Lauwarmer Christ

Lehrfragen in Theorie und Praxis - also alles von Bibelverständnis über Heilslehre und Gemeindelehre bis Zukunftslehre

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Daniel84
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Lauwarmer Christ

Beitragvon Daniel84 » 23.07.2018 11:07

Hallo,

ich bin weder calvinist noch arminiander sondern verwirrt. Mich interessiert die Ansicht von euch Calvinisten.

Gibt es so etwas wie einen lauwarmen Christen?

Nach Frances Chan und meiner Auffassung von der ewigen Sicherheit eines Gläubigen ergibt es keinen Sinn wenn Jesus den Christen aus seinen Mund wieder ausspuckt. Also verwirft.

Wird es nach der Calvinistischen Lehre so gesehen das ein Lauwarmer Christ also kein echter Wiedergeborener ist?

Lg

Daniel84
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Daniel84 » 23.07.2018 11:17

Auch wenn hier nix los is wäre ich dankbar für ne rasche Antwort.

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Peter01
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Peter01 » 24.07.2018 11:36

Hallo Daniel 84,

wahrscheinlich fühlt sich bei deiner Frage nieamand angesprochen. "Euch Calvinisten" klingt auch eher herablassend und angriffslustig als wirklich aufrichtig nach einer Antwort suchend.

Man kann sagen dass es einen "lauwarmen Christen" gibt, man müsste allerdings beschreiben was damit gemeint ist. Die Schrift spricht immer wieder von Menschen, die nur Mundbekenner, Scheinchristen und Menschen mit geteilten Herzen sind. Wenn ein Mensch in dieser Haltung bleibt und nicht zur Buße finden, dann war er nie ein Christ (siehe 1 Joh 2,19.3,15; 2 Pet 2, ganzes Kapitel). Dies wird sich spätestens am Tage des Gerichts zeigen.

Es kann aber natürlich auch sein, dass Christen aufgrund einer Sünde für eine Zeit lang in einen lauwarem zustand geraten, soweit dass sie sogar Ihre Erlösung vergessen (vgl. 2 Pet 1,9). Diese werden jedoch wieder von Gott zurück geführt und bis ans Ende bewahrt werden (vgl. Joh 10,27ff; Phil 1,6; Jud 24).

Also ja, biblisch kann man sagen, dass es einen lauwarmen Christen gibt. Wenn er wirklich Christ ist, wird Gott ihn niemals verwerfen sondern wieder zurückführen und bewahren. Wenn er nur ein Scheinchrist und ein Heuchler ist wird sich dies am Ende offenbaren. Gott wird ihn ausspeien und ihn als einen Nichtchristen hinstellen (vgl. Mt 7,21-23).

Gruß
Peter

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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Daniel84 » 25.07.2018 21:21

Hallo Peter,

das war nicht herablassend gemeint.
Demnach spricht Jesus in der Gemeinde in Laodizea Ungläubige an. So versteh ich eure Auslegung auch, das wollte ich wissen. Danke dir.
Und in Jakobus 4 wo von Ehebrechern und geteilten Herzen gespochen wird, legt ihr das auch als an Ungläubige gerichtet aus?

Liebe Grüße

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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Peter01 » 26.07.2018 08:25

Hallo Daniel,

danke für die Klarstellung :)

Die Bibel mach ja immer wieder klar, dass sich Heuchler in die Gemeinde einschleichen können (Mt 7,15; Apg 20,29-30; Tit 1,16; Hebr 6,4-9; 2Pet 2,1).

Daher denke ich auch, dass Jesus und auch Jakobus solche anspricht die sich in einer Gemeinde befinden, aber eigentlich Ungläubig sind.

Viele Grüße
Peter

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Joschie
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Joschie » 19.08.2018 18:07

Hallo Daniel!
Leider wird der Begriff "Lauwarmer Christ" aus Offb 3,14-16 oft als Kampfbegriff benutzt. Nach meiner Wahrnehmung sind immer die anderen Christen die lauwarme Christen und es ist halt immer die andere Gemeinde die lauwarme Gemeinde :roll: Dabei fordert die Schrift jeden Christen auf zuerst seinen eigenen Glauben zu prüfen
Dazu ein paar Bibelstellen:
2Kor 13,5 Prüft euch, ob ihr im Glauben seid, untersucht euch! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr etwa unbewährt seid.
Eph 5,10 indem ihr prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist.
Phil 1,10 damit ihr prüft, worauf es ankommt, damit ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi,
Gruß Joschie
Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg? 1Kor 15,55

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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Gerlinde » 23.08.2018 00:16

Es ist nicht unser Job andere zu richten. Ob jemand ein heißer, warmer, lauwarmer oder kalter Christ ist, liegt nicht an uns zu entscheiden. Ich mag diese Stelle aus dem Römerbrief 2:1:
Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest.
Oder, um es mit den Worten meiner verstorbenen Mutter zu sagen: "Wenn Du mit einem Finger auf jemand anderen Zeigst, deuten drei Finger auf Dich".
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon PeterG » 23.08.2018 09:30

Hallo Gerlinde,
du machst es dir m. E. etwas zu einfach.
1Kor 5:12: Denn was habe ich zu richten, die draußen sind? Richtet ihr nicht, die drinnen sind?
Nimm dir doch eine Konkordanz und schaue mal nach, wie in den ersten Gemeinden mit Irrlehrern umgegangen werden soll.
Natürlich sollen wir richten - aber das 'richten' richtig verstanden: Aus Liebe zum Nächsten schütze ich ihn und die Gemeinde vor falschen Lehren, indem ich diese aufzeige und die Menschen, die unbeirrt und unbelehrbar daran festhalten, aus der Gemeinde weise.
Röm 1:16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben."

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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Gerlinde » 23.08.2018 12:11

Lieber Peter,

Ich komme aus Gemeinden (Mormonen, Pfingstgemeinde und Baptisten, bevor ich zu meiner Gemeinde fand), wo das verurteilen von Menschen, die nicht "wie wir" sind. Eine Frau, die einen "Ungläubiigen" liebt, ein Mann, der sich damit schwer tat, einen anderen zu unterstützen, weil dieser seine Frau schlug; und eine Frau, die den Missbrauch durch ihren gläubigen Vater anzeigen wollte. Sie alle wurden verurteilt von den "lieben" Geschwistern.
Ein Erlebnis aus meiner Mormonenzeit:

Ich arbeitete als Gemeindesekretär, auch verantwortlich für den Schreibkram bei Kirchengerichtsverfahren. Ein Mormone sprach mit anderen Mormonen über einige Sachen, die er über die mormonische Kirchengeschichte herausgefunden hatte (z.B., dass der gründer im jahr 1826 wegen Betrugs verurteilt wurde, und, dass er die Herstellung von Falschgeld in Nauvoo (1839) erlaubte. Verständlicherweise waren die Führer beunruhigt, und verurteilten ihn zu Gemeinschaftsentzug (die Vorstufe der Exkommunikation) , also wurde ihm verboten, in der Kirche aktiv zu sein. Der junge Mann ließ sich nicht abhalten, und sprach weiter darüber. Er wure exkommuniziert.
Als Begründung wurde die "Reinerhaltung der Herde" angeführt. Der 1. Korinther wurde ebenfalls bei einer Ansprache, wo über die Exkommunikation des jungen Mannes berichtet wurde, erwähnt. Frage: Hatten die Mormonenführer recht, oder der junge Mann? Und, kann es nicht sein, dass auch in einer christlichen Gemeinde diejenigen sich irren, die jemand rauswerfen? Rauswerfen, weil sie nicht auf den HG gehört haben, sondern aus Angst vor dem schlechtem Image der gemeinschaft, oder vor abweichenden Meinungen, die richtig sein können, aber keine lehrmeinung der jeweiligen Gemeinde sind?
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon PeterG » 23.08.2018 17:25

Nein, es geht um das 'Rauswerfen', wenn einer bewusst in der Sünde verbleiben will. Das muss natürlich vorher biblisch geprüft worden sein. Es hat auch etwas mit dem Image, also der Außenwirkung der Gemeinde zu tun. Ich halte es für ein schlechtes Zeugnis, wenn z. B. jemand, der im Ehebruch lebt (und alle wissen das), in der Anbetungsgruppe mitsingen darf.
Röm 1:16: "Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben."

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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Gerlinde » 24.08.2018 00:30

Ehebruch ist nicht gleich Ehebruch! Vielleicht hatte die Person, die den Ehebruch beging, gute Gründe dafür? Und, hatte nicht selbst unser Heiland einer Ehebrecherin vergeben, indem er die anderen daran erinnerte, dass, wer unschuldig sei, den ersten Stein werfen soll? Und, gingen nicht alle beschämt weg? Und was sagte unser Heiland da der Frau? "Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!". (Johannes 8:11, Einheitsübersetzung)
Haben wir dann das Recht, einen Ehebrecher zu richten?
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon PEDRO » 24.08.2018 03:39

Gerlinde hat geschrieben:
23.08.2018 00:16
Es ist nicht unser Job andere zu richten.
PeterG hat geschrieben:
23.08.2018 09:30
Nimm dir doch eine Konkordanz und schaue mal nach, wie in den ersten Gemeinden mit Irrlehrern umgegangen werden soll.
Hallo Gerlinde,

Leider weiss ich nicht, was eine Konkordanz ist, aber es gibt immer zwei Fluegel der Wahrheit und ich kann PeterG nur zustimmen. Einerseits hat deine verstorbene Mutter recht und andererseits werden Glaeubige sowohl in den Evangelien als auch in den Lehrbriefen aufgefordert z.B. Irrlehrer anhand der Bibel (ohne Ansehen der Person) zu entlarven, zu richten und es dann seiner Versammlung zu melden!

Nehmen wir ein Praxisbeispiel zum Verstaendnis, wie man einen Menschen richten darf und laut JESUS sogar sollte:

Wenn jemand vorsaetzlich die Bibel faelscht und dem Wort Gottes hinzufuegt, um seine eigenen Lehren in der Bibel zu plazieren, ist er definitiv ein Irrlehrer und man ist als Glaeubiger aufgefordert dies seiner Versammlung zu melden, so dass andere dieser Irrlehre nicht folgen und verloren gehen. Wenn man es nicht meldet, macht man sich mit schuldig!

Wuerdest du einem Betrueger Geld anvertrauen? Wuerdest du einem vorsaetzlichen Bibelfaelscher deine Seele anvertrauen? Stehst du in der Pflicht, es deiner Versammlung zu melden, wenn du weisst, dass sie einer Lehre folgen, die nachweislich auf einer vorsaetzlichen Bibelfaelschung basiert? Stehst du in der Pflicht, deiner Versammlung zu melden, dass sie einem Betrueger und Bibelfaelscher nachfolgen und nicht JESUS CHRISTUS?

Jesus sagte z.B. ueber die Entlarvung von Irrlehrern:

Mat7:15-18 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind! ... An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen ... So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte. ... Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte bringen, und ein schlechter Baum kann keine guten Früchte bringen.

Bibelfaelschen ist eine schlechte Frucht. Laut JESUS ist ein Bibelfaelscher ein "schlechter Baum, der keine guten Fruechte bringen kann".

Es gibt laut JESUS keine Mischbaeume - also in diesem Fall kann es laut JESUS keinen unbussfertigen Bibelfaelscher geben, der zugleich ein Mann GOTTES ist. Das ist ein Widerspruch in sich!

Aus der Praxis nehmen wir Prof. Dr. Martin Luther. Er hat seine Luther Bibel an ueber 300!!! Stellen verfaelscht (Bei Bedarf PN an mich). Hier einmal eine sehr leicht nachzuvollziehende vorsaetzliche Bibelfaelschung in seiner Luther Bibel, wo er dem Wort GOTTES hinzugefuegt hat:

1.
Röm3:28 (Lut 1984) So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, ALLEIN durch den Glauben.

Richtige Uebersetzung:
Röm3:28 (EBE) Denn wir urteilen, dass der Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.

Der Text von Luther enthält 2 vorsätzliche Falschübersetzungen:
1
Das Wort "Allein" wurde absichtlich sinnverändernd in den Text eingefügt ... das kann man sogar in Wikipedia nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Sola_fide ... Kein Grundtext des NT enthält dieses Wort an dieser Stelle. Es kommt auch nur in der Uebersetzung Luthers vor, da die Rechtfertigung "Allein durch den Glauben" die zentrale Aussage in der Lehre Luthers ist. Um diese in der Bibel nachweisen zu können, hat Luther diese Aussage durch das Einfügen des Wortes "Allein" erst in den Bibeltext hineingeschrieben. Mit dieser Einfügung hat Luther jedoch einen direkten Widerspruch zu Jak2:24 erzeugt. Denn dort heisst es ausdrücklich auch in der Luther Uebersetzung:

Jak 2:24 "So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein.

"Allein durch den Glauben" (Röm3,28) und "nicht durch Glauben allein" (jak2:24)

Da dieser Widerspruch zu Jak2:24 natürlich auch Luther bewusst war, lehrte er, dass der Jakobusbrief kein inspiriertes Wort Gottes sei, sondern Zitat: "eine stroherne Epistel" und  Zitat: "eines apostolischen Geistes nicht würdig sei". Luther hatte einen Grundsatz: "Allein die Schrift" - auf diese Weise (dass er eben den Jakobusbrief nicht als inspiriertes Wort Gottes akzeptiert hat), hat er dann auch gleich den Widerspruch zu seinem eigenen Grundsatz "Sola Scriptura", d.h. "Allein die Schrift" gelöst, da der Jakobusbrief ja nicht zur Schrift gehöre. Nebenbei bemerkt hat Luther auch den Hebräerbrief, den Judasbrief und die Offenbarung nicht als Wort Gottes anerkannt, da diese Briefe nicht mit seinen Lehren vereinbar sind.

2
Die zweite sinngemässe Verfälschung liegt hier in dem Begriff "gerecht" , in der Formulierung, dass der Mensch "gerecht wird", denn der wahre Text lautet hier: "Das der Mensch gerechtfertigt werde", denn im griechischen Grundtext steht nicht das Adjektiv "dikaios", was "gerecht" oder substantiviert "gerechter" heisst, sondern das Verb "dikaiomai", was "gerechtfertigt werden" heisst. Der Unterschied zwischen "gerecht werden" und "gerechtfertigt werden" ist sehr wesentlich, aber ich will hier darauf nicht naeher eingehen.

Luther hat 1520 geschrieben:

"Der Christenmensch ist frei und entbunden allen Geboten und Gesetzen. Das ist die christliche Freiheit."

Paulus war anscheinend nicht "frei und entbunden allen Geboten und Gesetzen", denn er schreibt:

1Co 9:21 ... obwohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern unter dem Gesetz Christi -, damit ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne.

Und JESUS sagte dazu:

Mt 5:17-18 Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen (auf ein Vollmass zu bringen). Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.

Joh3:36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Luther widerspricht also eklatant JESUS und Paulus!

Liebe Gerlinde, wir werden von JESUS eben sogar aufgefordert, zu richten! Und so koennen wir jetzt nach dieser Beweislast Prof. Dr. Martin Luther als "Wolf im Schafspelz" outen und richten:

Prof. Dr. Martin Luther ist definitiv laut JESUS CHRISTUS Definition ein Irrlehrer (und vorsaetzlicher Bibelfaelscher), ein "schlechter Baum", der keinerlei gute Fruechte bringen kann (es gibt keine Mischbaeume)! Wer diesem "Schaf im Wolfspelz" nachfolgt, folgt ihm ins Verderben nach.

So werden wir anhand der Bibel aufgefordert Irrlehrer zu entlarven, zu richten und es dann der Versammlung zu melden. Falls man das unterlaesst, suendigt man selber! Falls man sich also z.B. in einer Lutherisch orientierten Gemeinde befindet, soll man sich laut Lehrbriefen von dieser Gemeinde dann absondern. Das war mal ein Praxisbeispiel wie man einen Irrlehrer entlarvt und richten darf und richten soll. Nur jemand, der unbiblische Lehren lehrt muss diese in die Bibel hineinschreiben, ansonsten wuerde man ja diese Lehre ohne Faelschung in der Bibel finden. Die Rechtfertigungslehre "Allein durch den Glauben" findet man allerdings nur in der verfaelschten Luther Bibel - sonst nirgends - und das bis heute! Es ist besser, dass du glaubst, was in der Bibel steht:

Rom2:13 - es sind nämlich nicht die Hörer des Gesetzes gerecht vor Gott, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtfertigt werden.
Zuletzt geändert von PEDRO am 24.08.2018 06:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Gerlinde » 24.08.2018 04:21

Prinzipiell stimme ich Dir zu, nur einige Anmerkungen dazu:

In der Bibel wird z.B. erwähnt, dass etwas für Gott ein Greuel/Gräuel ist. Im Englischen heißt das Wort ABOMINATION. Schaut man aber in Lexika nach, ist der Wortursprung to'evah, was nicht eine Sünde wie Mord oder Ehebruch beschreibt, sondern etwas, was einen Menschen rituell unrein macht, um den jüdischen Tempel zu besuchen. Um wieder rein zu sein (rituell betrachtet) musste man ein Bad (Mikwe) nehmen. Wenn es also heißt, dass dieses oder jenes ein Greuel/Gräuel sei, so meint die Bibel damit eine rituelle und gesellschaftliche Unreinheit. Um das zu verstehen, muss man tiefer in die jüdische Geschichte gehen:

Damals war das Volk, das Jahwe anbetete, von vielen heidnischen Völkern umgeben, die heidnische Götter anbeteten, und heidnische Sexualpraktiken in ihren Tempeln ausübten. Moses, Aaron, und nach ihnen die levitischen Priester, wollten das jüdische Volk rein halten, dass sie sich von diesen Einflüssen fern hielt. Das war auch nötig, weil diese Einflüsse auf Juden einen gewissen Reiz ausübten.

Ich erzählte das einige Zeit nach meinem transsexuellen Coming out einem Mitglied einer Pfingstgemeinde, die ich damals besuchte. Er bezeichnete mich als Irrlehrer, obwohl mein Wissen aus Lexika christlicher Autoren (z.B. das neunbändige Werk von Kittel über das neue Testament) und verwies mich der Kirche. Dabei ist alles linguistisch und wissenschaftlich belegt.
Ich denke, der Mann wollte in seiner Gruppe eine Konformität haben, und andere, "neue" Ideen waren nicht erwünscht.
Würde ein katholischer Priester, der sich gegen das Zölibat ausspricht, und dabei theologische, bibelwissenschaftliche Abhandlungen, und die Bibel selbst als Zeugen aufrufen, ein Irrlehrer sein, oder nicht eher jemand, der die katholische Kirche vor der Weiterführung von Irrtümern bewahren will?
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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon Jose » 25.08.2018 20:16

Wenn Jesus sagt: "Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde" Offb 3,16, dann ist das eine ernste Aussage und es wird dann auch klar ausgeführt, woran es mangelte. Die Konsequenz, die Jesus androht, lautet: „Ich werde dich ausspeien aus meinem Mund“. Aber die Güte Gottes ruft zur Umkehr, wenn wir lesen: "Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!" Offb 3,19. Ich kann nicht anders als es so zu lesen und ernst zu nehmen wie es geschrieben steht. Es liegt an den Sünder, Buße zu tun.

Dass Christen lau werden können ist für mich persönlich keine Frage und ich möchte mich auch nicht darauf verlassen, dass Gottes Güte mich auf jeden Fall immer zurechtbringen wird. Mein Verständnis ist, dass wir auch eine Verantwortung vor Gott haben.

Das könnte ein Beispiel sein für jemand der Lau würde und sich der Güte Gottes, der zur Buße leiten will, widersetzt: "Denn wenn sie den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus entflohen sind, aber wieder in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist für sie das Letzte schlimmer geworden als das Erste" 2. Petr 2,20.

Das ist meine Überzeugung, wenn ich die obige Bibelstelle und andere so wörtlich nehme wie sie geschrieben stehen. Meine Sorge gilt den vielen in verschiedenen Kreisen, die meinen, ihnen könne gar nichts mehr passieren, nachdem sie gläubig wurden, und das Heil sei ihnen sicher. Wer sich wirklich bekehrt hat, wird sich nicht einfach wieder der Welt und ihrer Lust zuwenden, aber die Gefahr besteht. Und die Vermutung, dass sich dann jemand gar nicht bekehrt haben kann, ist mir zu hypothetisch. Sehr bekannt ist der ehemalige Jünger Demas, über den Paulus schreibt: "Denn Demas hat mich verlassen, da er den jetzigen Zeitlauf lieb gewonnen hat" 2.Tim 4,10a.

Ich kann nur sagen: wehrt der Lauheit. Der Apostel Johannes hatte schon geschrieben, vermutlich weil schon damals etliche in Gefahr standen: "Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm" Joh 2,15.

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Re: Lauwarmer Christ

Beitragvon PEDRO » 26.08.2018 01:55

Gerlinde hat geschrieben:
24.08.2018 04:21
Würde ein katholischer Priester, der sich gegen das Zölibat ausspricht, und dabei theologische, bibelwissenschaftliche Abhandlungen, und die Bibel selbst als Zeugen aufrufen, ein Irrlehrer sein, oder nicht eher jemand, der die katholische Kirche vor der Weiterführung von Irrtümern bewahren will?
Ein katholischer Priester hat sich bewusst entschieden, bevor er Priester wurde, das Zoelibat und auch alle anderen Normen der Katholiken zu akzeptieren (z.B. Papst ist Stellvertreter von JESUS CHRISTUS auf Erden, der Katechismus lehrt ihn, was er glauben und tun muss, er muss anerkennen, dass die Katholische Kirche das Recht hat, die Bibel zu aendern -> z.B. 10 Gebote usw.). Falls einem Priester hinterher daemmert, dass da irgendetwas mit dem Zoelibat nicht stimmt (biblisch gesehen) und sich gegen das Zoelibat ausspricht muss er die katholische Kirche verlassen, denn die kath. Kirche bestimmt, was ein Priester zu tun und zu lassen hat - und nicht die Bibel! - und das hat er akzeptiert BEVOR er Priester wurde, also hat er sich gefaelligst nicht hinterher darueber zu beschweren! Es hat ihn niemand gezwungen kath. Priester mit Zoelibat zu werden, dann braucht er auch hinterher nicht zu jammern! Traditionen, der Papst, der Katechismus usw. stehen ueber der Bibel bei den Katholiken - das ist ihr Glaube und das ist ok so. Jeder darf glauben, was er will.

Noch einmal zum Verstaendnis: Die kath. Kirche behauptet, sie besitze die Autorität um Gottes Gebote zu ändern und auch neue Gesetze zu machen. In „The Catholic Extension Magazine", Chicago, unter dem Segen von Papst Pius XII. ist unter anderem zu lesen:

„Wir Katholiken akzeptieren die Bibel nicht als einzigen Glaubensmaßstab. Neben der Bibel ist es die lebendige Kirche, die uns führt. Diese Kirche hat das Recht, die zeremoniellen Gesetze des Alten Testamentes zu verändern, also auch den Sabbat auf den Sonntag zu verlegen.

Wir sagen öffentlich:

Ja, die Kirche veränderte und machte dieses Gesetz, wie auch so viele andere Gesetze z.B. das Fasten am Freitag, den Zölibat, den Ablass und andere Gesetze..."

Jeder kann fuer sich selber entscheiden, ob er Katholik oder kath. Priester oder Mormone oder evangelikaler Christ oder Zeuge Jehova oder sonst etwas wird - falls er sich fuer etwas entscheidet, hat er sich dort an die Normen anzupassen und zu akzeptieren! Keiner wird dazu gezwungen, kath. Priester zu werden.
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