Joschies Bücherkiste

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 06.06.2011 08:18

Morgenrot hat geschrieben:Ich habe im Moment zwar nichts zu verschenken,
aber habe mir vor ca 2 oder 3 Jahren auf einem Bücherflohmarkt für 50 ct. ein Buch von Markus Hauser gekauft:
"Gottes Friedenswege - Diesseits und jenseits des Grabes".
Wer kann mir etwas über den Verfasser Markus Hauser sagen?

Außer ein paar Eckdaten (1849-1899) ist mir über ihn nicht wirklich etwas
bekannt (er soll auch in Frauenfeld/Schweiz gewirkt haben *räusper).
Vielen Dank!

Gruß Morgenrot
HAUSER, Markus, Evangelist, * 5.5. 1849 in Trasadingen (Kanton Schaffhausen) als Sohn eines Küfers, † 12.12. 1900 in Zürich. - Die Trunksucht seines Vaters führte zur Ehescheidung der Eltern. Markus kam in seinem 10. Lebensjahr in die Rettungsherberge "Friedeck" in Buch (Kanton Schaffhausen), die armen und verlassenen Kindern eine Heimat bot. Hier fand er nach viel innerer Not mit Hilfe des Hausvaters den Herrn und in ihm Frieden und Freude. H. kam nach Basel in eine Gärtnerei und wurde später Bote einer Buchhandlung. Auf seinen Herzenswunsch, Missionar in Afrika zu werden, mußte er verzichten, weil er schwächlich war und seine Augen nur 1/36 gewöhnlicher Sehschärfe hatten. In Basel lernte H. die von Christian Friedrich Spittler (s. d.) 1840 gegründete Pilgermissionsanstalt auf St. Chrischona kennen. Da erwachte in ihm neue Hoffnung. Er meldete sich und wurde angenommen, aber nach einiger Zeit entlassen, da das Komitee nicht glauben konnte, daß er in den direkten Dienst des Evangeliums berufen sei. In der nächsten Sitzung des Komitees bemühte sich Inspektor Karl Heinrich Rappard (s. d.) mit Erfolg um H.s Wiederaufnahme in die Pilgermissionsanstalt. Nach vierjähriger Ausbildung begann sein Evangelistendienst 1872 im Kanton Thurgau. Er zog von Ort zu Ort, merkte aber bald, daß das Arbeitsfeld viel zu groß war, um es recht bearbeiten zu können. Darum ließ sich H. in Mattwil bei Sulgen nieder und konnte schon innerhalb eines Jahres die dortige Kapelle bauen, die erste Kapelle der Pilgermission. Maria Glinz, eine Pfarrerstochter aus St. Gallen, wurde seine Lebensgefährtin. 1878 erfolgte seine Versetzung durch das Komitee nach Reinach (Kanton Aargau) und 1887 nach Frauenfeld. Der Anfang war schwer. Nach und nach nahm die Zahl der Versammlungsbesucher zu, und der Bau eines eigenen Hauses wurde erwogen. Aus dem Kreis der Leser seines Monatsblattes "Hoffnungsstrahlen", von Freunden nah und fern und treuen Gliedern in Frauenfeld gingen Gaben dafür ein. Am 19.4. 1891 wurde der geräumige Versammlungssaal eingeweiht. Im Einverständnis mit dem Komitee der Pilgermission legte H. im April 1894 die Arbeit in andere Hände und zog mit seiner Familie nach Zürich. Von dort aus wirkte er als Evangelist in der Schweiz und in Deutschland. Um in Zürich regelmäßig Evangelisationsvorträge und Bibelstunden halten zu können, wenn er daheim war, oder sich von einem gleichgesinnten Bruder während seiner Abwesenheit vertreten zu lassen, war der Bau einer Kapelle nötig und wünschenswert. Ein reicher Mann erklärte sich bereit, das Geld hierfür zur Verfügung zu stellen. Zur Beratung und Mitarbeit an der Durchführung des Bauvorhabens wurde Samuel Zeller (s. d.) gewonnen, der Hausvater in Männedorf am Zürichsee. Ein Bauplatz wurde bald gefunden, und am 29. 10. 1899 konnte die Bethelkapelle eingeweiht werden. Es war ein stattlicher Bau mit einem großen Saal für 1600 Personen und einem kleineren für Bibelstunden und Wohnungen für einen Prediger, Diakonissen und einen Hauswart. Die Bethelkapelle bezeichnet den Abschluß der Wirksamkeit H.s. Nach längerer Leidenszeit, die im März 1900 begann, und dreimaligem Lungenbluten endete ein reiches, von Gott gesegnetes und zum Segen bestimmtes Leben.
Quelle: hier
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon Joschie » 09.08.2011 13:12

Hallo Ihr
Die neue Bücherkiste entsteht hier
Gruß Joschie
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