Warum sollte Marketing falsch sein

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Warum sollte Marketing falsch sein

Beitragvon Bibel lover » 10.12.2009 21:13

Hi Freund,
immer wieder hat man im bezug auf Willow gehört das diese Marketing verwenden und das dies furchtbar schlimm sei.
Warum? Was soll daran schlimm sein?
Ich hatte heute selber das Thema Marketing (aber im Beruflichen) und das hört sich harmlos an. Nebenbei ein Fleyer für ne Evangelisation gehört auch zum Marketing :wink:
Mich interessiert eure Meinung, vor allem weil ich über Willow ne Serie auf mein Blog mache :lol:

Würde mich freuen wenn ihr antwortet :lol: :wink:
LG Johannes
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Jörg
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Beitragvon Jörg » 11.12.2009 06:41

Hi Johannes, vielleicht hilft Dir ein Buch, von jemanden geschrieben, der ein Jahr vor Ort bei Willow Creek war? Er redet auch nicht alles schlecht, sondern versucht, fair und sachlich zu beurteilen. In einem ganzen Kapitel geht´s um das Thema: "Der Reiz des Marketings"

http://www.clv.de/index.php?sid=8445baa ... ttype=list

Ich finde 2,90 ist doch ein super Preis!

Lieben Gruß

Jörg
Es muß alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann. (Helmut Thielicke)

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Beitragvon Bibel lover » 11.12.2009 13:42

:lol: Das Buch kenne ich ja schon ganz gut :wink:
aber mich interessiert was ihr denkt. :!: :lol: :lol:

LG Johannes
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Jörg
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Beitragvon Jörg » 11.12.2009 19:03

Ich wüsste nicht, was gegen Werbung für eine Evangelisation sprechen sollte! Allerdings frage ich mich, wie die ersten Christen ohne diese Dinge ausgekommen sind. Was war das Geheimnis ihres "Erfolges"? Bei vielen Christen habe ich den Eindruck, daß Marketingmittel (und das ist bei weitem mehr als ein Flyer!) als Ersatz für fehlende Salbung des Heiligen Geistes eingesetzt werden. Worauf setzen wir unser Vertrauen? Glauben wir noch, daß die rechte Verkündigung des Wortes Gottes die Kraft hat Menschenherzen zu bekehren? Das Studieren z. B. der Geschichte der Puritaner könnte uns dabei helfen wieder das Wesentliche zu sehen!
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maxb
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Beitragvon maxb » 11.12.2009 23:48

Ich kann Jörg nur beipflichten.
Dort, wo man anfängt für den christlichen Glauben zu werben und das Evangelium nicht im Mittelpunkt steht, sondern ein besseres Leben oder mehr Erfolg oder xy, da wird es problematisch.
Beispiel:
Rick Warren gibt in einem Artikel 40 Tipps an Gemeindeleiter, wie man die Taufzahl in der Gemeinde erhöhen kann. Der Artikel ist irgendwie nicht mehr verfügbar, aber ich hab ihn als PDF auf der Platte, falls jemand interessiert ist oder es gibt die 40 Tipps auch noch kopiert in einem anderen Blog hier.
Hier mal eine willkürliche Auswahl aus den 40:

1. Erwähne den Wert, den Sinn und den Nutzen der Taufe regelmäßig in den Predigten.

3. Halte Kleidung bereit, falls sich jemand spontan entscheidet getauft zu werden.

6. Bereite einen schönen in Leder eingebundenen Hefter für die Taufurkunde vor.

9. Taufe immer an besonderen Gemeindetagen. (Wir haben an dem Tag, als unser Anbetungszentrum eröffnet wurde mehr als 400 Leute getauft).

11. Umarme jede Person, nachdem du sie getauft hast!

14. Hol dir einen professionellen Fotografen, der den Moment auffängt und füge das Bild der Taufurkunde zu.

15. Drucke eine "Warum taufen wir?" - Broschüre. Verwende dazu Bibelverse und viele Zeugnisse.

18. Sorge dafür, dass das Taufbecken und die Umgebung schön, einladend und nicht abschreckend aussieht. (Viele Taufen finden so weit oben innerhalb der Gemeinde statt, sodass man sich fern und unverbunden fühlt. Unser Taufbecken ist außerhalb im Innenhof, sodass die Leute sich dicht herum stellen können und ein vertraulicheres Gefühl ensteht).

19. Lade die Leute nach der Taufe noch zum Kaffee oder Nachtisch ein, um mitzufeiern und herauszufinden, was diese Erfahrung für die Menschen bedeutet, die getauft wurden und für ihre Familie und Freunde, die zugesehen haben.

27. Singt ein großes Loblied über die Kraft Gottes, Leben zu verändern.

32. Halte Handtücher mit dem Logo der Gemeinde als Andenken bereit.

37. Gib denen, die Christi Gebot gehorchen, sich taufen zu lassen eine Broschüre darüber wie es weiter geht, einen Anstecker und ein Geschenk.

39. Wenn du Grundschulkinder taufst, lass den taufenden Pastor die Hand des Täuflings hoch halten, wenn er aus dem Wasser kommt, wie man das bei einem Gewinner in einem Spiel machen würde.


Der Artikel schließt mit den Worten ab:
"Tue diese 40 Dinge und die Zahl derjenigen, die sich durch die Taufe öffentlich zu ihrem Glauben bekennen wollen, wird dramatisch ansteigen."

Wenn auch einige der Tipps in sich sogar gut sind, ist es jedoch schlecht, welches Ziel damit verfolgt wird. Es soll die Zahl der Täuflinge erhöht werden. Das soll durch gemütliche Atmosphäre, Geschenke und Poster forciert werden. Das ist es, was ich in diesem Zusammenhang unter Marketing verstehe: Nicht einfach nur eine ordentlich gestaltete Einladung, sondern das bewusste Versuchen, Menschen mit manipulativen Mitteln dazu zu bringen, einem etwas abzukaufen. Das sehen wir in Werbefilmen oder Werbeplakaten, wo das entsprechende Produkt mit den tollsten Sachen verbunden wird, die im Grunde gar nichts mit dem Produkt an sich zu tun haben, nur um beim potentiellen Kunden ein angenehmes Gefühl auszulösen, welches dafür sorgen soll, dass er es kauft. Ein Auto wird ja bekanntlich nicht besser, wenn es durch eine schöne Landschaft fährt und Süßigkeiten werden auch nicht leckerer, wenn sie von einer schönen Frau angeknabbert werden. Das sind aber nunmal Marketingstrategien, die man heutzutage verwendet und die ihren Weg bis in die Gemeinden gefunden haben. Das Problem fängt dort an, wo ich aufhöre daran zu Glauben, dass das Evangelium selbst die Kraft Gottes zur Errettung ist (Röm 1,16) und stattdessen bewusst und betont Leuten durch irgendwelche Nebensächlichkeiten eine Gemeindemitgliedschaft schmackhaft machen will.
Menschen sollen zu Christus kommen, nicht weil sie die Taufe so schön fanden oder weil sie auch ein Geschenk wollen, sondern weil sie ihre Not sehen, Vergebung zu empfangen und erkennen, dass diese nur in Christus zu finden ist. Das ist eine Herzensänderung, die wir mit keinen menschlichen Mitteln tun können. Das Mittel was wir für diese Aufgabe bekommen haben ist die Botschaft des Evangeliums, den Rest erledigt Gott.
In keinem der 40 Punkte oben ist eine vollmächtige Verkündigung des Evangeliums genannt. Stattdessen sehen wir hier eine Wenn-Dann-Mentalität: Wenn du dieses und jenes tust, dann lassen sich die Leute taufen. Ist das Christentum? Wollen wir Taufen um der Taufen willen oder um Gottes und um Menschen willen? Müssen wir mit menschlichen Mitteln versuchen Leute zur Taufe zu bringen oder reicht es nicht, wenn Gott durch sein Wort in den Herzen wirkt, dass sie Christus aufnehmen und sich dann entsprechend taufen lassen? Es mag sein, dass wir mit solchen menschlichen Mitteln mehr Menschen in die Gemeinde bekommen, aber gleichzeitig betrügen wir sie um das Heil, weil nicht mehr Christus im Mittelpunkt steht, sondern beispielsweise die gemütliche Atmosphäre.

"Gal 6,8: Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten."

Nach dieser Kritik, noch ein bisschen Auslgeich. Natürlich sollen wir darauf achten, dass Menschen sich wohl fühlen und man muss Traktate und Einladungen nicht mit einem Bleistift auf ein Stück abgerissener, grauer Pappe schreiben. Es gibt nichts dagegen einzuwenden, Menschen zu einem Kaffee einzuladen (ob bei einer Taufe oder wann auch immer) oder den Täufling zu umarmen. Ich würde sogar sagen, dass das selbstverständliche Sachen sein sollten. Was mich stört ist, wenn man solche scheinbaren Selbstverständlichkeiten und irgendwelche Nebensächlichkeiten aufzählt und dazu noch ein paar "Marketingtricks" einfügt und sagt, wenn man diese Punkte durchführt, dann steigt die Zahl der Taufen. Wenn Mittel zum Mittelpunkt werden, was vermitteln wir dann den Menschen? Ich bin nicht sicher, woher der Spruch kommt, aber er ist wahr:
"What you win them with is what you win them to."
- Womit du sie gewinnst ist wozu du sie gewinnst.
Wenn ich Leute durch gute Atmosphäre dazu bringe sich der Gemeinde anzuschließen, dann bleiben diese Leute dort wegen der guten Atmosphäre. Wenn die Atmosphäre mal schlechter wird, beispielsweise durch Verfolgung, wundert man sich, warum sie alle abwandern. Wenn man Menschen mit dem Evangelium gewinnt, dann bleiben sie um des Evangeliums willen. Ich kann Leute nicht mit guter Atmosphäre zu Christen machen, höchstens zu Mitgliedern eines "christlichen" Clubs und diejenigen, die sich dann doch bekehren, bekehren sich nicht wegen, sondern trotz solcher Strategien. Die ersten Christen hatten weder Fotografen, noch Drucker, noch Taufbecken, noch Handtücher mit Gemeindelogos, aber dafür ordentlich Verfolgung. Das allein sollte uns schon zeigen, was Nebensache und was Mittelpunkt ist.

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Beitragvon Joschie » 12.12.2009 13:50

Hier ein Beitrag dazu
Gruß Joschie
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Beitragvon Bibel lover » 13.12.2009 22:45

Danke für die Interessanten Antworten.
Sorry aber mir geht es nicht um Warren und nicht um Zitate von ihm. Nebenbei ich bin sehr kritisch gegeüber ihm.
Aber mir geht es um das Marketing von Willow. Ich beschäftige mich gerade mit diesem Gebiet. Man kann Warren und Hybels nicht über einen Kamm scheren (ABER DARÜBER WILL ICH NICHT DISKUTIEREN)
Aber trotzdem Danke für eure bisherige Beiteiligung

LG Johannes
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Beitragvon Joschie » 14.12.2009 11:57

Sorry aber mir geht es nicht um Warren und nicht um Zitate von ihm. Nebenbei ich bin sehr kritisch gegeüber ihm.
Aber mir geht es um das Marketing von Willow.
Hat beides nicht ihre Wurzeln im amerikanischen Pragmatismus ??!
Gruß Joschie!
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Beitragvon Bibel lover » 14.12.2009 13:06

Das so darzustellen wäre zu oberflächlich.
Beide sind total unterschiedlich entstanden (Auf Willows Geschichte bin ich schon auf mein Blog etwas eingegangen allerdings nur auf die dunkle bis 79). Ich möchte nicht auf Warren eingehen, der interessiert mich nicht und hat für mich keine Bedeutung (auch wenn er es für andere hat)

Das Thema ist ja Marketing in Willow.

Pragmatismus ist ein Totschlag-argument... aber darum geht es auch nicht. Es geht ums Marketing.
Was genau ist an Willows (nicht an Warrens) Marketing falsch. Vielleicht sollte man erst definieren was Marketing ist :lol:
Bei Marketing geht es in der Wirtschaft darum sein Produkt zu verkaufen. Und noch vieles mehr aber da muss ich in dem Skript von mir zum Thema Marketing nachschauen und das hab ich net grad zur Hand...

Vielen dank für eure bisherigen Antworten

LG Johannes :wink:
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Beitragvon Joschie » 14.12.2009 15:16

Hallo Johannes
Du schreibst
Pragmatismus ist ein Totschlag-argument.
Es war kein Argument sondern eine Frage :idea:
Vielleicht sollte man genau definieren um was es für eine Ware geht ??!
Gruß und Segen vo $:P :wink: n Joschie
Zuletzt geändert von Joschie am 16.12.2009 14:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Bibel lover » 14.12.2009 15:49

Hi Joschi,

ok, ich war bissle vorschnell, sorry )
Genau, was Willow verkaufen will bzw. den Leuten geben will ist das Evangelium. Das ist also das Ziel von deren ihr Marketing...
Stimmts? :wink:
Ok. man kann sagen, diese stufen das Evangelium auf eine Ware herab, oder?Würde ich nach meinem jetztigen Wissen net so sehen. Willow benutzt Marketing um Leute retten zu wollen (ohne das Evangelium herabstufen zu WOLLEN). Nebenbei ich sage nicht das ich Willows vorgehensweise hier gut finde (aber ich sage auch nicht das ich sie schlecht finde :lol: :lol:)

LG Johannes

P.S: freut mich das in diese Thema Leben reinkommt

:wink:
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Beitragvon lutz » 14.12.2009 20:57

Hallo Johannes,

es ist gar nicht so abwegig sich auf die Frage Joschies zu konzentrieren.
Wie sieht denn die "Ware" konkret aus?
Mit anderen Worten, wie definiert Willow "Evangelium"?
Mitunter findet man dort den Knackpunkt für die Auffassung, es besonders vermarkten zu müssen.

Lutz

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Beitragvon Bibel lover » 15.12.2009 11:43

Na dann gib du doch mal die Konkrete Antwort :wink: :wink:
Wie denkst denn du das Sie das Evangelium definieren?

LG Johannes :wink: :wink:
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Beitragvon PvE » 15.12.2009 14:30

Bibel lover schrieb:
immer wieder hat man im bezug auf Willow gehört das diese Marketing verwenden und das dies furchtbar schlimm sei.
Warum? Was soll daran schlimm sein?

Es ist insoweit "schlimm", als dass es das Evangelium als etwas darstellt, dass jeder "annehmen" kann, der clever genug ist um es zu verstehen. Aber das Evangelium ist anders, es ist kein cleveres Konzept o. ä., es ist nichts, was jedermann mit genug Grips sofort akzeptieren würde.

Im Gegenteil, es ist "Torheit", weswegen auch Gott durch das Evangelium und den Geist wirken muss, damit der Mensch zum Glauben kommt (vgl. hierzu: http://www.cprf.co.uk/languages/german_gospel.htm).


1. Korinther 1,18-31:

18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verlorengehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft;
19 denn es steht geschrieben: »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«.
20 Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
21 Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben.
22 Während nämlich die Juden ein Zeichen fordern und die Griechen Weisheit verlangen,
23 verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein Ärgernis, den Griechen eine Torheit;
24 denen aber, die berufen sind, sowohl Juden als auch Griechen, [verkündigen wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
25 Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.
26 Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme;
27 sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen;
28 und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist,
29 damit sich vor ihm kein Fleisch rühme.
30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung,
31 damit [es geschehe], wie geschrieben steht: »Wer sich rühmen will, der rühme sich des Herrn!«



Wenn ich dagegen Marketing-Methoden verwende, um Menschen (scheinbar) zu Christen zu machen, sage ich damit, dass man eben Christen machen kann, wenn man es geschickt genug anstellt. Das kann aber niemand außer Gott (vgl. hierzu die 5 Punkte des Calvinismus).

lutz
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Beitragvon lutz » 15.12.2009 15:27

Hallo Johannes,

kann es sein, dass du da vielleicht etwas Unmögliches von mir verlangst?
Ich versuche nämlich gerade rein mit den Mitteln des Internets Aussagen zu finden, die mir Einblick in die dortige Vorstellung vom „Wort vom Kreuz“ verschaffen.

Aber vielleicht hat ja der ein oder andere ein Buch oder …, indem dazu Genaueres steht und kann daraus zitieren.
Eine Gegenüberstellung mit den Aussagen der Schrift wird es dann erhellen.

Lutz


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