Manna für den Morgen/Impulse für den Tag

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Joschie
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1. Kor. 15, 40.

Beitragvon Joschie » 13.12.2008 09:34

C.O.Rosenius Es gibt himmlische Körper und irdische Körper. Aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. 1. Kor. 15, 40.

Betrachte den unendlichen Reichtum an Abwechslung in der Schöpfung Gottes! Da schon ein großer Unterschied zwischen den irdischen Körpern untereinander ist, wieviel größer muß der Unterschied zwischen den irdischen und den himmlischen sein - zwischen Baum, Stein, Metallen usw. auf der einen und dagegen den Urstoffen der Sonne, des Mondes und der Sterne auf der anderen Seite. Auch zwischen diesen himmlischen Körpern untereinander ist ein großer Unterschied: ,,Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern übertrifft den anderen an Klarheit." Bedenke einmal, so will der Apostel sagen, welch eine Mannigfaltigkeit in der Schöpfung Gottes ist! Befürchte darum auch nicht, ,,du Narr", daß Gott darüber verlegen werden würde, welche Leiber Er uns in der Auferstehung geben soll! Unsere neuen Leiber, welche Eigenschaften sie im übrigen auch immer haben werden, werden sicherlich für die neue Welt, in die wir versetzt werden, und für die Fähigkeiten, die unsere Seelen dort haben werden, vollkommen passen. Gleichwie unsere gegenwärtigen Leiber nach den Seeleneigenschaften, die wir jetzt besitzen, und für die Welt, in der wir jetzt leben, geschaffen sind. Auch die Körper aller Tiere sind nach den Instinkten und Naturtrieben, die Gott ihnen gegeben hat, und nach dem Element, in welchem sie leben sollen, geformt, wie z. B. die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, die Tiere auf oder in der Erde. So wird auch unser neuer Leib der ihm zugedachten Bestimmung zugeführt werden.

Wir können es mit Augen sehen: Wenn ein lebendiges Wesen in ein neues Element versetzt werden soll, um in diesem gleichsam eine neue Welt anzufangen, erhält es seiner neuen Bestimmung gemäß auch einen neuen Körper. So wird z. B. der Seidenwurm, wenn er nicht mehr im Maulbeerbaume arbeiten, sondern die Freiheit und die Annehmlichkeit haben soll, im weiten Raume umherzuschweben, seiner neuen Bestimmung und seinem neuen Element gemäß mit einem neuen beflügelten Leib ausgerüstet. Wir wissen, daß alle Schmetterlinge zuerst Raupen waren, die unten im Staube krochen, jetzt aber in der Luft umherflattern. Darin zeigt der Schöpfer uns ein bemerkenswertes Bild der Menschen, ,,dieser Maden" und ihrer zukünftigen Verwandlung. Laßt uns deshalb dieses Bild noch etwas besser betrachten!

Die Raupen sind ein besonders zartes Geschlecht unter den lebendigen Wesen. Obwohl die Seidenraupe, die die schöne starke Seide für die Menschen verarbeitet, etwas edler als die Kohlraupen und andere Blattraupen zu sein scheint, so sind doch alle elende, kriechende Geschöpfe auf Erden. Gerade diesen aber hat Gott eine liebliche Zukunft, eine merkwürdige Verwandlung bereitet. Wenn die Arbeitszeit der Seidenraupe vollendet ist, wenn die Kohlraupe nicht länger im Staube kriechen soll, dann werden sie in eine Art Sarg gelegt, eine kleine schwarze Schale bildet sich um sie herum, und darin liegen sie dann den Winter über im Schlaf. Wenn im Frühling des neuen Jahres die Sonne anfängt, die erstarrte Natur zum Leben zu erwecken, kommt die ehemalige Raupe in einer neuen Gestalt hervor, um eine neue Welt einzunehmen. Jetzt soll sie nicht mehr im Staube oder an dem groben Kohlblatt herumkriechen, sondern sie soll sich jetzt im Freien, in der feinen Luft und im fröhlichen Sonnenschein belustigen und zu ihrer Nahrung nur das Feinste aus den Blumen holen. Darum hat sie jetzt so schöne, leichte, goldene Flügel, mit denen sie umherflattert.

Wer erkennt hier nicht die Sprache unseres Vaters! Wer sieht nicht, daß Er uns abermals ein Bild gegeben hat, aus dem wir Seine Gedanken und Seine Absicht mit uns sehen sollen Wir sind zwar hier auf Erden elende Raupen und kriechende Wesen, aber doch für ein ganz anderes Leben erschaffen; wir gehen einer großen Verwandlung entgegen. Wenn unsere Probezeit vollendet ist, wir also nicht mehr im Staube kriechen sollen, dann werden wir, so viele unter uns ein Geist mit dem geworden sind, der vom Himmel kam, auch von Ihm in eine neue Welt versetzt werden, wo wir herrlich und selig im ewigen Sonnenschein des Beschauens Seines gnadenvollen Antlitzes uns belustigen und mit neuen, verklärten Kräften freudetrunken von Seiner dann entschleierten Weisheit, Liebe und Gnade trinken werden.

Wir sind dazu bestimmt, in eine neue Welt zu ziehen, eine viel vollkommenere und herrlichere Welt als diese gefallene, verunstaltete, in der wir jetzt wohnen, eine Welt, ,,da der Tod nicht mehr sein wird, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen". ,,Und der Thron Gottes und des Lammes wird darin sein; und seine Knechte werden Ihm dienen und Sein Angesicht sehen." Deshalb erhalten wir neue Leiber. Wir verbleiben nicht immer körperlose Geister (wie wir es in dem Zwischenraum von unserem Tod an bis zum Jüngsten Gericht sind). In dieser neuen Welt wird Gott, der in Seinen Werken nie abwärtsgeht, sondern sie immer höher und höher bis zur Vollkommenheit bringt, uns gewiß ein viel ehrenvolleres Schauspiel Seiner Weisheit, Seiner Güte und Macht bereiten, als Er es in dieser gegenwärtigen argen Welt getan hat. Darum ist es notwendig, daß wir dann Leiber mit solchen Sinnen haben, die für jene Welt passen und uns befähigen, mit ihr vereinigt zu sein und die vollkommene Erkenntnis, die wir von unserem herrlichen Schöpfer erhalten werden, zu fassen, zu genießen und anzunehmen. Denn dann werden ,,Sein unsichtbares Wesen, Seine ewige Kraft und Gottheit recht an den Werken wahrgenommen werden," die dort so viel vollkommener und größer sind als in dieser Welt, die von der Sünde verdunkelt und entstellt ist.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon Joschie » 14.12.2008 08:47

C.H.Spurgeon ,,Der letzte Adam." 1 Kor. 15, 45.


Jesus ist das Bundeshaupt seiner Auserwählten. Gleichwie jeder Erbe des Fleisches und Blutes persönlich teil hat an Adam, als an dem Bundeshaupt und Stellvertreter des Menschengeschlechts nach seiner Stellung zum Gesetz der Werke: so ist jede erlöste Seele unter dem Gesetz der Gnade eins mit dem Herrn, der vom Himmel gekommen ist, welcher ist der zweite Adam, der leidende Stellvertreter und Fürsprecher der Auserwählten in dem neuen Bund der Liebe. Der Apostel Paulus erklärt, daß Levi noch verborgen war in Abraham, als Melchisedek ihm begegnete; und so ist's eine gewisse Wahrheit, daß jeder Gläubige verborgen war in Christo Jesu, dem Mittler, da vor dieser Zeit in den Tagen vergangener Ewigkeiten die Bundes-Satzungen der Gnade festgestellt, gut geheißen und für alle Ewigkeit bestätigt wurden. Darum hat Christus alles, was Er getan hat, vollbracht für den ganzen Leib seiner Gemeinde. Wir sind in Ihm gekreuzigt und mit Ihm begraben, und, wunderbarer noch, wir sind auch mit Ihm auferwecket, und mit Ihm aufgefahren zu den Thronen in der Höhe. So hat die Gemeinde das Gesetz erfüllt, und ,,ist angenehm gemacht in dem Geliebten." So schaut der gerechte Jehovah mit Wohlgefallen auf sie herab, denn Er sieht in ihr Jesum, und Er schaut sie nicht anders an als verbunden mit ihrem Bundeshaupt. Als der gesalbte Erlöser Israels hat der Herr Jesus Christus nichts, was Ihn von seiner Gemeinde schiede, sondern alles, was Er besitzt, besitzt Er für sie und um ihretwillen. Adams Gerechtigkeit gehörte uns zu, solange er darin verharrte, und seine Sünde ward unsre Sünde in dem Augenblick, da er sie beging; und ganz ebenso gehört alles, was der ,,letzte Adam" ist oder tut, vollkommen uns zu wie Ihm selber, weil wir sehen, daß Er uns vertritt. Hier ist der Grundstein unsres Gnadenbundes. Diese gnädige Stellvertretung, welche Justin, den Märtyrer, zu dem Ausruf bewog: ,,O selige Veränderung, o selige Umwandlung!" ist die Grundlage des Evangeliums von unsrer Erlösung, und wird aufgenommen mit starkem Glauben und entzückender Freude. ,,In Jesu liegt der Gnade Grund, Da nimmt der Glaube teil; Mein Heiland, an dem Kreuz verwund't, Macht meine Seele heil."
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1 Kor. 15, 48.

Beitragvon Joschie » 15.12.2008 07:20

C.H.Spurgeon ,,Welcherlei der Himmlische ist, solcherlei sind auch die Himmlischen." 1 Kor. 15, 48.


Haupt und Glieder sind derselben Natur teilhaftig, und gleichen nicht jenem großen und schrecklichen Bilde, das Nebukadnezar in seinem Traume erblickte. Das Haupt war von feinem Gold, seine Brust und Arme waren von Silber, aber sein Bauch und seine Lenden waren von Erz, seine Schenkel waren Eisen, und seine Füße waren einesteils Eisen und einesteils Ton. Christi geistlicher Leib ist keine widersinnige Zusammensetzung aus entgegengesetzten Bestandteilen; die Glieder waren sterblich, und darum mußte auch Christus sterben; das verklärte Haupt ist unsterblich, und darum ist auch der Leib unsterblich, denn also stehet geschrieben: ,,Ich lebe, und ihr sollt auch leben." Gleichwie unser liebendes Haupt ist, so ist auch der Leib und jedes Glied insbesondere. Ein auserwähltes Haupt und auserwählte Glieder; ein angenehmes Haupt und angenehme Glieder; ein lebendiges Haupt und lebendige Glieder. Ist das Haupt lauteres Gold, so sind auch alle Teile des Leibes von lauterem Golde. So besteht also eine doppelte Vereinigung der Naturen als Grundlage für die innigste Gemeinschaft im Umgang. Halte hier still, andächtiger Leser, und siehe, ob du ohne entzückendes Staunen kannst die unendliche Herablassung des Sohnes Gottes betrachten, der deine Niedrigkeit und dein Elend zu solch seliger Vereinigung mit seiner Herrlichkeit erhöhet hat. Du bist so verächtlich und niedrig, daß du, eingedenk deiner Sterblichkeit, mußt zur Verwesung sprechen: ,,Du bist mein Vater," und zum Wurm: ,,Du bist mein Bruder;" und dennoch bist du in Christo so hoch geachtet, daß du zum Allmächtigen sagen kannst: ,,Abba, lieber Vater;" und zum fleischgewordenen Gott: ,,Mein Bruder und mein Bräutigam." Wahrlich, wenn die Verwandtschaft mit alten und edlen Familien die Menschen stolz machen kann, daß sie sich für etwas Großes halten, so haben wir Grund, uns zu rühmen, mehr denn alle hohen Häupter. Der ärmste und verachtetste Gläubige soll an diesem Vorrecht festhalten; durch keinen gefühllosen Stumpfsinn lasse er sich verführen, seinen Stammbaum zu vernachlässigen, noch lasse er in törichter Anhänglichkeit an die Eitelkeiten dieser Zeit seine Gedanken gefangen nehmen, bis daß er von diesen herrlichen Vorrechten, von dieser himmlischen Ehre der Vereinigung mit Christo ausgeschlossen sein wird.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Kor. 15, 49.

Beitragvon Joschie » 16.12.2008 09:29

C.O.Rosenius Wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. 1. Kor. 15, 49.


Hier ist eine Verkündigung, bei der wir Gott ernstlich um die Gnade zum Glauben und um geöffnete Sinne anflehen müssen. Höre! ,,Wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen." Glaubst du das? Daß wir das Bild des Irdischen (Adam) tragen, das fühlen wir in allen unseren Gliedern und Sinnen mehr, als uns lieb ist. Glaubst du aber auch ebenso gewiß, daß wir einst das Bild des Himmlischen tragen werden, die wir mit Ihm vereinigt sind? Adam und Christus sind gleichsam die zwei großen Modelle, nach denen unsere beiden Zeitperioden geformt werden sollen, die eine Zeitperiode, nämlich die des Erdenlebens, nach Adam, nach dem Bild des Irdischen; die andere Zeitperiode, die der Ewigkeit, nach Christus, nach dem Bild des Himmlischen. Ebenso gewiß, wie wir hier das Bild des Irdischen mit allem Elend, das dazu gehört, getragen haben, werden wir auch das Bild Jesu mit all der Herrlichkeit, die dazu gehört, tragen. Glaubst du, daß für alle, die in Christus sind, dieses zu seiner Zeit ebenso gewiß wie eine bestimmte Ordnung der Natur, wie der Tag auf die Nacht oder der liebliche Sommer auf den kalten Winter folgt? O, ist das wahr? Gelobt und gepriesen sei der Name des Herrn!

Das Bild des Irdischen erkennen wir aus unserem ganzen Wesen. ,,Adam zeugte Kinder, die seinem Bild ähnlich waren." Hier redet der Apostel von den Leibern. Dem Leibe nach tragen wir das Bild Adams in all den Eigenschaften, die der Apostel (Vers 24-45) aufgezählt hatte, so z. B. daß er ,,in Unehre", ,,in Schwachheit" und ,,verweslich", kurz, ein ,,natürlicher Leib" ist, der mit irdischen Nahrungsmitteln aus dem Pflanzen- und Tierreiche unterhalten werden und schließlich selbst zu Erde werden muß. Außerdem gehört zum Bild des Irdischen auch eine Kette alles Jammers, aller Sünde, Not und Sorge, eine Kette von Sünden und Widerwärtigkeiten aller Art. Unser ganzes Wesen ist gleichsam aus Sünden zusammengesetzt, so z. B. aus Verachtung Gottes, Abgötterei, Sicherheit, Härte, Eigenliebe, Hochmut, Heuchelei, Lügenhaftigkeit, aus Zorn, Haß, Neid, bösem Argwohn, unreinen Lüsten, Geiz, Eigennutz und dergl. mehr. Jesus sagt dazu: ,,Aus dem Herzen der Menschen gehen heraus böse Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart, Unvernunft." Dies ist das Bild Adams, soweit es die Sünde betrifft. Daraus aber folgen sodann aller Fluch und Jammer auf Erden, nämlich ein unruhiges Herz, ein böses Gewissen, Sorge, Ärgernisse, Kummer, Unsicherheit, Furcht, Argwohn, Krankheit, Schmerzen, Armut, die feurigen Pfeile des Satans und endlich der Tod und die Vergänglichkeit. Man mag wollen oder nicht, man muß doch - gleichsam mit diesen Überresten Adams umkleidet - wie durch einen dichten Dornenwald gehen, wo man beständig verwundet wird und blutet.

Ach, ermüdet nicht, ihr Gotteskinder! Werdet nicht ungeduldig! Dies ist nur eine schwere Wegstrecke; es kommt hernach eine andere Zeit, so wahr Gott den Menschen nicht nur zum Leiden erschaffen hat. ,,Wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen", und ,,das Bild des Himmlischen" ist in allen Stücken dem Irdischen entgegengesetzt. Zur Ähnlichkeit des Bildes Jesu gehört zunächst ,,ein geistlicher Leib", der dem verklärten Leibe Christi ähnlich ist. Anstatt der Unehre erhalten wir eine ewige, himmlische Ehre und Herrlichkeit; anstatt der Schwachheit, Gebrechlichkeit und Krankheit eine ewige Gesundheit, Stärke und Behaglichkeit. Anstatt der Sorge, Furcht, Qual und Unsicherheit finden wir eine ewige Freude, Seligkeit und Sicherheit, ,,ein liebliches Wesen zur Rechten Gottes ewiglich", und eine unendliche Quelle hoher, himmlischer Ergötzungen. Und vor allem anderen gibt es dort anstatt unserer unendlichen, peinigenden Sündigkeit eine ewige, unerschütterliche Heiligkeit, Liebe und Reinheit, so daß wir Gott dort so vollkommen und brennend und mit einer solchen Seligkeit werden lieben können, wie wir es in unserem gegenwärtigen Zustand nie zu fassen vermögen. Wer jemals in der ersten Zeit mit dem Heiland etwas von den Kräften der zukünftigen Welt, etwas Überschwengliches von der Lieblichkeit des Herrn geschmeckt hat, der muß bekennen: Wenn diese Erfahrung ewig gedauert hätte, wäre es schon ein Himmel und eine Seligkeit gewesen. In dieser vollkommenen Liebe zu Gott, die die Summe des Bildes Christi ist, liegt die höchste Seligkeit. Und bedenke ferner: Wir sollen in jeder Hinsicht von allem Bösen frei sein, uns ganz heilig und rein wie ein Engel Gottes fühlen, in allem vollkommen sein, was wir hier wollten und wonach wir uns hier sehnten, es aber nicht erreichten. Wir sollten uns nie mehr vor etwas Bösem oder Gefährlichem fürchten, sondern in der Gemeinschaft des verklärten Heilandes und in den wunderbaren Geheimnissen Gottes eine ewige Sicherheit und Ruhe haben. Zu einem solchen Leben ist das wundersame Wesen, der Mensch, eigentlich erschaffen. Nichts anderes lag in dem Liebesplan Gottes, als Er ein Geschlecht erschuf, das Seinem Bild gleich sein sollte, - dem Bild dessen, der der Gott aller Seligkeit ist, und der alle Seligkeit ebenso leicht schaffen konnte, wie Er die Wassermassen des unermeßlichen Meeres schuf.

Was hier kränkelt, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich geh'n; Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd' ich auferstehen; Dann wird Schwachheit und Verdruß Liegen unter meinem Fuß.

Hier ist eine Verkündigung, bei der wir Gott ernstlich um die Gnade zum Glauben und um geöffnete Sinne anflehen müssen. Höre! ,,Wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen." Glaubst du das? Daß wir das Bild des Irdischen (Adam) tragen, das fühlen wir in allen unseren Gliedern und Sinnen mehr, als uns lieb ist. Glaubst du aber auch ebenso gewiß, daß wir einst das Bild des Himmlischen tragen werden, die wir mit Ihm vereinigt sind? Adam und Christus sind gleichsam die zwei großen Modelle, nach denen unsere beiden Zeitperioden geformt werden sollen, die eine Zeitperiode, nämlich die des Erdenlebens, nach Adam, nach dem Bild des Irdischen; die andere Zeitperiode, die der Ewigkeit, nach Christus, nach dem Bild des Himmlischen. Ebenso gewiß, wie wir hier das Bild des Irdischen mit allem Elend, das dazu gehört, getragen haben, werden wir auch das Bild Jesu mit all der Herrlichkeit, die dazu gehört, tragen. Glaubst du, daß für alle, die in Christus sind, dieses zu seiner Zeit ebenso gewiß wie eine bestimmte Ordnung der Natur, wie der Tag auf die Nacht oder der liebliche Sommer auf den kalten Winter folgt? O, ist das wahr? Gelobt und gepriesen sei der Name des Herrn!

Das Bild des Irdischen erkennen wir aus unserem ganzen Wesen. ,,Adam zeugte Kinder, die seinem Bild ähnlich waren." Hier redet der Apostel von den Leibern. Dem Leibe nach tragen wir das Bild Adams in all den Eigenschaften, die der Apostel (Vers 24-45) aufgezählt hatte, so z. B. daß er ,,in Unehre", ,,in Schwachheit" und ,,verweslich", kurz, ein ,,natürlicher Leib" ist, der mit irdischen Nahrungsmitteln aus dem Pflanzen- und Tierreiche unterhalten werden und schließlich selbst zu Erde werden muß. Außerdem gehört zum Bild des Irdischen auch eine Kette alles Jammers, aller Sünde, Not und Sorge, eine Kette von Sünden und Widerwärtigkeiten aller Art. Unser ganzes Wesen ist gleichsam aus Sünden zusammengesetzt, so z. B. aus Verachtung Gottes, Abgötterei, Sicherheit, Härte, Eigenliebe, Hochmut, Heuchelei, Lügenhaftigkeit, aus Zorn, Haß, Neid, bösem Argwohn, unreinen Lüsten, Geiz, Eigennutz und dergl. mehr. Jesus sagt dazu: ,,Aus dem Herzen der Menschen gehen heraus böse Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord, Dieberei, Geiz, Schalkheit, List, Unzucht, Schalksauge, Gotteslästerung, Hoffart, Unvernunft." Dies ist das Bild Adams, soweit es die Sünde betrifft. Daraus aber folgen sodann aller Fluch und Jammer auf Erden, nämlich ein unruhiges Herz, ein böses Gewissen, Sorge, Ärgernisse, Kummer, Unsicherheit, Furcht, Argwohn, Krankheit, Schmerzen, Armut, die feurigen Pfeile des Satans und endlich der Tod und die Vergänglichkeit. Man mag wollen oder nicht, man muß doch - gleichsam mit diesen Überresten Adams umkleidet - wie durch einen dichten Dornenwald gehen, wo man beständig verwundet wird und blutet.

Ach, ermüdet nicht, ihr Gotteskinder! Werdet nicht ungeduldig! Dies ist nur eine schwere Wegstrecke; es kommt hernach eine andere Zeit, so wahr Gott den Menschen nicht nur zum Leiden erschaffen hat. ,,Wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen", und ,,das Bild des Himmlischen" ist in allen Stücken dem Irdischen entgegengesetzt. Zur Ähnlichkeit des Bildes Jesu gehört zunächst ,,ein geistlicher Leib", der dem verklärten Leibe Christi ähnlich ist. Anstatt der Unehre erhalten wir eine ewige, himmlische Ehre und Herrlichkeit; anstatt der Schwachheit, Gebrechlichkeit und Krankheit eine ewige Gesundheit, Stärke und Behaglichkeit. Anstatt der Sorge, Furcht, Qual und Unsicherheit finden wir eine ewige Freude, Seligkeit und Sicherheit, ,,ein liebliches Wesen zur Rechten Gottes ewiglich", und eine unendliche Quelle hoher, himmlischer Ergötzungen. Und vor allem anderen gibt es dort anstatt unserer unendlichen, peinigenden Sündigkeit eine ewige, unerschütterliche Heiligkeit, Liebe und Reinheit, so daß wir Gott dort so vollkommen und brennend und mit einer solchen Seligkeit werden lieben können, wie wir es in unserem gegenwärtigen Zustand nie zu fassen vermögen. Wer jemals in der ersten Zeit mit dem Heiland etwas von den Kräften der zukünftigen Welt, etwas Überschwengliches von der Lieblichkeit des Herrn geschmeckt hat, der muß bekennen: Wenn diese Erfahrung ewig gedauert hätte, wäre es schon ein Himmel und eine Seligkeit gewesen. In dieser vollkommenen Liebe zu Gott, die die Summe des Bildes Christi ist, liegt die höchste Seligkeit. Und bedenke ferner: Wir sollen in jeder Hinsicht von allem Bösen frei sein, uns ganz heilig und rein wie ein Engel Gottes fühlen, in allem vollkommen sein, was wir hier wollten und wonach wir uns hier sehnten, es aber nicht erreichten. Wir sollten uns nie mehr vor etwas Bösem oder Gefährlichem fürchten, sondern in der Gemeinschaft des verklärten Heilandes und in den wunderbaren Geheimnissen Gottes eine ewige Sicherheit und Ruhe haben. Zu einem solchen Leben ist das wundersame Wesen, der Mensch, eigentlich erschaffen. Nichts anderes lag in dem Liebesplan Gottes, als Er ein Geschlecht erschuf, das Seinem Bild gleich sein sollte, - dem Bild dessen, der der Gott aller Seligkeit ist, und der alle Seligkeit ebenso leicht schaffen konnte, wie Er die Wassermassen des unermeßlichen Meeres schuf.

Was hier kränkelt, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich geh'n; Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd' ich auferstehen; Dann wird Schwachheit und Verdruß Liegen unter meinem Fuß.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Beitragvon Joschie » 17.12.2008 09:10

D.Rappard Der Tod ist verschlungen in den Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? 1. Kor. 15,55.


Heller Osterjubel klingt aus diesem Triumphlied. Schon Jesaja (Kap. 25, 8) und Hosea (Kap. 13, 14) hatten es im prophetischen Geist gesungen. Aber erst als Jesus durch seine glorreiche Auferstehung des Grabes Nacht durchbrach, ist der Sieg zu Tage getreten. Und wenn die Stunde kommt, da Jesus in Herrlichkeit erscheint, wird es in noch vollkommenerer Weise offenbar werden, und der letzte Feind, der Tod, wird unter seinen Füßen liegen.

Aber schon jetzt ist es wahr für den Glauben: das Leben h a t den Tod verschlungen. Schon jetzt heißt es sieghaft: Tod, wo ist dein Stachel? mit der unausgesprochenen Antwort: Er ist fort! Was ist denn der Stachel des Todes? Es ist die Sünde. Ist nun die Sünde hinweggenommen durch das Blut Jesu, so hat der Tod seine Bitterkeit verloren. - Was ist der Skorpion, wenn er keinen Stachel mehr hat? Ein harmloses Geschöpf, vor dem sich niemand zu fürchten braucht.

Darum, o Jesu, Du herrlicher Überwinder, der Du den giftigen Stachel des Todes in Dein eigenes Herz hast dringen lassen, um ihn für die Deinen auf ewig unschädlich zu machen, Dir sage ich Dank! Dir will ich angehören! Dein Leben sei mächtig in mir!

Hast Du den Tod verschlungen, Verschling ihn auch in mir! Wo Du bist durchgedrungen, Da laß mich folgen Dir! Du mächt'ger Sieger in dem Streit, Bring mich mit Dir zur Herrlichkeit!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Kor. 15, 57

Beitragvon Joschie » 18.12.2008 09:11

C.Eichhorn Siegesjubel Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesus Christus! 1. Kor. 15, 57

Nach dem Zusammenhang unseres Wortes handelt es sich zunächst um den Sieg über den Tod. Dem Anschein nach ist er mächtiger als das Leben. Er hat scheinbar das letzte Wort, und doch wird am Ende nicht der Tod, sondern das Leben triumphieren. Dafür bürgt die Auferstehung Jesu Christi. Das Leben ist dennoch stärker als der Tod, sobald wir durch den Glauben mit dem Herrn Jesu verbunden werden. Der Tod muß alle freigeben, die hier schon inneres Leben durch den Herrn Jesus empfangen haben. Ist das nicht eine herrliche, großartige Aussicht? Braucht man da den Tod zu fürchten, wenn er der Durchgang zum Leben ist? - Paulus nennt die Sünde den Stachel des Todes. Durch sie wird der Tod erst gefährlich, wie der Skorpion durch seinen Stachel oder ein Raubtier durch sein Gebiß. Ist die Sünde hinweggenommen, kann der Tod nicht mehr töten. Der Stachel ist ihm genommen. - Jesus gibt Sieg auch über die Sünde. Auch sie scheint mächtiger zu sein als das Gute. Wir bringen sie schon mit auf die Welt. Sie ist uns angeboren und bekommt durch lange Gewohnheit eine furchtbare Macht. Alle unsere guten Vorsätze brechen vor dieser Macht zusammen wie dünne Rohrstäbe. Denken wir an die unheimliche Macht des Alkohols oder der Unzucht! Durch Jesus bekommen wir Sieg über jede Sünde. Er gibt Sieg über die Ichgewalten unserer alten Natur. In den finsteren Stunden, wo die Lust mit unheimlicher Macht auf uns einstürmt, gibt er Sieg. Er gibt Sieg bei Zorn und Ungeduld, die uns fortreißen wollen. Den Neid, der an unserem Herzen nagt, und den wir nicht wegbringen können, besiegt er. Über Empfindlichkeit, Groll und Bitterkeit, die sich in uns festsetzen wollen, über irdischen Sinn, Habsucht und Sorgengeist gibt er Sieg. Er gibt Sieg über die Nerven, die unser Seelenleben nicht beherrschen dürfen. Wer schwache Nerven hat, weiß, wie bald Schwermutsdruck die Seele belasten will, bald aufgeregtes Wesen sie emporschleudert und wechselnde Stimmungen und Launen sie herumzerren wollen. - Mit der Sünde hängt zusammen die Anklage im Gewissen. Ein solches Gewissen bildet eine furchtbare Macht. Es läßt sich nicht leicht niederschlagen, immer wieder regt sich seine Stimme. Immer wieder bohrt und nagt es. Gegen das anklagende Gewissen kommt der Mensch nicht so leicht auf. Es läßt ihm keine Ruhe. Es ist stärker als die Furcht vor Strafe, vor Schande und selbst vor dem Tod. Nur durch den Herrn Jesus kann es wirklich gestillt werden, indem er uns von der Sündenschuld befreit. - Gott gibt uns den Sieg. Wir sind deswegen des Kampfes nicht überhoben. Im Gegenteil! Aber weil wir wissen, daß der Sieg unser wird, um so getroster und freudiger können wir den Kampf aufnehmen. Ein Heer, das auf Sieg rechnet, kämpft anders als eines, das von vornherein mutlos eine Niederlage erwartet. Die Siegesgewißheit aus der Siegeserfahrung macht uns dankbar und freudig.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Korinther 15,57

Beitragvon Joschie » 18.12.2008 12:57

W.MacDonald »Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!« 1. Korinther 15,57


Kein Geschöpf kann je ermessen, wie groß der Sieg ist, den der Herr Jesus am Kreuz von Golgatha errungen hat. Er hat die Welt überwunden (s. Johannes 16,33). Er hat Satan, den Fürsten dieser Welt, gerichtet (s. Johannes 16,11). Er hat über Mächte und Gewalten triumphiert (s. Kolosser 2,15). Er hat den Tod so überwunden, daß er jetzt in den Sieg verschlungen ist (s. 1. Korinther 15,54.55.57).

Und Sein Sieg ist auch unser Sieg. Genau wie Davids Sieg über Goliath Befreiung für ganz Israel bewirkte, so gilt der herrliche Triumph Christi für alle, die zu Ihm gehören. Daher können wir singen:

Jesus ist kommen, der starke Erlöser, Bricht dem gewappneten Starken ins Haus, Sprenget des Feindes befestigte Schlösser, Führt die Gefangenen siegend heraus. Fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser? Jesus ist kommen, der starke Erlöser.

Wir sind Überwinder durch den, der uns liebt, denn »weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf wird uns scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn« (Römer 8,38.39).

Guy King erzählte einmal von einem großen Jungen, der im Bahnhof stand, als ein Zug einfuhr, der die heimische Fußballmannschaft nach einem wichtigen Spiel wieder nach Hause brachte. Der Junge rannte auf den ersten Mann zu, der aus dem Zug stieg und fragte atemlos: »Wer hat denn gewonnen?« Und dann lief er den Bahnsteig entlang und schrie begeistert: »Wir haben gewonnen! Wir haben gewonnen!« Guy King beobachtete das alles und dachte: »Also wirklich, wieviel hat dieser Junge eigentlich zu dem Sieg beigetragen? Was hatte er schon mit dem Kampf auf dem Fußballplatz zu tun?« Die Antwort darauf lautet natürlich: »Überhaupt nichts.« Aber weil er in derselben Stadt wohnte, identifizierte er sich auch mit der dortigen Fußballmannschaft und nahm ihren Sieg selbstverständlich auch als seinen eigenen.

Ich habe einmal von einem Franzosen gehört, der ganz schnell von einer Niederlage zum Sieg kam, indem er einfach seine Staatsbürgerschaft änderte. Das war, als Wellington, der sogenannte Eiserne Herzog von England, seinen berühmten Sieg über Napoleon bei Waterloo errungen hatte. Zuerst gehörte der Franzose zur Seite der Besiegten, aber an diesem Tag wurde er britischer Bürger, und so konnte er Wellingtons Sieg auch als seinen eigenen in Anspruch nehmen.

Von Geburt an sind wir alle Untertanen Satans, und daher stehen wir auf der Verliererseite. Aber in dem Augenblick, in dem wir Christus als unseren Herrn und Heiland anerkennen, gehen wir von der Niederlage zum Sieg über.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Kor. 15,58.

Beitragvon Joschie » 19.12.2008 09:23

D.Rappard Nehmet immerdar zu in dem Werk des Herrn. 1. Kor. 15,58.

Excelsior! Höher hinauf! Das ist der Wahlspruch des wahren Christen. Es soll keinen Stillstand geben in seinem Lauf. Stillstand ist Rückgang. Unaufhaltsam fließt der Strom der Zeit. Unaufhaltsam rauscht das Leben dahin. Jedes Jahr bringt den Menschen näher zum Ziel, entweder ewiger Freude, oder ewiger Gottferne.

Ist einmal in der Erleuchtung und Kraft des Heiligen Geistes die Richtung h i m m e l w ä r t s eingeschlagen, so gilt es, mit ganzem Ernst f o r t f a h r e n auf dem Wege: höher hinauf, tiefer herab, näher, mein Gott, zu Dir, näher zu Dir! Einige Gottesworte bezeichnen, wie Lichtstrahlen, diesen köstlichen Weg.

Gnade um Gnade (Joh. 1, 16). Von Glauben in Glauben (Röm. 1, 17). Von Kraft zu Kraft (Ps. 84, 8). Von Sieg zu Sieg (Ps. 84, 8). Von Klarheit zu Klarheit (2. Kor. 3, 18). Mehr und mehr Lob (Ps. 71, 14). Mehr und mehr Liebe und Erkenntnis (Phil. 1, 9). Mehr und mehr Zunehmen im Werk des Herrn (1. Kor. 15, 58).

Laßt uns forschen und prüfen unser Wesen! Laßt uns unser Herz samt den Händen aufheben zu Gott im Himmel! Laßt uns l a u f e n auf dem Weg seiner Gebote!

Dort wird's tönen Bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft!
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Kor. 15, 58.

Beitragvon Joschie » 20.12.2008 09:39

C.O.Rosenius Seid fest, unbeweglich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn! 1. Kor. 15, 58.

Vielleicht bist du, der du dieses liest, so glücklich, zu einem Nachfolger Jesu ,,aus der Welt erwählt" zu sein, so glücklich, jetzt in einer innigen Vereinigung mit deinem Heiland zu stehen. ,,Halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme!" Der Teufel hat uns den Tod geschworen und geht umher bald als ein brüllender Löwe, bald als ein Engel des Lichts. Viele, die ,,im Geist anfingen, vollendeten im Fleisch", bald durch die Welt und ihre Lüste, von welchen sie aufs neue gefesselt wurden, als sie im Streit und in der Kreuzigung des Fleisches ermüdeten und sich aufs neue in den Dienst der Sünde begaben, bald dadurch, daß sie durch eine mächtige und hartnäckige Versuchung in Verzweiflung gerieten; bald durch die bezaubernde Macht neuer Lehren, durch die sie von der Einfalt in Christus weggeführt wurden und durch die das Leben starb; bald durch Hochmutseinbildungen, die der Tod aller innewohnenden Gnade sind.

Es gibt Abgefallene, die geradezu zur Welt und zur Sünde zurückkehren und mit dem Wort Gottes nicht mehr umgehen. Andere dagegen behalten einen Schein der Gottesfurcht, aber es ist kein Geist in ihnen, kein Leben, kein Bedürfnis nach der Gnade und dem Evangelium, sondern nur ,,die Form zu wissen, was recht ist im Gesetz." ,,Es wäre ihnen besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, und es ist mit ihnen das letzte ärger geworden denn das erste."

Bitte Gott, dich in Gnaden vor einem so unglückseligen Ende zu bewahren! Erkenne die Wichtigkeit der Ermahnung des Apostels: ,,Seid fest, unbeweglich!" Sei fest im Glauben! Halte täglich Freundschaft mit deinem Heiland! Laß dir nichts so angelegen sein, als jeden Tag der Freundschaft deines Gottes vergewissert zu sein und stets in Christus erfunden zu werden! Sei fest in der Liebe und in ,,der Übung der Gottseligkeit", auf daß du dich nicht ermüden läßt, weder durch die Bosheit und Undankbarkeit der Menschen noch durch dein eigenes Fleisch; und daß du nicht schlaff und nachlässig wirst, wenn der Kampf sehr hart und langwierig wird! Halte noch eine kleine Zeit mit der Kreuzigung des Fleisches aus! Jetzt gilt es, jetzt wird um die Krone gekämpft. ,,Sei getreu", spricht der Herr, ,,sei getreu bis an den Tod, so will Ich dir die Krone des Lebens geben!" Sei fest in der Hoffnung und in der Geduld auch unter einem bitteren Kreuz und Leiden! Halte aus, jetzt gilt es! Es ist nur um eine kleine böse Zeit zu tun. Abfallen kann man leicht; beharren aber und die Himmelsburg einnehmen, das erfordert Kampf.

,,Fest, unbeweglich", sagt der Apostel. Bleibe ,,unbeweglich" bei dem alten Worte! Laß dich nicht wägen und wiegen von allerlei Wind der Lehre, etwa wie das biegsame Rohr, das vom Winde hin- und hergetrieben wird! Wir leben in einer Zeit, in der alle möglichen Neuerungen im Geistlichen feilgeboten werden. Der eine kommt mit diesem, der andere mit jenem hervor, und die Menschennatur ist so, daß das Alte bald geschmacklos und von keinem Wert mehr ist; während das Neue reizt. Hüte dich, der Art dieser Natur zu folgen! Bilde dir nicht ein, daß dich niemand irreleiten könnte, oder daß du selbst stets das, was recht oder unrecht ist, würdest merken können! Sei auch nicht so undankbar gegen den göttlichen Geist und die göttliche Wahrheit, die dich von neuem geboren haben, so daß du eine andere Lehre für noch besser ansehen würdest, oder daß demjenigen, der schon ,,in Christus ist", etwas ,,Neues" vonnöten sei! Der Apostel sagt: ,,Ihr seid vollkommen in Ihm". Willst du jetzt deinen Gnadenstand mit einem neuen, eigenen Werk vervollkommnen? Wie willst du dann deinem Heiland antworten, wenn Er fragt: ,,Warst du nicht schon in Mir selig?" ,,Wir sollen nicht mehr Kinder sein und uns wägen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre." ,,Wie ihr angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so wandelt in Ihm - seid gewurzelt und erbaut in Ihm, und seid fest im Glauben, wie ihr gelehrt seid, und seid in demselben reichlich dankbar!"

,,Und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn!" Sei mehr und mehr fleißig im Dienst des Herrn in der kleinen Zeit, die du noch im Fleische leben wirst, auf daß du nicht in geistlicher Trägheit ,,dir selbst lebst, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist!" In allem, womit du die Ehre des Herrn oder die Wohlfahrt Seiner Teuererkauften fördern kannst, mußt du fleißig und redlich deine Dienste erweisen und weder ermüden noch im Guten abnehmen, sondern im Gegenteil nur um so fleißiger darin werden. Viele fangen so verheißungsvoll an, mit freudigem und willigem Gemüt dem Herrn und den Brüdern zu dienen; nach einigen Jahren aber sind sie schlaff und kalt, da ist keine treibende Lust und Kraft mehr vorhanden. Das ist ein trauriger Ausgang eines so schönen Anfangs. Laßt uns darum aufwachen und uns ernstlich hüten, daß die Natur uns nicht betrügt! ,,Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören." Aber, ,,wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten." Deine Arbeit im Herrn ist also nicht vergeblich. Wache auf, besinne dich! Wir sind nicht klugen Fabeln gefolgt. Es kommt noch, nämlich ,,Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken nach dem ewigen Leben trachten."

Wenn der Abend bricht herein, Dann stellt man das Wirken ein; Weil der Herr wirkt, wirkt man auch; Das ist so der Jünger Brauch.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Korinther 16, 5 - 9

Beitragvon Joschie » 21.12.2008 08:32

A.Christlieb Das Plänemachen des Paulus 1. Korinther 16, 5 - 9

»Ich will aber zu euch kommen, wenn ich durch Mazedonien gezogen bin; denn durch Mazedonien werde ich ziehen. Bei euch aber werde ich vielleicht bleiben oder auch überwintern... Ich hoffe, ich werde etliche Zeit bei euch bleiben, so es der Herr zuläßt. Ich werde aber zu Ephesus bleiben bis Pfingsten. Denn mir ist eine große Tür aufgetan, die viel Frucht wirkt, und sind viele Widersacher da.«

Paulus berichtet den Korinthern, daß bald die Sammlung der Gemeinden aus den Heiden für die Christen in Jerusalem abgeschlossen und nach dorthin überbracht werden soll (V. 1-4). Im Zusammenhang damit erfahren wir etwas über das »Plänemachen des Paulus«.

Der Bereich des Plänemachens für die nächste Zukunft ist sehr wichtig. Bei Paulus sehen wir, daß ein Teil seines nächsten Programms ihm völlig klar und bestimmt ist. Er weiß, daß er durch Mazedonien zieht. Er weiß, daß er bis Pfingsten in Ephesus bleiben soll. Neben diesem klaren, bestimmten Programm ist aber noch etliches, wo der Herr erst den Weg im einzelnen klären muß. Paulus weiß noch nicht genau, wann und wie lange er zu den Korinthern kommt.

Hier sehen wir, wie der Herr dem Paulus Licht für seine Schritte und Wege gibt, aber nicht für alles auf einmal. Paulus muß immer in der rechten Abhängigkeit bleiben und im Gebet die Wegleitung von oben erflehen.

So wollen auch wir beim Plänemachen dankbar sein, wenn Gott uns seinen Willen klar zeigt für bestimmte Aufgaben. Wir wollen uns aber in acht nehmen und nicht zu leicht und zu kühn etwas im voraus versprechen, was Gott uns nicht als seinen Weg geebnet hat. Wie vorsichtig sagt Paulus: »...so es der Herr zuläßt.« Er schreibt dem Herrn nichts vor, sondern läßt sich seinen Weg vom Herrn vorschreiben.

Das muß auch unsere Grundstellung bleiben. Die eigenen Wünsche dürfen nie mit uns durchgehen, sondern im Gehorsam sind wir selig. Mit dem Psalmisten dürfen wir erfahren und sprechen: »Ich bin fröhlich; denn ich suche deine Befehle« (Ps. 119, 45).
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Korinther 16, 14

Beitragvon Joschie » 22.12.2008 09:28

A.Christlieb Alles in der Liebe 1. Korinther 16, 14

»Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen!«

1. Nichts ausnehmen!
In diesem Vers haben wir eine biblische Regel für unser Verhalten, die sämtliche Dinge und Fälle, die nur vorkommen können, umfaßt. Wenn die Bibel so weit greift, daß sie sagt: »Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen!«, dann hat niemand von uns ein Recht, irgendetwas auszunehmen. Ich will einiges nennen, was zu den »allen Dingen« gehört.

Wenn ich einen andern strafen oder zurechtweisen muß, so darf es nur in der Liebe geschehen, selbst wenn der Mensch durchaus unlauter wäre.

Wenn ich einem anderen etwas abschlage, so soll ich es in der Liebe abschlagen. Dann tue ich dem nicht so wehe, dem ich etwas abschlagen muß.

Wenn ich jemand besuche, so soll ich ihn in der Liebe besuchen. Wenn ich einen Besuch aufnehme, so soll ich ihn in der Liebe aufnehmen.

Wenn ich einen Brief schreibe, es sei ein angenehmer oder unangenehmer, so darf ich ihn in jedem Falle nur in der Liebe schreiben.

Wenn ich über irgend jemand ein Urteil abgebe, soll ich in der Liebe über ihn urteilen (sogar wenn ich vor ihm warnen müßte). Es soll Liebe hindurch klingen, die alles glaubt und hofft.

Wenn ich mich zurückziehe von einem Bruder, der da unordentlich wandelt, so soll ich mich von ihm zurückziehen in der Liebe, die weiter für ihn hofft und betet, daß er zurechtkomme.

Wenn ich als Vorgesetzter jemand kontrollieren muß, so darf auch das nur in der Liebe geschehen, die nicht die Herrschsucht heraus blicken läßt.

Wenn ich einen Plan mache für einen Verein, für eine Sonntagsschule, für ein Fest, so darf ich nur in der Liebe zu allen anderen diesen Plan machen, sonst ruht kein Segen darauf.

Es gibt Christen, die meinen, es gäbe auch Dinge, wo etwas anderes als Liebe einen leiten müsse. Wenn sie einem anderen den Kopf waschen oder den Standpunkt klarmachen wollen, dann meinen sie, es sei »Entschiedenheit«, wenn sie recht gehörig losfahren. Aber eine Entschiedenheit, die nicht in Liebe eingetaucht ist, ist eine schreckliche Mißgestalt.


2. Den Heiland anschauen!

Jesus ließ alle seine Dinge in der Liebe geschehen. Als er dem reichen Jüngling sagte: »Eines fehlt dir!«, so geschah das in Liebe; denn es heißt: »Er sah ihn an und liebte ihn« (Mark. 10, 21).

Wenn Jesus viele verlorene, unbekehrte Menschen anblickte, so hat er sie in einer Liebe angeblickt, in der es ihn jammerte, »denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben« (Matth. 9, 36).

Als Jesus den stolzen Landpfleger Pilatus beurteilte; da hat er ihn in der Liebe beurteilt, die herausfand, daß die größere Schuld bei denen lag, die den Messias Israels den Händen der heidnischen Obrigkeit überantwortet hatten (Job. 19, 11).

Als Jesus der Martha ihren falschen Arbeits- und Sorgengeist wegnehmen wollte, da nahm er ihn in der Liebe weg; denn »Jesus hatte Martha lieb« (Job. 11, 5).

Wenn Jesus manchmal Leute warten ließ, so ließ er sie in der Liebe warten, die doch zur rechten Stunde helfen wollte (Joh. 2, 4). Ja, selbst wenn Jesus die Heuchler, die Pharisäer, in heiligem Zorn zurechtwies und entlarvte, so hat er sie in der Liebe entlarvt, bei der ihm keine eigene sündliche Bitterkeit unterlief.

Als Jesus am Kreuz hing und von lauter höhnenden Menschen umgeben war und gelästert wurde, da hat er sie nicht voll Abscheu und Widerwillen angeblickt, sondern er hat in der Liebe gebetet: »Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!« (Luk. 23, 34). Als Jesus seine Mutter ansah vom Kreuz, da sah er sie in der Liebe an, die sie in zarter Fürsorge dem Johannes anvertraute: »Weib, siehe, das ist dein Sohn!« - »Siehe, das ist deine Mutter!« (Joh. 19, 26 f.).

Als Jesus den Petrus nach der Verleugnung anblickte (Luk. 22, 61), da blickte er seinen gefallenen Jünger in der Liebe an, nicht in bitterem Zorn. Es lag etwas in dem Blick, das tiefer wirkte als tausend Strafpredigten. Unter diesem Blick erkannte Petrus seine Sünde und weinte bitterlich über sie.


3. Der Geist ist uns verheißen

Es geht die Verheißung durch das ganze Neue Testament: Jesus will seinen Geist in die Seinen geben und in ihnen wirken lassen. Nur so können wir alle unsere Dinge in der Liebe geschehen lassen. Du sagst vielleicht: »Gewisse Dinge, z. B. manche Auseinandersetzung mit Menschen, die mir unrecht taten, könnte ich niemals in der Liebe abmachen.« Gut, bekenne gerade das dem Heiland, sage ihm deine Unfähigkeit zu lieben, bekenne dein liebloses Herz vor ihm. Laß dich im Kämmerlein füllen mit der Liebe, die keinen falschen Ton anschlägt, der andere verletzt. Herzliches Erbarmen soll aus dir sprechen. Auf die arme, lieblose Welt macht nichts einen solchen Eindruck wie ein Mensch, der alle seine Dinge, auch die kleinen und unangenehmen, in der Liebe geschehen läßt.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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1. Kor. 16,14

Beitragvon Joschie » 23.12.2008 09:45

J.MacArthur "Alles bei euch geschehe in Liebe!" J.MacArthur "Alles bei euch geschehe in Liebe!" (1. Kor. 16,14).

Je mehr du Gott liebst, umso weniger wirst du sündigen.

Sowohl die Bibel als auch persönliche Erfahrung lehren uns, dass Sünde immer Folgen hat. Wenn du Sünden nicht bekennen willst, verunehrst du Gott und verspielst deine Segnungen und die Freude, die Er dir gern schenken möchte. Langes Festhalten an der Sünde kann dir sogar Züchtigung durch Schmerzen und Krankheit einbringen.

So erging es den Gläubigen in Korinth, die in sündiger Weise am Tisch des Herrn teilnahmen (1. Kor. 11,27-30). Paulus ermahnte die Übrigen aus der Versammlung, bei sich selbst eine sorgfältige geistliche Inventur vorzunehmen, um eine ähnliche Strafe zu vermeiden. In Kapitel 13 offenbart er die Wurzel ihres Problems, indem er sinngemäß sagt: "Einige von euch leiden an körperlichen Krankheiten, weil sie gesündigt haben. Fangt an, Gott und einander zu lieben, wie ihr es solltet, und eure Leiden werden verschwinden."

Liebe ist die Arznei gegen Sünden. Als ein Pharisäer Jesus fragte, welches das größte Gebot sei, antwortete Jesus: ">Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.< Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: >Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.< An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten" (Matth. 22,37-40).

Wenn du den Herrn und deinen Nächsten liebst, wirst du niemals gegen ihn sündigen. Darum sagt Paulus: "Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: >Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren< und wenn es ein anderes Gebot [gibt], ist in diesem zusammengefasst: >Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.< Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes" (Röm. 13,8-10).

Liebe ist deine höchste Berufung und das Schönste, was du anderen geben kannst. Aber es besteht die Möglichkeit, nachlässig mit ihr umzugehen oder ihr Wesen nicht richtig zu verstehen. Darum werden wir in diesem Monat die wahre Liebe untersuchen und sehen, wie man sie handhabt. Währenddessen bete darum, dass deine Liebe zu Gott und anderen Menschen täglich wachsen möge.
Je mehr du Gott liebst, umso weniger wirst du sündigen.

Sowohl die Bibel als auch persönliche Erfahrung lehren uns, dass Sünde immer Folgen hat. Wenn du Sünden nicht bekennen willst, verunehrst du Gott und verspielst deine Segnungen und die Freude, die Er dir gern schenken möchte. Langes Festhalten an der Sünde kann dir sogar Züchtigung durch Schmerzen und Krankheit einbringen.

So erging es den Gläubigen in Korinth, die in sündiger Weise am Tisch des Herrn teilnahmen (1. Kor. 11,27-30). Paulus ermahnte die Übrigen aus der Versammlung, bei sich selbst eine sorgfältige geistliche Inventur vorzunehmen, um eine ähnliche Strafe zu vermeiden. In Kapitel 13 offenbart er die Wurzel ihres Problems, indem er sinngemäß sagt: "Einige von euch leiden an körperlichen Krankheiten, weil sie gesündigt haben. Fangt an, Gott und einander zu lieben, wie ihr es solltet, und eure Leiden werden verschwinden."

Liebe ist die Arznei gegen Sünden. Als ein Pharisäer Jesus fragte, welches das größte Gebot sei, antwortete Jesus: ">Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.< Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: >Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.< An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten" (Matth. 22,37-40).

Wenn du den Herrn und deinen Nächsten liebst, wirst du niemals gegen ihn sündigen. Darum sagt Paulus: "Wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: >Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren< und wenn es ein anderes Gebot [gibt], ist in diesem zusammengefasst: >Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.< Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes" (Röm. 13,8-10).

Liebe ist deine höchste Berufung und das Schönste, was du anderen geben kannst. Aber es besteht die Möglichkeit, nachlässig mit ihr umzugehen oder ihr Wesen nicht richtig zu verstehen. Darum werden wir in diesem Monat die wahre Liebe untersuchen und sehen, wie man sie handhabt. Währenddessen bete darum, dass deine Liebe zu Gott und anderen Menschen täglich wachsen möge.
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1. Kor. 16,22.

Beitragvon Joschie » 24.12.2008 09:19

D.Rappard So jemand den Herrn Jesum Christum nicht lieb hat, der ist verflucht. 1. Kor. 16,22.

Durch alle Bücher der heiligen Schrift hindurch waltet derselbe Geist und erklingt dieselbe Wahrheit. Die alttestamentliche Richterin Deborah (siehe Richt.5,31), und der neutestamentliche Evangeliumsbote Paulus, der heute zu uns spricht, haben das nämliche Thema: die Notwendigkeit der Liebe zum Herrn. Dort wird die Lieblichkeit und Macht dieser Liebe geschildert; hier die furchtbare Gefahr derer, denen diese Liebe mangelt.

Wer Jesum nicht lieb hat, der ist Anathema, das beißt verflucht. Das Wort ist nicht aufzufassen als ein Bannstrahl, den der Apostel auf irgend einen Menschen schleudert, sondern als die Bestätigung einer überaus ernsten Tatsache. Wer Jesum nicht liebt, wer nie zu ihm geflohen ist und in ihm Bergung und Annahme bei Gott gefunden hat, ist noch unter dem Fluch, der auf der sündigen, von Gott gelösten Menschheit lastet. Es gibt keinen Weg aus dem Verderben, als den Weg über Golgatha. Wer aber diesen Weg gegangen ist, der liebt den Herrn Jesum und kann dann anders nicht. D e r G e r e t t e t e l i e b t s e i n e n R e t t e r.

An dem klaren Trompetenstoß unseres heutigen Wortes ist schon mancher Schläfer aufgewacht zu seinem ewigen Heil. Es ist auch ein mächtiger Ruf zur Selbstprüfung.

Ich liebe Dich, weil Du, Gott voll Erbarmen, Mich liebst von Ewigkeit.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Lukas 2, 9

Beitragvon Joschie » 25.12.2008 08:21

A.Christlieb Drei Strahlen von der Klarheit des Herrn Lukas 2, 9

»Die Klarheit des Herrn leuchtete um sie.«

Wie wunderbar muß doch der Augenblick für die Hirten gewesen sein, als die Klarheit des Herrn sie umleuchtete! Wollen wir nicht auch etwas von dieser Klarheit schauen? Wenn wir auch nicht mit unsern Augen den Glanz sehen wie die Hirten damals auf dem Felde, so darf doch unser Herz erleuchtet werden, wenn wir uns in das Wort von Weihnachten versenken. Drei Strahlen von der »Klarheit des Herrn« grüßen uns in der Geburtsgeschichte Jesu.

1. Ein Strahl göttlicher Wahrheit
Alte, fast vergessene Wahrheiten erfüllen sich an der Krippe zu Bethlehem.

Gott hatte schon bei der Vertreibung aus dem Paradies einen Nachkommen Evas verheißen, der der Schlange den Kopf zertreten sollte (1. Mose 3, 15). Er hatte dem Abraham verheißen, daß in seinem Samen alle Geschlechter der Erde gesegnet würden (1. Mose 12, 3). Er hatte Isaak und Jakob dies bestätigt (1. Mose 26, 4; 1. Mose 28, 14). Dem David hatte er einen bleibenden Königsthron versprochen (1. Chron. 17, 11 f.). Die Propheten weissagten immer bestimmter von dem Messias, der kommen sollte (Jes. 9, 5 f.; 11, 1 f.; Micha 5, 1 und andere Stellen).

Nun leuchtet aus der Krippe zu Bethlehem die Wahrheit all dieser Verheißungen heraus. In einer glaubensarmen, dunklen Zeit sagt Gott: »Mein Wort ist ewige Wahrheit. Himmel und Erde werden vergehen, aber mein Wort vergeht nicht. Die Weissagung wird gewißlich erfüllt zu ihrer Zeit.«

So wollen wir Weihnachten feiern, indem wir uns von diesem Strahl der göttlichen Wahrheit erwärmen und durchdringen lassen. Wenn die Zahl derer, die ihren Glauben wegwerfen, immer größer wird, wenn tausend Ungewißheiten auf unserer und der ganzen Welt Zukunft lasten, dann soll die Krippe zu Bethlehem uns dieses gewisse Licht auf unsern Weg leuchten lassen: Gottes Wort bleibt wahr und erfüllt sich. Jesu Geburt beweist es.

2. Ein Strahl göttlicher Liebe

Das ist der zweite Strahl von des Herrn Klarheit, welche die umleuchtet, die zur Krippe treten. Hier gibt Gott der abtrünnigen Menschheit das Liebste und Beste, was er hat. Nur durch solche Liebe können wir von Schuld und Tod gerettet werden und ewig zurechtkommen. Viele Menschen werden verbittert, weil sie vergeblich nach Liebe suchen. Wo ist Hilfe für ihre harten, dunklen Herzen? Dort an der Krippe, wo Gott seine Liebe in der Hingabe seines eingeborenen Sohnes kundtut.

Ja, wir wollen in den Strahlenkranz der göttlichen Liebe von Bethlehem hinein treten. Da können die erfrorenen Herzen auftauen und genesen. Wenn die Feinde uns hassen, wenn auch Freunde uns im Stich lassen - durch das Kind in der Krippe wissen wir: Einer liebt uns: der lebendige, ewige Gott.

3. Ein Strahl göttlicher Demut

Auch diesen erblicken wir im Weihnachtswunder. Hochmut ist das Grundübel unseres Herzens. Wo werden wir davon geheilt? Laßt uns nach Bethlehem gehen! Dort nimmt der König Himmels und der Erden mit dem geringsten und schlechtesten Platz vorlieb. Er erwählt sich einen Viehstall als Stätte seiner Ankunft. Er, der die Macht hätte, alle Herrlichkeit von Erde und Himmel für sich zu gebrauchen, geht in die Armut ein.

Wie schwer fällt es vielen Menschen, sich in bescheidenen Verhältnissen zurechtzufinden, mit den abnehmenden Kräften ihres Leibes und ihrer Seele sich zufrieden zu geben! Wie sollen sie sich trösten? Hier in Bethlehem können sie fröhlich werden. Dort sehen sie den Herrscher aller Welt weit unter seinem Stand in der Krippe liegen. Das ist ein Strahl göttlicher Demut. Er will uns durchstrahlen und allen Hochmut in uns aufdecken und heraus brennen. Dann werden wir zufriedene Leute in allerlei niedrigen Verhältnissen und feiern fröhliche und gesegnete Weihnachten, wie und wo auch unser äußerer Stand sein mag.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Jona 1, 3.

Beitragvon Joschie » 26.12.2008 19:42

C.H.Spurgeon ,,Aber Jona machte sich auf und floh vor dem Herrn und wollte aufs Meer und kam hinab gen Japho." Jona 1, 3.


Statt nach Ninive zu gehen und das Wort Gottes zu predigen, wie ihn Gott geheißen hatte, nahm Jona Mißfallen an dem Auftrag und ging hinab gen Japho, um Ihm zu entfliehen. Es kommt vor, daß Gottes Knechte vor ihrer Pflicht zurückschrecken. Aber was ist die Folge davon? Was verlor nicht Jona durch sein Betragen? Er verlor die tröstliche Gegenwart und den seligen Genuß der Liebe Gottes. Wenn wir dem Herrn Jesu als echte Gläubige dienen, so ist unser Gott mit uns; und wenn wir gleich die ganze Welt wider uns hätten, was tut's, wenn nur Gott mit uns ist? Aber den Augenblick, wo wir zurückweichen und unsern eignen Eingebungen folgen, sind wir ohne Steuermann mitten in einem ungestümen Meer. Dann mögen wir bitterlich klagen und seufzen und ausrufen: ,,Ach, mein Gott, wo bist Du hingegangen? Wie konnte ich so töricht handeln und aus Deinem Dienst fliehen und also verlieren den herrlichen Glanz von Deinem Angesicht? Das ist ein allzu kostbarer Preis. Laß mich wieder umkehren zu meiner Pflicht, auf daß ich mich wieder freuen könne in Deiner Gegenwart." Überdies verlor Jona allen innern Friede. Die Sünde zerstört rasch den Frieden und Trost eines Gläubigen. Sie ist der furchtbare Giftbaum, dessen Blätter eine tödliche Flüssigkeit ausschwitzen, dadurch alles Leben der Freude und des Friedens verzehrt wird. Jona verlor alles, worauf er sich sonst um Trost hätte verlassen können. Er konnte sich nicht auf die Verheißung des göttlichen Schutzes berufen, denn er ging nicht in den Wegen Gottes; er durfte nicht sagen: ,,Herr, siehe, diese Leiden begegnen mir in der Erfüllung meiner Pflicht, darum hilf mir hindurch." Er erntete, was seine Taten wert waren. Lieber Christ, handle nicht auch wie Jona, es sei denn dein Verlangen, daß alle Wogen und Wellen eines stürmischen Meeres über dein Haupt ergehen. Du wirst auf dem weiten Wege erfahren, daß es weit schwerer ist, dem Werk und Willen Gottes auszuweichen, als sich ihm schnell und ganz hinzugeben. Jona verlor seine Zeit, denn er mußte auch noch ans Meer reisen. Es wird uns schwer gemacht, mit dem Herrn zu rechten; so wollen wir Ihm denn bald und willig gehorsam sein.
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55


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