinsam an der Stützung des Dollar. Aber wie lange noch, angesichts der in immer schnellerer Folge platzenden US Blasen? Jeder Wirtschaftsraum ist bereits bestrebt, sich gegen die Folgen des drohenden Untergangs der USA zu schützen.

Aber nicht nur Staaten sind an diesem 1. Finanz-Weltkrieg beteiligt.
500- 600 Billionen Derivate ( das 7 – 8–fache Bruttosozialprodukt der ganzen Welt ) vagabundieren um die Welt und bilden die Basis für Pensions-, Lebensversicherungs- und Rentenzusagen.

Halten wir uns vor Augen : Derivate sind im Kern nur verbriefte Kredite an Emittenten. Geht der Emittent pleite , verliert der Besitzer seinen kompletten Einsatz. Derivate gehören nicht mal zum Sondervermögen.

Alle Pensions- und Hedgefonds, Banken und Versicherer dürften wohl derzeit eifrig bemüht sein Abnehmer zu finden. Da immer weniger Dumme gefunden werden, verfallen die Derivate in hoher Geschwindigkeit. Das macht Banken und demnächst auch Pensionsfonds insolvent.

Bitte betrachten Sie die folgende Gemengelage, ohne das Ihnen übel wird !!



- Währungsturbulenzen
- US Stagflation tritt offen zu Tage
- Eskalierende Kredit-/ Bankenkrise
- Sorgen zum Übergreifen der Bankenkrise auf die Realwirtschaften der USA, Asien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Griechenland, und Italien
- Verwerfungen auf den Geld-/Finanzmärkten
- Dramatische Verstärkung der Manipulation der US Finanzsysteme
- Ausufernde Geldmengenerweiterung in den USA
- US Autokonzerne komplett konkursgefährdet
- US Eigenheimindustrie komplett konkursgefährdet
- US Anleihenversicherer komplett konkursgefährdet
- Diverse US Investment- und Hypothekenbanken konkursgefährdet
- Diverse US Pensionsfonds konkursgefährdet
- Diverse US Hedgefonds konkursgefährdet
- Diverse US Airlines konkursgefährdet
- Inflationsrate inzwischen in mehr als 50 Ländern oberhalb von 10 Prozent.
- Massiv steigende Nahrungsmittelpreise
- Massiv steigende Rohöl-, Benzin-, Energie- und Rohstoffpreise
- Hungerunruhen in mehr als 30 Ländern
- Sorgen über bevorstehenden Angriff Russlands auf GUS Staaten
- Sorgen über bevorstehenden Angriff des Iran durch USA oder Israel
- Die enge Verzahnung von Öl, Dollar und US Anleihen ( Das Privileg der internationalen US Reservewährung und der Dollar-Öl-Deckung ) wird offensichtlich.
- Massiver Wertverfall der US Immobilien, der Spanischen Immobilien, der britischen Immobilien, der Irischen Immobilien, der Baltischen Immobilien und Isländischen Immobilien.

Das ist ganz sicher nicht alles.

Wohin geht die Reise?
Quelle: http://www.mmnews.de/index.php/20080906 ... krieg.html

Ist dieses nur einer üblichen Krisen des Kapitalismus oder mehr.Wie soll man als Christ darauf reagieren.
Gruß Joschie
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Beitragvon maxb » 17.09.2008 19:10

Panikmache gibts immer wieder. Bin gestern auf ne amerikanische Verschwörung gestoßen...angeblich haben die in jedem Bundeststaat tausende spezialsärge gelagert um aufmüpfige bürger darin unterzubringen. das internet soll wohl runtergenommen werden und überhaupt und sowieso...New-World-Order. Da haben sich ein paar Leute es sich zum Ziel gesetzt eine Gegenbewegung zu starten. Klingt abgehoben, ist allerdings zugegebenermaßen sehr interessant, aber letztendlich habe ich keine Lust mir über solche Dinge Gedanken zu machen. Gott hat die Fäden in der Hand. Alles ist unter Kontrolle. Ich werde weder den Niedergang der Weltwirtschaft noch irgendwelche abgehobenen Verschwörungen verhindern können. Ich will hier und jetzt Gott treu sein und lernen auf Ihn allein zu vertrauen. Was der Rest der Welt macht, ist mir da relativ egal bis es mich dann direkt betrifft. Das heißt nicht, dass ich unpolitisch bin, aber solche Sachen sind mir dann doch eine Nummer zu groß.

eugen
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Beitragvon eugen » 17.09.2008 21:38

maxb hat geschrieben:Gott hat die Fäden in der Hand. Alles ist unter Kontrolle. Ich werde weder den Niedergang der Weltwirtschaft noch irgendwelche abgehobenen Verschwörungen verhindern können. Ich will hier und jetzt Gott treu sein und lernen auf Ihn allein zu vertrauen.

Amen! )

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Beitragvon Joschie » 23.09.2008 07:35

Hallo Ihr
Zum Thema Finazkrise ein sehr guter Beitag von Frank Schirrmacher in der FAZ
Gruß Joschie
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Beitragvon Joschie » 24.09.2008 09:45

Hallo Ihr
Ich fand folgenden Beitrag aus der Idea hilfreich.

„Denn sie gieren alle nach unrechtem Gewinn...“


Der Gründer des Finanzdienstleisters Plansecur, Klaus Dieter Trayser.
K a s s e l / B o n n / G i e ß e n (idea) – Angesichts der weltweiten Finanzkrise mahnen evangelikale Finanzexperten, biblische Prinzipien für den Umgang mit Geld zu beachten. In der Heiligen Schrift werde immer wieder davor gewarnt, Geld und Profitstreben zu vergötzen.
Der Gründer des Finanzdienstleisters Plansecur, Klaus Dieter Trayser (Kassel), sagte am 22. September auf Anfrage von idea, schon immer sei Gier „der skrupellose Antreiber“ für das Handeln vieler Leute gewesen. Er verwies auf das Bibelwort aus Jeremia 6,13: „Denn sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um.“ Banken und US-amerikanische Versicherungen hätten sich beim Handel mit Immobilienkrediten „verzockt“, und Tausende US-Bürger hätten beim Bau oder Erwerb ihres Eigenheims die „Goldene Regel“ nicht beachtet. Diese empfiehlt, ein Drittel der nötigen Finanzen aus Eigenmitteln, ein Drittel aus mittelfristigen Krediten (Bausparverträgen) und ein Drittel aus langfristigen Krediten (Hypotheken) zu bezahlen. Stattdessen hätten viele ein Haus zu hundert Prozent auf Kredit erworben. „Darunter waren sicher auch zahlreiche Christen“, sagte Trayser. Die Bibel empfehle auch, vor einem Bauprojekt die Kosten zu überschlagen und zu überlegen, ob man sein Vorhaben selbst finanzieren kann (Lukas 14,28). Der Finanzexperte kritisiert auch, dass man weithin verlernt habe zu verzichten: „Wir wollen heute alles sofort haben. Früher sparten wir, bevor wir uns etwas leisteten. Heute wird uns in der Werbung empfohlen, erst in den Urlaub zu fliegen und danach zu bezahlen.“

Geld ergreift Besitz von uns
Reichtum ist biblisch gesehen, so Trayser, nicht grundsätzlich schlecht; auch das Vermehren von Geld sei nicht kategorisch abzulehnen (Matthäus 25,14 ff). Allerdings dürfe man sein Herz nicht an das Geld hängen. „Wir dürfen in die Zukunft investieren, aber nicht auf sie wetten“, sagte Trayser im Blick auf sogenannte Leerverkäufe, die möglicherweise zum Ende mehrer Banken beigetragen hatten. Bei diesen Transaktionen, die in Deutschland inzwischen verboten sind, wetten Anleger auf fallende Kurse. Aus der Differenz zwischen Verkaufs- und Rückkaufswert streichen sie ihre Gewinne ein. Diese Wettpraxis kann jedoch den Kursverfall beschleunigen oder auslösen.


Rentrop: Kredite leichtfertig vergeben
Der Gründer des „Verlags für die deutsche Wirtschaft“, Norman Rentrop (Bonn), sagte gegenüber idea, die derzeitige Krise sei darauf zurückzuführen, dass einige Banken Kredite sehr leichtfertig gewährt hätten. Insbesondere in den letzten Jahren seien sie nicht nur zum Hausbau und Hauskauf, sondern mehr und mehr zum reinen Konsum vergeben worden. Die betreffenden Banken konnten diese Kredite dann gebündelt an Anleger wie Pensionskassen weiterreichen und hatten das Risiko der Nichtzurückzahlung nicht mehr selber. Viele Anleger wiederum hätten sich nicht die Mühe gemacht, ihre Anlagen selbst zu überprüfen, sondern schenkten ihr Vertrauen den Klassifizierungen von Dritten, die in vielen Fällen Wasser zu Wein erklärt hätten, so Rentrop.

Gier frisst Hirn“
Statt beispielsweise eine Hochzeitsfeier den eigenen finanziellen Möglichkeiten entsprechend zu gestalten, seien Menschen animiert worden, größer und auf Pump zu feiern. Manchmal hätten Kunden sogar mehr Geld als die benötigte Kreditsumme bekommen. Oft habe man den Eindruck: „Gier frisst Hirn". Die Bibel erteile solchem Verhalten eine klare Absage. Aber auch jene, die Kredite leichtfertig aufgenommen haben, müssten sich kritische Fragen gefallen lassen. Rentrop erinnerte dabei an das Bibelwort aus Sprüche 22,7: „Der Reiche hat die Armen in seiner Hand; denn wer sich Geld leiht, ist abhängig von seinem Gläubiger."


Nichts aus Vergangenheit gelernt
Die derzeitige Finanzkrise verstärkte sich dadurch, dass Banken die ausgegebenen Kredite über spezielle Anlageformen auf dem Kapitalmarkt refinanzierten. Insbesondere die sogenannten Hedge-Fonds investierten dabei in das risikoreiche Kreditgeschäft. Der Finanzexperte des Missionswerks „Campus für Christus“, Duane Conrad (Gießen), bezeichnet dies als „Investition in Schrott-Immobilien“. Die Gier nach Profit habe selbst die Vernunft erfahrener Banker übertrumpft. Conrad kritisiert, dass man aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt habe. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts seien in den USA über 1.000 Sparkassen zusammengebrochen; der Gesamtschaden betrug über 150 Milliarden US-Dollar. Auch für die Zukunft erwartet Conrad kaum Besserung: Sobald die Profitgier das Handeln beherrsche, sei auch die nachfolgende Banker-Generation nicht vor den Fehlern der heutigen Finanzchefs gefeit.

EKD: Keine Renditejagd um jeden Preis
Der Leiter der Finanzabteilung im EKD-Kirchenamt, Oberkirchenrat Thomas Begrich (Hannover), sagte in einem Interview mit der Reformierten Presse: „Die „Renditejagd um jeden Preis ist von Übel.“ Der „ehrbare Kaufmann“ solle nur Geschäfte machen, die er übersehen und verstehen könne. Deshalb habe die EKD auch das Angebot abgelehnt, beispielsweise in Hedge-Fonds zu investieren, „weil wir diese Finanzprodukte nicht genug verstehen“.


Wie gehen wir mit Finanzen um? Sind wir auch nur auf den höchsten Zinssatz aus? Oder lassen wir ums von Biblischen Maßstäben leiten? Wie sieht es in unsern Gemeiden aus? Diese Fragen stellen sich mir in diesen Zusammenhang.
Gruß Joschie
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andy
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Zinsen, Finanzen... und wir mittendrin

Beitragvon andy » 24.09.2008 21:00

Hallo alle,

das mit den Zinsen ist doch sowieso problematisch - siehe 2. Mose 22,24; 3. Mose 25,36; 3. Mose 25,37; 5. Mose 23,20. Dort finden wir immer wieder den Hinweis darauf, daß man unter dem mosaischen Gesetz einem "Bruder", aber auch einem "Armen, der bei Dir wohnt" kein Geld leihen und im Gegenzug Zinsen fordern sollte. Natürlich gibt es dann auch noch 5. Mose 23,21 ("dem Fremden darfst du Zins auferlegen, deinem Bruder aber sollst du keinen Zins auferlegen"). Da stellt sich für uns Christen aber die Frage, wer definitiv KEIN Bruder ist und ob man in der neutestamentlichen Zeit nicht die Feinde und die Fremden genauso lieben sollte wie einen Bruder.

Hier das Problem...

Fall 1: Christ verleiht Geld gegen Zinsen. Schuldner kann nicht zahlen. Christ läßt ihn von Inkassoprofis einschüchtern, aber der Typ hat schlicht kein Geld. Also läßt Christ, der eigentlich genug hat, dessen Besitz pfänden, von ein paar als lebensnotwendig eingestuften Dingen abgesehen. Dieser Christ begeht eine Sünde, klarer Fall. Viel häufiger ist aber Fall 2...

Fall 2: Christ geht zu einer Bank und beauftragt diese, aus seinem Geld mehr zu machen. Die Bank beschäftigt Werbeprofis und schwatzt dem Nachbarn des Christen einen Kredit auf, den er anfangs gar nicht will und den er sich eigentlich auch gar nicht nicht leisten kann. Der Typ kann irgendwann nicht mehr zahlen. Die Bank hetzt ihm das Inkassounternehmen auf den Hals. Pfändung, Frust, vielleicht Ehekrise. Christ sieht die Pfändung beim Nachbarn betroffen mit an, schüttelt mitleidig den Kopf und sagt was wie "naja, so weit kann's halt kommen, wenn man nicht genug kriegen kann". Er öffnet den Umschlag mit dem Kontoauszug und lächelt darüber, wie der Herr ihn mit Zinsen segnet, weil er ja so ein guter Christ ist.

(Disclaimer: Ja, ich weiß, daß das Kreditwesen im Detail ganz anders funktioniert. Das soll jetzt nur mal ein Gedankenanstoß sein, mit der Botschaft: Warum lassen wir weltliche Unternehmen - deren Götze einzig und allein der Mammon ist - in unserem Auftrag und mit unserem Mandat mit unserem Geld wirtschaften, und das nur, weil wir auf dem Kontoauszug die höchstmögliche Summe sehen wollen? Kommen wir uns dabei nicht etwas blöd, d.h. ziemlich inkonsequent vor?)

Letztendlich finde ich Prediger 5 (ab Vers 9) sehr tröstend. Hier wird der Arbeiter (erwirbt sein Einkommen mit den Händen) dem Reichen (läßt seinen Reichtum für sich arbeiten) gegenübergestellt. In Vers 11 lesen wir: "Süß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er nun wenig oder viel ißt; aber den Reichen läßt seine Übersättigung nicht schlafen."

Ob Finanz- und Börsengeschäfte überhaupt als biblisch angesehen werden können, ist natürlich Anstoß für lange Diskussionen. Und man könnte grundsätzliche Fragen zum heutigen Geldmarkt stellen. Gottes Wort hat unter "Geld" immer Gold, Silber und ähnliches zusammengefaßt - aber keine Papierscheine, die nur dadurch einen Wert erhalten, daß sie staatlich autorisiert sind. Der Wert edler Metalle ist absolut stabil, endlich und überschaubar: Gott kennt jedes Gold- und Silberatom im Universum. Natürlich müssen wir mit dem Papier- (und Plastik-)Geld leben, weil wir schlecht in Silbermünzen bezahlen können. Aber wir dürfen wissen, daß dieses System zugunsten eines besseren verschwinden wird. Auch wenn dies noch nicht greifbar ist, so können wir unser Guthaben bereits dort anlegen, wo Motten und Rost und Finanzkrisen keine Rolle spielen. (Lukas 12, 33; Matthäus 19, 21; Markus 10, 21; Lukas 18, 22)

Darauf sollten wir achthaben... auch ich muß da noch viel konsequenter werden. Ist halt schwierig, der Welt, die 24 Stunden am Tag vor uns hin- und herglänzt, die Geringachtung entgegenzubringen, die sie aus der Ewigkeitsperspektive gesehen eigentlich verdient... ;o)

In diesem Sinne gute Nacht,

Andy

Gast

Beitragvon Gast » 25.09.2008 16:09

Hallo ihr,

Max... hat geschrieben:
Gott hat die Fäden in der Hand. Alles ist unter Kontrolle. Ich werde weder den Niedergang der Weltwirtschaft noch irgendwelche abgehobenen Verschwörungen verhindern können. Ich will hier und jetzt Gott treu sein und lernen auf Ihn allein zu vertrauen.


Auch ein "Amen" dazu von mir - mit einem allgemeinen Vermerk, also nicht MAXB Betreffend - Wie sieht es allgemein in der Praxis aus ? - Bei vielen könnte man ihr Sprüchlein so verstehen - "Nichts sehen, nichts sagen (Bohnen in den Ohren, Stroh im Kopf und Tomaten auf den Augen Syndrom)und auch nichts tun"

Praktisch läuft das meist so - "Wenn wir es schon nicht aufhalten können - dann stellen wir dem auch nichts in den Weg und am besten helfen wir gleich ein wenig mit um nicht noch Unangenehm aufzufallen"

desweiteren sagte MaxB:
Panikmache gibts immer wieder.


Manche nennen es Panikmache, die anderen nennen es wie es ist - Realität" einer Sterbenden Welt !


Ansonsten:

Ich bin dankbar für den schönen Beitrag von Andy, er spricht sehr viel wahres und Überlegenswertes an.

Liebe Grüsse
Arne


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Joschie
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Schwärzer gehs nicht oder doch?

Beitragvon Joschie » 07.10.2008 11:38

Dazu zwei Beiträge:
Nummer.1
Schwärzer gehts nicht
Samstag, 4. Oktober 2008
Muss bald der System-Reset-Button gedrückt werden? Hedgefonds Legende Robertson: "In 10 Jahren wird, wer auch immer noch auf diesem Planeten am Leben ist, wieder effektiv von vorn anfangen müssen."
Al Martin von almartinraw.com hat einen Artikel über ein CNBC-Interview mit dem angesehenen Fonds-Manager Julian Robertson geschrieben. Das Interview wurde im Mai 2005 geführt.

Julian Robertson auf CNBC

Angesichts der aktuellen Lage scheinen die Aussagen jedoch brisanter und aktueller denn je. Die deutsche Übersetzung stammt vom "gelben Forum", einer Internet-Community, welche die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Zukunft sehr kritisch sieht. Doch die Aussagen von Robertson sind auch für hartgesottene Pessimisten ein schwerer "Brocken".

Robertson beendete seine Ausführungen, indem er sagte, dass "er hofft, nicht mehr am Leben zu sein, um das zu sehen, was kommt. Die Glücklichen sind diejenigen, die jetzt in meinem Alter sind."

Julian Robertson führte Tiger-Management, den größten Hedge-Fonds der Welt.


Martin beschreibt Julian Robertson als "einen der größten unter den Oldtimern der Branche. 53 Jahre auf der Wall-Street. Er managt die Robertson-Group of fonds. Sie pflegten und sie pflegen ihn immer noch "Never-Been-Wrong-Robertson" zu nennen, da er nie falsch lag. Er hat jeden Wirtschaftszyklus, jede Katastrophe, jeden Haussemarkt und jeden Baissemarkt vorausgesagt."

Martin sagt "Natürlich, er ist jetzt ein sehr alter Mann. Aber seine Reputation auf der Wall-Street ist mit nichts zu vergleichen. Als das Interview gesendet wurde, drückten allein seine Ausführungen den Dow Jones um 50 Punkte nach unten. Das zeigt, wie stark und mächtig der Ruf dieses Mannes ist."

Robertson sagte, dass er sehr beunruhigt sei wegen der spekulativen Blase am Häusermarkt und angesichts der Tatsache, dass mehr als 1/4 aller Ausgaben der Privathaushalte jetzt durch diese Blase gestützt wird, wodurch 20 Millionen Bürger ihre Häuser in einem Zusammenbruch dieser spekulativen Immobilienblase verlieren könnten, und dass die Fed sowie die Zentralbanken weltweit im Konzert aus der Verzweiflung heraus handeln würden, mit dem Ziel, die Weltwirtschaft durch Re-Inflationierung wiederaufzublasen, wobei eine in der Wirtschaftsgeschichte des Planeten nie dagewesene Inflationsspirale geschaffen wird.

"Wo endet es?" wurde Robertson gefragt, und er sagte, "Vollständiger globaler Zusammenbruch." Nicht einfach nur wirtschaftlicher Zusammenbruch, sondern vollständiger Zerfall der gesamten Infrastruktur und aller öffentlichen Strukturen, auch der Regierungen. Totaler, völliger Zusammenbruch. Das ist letzten Endes ein Kollaps in gigantischer, epischer Dimension.

"In 10 Jahren, sagte er, wird, wer auch immer noch auf diesem Planeten am Leben ist, wieder effektiv von vorn anfangen müssen."

Bill Murphy von Lemetropolecafe.com sagt, "Robertsons Ausführungen bedeuten für den Goldpreis, dass wir am wahrscheinlichsten einen Goldpreis irgendwo zwischen 3.000 $ und 5.000 $ pro Unze sehen werden. Warten Sie, bis die Tatsachen darüber ans Licht kommen, wie die Zentralbanken 2/3 all ihrer Bankreserven verschwendeten, um Preismanipulationen zu betreiben. Es wird einen nie zuvor gesehenen Run geben, um das Zeug (Gold) zu besitzen."

Julian Robertson macht das 'Bush-Cheney-Regime', wie er es nennt, für all das verantwortlich.

Er sagt, dass "sie jetzt ihre Macht und ihr Geld auf diesem Planeten in das maximal mögliche Maß der Ausdehnung gebracht haben. Die Nettoliquidität der gesamten Welt, also der Netto-Free-Cash-flow, befindet sich jetzt bereits im negativen Bereich. Der Planet sinkt nicht nur in ein Meer aus roter Tinte, er wurde bereits versenkt. Die Leute begreifen es aber derzeit noch nicht."

Robertson sagt, dass "das Bush-Cheney-Regime die Nation auf den Übergang von der Demokratie zur Zwangsherrschaft vorbereitet, weil eine Diktatur notwendig sein wird, um in 5 Jahren die Nahrungsaufstände und den Wasseraufruhr zu kontrollieren."

Er sagte "die Bundesregierung wird, mittels Patriot-II-Gesetz, riesige Internierungslager bauen müssen, sozusagen innerhalb des Landes gelegene Exile, wahrscheinlich im mittleren oder hinteren Westen, wo das Land für die Unterbringung von potenziell 50 Millionen oder mehr Bürger verfügbar ist, die sich im finanziellen Ruin befinden."

Julian Robertson fuhr fort, dass "die Nahrungsmittelproduktion fallen wird. Weitere Anstrengungen, die Umweltzerstörung zu kontrollieren, werden aufgegeben. Die Inflation wird zweistellig und schließlich dreistellig werden. Die Leute werden ihre US-amerikanischen Dollars in Schubkarren transportieren, wie einst in Deutschland."

Robertson sagte, dass es einen "Gesamtzusammenbruch der öffentlichen Infrastruktur" geben würde, ferner einen "totalen Zusammenbruch der Systeme der medizinischen Versorgung. Alle öffentlichen Altersversorgungspläne und die Sozialversicherung werden kollabieren. Alle korporativen Altersversorgungspläne werden zusammenbrechen."

Robertson untermauerte seine Ausführungen mit statistischen Daten. Er sagte, "14% aller Immobilienkäufe werden mit Hypotheken finanziert, bei denen nur die Zinsen gezahlt werden, und weitere 14% der Käufer finanzieren mehr als 100% des Kaufpreises und borgen sich anschließend weiteres Geld."

Er sagte, dass "der amerikanische Verbraucher jetzt den Rest des Planeten unterstützt, da in allen anderen Nationen der Privatkonsum bis zu dem Punkt gefallen ist, an dem die Steuereinnahmen der Regierungen, die geschäftlichen Umsätze und die Industrien, die jene Staaten versorgen, jetzt netto im negativen Bereich liegen hinsichtlich des Gesamt-Schuldendienstes und der öffentlichen Kosten, und das praktisch in jeder Nation auf diesem Planeten."

Er sagte, "noch wichtiger, und ich überlege, wie wir das hier einbeziehen, beziehungsweise wie wir den Leuten erklären, in welchen außergewöhnlichen Zeiten wir leben, und wie der Grundstein für die Zerstörung des Planeten durch die Bushonian-Kabale in den Jahren 1980 bis 1992 gelegt worden ist, und dann ab 2001 die wirtschaftliche Liquidität des Planeten effektiv zerstört hat."

Als Ron Insana, der Interviewer, sagte, "Sie haben all ihre Immobilien verkauft und Sie werden in eines der neuen supersicheren Resorts für wohlhabende Republikaner umgezogen sein, wenn die Barbaren am Tor stehen werden", antwortete Robertson, "Ron, jene Barbaren werden potenziell ein Drittel der amerikanischen Bevölkerung sein."

Robertson beendete seine Ausführungen, indem er sagte, dass "er hofft, nicht mehr am Leben zu sein, um das zu sehen. Die Glücklichen sind diejenigen, die jetzt in meinem Alter sind."


Quelle:Hier


Nummer.2.

Hier ein Inerview mit William Engdahl
Wie gehen wir mit diesen Dingen um?
Gruß Joschie
Zuletzt geändert von Joschie am 07.10.2008 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast

Beitragvon Gast » 07.10.2008 11:56

Warten wirs ab.
Eins weiß ich: Gottes Wort wird in seinen Prognosen Recht behalten.
M.

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Beitragvon Joschie » 07.10.2008 14:01

Mephiboscheth schreibt
Eins weiß ich: Gottes Wort wird in seinen Prognosen Recht behalten.

Und wie genau sehen sie aus :?:
Gruß Joschie
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Beitragvon Gast » 08.10.2008 09:21

Hallo
das lesen wir in der Apokalypse, besond. ab Kap 6. Von Teuerung/Inflation ist auch die Rede. Es wird ein globales Chaos geben, gegen das hier peanuts sind.
So what? Wir Christen haben nichts zu verlieren. Unser Heiland bleibt bei uns. Wer sein Vetrauen allerdings auf das Geld gesetzt hat, dem wird bange.
M.

Gast

Beitragvon Gast » 08.10.2008 18:15

Jakob hatte Vorräte und Reserven, wie anders wäre in der Teurung zu erklären, dass er Gold und Silber seinen Söhnen nach Ägypten mitgab.
Er hatte Reserven angelegt für einen Ernstfall, der für ihn real war und dann auch kam.

Ich gehe nicht von einem Totalzusammenbruch aus, weil das letztlich diejenigen, die das Chaos steuern, gar nicht wollen. Diese Krise ist viel zu sehr konstruiert, als dass es planlos und ohne Struktur läuft. Ich empfehle Vorräte und Vorsorge für kürzere Zeiträume, damit man, wenn die Banken für Tage/Wochen zu sind, noch etwas zum Leben hat.

Letztendlich wird aber keiner daran vorbeikommen, dass nicht unser Staat und unser Sozialsystem unser Leben erhält, sondern Gott allein. Es ist daher heute eine besonders gute Zeit für Zeugnis und Hinweis auf den Herrn. Vor allem hören jetzt Leute zu, wenn man etwas sagt, was vor Zeiten kaum noch so war.

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Schwarze Tage

Beitragvon Joschie » 10.10.2008 09:00

Schwarzer Montag, Schwarzer Dienstag, schwarzer ….
Ralf Streck 08.10.2008

Alle Rettungsmaßnahmen schaffen es bislang nicht, die Finanzmärkte zu stabilisieren, wobei die Maßnahmen zum Teil auch immer skurriler werden
Die Rettungsaktionen weltweit schaffen es nicht mehr, die Börsen zu beruhigen. Das zeigte sich schon bei der Verabschiedung des Rettungspakets in den USA, nach der nicht die erwartete Beruhigung an den Börsen eintrat. Stattdessen ist die Panik inzwischen chronisch geworden. Wegen dramatischer Kurseinbrüche wurde der Handel heute an mehreren Börsen ausgesetzt. Während mit Island das erste Land vor einem Staatsbankrott steht, werden in Großbritannien die angeschlagenen Banken teilverstaatlicht. Ein Rettungspaket mit einem Volumen von 500 Milliarden Pfund wird geschnürt. In Spanien appelliert die Regierung an die Geldwäscher, das Schwarzgeld in den Geldkreislauf zu bringen, um Liquidität herzustellen. In einer konzertierten Aktion haben sechs Notenbanken die Leitzinsen nun überraschend gesenkt und damit die Kursverluste zunächst begrenzt.


Der ganze Artikel hier
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Beitragvon maxb » 10.10.2008 13:57

Kennt sich wer aus, was so passiert, wenn ein Staat bankrott ist? Fängt man dann neu mit neuem Geld an oder wie läuft das?


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