Buch über Max Lucado - Überfällig oder überflüssig?

Meinungen über Veröffentlichungen des Betanien Verlags
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thorstenb
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Buch über Max Lucado - Überfällig oder überflüssig?

Beitragvon thorstenb » 16.03.2010 16:17

Ist das neue Betanien-Buch über Max Lucado überfällig, wie Wilfried Plock (Leiter der Konferenz für Gemeindegründung) meint, oder eher überflüssig?

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Joschie
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Beitragvon Joschie » 16.03.2010 19:03

Gibt es ein Beitrag von Wilfried Plock dazu ??!
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

lutz
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Beitragvon lutz » 16.03.2010 20:37

Auch dieser Autor scheint einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auszuüben:

Eine extra Webseite:
http://www.dreisechzehn.de/

Und hier mal zwei Beispiele, wie es gehandhabt wird:
http://www.efg-gt.de/downloads/predigten/12-03-06.pdf

Sonntag, 12.03.2006
„Du bist einmalig“, Max Lucado
Gedanken zur Woche
Lesen Sie möglichst vorlaufend das o.g. Buch. Die Gedanken zur Woche
basieren auf der Geschichte von Punchinello.


http://www.efg-schneeberg.de/index.php?id=481
3:16 - 40 Tage der Hoffnung
Zwischen Ostern und Pfingsten 2009 erlebten wir als Gemeinde eine ganz besonderen Reise, eine 40tägigen Reise der Hoffnung. Grundlage für dieses Abenteuer war das Buch "3:16 - Zahlen der Hoffnung" von Bestseller-Autor Max Lucado, in dem er den bekannten Vers Johannes 3, 16 genauer unter die Lupe nimmt. Es sind nur 28 Worte, die allein auf ein kleines Stück Papier passen würden, jedoch eine ungemeine Hoffnung für Ihr Leben beinhalten. Für Anne Graham Lotz ist dieser große Hoffnungsvers der "Polarstern der Bibel. Wenn Sie sich daran orientieren, finden Sie den Weg nach Hause." Das Buch 3:16 kann man weiterhin über den Büchertisch unserer Gemeinde erwerben.


Und da es auch hier wieder um ein ganzes Programm geht (40 Tage Hoffnung), wird sich wohl derjenige besonders für eine Analyse interessieren, der damit zu tun hat. An Gemeinden werden solche Programme immer wieder herangetragen und ich finde es schon wichtig und sehr hilfreich, wenn sich kompetent immer wieder ganz konkret damit auseinandergesetzt wird.
So viele kritische Analysen zu Max Lucado habe ich gar nicht gefunden – im Vergleich zu „Die Hütte“.
Bleiben solche konkreten Auseinandersetzungen aus, dann wird ein Schweigen zumeist als Zustimmung oder „nicht so wichtig“ aufgefasst.
Lutz

lutz
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Beitragvon lutz » 17.03.2010 17:35

Noch ein Nachtrag, der auch sehr hilfreich zur Beurteilung "überflüssig" oder "überfällig" ist.

Auch 2008 lief eine große Kampagne „40-Tage Hoffnung“ im Anschluss an „Christival“ und eine Reihe von Gemeinden aus Bremen haben sich dort sehr intensiv beteiligt, auch der ERF beteiligte sich daran.
Und für diejenigen, die sich kein rechtes Bild von der Organisation einer solchen Kampagne machen können, hier mal ein kleiner Einblick (alle vier Seiten der PDF sind sehr aufschlussreich):

http://www.matthaeus.net/matthaeus/zent ... Bremen.pdf

In den USA startet die Aktion am 16. März, dem Palmsonntag, (http://www.threesixteenlive.net/) . Die Gemeinden des Pilotprojekts erhalten übersetzte Predigten, Aktionsbücher für die Gemeinden, evangelistische Verteilbücher, Grafiken und andere Materialien. Jede Gemeinde kann entscheiden, wie intensiv sie an der Aktion teilnimmt: Will sie nur die 6 evangelistischen Gottesdienste anbieten, will sie die Hauskreise einbeziehen oder will sie sogar das gesamte Leben der Gemeinde in den Tagen nach dem Christival auf das Thema "3:16" ausrichten. Denn es soll das Buch auch in einer Jugendausgabe geben. Dabei werden sich die Preise von denen im öffentlichen Buchhandel unterscheiden, da die Pilotgemeinden das Buch als besondere Kampagnenausgabe erwerben und verkaufen können.


Und wer jetzt meint, das ist alles „Schnee von gestern“ – der sei erinnert, dass die nächste Kampagne schon angekündigt ist, im Herbst 2010.

http://www.kirchemitvision.de/index.php ... tent%3A797

Anmeldung "3:16 - 40 Tage der Hoffnung"
Bitte beachten Sie die Anmeldefristen. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung nach Ablauf der Anmeldefrist nicht mehr möglich.
Die Anmeldegebühr richtet sich nach der durchschnittlichen Zahl Ihrer Gottesdienstbesucher (inklusive Kinder und Jugendliche):
• weniger als 100 Besucher: 345,-- Euro
• 100 bis 250 Besucher: 495,-- Euro
• mehr als 250 Besucher: 645,-- Euro

Anmeldung Herbst 2010 » Formular
Wenn Sie mit Ihrer Gemeinde an der 3:16-Kampagne im Herbst 2010 (Zeitraum September bis Dezember 2010) teilnehmen möchten, können Sie sich hier anmelden. Sie können für Ihre Gemeinde den Zeitraum der Kampagne in der Zeit von Mitte September bis 31. Dezember frei wählen. Anmeldeschluss ist der 15. Juli 2010.
Was Sie als teilnehmende Gemeinde erhalten
Mit der Entrichtung der Anmeldegebühr erhalten Sie eine Lizenz zur Durchführung der Kampagne in Ihrer Gemeinde und eine Lizenz zur Nutzung, Anpassung und Vervielfältigung aller elektronisch für die Kampagne bereitgestellten Materialien innerhalb Ihrer Gemeinde sowie Beratung zum Material per E-Mail und über eine gesonderte Servicerufnummer (für den verantwortlichen Leiter der Kampagne; ab dem Zeitpunkt der Anmeldung bis 3 Monate nach Abschluss der Kampagne). Zusätzlich erhalten Sie ein Materialpaket, das jeweils ein Exemplar aller der Materialien enthält, die Sie im Rahmen der Kampagne bestellen können. Weitere Informationen finden Sie auf der nächsten Seite (einfach die Überschrift dieses Absatzes anklicken).


Eigentlich wundert es mich eher, dass eine solche Analyse erst jetzt erscheint.

Lutz

PS: Für alle ist dieser Betanienartikel verfügbar:
http://www.betanien.de/verlag/material/lucado-kurz.pdf

Oliver
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Beitragvon Oliver » 19.03.2010 01:36

Wenn Autoren so stark verkaufte Bücher schreiben und diese in unseren Kreisen auftauchen, dann sollte man immer darauf achthaben, was für einen Einfluss sie ausüben. Und wenn man dann grössere Abweichungen von der Lehre der Schrift feststellt, ist es immer richtig sich an die Öffentlichkeit zu wenden.
Insofern bedeutet die obige Frage nichts anderes als zu fragen,ob solche vorliegen oder nicht.

Servant
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Beitragvon Servant » 19.03.2010 20:45

Hallo,

ich habe mir hier auch mal die Postings durchgelesen, da mich das Thema allgemein Interessiert, gerade im Blick auf den heutigen "Zeitgeist" - wo stehen wir "Christen" heute und wie reagieren wir heute im Blick auf diese Zerfallserscheinungen. (Natürlich kann das nur auf der Grundlage der heiligen Schrift geschehen)

Was ist die Ursache für die Annahme solcher Literatur ?

Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis; denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will ich auch dich verwerfen, daß du nicht mehr mein Priester seist; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deine Kinder vergessen!
Hosea 4,6

Aus mangle an Erkenntnis Gottes und SEINES Evangeliums !

Diese Literarischen Werke, so auch dieses Buch von M.L kommen ja auch in einer Zeit in dem der Boden dafür schon lange vorbereitet wurde, also im Blick auf das Wesen dieser Literatur, und dazu tragen sicher auch Menschen wie ein "Rick Warren" oder auch ein "Mclarren" bei und viele andere Gruppen und Bewegungen die ähnliche Ziele verfolgen - den Boden vorzubereiten für das Unkraut dieser Welt.

Aushöhlen, umgraben, untergraben, um-deuten des Evangeliums Jesu Christi... dem MUß man entgegen treten und Einhalt gebieten!

Ich habe mir auch Gedanken darüber gemacht wie es sein konnte das so ein Buch wie z.B. "die Hütte" überhaupt Eingang in den Evangelikale Buchhandel nehmen konnten, obwohl es ganz klar gegen das Evangelium Jesu Christi gerichtet ist. Auch die Volxbibel, solche Literatur spiegelt ja etwas von diesem geistigen Verfall und der Degeneration der Menschen und ihres Glaubens an das offenbarte Wort Gottes wieder.

So wundert mich also auch nicht einen weiteren Autor zu finden, "Max Lucado", der ebenso wie seine Kollegen fleißig dabei ist an den Wurzeln der Wein ranken zu Fressen. Wir müssen den Fuchsen im Weinberg Einhalt gebieten und ihnen gehörig auf die Pfoten klopfen und ihnen einen Tritt verpassen!

Lutz hat geschrieben:Bleiben solche konkreten Auseinandersetzungen aus, dann wird ein Schweigen zumeist als Zustimmung oder „nicht so wichtig“ aufgefasst.


- kaum eine Handvoll von Menschen würde sie daran hindern, das scheint heute allgemein so gehandhabt zu werden. Doch ich Hoffe inständig das sich das ändern wird. Denn Lutz, ich denke das das Schweigen nur als Zustimmung gedeutet wird, wie denn sonst ? Wie hätte es sonst so weit kommen können das wir uns nun mit solch Literatur herum Quälen müssen ?

Liebe Grüße,
Servant

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Beitragvon Servant » 15.04.2010 21:05

Hallo,

ich habe mir das Buch gekauft, ("Max Lucado - Verstehen") habe es gelesen und muss sagen das es sehr Aufklärend ist und mich auch dazu Angeregt hat mich intensiver mit dieser Thematik auseinander zu setzen - besonders im Blick auf den Verfasser - "Max Lucado".

Wir haben im Moment ja eine regelrechte schwemme von Büchern die sich als Transportmittel für eines "anderen Evangeliums" entpuppen.

Es wird im Buch von Thorsten Brenscheidt sehr gut veranschaulicht wo dieses falsche Evangelium zu Tage tritt, sichtbar wird !

Ein Punkt wäre sicher Kapitel 8, beginnend auch Seite 52 - "Ihr werdet sein wie Gott"

Lucardo vermittelt dem Leser folgendes:

"Sie besitzen einen göttlichen Funken. Ihnen gilt ein außergewöhnlicher Ruf zu einem außergewöhnlichen Leben. (Ganz du selbst!, S. 14)

"... kein Ding kann ohne einen göttlichen Funken bestehen, und diesen Funken kann jeder zu jeder Zeit und durch jede, auch die gewöhnlichste Handlung entdecken und erlösen, wenn er sie nur in Reinheit, ganz auf Gott gerichtet und gesammelt, vollbringt. (Ebd., S. 221)

Kennen wir diese Aussagen nicht schon - Das Märchen von dem göttlichen Funken ?

Das Geistige Programm für "das Jahr der Stille 2010" - Mystizismus

Solche Bücher, und Aktionen, bereiten den Boden für den Abfall von Gott !

Auch wird deutlich das "Lucardo" ein ganz falsches Bild von Gott Zeichnet - ich denke da an die Behauptung - "Gott Glaubt an dich" - hat man schon mal so ein Blödsinn gehört ?

Also ich habe das Buch von "T. B." mit Gewinn gelesen - und sollte mir mal jemand irgendwann ein Buch von M. Lucado schenken, dann werde ich es mit guten gewissen in die Altpapiertonne geben.

Liebe Grüße,
Servant

Servant
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Beitragvon Servant » 06.05.2010 21:22

Eine Schwester im Herrn hatte eine sehr Informative PDF gefunden welche sicher sehr hilfreich ist um zu erkennen das Max Lucardo ebenfalls nur eine Spielfigur in den Händen Schullers ist - für die Vision - "Alles ist Eins"

Hier die PDF von "Schullers Stunde der Kraft"

Morgenrot
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Beitragvon Morgenrot » 01.08.2010 12:02

Ich besitze eine Reihe Bücher von Max Lucado. Jedes einzelne für sich hat mich sehr bereichert, deshalb verstehe ich nicht, was jetzt diese Kontra-Aktion soll.
Auch ist der Bezug zu Schuller wenig transparent. Was also soll das?
Ich halte nicht dafür, dass Max Lucado ein "anderes Evangelium" predigt. Ein "anderes Evangelium" haben die werten Brüder meiner ehemaligen Gemeinde gepredigt, die mir mit der Bibel in der Hand die kleinsten Dinge verboten haben - Einmischung pur bis in meine beruflichen Angelegenheiten (ja, muss man sich mal vorstellen!! $:? )

Erst durch Max Lucado habe ich erfahren, dass Gott mich liebt, dass ich als Mensch auch dann einen Wert habe, wenn ich gesündigt habe. Aber anscheinend versteht das keiner, der Max Lucado nun absaut. Wie krank ist das eigentlich?

"Wenn man einem Hund schmeißen will, dann findet man auch einen Stein" - altes Ruhrgebietssprichwort! Hier muss Max Lucado als Hund herhalten.

Schönes Leben noch!

ewigesleben
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Beitragvon ewigesleben » 01.08.2010 12:22

@Morgenrot:
Wie gut, dass ich keinen Max Lucado brauche um zu wissen, dass Gott mich auch als Sünder liebt! Das sagt mir Gott nämlich ganz direkt in Seinem Wort :-)
»Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?«
(1.Kor.15,54-55)

lutz
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Beitragvon lutz » 01.08.2010 19:17

Morgenrot hat geschrieben:Ich halte nicht dafür, dass Max Lucado ein "anderes Evangelium" predigt.


http://www.betanien.de/verlag/material/lucado-kurz.pdf
„Bei näherem Hinsehen erscheint jedoch einiges Befremdlich. So sei Gottes Motiv zur Errettung des
Menschen nicht nur seine Liebe. Nach Lucado glaubt Gott an ihn, respektiert, achtet und ehrt ihn.6
Zudem spekuliert Lucado, dass im Himmel der Herr Jesus folgendes sagt: ‚Ich bin so stolz, dass du
dich von mir gebrauchen ließest. Wegen dir sind andere heute hier.“7 Die Ehre gebührt jedoch nicht
dem Menschen, sondern allein Gott, zumal alle gute Taten auch von ihm bewirkt sind (Eph. 2, 8-10).
Nach Lucado dachte Gott bei der Schaffung des Menschen: „Doch dieser wird sein wie ich.“8 Die
Folge: „Der Schöpfer hatte nicht ein Geschöpf, sondern einen anderen Schöpfer geschaffen.“9
Und durch eine weitere Geschichte suggeriert Lucado folgerichtig Selbstannahme:
„Kein Wunder, dass der Himmel Beifall klatscht, wenn Sie aufwachen. Ein Meisterwerk ist
aufgestanden. ‚Pst’, flüstern die Sterne. ‚Wie großartig dieses Kind ist.’ ‚Oh’, hauchen die Engel. ‚Was
für ein Wunderwerk Gott geschaffen hat!’ Während Sie also stöhnen, ist die Ewigkeit fast sprachlos
vor Staunen. Während Sie stolpern, sind die Engel hingerissen. Was Sie im Spiegel als morgendliche
Katastrophe sehen, ist in Wirklichkeit ein morgendliches Wunder. Heiligkeit im Bademantel.“10
Während bei Lucado Gott begeistert und stolz auf den Menschen ist, stellt die Bibel dessen
Erbärmlichkeit und Sündhaftigkeit sowie dessen Abhängigkeit von Gottes unverdienter Gnade dar
(Jes. 6, 5-7; Offb. 1, 17).“


Das Buch ist mitnichten eine undifferenzierte Darstellung, mit der man sich nicht ein eigenes Bild machen kann.
In diesem Buch wird viel mit Zitaten von Lucado gearbeitet.

Dass Lucados Botschaft willige Hörer findet, ist nicht ungewöhnlich – wer möchte nicht mehr über seine eigene Anerkennung, seinen eigenen Wert hören, wer möchte nicht hören, dass der „Vater“ stolz auf sein Kind ist, dass Gott an ihn glaubt, dass Gott ihm vertraut …
Das Menschenbild, das Gottes Wort lehrt – lässt aber diese Seifenblase schnell platzen.
Gottes Liebe erfährt man nicht auf der Basis von „Gott ist stolz auf mich“, „Gott glaubt an mich“, …
„Darin ist die Liebe Gottes unter uns erschienen, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt hätten, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühne für unsere Sünden.“ (1. Johannes 4, 9. 10)
Es gibt nichts worauf dieses „Gott ist stolz auf mich“ fußen könnte, es gibt nichts worauf dieses „Gott glaubt an mich“ fußen könnte ….
Selbst für den Gläubigen trifft dies nicht zu: „Durch Gottes Gnade aber bin ich, was ich bin. …“ (1. Kor. 15, 10)

Wer meint sich durch seine Taten die Liebe Gottes verdienen zu müssen – ist arm dran.
Die Lösung ist hier aber nicht eine Hinwendung zur Vorstellung „Gott wäre auf den Menschen stolz“ – sondern eine Hinwendung zur Barmherzigkeit und Gnade Gottes – sprich zum Kreuz Christi.
Das sind zwei gegensätzliche Wege und somit können beide Wege nicht in dem einen Evangelium enthalten sein.
Ein Evangelium, welches von der Würdigkeit der Menschen spricht, ist nicht das Evangelium über den Sohn Gottes wie es bspw. Paulus im Römerbrief darlegt.
Und es gibt nur ein Evangelium, welches von Gott selbst autorisiert ist.
Ein falsches Evangelium ist niemals „ … eine Kraft Gottes … zur Rettung für jeden, der glaubt, ….“ (Römer 1, 16).
Ein falsches Evangelium kann in trügerische Sicherheit wiegen, kann machen, dass man sich heute besser fühlt als gestern – aber für die Ewigkeit hat es fatale Auswirkungen und darum geht es letztlich.

Lutz

Silke
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Beitragvon Silke » 01.08.2010 22:54

Morgenrot hat geschrieben:Ein "anderes Evangelium" haben die werten Brüder meiner ehemaligen Gemeinde gepredigt, die mir mit der Bibel in der Hand die kleinsten Dinge verboten haben - Einmischung pur bis in meine beruflichen Angelegenheiten (ja, muss man sich mal vorstellen!! $:? )


Hallo Morgenrot,

darf ich fragen, um was es ging, als die Brüder sich in deine beruflichen Angelegenheiten eingemischt haben?
Ich denke, es gibt durchaus Gründe, ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen, die ein Eingreifen der Ältesten erfordern. Man kann vielleicht auch die Sorge und Fürsorge dahinter sehen (muss man im Einzelfall betrachten).

Mich würde auch noch interessieren, inwiefern die Brüder dadurch ein anderes Evangelium gepredigt haben? Ich bekomm das grad nicht zusammen...?

Herzliche Grüße
Silke
so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! (2Kor 5,20)

Servant
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Beitragvon Servant » 03.08.2010 18:40

Hallo "Morgenrot",

ich kann dich sehr gut verstehen, der Inhalt der Bücher spricht das Herz des Menschen sehr an - jedoch auf einer ebene die weit am Kern der Wahrheit des Evangeliums vorbei führt und das wurde ja auch deutlich gemacht.

[später noch zugefügt von mir]
Es gibt aussagen die stimmen - jedoch gibt es vieles was eben nicht mehr im Einklang mit dem Wort Gottes ist und seinem Wort entgegensteht - und wo das so ist können wir es nicht gut heißen, aus liebe zu unserem Herrn und aus liebe zu SEinem Evangelium!!!

Man muss beginnen die Bücher beim lesen zu entkernen, sozusagen ihr Gerüst frei zu legen - Was vermittelt mir das Buch, in welche Richtung weist das gelesene und stimmt es mit dem überein was Jesus Christus mir in seinem Wort sagt - der Herr Jesus sagt uns an vielen Stellen des Wortes : Seid Wachsam und Prüft - wir werden aufgefordert zu Prüfen was wir hören, oder lesen um zu erkennen ob das was man uns sagt der Wahrheit entspricht, oder nicht.

Tatsache ist "Gott" Glaubt nicht an den Menschen - du musst das Wissen wenn du IHM, Jesus Christus, Glaubst und seine Worte darüber kennst.
M.L. behauptet etwas anderes und verdreht die Botschaft Jesu an uns und nicht nur hier - es wurden weitere Beweise angeführt die uns deutlich zeigen das wir hier sozusagen "hinters Licht" geführt werden sollen.

Schau dir an wie subtil die Verführung ist - sie führt den Menschen in einer für ihn angenehme Weise letztlich nur zu sich selbst, aber nicht zum Herrn Jesus Christus und zu dem was ER uns SAGT. M. L. schreibt Schmeichlerische Worte die sicher Balsam für so manchen Menschen sind, der in einer Angespannten Situation steht - Stress mit der Familie, Probleme mit den verwirklichen eigener Ziele, Sorgen des Alltags, angeknackstes EGO und andere Problemchen unseres eigenen Herzens -doch das was Jesus Christus uns sagt ist etwas ganz anderes und auch das Ziel ist ein ganz anderes ! Es geht nicht um uns, sondern um IHN auf IHN. Jesus Christus sollen wir hören, und IHM sollen wir folgen.

Lutz hat geschrieben:Ein falsches Evangelium kann in trügerische Sicherheit wiegen, kann machen, dass man sich heute besser fühlt als gestern – aber für die Ewigkeit hat es fatale Auswirkungen und darum geht es letztlich.


Ja, genau so ist es.


Ich möchte dich einfach bitten das noch mal zu überdenken, ich möchte es dir einfach ans Herz legen, mehr nicht.

Lass dich nicht durch den Betrug der Welt verführen.

Gute Wünsche,
Servant
Zuletzt geändert von Servant am 03.08.2010 21:01, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitragvon Servant » 03.08.2010 20:47

Nochmal "Morgenrot"

Morgenrot hat geschrieben:Erst durch Max Lucado habe ich erfahren, dass Gott mich liebt, dass ich als Mensch auch dann einen Wert habe, wenn ich gesündigt habe. Aber anscheinend versteht das keiner, der Max Lucado nun absaut. Wie krank ist das eigentlich?


Auch der Papst würde dir sagen wie sehr Gott dich liebt :), nur schau wo hin sie dich führen - Weg vom Weg, Weg von der Wahrheit, Weg vom leben - letztlich Weg von Jesus Christus - der dich liebt und alles für dich gegeben hat damit du nicht verloren gehst. Glaube IHM.

Keiner hat M.L. "abgesaut" dafür hat er selbst gesorgt! Hier wurde nur darauf Hingewiesen was er selber sagt - Das Wort Gottes, unser Herr Jesus Christus sagt aber etwas anderes und auf IHN sollen wir hören!

Gute Wünsche,
Servant

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Beitragvon Servant » 03.08.2010 21:31

Ich habe noch ein Lesetipp für dich "Morgenrot":

von William MacDonald

In diesem Buch behandelt MacDonald zwei äußerst wichtige Disziplinen des geistlichen Wachstums. Im ersten Teil geht es um die Notwendigkeit und den Wert geistlicher Zerbrochenheit und ihre segensreichen Auswirkungen auf das persönliche Leben sowie auf die Familie und die Gemeinde. Im zweiten Teil (»Wie ein Mensch denkt«) macht der Autor deutlich, dass die Kontrolle des Gedankenlebens eine der wichtigsten Disziplinen ist, in welcher sich jeder Christ üben muss, wenn sein Leben zur Verherrlichung Gottes dienen soll.
Zuletzt geändert von Servant am 22.10.2010 22:03, insgesamt 1-mal geändert.


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