Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel"

Moderator: Joschie

albi
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Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel"

Beitragvon albi » 13.10.2016 12:29

Hallo!


Ich bin kein Anhänger der charismatischen Geistesgaben wie "Prophetie". Doch eine Frage:

In der urchristlichen Gemeindeordnung "Didache" aus dem frühen 2. Jh. steht noch etwas von "Propheten" drin.

In Kapitel 11 zum Beispiel:

"7. Und jeden Propheten, der im Geist redet, stellt keinen auf die Probe und fällt kein Urteil über ihn; denn jede Sünde wird vergeben werden, diese Sünde aber wird nicht vergeben werden.
8. Nicht jeder, der im Geist redet, ist ein Prophet; sondern wenn er die dem Herrn entsprechenden Verhaltensweisen hat. An den Verhaltensweisen also werden der Pseudoprophet und der Prophet erkannt werden.
9. Und kein Prophet, der im Geist einen Tisch bestellt, ißt selbst daran; andernfalls ist er ein Pseudoprophet.
10. Jeder Prophet aber, der die Wahrheit lehrt, ist, wenn er nicht tut, was er lehrt, ein Pseudoprophet.
11. Jeder bewährte, wahrhaftige Prophet aber, handelnd für das irdische Geheimnis der Kirche, aber nicht lehrend das zu tun, was er selbst tut, soll nicht bei euch gerichtet werden; denn bei Gott hat er (sein) Gericht. Ebenso nämlich haben es auch die alten Propheten gemacht.
12. Wer aber im Geist sagt: "Gib mir Geld oder irgendetwas anderes", auf den sollt ihr nicht hören; wenn er aber sagt, man soll für andere Bedürftige geben, so soll niemand ihn richten."
Quelle: http://www.englbauer.de/theol/download/ ... iddeut.htm
(Die Seite prüfte ich sonst nicht weiter und weiß nicht, wer dahinter steht.)

Hatten die damals ganz früh also noch "Propheten"? Wir glauben doch, es habe aufgehört? Hörte es kurz danach auf? Warum glauben wir, es hat aufgehört?

Ich erkenne einfach am Geist dieser modernen "Propheten", dass sie nicht in der Stimme des guten Hirten sprechen; biblisch kann ich schlecht begründen, dass es aufgehört hat, ich erkenne einfach am Geist, dass dort nicht unser Herrn Jesus Christus ist. Und da brauche ich dann auch keine konstruierte "biblische Begründung" abgeben, warum ich das ablehne. Und ich finde das sind viel stärkere Argumente als angreifbare konstruierte Thesen, warum es aufgehört haben soll.

Es geht nicht darum, sondern darum, dass diese Weissagungen falsche Botschaften abgeben. Die wahren Schafe Jesu fliehen vor diesen Wölfen, auch wenn sie nicht gut biblisch begründen können, "dass es heute keine Weissagung mehr gibt".

"1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in die Schafhürde hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein DIEB UND EIN RÄUBER.
2 Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der HIRTE DER SCHAFE.
3 Diesem öffnet der Türhüter, UND DIE SCHAFE HÖREN AUF SEINE STIMME, und er ruft SEINE EIGENEN SCHAFE beim Namen und führt sie heraus.
4 Und wenn er seine Schafe herausgelassen hat, geht er vor ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.
5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern FLIEHEN VOR IHM; DENN SIE KENNEN DIE STIMME DER FREMDEN NICHT.
6 Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus. Sie [wie z.B. heute auch Pfingstler] verstanden aber nicht, wovon er zu ihnen redete."
(Joh 10)

(Ich glaube übrigens es gibt heute noch "Weissagung", aber nicht auf die Art wie in der Pfingstbewegung, sondern wie Kajaphas in Joh 11,51: "Dies redete er aber NICHT AUS SICH SELBST; sondern weil er in jenem Jahr Hoherpriester war, weissagte er". Gott in seiner Souveränität brachte diesen Menschen dazu, völlig ohne dessen Wollen oder Wissen, eine göttliche Weissagung zu sprechen. Überhaupt steht im AT in Chronik usw. bei Weissagung oft, dass der Geist Gottes spontan über einen Mann Gottes kam und durch ihn sprach. Das hat der Mensch nicht aktiv gesucht oder "gelernt", denn "niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die Heiligen Menschen Gottes geredet". Es ist Gott, der die Weissagung souverän gibt, und oft merkt der Mensch wohl gar nicht, dass sein Wort/Rat/Ermahnung gerade souverän und unsichtbar und leise (aber immer wirksam!) von GOTTES Geist geflüstert ist. In diesem Sinne bin ich überzeugt, gibt es heute noch haufenweise und ständig Weissagungen durch den Heiligen Geist unter Christen. Aber die spektakulären Aktionen bei einigen "Geistgetauften" riechen einfach zu sehr nach Baal.)

Wäre interessant, etwas dazu zu erfahren!

Christian

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Jose
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Re: Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel&am

Beitragvon Jose » 23.10.2016 18:12

Hallo Christian,
der Hinweis auf die Didache fand ich sehr interessant. Allerdings finde ich den Anspruch: „Die Didache - Die Lehre des Herrn durch die zwölf Apostel für die Heiden“, nicht gerechtfertigt. Uns ist das Wort Gottes in der Bibel gegeben und Schriften und Belehrung hatte die Gemeinde damals auch, siehe die Briefe der Apostel.

Ich bin, so wie du, kein Anhänger der charismatischen Bewegung, aber ich bin überzeugt, dass Gott auch heute noch durch Weissagung oder Prophetie redet. Nicht als Ergänzung zu Seinem Wort, sondern auf der Grundlage Seines Wortes. Von der Bibel her sehe ich keinen Grund, warum es in der Gemeinde nicht Propheten, wie z.B. Agabus, geben sollte. Alles muss aber anhand der Bibel überprüft werden.

Agabus
Ein Prophet, der in der Gemeinde in Antiochia die Hungersnot zur Zeit von Kaiser Klaudius voraussagt (Apg 11,27-30). Später kündigt Agabus in Cäsarea dem Paulus dessen Gefangennahme in Jerusalem an, indem er sich zum Zeichen mit dem Gürtel des Apostels Hände und Füße bindet (Apg 21,10f).
Wer ist wer in der Bibel? © 1996 R. Brockhaus


Wir trauen Gott in unseren Tagen m.E. viel zu wenig zu oder erwarten zu wenig. Dafür aber wird das klare Wort Gottes vermischt mit menschlichen Lehren und Meinungen. Der Bereich hier lautet: Kirchen- und Dogmengeschichte. Bei der Beschäftigung mit dem Thema, auch in anderen Threads, wird schnell deutlich, dass oftmals keine Bindung am Wort Gottes vorliegt dafür aber viele menschliche Zusätze.

Ich komme aber zurück zu der Aussage, von Gott mehr zu erwarten.

Es hat mich sehr bewegt als ich einiger Zeit zurück das Zeugnis hörte von einem Bruder, der Traktate verteilte und dann ins Gespräch mit jemandem kam, der sich sehr schwer tat mit der Botschaft der Bibel. Der Bruder fragte ihn irgendwann, ob er beten dürfte, was er dann auch tun durfte. Während des Gebets fing er an in einer fremden Sprache zu reden. Als er das Gebet beendete wurde er von dem anderen erstaunt gefragt: „Woher können sie so gut hebräisch? Und sie haben mir die Dreieinigkeit so deutlich erklärt, wie ich es noch nie verstanden hatte“. Es stellte sich heraus, dass der Zweifler jüdische Wurzeln hatte und Gott eingegriffen hatte, um zu seinem Herzen zu reden. Der Bruder konnte gar kein hebräisch.

Gott tut auch heute noch Wunder durch Menschen und schenkt übernatürliche Gaben.

Gottes Segen,
José

PeterG
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Re: Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel"

Beitragvon PeterG » 30.10.2016 19:51

Dazu eine Frage von mir:

"Später kündigt Agabus in Cäsarea dem Paulus dessen Gefangennahme in Jerusalem an, indem er sich zum Zeichen mit dem Gürtel des Apostels Hände und Füße bindet (Apg 21,10f)."

Wie soll diese Weissagung sinnvoll an der Bibel geprüft werden? Wo wird in der Bibel von einer Prüfung einer Weissagung gesprochen (vornehmlich im NT)?

sdg
Peter
Röm 1:16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben."

Jose
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Prüfen von Weissagungen

Beitragvon Jose » 31.10.2016 16:38

Hallo Peter.
Jede Lehre und somit auch jede Weissagung müssen anhand der Bibel überprüft werden, altes und neues Testament. Wenn jemand als nicht bibeltreu aufgefallen ist, können die Weissagungen sofort hinterfragt werden, das war aber z.B. bei Agabus nicht der Fall.

Ich habe vor einiger Zeit von einem sich selbst als Propheten bezeichnenden Mann gelesen, der eine große Not für Amerika für 2020 vorausgesagt hat. Ich habe meine Bedenken über seine Lehren, daher auch über seine Prophezeiungen. Da er auch um Spenden bittet, um Vorsorge zu treiben für die bevorstehende Not, ist es für mich zusätzlich fraglich.

Paulus schreibt: "Weissagungen verachtet nicht, prüft aber alles, das Gute haltet fest!" 1.Thess 5,20-21. Und auch Johannes schreibt: "Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen" 1.Joh 4,1.

Was aber grundsätzlich die Weissagungen anbetrifft, so lesen wir in der Apostelgeschichte: "»Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, dass ich von meinem Geist ausgießen werde auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure jungen Männer werden Gesichte sehen, und eure Ältesten werden in Träumen Visionen haben; und sogar auf meine Knechte und auf meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie werden weissagen" Apg 2,17-18. Ich möchte das auch so stehen lassen.

Über dieses Thema ließe sich noch vieles schreiben, aber gerade die erwähnte Ermahnung des Apostel Johannes ist in unseren Tagen wirklich sehr aktuell.

albi
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Re: Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel"

Beitragvon albi » 14.11.2016 17:08

Hallo Jose!

Du schriebst:
"Es hat mich sehr bewegt als ich einiger Zeit zurück das Zeugnis hörte von einem Bruder, der Traktate verteilte und dann ins Gespräch mit jemandem kam, der sich sehr schwer tat mit der Botschaft der Bibel. Der Bruder fragte ihn irgendwann, ob er beten dürfte, was er dann auch tun durfte. Während des Gebets fing er an in einer fremden Sprache zu reden. Als er das Gebet beendete wurde er von dem anderen erstaunt gefragt: „Woher können sie so gut hebräisch? Und sie haben mir die Dreieinigkeit so deutlich erklärt, wie ich es noch nie verstanden hatte“. Es stellte sich heraus, dass der Zweifler jüdische Wurzeln hatte und Gott eingegriffen hatte, um zu seinem Herzen zu reden. Der Bruder konnte gar kein hebräisch."

So etwas kann ich mir durchaus vorstellen. Das habe ich auch schon einmal gehört, allerdings weiß ich dann aus zweiter und dritter Hand nie genau, wie zuverlässig so ein Bericht noch ist. (a la "stille Post")

Also wie gehabt: ich glaube, dass Gott auch heute noch ganz souverän übernatürliche Dinge tut. Nicht nur tun kann, sondern tut. Ich glaube auch, dass der Herr heute in muslimischen Ländern gewisse Muslime durch Träume "zieht". Nicht, dass sie so gerettet werden, aber dass er anfängt, sie so zu Jesus in der Bibel zu rufen.

Ich halte auch nicht so viel davon, wenn man derart trocken nüchtern ist und fast jedes übernatürliche Wirken fast schon verurteilt. Es geht darum, nüchtern zu sein. Wichtig ist meines Erachtens die Betonung, dass Gott SOUVERÄN wirkt. ER gibt, wann und was er will; während die Irrlehrer und das Fleisch immer selbst will, selbst sucht, zur eigenen Ehre und nach eigenen Lüsten und Begierden.

So hörte ich einmal eine flammende Predigt von einem Bruder. Sehr ermutigend und herausfordernd. Mitten drin brach er kurz ab und fragte den Übersetzer, was er gerade gesagt habe. Dann ging es weiter, flammend heißt. Später sprach ich mit dem Prediger. Er sagte, er hatte ein Skript gemacht, aber dann etwas völlig anders gesprochen, wie vom Heiligen Geist geritten. Und als er den Faden verlor und den Übersetzter fragte, wusste er tatsächlcih gar nicht so genau, was er überhaupt redete. Dann ging es weiter. Also er war völlig bewusst, er war nüchtern und bei sich, er war nicht in Trance oder so, aber es schien mir als hätte der Heilige Geist ihn gerade getrieben. Und ich glaube durchaus, dass Gott sowas immer wieder mal tut (nicht der übliche Weg, aber er kann und er tut auch).

Eigentlich glaube ich, dass jeder Christ, der vom Heiligen Geist erfüllt ist, hin und wieder ohne sein Wissen "weissagt". in dem Sinne, dass der Heilige Geist ihn ohne Wissen und bewusstes Wollen des Christen ermutigende, ermahnende, tröstende oder sonstige Worte sagen lässt. Gott wirkt wohl viel mehr im verborgenen, geheimen, als wir überhaupt erkennen, und ich glaube der allmächtige und allwirkende Herr gab mir selbst durch Brüder schon sehr, sehr oft in diesem Sinne "Weissagungen" und ich auch schon oft anderen.

Wo es halt falsch wird und Satan wirkt, wenn man daraus so eine Art "Spiel" macht oder das Fleisch sich reinschaltet.

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Re: Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel"

Beitragvon Joschie » 28.11.2016 19:32

Hallo Ihr!
Die Frage die sich mir zu diesem Thema stellt, gibt es Aussagen mit genau Daten und Quellenangaben, wie lange es Geistesgaben in der alten Kirche gab?
Gruß und Segen Joschie
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Jose
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Re: Geistesgaben in der alten Kirche

Beitragvon Jose » 30.11.2016 10:16

Hallo Joschie.
Zu deine Frage:
Die Frage die sich mir zu diesem Thema stellt, gibt es Aussagen mit genau Daten und Quellenangaben, wie lange es Geistesgaben in der alten Kirche gab?

Du hast m.E. in einem anderen Thread schon einige Antworten gegeben, siehe: Geistesgaben und die Kirchenväter. Wie objektiv die Aussagen sind, ist eine andere Frage.

Haben die Geistesgaben je aufgehört? Ich denke nicht, weil die Gemeinde noch nicht vollendet ist und auch die Wiederkunft Jesu noch aussteht. Hinsichtlich des Heiligen Geistes hatte Petrus den Menschen zugerufen: "Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird" Apg 2,39. Diese Verheißung gilt noch, bis Jesus kommt.

Der Heilige Geist schenkt die Gaben (1. Kor. 12,4.11) und sie werden noch gebraucht zur Auferbauung der Gemeinde (Rö 12,6; 1. Petr. 4,10). Gotteskinder sollten offen und verlangend sein, für von Gott gewirkte Geistesgaben.

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Re: Geistesgaben in der alten Kirche

Beitragvon Joschie » 03.12.2016 19:41

Jose hat geschrieben:
Die Frage die sich mir zu diesem Thema stellt, gibt es Aussagen mit genau Daten und Quellenangaben, wie lange es Geistesgaben in der alten Kirche gab?

Du hast m.E. in einem anderen Thread schon einige Antworten gegeben, siehe: Geistesgaben und die Kirchenväter. Wie objektiv die Aussagen sind, ist eine andere Frage.

Ja, ich habe dieses Thema schon einmal in einen anderen Thread zur Sprache gebracht.
Es geht mir hier um die reine Daten und Fakten Lage, die andere Nutzer an Hand von Daten und Quellenangaben Nachprüfen können. Dieses ist mit Sicherheit sehr oft Zeitaufwendig und auch Mühselig, es verhindert aber geschichtliche und meinungsmäßige Zirkelschlüsse! Die Geschichte der alten Kirche sind ja nicht nur die Kirchenväter, dazu gehören die verschiedensten Strömungen in der Kirche. Zu diesen gehört der Montanismus dieser wird oft erwähnt wenn es um die Geistesgaben speziell die Prophetie geht. Doch hier stellt sich mir die Frage wie ordnet / beurteilt man dieses Bewegung?
Gruß Joschie
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UriKulm
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Re: Geistesgaben in der "Didache - Lehre der Apostel"

Beitragvon UriKulm » 04.01.2017 20:16

Ich möchte etwas zum Bedenken geben.

- Heisst es besser Gnadengaben anstatt Geistesgaben Römer 12 und 1. Korinther 12
- besser Gnadengaben zur Auferbauung Epheser 4
- Erbauung anstatt Auferbauung wo es so genannt wird 1. Korinther 14

Vielleicht darf man sagen, dass Gott bzw. der Herr Jesus Gaben in Gnade einzelnen Gläubigen gegeben hat und heute noch gibt.

Das sodann der Geist diese Gnadengaben nutzt und einem jeden, der eine solche Gabe hat, benutzen will nach seinem Ermessen "wie er will".

Das derjenige, der eine Gabe in Gnade hat, verantwortlich ist, sich der Leitung des Geistes zu unterstellen und nur das zu sagen oder zu tun, was ihm direkt aufgetragen ist. Und es nicht zu unterlassen.

Dann haben wir auch eine deutlich Anweisung für solche, selbst nur das zu sagen und zu tun wozu sie befähgt sind und somit die Geister der Propheten den Propheten untertan sind. Der Verstand wird nirgends ausgeschaltet.
Nichts wird gesagt oder getan, was der Geist nicht angeordnet hat und was die Fähigkeiten, das Verständnis des mit der Ausübung einer Gabe Beauftragten übersteigt und nicht zur Erbauung einerseits und andersersits zur Auferbauung dient.

Die Gaben sind wohl unterschieden in solche, in einer Örtlichkeit 1.Kor. und in solche generell am Leib Christi Röm 12; Eph.4.

Historisch und gegenwärtig gibt es alle Gaben in Gnade, weil der Heilige Geist sich nicht geändert hat. Aber, einige Gaben und auch damit verbundene Ämter haben aufgehört, weil sie in der ursprünglichn Weise nicht mehr gebraucht werden.

- Zungen-/Sprachenreden für die Ungläubgen und nicht für die Gläubigen ursprünglich ein Zeichen. 1.Kor 13;14
- Apostel gab es nur 13 bis alle Entschlafen waren. Das Händeauflegen der Apostel und damit Vergabe von Ämtern hörte damit auf, als auch solche von den Aposteln beglaubigten entschlafen sind. Timotheus, Titus
- Propheten, im Sinne von "Neuoffenbarung". Gottes Wort als Massstab und Basis für jeden Dienst bis heute ist vollendet. Alle "Neuoffenbarungen" dürfen heute wie damals getrost als unbiblisch zurückgewiesen werden. Gabe eines Propheten ausüben heute bedeutet, die bereits offenbarten Prophezeiungen, z.B. über das Kommen Christi, als Weissagung auf Herz und Gewisesen der Zuhörer zu legen.

Wann nun was aufgehört hat mit genauem Datum kann ich nicht erkennen. Der damalige und heutige Montanismus ist eine Irrlehre genauso wie neuzetliche Weltuntergangsberechnungen und dergleichen mehr. E.G.White, Miller z.B.

Was "Weissagung" als Gnadengabe anlangt, so schint sehr wohl der Geist zu wirken in jenen, denen in örtliche oder überörtlich auszuübende Gabe mitgetilt wurde. Weissagung heisst ebenfalls nichts anderes, als dass offenbarte Wort Gottes, die Heilige Schrift AT und NT zeitgemäß auszulegen und in "Aussprüchen Gottes" den Zuhörern auf Herz und Gewissen zu legen.

Alles was gesagt und getan wird im Auftrag Gottes und geleitet durch den Geist ist anhand der Bibel prüfbar und soll auch so beurteilt werden. 1. Kor.14

Dürfen wir darin einig gehen?

Nun, dievon mir mit eigenen Worten nach meinem Schriftverständnis hier rausgelegten Ansätze sind sicherlich nicht vollständig. Ist ja immernnoch alles Erkennen Stückwerk. Aber vielleicht zum genaueren Bibelstudium anregend. hoffe ich.

Der kommt. Maran atha.
Der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt regiere/entscheide in euren Herzen.
Der Gott des Friedens sei mit eurem Geiste.


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